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Jüdische Rundschau · 1938-03-29 · Heft 25 (29.3.1938) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 25 (29.3.1938)
Date
1938-03-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 25, 29. W. TO« Zur Palästinapolitik Unter dem Titel ״England und Israel“ veröffentlicht ein Autor (anscheinend ein Prager jüdischer Industrie•- ler), der sich unter dem Pseudonym ״Baal Brit“ verbirgt, im Verlag R. Löwit, Wien, eine Broschüre, die in scharfer Form für eine l'inoricntierung der zionistischen Außenpolitik eintritt. Der Verfasser meint (und in diesem Punkte werden ihm viele zustimmen, die andere Teile seiner Darlegung ablehnen), daß die Juden in Palästina eine starke politische Instinktlosigkeit bewiesen haben, insbesondere dadurch, daß sie es nicht verstanden haben, mit den Engländern zu einem verständnisvollen menschlichen Einvernehmen zu kommen. Das liegt nach Meinung des Autors vor allem daran, daß die Juden nicht begreifen, daß in sehr vielen Fällen der Antisemitismus vor allem acsthetische Motive hat; der Englancier habe das Ideal des Gentleman, das sich auch in der aesthctischcn Haltung ausdrückt, und er empfindet sofort einen starken Abstand, wenn sein Partner im täglichen Leben die Gesetze einer solchen Haltung verletzt. Solche psychologische Entfremdung sei zu bedauern, denn die Politik in Palästina könne nur auf einer engen jüdisch-englischen Zusammenarbeit beruhen. Als Ziel formuliert der Verfasser ״ein jüdisches Staatswesen auf lebensfähiger Grundlage״, unter Ablehnung jedes ״binationalen Zwitters“. Die zionistisehe Haltung gegenüber den Arabern war, nach ״Baal Brits“ Meinung, zu entgegenkommend. Er polemisiert gegen die sogenannte pansemitisclie Theorie, die u. E. praktisch im Zionismus eine sehr geringe Rolle spielt und ernsthaft kaum vertreten wird, sowie gegen die in einer Broschüre von M. Assat formulierte sozialpolitische Theorie, die sich auf sozialer Grundlage eine Zusammenarbeit mit den Arabern vorstcllt, nicht ohne Seitenhiebe gegen den europäischen Imperialismus. Diese Polemik ist einleuchtend. Merkwürdigerweise geht aber der Verfasser an dem entscheidenden Argument vollständig vorüber, nämlich an der Tatsache, daß Eng- Und selbst seit 20 Jahren eine Berücksichtigung der Araher in Palästina fordert und, wie die Engländer es ausdrücken, an der ״doppelten Verpflichtung des Mandates“ festhält. Was die englisch-jüdischen Beziehungen in Palästina trübte, war in Wahrheit kein Verstoß gegen acsthetische Gesetze (obwohl in Einzelfällen auch das mitgespielt haben kann), sottdem die Gegnerschaft der Engländer gegen das, was sic den ,,extremen jüdischen Nationalismus“ nennen, d. h. gerade gegen den Standpunkt, den Baal Brit in seiner Broschüre vertritt. Wenn ein Zionist realpolitisch für eine Anerkennung des Heimatrechtes der palästinensischen Araber in Palästina eintrat, so geschah dies nicht nur auf Grund der Erkenntnis, dal) eine Verdrängung der seit tausend Jahren im Lande ansässigen Bewohner unmöglich ist, sondern auch im Interesse einer besseren englisch-jüdischen Zusammenarbeit, die dadurch, daß sie auch aut Englands Schwierigkeiten Rücksicht nimmt, Englands bleibende Unterstützung für das Jüdische Nationalheim sichert. Diesen Hauptproblemen läßt sich nicht ausreichend dadurch begegnen, daß man die Realität des Panarabismus aimveifelt, denn die Kraft, mit der wir es zu tun haben, ist nicht ein politisch problematischer Patiarabismus, sondern der sehr reale arabische Nationalismus. Dadurch, daß Baal Brit diese Hauptprobleme ignoriert, verliert seine Broschüre über die einzelnen treffenden Bernerlumgen hinaus den Charakter einer politisch ausreichenden Programmschrift. W. Der Angriff auf ״Hannuta" Jerusalem, 22. März. (Paleor.) Durch den arabischen Angriff auf jüdische Siedler in ״Elannuta" wurde die Tat- Sache bekannt, daß dort eine neue jüdische Siedlung vom Keren Hajessod auf Keren Kajemefh-Boden e!richtet wird. Die neue Siedlung ist der erste jüdische Vorposten in einem Gebiet, in dem sich bis jetzt noch keine Juden niedergelassen haben. Das Siedlungsgebiet ist fruchtbar und vielversprechend, da es zwei Quellen besitzt, l'eber hundert Personen befinden sich augenblicklich dort, von denen die Mehrzahl als Hilfs- Polizisten bewaffnet ist. 300 freiwillige Arbeiter halfen den neuen Siedlern bei der Gründung ihres Dorfes. Bei der feierliehen Zeremonie der Gründung der neuen Siedlung waren prominente jüdische Persönlichkeiten anwesend, darunter M. Schcrtok, Leiter des politischen Departements der Exekutive, Be!1 Zwi vom Waad Leumi, Granovsky vom KKL, Wcitz, Leo Herrmann und Harzfeld. Es ist äußerst schwierig, zu der neuen Siedlung zu gelangen, da noch keine Straße dorthin führt. Nach dem arabischen Ueberfall setzten die Siedler die Arbeit fieberhaft fort, um eine Verbindungsstraße mit der Chaussee an der Nordgrenze des Landes anzulegen und so rasch wie möglich fertig/ustellen, da dann der Transfort von Baumaterial und Pfahlwerk usw. zu der neuen iedlung sich erheblich vereinfachen wird. Polizeihunde verfolgten Spuren vom Hauptplatz des Ucberfalles ungefähr eine halbe Meile weit, wo der Körper eines Arabers gefunden wurde, der anscheinend von den jüdischen Verteidigern erschossen worden ist. Die Angreifer sollen bei dem Gefecht schwere Verluste erlitten haben, und man nimmt an, daß die Verwundeten von ihren Kameraden fortgetragen wurden. Das Begräbnis v o n J e I! 11 d a Brenner fand am 25. 3. in Afuieli statt. Der Vater des Verstorbenen hielt eine Ansprache, in der er sagte, sein einziger Trost sei, daß das Leben seines Sohnes für da* grolle Ideal, den Aufbau des Jüdischen Nationalheimes, geopfert wurde. Mr. Saunders, der < )herkommandant der paläsfinensischen Polizei, und Mr. K i r k b r i d c, Be/irkskommissar für den Norden Palästinas, besuchten die neue Siedlung. Die Siedler von Jcssod llarnaala brachten gestern eine Thora nach ״Hanmita" als ein Geschenk der ältesten Siedlung in Galiläa an die jüngste. Die Thora wurde mit einer festlichen Zeremonie begrüßt. Die Siedler von liaiinuta entdeckten bei der Errichtung der neuen .'iedlung die l Überreste einer altertümlichen S y n - agoge mit Inschriften, die aus dem dritten Jahrhundert datieren. Die Ucbcrrcstc bestehen aus großen Blocken ornamentaler Steine und aus Mosaik, Aus diesen Entdeckungen schließt man, daß im byzantinischen Zeitalter in der dortigen Gegend eine jüdische (iemeinde existierte. Auf einem der Steine fand man Abdrucke von zwei Kandelabern sowie von Zitrus und einer Art Granatapfel. Das Gebiet der neuen Siedlung ist auch in der Mischnah als die jüdische Stadt ״Hannita“ erwähnt. Zwei Jubilare Israel Auerbach 60 Jahre. Am 2. April vollendet Dr. Israei Auerbach (Jerusalem) das 60. Lebensjahr. Israel Auerbach gehört zur ältesten Gruppe des Zionismus in Deutschland, war er doch bereits lange vor dem Kriege, ebenso wie sein Bruder Elias Auerbach, aktiv zionistisch tätig und vertrat dabei einen Standpunkt, der die geistige Seite der nationalen Renaissance in den Vordergrund stellte. Isr..el Auerbach lernte schon damals den Orient kennen. Von 1 OOS—1910 leitete er in Konstantinopel eine Schule und vertrat dort den Hilfsverein, der ja bekanntlich vor dem Kriege ein umfangreiches Schuiwerk in der Türkei unterhielt. Nach dem Kriege gehörte Israel Auerbach zu den Mitbegründern der A k a d e!11 i e f 11 r die Wissenschaft des Judentums in Berlin und war ihr Generalsekretär von 1020.!033. Diese Arbeit lag ihm, dessen wissenschaftliches Interesse außerordentlich lebendig ist, besonders nahe. Er selbst hat sieh auch vielfach schriftstellerisch be- Albert B; Tagen Haifa Bav durch die Juden und diese l iinnening wird ihm der Haifa Bay lebe V0״"i‘11\״~ ViGwar Baer "für den'׳Keren Kajemell! in Deutschland imcrtmidlich tätig, die letzten sechs Jahre als Vorsitzender der Nationalfoiidskommission. Seit 1033 lebt Baer in Palästina, nachdem er das Land zweimal als Tourist besucht hatte, /mit erstenmal im Jahre 1013. Für den großen Freundeskreis, den sieh Baer in der zionistischcn Bewegung und damit in Palästina erworben hat, ist er im Laufe der Jahre immer der gleiche geblieben. Von großer Bescheidenheit, die nur noch von seiner Ansdatier, Gründlichkeit und Pünktlichkeit übertroffen wird, war er für die Sache und die Menschen, die sie trugen, immer zur Stelle. Mit großer Anpassungsfähigkeit und Bedürfnislosigkcit hat er nicht nur die Uehersiedlung ins Land vollzogen, sondern sich auch in alle neue Schwierigkeiten so gut cingcleht, wie es nur die Elite der Einwanderung ans Deutschland vermochte. So genau, wie er früher Palästina theoretisch kannte, kennt er es heute aus eigener Anschauung und geht seiner I ntwieklung auf seinen Strcif/iigen im Lande nach. Wir wünschen ihm lange Jahrzehnte fruchtbarer und glücklicher Arbeit. ' G. L. In Naharia fand am 7. März eine Versammlung statt, bet der Dr. Georg Oittlimann aus Haifa über das Thema: ״Krise im Lande, Krise im Zionismus?“ sprach. Dr. Guthmann ging in seinem Referat von der politischen l :rsache der augenblickliehen Krise aus und behandelte die Faktoren, die zu einer Verschärfung der Krise beitrugen, die aber auch zur Linderutig und Ucberwindung des augenblicklichen Zustandes führen müssen. Mit einem Dankwort an den Referenten und dem Hinweis auf die jetzt stattfindende Keren I lajcssod-Aktion schloß Dr. E. \V e i h I die Versammlung, an die steh im kleineren Kreis eine Zusammenkunft der aktiven Keren Hajessod-Mitarbeiter im Ort anschloß. Der Jaffaer Hafen Die arabische Zeitung ״Marat al schar k“ berichtet: Ich besuchte den Jaffaer Hafen, den ich ungefähr ein Jahr nicht gesehen hatte. Jetzt, mitten in der Orangensaison, liegt alles still. Vor einigen Jahren konnte man im Gedränge keinen Schritt vorwärts kommen. Träume ich? Ist das der Jaffaer Hafen? Es ist unmöglich. Ich bin nicht im Hafen einer großen Stadt, ich hin im Hafen eines großen Dorfes. Was wird den Arabern in Palästina bleiben, wenn der Hafen von Jaffa ihnen entzogen wird? Ich weiß nicht, ob ich ubertreibe, aber mir scheint, der Jaffaer Hafen ist ein kostbares Besitztum der Araber. Der Verlust des Hafens ist ein größerer Schaden als die anderen, die wir durch die nationale Heimstätte erlitten haben. Die zionistische Politik hat auf keiner Front einen größeren Sieg errungen als auf dieser. Die Juden waren bereit, für einen Hafen in Tel Aviv zehn Millionen Pfund zu opfern, und sie bekamen ihn, ohne daß sie irgendwelches Geld dabei verloren. Wir haben ihnen diesen Hafen ohne jede Entschädigung erobert, während sie nicht davon träumten, ihn in Jahrzehnten zu erlangen. Wie freigiebig sind wir Araber und wie freigiebig sind unsere Führer, jedesmal, wenn Unruhen ausbrechen, erleiden die Araber Schaden und die Juden gewinnen. Wie wird es den Bootsleuten erst gelten, wenn die Orangensaison vorüber sein wird? Die Stimmung der Arbeitslosen Aus Tel Aviv wird uns geschrieben: Irn ״Dawar“ beißt es im Rahmen einer ausführlichen Schilderung über die Tätigkeit des Arbeitsamtes: Die Schwierigkeiten der inneren Lage erkennt man am besten in den Wartesälen, in Beschwerden von Arbeitsinvaliden und langjährigen Arbeitern und in Klagen über ungerechte Handhabung der Reihenfolge und des Punkt- Systems. Vielfach begegnen einem Lauterkeit, int geheimen ertragene Leiden, Qualen durch Arbeitslosigkeit, Wohnungsmangei oder Mangel an Freunden. Aber vielfach sieht man auch Engherzigkeit, Abstumpfung der Gefühle und Verstockt- In it. Dieses Haus entblößt den Umkreis des Lebens, deckt die Nacktheit des Menschen auf und läßt kein Geheimnis zu. Alles kreist hier tun Brot und Luft zum Atmen. Aus den 1 m-u riiis-en leuchtet zuw eilen ein Lichtstrahl des Erbarmens und des VeistaiulnKse.s. lieber allem aber stellt die Sicherheit, daß dies der Ort ist, wo mau seine Klagen und seinen Zorn abladen kann. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist tief, wenn auch die Prosperity hier viel verdorben bat. Es gibt viel Zvnisimis, viel Spott über den Idealismus, Vule entziehen sich der Kulturarbeit. Die Arbeit aut dem Laude stehe gering im Ansehen, und an eine gereihte Verteilung der Arbeit glaube man nicht. Nur wer .aut fordert, wird etwas erreichen, der Bescheidene ist schon verlernt. Auch das Ideal des Chaluz wird vielfach verspottet, und die unermüdliche Arbeit der Verwaltung, die Such:■ nach. Arbeit, nicht anerkannt. ״Beamte“, ״Apparat“ und ״Bürokratie“ stehen nicht hoch im Ansehen. Im entscheidenden Moment aber bricht stets der Chaluz durch, der das Ideal des Aufbaus hochhält. Weitere Maßnahmen gegen Agitatoren Fünf Beamte des Obersten M o h a m m cdanischcn Rates wurden von der Regierung entlassen, darunter der bekannte Agitator S 11 h h 1 a 1 K h a d r a. — Said C h a d r a, der als Sekretär des Obersten Mohammedanischen Rates fungierte, wurde seines Amtes entsetzt und verhaftet. Amin T a m i m i, der von seinem Posten als Mitglied des Obersten Mohammedanischen Rates entlassen wurde, ist von den Behörden in Arrest gesetzt worden. In arabischen Kreisen verlautet, daß nach der Amtsentset/ung des Mufti von Jerusalem und der Entlassung von Amin Tamimi und anderer aus ihren Posten im Obersten Mohammedanischen Rat, das Komitee praktisch aufgehört hat zu fungieren. Hilfe für Juden aus Oesterreich ln Tel Aviv wurde eine Konferenz von Einwanderern aus Oesterreich abgehalten, bei der ein Aufruf an den Jiscliuw und an die Diaspora gerichtet wurde, den osterreichischeit Juden bei/u.stelicn. Fenier beschloß die Konferenz, sieh an die Regierung zu wenden, tun die E i n - Wanderung für österreichische Juden, besonders für die Jugend, nach Palästina zu erleichtern. Im Hause von Anita Müller-Cohen tu Tel Aviv fand eine Versammlung zur Erörterung der tage der Juden in Oesterreich statt. Fs wurde erwogen, eine Delegation nach den Vereinigten Staaten zu entsenden, um Gelder zur Unterstützung der jüdischen Auswanderung aus Oesterreich aufzubringen. Von der Woche Eine militärische Draisine, die die Bahngeleise In der Nähe von Gaza abpatrouillicrtc, wurde gegen Mitternacht von einer Landmine in die Luft gesprengt, wobei ein britischer Soldat getötet und ein zweiter verwundet wurde. Beide Soldaten gehören dein Royal Scots Füsilier- Regiment an. Der ägyptische Cxpreßzug passierte einige Stunden später die Explosionsstelle. Ein arabischer Beamter der Politischen Polizei wurde in einem Dorf in der Nähe von Nablus von arabischen Terroristen erkannt und überfallen. Er erschoß einen von ihnen. Darauf rotteten sich Araber gegen ihn zusammen und nahmen ihn und seinen Chauffeur gefangen. Der verschleppte Beamte wurde später erschossen aufget u n d e n. Bei einer Rotnbencxplosion bei Haifa wurden zwei Araber und ein Jude leicht verwundet. In der Nähe der Anglo Bank in Haifa wurde eine weitere Bombe geworfen. Ein Araber, der bei der Explosion leicht verwundet wurde, ist unter dem Verdacht, die Bombe geworfen zu haben, verhaftet worden. Bei Sedjera wurde ein Araber von einer arabischen Bande getötet. Der 35jährige Nathan Sil herstein. ein Fremdenführer, der am 24. Januar bei einem Angriff auf einen jüdischen Omnibus in der Nähe von Lifta bei Jerusalem durch eine Bombcnexplosion und Schüsse verwundet wurde, erlag seinen Verletzungen. In der Nähe von Akko wurde ein Araber tot aufgefunden. Man nimmt an, daß er bei einem privaten Streit getötet wurde, Abdullah S c h a 11 a r, ein Bandenführer aus dem Norden Palästinas, der im Jahre 1036 Angriffe aut das jüdische Viertel in Safed organisierte, wurde von der libanesischen Polizei in Sidon verhaft et. In Tel Aviv wurde von einem Kreis politisch und wirtseliaftlich interessierter Persönlichkeiten beschlossen, palästinensische W a ״ d e r - A 11 s? t e 11 tt 11 g c n zu schaffen, die Europa, Südafrika tmd Amerika besuchen sollen. Bei einer Sitzung des Tel-Aviver Stadtrates, an der Vertreter der jüdisehen Nationalen Institutionen und jüdischer Wirtschaftskreise tcilnahmen, wurde beschlossen, für die geplante Ausstellung ein Budget von 1 0 000 Pfund attfzubritigen. Methoden der Landwirtschaft. In einer Broschüre von Josepti Etting er ״Rationeller Anbau der wichtigsten Gemiisepflanzen in Kleinbetrieben", die auf Veranlassung der Hitachduth Olej Germania ins Deutsche übersetzt und herausgegeben wurde, finden sich Anleitungen für den Anbau der Hauptpflanzen Palästinas; insbesondere die Mittelstands- Siedler aus Deutschland werden diese Schrift mit Nutzen lese!-.. Begrüßenswert ist vor allem das beigelegte hebräische Vokabular für die wichtigsten Wörter, die im Arbeitsgebiet des landwirtschaftlichen Siedlers Vorkommen. Palestine Legal Almanac. 1938. Bei der Azriel Printing Press, Jerusalem, ist in Form eines Kalenders ein kleiner R e c 111 s a I 111 a n a c h von V. V i c a r erschienen, der das erste populäre palästinensische Reclitslcxikon darstellt. Er enthält Angaben über die Verwaltung und die Rechtsverfassung Palästinas sowie eine Zusammenstellung der Gesetzgehting der Jahre 1936/37, der internationalen Verträge Palästinas in Rechtsfragen und der Palästina betreffenden juristisehen Literatur. Er enthält ferner eine populäre, knapp gehaltene Darstellung der Law Priitciples des palästinensischen Rechts. Das kleine Buch kann allen denjenigen empfohlen werden, welche sielt einen ersten Ueberblick in Fragen des palästinensischen Rechts oder der Palästinaverwaltung verschaffen wollen, und es kann auch in der Praxis Kaufkuten und Juristen bei einer ersten Orientierung behilflich sein. Dr. Ernst Marcus Das Mishpat Hashalom Hahvrl (Jcwish Arbitration Court) in Jerusalem hat seine Tätigkeit erweitert und einen ständigen Sekretär ernannt. Sein Büro befindet sich in der Bcn-Jehuda-Straße Nr. 3 (Zimmer 6) und ist wochentags von 9—10 Uhr und außer Freitag auch von 17.30—10 Uhr geöffnet. Die A. M. & J. Heilbronner Bank Limited, Jerusalem, veröffentlicht ihre Jahresbilanz zum 31, Dezember 1037. Die Bank widmet sich gegenwärtig nur bankmäßigen Einzeltransaktionen. Daher sind Verbindlichkeiten gegenüber Dritten kaum vorhanden, wobei sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr wesentlich verringert hat. Aus dem Gewinn werden wie im Vorjahr 6 0״ Dividende verteilt, ferner £1* 500 dem Reservefonds zttgewiesen sowie ßP 700 auf neue Rechnung vorgetragen. Die Bank hat ihr Bankrecht auch unter der neuen Banking-Ordinancc aufrechterhalten. Familien - Nachrichten Hm Im i׳ (,]{!krau, geh. Selbmann (früher Köln), Klar Schmal*- ja hu» begeht am 6. April den 60. Gcbunstag. (Schluß des PalMstlnateils)

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