Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 29 (12.4.1938)
- Date
- 1938-04-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 29, 12. IV. 193# Roosevelts Hilfsaktion Hilfsbereitschaft trotz eigener Schwierigkeiten Die xnnerfüdische Situation und das Einwanderungsproblem Von unserem Korrespondenten Ungarns) und die sich zugleich als Träger einer neuen nationalen Idee empfindet, bereit zur Gestaltung des Volksschicksals aus eigenen Kräften und nach ihren Vorstellungen. So verbinden sich wirtschaftliche mit ideellen Motiven, und ihrem Ansturm vermochten auch die maßgebenden Kreise in Ungarn nicht für die Dauer zu widerstehen. Das ungarische Judengcset/ ist ohne Zweifel ein Ko in pro miß zwischen den Forderungen der Jugend, die sich besonders an den Universitäten seit langem bemerkbar machten, und dem Willen der Kreise, die die Entwicklung in ruhige Bahnen lenken und sie nicht überstürzen möchten. Deniiucli ist das Ergebnis, das sich in de!11 Gesetz niedergeschlagen hat, für die Juden Ungarns von den schwerwiegendsten p r a k * tischen Eulgen begleitet. Bei den im Wirtschaftsleben für die geset/Iichc Neuregelung in Frage kommenden Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sind etwa ()0 00(1 Menschen tiitig, von denen nach ungarischen Angaben 24 000 J11 d en sind oder seit August 1010 zum Christentum über!!aten, d. h. im Sinne des Gesetzes als Juden gelten. Das bedeutet, daß 40»;« der Beschäftigten in diesen Betrieben Juden sind, deren Zahl im Laufe von fünf Jahren auf die Hälfte, d. h. um aa. 1 2 000 Personen herabgesetzt werden muß. Allerdings muß man bei diesen Zahlen bedenken, daß es eine große Reihe bedeutender Unternehmungen in Ungarn gibt ■״ man be/ifiert sie auf etwa 20 —-, bei denen schon jet/t nur 1 ■2״» Juden tätig sind. Es handelt sich dabei um die staatlichen Betriebe und eine Reihe ganz großer Banktinueii ukw. Hierdurch wird herbeigdulut, daß es aut der anderen Seite Unternehimingeii gibt, bei denen der Anteil der Juden weit über 40 ׳ . liegt, ja sogar bis zu 80 ״״ steigt, so daß also hei ihnen besonders tiefgreifende Veratide• rungen zu cremten Und, denen allerdings im statistischeu Bilde dir jüdischen Frontkämpfer gegeniiberstehen, die nicht in den indischen Prozentsatz eingerechnet werden. Wie sich im einzelnen die Gesetzesbestimmungen aumvirken werden, kann heute natürlich noch nicht Übersehen werden, zumal es sich ja bei dem Gesetz um ein Rahmengesetz handelt, das der Regierung die Mdglichkeit zu weiteren Anordnungen gibt. Insbesondere wird ab/uwarten sein, welche Bestimmungen auf dem Gebiete der Agrargesetzgebung im Zusammenhang mit dem Judeiiprobletn folgen. Von großer Bedeutnng sind die Maßnahmen aber ohne Zweifel auch für die freien Berufe, Journalisten, Schauspieler, Aer/te, Rechtsanwälte und Ingenieure. Es ist bekannt, daß gerade in diesen Berufen zu einem Teil eine sehr starke Massierung der Juden erfolgte, die auch z. B. in der Struktur des ungarischen Geisteslebens deutlich zum Ausdruck kam. Die Zahl der auf diesen Gebieten Betroffenen wird eine sehr beträchtliche sein, die zu den aus der Wirtschaft ausscheidenden jüdischen Arbeitnehmern hin/ukommen. Zu all dem kommt die Sorge um das Schicksal der j u n g e n j ii d i s c h e n Genera* tion, der der Zutritt in die in Frage kommenden Berufe jetzt weitgehend verschlossen ist. Für sie wird das Problem der beruflichen Umschichtung und der Aus- Wanderung alsbald Aktualität gewinnen, und es wird die Aufgabe der hieran besonders interessierten Kreise in Ungarn, in erster Linie der Zionisten, sein, sich der Jugend mit Tatkraft anzinielimen und die materiellen Kräfte der ungarischen Juden in den Dienst einer planvollen Arbeit im Interesse der jungen (leneration zu stellen. Neben den materiellen Auswirkungen, die dieses Gesetz für die wirtschaftliche Lage der Judeiiheit U11garns bc-it/t, darf man naturgemäß auch nicht die geistigen und s e e 1 i s e I! e n F o 1 g e n übersehen, die gerade für eine Judeiiheit von der Struktur der ungarischen von a11lk־r״rd riitlieher Bedeutung sind. Unsere Leser wissen •aus vielen Belichten, daß diese jüdische Gruppe trotz allen Schicksal-Schlägen, die sie auch in der Vergangenheit schon erlebte, mit besonderet■ Zähigkeit an dem Gedanken der Angleic 11 u 11 p: an die Umwelt f<Mha!t, Taute und Mischehe sind äußere Sv;nb״!e dieses Vorganges; gewiß ist in dem neuen Gesetz das Rassenprinzip noch nicht zur Grundlage der Regelung gemacht worden, aber es zeigt »ich, daß diejenigen, die in der Nachkriegszeit dein Judentum den Rucken kehrten, jetzt den Juden gleichgestellt werden. Aber auch die Masse der ungarischen Juden, die die Verbindung mit dem Judentum behielt, glaubte an die Sicherheit der ihnen verfasstingsmäßig gewährten Rechte, und man war hesonders stolz auf den Prozeß der M a g v a r i 8 i e r u n g, der nicht nur in der äußerlichen Naiiiensangleichuiig zum Ausdruck kam, sondern bei vielen, sehr vielen Juden in Ungarn ein e c 111 e s E r 1 e b n i s d e r S e e 1 e gewesen ist. Welch ein Erwachen für all diese Kreise, die auch in der Fülinmp der ungarischen Judeiiheit bisher dominierten und in ängstlicher und nicht immer sehr aufrechter Haltung den Bestrebungen einer jüdischen Regeneration entgegentraten und den Zionismus unnachsichtlich bekämpften! Wir fürchten, daß diese Führung der ungarischen Juden den Aufgaben der neuen, nicht leichten Zeit, die sich für Ungarns Juden andeutet, nicht gewachsen ist, genau so sehr, wie wir zugleich davon überzeugt sind, daß die Erfahrungen des Lebens ein Lehrmeister für die Mehrheit der Juden in Ungarn sein werden, sodaß sie die großen Aufgaben, die vor ihnen stehen, nicht nur als ein Werk der Näeiistenhilfe auf sich nehmen werden, sondern als Teil der Bewältig 11 n g des V o 1 k s s c 11 i ck s a 1 s, dem auch sie sich nicht entziehen können. Die Juden in Ungarn werden in der nächsten Zukauft ihr bisheriges Leben vor ihrem geistigen Auge New Vor k, Anfang April Die amerikanische Presse hat mit einstimmigem Beifall die Erklärung des Staatssekretärs Cordeil Hüll begrüßt, mit der er ankiindigte, daß die Vereinigten Staaten 29 Nationen ringelnden haben, ein Komitee zum Zwecke der Sorge für Emigranten aus Deutschland und Oesterreich 711 schaffen. Einen Tag später führte Präsident Roosevelt, der zweifellos diese Erklärung des Staatssekretärs angeregt hatte, aus, daß Amerika sieh seit 1789 als Zufluchtsort für diejenigen betrachte, die nicht in der Lage oder nicht mehr willens sind, in Europa zu leben. Er fügte hinzu, daß auch Flüchtlinge aus anderen Teilen der Welt willkommen sein würden. Vor allem aber waren die Juden erregt durch die Initiative des Staatssekretärs Hüll, der während seiner Amtszeit stets seine besondere Aufmerksamkeit den europäischen Angelegenheiten /»gewandt hat. Zwei Punkte in Halls Erklärung müssen sorgfältig heachtet werden: Er stellte klar, daß die geltenden Einw a n d e r u!1 g s b e s c h r ä n k 1111 g e n nicht gelockert werden w ü r d e n, und daß die Finanzierung jedes Projekts für Emigranten von privaten Organisationen durclmifiilimi •*wäre. Was die Einwanderungsvorschrifteil betrifft, so ist es wahrscheinlich, daß die amerikanischen Konsulate in Debersee Anweisungen empfangen haben, die Bestimmungen des Einwanderungsgesetzes weitherzig zu interpretieren. Daß lltill seine Erklärung im Jetzigen Zeitpunkt erlassen hat, unterstreicht noch ihre Bedeutung, denn die Wirtschaftliehe i age in USA. ist so, daß sie Hier A!)Schließung hervorrufen sollte. Es gibt schätzungsweise 12 Millionen Arbeitslose in den Vereinigten Staaten, der Handel liegt darnieder, das Kapital stellt da (oder sogar noch schlechter), wo es 1929 stand. Es ist tatsächlich eine der erfreulichsten Erscheinungen, daß trotz diesem wirtschaftlichen Bild das Land der Aktion der Regierung /!!stimmte. Es ist möglich und wahrscheinlich, daß in den nachsten Wochen der Chor der Begeisterung nachlassen wird, so daß man die kritischen Stimmen zu hören bekommt. Schon hat der Abgeordnete Martin Dies aus Texas, ein bekannter Fremdenfeind, von Hitl! verlangt, ein Kolonisation*- programin in Paraguay zu erwägen, ״da es keine Geschäftsmöglichkeiten ־in den Vereinigten Staaten gibt“ und da ,,diese Fremden in eine Notlage geraten würden, wenn sie in unser I and gebracht werden.“ Es gibt auch andere Symptome, die beachtet werden sollten, wenn das Einwanderungsproblem realistisch behandelt werden soll. Kürzlich zeigte eine Untersuchung über die j ii - dische Arbeitslage in New York, daß mehr als 125000 Juden unterstützungsbedürftig sind. Es ist walirscheinlieh, daß diese Zahl sich inzwischen noch erhöht hat. Die Freischulen New Yorks sind den Emigranten aus Europa nach einer Regelung des Board of Higher Education (Unterrichtsbeliörde) verschlossen, der wahrscheinlich beunruhigt ist über die Aussicht, in den städtischen Schulen einer Menge von Einwanderern aus Uebersee freien Unterricht zuteil werden zu lassen. Die Institution, die jetzt di« Sorge für die Einwanderer ans Deutschland innehat und deren Dienste für die Ausführung jedes Programms benutzt werden könnten, das von dem zwischenstaatlichen Komitee ausgearbeitet wird, ist das National Coordinating Committee forGerman Revue passieren lassen. Es wird nicht gut tun, wenn sie dem Entschwundenen nachlrauern, sondern sie müssen mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, mit den menschlichen Kräften, die auch in dieser Gruppe des jüdischen Volkes nicht weniger als anderswo schluntmern, einen Weg bahnen, der den Entwurzelten eine neue Existenz verleiht und ihnen allen, einer großen und an geschichtlichen Erinnerungen wahrhaftig nicht armen Gruppe des jüdischen Volkes wieder den Platz amveist, den sie verdient: die Stellung einer lebendigen und an dem Schicksal des jüdischen Volkes äußeren und inneren Anteil nehmenden Gemeinschaft. K. L. Pariser Notizen Von unserem Berichterstatter Der Kolonlsationsplao K־ Par!s׳ im April Zu dem französischen Kolonisationsplan, über den bereits an dieser Stelle berichtet wurde, ist nach eine Erklärung des Kabinettschefs des französischen Staatssekretärs Serre nachzutragen. Der Kabinettschef Georges Maucco betonte, ״daß für die geplante Ansiedlung nur eine einzige Kategorie von Juden in Frage käme, diejenigen, die während der Weltausstellung mit einem Tourlstenvisum nach Frankreich gekommen und dort geblieben sind. Der Iranzösische Staatssekretär legt besonderen Wert darauf, daß diese einschränkende Bedingung von dert Juden im Ausland wohl verstanden wird und daß über die Möglichkeiten einer Eingliederung in diesen Plan keine Illusionen entstehen. Der Vorschlag ist auch bisher kein Projekt der französischen Regierung, sondern ist vorläufig lediglich eine persönliehe initiative des Staatssekretärs Serre, der aber das Kabinett wohlwollend gegenübersteht.“ Unterdessen ist die Regierung Blum zurückgetreten, so daß die Frage entsteht, ob auch das kommende Kabinett sich den Kolonisationsplan zu eigen machen wird. Jüdiach• Naturalisierungen Im Pariser Stadtrat ist es anläßlich eines Antrages aut Nachprüfung von Naturalisationen zu heftigen Zwischenfällen gekommen. Es war den Bemühungen des Präsidenten des Stadtrates gelungen, den ursprünglichen Text dieses Antrages zu mäßigen. Dieser beschränkte sich schließlich darauf, eine Berücksichtigung der Naturallsiemngsantrige nur jener Ausländer zu fordern, die sich in vollem Maße an die tranzöiische Nationalität assimiliert hätten. Trotzdem kam es zu einer heftigen Diskussion, die mit Tätlichkeiten endete. Die Sitzung wurde unterbrochen, so daß kein Beschluß über den Antrag erfolgte« Refugees, dessen Leitung Miß Celia Razovsky, eine be* kannte Sozialarbeiterin, hat, die von Walter Borchardt, der aus seiner jüdischen Arbeit in Deutschland bekannt ist, unter* stützt wird. Für das Jahr 1938 hofft das Coordinating Committtee fn Amerika 730(MX) Dollar aufzubringen. Es erwartet, einen Teil dieser Summe vom Joint Distribution Committee zu erhal* ten. Den Rest hofft mau in New York und durch die Wohlfalirtsfonds in anderen Städten ziisammen/ubriiigen, Diese Summe von 750 000 Dollar stellt außerhalb der Beträge, die von einzelnen jüdische» Gemeinden für die Unterstützung von Einwanderern aus Deutschland, Kindern sowohl als Erwachsenen, verwandt werden. Die Funktion des Coordinating Committee ist, den Einwandererstrotn zu lenk en, die Besehäf* tigungsinögliehkeiten zu erkunden, und nicht so sehr Geld- Unterstützungen zu leisten. Für jedes Programm einer Einwanderung in großem Maß* stabe muß es eine Sicherheit geben, daß die Einwanderer keinesfalls der Oeffentlichkdt zur Last fallen werden und daß sie in der Lage sind, Arbeit zu finden. Es läßt sich also schwer voraussehen, welche Mittel die amerikanische Judenheit atifbringen wird, um der Auswanderer-Situation in so gro* ßem A4 a ß ג t a b e zu begegnen, wie es Roosevelt sich gedacht hat. Dies wird klar durch eine Schätzung der Voraussicht* lieh in diesem Jahre vom Joint Distribution Committee und dem United Palestme Appeal, den beiden wichtigsten jüdischen Sammelorganisationen Amerikas, aufzubringenden Summen. Es ist wahrscheinlich, daß der J. D. C. 1938 etwa zwischen 3 und 4 Millionen Dollar aufbringen wird. Der U. P. A. wird 2 bis 2' s Millionen Dollar erhalten — und dies erschöpft die im Augenblick zu gebende Antwort. Die hergebrachte Methode des Sammelns in Amerika verhindert jene Weitherzigkeit, die charakteristisch für die Nachkriegsjahre war. Ueherdics gibt es keine Führung, die bereit wäre, ihre Differenzen für eine gem'igend lange Zeit zu vergessen, alles andere znrückzustellen und eine Aktion zu beginnen, die die Herzen der amerikanisehen Juden aufrütteln würde. Das Bild ist also trotz allem dunkel. Es ist keine Quelle der Ermutigung für Menschen, die rasche Hilfe brauchen. Aber wenn die Welt der Lösung des Fiüehtlingsproblems an die Wurzel geht, so muß sie es mit der Absicht der Lösung für die Dauer tun. Niemals erschien Palästina mit all seinen Schwierigkeiten und Hindernissen ■so sehr als der wahre Ausweg für Juden, die eine Zuflucht suchen, wie heute. Das Echo der Aktion 24 Staaten nehmen an Der britische Außenminister Lord Ii alt fax hat dem amerikanischen Botschafter in London mitgeteilt, daß die britische Regierung so eng wie möglich mit den Vereinigten Staaten in der Frage der Einsetzung eines Internationalen Komitees zwecks Hilfe für Emigranten Zusammenarbeiten wolle. Im belgischen Senat teilte Außenminister Spa a k mit, daß die belgische Regierung dem amerikanischen Vorschlag beigetreten sei. Sie könne Ausländer in Belgien im Hinblick mf die Arbeitslosigkeit nicht unbeschränkt zulassen, aber sie beabsichtige, die Frage in einem humanen Geist zu behandeln. Der amerikanische Staatssekretär des Auswärtigen. Cordell Htill, teilte mit, daß 21 Staaten den Vorschlag Präsident Roosevelts a n g e n o in m e 11 habe n. Der Ort und die Zeit der Konferenz würden baldigst mitgeteilt werden. IN ALLER KURZE Die britische Sektion des Council for German ewry hat einen Aufruf zu einer Hilfsaktion für Juden aus esterreich erlassen. Der Aufruf ist von Lord Reading, Lord Saniucl, Lord Bearsted und Simon Marks unterschrieben. Der rumänische Oberrabbiner N i c m i r o w e r Ist nach Palästina gereist, um die Möglichkeiten der Einwanderung von Juden aus Rumänien zu studieren. Er wird von einer Delegation rumänischer Zionisten begleitet. Dr. Stankovic, einer der drei Regentschaftsnütglieder Jugoslawiens, empfing Dr. Bukic!> i j a d e, den Präsidenten der sephardischen Gemeinde in Belgrad, und besprach mit ihm Fragen der jüdischen Gemeinschaft in Jugoslawien. In New York wurden 150 000 Dollar für den vorgesehenen Palästina-Pavillon bei der New -York er Weltausstejlung aufgebracht; weitere 100 000 Dollar werden von anderen jüdischen Gemeinden in Amerika aufgebracht werden. In Dombrowa kam es infolge eines Ritualmordgerächtes zu antijüdischen Ausschreitungen. In Kalisz, Wloclawiek, Kolo lind Slupcc wurde durch lokale Verfügungen die Schcehita verboten. Wie Ormsbv-Oore im Unterhaus mitteilte, wird der Hafen von T e I Aviv demnächst für die Landung von Passagieren frei gegeben werden. Bei einer Konferenz zwischen Führern des Misrachi, unter denen sich die Rabbiner Berlin, Gold, Brod und Schragai befinden, und Führern der Agudalt wurde, wie Paleor aus London meldet, beschlossen, gemeinsam für den religiösen Fortschritt Palästinas zu arbelten und sich in anderen Angelegenheiten gegenseitig ZU beraten. Vom amerikanisch ־ jüdischen Kongreß Der amerikanisch-jüdisc he Kongreß hat die amerikanischen Juden aufgerufen, an Delegierten-Wahlen teilzunthmen, die vom 25. bis 27. Juli durchgeftibrt werden, Line Tagung des Kongresses soll lu New York im Septemb e r abgebalten werden. Verantwortlicher Redakteur; Dr. Robert W e 11 s c h, Berlin-Charl. 9 (auch veamtworllieli für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter! Kurt I,eewens t«in, Berlin W 18. Anzeigcnleiter und verantwort- K«I1 t'ur den Inhalt der Anzeigen; Hermann JG n n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Prcidhte 5 vom 1. April 1936. Verlag und An• 7.eig«nverw»Uung: Jüdische Rundschau, Berlin W15, Memekestr. 10. D.A. 1/1(3•: 28043. — Drucks Siegfried Scholem, Berlin-Sdmneberg.