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Jüdische Rundschau · 1938-04-29 · Heft 34 (29.4.1938) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 34 (29.4.1938)
Date
1938-04-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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5e׳t« 4 JOD'SCHE RUNDSCHAU Nr. 34 29 'V. 1939 Vom amerikanischjüdischen Kongreß Neues französisches Fremdengesetz GV Voa unserem Berichterstatter Von unserem Korrespondenten New York, 13. April Zum ersten Male, seitdem der erste Amerikanisch•.!üdische Kongreß wahrend des Krieges organisiert worden war, soll jetzt eine Wahl der Abgeordneten für den Kongrell 193S stattfmden. Wenn der Amerikanisch-Indische Kongrell, dessen Vorsitzender Stephen Wise ist, dem American jewish Committee (Vorsitzender: Cyrus Adler) vorwarf, eine sich seihst verewigende Oligarchie dar/ustellcn, wurde gewöhnlich die Antwoit gegeben, daß die Wahl der Führer in den Kongreh keineswegs demokratischer sei, da Jahr um Jahr dieselben Leute gewählt wurden, ohne daß Raum für eine neue Puhrersohieht gegeben wurde. Diese Anomalie soll jetzt beseitigt werden. Am Abend des 23., 2b. und 27. Juni sollen die direkten Wahlen in ganz Amerika stattfimlen. Das Wahlmanifest stellt fest, dal! ״es nicht genügt, die Verantwortlichkeit für das jüdische Schicksal auf einen Kreis einer interessierten philanthropischen 1 i'ilircrsrliaft zu beschränken.“ Angesichts der Stimmung der amerikanischen Juden ist es sehr wahrschelnlirh — wenn die geeigneten Propagandaniethoden angewandt werden — daß die Teilnahme an den Wahlen sehr stark sein wird; aber zur Zeit scheint es nicht, daß die Propagandamasehinerir verfügbar sein wird. Die ernste Stimmung der amerikanischen Juden hinsichtlich der Page der luden in Purnpa spiegelt sieh wider in der Beteiligung an den Uehcrsec-S:1mmlungc״ des Joint Distribution Committee und de-, l'nited Palrstine Appeal. Der Stärkere Beitrag zu dlmc» beiden Sammlungen würde noch mehr in Erscheinung t rct *•m , wenn nicht die Wohlfahrt«;- Fonds bestünden, die alle Zwo ke, amerikanische und überseeNche und häutig am■!! lokale, 1m!fa־won, I >as Ergebnis ist, daß andere!iistbuborcti, als diedemgen, die die Spender im Auge hatten, die Nutznießer dieser Art der Wohlfahrts- Organisation sind. Einwanderer in den Schulen Die öffentlichen Schulen New Yorks sind in bemerkenswerter Weise vor! den Finwaitdercrn aus 1 trtltschland. die in den letzten Jahren nach Amr; ika gekommen sind, iti An- Spruch genommen worden. Mdi Caroline Whipple, eine Beamtin des Rums der staatlich׳’:! Erw.iclisencner/iehung, veroffctttlii lite kin /lieb einen Bericht, wonach die Fintragung von Timt andere! 11 ans Deutschland in den N'cw-Ym ker Schulen ungefähr j50n betragt und die Klassen in .anderen Teilen des Staates -dch um 1m!ח vergrößert haben. .,Die allgemeine Nachfrage", so heiß: es im Bericht, ״geht nach der Erlernung des Kölners,itiousi ng'Sch, so wandelt sieh die Unterrichtsmethode vom I ehren des I!■־חסי und Schreibens zur Unterweisung in englischer Konversation ohne Akzent. Viele der riuwniidcrcr sind Akademiker. Sehr viele haben Hervorragendes in ihren Berufen geleistet. Sie haben das Niveau unseres Erwachscnenuntcrrichts in beachtlicher Weise gehoben.״ Jiddisches Theater In New׳ York und Brooklyn erlebt zur Zeit das jiddische Theater einen W i e d c r ג u f s c h vv u n g, der wahrscheinlich dem Aufleben des Interesses an allen jüdischen Dingen zugeschrieben werden kann. Der größte Erfolg der letzten Saison war ״Die Gebrüder Asciikcnasi", eine Pramatisierimg des Romans von I. J. Singer über die industriellen Bedingungen in Lodz. Maurice Schwartz und William Gold en bürg hatten die Hauptrollen; das Stück war für Schwartz ein größerer finanzieller Frfolg als viele Stücke der letzten Jahre, einschließlich ״Josche Kalb“. Jetzt unternimmt Schwartz. eine Tournee mit diesem Stück durch das Land. Die musikalische Komödie, die vor einigen Jahren 7tt verschwinden schien, steht wieder in voller Blute, und die jiddischen Schauspieler und Schauspielcrinn׳•!!. denen <־s sehr schlecht ging, sind jetzt ',׳,•:eher voll beschäftigt. Die Art dieser Stücke hat sich nicht besonders verbessert: aber es scheint ein weit verbreitete• Verlangen zu bestehen, Jiddisch auf der Buhne zu sehen und zu hören, Gebäudeentschuldungssteuerpflicht jüdischer Kultusvereinigungen Nachdem den jüdischen Kultu-v«.! 1!:iigimgen die lägen- Schaft von Kbtpcrsvhafteu de.- üfi'ent'iehet! RgchK nil/ogen worden \\<׳!r. wurde• für ihren < i: imdbeG'z grmnlit/lieli, und zwar mit Wirkung von! 1. Januar 1') iß, die (iriuidsteuer- Pflicht atisgc'pr׳>chen In w eit« rer Ergänzung dic-cr Regehing ist nun ein diutw (icsrt/ zur Armierung der Vorschriften über die Gcbsudm!!!'•eliiiUlungsrti;!er ergangen. Darin wird bestimmt, daß bebauter (ל r 11 11 db c - i t /, der jüdischen Kultus! emtegungca oder ihren \ eib.riden gehört oder \ 011 ihnen benutzt wird, vom 1. April 10 ü au auch zur Geb ä u d e e n t s e h tt 1 11 ti 1! g s < t e 11 e r in-ow 111 heranzuziehrn ist, als er gruml-tciii 1 pfhriuig Nt. Pie <>bo׳«ten I amleshehörden werden ermächtigt, mit Zustimmung des Reic!1<mmi«tt׳rs der Finanzen die lande-rcchhielu n Vorschriften entsprechend anzupassen. Aus der Wirtschaft Bei der B n c 11 m a n n K L a d c w i g A. - (1, C h e m - nitz (Teppiche, Möbelstoffe usw.) schieden die bisherigen Direktoren Karl Ladewig und Karl Frankenstein aus dem Vorstand aus. Der gesamte Aufsichtsrat trat zurück. Die Ge- Seilschaft ist jetzt restlos arisiert. — Das gesamte Aktienkapital der Gehr. Becker — Eduard Becker Söhne A.-O., Ghemnitz, ist in arischen Besitz übergegangen. — Die Firma J, Rei ß, Zigarettenfabriken, Mannh e i m, ist nach dem Ausscheiden der bisherigen Inhafter atif Julius Schöning (Vlotho a. d. W.) und Hermann Li ׳dein nt (Mannheim) übergegangen. -- Das Kaufhaus Ewald Tuch, Grünberg (Schlesien), ist in arischen Besitz übergegangen. —■ Bei der Firma R a w ack ö O r ü n f c I d A. 0 ־., Berlin (Erzhandcl), ist ein Wechsel im Kapitalbesitz erfolgt, durch den die Mehrheit des 3,5 Millionen RM. betragenden Aktienkapitais in andere Hände ubergegangen ist. Das Kapital soll zunächst von einem Bankenkonsortium unter Führung der Rcichskrcdiigesellsdift A.-O, erworben worden sein. Josef Wagner wurde zu einem Konzert in der National Broadcasting Company, New York, sowie 711 einem zweiten Klavierabend nach St. Louis (Mo.) verpflichtet. Im Londoner Rundfunk (B. B. C.) gelangen demnächst seine Kinderlied• Variationen für Klavier zur Aufführung, K. Paris, im April Es ist bereits an dieser Stelle daraut hingewiesen worden, daß _ Frankreich die bisherigen Gesetze, die eine Kontrolle der in Frankreich lebenden Ausländer zum Ziele haben, als ungenügend ansieht und daß bereits seil einiger Zeit eine Reform und Erweiterung dieser Gesetze geplant ist. Hand in Hand mit der Vorbereitung dieser Gesetzentwürfe ist von der französischen Regierung eine neue statistische Autnähme der in Frankreich lebenden Ausländer durchgeführt worden. Nach den jetzt veröffentlichten Angaben leben in Frankreich 2,5 Millionen Ausländer, davon 375 000 in der Pariser Region, Paris ist bei weitem das größte fremden- Zentrum Frankreichs, denn, während dort nur J׳g der französiecheii Bevölkerung wohnt, beherbergt die französische Hauptstadt 1der iri Frankreich lebenden Fremden. Besonders groß ist auch die Zahl der in Paris lebenden Refugics, die auf 70 000 geschätzt wird. Die Uebcrvaehung einer so großen Zahl von Ausländern stellt die französische Administration vor außerordentlich schwierige Aufgaben, und die geplanten Ge- ויו ZliARREN WOLF mm H Frankfurt a. H.t Seil 49 US Groll- und Kldlnvorkauf. Versand ab PM. 20.- frei Haus setze sollen der Verwaltung die 1 iaiullmbe geben, ihrer Kontrollfmiktinn im vollen Umfange nachzukommen. Die Pariser Polizei hat in den letzten Wochen 20(XXI zweifelhafte Fälle geprüft und festgestellt, daß eine große Anzahl bereits ausgewiesener Ausländer nach wie vor auf französischem Boden lebt. Die Regierung betont in ihren Erklärungen zu den neuen Aiislündergcsctzen, daß diese keine Erschwerung der legal in Frankreich lebenden Fremden enthalten und noch weniger die französische Touristik stören sollen, daß die französische Verwaltung aber von jetzt ab uunachsichtlich gegen alle Versiöße gegen die Fremdenordming Vorgehen wird. Dieses verschärfte Vorgehen wärt! auch damit begründet, daß der Anteil der Ausländer an der französischen Kriminalität weit über ihren Bcvölkeningsanteil hina11־-geht. Im Jahre 1937 wurden von 15000 kriminellen Delikten 3700, d. 11. fast 25 8’o, von Ausländem verübt. Die neuen französischen Fremdenverordnungen drohen daher — wie niitgeteilt wird — schwere Strafen fiir Verstöße gegen Ausweisungsanordnnngen der Polizei an, die in! Wiederholungsfälle mit langen Gefängnisstrafen geahndet werden. Gleichfalls ist eine Verschärfung tler Strafbcstimmtingen gegen illegale Arbeit geplant. Alles in allem bemüht sieh jetzt die französische Regierung, ein A 11 s I ä n d e r s t a 1111 zu schaffen, daß die administrative Lage der Ausländer in Frankreich in dauerhafter Form regelt. Die entsprechenden Verordmingen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Jüdisches Leben in Stockholm Von unserem Berichterstatter H. R., Stockholm, 24. April Das hiesige Arbeitsamt stellt sich sämtlichen eingegangenen Gesuchen auf Aufenthalts־ und Arbebserlaubnis von Juden aus Oesterreich ablehnend gegenüber. Die Zionistische Vereinigung lud erstmalig zu einer ״Gerichtsverhandlung1‘ ein, bei der die jüdische JtinranHBn-V8rslcti91’ung Philipp Ueno gend angeklagt war, dem Zionismus zu negativ gegeniiberzustehen. Der jüdische Journalist Camille R. Honig vom jüdisch-wissenschaftlichen Institut besuchte Stockholm, um die hiesige Judenschaft finanziell für die Aufgaben des Institutes zu interessieren. Im ״Neuen Theater“ kam Franz Mohärs ״Liliom“ in ausgezeichneter Besetzung der Hauptrollen zur erfolgreichen Aufführung. .- Das jemenitische Ballett N i k o w a erntete bei seinem Auftreten im großen Stockholmer Konzerthaussanl außergewöhnlichen Beifall. — ln Konsertförcningen erspielte sich der amerikanisch-jüdische Violinist Louis Krasner einen außerordentlichen Frfolg. Dr. Walter Fischei von der Hebräischen Universität Jerusalem, der sich auf einer sehr erfolgreichen Vorlesung?- reise durch die Vereinigten Staaten und Canada befand, ist im Aufträge der Hebräischen Universität nach Zentral- Amerika gefahren und hat unter anderem folgende Länder besucht: ,Mexico, Guatemala, Salvador, Costa Riea, Panama, Columbia, Venezuela, Ilolländisch-W'estinclien (Curacao), Jamaira und Cuba. In allen diesen 1,ändern hat Dr. Fische! durch eine sehr ausgedehnte Vorlesungstätigkcit die jüriisehen und niehtjüdischcn Kreise über die Bedeutung der Hebräischen Universität atifklären können. Zum ersten Male seit der Existenz, der Universität sind die jüdischen Gemcinden in diesen!..ändern mit der Hebräischen Universität Jerusalem verknüpft worden. In vielen Besprechungen mit den Rektoren der verschiedenen Universitäten und den Ministern für Erziehung hat Dr. Fusche! eine engere Be- Ziehung zwischen Jerusalem und diesem Teil der Welt hergestellt. Intendant Dr. Kurt Singer zu 5״ Jahre Hilfe und Aufhau“: Dem unentrinnbaren und ungeleiteten Muß gab der Zentralausschuf! für Hilfe und Aufbau mit festem, klarem Willen seine Richtung. Sammlung und Ueberlegung, Rat und Tat, Ruhe und Sicherheit sollten die Wegweiser für die Zukunft der jüdischen Menschen sein; sie gaben die Richtung an auf der langen Straße der Wanderung, die endlich 711m Ziel der Hoffnung und der Zufriedenheit führen sollte. Dieses große und umfassende produktive Hilfswerk für jiiclisehe Menschen auf/ubauen, beiin Aufbau neuer jüdiselier Existenz 711 helfen, das war und ist die edelste lohnendste, ist die wahrhaft begnadete Aufgabe, die sich der Zentralaussehuß für Hilfe und Aufbau geschaffen und geformt hat. Die Schiilerzcitung des Internats Hirsch, Koburg, die bereits im 4. Jahrgang erscheint, verdient einen kurzen Hinweis an dieser Stelle. Nicht nur die internen Probleme lies Zusammenlebens finden dort eine lebendi״׳• F, orteriing, sondern vor allem der Kontakt mit der Welt wird anfrcchterhalten durch die W ir.!ergäbe von Briefen aus allen Teilen der Welt, in die frühere Angehörige der Schule ausgewandert sind und von wo sic über die Neugestaltung ihres Lebens berichten. Außer mit der Festlegung des Statutes der in Frankreich lohenden Ausländer beschäftigt inan sich In Frankreich aueXl mit der Frage des neuen F. i n w a n d e r e r s t r o m e s. Man kann grundsätzlich sagen, daß in Frankreich eine weitere Erhöhung der ausländischen Bevölkerung nicht als wünschenswert angesehen wird und daß daher die französischen Konsulate in Milfik'Uropa heute ninreisevisen nur noch in Ausnahmefällen bewilligen. _ Fremdendebatte im holländischen Parlament Von unserem Berichterstatter Den Haag, 26. April Gelegentlich der Beratung einiger Einbürgerungsgcsdzentwürfe kam es in der Ersten Kammer zu einer Debatte über die F r e m d e n e i 11 w a n ilcru 11 g. Der Redner der Mussertbcwegtmg kritisierte die Einbürge■ rung einer so großen Anzahl von Personen (aut Grund der vorliegenden Gesetzentwürfe würden etwa 1 OtKV Personen eingebürgert, während!101:11 über 5000 aut Naturalisation warten). Die Aufnahme einer so großen Anzahl von Fremden bringe die Gefahr einer wesentlichen Veränderung der ethnische!! Zusammcnsetziing des holländischen Volkes mit sich. Jüdische Elemente vor allein kämen in großer Zahl nach Holland hinein. Der Sprecher der anfirevolutionären Partei wies daran! hin, daß Holland immer für Emigranten offengestanden habe. In früheren Jahrhunderten habe dir Regierung mit der Zulassung nicht gekargt. So seien von U1S1—1988 viele Franzosen Infolge des Edikts von Nantes nach Holland gekommen. Wohl sei die Regierung immer streng gegen unruhestiftende Eie• mente aufgetreten. Auch jetzt könne eine ausreichende Kort• trolle ausgoübt werden. Her Justizmiiiister Gos el i!1 g setzte auseinander, daß die Ereignisse in Mitteleuropa keinen Einfluß auf die vorliegenden Gesetzentwürfe hätten haben können. Die Betreffenden hätten länger als fünf Jahre in Holland leben müssen, ehe sie für eine Einbürgerung in Frag.׳ kämen. Das Ministerium für Soziale Angelegenheiten prüfe diese Anträge auch und sorge dafür, daß die Arbeitsmögliclikcit in Holland nicht durch die Zulassung von Fremden bedroht werde. Das F.ntgegongesetzte sei zuweilen der Fall. Seine Auffassung über das Asvlreclit sei bekannt. Es könne nur bedeuten, daß der niederländische Staat souverän ist, zu beschließen, wen er zulassen will und wen nicht. Fr werde äußerst wachsam sein bezüglich der Zu- Fassung von Fremden. Die Gesetzentwürfe wurden dann angenommen. IN ALLER KURZE Die Städtische Kur- und ßüderverwaltung in Wies» baden hat die Maßnahme getroffen, daß ab 1. Mai das Opelbad auf dem Neroberg und die städtischen Tennis-, Hockey- und Rcitsportplätzc für Juden gesperrt sind; außerdem haben Juden keinen Zutritt zum Schützenbad, zu de״ Lesezimmern und zu den gesellschaftlichen Veranstaltungen des Kurhauses. Für die Benutzung des Kaiser-Fricdrich-Badcs, der Brunnenkolonnade und des Kochbrunnens werden Juden bestimmte Stunden zugewiesen. Die Fachgruppe Handelsvertreter und Handelsmakler stellte den altreichsdeutschen Unternehmungen der Industrie und des Großhandels anheim, ihren Dienst zur Vermittlung von Vertretungen in Oesterrcic h in Anspruch zu nehmen. Auch diejenigen reichsdeutschen Unternehmungen, die einen bisherigen jüdischen Handelsvertreter in Oesterreich durch einer! deutschst,ämmigen ersetzen wollen, können sich an die Fachgruppe wenden. Der ungarische H andelsminister hat eine Ver- Ordnung erlassen, nach der innerhalb von 30 Tagen alle Ocscliäftsschilder in Ungarn den Namen des Geschäftsinhabers tragen müssen. Damit soll eine Tarnung jüdischer Geschäfte verhindert werden. In Budapest verschieden der Primarius des Alice Weiß- Wörlmerinncnhciiiis, Dr. Gera Sehe v, die Vizcpräsidentin des Isr, Knahcinvaisenhauses, Frau Alex. Ordner, geh. Olga Deutsch, sowie die Witwe des ehemaligen Buda» pesier Stadtrieliters, Dr. Nikolaus W e i ß g e r b e r, der als Erster die zionistischen Versammlungen in Budapest geleitet hat. Seine Schriften wurden dem Jüdischen Museum übergeben. Der frühere Bibliothekar der Jüdischen Gemeinde in Rom, David Salmoni, starb im Alter von 92 Jahren. Erich Länderer hatte mit einem Klavierabend in Prag einen sehr großen Erfolg. Der Künstler wurde zu einer Reihe von Konzerten in Riga, Libau usw. aufgefordert. Herta G 1 ü c k m a n n gibt am 30. April im Haag, Dilligentia-Saal, einen Liederabend. Aus der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU" v. 2.5.1913 In New York fand am 24. April irrt großen Saal der Cooper-Union ein Meeting unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Magnes statt, bei dem die Herren Nahum Sokolow und Nathan Straus Ansprachen hielten. Herr Straus erklärte unter dem starken Beifall der Versammlung, daß er sich zum Programm des Zionismus voll und ganz bekenne und die Tätigkeit der Zionistischen Organisalion in jeder Weise fördern werde. I eher Vorschlag der Judengemeinde in Athen wurden gleich nach Besetzung Salonikis durch die Griechen 20 junge jüdische Leute aus Griechenland als Gendarmen nach Saloniki gerufen. Im Aufträge des ״J n d i s c h p n Instituts für t c c h n i sehe Erzieh u ng in P a I ä stin a" reiste der Direktor dieses Instituts, Dr. .4. Einkelstein, am 15, April nach II a i / a, um dort an Ort und Stelle die nötigen Vorhereitungen zu treffen für die Fortführung der Ihnten und für die etwa in einem Jahre zu erwartende Er• Öffnung des Instituts. Ankauf von Brillanten, Gold und Silber Anfc.c. 11748541 BERLIN W 8, F R I E D R I C H 8 T R A § S E 193a (ECKE LEIPZIGER STRASSE) FERNSPRECHER IS 48 39 LIPOWETZKI JUWELIER «

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