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Jüdische Rundschau · 1938-04-05 · Heft 27 (5.4.1938) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 27 (5.4.1938)
Date
1938-04-05
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Saite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 27, 5. IV. 1938 Venezuela / Porträt eines Landes 111 ׳V setzen heute den Bericht einer jüdischen fort (siehe den ersten Artikel in J.IV‘ S, Lebersicht über die Lebensverhältnisse in die! uswunderin aus Deutschland über die Lehenseerhältnissc in Venezuela 2,5 vorn 29. März). Die sehr lebendige Darstellung gibt eine gute 1 tropischen südamvrikanischen Lande. (Red.) Dar Verkehr Es gibt viele und gute Autos; sie werden zum grollen Teil auf Abzahlung genommen und nicht langer als ein Jahr gefahren, weil es als unfein gilt, nicht den neuesten Jahrgang zu besitzen. Man kann daher gebrauchte Wagen in futem Zustande sehr billig kaufen. Zum Autofahren gehören ier Nerven; in der Umgehung zu fahren, ist nicht schwer, weil dort die Straßen breit angelegt sind, in der Stadt sind sie aber noch sehr schmal, liier fahren in den Straßen, die in Europa Einbahnstraßen wären. Auto, Autobus, Straßenbahn, Fahrrad, Eselskarren uud andere Verkehrsmittel durcheinander. Parkt ein Auto oder ein anderer Wagen auf den Schienen der Straßenbahn, dann muß eben alles warten, bis der Fahrer wiederkommt; um dies zu beschleunigen, setzt ein unheimliches Getute der Autos und Klingeln der Bahnen ein. Aber keiner wird ungemütlich, man kommt hier zu allem immer _ noch zurecht. Die S t r a fi e n b a h n e n sind offen. Zu beiden Seiten der Bahn laufen breite Trittbretter, auf denen der Schaffner kassiert. Die Banke im Innern sind so aufgestcllt, daß kein Mittelgang frei ist, man steigt von der Seite ein. Wenn es regnet, werden dort kleine Jalousien heruntergelassen. Wer aber dann entsteigen will, muß sie erst hochziehcn und bekommt dann den dort angesammciten Regen ins Gesicht. Die Eckplätze werden daher beim Regen nur eingenommen, wenn die Balm besetzt ist. Trifft man in der Bahn Bekannte oder Freunde, so muß derjenige zuerst ^für aile^ zahlen, hei dem kassiert wird. Was man manche Bedürfnisse ausreichen, die man sich sonst versagt. Beim Begrüßen gibt man sieh nicht die Hand, sondern klopft dem anderen fi cumlscliaft! ich auf die Schulter. Dies ist eine Sitte, die hei dem heißen Klima und den Vielen Krankheiten absolut angebracht ist. Lebenshaltung Das Land ist überaus gesegnet mit Bettlern. Dabei hat es niemand nötig zu betteln. Wer arbeiten will, findet Arbeit, liier braucht keiner zu verhungern. Aller die ,Menschen Sind durch das Kimm sehr bequem' dm Venezolaner selbst sehr mitleidige Menschen, so daß die Bettler ein gutes (ie- Schaft machen. Wenn wir unser Geschäft gegen 0״Uhr offneten, saß ein Bettler schon seit Stunden dort und betrieb sein Geschäft. Hier fangt das!.eben schon sehr früh an. Die Hausfrauen gehen um ö Uhr früh auf den Markt. Fleisch gibt es nur bis zur Mittagszeit, weil es der Warme wegen nachher verbrannt werden' muß. Die Lebenslialtti ngskosten sind im letzten Jahre sehr gestiegen, obwohl sie, da vieles eingefuhrt werden muß, schon immer höher als die Amerikas und Europas waren. Allerdings sind die Verdienstmöglichkeiten bessere und größere, so daß es sich dadurch ausgleicht. Aber dadurch, daß man viel ztt Haus ist, nur ab und zu ins Kino oder Theater geht, wenn man die Sprache beherrscht (Cafes, wie man sie in Europa kennt, gibt es kaum, höchstens kleine Lokale; dorthin geben aber die Europäer und Venezolaner, die etwas auf sich halten, nicht), kann man das Geld, das man itber seinen Lebensunter• halt hinaus verdient, zurückiegen. Dafür fährt man lieber, wenn es geschäftlich einzurichten geht, auf längere Zeit nach Europa, Mexiko oder USA. Die Hausfrauen haben es hier nicht leicht. Sie stehen alle wegen des wannen Klimas früh auf, da cs sich am Morgen besser arbeiten läßt. Wenn man einmal langer schlafen will, wird es einem unmöglich gemacht. Um 6 Uhr früh donnert der Milchmann mit kräftiger l aust an die Tür, ihm folgt der Brotmaiiu, der (iemüsemami. Der Milchmann fährt auf einem klmnen zweirädrigen Karren mit lautem Geklingel durch du׳ Straßen, 11111 «In־ I rauen aus ihren Häusern zu loikcu. Wenn mau ein sauberes Haus habe״ als Motten die Saelicir zcrfrc-seii. 1 )ie Kinder schlafen alle unter Moskitonetzen, aller auch viele Erwachsene. ״immun". f:s ist daher kein Wunder, daß die S! e t h I 1 c 11 - In der Regenzeit holen siel-, viele Eiingenent/imdungen, Da sie sich meist seihet hf und unzureichend ernähren, können sie einer ernsteren Krankheit nicht lange stamlhaiten. Die Särge der Verstorbenen werden von den Freunden auf den Schultern durch die Stadt ztmi I iwdhof getragen, die Reerdiguiig erfolgt Wegen des heißen Klimas ,1111 folgenden Tage. Sterben Kinder, so tragen die Kinder den Sarg, der in Blumen eingebettet ist. Die Venezolaner trauern reichlich; hören sie, daß eine ganz entfernte Verwandte gestorben ist, so legen sie tiefe Trauer an. Die Petroleumquellen In M aracaibo, ungefähr vier Tage Schiffsreise von hier entfernt, sind die großen (י e 1 r o I e 11 111 quelle n Venezuelas, die die Amerikaner gepachtet haben. Das Klima ist sehr tutesund, so daß Europäer und Eingeborene, die dort arbeiten, och bezahlt werden. Nach einer längeren Arbeitszeit erhalten sie einen dreimonatigen Erholungsurlaub. Das Leben an diesem Ort ist sehr eintönig, so daß sic während des Urlaubs nach Caracas gelten, das ihnen die große Welt bedeutet. Dort gehen sie dann bei Spiel, Trunk und Trauen ihr schwer verdientes Geld aus. An und für sich ist das Spiel verboten. Aber hier fragt keiner nach solchen Gesetzen. Die Leute sind Naturkinder und wollen ungebundene Menschen sein. Der Vcnezolaner liebt es, sein Geld in Gesellschaft auszugeben. Kann er seine Freunde nicht auftreiben, so nimmt er sieh einfach Männer von der Straße und zecht und spielt mit ihnen, bis das Geld zu Ende ist. Schnell sind sie alle seine Freunde und werden sofort geduzt. Je besser sie sich dabei verstellen, um so mehr Geld geht fort, und sehr oft kommt es vor, daß der Urlaub vor seiner Zeit infolge Geldmangels abgekürzt werden muß. Dann gelten die Leute eben wieder in das Höllenklima zurück, arbeiten wieder schwer, und beim nächsten Urlaub beginnt dasselbe von neuem. Jaden Zum größten Teil leben hier Jude n aus Rumänien, ein kleinerer Teil aus Polen und Rußland, ferner Marokkaner und jetzt auch einige F.inwandercr aus Deutschland. Die Marokkaner, die schon sehr lange ansässig sind, haben es meist zu großem Wohlstand gebracht. Der andere Teil der ansässigen Juden hat Kaufhäuser und kleinere Geschäfte. Friseurgeschäfte gehen sehr gut, da Haar und Bart infolge des heißen Klimas schnell wachsen und kein Mann sich selbst rasiert. Audi Juden sind in dieser Branche viel vertreten. Wenn sie nicht seihst das Handwerk beherrschen, so vermieten sie an die Friseure einen Stuhl, auf dem diese tagsüber ihre Kundschaft bedienen und dem Ladenbesitzer einen Prozentsatz abgeben. Er hat dann int Eingang des Ladens meist einen Stand mit Wäsche, Strümpfen und anderen Artikeln. Für die Menschen, die über keine Kapitalien verfügen, ist es sehr schwer, Kredite zu bekommen. Mit dem Auslande können sie gar nicht arbeiten, weil man dort erstklassige Referenzen fordert, oder die Waren gegen Zahlung bei den dortigen Banken geliefert werden. Es gehört schon eine langjährige Geschäftsverbindung mit dem Ausland dazu, um es davon zu überzeugen, daß cs hier Kaufleute gibt, die ihren Verpflichtungen ehrlich naehkommen. Die ״Klopfer“ Die Immigranten, die über kein Geld verfügen, arbeiten hier als ״Klopfer“. Dies ist der erbärmlichste und demütigendste Beruf. Sie nehmen sich bei den Abzalilungsfirincn kleinere Kredite, müssen sehr hohe Preise zahlen und gehen mit der Ware von Haus zu Haus. Wenn sie verkaufen, so geschieht es auch nur gegen Abzahlung. Sie müssen hohe Preise nehmen, weil immer die Gefahr besteht, daß beim nächsten Kommen der Kunde schon wieder umgezogen ist. Für Die Universität in Caracas die Inländer gibt es keinen Meldezwang bei der Polizei, so daß es nur dem Zufall zu danken ist, wenn er sie einmal wiederfindet. Haben sie ihre Waren in der Woche mngesetzt, so gehen sie am Freitag und Sonntag kassieren. Caracas und auch die anderen Städte sind sehr gebirgig. Es ist eine schwere Arbeit, mit (len Koffern, in denen die Ware ist, von Haus zu Hans zu gehen, oder zu den Einwohnern in die Berge. Sehr oft kommt es vor, daß sic wegen eines Bolivars wöchentlicher Abzahlung mehrmals zum Inkasso gehen müssen. Die Einheimischen sind durch dieses Abzahliingssystem verdorben worden, so daß sie sich manchmal von den Klopfern vollständig cinklcidcn lassen und dann verschwinden. Ein ״Grüner“ verliert zuerst immer an diesen Leuten Geld, bis er sie kennen-׳ lernt. Das Geschäft bat aber jetzt so überhand genommen, daß aus diesem Grunde den Einwanderern aus Polen und Rumänien, die cs hauptsächlich betreiben, die Einreise nach Venezuela verboten ist, weil die Venezolaner die Konkurrenz furchten und auch die Ladengeschäfte sich beklagen. Valuta Für den Dollar zahlte man bis zum April 1937 4 B0I1varcs. Die großen amerikanischen Petroleumgescllschaften, die die Duellen vom Staat gepachtet haben, waren verpflichtet, demselben für die Konzessionen Dollar zum Stande von 3.03 Roiivares in einer bestimmten Menge zur Verfügung zu stellen. Der Staat gab diese dann an die Banken weiter, die ihm dafür 3.00 Boiivares zahlen mußten. Den gleichen Preis bekam dann jeder, der Dollar verkauft. Der erhöhte Dollarprcis diente dazu, der L a ״ d Wirtschaft zu helfen. Das Ileranbriiigen der Produkte ist sehr schwierig, weil die Wege von den Haciendas — das sind die großen Güter —- nach den Städten in sehr schlechtem Zustande sind, teilweise in den Bergen nur mit Mauleseln begangen werden Post nach Uebersee Vom 5. HP 13. April (ohne Uewnlirl Die angegebenen Zeiten sind die A b g a n g s Zeiten der Züge bzw. Flugzeuge aus Berlin. Die Sendungen müssen 1 —11/2 Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bahnhofspostanstalt (Flugpost beim Postamt SW 11) vorliegen oder unmittelbar zu den angegebenen Zügen oder Flugzeugen gebracht werden. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge bzw. Flugzeuge oder durch Sendung nach Berlin oder direkt an die Zwi«.-he1otati0ncn. Bei der Aufschrift empfiehlt sii h die Anbringung von Lcitvermcrken. Palästina (ab Anti. l(h!.^22.55, Sonntag.- 21.29: Abgang München ca. Kbd. 7.00; ׳15 Halle. Südamerika: 7. (Hhf. bäiedi icb.-tralie 15.44) via l.Uoibon mit ״Ca]) (Deutsche Luitp.) Postsdil. "21,00! Do. 5.00 Frankf./M.; Sbd. Rio; Sig. Buenos Airc- ־״ Sbd, (Franz. Luftpost) Postsehl. 12.15; Di. Südafrika (ab Bht. Fnednclistr, 13.58): 7. via Southampton mit ״Fdinbourgh 25. Kapstadt. 13 —־. via Southampton mit ״Athlone C.“; 28. Kapstadt. Luftpost: 1)0. und St9.50;7.00 .״ Wien; an Kapstadt nach 6 Ta- Australien: 7. (Ar.li. Bhf. 9.20) via Mar-eille mit ״Calhav"; 7. 5. L u f t p n , t : Di. und Slxi. 7.00; 8.15 Halle'Leipzig; 9.!j0 Wien; art Sydney Do. und Du; Melbourne Fr. und Mi. (nach ca. ItJj Wochen) (Linie Amsterdam—Bandoeng über Athen). Das Kapitol (Parlament) in Caracas Foto•: Trude Bormuia können. Da mit diesem Transportmittel nur kleinere Mengen geschafft werden, ist es ein sehr teurer Transport. Die Landleufe sind oft wochenlang unterwegs, so daß sie nur durch die künstliche Hochhaltung des Dollars einigermaßen aut ihre Kosten kamen. Dem widerspricht nicht die Angabe, daß es gute Autostraßen gibt, diese führen aber nicht zu den Haciendas, Für die Exporteure bedeutet die Herabsetzung des Dollars (er wird heute mit 3.17 ßolivar verkauft) einen bedeutenden Verlust. Hier erhalten nur die Kaffee- und Kakaoexporteure staatliche Zuschüsse bis zu 30 0,״. Die Importeure haben jedoch eine höhere Verdienstspanne, solange die Zölle nicht erhöht werden. In der ersten Zeit nach der Herabsetzung des Dollars waren diese Devisen überhaupt nicht zu bekommen, bzw. nur die Kaufleute erhielten sie, die Rechnungen im Auslande bezahlen mußten. Diese Maßnahme wurde ergriffen, weil die Regierung den Hafen von La Guaira, der im Besitz der amerikanischen Petroleumgesellschaften war, zurückerwarb und dafür die Dollars benötigte. Aerzte und Zahnärzte Nach meinen Informationen werden hier Ausländer als Aerzte zugelassen, auch Juden, wenn sie Spezialisten sind. Sie müssen allerdings eine spanische Prüfung ablegen, die aber nicht allzu schwer sein soll. Hier fällt kaum jemand bei der Prüfung durch. Hauptkrankheiten sind Magen-, Darm-, Gallen-, Leber-, Lungen-, Hals- und Geschlechtsicidcn. Zahnärzte werden nicht zugelassen. Sie helfen sich, indem sie mit spanischen Kollegen eine gemeinsame Praxis haben; dies ist erlaubt. Die Zahnärzte verdienen viel Geld. Die Zähne leiden in diesem Lande sehr, weil das Wasser sehr schlecht ist. Die Europäer lind Venezolaner, die etwas auf sich halten, trinken nur filtriertes Wasser. Wer sparsam ist, hält sich selbst einen Filter im Hause, sonst kann man auch filtriertes Wasser geliefert bekommen. Wenn man abends spazieren geht, so sieht man die S t u d e!11 e 11 in den Parkanlagen auf Decken liegend lernen, neben sieh Thermosflaschen mit Tee oder Kaffee. Die jungen Leute kommen sehr oft aus den allerärmsten Verhältnissen, so daß sie lieber in der angenehmen Nachtkühle im Park oder in den Anlagen liegen, als auf ihren Bilden, die sie mit 5—0 Studenten teilen. Das Studium und auch die Schulen kosten für die Inländer nichts. Die Ausländer müssen jedoch Beiträge entrichten. Die Schulen sind nicht gut; es gibt hier eine deutsche und englische, sic sind aber sehr teuer. Auch die Kindergarten kosten im Monat 30 Bolivar. Jüdisches Innenleben Vom jüdischen Leben ist nicht allzu viel zu'berichten. Es gibt einen Makkabi-Tennisklub und mehrere kleine Bethäuser. Die Marokkaner haben vor zwei Jahren einen sehr großen Tempel zu bauen angefangen, er steht im Rohbau fertig da; für den Weiterbau fehlen die Gelder, weil man sich verkalkuliert hat. Wann er zu Ende gebaut wird, weiß man nicht Es wird auch im allgemeinen wenig Wert auf das Judentum gelegt, obwohl diese Menschen alle aus frommen Häusern kamen. Sobald sie aber draußen sind, vergessen sic schnell, was sie gesehen und wie sie gelebt haben. Allerdings muß man ihnen zugute halten, daß der Existenzkampf ein schwerer ist; es gibt hier keine Komitees oder Stellen, die einen beraten können. Man muß alles allein machen, darf sich keinem anvertrauen. Bisher gab es nicht einmal einen jüdischen Friedhof; man hat nun dafür Gelder gesammelt und ein Terrain vor wenigen Monaten erworben, Das Land ist noch sehr aufnahmefähig, doch ist es wichtig, daß nur solche Menschen hingehen, die den testen Willen haben, sich den Sitten und Gewohnheiten anzupassen. Zum Aufbau einer neuen Existenz ist die Belterrscliung der spanischen Sprache eine Bedingung, da man mit einer anderen Sprache keinesfalls auskommt. Trude Bornsteia (UtoftUHpi ut dek Weil Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen (L’nler dieser Rubrik veröffentlichen wir Anfragen aus unserem Leserkreis« betreffend den Verbleib vermißter Freunde. Diejenigen L«ser, die über di« Gesuchten Auskunft geben können, werden um Mitteilung ersucht.) Nr. 247. Die Kinder von Moses Kaufmann, aus Klein- Eicholzheim (Baden), ausgewandert Ende 1860, zuletzt in Baitimore, werden gesucht von Sigfricd Sinsheimer, München, Adelhcidstr. 35. Nr. 248. Familie Chaim Leib Freund, New York, aus Mosciska b. Przemysl (Polen), wird gesucht von Josef Freund, Magdeburg, Jakobstr. 7. Nr. 240. Moses Goldberg, Maler, geh. in Tomaschow- Mass. (Polen), 1000 nach Amerika ausgewandert, oder seine Kinder; ferner Feige Goldberg, ausgewandert 1000 von Tomaschow-Mass. (Polen) nach London werden gesucht von Josef Lisciewicz, Bad Homburg v. d. H., Promenade lD/2. Nr. 250. Familie Meier Oppenheim aus Ernsthausen, letzte Adresse Chikago, Park Avenue, wird gesucht von Gottfried Rosenthal, Amsterdam, Nwe. Prinsengracht 8. Nr. 251. Die Nachkommen der Familie Löwenhein und Frau, geh. Hcimann, aus Nakcl (Netze), vor ca. 50 Jahren nach Chikago ausgewandert; ferner Arthur Freudenthal, Sohn von Leopold Freudenthal, der von Posen nach Melbournc ausgewandert sein soll, werden gesucht von Frau Rose Heimann, Hamburg, Hoehallee 45. Nr. 252. Die Nachkommen von Louis Wollenberg aus Gollub bzw. Thorn, 1859 in Union Village, 1869 in Castroville, werden gesucht von Paula Wollenberg, Berlin W 3G, Barbarossastr. 53. Nr. 253. Die Töchter von Dora Goldstein, geb. Josef, ausgewandert um 1880 nach London, 120 Cambridge Road Mite (Tine und Rika Goldstein, auch Minna Goldstein und Rebekka Gold, geb. Goldstein oder deren Kinder) werden gesucht von Georg Lack, Berlin-Lichtenberg, Skandinavische Straße 28.

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