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Jüdische Rundschau · 1938-03-29 · Heft 25 (29.3.1938) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 25 (29.3.1938)
Date
1938-03-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 25, 29. III. 1938 jüdische Rundschau Seite 3 Venezuela / Porirai eines Landes Juden entdecken die Welt. Unser Blickfeld hat sich g״weilet, und zwar in demselben Maße, in dem sich unsere Lebensmöglichkeiten in Europa vereng! haben. Länder, von denen man früher kaum den Namen kannte, treten heute in unseren Gesichtskreis, weil sic für die Auswanderung Interesse gewinnen und weit in ihnen kleine jüdische Gemeinschaften bereits existieren. Unter den Staaten Südamerikas, die bei uns sehr wenig bekannt waren, ist Venezuela zu nennen, jenes Land an der Nordküste des südwnei ikanischen Kontinents in der Nähe des Aequalors, das besonders durch seine Petrolcumquellcn wichtig ist. Auch dorthin wurden Juden aus Deutschland verschlagen. Dadurch wurden sie mit unserer Erlebniswelt verbunden. Der nachstehende Bericht einer jüdischen Ausm 1derin aus Deutschland schildert sehr instruktiv Land und Leute, Lebensverhältnisse und jüdische Dinge und wird daher unsere Leser gewiß interessieren. (Red.) Durch den Tod seines Präsidenten G 0 m e z, der das Land 27 Jahre regierte, seine riesigen Petroleinnqiiellen und die dort noch gegebenen Einwanderimgsmögüelikeiten ist Venezuela etwas mehr in den Vordergrund des Wcltinteresses gerückt. Sonst liegt dieses Land, von 2'sfaclier Giölie Deutschlands, mit seinen 3'.י Millionen Einwohnern außerhalb der allgemeinen Aufmerksamkeit. Land und Leute Das Land ist in 19 Distrikte eingefeilt, seine Hauptstadt ist Caracas mit einer Einwohnerzahl von zirka 220 000 Menschen, die zum größten Teil aus Mischlingen zwischen Spaniern, Indianern, einem kleineren Teil Negern sowie deren Mischlingen und Europäern zusammengesetzt ist. Ein hoher Prozentsatz der Einwohner sind Analphabeten. Das Klima ist tropisch, wird aber durch die in den Morgen- und Abendstunden herrschende Kühle etwas gemildert. Von Juli bis November dauert die Regenzeit; es regnet aber zumeist nur stundenwe'se recht kräftig, manchmal setzt der Regen auch wochenlang wieder aus. Der Regen selbst bringt der Natur eine Erfrischung, für den Menschen selbst wenig Abkühlung, da es zumeist danach noch wärmer ist. Das Land ist reich was man sich überhaupt ken kann. Es besitzt riesige Petroleumqucllen, Gold, Silber, Perlen, Diamanten, Kohle und Holz. Leider ist es aber noch sehr unerschlossen, so daß diese Schätze zum größten Teile brach liegen. Die Verdienst möglichk e i t e n sind gute, wenn man ernsthaft arbeiten will; besonders gute Aussichten sind für Handwerker und Landwirte vorhanden. Die Regierung hat großes Interesse an der weiteren Kolonisierung des Landes, hat sogar vor längerer Zeit französischen Landwirten Land und Häuser zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung gestellt; die Siedler haben aber infolge des heißen und ungesunden Klimas die Kolonisation wieder aufgegeben. Einwanderungsbedingungen Die Einwanderung ist nach den neuen Gesetzen, die im Juli 1937 herauskarnen, erleichtert worden. Es kann jeder einwandern, der 50:) Bohvar, d. h. ca. 160 8, hinterlegt; dieser Betrag wird nach einem Jahre wieder zurückgezahlt. Von der Einwanderung werden jedoch nach meinen Feststellungen Polen und Rumänen ausgeschlossen. Nach einem Jahre erhält man die Carta Dornizilia, die zur ungehinderten Ein- und Ausreise berechtigt. Auch hierin ist eine Erleichterung eingetreten; man kann dieses Dokument bereits nach sechs Monaten anfordern, wenn der Beweis angetreten werden kann, daß man in Venezuela eine feste Wohnung hat. Diese Karte ist von größter Wichtigkeit für Geschäftsleute, die oft nach den an Venezuela grenzenden Staaten reisen müssen bzw. nach den Vereinigten Staaten zum Einkauf, da sie sonst für die Wiedereinreise das hinterlegte Depot von 500 Bolivar entnehmen und neu einzahlcn müssen und hierbei immer neue Kosten entstehen. Nach zweijährigem Aufenthalt in Venezuela hat man die Berechtigung zur Einbürgerung, doch werden hierbei jetzt einige Schwierigkeiten gemacht. La G u a i r a, der Hafen für Caracas, liegt malerisch am Fuße der Berge, die eine Höhe bis zu 3000 in erreichen. Das Klima ist trocken und mörderisch heiß (die Uebersetzung des Namens bedeutet ״die Hölle“)■ In dieser Hafenstadt wohnen daher nur wenige Europäer, man fährt nur geschäftlich hinunter, wenn man unbedingt muß. Der Weg per Auto oder Bahn beträgt zwischen den beiden Städten 1נ י Stunden. Die Fahrt nach Caracas herauf, das 800 in hoch liegt, ist wunderschön, kann aber nur von schwindelfreien Menschen angctreten werden, da sie 365 gefährliche Kurven hat. Die Autofahrer sind ausgezeichnet, doch nehmen sie die Kurven in einem Tempo, dal) einem Hören und Sehen vergehen kann. Erlebnisse bei der Einwanderung Schon meine Zollabfertigung machte mich mit der Art des Venezolaners bekannt. Ich hatte zuerst Zoll- Schwierigkeiten. Ich reiste mit meinem Vater, um! wir hatten ein ansehnliches Gepäck. Das Zollamt ist am Vormittag von 8—11 Uhr und am Nachmittag von 2—5 Uhr geöffnet. Die Schiffe kommen schon in den frühen Morgenstunden an, bis jedoch die Landungsformalitätcn erfüllt sind, wird es meist 11 Uhr, so daß einem zur Auslösung des Gepäcks mir noch der Nachmittag bleibt. Wir mußten also bis 2 Uhr warten. Um uns die Zeit zu vertreiben, fuhren wir mit dem Wagen ins nahegelegene Seebad der Venezolaner: ״Macuto“. Dieser Ort hat eine schöne gepflasterte Autostraße, jedoch nur Stein- Strand. Man kann sich daher nach dem recht erfrischenden Bad nicht im Sande in die Sonne legen, sondern muß sich gleich wieder anziehen. Der Venezolaner liebt kein Strandleben. Man badet dort am frühen Morgen oder am Mittag, während der anderen Stunden sitzt man in den kleinen Sommerhäuschen, die man gemietet hat, und vertreibt sich mit Unterhaltung oder Dominospiel die Zeit. Es gibt dort ein großes Hotel mit allem Komfort, das aber nur von reichen Venezolanern und Europäern aufgesucht wird. Gegen 2 Uhr waren wir wieder am Zollamt. Wir mußten noch längere Zeit auf den Zollinspektor warten. Der Venezolaner liebt die schwere Arbeit nicht, und wenn er etwas Zeit vertrödeln kann, so tut er es mehr als gern. Als der Beamte unseren Bestand sah, fiel er beinahe in Ohnmacht, und mit schwerer Mühe konnten wir ihn zur Kontrolle bekommen. Er hatte soviel auszusetzen, daß er uns nur wenige Koffer herausgab und wir daher am nächsten Tage noch einmal herunter mußten. Diesmal hatten wir mehr Glück. Der Zollbeamte des Vortages war gar nicht für uns zuständig gewesen. Wir waren schon ziemlich früh unten, da die Fahrt zu einer späteren Zeit infolge der Hitze zu anstrengend ist. Auch der zuständige Beamte hielt uns immer wieder hin, weil er die viele Arbeit fürchtete. Mit Hängen und Würgen bekamen wir ihn endlich soweit, daß er die Durchsicht vornahm. Zu unserem Glück entdeckte er gleich in der ersten Kiste üehirgsstöcke, die mit den kleinen Namcnsschildchen der einzelnen Orte benagelt waren. Von diesen Sachen konnte er sich nicht mehr trennen und zeigte sie den anderen Beamten als Kuriosität. Als ich sah, daß sie ihm besonders gefielen, schenkte ich ihm einen, um nicht noch mehr Zeit zu verliere״. Sofort wollten auch die anderen den Rest haben. Es blieb mir daher nichts anderes übrig, als alle Stöcke zu verteilen. Nun wurde die Revision mit einem Eifer vorgenommen, wie ich ihn schwer beschreiben kann, ln einer Stunde waren wir fertig. Bei einer Zollrevision sind immer Agenten behilflich, die die Zölle ausreclinen und alle sonstigen Formalitäten gegen ein kleines Entgelt übernehmen. Als alles erledigt war, lud der Agent uns zu einem Glas Bier ein, damit das Geld, das er verdient hat, nur ja wieder unter die Leute kommt. Lebensgewolinheiten Da das Volk sehr für glitzernde Dinge zu haben ist, so gibt es in Caracas eine Unmenge von kleinen Geschäften, die Gablonzer Schmucksachen führen. Die Frauen gehen ihr Geld gern für Ohrringe, Ketten, Ringe und anderen Tand aus. Fast jedes junge Mädchen trägt einen unechten Goldreif, damit man glaube, sie sei verheiratet. Auch Männer tragen Ringe. Nun kann man ja bekanntlich nicht für wenig Geld Gold kaufen. Um sich aber davon zu überzeugen, daß die Ringe oder anderen vergoldeten Schmucksachen nicht schwarz werden, riechen sie an den Sachen. Sie behaupten, daß die Dinge, die schwarz werden, einen bestimmten ücruch haben. Erscheint der Gegenstand ihnen gut, so wird er gekauft. Die Straßen werden ständig durch Polizei beaufsichtigt, hauptsächlich nachts. An jeder Ecke steht ein Polizist, der neben einem vorsintflutlichen Revolver auch mit Knüppel und Pfeife versehen ist. Die Pfeife soll dazu dienen, ihm die Hilfe anderer Polizisten zu bringen, wenn er sich in Gefahr befindet. Ich sah einen dieser Polizisten, der die Staatsbank von Venezuela zu bewachen hatte, friedlich in seinen Mantel gehüllt in einer Ecke der Bank schlafen. Ab 1 Uhr kontrolliert berittene Polizei diese Polizisten. Werden sie schlafend angetroffen, so haben sie eine Strafe zu erwarten, doch mit einem Lächeln oder einem Scherzwort wird der Schlafende an seine Pflicht gemahnt. Der Straßenhandel blüht in Venezuela. Man sieht kleine Kinder, die bestimmt weder lesen noch schreiben können, Zeitungen und andere Dinge des täglichen Gebrauches verkaufen. Hier wird viel Lotterie gespielt, der Gewinn geht zugunsten der Krankenhäuser und anderer öffentlicher Anstalten. Dreimal in der Woche ist Ziehung. An diesen Tagen sind die Losgeschäfte und Straßen belagert. Jeder will sehen, ob er gewonnen hat. Geschäftstüchtige Leute besorgen sich die Gewinnlisten und schlagen sie an Häusern an. Sie haben dann bereits die neuen Lose in der Hand und machen dabei die besten Geschäfte. In unser Geschäft kam einmal eine Venezolanerin, die 1000 Bolivar gewonnen hatte. Es gab gar nicht soviel in Caracas zu kaufen, wieviel sie haben wollte. Daß sich die Menschen einen solchen Betrag einmal als Notpfennig hinlegen, kommt gar nicht in Frage. Geld muß sofort ausgegeben werden. Fragt man die Kinder oder auch die Erwachsenen, was sie verdienen, so geben sie einem bereitwilligst Auskunft. Sic wechseln aber manchmal täglich die Branche, sobald sie sehen, daß ein Konkurrent mit einer anderen Sache mehr verdient. Frauen und Männer sind sehr eitel. Die Frauen legen besonderen Wert auf kleine Füße, die auch die Mehrzahl von ihnen hat. Nun kann man aber nicht große Füße in kleinere Schuhe zwängen. Was wird gemacht? Man schneidet einfach das Leder, auch bei den ncsten Schuhen, um die Stelle hemm aus, wo es drückt, und geht dann eben so. Schuhe werden in keinem Hause geputzt. Dazu sind die Neger und kleinen Jungen da. So sieht man überall aut den Straßen diese kleinen Burschen mit ihren sclbstgezimmerten Handvverkskästet! herumlungern. Das Geschäft ist an und für sich ertragreich, doch können schon diese Kinder kein Geld halten. Sind sie für einen Augenblick frei, so spielen sie um Geld, wobei meist der ganze Tagesverdienst verspielt wird. Aber daraus machen sie sich nichts. Morgen ist wieder ein Tag, er wird neue Verdienste bringen, die Hauptsache ist, daß sie ihren Spaß hatten. Die Frauen, auch die Negerinnen, gehen äußerst eiegant angezogen. Zum größten Teil tragen sic aber ganz verrückte Sachen. Dazu sind sie stark geschminkt und gcpuöe 1; die Negerin nimmt natürlich, weil sie w e eine Weiße wirken will, weißen Puder, man kann den Anblick wirklich schwer beschreiben. Es wird vornehmlich von Kopf bis Fuß die gleiche Farbe getragen. Bevorzugt werden lila, grün, gelb und andere stark leuchtende Farben. Dazu Ohrringe möglichst bis zur Schulter herunterhaiigend, Ringe, wenn cs geht, sechs Stück an einem Finger, Ketten, Armbänder usw. Die Frauen sind fast alle überschlank und werden sehr schnell alt. Hier haben sehr viele Mädchen von 12 Jahren an Kinder. Fragt man die Kinder nach den Vätern, so ist dieser meist ״gestorben“. Die Mütter werden aber keineswegs von derFamilks verstoßen, i!11 Gegenteil gehegt und gepflegt, bis das Kind da ist. Dabei kommen die Mädchen offiziell gar nicht aus dem Hause. Hier darf eine I ran, wenn sie Wert aut ihren guten Ruf legt, nicht allein ins Theater, Kino oder spazieren gehen. Gehen die Mädchen nicht aus, so sitzen sie hinter den vergitterten Fenstern, die immer auf die Straße gehen, sehen sich das Leben und Treiben dort an, oder die Verehrer stehen auf der Straße, und sie unterhalten sich, und doch gibt cs uneheliche Kinde! in Massen, auch in den besten Familien. Sie werden hier aber, zu in Unterschied zu den gesetzlichen, ״natürliche" Kinder genannt. Die Mädchen gehen von sechs Jahren an genau so geschminkt und gepudert mul mit roten Fingernägeln wie die Mutter, sie haben sogar noch im Gegensatz zu ihnen rote Fußnagel. Die Wohnung Jetzt wird viel für die Hygiene getan. So müssen die Häuser an der Außenfront ' jedes Jahr vollkommen neu gestrichen werden. Bevor man in eine neue Wohnung zieht mietet, kommt die ״Saniilail", 'wie hier diese Polizei heißt, sieht nach, oh das Haus bewohnbar ist. Erst mach ihrem Gutachten darf man einziehen. Jeden Monat kommen Beamte und gießen Desinfektionsmittel in die Gullys, tim das Ungeziefer auszurotten. Die Hauser werden liier nicht unterkellert, so daß alles von der Straße aus heremkoinmen kann. Die Häuser selbst sind folgendermaßen gebaut: Mail kommt er hat Mosaikfußboden, ein offenes Dach und wird zumeist als Diele benutzt. Wer keinen Vorgarten hat, stellt dort auch seine Blumen unter. In diesem Raum stehen leichte Holz-!nobel, ähnlich den europäischen Korbmöbeln, an den Wanden hängen die Vögel in ihren Käfigen. Das Volk hier liebt Blumen und Vögel, und der Europäer hat diese schöne Sitte übernommen. Ein größeres Zimmer, die Sala, liegt zur Straße, an dieses schließen sich drei hintereinander liegende Durchgangszimmer an. Der Patio ist gewöhnlich so groß, daß man i!1n teilt und diesen Raum als Eßzimmer benutzt, damit man hier die kühle Luft von der dacliiosen Diele hereinbekommt. Glasfcnster gibt es kaum, man hat leichte Holzläden und Türen, sehr oft geschnitzt, damit es nicht zu warm ist. Die Läden werden je nach der Sonne oder bei Regen geöffnet oder geschlossen. Das begehrteste Zimmer liegt neben der Toilette mit Dusche, obwohl es immer sehr dunkel ist und fast nie ein Fenster hat. Badewannen gibt es mir in den Villen, oder wenn sich ein Mieter sie selbst eingerichtet hat. Die Dusche ersetzt sie hier. In der Küche befindet sich ein Warmwasserofen mit Anschluß an die Wasserleitung und das Bad. Wird in der Küche gekocht, so hat man in diesen beiden Leitungen Warmwassei'. Hinter dem Eßzimmer liegt die Küche, die immer sehr klein ist, und ein kleiner dachioser Hof. Gekocht wird auf Holzkolileiifcuer und mit dem Primus. Die Häuser sind alle sehr leicht gebaut, durch die dacliiosen Dielen hört man alles von den Nebenhäusern, was weniger erfreulich ist. Wohnungen sind sehr knapp, obwohl sehr viel gebaut wird. Sobald eine frei wird, ist die Straße belagert. Die Venezolaner ziehen sehr oft um. Da sie meist sehr wenig Möbel haben, bedeutet es für sie nichts. Oft bleiben sie auch 1 _ Straßenhild in Caracas. An einer Lotterie-Agentur werden die Gewinne angeschrieben. Koto: Trud• Bonuteia die Miete schuldig. Man hat dem einen Riegel vorgeschoben. So bekommt man jetzt nur die Wohnung, wenn man ein Depot von drei Monatsmieten hinterlegt und daneben die laufende Miete zahlt. Auch für das Licht und die Müllabfuhr muß man Depots hinterlege״, die man beim Auszug zurückerhält. Die Bautätigkeit ist sehr groß, sie reicht aber bei weitem nicht für" die Bedürfnisse aus, weil bisher sehr viel vernachlässigt wurde. Wenn man sieht, unter welchen Verhältnissen die Eingeborenen zum großen Teil wohnen, ganze Familien mit 7—8 Kindern in einer Stube, von der noch oft die Hälfte ahgetcilt und anderweit vermietet ist, so kann einem angst und bange werden. Die Umgebung ist liier herrlich schön. Fünf Minuten von unserem Hause entfernt sicht man die Berge, wir haben einen wunderschönen gepflegten Wald, der noch vor zwei Jahren Urwald war. Vor kurzem ist ein Riesenspiclpiatz dort angelegt worden, mit Sportgeräten, Planschbecken und &.D״ret1 Sachen zur Belustigung der Kinder. Da er öffentlich ist, ist kein Eintritt zu zahlen, und die Kinder sind glücklich in ihrem Element. In dieser Gegend liegen wunderschöne Villen mit niedlichen, sauberen Gärten. Hier fangen auch die großen ausgezeichneten Autostraßen an. Caracas hat auch mehrere Klubs mit schön angelcgien Schwimmbädern, Tennisplätzen, Golfplätzen, und einen Reitklub. Es gibt sogar einen Kinderklub. Es genügt, wenn e 11 Angehöriger der Familie Mitglied ist, dann können d.e anderen sicli an allem gratis beteiligen. Trude Bornstein (Ein zweiter Artikel folgt.) Blick auf Caracas 'W^J*■**

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