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Jüdische Rundschau · 1938-04-21 · Heft 32 (21.4.1938) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 32 (21.4.1938)
Date
1938-04-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seife 2 JODISCHE RUNDSCHAU Nr. 32, 21. IV. 1938 Wahlkampf in Südafrika Von unserem Berichterstatter Taufhewe.; die Mischehen haben in Ungarn Triumphe geieiert. Die Akte von jüdischer Würdelosigkeit sind gerade unter dm ungarischen Juden, die doch eine große und stolze jüdische Vergangenheit haben, hesonders zahlreich gewesen. Trotz allem ereilte auch sie das Schicksal der l'ncntrinnbarkcit vor dem Judenproblem. Wanderung von Juden in unserer flpochc kann jüdisch nur sinnvoll sein, wenn sic getragen wird von dein lei* denschaftüchen Willen zur nationalen Seihst* er haitu n g, zur Organisierung jüdischer Menschen, zur Wahrung jüdischen Volkstums und zur Ausrichtung der jüdischen Diaspora auf Erez Israel. Mit anderen Worten: Jüdisch sinnvoll kann die Ueberseewanderung nur sein, wenn sie zionistisch ausgerichtet ist. * Wir sichen vor großen Entscheidungen in Palästina. Der Judenstaat wird kommen tt nd mit ihm eine große Ein w a!1 d e r u n g. lieber den jüdischen Wert der Palästina-Wanderung braucht kein Wort verloren zu werden. In Erez. Israel wird jüdisches Leben autonom wachsen und die an so vielen Stellen zerrissene Kontinuität mit der jüdischen (jeschichte wieder hergestellt werden. Ein jüdischer Patriotismus wächst und beendet eine unselige Epoche jüdischen Minderwertigkcitsgelühis und verlorene״ (Haubens an den Wert und den Inhalt des Jude-eins. Wie es auch Juden in der Welt geben mag, ob gut oder schlecht - - als Juden werden sic sich nur in Erez Israel entwickeln können, und d״rt werden wir uns und der Welt beweisen können und auch bewerneu mtiswii, daß der furchtbare Zcrstö* rungspro/eß jüdischer VolkssulKtan/. durch Jahrhunderte im eigenen 1 mule geheilt wird. Die (iencration des Ihnbrudw hat dai'itr /u smgeti, daß die (iencration des Aufbrttchs — nimm: Jugend - ein Leben führen kann, das jüdisch erfüllt im, und ihr l iebe zum eigenen Volk, Achtun״ und Rc-pck! w!r seiner Leistung wiedergibt, damit die kommenden (icneiatioucn nicht noch einmal die jü• disclie Tragödie unserer Zeit erleben. * In all den. Jahre 11 der Schwierigkeiten des Atifbaus erfüllt uns ein Bewußtseiii mit beglückender Ruhe: In Erez Israel wächst eine neue jüdische Jugend heran, eine Jugend, die ganz anders ist als die jüdische Jugend derOaluth. ln den Schulen und Sportvereinen des Landes, itt den Siedlungen und Dörfern arbeiten und leben junge jüdische Menschen dieses neuen Typs. Auf sie warten keine Reichtüiner, keine Titel und ״gesellschaftlichen“ Aufstiegsmöglichkeiten. Sie tragen einen Wert in sich seihst, und wer einmal diesen neuen Typ des jungen jüdischen Menschen im Lande gesehen hat, wird nie wieder an der Zukunft unseres Volkes verzweifeln können. Ihre Zahl zu vergrößern, ist die vordringlichste Aufgäbe, vor der wir stehen. Bei allen Wanderungsplänen für Palästina heißt es also vor allem für uns: Die Jugend ins Land! Neben den CU1 alisz.vorhanden ist es vor allem das Werk der Jüdischen J u g e n d h i 1 f e, das viele Hunderte jüdischer Jungen und Mädchen in den letzten Jahren in die Siedlungen, Kwu/oth und Kibbuzim des Landes gebracht hat. Diese Jugend hat sich wunderbar eingeordnet, und es ist kein Zweifel, daß hier jüdisch und menschlich eine Tat vollbracht wurde, die ohnegleichen ist. Dieses Werk muß ausgebaut und vergroßen werden. Die neue Einwandcrungsurdnung gibt praktisch die Möglichkeit für eine zahlenmäßig u n 1) c s c 11 r 11 r, k t e L i n w;1!1 u e r u n g von J11 g e n d - liehen zw iw In;1 11 und 16 Jahren nach Palästina. Es wird nur vwi u!w wlhst abhangen, ob wir imstande sind, die Mittel au!/!;bringen, die hierfür notwendig sind, und die den Siedlungen des Landes die Lim iehtungen erlauheti, die Jugendlichen auf/unehmen. Hier ist den Juden in Deutschland und auch den Juden in Oesterreich in ihre eigene Hand gegeben, ihren Kindern eine jüdisch sinnvolle und erfüllte Zukunft zu bauen. Daneben können jüdische Kinder in gleichfalls durch die Eimvanclerungsgesctz.e nicht beschränkter Zahl in die Erzieluingsinstitnte des Landes gebracht werden. Realschulen und Gymnasien, Handwerkerschulen, Technikam, landwirtschaftliche Schulen, die Schule der Ahawah sind bereit, unsere Kinder aufzunehmen. Die Kunstgewerbeschulc Be/afel, die Lehrerseminare und scitliefilieh die Universität stehen Schülern und Studenten zur Verfügung. D a s T ransfer -Abkommen Deutschland — Palästina ermöglicht die rcibungslose Uebertreisung der Schulgelder. Hier besteht eine einzigartige Chance für die jüdische Jugend aus Deutschland, nach Erez Israel einzuwandern und dort zu verwurzeln. * Es würde über den Rahmen dieser Ausführungen hinausehen, ein vollständiges Bild der Erz. iehungsinstiute des Landes zu entwerfen, die bereit und berechtigt sind, die Kinder der Juden aus Deutschfand aufzunehmen. Um nur die höheren Schulen hcraus/ugrnfen, mag erwähnt werden, daß in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und einigen Siedlungen Realschulen und Gymnasien bestehen, deren Niveau •ine vorzügliche Ausbildung garantiert. Wenn ein Institut Johannesburg, Mitte April Der Wahlkampf für die arn 18. Mai stattfindeiideu P a r - I a m e n t s w a h I e 11 ist Anfang des Monats eröffnet worden. Das mit Spannung erwartete Wahlmanifcst der Natio- II a 1 i s t i s c 11 e 11 1׳ a r t c i brachte angesichts der bekannten Haltung dieser Partei in der Judenfrage keine Ueberrasdiinigen. Es fordert die völlige Ver■Hinderung jüdischer Einwanderung, eine strengere Kontrolle von Naturalisierungen, die Einführung eines Systems von Arbeitserlaiibnissen für nicht naturalisierte Ausländer und das Verbot von Nanicnsänderungeii. Was den letzten Punkt und die Einwanderungsfrage betrifft, so sind die nationalistischen Forderungen bereits in der Praxis durch das Anfang vorigen Jahres erlassene Eremdengesetz vorweggcitomincn worden, wenn auch nicht in der Form von Ausnahmebestimmungen gegen die Juden. Im allgemeiner! scheint es, daß die Judenfrage nicht zu einem Hauptpunkt der nationalistischen Propaganda gemacht werden wird, mul daß siel! die nationalistischen Wahlrcdncr in dieser Hinsicht einer verhältnismäßigen Mäßigung befleißigen werden. Trotzdem hat die seit längerer Zeit betriehene antijiidisclie Propaganda Dr. Malans und seiner Mitarbeiter zu einer nicht unbeträchtlichen Nervosität in jüdischen Kreiser! geführt. Der Zerstreuung jüdischer Bedenken diente ein wesentlieber Teil einer Wahlrede des Justizmiiiisters, General Smut s, in Johannesburg. ״Die Juden sind in diesem lande unsere Mitbürger, und keinerlei gegen sie gerichtete Diskriiiiinierung wird geduldet werden. Sie werden gemeinsam mit dem Rest unserer Bürger Gleichberechtigung in vollstem Sinne haben und genießen“, sagte General Snmts bei dieser Gelegenheit. Genera! Snmts trat zugleich Gerüchten entgegen, wonach politische Befürchtungen zu einer Kapitalflucht geführt hätten, und erklärte, daß diese Gerüchte grundlos und in keiner Weise durch die Wirtschaftslage gerechtfertigt seien. In einer Wahlrede in Troycvillc zugunsten des jüdisehen Abgeordneten Morris K e!11 r i d g e, der wiederum als Kandidat der Regierungspartei aufgestellt worden ist, sagte der Unterrichtsmin istcr II o f 111 c y r mit Bezug auf die jüdisclie Einwanderung, daß Südafrika wie jedes andere Land das Recht habe und aiisübe, seine Einwanderer ausznwählen. Dieses Recht werde aber nicht auf der Basis antijüdischer Diskriminierung ausgeübt. Ein und derselbe Maßstab werde gegenüber allen Ausländern angelegt, nämlich ob die Wahrscheinlichkeit bestehe, daß sic gute Bürger und in der südafrikanischen Bevölkerung aufgeheu würden. Nach diesem Maßstah messe der Eimvanderungsausschuß alle Antragsteiler in gleichmäßiger und gerechter Weise, Wirtschaftsprobleme Das in den letzten Monaten in Südafrika, zumal in Johannesburg, zu verzeichnende Abflauen der Hoch- Konjunktur, gekennzeichnet durch ein Ahsinken der Bautätigkeit und eine Verringerung der Handelsumsätze, hat sich and! auf die Wirtschaftstätigkeit der jü disclie!! Ein- Wanderer aus Deutschland nachteilig aiisgewirkt. Die Stellenlosigkeit unter den Einwanderern ist gewachsen, und es wird geschätzt, daß zur Zeit reichlich 200 allein in Johannesburg erwerbslos sind. Obwohl das Verhältnis der Erwerbslosen zur Gesamtzahl, die man für Johannesburg und Umgebung auf etwa '3000 bis 3500 veranschlagen kann, den Umständen nach erträglich ist, so fällt doch das Anwachsen der Erwerbslosigkeit unter den Einwanderern unglücklicherweise in einen Zeitpunkt, wo die bisherige Unterstützung durch die Arbeit des South African Fund for German Jevvry ihrem Ende entgegengellt, da die Mittel dieses Fonds praktisch erschöpft sind. In anderen Städten, z. B, Kapstadt, hat der Fonds seine Arbeit praktisch schon eingestellt, und in Johannesburg beschränken sich seine Mittel in! wesentlichen auf dir ans Rückzahlungen aus Darlehen eingehenden Beträge. Es kommt hinzu, daß in letzter Zeit eine Reihe Seihständiger unter den jüdischen Einwanderern aus Deutschland in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind und ihre Betriebe schließen hzw. liquidieren mußten. Die besonders erwähnt werden soll, so se.i es die Höhere Realschule auf den! Hadar Hacarincl, deren Leiter, Dr. B i r a ni, ein .Mann ist, der aus der Bewegung des Zionismus in Deutschland hervorgegangen ist und der seit dem Jahre 1913 in zäher und unermüdlicher Arbeit ein Selmlwerk mit Internat aufgebaut hat, durch das Hunderte von jüdischen Kindern aus Deutschland huidurehgegangen sind. Das Fachschulwesen in! Lande ist besonders ansgebaut. An landwirtschaftlichen Schulen׳ gibt es vor allem die bereits seit dem lahre 1870 bestehende landwirtschaftiiche Schale in M i k w c h" J i s r a e I, in der in drei Schuljahreil eine gründliche landwirtschaftliche praktische und tlieoretische Ausbildung erteilt wird, und in der außer den naturwissenschaftlichen Fächern alle Betriebszweige der pa’ästinrnsiseben Landwirtschaft, Gärtnerei und Viehzucht, gelehrt werden. In N a 11 a I a I besteht die landwirtschaftliche Schule für Mädchen, und sowohl diese als auch die landwirtschaftlichen und!lauswirtschaftlichen Schulen lind Eelirfarmcn der Wizo können gerade das so schwierige Problem der Mädchcnausbildüng lösen helfen. Erwähnt seiet! noch neben anderen das Jugenddort Ben Sch e in e n, das unter der Leitung von Dr. Siegfried Lehmann steht, und die landwirtschaftliche höhere Schule in Pardess C 11 a n n a. Für Eltern, die ihre Kinder nicht in der Landwirtschaft, sondern im Handwerk ausbilden lassen wollen, verfügt das Land über eine Reihe von gtitcn^ Handu erkerselinlcn in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa sowie über die Ludwig Tietz-Sehule in Jagur. Kimstierisch begabten Kindern steht der Weg in die Kunst- und Kunstgcwerbcsehtilc ״Bez. alcl“ und in die Konservatorien für Musik in den Städten des Landes offen. Daneben haben die Lehrerseminare des Landes Aufnahniemöglichkeiten zur Berufsausbildung auf diesetn Gebiet. Die Technische Hochschule in Haifa, iin Jahre 1913 gegründet, hat einen Ruf, der weit über die Grenzen des Landes hinausgeht. Die Laufbahn eines Diplomingenieurs steht begabten Absolventen einer Höheren Schule von 17 Jahren an dort offen. Schließlich bietet die H cbräischeUnivcrsitat in Jerusalem einer begabten Auslese die Chance einer akademischen Laufbahn in bestimmten Lächern, und man darf hoffen, daß die Zeit nicht mehr fern sein wird, wo auch die jüdischen Studenten, die nicht endgültig nach Beendigung ihrer Studien in Erez Israel bleiben können, es als selbstverständlich ansehen werden, ein oder zwei Semester an der meisten dieser Mißerfolge sind auf unzureichende Kapitalien und mangelnde Vertrautheit mit den hiesigen Wirtschaftsverlialtnissen zurückzuführen. Infolge dieser Zusammenbrüche hat sich nicht nur die Zahl der Erwerbslosen unter den jüdischen Einwanderern unmittelbar erhöht, sondern es sind auch für die Zukunft wichtige Arbeitsplätze für Arbeitsuchende in Wegfall gekommen. Außerdem hat nun ein Teil der noch vorhandenen Selbständigen unter den Einwanderern unter einer Art Vertraiienskrisc zu leiden. Um diesen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu begegnen, ist es geplant, eine neue Selbst hil'fcorganisatio 11 zu gründen, die ausschließlich mit von Einwanderern zur Verfiigung zu stellenden Mitteln arbeiten soll. Jüdische Einwanderung Die Frage der jüdischen Einwanderung in Südafrika war Gegenstand von Anfragen an die Regierung während der abgelaufencn Tagung des Parlaments. Der Innenminister stellte fest, daß seit dem Inkrafttreten des neuen Einwandernngsgesetzes, d. h, im Zeitraum vom 1. Februar bis Ende Dezember 1937, der Einwanderiingskonimission 2282 Anträge auf Daueraufentlialt von Juden aller Länder zugingen, von denen 1654 abgeleluit wurden. Es wurden s 0!11 i t 628 Juden zum Daueraufentlialt zu ge lassen. Dabei war die jüdische Einwanderung nach Angaben des Ministers vorwiegend raniilicncinwaiidcrung. Von den Zugelassenen waren 167 Frauen, 223 Kinder und 94 hetagte Eltern hier Ansässiger, während 15 sonstige Verwandte zugelassen wurden. Nur 113 Anträge sonstiger Antragsteller und ihrer Angehöriger wurden bewilligt. Nach weiteren Angaben des Innenministers betrug die Gesamtzahl der Einwanderer unter dem neuen Gesetz, im vorigen Jahr 773, darunter 345 aus Deutschland, 22 aus Oesterreich, 42 aus Lettland, I IS aus Litauen und 73 aus Polen. Weiterhin wurden während desselben Zeitraums 1192 Personen auf zeitweilige Eimvandcrungscrlatibnis ins Land hercingclassen, von denen 705 das Land wieder verlassen!mißten, während 237 Verlängerungen der Erlaubnis über die Dauer von sechs Monaten hinaus erhielten. Die vorläufige amtliche Statistik für das vorige Jahr zeigt einen Rückgang von in Deutschland geborenen Eiuwailderern von 3468 im Jahre 1936 auf 1113. Die vergleichbaren Zahlen für holländische Einwanderer, die unter den nichtbritischen die erste Stelle einnclimcn, zeigen nur einen Riickgang von 1976 auf 1302, also verhältnismäßig eine weit geringere Abnahme. Im übrigen lassen die Zahlen bei fallendem Umfang der Gesamteinwanderung eine Zunahme der Einwanderung aus dem britischen Weltreich erkennen. Die Zahl der in früheren Quotaländern geborenen Ein- Wanderer ging von 92(1 auf 545 zurück. Die osteuropäische Einwanderung aus Estland, Litauen, Lettland, Polen und Rußland schrumpfte auf die praktisch bcdcutungslose Gesamtziffer von 314 zusammen. Nach hier vorliegenden Mitteilungen sind seit Mitte vorigen Monats eine beträchtliche Anzahl von Eiinvaiidcmngsgestichen jüdischer Antragsteller aus Wien und anderen- Teilen Oesterreichs bei den zuständigen südafrikanisehen und britischen Stellen hzw. heim hiesigen Einwanderimgsatisschuß eingegangen, die nach Lage der Umstände überwiegend keine Aussicht auf Genehmigung haben. Jabotlnskys Besuch Der Einreise Vladimir J a h o t i!1 s k y s, der Anfang des Monats zu einer neuen Werbekampagne für die Neuzionistische Organisation eintraf, ging ein Vorspiel im Pariament voraus. Ein nationalistischer Abgeordneter stellte die Anfrage, ob die Einreise Jabotinsk.vs in Anbetracht seiner angeblichen Beteiligung an einer jüdischen Aufstandsbcwegung i!1 Polen im Jahre 1920 nicht unerwünscht sei. Der Innenminister erwiderte, daß ihm von einer derartigen Betätigung Jabotinskys nichts bekannt sei. Jabotinsky sei 1920 «1 Palästina im Zusammenhang mit der Errichtung einer jüdi׳- sehen Sclbstwelir gegen die Araber verurteilt, später aber begnadigt worden. Sein Besuch könne nicht als den fnteressen der Union schädlich angesehen werden. Dr. J, P, Universität Jerusalem studiert zu haben. (Das Palästina-Amt Berlin steht allen jüdischen Eltern zur Erledigung der Einwanderungs- und Transfer-Fragen zur Verfügung.) * Darüber hinaus haben die Juden des Auslandes noch einmal in einer großzügigen Geste in Zusammenarbeit mit den Juden in Deutschland die Mittel zur Verfügung gestellt, die neben der gewöhnlichen Einwanderungsquote eine zusätzliche Einwanderung für die nächste Schcdule nach Erez Israel ermöglicht. Hunderte von jungen jüdischen Menschen aus Deutschland warten in den Ausbilduiigsstätten in- und außerhalb Deutschlands auf den Ruf ins Land. Wir dürfen die Hoffnung aussprechen, daß das Jahr 19.38 efne starke Palästina-Wanderung aus Deutschland bringen wird. Es ist das Beste, was wir dem Lande geben können: unsere Kinder. So schwer es auch für viele Eltern sein mag, sich von dem Besten, was sie haben, zu trennen, so wissen wir, daß das Opfer der Trennung aufgewogen wird durch den großartigen Prozeß, dessen Zeugen wir sind: die Wiedergeburt eines dem Zerbrechen nahen Volkes und den Beginn eines neuen jüdischen Lebens für unsere Jugend, in der das Bewußtsein, Jude zu sein, kein Verhängnis, sondern ein Glück bedeutet. Verantwortlicher Redakteur; Dr. Robert \V e! t s c h, Berlin-Chirl• 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loew enstein, Berlin W 15. Anzeigenleitcr und verantwortlieh tiir den Inhalt der Anzeigen: Hermann Kinn, Berlin VV 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 193S. Verlag und Anzelgenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15. Mcinekestr. 10. D.A. 1/1938 : 28 043. — Druck: Siegfried Seholem, Beilin-Schöneberg. G. «. Ufh8558 Gofd* und cf?fber waren efe/imude* *Umarbeitungen *Verkauf 'vsen *Berlin W8, *linier den ßinden 65, tffotel *Bristol Gegründet 1869

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