Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 33 (26.4.1938)
- Date
- 1938-04-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 33, 26.1V. 1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seit« f Die A’jsbildungsarbeit der Wizo Der Gedanke, den Rahmen dei Wizo• Programm es in Palästina zu erweitern und neben den bereits fest begründeten knd- und hauswirtschaftlichen Aushildunpsinstltutionen noch Fachkursc für ,Mädchen in verschiedenen stadti- *eben Berufen einzurichten, entstand 1933 als direkte Folge der Einwanderung aus Deutschland. In Zusammenarbeit mit der Moazntli Mapoaloth (Arheitcrinnen-Organisatlon) und mit der finanziellen Hilfe des Central British Fund for the Relief 0( German Jcwrv unternahm die Wizo im Jahre 1033 die ersten Schritte für die Einrichtung von Madcficii-Fachaushildtingsluirscn mit dem Ziel, den Mädchen Bcschäftigiingsinögliclikciten in jenen Gewerbe- und Industriellerufszu^•eigen zu erschließen, in denen ständige Nachfrage nach geschulten Arbeitskräften bestand. Es wurden Untersuchungen über die Verhältnisse des Arbeitsmarktes angcstcllt und daraufhin eine Reihe von Fachk Ursen von verschiedener Zeitdauer eingerichtet, und zwar in Kochen, allgemeine Hauswirtschaft, Chemisches Reinigen, Schneidern, Ausbesscrn, Stricken, Kinderpflege, Frisieren, Stenographie, Photographie, Anstreichen, Strri licn pflastern, Fliesenlcgcn, Tischlerei, Weberei, Töpferei, Möbeipolicren, Schuhmacherei, Orangcnpacken und auiSerdem sclbstvcrständlieh Hebräisch. In den vier Jahren seit Bestehen dieser städtischen Fachkurse wurden über 1 500 Mädchen nusgchildct und hclähigt, ihren Lobcmsu nt erhalt selbst zu verdienen und in vielen Fällen zum Unterhalt ihrer Familien beizutragen. Während es ohne weiteres einleuchtend ist, daß eine Ausbildung dieser Art willkommen ist in Zeiten, in denen ein Mangel an ausgcbildctcn Arbeitskräften herrscht, ist cs nicht ganz so leicht, ihren Wert unter veränderten Zeitumständen zu erkennen. Die gegenwärtige wirtschaftliche Depression in Pal&stina hat mit aller Klarheit die Bedeutung solcher Ausbildungskurse besonders für Frauen und Mädchen gezeigt. In Zeiten einer wirtschaftlichen Krisis werden zuerst die Manncr beschäftigt. Arbeitslose Männer, besonders Familienväter, bewerben sich um und erhalten sonst von Frauen besetzte Arbeitsstellen. I11 Palästina ist die Lage der Frauen auf dem Arbeit» mar kt noch dadurch besonders erschwert, daß von der Krise die Industrien am meisten betroffen wurden, in denen gerade Frauen beschäftigt waren. Trotz, der schwierigen Verhältnisse besteht aber in vielen Berufen noch immer eine Nachfrage nach geschulten Arbeitskräften. Hausarbeit z. B., Kochen, Plätten und .ähnliche Beschäftigungen bieten ausgcbildctcn Arbeitskräften sowohl in den Kolonien als auch in den Städten noch immer Arbeitsgelcgcnhcit. Es ist eine Tatsache, so überraschend sie auch sein mag, daß noch immer viele Frauen und Mädchen nicht richtig zu waschen, bügeln oder kochen verstehen, und daher herrscht in Palästina auch jetzt noch ein Mangel an guten Köchinnen und Plätterinnen. 111 vielen jüdischen Hausfialtungen, in denen früher arabische Hausangestellte bcschädigt waren, können jetzt gut ausgoblldctc Haushaltungskrifte Arbeit finden. Auch in der Zitrusindustrie gibt cs gerade in der Hauptsaison in Palästina Arboitsmöglkhkoitcn für Frauen. Orangcnpacken und -sortieren erfordern jedoch geübte Arbeitskräfte, und Frauen und Mädchen, die diese Möglichkeiten nusmitzcn möchten, müssen für diese Arbeit ausgcbildet werden. Andere Berufe, in denen in Zeiten allgemeiner Arbeitslosigkeit speziell für Frauen Aussicht auf Beschäftigung besteht, sind Straßenbau und öffentliche Arbeiten. In Tel Aviv beginnt jetzt die Stadtverwaltung mit der Ausführung eines Planes für Garten- und Batiniau ״gen und verschiedene andere Arbeiten zur Verschönerung des Stadtbildes. Hierdurch wird eine Erleichterung in der Bcichiiftigungsfragc auch für Arbeiterinnen geschaffen. Aber die Frauen oder Mädchen müssen Ausbildung in Gartenarbeit erhalten, bevor sie imstande sind, die Arbeitsstellen zu betsetzen. Trotz der Depression können Frauen auch in geistigen Berufen und in Brnos Unterkommen, doch ist auch hier fachgemäße Ausbildung Voraussetzung, Es gibt sehr viele, aber zu wenig wirklich vielseitig n 11 s g c b ild e t e Sckrctlirinnen mit gründlichen Sprachkenntnissen. Lehrerinnen sind gesucht, doch muß man ihnen zunächst die Möglichkeit geben, ihre hebräischen Kenntnisse zu vervollständigen. Zu diesem Zweck wurden von dem Emehungsdepnrte'mcnt des Waad Leutni spezielle Kurse eingerichtet, die mitcingeschloslen sind in die Ausbildungsarbcit der Wizo. Die Wizo als die repräsentative Organisation für die Erziehung und Ausbildung von (Tauen und Mädchen sieht sich (zusammen mit der 'Moazath llapoaloth) einer täglich wachsenden Zahl von dringenden Nachfragen und Gesuchen zwecks Ausbildung gcgemibergestellt. Es liegt in ihrer Macht, das Problem der Beschaffung von Arbeitsstellen für Frauen und Mädchen zu lösen oder merklich zu erleichtern, vorausgesetzt, daß sie die entsprechende hülfe und Unterstützung in der Galuth erhält. Au* Naharfah. Trotz der Unruhen der vergangenen zwei tahre konnte Nalumnh weiter ausgcbaiit werden. Im Jahres- «rieht der Tntivah Ltd. (Haifa-Bezirk) nimmt Nahnriah für Eier, Gemüse und Hühner die erste Stelle ein. Die landwirtschaftliche Produktion Nnhariahs übersteigt wertmäßig heute schon alle anderen nach Haifa liefernden Siedlungen, obwohl in der Berichtsperiode IQ3ÖT7 nur etwa 200 Duuani mit Gemüse bebaut waren. Nalnariah erhielt für die erwähnten Produkte £P 8759. Zeitgenössische jüdische Künstler. Unter diesem Tit«*l gibt Gabriel Talphir, der Redakteur der in Tel Aviv erscheinenden hebräischen Kunstzeitschrift ״Gazith“ eine gedlegcn auagestattetc Mappe von zwanzig Reproduktionen heraus. Die Bilder werden durch ein hebräisches und englischcs Vorwort des Herausgebers eingeleitet und bilden einen interessanten Beitrag zu der vieldiskutierten Frage; Gibt cs eine jüdische Kunst? Die Bilder sind was ja selbst* verständlich ist — überaus unterschiedlich in Ihrem Wert, und «s muß dahingestellt bleiben, ob in jedem Falle das Typische des betreffenden Künstlers durch die hier gegebene Probe seine» Schaffens sichtbar wird, Mare Chagall etwa, der mit einem Blumenelfen-ßiki vertreten ist, wäre durch eines seiner Juden-Bikitmse weit vorteilhafter repräsentiert worden. Audi der Akt von Modigliani kommt in der einfarbigen Wiedergabe nicht zu voller Geltung. Hingegen sind Rybak mit einem jemenitischen Obsthändler, Max Brand mit einem Kinderbildnis und A. Minlchine mit einem Porträt außerordentlich glücklich vertreten. Merkwürdig ist, daß sich Unter den zwanzig Bildern mir eine Landschaft, eine Straße in Akko, von Menachein Schmidt, befindet, ein ganz auf Farbwirkung berechnetes Bild, das In der Schwarz-weiß- Wiedergabe kaum zu beurteilen ist. Trotz def Mängel, die dieser in Palästina sehr gut gedruckten und mit Liebe und Geschmack ausgestatteten Mappe noch anhaften, sei dem Herausgeber und dem Verlag ״Gazith" in Tel Aviv für diesen *chönen Beginn gedankt. Schn Io nt Ben-Chorln Auf dem Friedhof von Tel Aviv fand die Enthüllung des Grabsteines von Joseph Ahronowitz statt. Palästinensische Rinder Jeder Besucher Palästinas Ist entzückt von der Fülle schöner Kinder, die dtt Straßen der Wohnviertel bevölkern. Hier einige Schnappschüsse aus Jerusalem, von dem Im Land geborenen Bocherl (mit Pajes) aus Schaare Chcsscd bis zu dem ״Sabre" (im Land geborenes Kind) aus liechatviah und dem aus Deutschland importierten, das sich hier sehr wohl fühlt. Am«t.urfoto1 ״Ts.sr ft.י•“ jf,; ... Tel-Aviver Kunstbericht Die Gertrud Kraus-Gruppe gab im überfüllten ״Mograbi“ einen Tanzabend. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr wurden ausschließlich Gruppentänze gezeigt, wobei einige Einzelleistungen besonders bemerkenswert waren. Die vollendetste Leistung des Abends war der ״Danse MacabrC“ (Saint- Saens). Hier fiel Paula Padani als ausdrucksvollste Tänzerm des Ensembles und die graziöse Helen Lind heim auf. Die ״Vereinigung zur Förderung der hebräischen Sprache“ veranstaltete im ״Ohcl Schein“ einen literarisch-künstlerischen Abend, der seine besondere Note dadurch erhielt, daß die Dichterin Eliscbewa, Awigdor H a in e i r i, David Schi- 111 o n o vv i t z und Schani T s C h e r n i c 11 o w s k i aus eigenen Werken lasen. Nathan Orünblatt sprach einleitend über hebräische Dichtung. Im künstlerischen Teil wirkten — unter Conference von Donath — mit: das Schülerorcho»tcr des Konservatoriums ״Schulamith“, geleitet von Jariw Esraehi, der auch als Violinist mit Stücken von Bloch und Engel auftrat; ferner hörte man die Matatd-Mitglieder Esther G am i I i e 1 i t h mit palästinensischen Gesängen, Miriam Schindler und Jacob T i n! a n mit heiteren!)netten und Schmuc! Rudcnski mit der Rezitation einer Dichtung von Schneiir. Tile Rößler zeigte jüdische Tänze und Miriam Bern stein-Cohen deklamierte tnelodramatisch das Dcborah-Fied. Der ״Tel Aviver Kammermusik-Zirkel“ veranstaltete ein Konzert mit Werken von Claude Debussv. Betty Raponort spielte einige Klavierstücke, J. Mcjerowicz eine Violinsoiinte. Die Kantate ״F’enfant prodiguc“ fand unter Mit- Wirkung von Heile Schack, S. Gaertncr und P. Hol- 1 ander (am Flügel; Bernd Berge!) eine befriedigende Interpellation. Im Rahmen der 20״ Minuten Kleinkunst“ des Schdcroth- Kinos hörte man gleichfalls die Sopranistin Hede Schack mit zwei Liedern aus der musikalischen Komödie ״Ki Tow“ von lehtida Wohl, und sah man die anmutige Tänzerin Mia I> i c jk. ,.Obel״ ist soeben von einer Tontnee aus Aegvnlen 711• rückgekehrt. Vier Repertoirestücke; ״Jacob und Raehel“, ״Jeremias“, ״Merodes und Miriam“ und ״Josche Kalb“ wurden in Kairo und Alexandrien in zwölf Aufführungen gezeigt. Der Leiter und Regisseur der Gruppe, Mosche Ha- 1 e v I, sowie das ganze Ensemble wurden von Publikum und Presse sehr gefeiert. ״Am Fuße des Gilboa“ ist der Titel eines hebräischen Stückes von I. L. W o 1 m a n n, das Im ״Mograbi“ ein Ensemble von jungen Amateuren unter Regie von Jizchak Nosik (als Matatd-Autor und -Regisseur bekannt) zur Aufführung brachte. Es wird versucht, In drei knappen Akten einen Einblick in das Kibbuz-Leben zu gewahren und seine Problematik anzurührcii. Manfred Gels Ein Denkmal der Verehrung Geclcnkbuch für Rabbi Kuk Im dritten Jahre nach dem Tode des Oberrabbiners A. I. Kuk ist ein Werk erschienen, das den Titel ״A * k * r a H“ (Öedenken) führt und der Redaktion von Raw J. L. Fischman sein Entstehen verdankt. Das Werk zerfällt In fünf Abteilungen, die jeweils einen eigenen Untertitel führen. Der erste Abschnitt; Wort und Wirken Kuks, enthält eine ausführliche Lebciisheschreibung, eine Charakteristik seiner Persönlichkeit, eine Zusammenstellung seiner Veröffentlichungen — mit Einschluß der Uebcrsctztingcn —, eine Sammlung׳ verschiedener seiner Aufsätze u. a.!11, Der /.weite Abschnitt enthält den mehr als 200 Seiten umfassenden Beitrag von Raw S. Liehermann, der aus Handschriften und gedruckten Werken Zusätze zur Tosefta bringt. Der drifte Abschnitt enthält Ausgaben ungedruckter älterer Erklärer zu talmudischen Schriften, der vierte etwa 15 Beiträge wissenschaftlicher Natur aus Oeschichte, Malaeha, Bibel und Volksbrauch, und der fünfte Arbeiten über die Gebote Erez Israels und über die das Land betreffenden Strömungen und Bestrebungen vornehmlich aus dem letzten Jahrhundert, Mehr als 42 Mitarbeiter haben an diesem großen Werk milgearbeitet. Nur einige Namen *eien genannt; S. Assaf, Blcichrode, H. Brodv, Meir Berlin, O. woifsberg, M. Seidel, B. M. Bewirt, E, M. Lipschltz, Jakob Nacht, N. Sluschz, Raw Usiel, Raw Amiel, A. Freimann, Samuel Klein, H. J. Kassmvski Und E. Riwlin. Rabbiner Dr. A. Pos n er, Jerusalem Familien - Nachrichten Herr Hermann Straßburger (früher KtÜfi), Tel Aviv, lltgaliiitr. 1, bagtht am 8, Mai den 70. Gaburtitag, Musik in Jerusalem Issay Dobrowen und Thelma Yelliu. Dohrowens Starke liegt in einer sehr plastischen und origiiullcu Interpretation Tschaikowskys. Das wurde in seinem dritten diesjährigen Konzert mit dem Palestinr-Orchestcr wieder deutlich. Bcsonders das Finale der 4. Sinfonie wurde mit unglaublieher Vehemenz aus dem Orchester herausitiodelliert. Aber auch diesmal tat der Dirigent des Guten etwas 7.11 viel. Thelma Yellins vergeistigte Auffassung des IVDur-Ceüo- Konzertes von Haydn kam hauptsächlich im Adagio zur Wirkung. Das Konzert wurde durch Beethovens dritte Leonoreii-Ouvcrtürc eingclcitet. Das Orchester leistete wieder Hervorragendes. Erstes Konzert des Scharf-Trio. Die erste Jerusalemer Klavier-Trio-Vcreinigung, bestehend aus den drei ständigen Mitgliedern des Radio; Erich Sachs (Piano), Philip Scharf (Violine) und Albert Stübgen (Cello), startete mit einem Konz.ert im JMCA, das erfreuliches Niveau hatte. Schuberts Es-Dur-JTrio klang durchsichtig und fein nuanciert, wenn Max Weissler»“'5:״™ BerlinW,Klelatstr. 12 Jjj& | CL21C auch die Ausführlichkeit des Sclilußsat/cs eine knappere Oestaltung verlangt. Als Erstaufführung wm de ein JugcudwCrk Rachmaniiioffs gespielt: das ״Trio I!ecim!in ״ <>p. 0, IT war dem Andenken Tschaikowskys gewidmet und enthalt bcwüßte stilistische Imitationen des Tsoliaikow sky-Stils, viele Ute und edle Einfälle, die jedoch durch konstruktive .dnvSchcn oftmals nicht recht zur Geltung kommen. Fingeleitet wurde der Abend durch zwei Orgelwerke \<:11 Bach (Orgel: Salvatore Arnita). Jüdische Musik im ״Institute 01 Mnslc" (1 e:;u11g: Prof. N. Zadri). Das 5. l.chrrrkoii/crt enthielt: Rappapi.rt: eine rhythmisch interessante ״Hebräische Rhapsodie״ für Cello und Klavier (vom Komponisten ausgr/vn hnet int׳• rprcfirrt), ein Trio von J. Cliajcs, eins der ersten Werke jüdischer Mimik: den ״Phantastischen Tanz" ton Sch. h״*.nwH<v sowie Oesänge von Rosowskv, Flenisi und Almau, gesungen von Hanna Zadri, die auf dem Wege ist, sieh den besonderen Stil des palästinensischen Volksliedes a!1/ue!g!!cn. Das Gan/e wurde durch einen Vortrag des Herrn Bronsait eingeicdct. Moderne Musik im Radio Jerusalem. Karl Salomon betonte in seinem einleitenden Vortrag, dalt der Sender sieh dazu entschlossen habe, das Publikum an moderne Musil•; zu ״gewöhnen“. Das erste Stadium dieser .,(Jcwohmuig״ begann mit einem Jugendwerk von Paul Hinclrmitlt: ״Die junge Magd". Die Besetzung ist für gewisse kaminenutisikalischc Tendenzen der neuzeitlichen Komponisten charaktnistisch: Altstimme, Flöte, Klarinette und Strcidw|uartet1, Margarete Schansky* Leistung war am besten ilurchgcHrbcitet, auch die Klarinette (Jocnanan Cohen) bewährte sich als verstandnfsvolle Kraft. In! ganzen fehlte cs aber dem Orchester an rhythmischer Präzision, charakteristischen Akzenten und Kontrasten. Trotzdem war vieles im Oesamtklang gut getroffen. Im Anschluß an das Werk von Mindemith wurde eine exotische Suite von Emst Tod! gespielt; ״Das Fest der Kirsch• blüte". Es ist um mehrere Grade weniger ,,modern‘‘ als Hindemith, aber ebenfalls linear und mehr koloristisch konzipiert und auf Impressionistische Art sehr wohlklingend. Fis wurde mit weit mehr Ucbcrzcugungskraft interpretiert. Leitung: Hin* Schlesinger. A. J.-L, Eine Hnggadah aus Valästinn Haggadah Erez-Jlsrellt l-'Peßach. — Von Jacob Smllansky (Tel Aviv); Druckgestaltung und Illustration von Alexander Mclnik und David Davidowicz (Tel Aviv), Weisen nach Vorbildern von Schlomo Rawicz (Obcrkantor an der Haupt- Synagoge, Tel Aviv), bearbeitet von A. D. Jakubsohn. Der Versuch, unaufdringlich und geschmackvoll dein alten Buch ein neues Gesicht zu geben, ist überraschend gelungen. Eine Reihe von vorzüglichen I iclitbüderu aus dem alten und jungen Jlschuw, aus der Geschichte und Gegenwart (und damit; Zukunft) Palästinas sind ohne Zwang in Beziehung ZU den uralten Worten gebracht. Bescheiden und ohne pathetisch vorgetragene Ansprüche tritt das sauber und kunstvoll gedruckte Büchlein an uns heran. Hans Lamm (SchluB d«1 Palästina-Teils)