Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 44-45 (3.6.1938)
- Date
- 1938-06-03
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Saite 16 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 44/45, 3. VI. 1938 Umwandlung von M. M.Warburg & Co., Hamburg: Das seit 1707 begehende II,ins wird in eine Rom• mandifgesellscliaft unter der Finna M. M. Warburg ft Co. Kommanditgesellschaft umgewamlelt. Die bisher!• gen Teilhaber Max M. W a r h u r g, I)r. I ritz M. W a r b u r g, Dr. lirnst S p i e g e! b c r g und fl r i c I1 M, War b!irg .•,־״heiden aus.!)er bisherige Oener,Vln׳volF mäthtigte der Finna■ Dr. Rudolf Urin c k m a!111, Mamburg, und Herr Paul Wirt/, Hamlnug, treten als persönlich baftemle Gesellschafter ein. Als Kommanditidfii hetoibget! sich die Bank für deutsche Iiulu-tric-( IbligVionen. Berlin, die Berliner I landel-.־( k'sc'Lcha't. die Otifelioffmingshiitte. Aktienverein für Bergbau- und Hüttenbetrieb, Nürnberg, die Firmen F. Paris/ mni I.fderwerke Wiemann A<i., Hamburg, Ron- Stil H, Mevwald i. Pa. \';m DissH, Rode ft Gia. Sucs,, Maracaibo, die Siemens ft Hals'.c AU. und Siemens• Schuckertu erke AG., Berlin, die i irma Tlieodor Wille, Hamburg, 11:11! einige andere Freunde des Hauses. » . Das Ran kl! aus M. M. Warburg ft Co. wurde im Jahre 1707 in Hamburg gegründet. In den rrslcn Generationen waren Inhaber der Bank nur Angehörige der Pamilic Warburg, in der vierten Generation gehörten zu den Inhabern der verstorbene Dr. Car! Melchior und Dr. Ilms! Spiegelberg. M. M. Warburg entwickele bereits verhältnismäßig frühzeitig im 19. Jahrhundert ihre internationalen Verbindmißen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts sich noch erheblich erweiterten. Damals siedelten die Bruder Paul und Felix Warburg nach New York über Max und Dr. Fritz Warburg sind gleichfalls Urinier der beulen!(1/w!m.-Ih1!׳ verMo. benen amerikanischen Werburgs, die in New York I niliaber ilrr Firma K 11 i!!1, Loch ft Cu. wurden. I >!e Bedetiting I clix Warbui gs auf pllilnt1tl1ropi~i.he׳n und jiu'i'Ciem < Vriet i*l unseren Lesern ja bekannt. Bwumirm enge Beziehungen verknüpfte das l.-'nlerneiimeii ::11t den .-,kamluiavi-eheu Regierungen, Städten und I Ivpi.th ikenh.inkt!1 11.« ״ deren Anleihen in Dou'sell- 1 am! Sit- 11;e1 tu . Vmö! dm Br/w hiimzei! zu den Vermnitjtun Stad Hn! 'A ,m-n ’s ul 11* hrdr; .ml׳H; Nach dem Kriege arbeitete M. M Wa rinin.־׳ ,'5 (ö O. / i mammen mit der von Pan M י V\ ,1! Im!; r in New N ' K K ״c׳i״!mlr'eu In eniation a 1 ■׳,־ A ■r;> e w Ha j;t\ a:n Auer B'viehungett Amerikas VW eure׳}׳־ 11.־-e 1h. :1!! mi Mid ■Tl tu 11 Haid.en auf dem Gebici e dr> . IG> *n!!nj!r Trrüö s. w., im־• ad WaTmrg vor dem Kriege aus' hedi- An'rö!en;!1 Dm!' mehl;!!!!d placiert halte, widmete er : '!eh 1 1;ud 111■•m •1 ׳. K1" i e der iömin/i!•runu des dmiftrlien Exuml Im ח Olt.*י se\\;! der ־. Hmmhnffnn; י von lönaii/kcedueii und An! edlen 1, , r ־0!) Imlu-tr ׳> in 1 >eut M'hlnml. Zugleich wurden \V;t ihm•:: S B e /lt '11; ne<׳n /'! u ner 1׳ ,,mite von Industrie- und Sch iffal!rts[111 Irrne! ml im gen ausgehaiit. Auch auf dem Gebiete des Wcttpapiethamlels und der Vermögensverwaltung war .M. M. Wat Mi! g umfangrru.lt tätige In Berlin wurde ein eigenes Büro unter Leitung eines Teilhabers geschaffen, das die Yerbimh1!1:r1׳n 1111 |c״'eh iviegen so'l e. Dir hi h ■״ige hl- 11; 1'ner M a x M. W a r h;1 r g, der auf dem Gebiete des Bank- und I;ina11/wese:1s über einen außerordentlichen Ruf verfügt, betätigt sieh bekanntlich führend in der jüdischen Arbeit, insbo-.ninlero als Präsident des llüfsvercins der Juden in Deutschland. Zur Teilungs־■Debatte Hubert Pollack: (udenstaat wird Wirklichkeit“. — Joachim Goldsteiii, jüdischer Rurliverlag. Berlin 1038. Hubert!,ollaek behandelt in seiner Broschüre die Probiente, die sieb aus dem Teilimgspian für Palästina und dem Vorschlag.;111 f einem Teil seines Gebietes einen jüdischen Staat zu giumieu. ergeben. Pol lack versucht, gegenüber den bisherigen Vorschlägen einen neuen Plan aufzustellen, der ebenfalls von einer Dreiteilung des Landes ausgeht, aber neben einem Araberstaat. der Transjordanien und einen leil Palästinas 11 mial’.t. zwei Mandatsgebiete vorsieht, wovon das eine 11.;1, den Xegew enthalt, während das andere den zukünftigen ludcn-taat umfaßt. in diesem Mandatsgebiet soll allmiihlieh ein ■יu־h selhM verwaltender Judenstaat eiltw ick eit w 0׳ :den. Pn'.Drk m.i ־ht für du־' Durchführung dieses Projekte.־, ins einzelne gehende Vw ,.Glinge. Dr. Pli. Biberfeld: Der jüdische Staat. —- IsrneH♦ und 1 lei!׳ס״:, ludi-cher Buch', erlag (i. m. b. H., Frankfurt am Mam 10 fv \'<׳m j n.h'1 'u-tr:!11i:inm Heu Standpunkt aus ',Grd hier der- \'e!s::.!1 g׳ m:1, in, die Probleme des staatlichen /.usatrmrnleben - zu •;;״־rvro, n ie .11■ sieh aas der jüflisehen (iescbichte uml der ('n-etzg.-bung dir Thora sowie aus der Entwicklung im M:t!e!;'י!. .־׳-, ׳w eit die (ienioindeverfass'.ing in Betracht komm', rieht. Der Vcr-neb Biberfelds ist sehr interessant, gibt er d׳v!i 11:־u1״ guten I Vherhürk über die wesentlichen I nntn ii iR־- n!!i 1 -■!00־ MaatneM־!!» i!11 Altertum, über die ProMeiin: de. mdwi i'.en ReGits uml da. Teilt,ilnns von Staat tittd \'nh, na Gl itidisi;!er Auffassung. Gälte; \ ei gleicht Biberfeld die judisch-t:aditto!:eile Auflassung mit der Auflassung Piatos vom ltiealsta:1t und kuanm dabei zu recht interessanten Par.'dk hui. Das letzte Kapitel der Broschüre beschuftigf sich sodann 111 it dem Problem, ob die jüdische klassische Staats- Organisation für die heutige Zeit eine Utopie darstelle oder wieder Wirklichkeit werden könne. Dieser Teil der Selnift i>1 ,allerdings außerordentlich schwach, denn Bibcrfdd bewegt sielt hierbei in theologi-rlien Erörterungen, die mit scharfen aiiti/ioni.-tisdieii Seitenhirben verbunden sind, ohne den Versuch zu machen, vom Standpunkt des traditionellen pelze I Peiznaus Tauentzlen Enorme Auswahl neuester Modelle. Neri-,Persianer-, Breitschwanz- Mäntel, Paletots, Cipes, EdelfUchst. Sehr günstige Preise NUrnberpnr S t ra Ra 13 Eck« Tausntzlentlraff• Judentums aus eine praktische Anwendung der in der Cieschichte und Thora-(icsctzgebinig vorhandenen Normen auf ein kommendes modern es Staats! eben in Palästina sachlich zu begründen. Mit Allgemeinheiten ist liier wenig getan; gerade wer auf dein Boden des traditionellen Judentums steht, sollte sich nicht damit begnügen, in die Vergangenheit zu bücken und die Forderung auf Anwendung der historischen!,rinzipien auf die Gegenwart und Zukunft zu stellen, sondern er sollte den Termu 11 machen, die Grundlinien für die Me- 111 öden zu zeichnen, die bei einer Anwendung des Ueberkoinmeiicn auf die gegenwärtigen Verhältnisse in Palästina erforderlich waren. —11. Bcriclitigung. In dem Bericht über den ׳Sephardischen Kongreß in Amsterdam in Nr. 40 ist ein Druckfehler enthalten. Fs ist nicht über die Errichtung eines Instituts zum Studium der arabischen Wissenschaften verhandelt worden, sondern über cm Institut zum Studium der jiidi• s c 11 c 11 Wissenschaften, d. 11. es wurde auf Vorschlag von Mr. Paul Goodman die Errichtung einer scnhardischcn K’abbinerscluile in Jerusalem besprochen und beschlossen. Claude G. Montefiore 80 Jabre ״Er meint es mit dem liberalen Judentum so ernst, daß er seit vielen Jahren die Verbreitung des Juden: 11ms unter NicMjuden befürwortet hat. Er ist Unlversaüst, der das Ideal des zweiten Jesajas in die Tat umsetzen möchte.“ So schrieb vor zehn Jahren zum 70. Geburtslag Claude G. Montefiorcs Paul Goodman in der ״Jüdischen Rundschau" vom IS. Juni 1028. Er hat damit das Wese״ des Menschen und Denkers Montefiore sehr scharf Umrissen. Montefiore ist der Repräsentant einer Fnoehe, die mm endgültig ihrem Ende entgegengeht. An zahlreichen Stellen in den Tagebüchern Herzls kommt es zum Ausdruck, wie diese beiden Männer sich nicht zu einer g.,mein־amen Ak ion zu־ammonlinden konnten, eben weil sie verschiedene Epochen, und Begriffe in sich trugen. Der Gedanke des Volkes schien Monicfiore völlig zu verblas en gegenüber de;1 universale 11 G e d a n k e 11 der Religion, a!1 deren Verkündigung er seine Lebensarbeit gesetzt hat. Was der religiöse Liberalismus Montefiore verdankt, bedarf keiner Würdigung an dieser Stelle. Mit Leidenschaft hat Montefiore stets die prophetische Religion gepredigt und als Aufgabe des Judentums hiiigcstclli, den ethischen Monotheismus zu vertiefen. In zahlreichen Reden und Schriften hat er immer wieder diese Gedanken austfeführt, 11. a. in seine־׳,: Buch intndlagen des liberalen Judentums". Neben einem Buch, das zum Lesen der Bibel in der Familie anleiten soll, sind vor al'em seine re'igions-w iss enschaftlicheu Sbidi! 1׳ zu erwähnen; neben einem Kommentar zu den svnoptisehen Evangelien schrieb er auch ein Bueh zur Vergleichung der rabbinischcn Literatur reit den Evangelien. Diese Pnblikationen riefen eine heftige Auseinandersetzung mit Aclud Haam hervor, der die Stellung Montefiore« zu den Evangelien als jüdisch unhaltbar bezeichuetc, während!Montefiore sich vom Standpunkt des universalistisch denkenden religiösen Menschen her rechtfertigte. Wohl die wichtigste Wissenschaftliehe Leistung Montefiorcs ist sein Anteil an der Schaffung der ״Jewish Quarterlv Review“, die vor allem auch dadurch ausgezeichnet war, daß sie unparteilich alle Richtungen 7u Wort kommen ließ. In den 20 erschienenen Bänden dieser Zeitschrift hat er Gele wertvolle Studien über sein engeres Arbeitsgebiet veröffentlicht. Als Mensch von hoher Kultur und seelischer Größe erfuhr Montefiore seit je die Schätzung und Liebe aller, die ihn kennen. Der Jubilar wurde am (>, Juni 1858 in London geboren; er ist ein Großneffe Sir Moses Moniefiores, des großen ״Sditadlans" im vorigen Jalirhtmdeit. Er studierte in Oxford und in Berlin und erhielt in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen 1921־ den theologischen Ehrendoktor in Manchester sowie h)27 den Ehrendoktor für Literatur in Oxford. Die Zusammenfassung der Kräfte des religiösen Liberalismus betrachtete er stets als seine Aufgabe; so gründete er 1001 die ״Jcwisli Religion« Union1011 ,״ die ״Liberal Jewi-sh Svnagogue״ und scliiielilich 102b, als Krönung seines Lebensvverkes, die ״World Union for Progressive Judaism“. Daneben widmete er sieh sozialen Aufgaben; er war Präsident der Anglo-Icw ish Association und über zwei Jahrzehnte führendes Mitglied der Jea. Palüsiina Aini ft«vlln *EU 3 t WISM A&BNCY FO« PALESTINß Berlin W 15, Meinekcstraße 10. Telefon: SanirrH Nummer 91 9031. Handwerkergmope. IN hat sich herausgestellt, daß in weiten Kreisen großes Interesse für den Besuch des löchni- Rums Haifa oder den Besuch der dem Technikum angcglic• (irrten Hamlwerkerschuie besteht. D;1 das Technikum das Abitur voraussetzt, während die Handwerkersrhule nur junge Leute von 14—16 Jahren aufnimmt, war es bisher nicht möglich, Bewerbern, die 17 Jahre uml älter waren, nicht aber das Abitur hatten, eine gute handwerkliche Ausbildung im Zusammenhang mit dem Technikum in Haifa zu geben. Das Palästina-Amt Berlin hat sich deshalb mit den maßgebenden palästinensischen Stellen in Verbindung gesetzt, und es ist gelun׳■!״’, c'.i; Gruppe vorzubereifen, die junge Menselten von 17 10 Jahren umfassen soll. Diese sollen in einem zweijährigen Kursus zu Handwerkern ausgebildet werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine bereits vorhandene handwerkliche Vorbildung. Ueber die Kostet! können zur Zeit definitive Angaben noch nicht gemacht werden. Es wird sich jedoch die Möglichkeit ergeben, unbemittelten Bewerbern Ermäßigungen zu verschaffen. Angesichts der gro- (Sen Anzahl bereits vorliegender /Anträge und um die Gruppe möglichst schnell znsainmrnstellen zu können, ist das Palästina-Amt mir bis zum 15. Juni in der Lage, Anträge entgegenzunehmen. Anfragen an das Palästina-Amt, Abt. Allgemeine Beratung, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Zertifikate für Musiker. Für das Konservatorium in Jcrusalem und das Sdtulimisiklelirer-Seminar ist es möglich, noch eine kleine Anzahl von Aufnahmen vor/unehmen. In Frage kommen jetzt nur noch Selbstzahler. Die Kosten bctragen für ein zweijähriges Studium einschließlich Schulgeld und Lebensunterhalt minimal 159 bis 300 Pfund. Auf dem .Konservatorium wird in allen musikalischen Fächern Unterricht erteilt. Es bestellt die Aussicht, daß nach dem Besuch des Seminars Unterbringung im ScluiKverk des Waad Leumi erfolgt. Bis zum 25. Lebensjahr für das Konversatorium und bis zum 30, Lebensjahr für das Schulmusiklchrcr-Seminar sind die Bewerbungen mit eingehendem Lebcnslaiif und Bekanntgabe der musikalischen Vorbildung unverzüglich, bis spätestens zum 15. Itini, mir schriftlieh zu richten an die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Cliariottenburg 2, Kantstr. 159, (Ith. I. Wichtig für Studenten und Schüler! Wir verweisen auf die vorn Berliner Zionistischen Ortsverband gegründeten I n t e!1 s i v - K u r 8 e für Hebräisch (Leitung: Dr. S. Kaleko). Ls bestehen zur Zeit drei Kurse. Kurs 1: täglich vier Stunden, nachmittags. Unterrichtsfächer: Sprache, Literatur, Paläsüinakunde, Gegenwartskunde, Ten,ach, hebräische Stenographie. Kurs 2: täglich zwei Stunden (20 -22 Uhr) für Teilnehmer mit geringen Vorkenntnissen, Kurs 3: woclicntlich sechs Stunden (19—21 Uhr) für Fortgeschrittene. Weitere Kurse sollen nach Bedarf eingerichtet werden. Post nach Uebersee Vom 3. bi» U. Juni (ohne Gewähr) Palästina (ab Anh. Bhf. 22 50, Stg. 21.29: Abgang München ra. 12 Stunden später): 3. via Belgrad; fl. Haifa. — 5. via Belgrad; 10. Haifa. — 7. via Brindisi mit ״Gerusalemmc“; 13. Haifa. — 8. via Bclgiad; 14. Haifa. — 10. via Belgrad; 15. Haifa. I. uftpoit: Mo.. Mi., Fr. 7.00; 9.50 Wien; Di.. Do., Sbd. Lydda (Linie Warschau — Lvdda über Athen). Di-, Do., Sbd. 7.00; 8.15 Halle/Leipzig; 9.50 Wien; Mi., Fr., Stg. Lvdda (Linie Amsterdam — Bandoeng iifser Alben). — Sbd. 11.20; 14,15 München; Mo. Ti'icria* (J.inie London —Siuj׳«|x>re über Rom). U. S. A.1 8. Hilf. ChsuloM(־nlig. 23.571 via ('herlioiirg mit ..Bremen"; 14, N’rsv York. — 9. (Potsd. Hilf. 15.45) via Cherbourg mi! 1״ i ,!nibiirg"; 17. New York. Luftpost (N'aclihiingcfhig): 9■ (mit Luft[)0st über Köln r.ur ,.Bremen") 6.50; 11.00 Köln. Südamerika: 6. (Poi-d. Bbf. 23.42» via Genua mit ,.Augustin'‘; 20. Rio; 24. Bueno־ Aires. — 8. (Pot-d. Bhf. 15.45) via I,i1׳״!»ou mi! ..Miivsiliit“; 21. Rio; 24, Buenos Aires. — 10. (Potsd. Bhf. 15.45) via Lissabon mit ״Alrantar»"; 24. Rio; 28. Buenos Aires. Luftpost (auch nach Mittelamerika und Westindien)! Mi. Postschi. 21.00: Do. 5.00 Frankfurt a. M.: Sbd. Rio; Stg. Buenos Aires (Deutsche I.uftp.). — Sbd. Postschi. 12.15; Di. Rio; Mi. Buenos Aires (nicht nach Bolivien und Kuba) (Frz. Lu ftp.). Südafrika: 9. (Bhf. Fiiedrirhstr. 13.57) via Southampton mit ,,Fdin- Ixngh C"; 27. KajoI.nl:. Luftpost: Mi. 11. SW. 7.00; 8.50 Wien; Mo. u. Do. Kap-tadt (Linie London—Kapstadt über Athen). Australien: 9. (Anh. Bhf. 9.20) via Marseille mit ״Ranpura"; 0. 7. Melbourne; 10. 7. Sydney. Luftpost! Do. 7.00; 6.50 Wien; S|g. (nach 1«,'! Wochen) Sydney; Mo. Mellxnrrne (Linie London—Sing.ipnrc iilxr-T Athen). — Sbd. 11.20; 14,15 München; Mi. (nach 1'> Wochen) Sydney und Metbourne (Linie London - Singapore über Rom). Kleine Nachrichten Vom 21. bis 23. Juni findet in London in der Qtieen’s Hall eine P a 1 ii s t i n a - A 11 s s t e 11 u 1! g statt, die vom Keren Knjemeth veranstaltet wird. Die Ausstellung zeigt den Jüdischen Aufbau Palästinas, das Werk der nationalen Institutioiien und die Entwicklung der palästinensischen Industrie. Zugleich findet eine!1;iläslinamessc statt, hei der Palästina- Produkte zum Verkauf gelangen. Der amerikanische Außenminister Cordeil Hüll teilte mit, daß 18 Regierungen bei der Internationalen Emigration!- Konferenz, in E via 11 vertreten sein werden. 111 USA. wurde ein zentrales Komitee zur Förderung der Niederlassung von jüdischen Emigranten aus Deutschland in den Vereinigten Staaten gebildet. Auf der Tagesordnung der Septembersession der Völkerhundsversnmnilung stellt die Frage der Kolonisator!- sehen W a n d e r u .! g. Bei den Gemeiiidcwalilen in Pra g wurden 2 Vertreter der ״Jüdischen Partei“ gewählt, nämlich Ingenieur Oskar Aschermann und Dr. Frantisck Friedman!!. In allen Hotels, Pensionen und Gaststätten in Bad Ems werden Schilder angebracht, daß Juden nicht mehr bedient werden. Zionistische Jugendkonferenz in London. Am 29. Mal fand in London die '4. Jahreskonferenz der Eoedcration Zionistischer Jugend (F. Z. Y.) Englands statt. Der Jahresbericht, der der Konferenz, vorlag, ist sehr interessant. Endlieh sind z. B. jetzt alle zionistischen Jugendbiinde in England im ״Merka* Hanoar Haz.ioni־‘ (Central Committee of Yoimg Zionist Organisations) zusainmeiigefaßt. Der Jahresbericht beschreibt die Propaganda, die Erziehungsarbeit, die Schekel- und Fondsarbeit und die Arbeit am ״Young Zionist", dem Monatsblatt der F. Z. V. Als besonderes Positivum ist zu verzeichnen, daß auch die ״Palcstinian Students Union“ jetzt in der F. Z.Y. vertreten ist. Dies wird der hebräischen Arbeit Aufschwung gehen. Auf der Konferenz sc'lbst sprachen 11. a. Rcv. I. K. Goldbloom und Mr. B a k s t a 11 8 k v. Der größte Teil der Zeit war der Erörterung praktischer Fragen gewidmet. Jedoch entspann sich auch eine lebhafte Diskussion für und gegen die Teilung Palästinas, in der Mr. Bakstanskv sehr eindrucksvoll einige Argumente der Opposition widerlegte und die Einigkeit der Organisation in der wichtigsten Erngc he ׳vorhob. nämlich daß man so bald und so schnell wie möglich die Einwanderung verstärken müsse. S. E. Zionistischer Wahlsieg in der Belgrader sefardischen Gemeinde. Bei den Wahlen in der Belgrader sefardischen Gemeinde standen sieh zwei lösten gegenüber, die eine mit Dr. Jakov Ceiehonovic an der Spitze, der als Gegner des Zionismus bekannt ist, und die andere mit Zionist David Albala an der Spitze. Die Waiden erzielten einen Sieg der Zionisten, Von der gegnerischen löste kommen nur zwei Kandidaten in die Gemeindeverwaltung. Der neue Präsident, Dr. David Albala, ist Vizepräsident des Zionistischen Laudesverbandes und Präsident des Belgrader Kuratoriums des Keren Kajemeth. Auch der neue Vizepräsident, Samulln bemajo, ist aktiver Zionist. Er ist Landespräsidcnt des Keren Hajeßod für Jugoslawien. J. H. Palästina-Vorträge In Norwegen. Der bekannte Zionsfreund, Ingenieur Albert Hiortli, bereist zur Zeit das ganze südliche und östliche Norwegen und hält Vorträge über Palästina, die er mit der Vorführung des Films ״Das Land der Verheißung‘‘ begleitet. In GjAvik fand die Vorfiilmmg im Theater statt und mußte wegen des starken Intcresses wiederholt werden. Ein zweiter Vortrag war den Bewässerungsfragen gewidmet. Auch in liönefoss sprach Hiorth mit gleichen! Erfolg. J. S. Kunst •Notizen Die Tänzerin und Vortragskiinstlerin Cliaja O oldst ein ist durch die Kunstkreisorganisation für Holländisch-Indien zu einer Tourne» durch Sumatra und Java Ungeladen worden. Auf der Rückreise wird die Künstlerin auch Vorstellungen in Aegypten und Palästina geben. Die 1?jährige Spitzentänzcrin Irma R 0 s e n b e r g (Rosee) wurde nach erfolgreicher Beendigung ihres viermonatigen Engagements in Italien für eine Kallettrevue-Touriicc nach Südamerika verpflichtet. Die Altistin Minni Rappoport sang im Hilvcrsumer Rundfunksender deutsche, italienische und französische Arien. Au» der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU" v. 6. 6. 19131 Au» London wird gemeldet, daß die 11 0 ihre Tätigkeit, die binher ln der Fürsorge für die nach Galvesinn Einwandernden bestand, wegen Geldmangels eingegtellt hat, Zur bevorstehenden .hthresinspeklion der türkischen Reichsfinanzen sind unter anderen auch drei Ju■ den ernannt worden.