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Jüdische Rundschau · 1938-03-29 · Heft 25 (29.3.1938) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 25 (29.3.1938)
Date
1938-03-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 7 jpmsr Nr. 25 29■ Hl, 1938 Das Emigrations-Problem Westeuropas und Amerikas selbst, an die er gerichtet ist, Widerhall finden. Uns kommt es dabei nicht auf platonische Erklärungen an, die gut gemeint sind, aber wenig Nutzen tragen, sondern auf die wirkliehe Bereitschaft, eine erhebliche Zahl jüdischer Einwanderer in den nächsten Jahren aufzunehmen. Wenn es auch vielleicht nicht möglich ist, das Millionenprobiert!, um das es sich hierbei handelt, überhaupt restlos zu lösen, so kann doch eine fühlbare Erleichterung damit geschaffen werden, und zugleich werden manche Länder, die seihst Bedarf an Arbeitskräften haben, ein arbeitsames Element empfangen. 4־t hi unserem eigenen Kreise gibt es im Zusammenhang mit dem Problem der überseeischen Auswanderung von jeher mannigfaltige Erörterungen. Immer wieder taucht dabei der Gedanke auf, daß es möglich sein müsse, die großen leeren Räume, die es in anderen Erdteilen gibt, der Besiedlung zu erschließen und liier oder da ein geschlossenes Territorium für jüdisclie Ansiedlung zu erhalten. Uns scheint, daß diese Erörterungen ein wenig akademischer Natur sind. Niemand würde sich der Möglichkeit einer solchen geschlosseneu Kolonisation von Juden \vider>et/en, wenn die Vora usset / u ״ g e 11 dafür gcgelxui wären, die nicht nur in dem Vorhandensein des 1 amles liegen, s״,u.lern auch in der Bereitschaft aktiver Elemente des jüdischen Volkes, ihre Kraft in einem solchen Werke /״ investieren, und in der materiellen fmhigkeit, die gewaltigen Mittel für ein derartiges t 'ntenn limen aus jüdischen ijucüen auf/ubringen. All diese Voraussetzungen waren bisher in keinem Falle gegeben, so daß die Diskussion um die territorialistisclien Projekte fruchtlos verlaufen ist. Bedauerlicherweise wurde dabei immer wieder der Versuch gemacht, sie gegen das jüdische P a 1 ä s t i!1 a werk atis/uspielen — ein Versuch, der ebenso sinnlos wie unproduktiv ist, da es sich hierbei um zwei miteinander überhaupt nicht vergleich bare Größen handelt. Es ist gewiß gut, wenn von jüdischer Seite für die Unterbringung der notleidenden jüdischen Massen Europas alle Möglichkeiten, die überhaupt in Frage kommen, erwogen werden, dennoch aber sollte auch weiterhin im Mittelpunkt der Anstrengungen das Ziel stehen, von den in Betracht kommenden Regierungett die Chance einer verstärkten Einwanderung zu erhalten, die sich in das Wirtschaftsleben dieser Länder mit ihren gewaltigen Dimensionen — wir denken insbesondere an die Vereinigten Staaten — verhältnismäßig leie 11 teinordnen läßt. * inmitten all dieser Sorgen und der Ungewißheit über das jüdische Schicksal beginnen wir heute, Palästina trotz allen Schwierigkeiten, die auch dort zu überwinden sind, als das Zentrum unserer Kraft zu empfinden. Stellen wir uns einen Augenblick einmal vor, daß dieses Land in seinem heutigen Zustand nicht vorhanden wäre, daß es keine Einwanderung von Juden nach Palästina gäbe, und daß all jenes an seelischen und geistigen Kräften nicht auf uns einströmtc, was heute Palästina bietet! Das jüdische Leben wäre dann kaum erträglich, es wäre der (Quelle seiner Hoffnungen beraubt, es würde uns arm und Maß erscheinen, während trotz allem, was uns bedrückt, die Hoffnungen, die von Erez Israel ausgehe״, auch unser Herz erwärmen. Dort zeigt es sich, was das jüdische Volk aus eigener Kraft vermag, daß es noch nicht in seinem Villen erlahmt ist, und dorthin teildient mit Recht die Blüte unserer Jugend, die für sich und das Volk eine neue Zukunft bereitet. Wenn wir daher in dieser Zeit -- wie schon so oft — den R u f a n d i e Völker der Welt richten: Oeffnet die Tore! Ucberlasset uns nicht einem Schicksal, dessen Basis dahinschwindet! Empfanget uns als ein Element der Kultur und des Willens zur Arbeit! — dann können wir zugleich als stärkste Begründung dieses Anspruches auch darauf hinweisen, was wir an einem Punkt der Welt, wo uns die Gelegenheit dazu gegeben war, selbst geschaffen haben — ein Unternehmen, das trotz all seiner Unvollkommenheiten und Schwierigkeiten dennoch als das Werk unserer Hände zu bestehen vermag. Das jüdische Volk hat mit dieser ,,Visitenkarte“, die seine Art wirklich kennzeichnet, weil sie von ihm selbst geschaffen wurde, sein moralisches Anrecht verstärkt, neuen Le b ensraum d r a u - ßen in der Welt zu finden, wenn ihm der alte verhören geht, und es kann diese Forderung mit Kraft und Würde vertreten. K. L. Kleine Nachrichten Der jüdische Senator Trockcnlieim hat im polnischen Senat eine Petition wegen der antijüdischen Ausscltreifimgen in Warschau-am 19. und 20. März ei 11 gereicht. An der Warschauer Technischen Hochschule kam es zu antijüdischen Ausschreitungen. In London fand eine Versammlung unter dem Vorsitz von Anthony de Rothschild statt, die sich mit der Lage der Juden in Oesterreich beschäftigte. Es wurde beschlossen, Schritte einzuleiten, um eine Hilfsaktion für sie durch- Zufuhren. Die Anteile der Akt.-Oes. für Weh waren und Bekleidung in Breslau sind auf ein arisches Konsortium übergegangen. — Das Schuhgeschäft M. Josef in Stuttgart-Bad Cannstatt ist in arischen Besitz übergegangen. Neue Auswanderer - Hilfsaktion? Initiative der Vereinigten Staaten Die amerikanische Regierung hat am 24. März an alle Staaten der westlichen Hemisphäre sowie an England, Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark, Schweden, Norwegen und die Schweiz einen Aufruf zur Zusammenarbeit in der Frage der Auswanderung gerichtet und hierüber ein Commuriique veröffentlicht, in dem cs heißt, die amerikanische Regierung sei von der Dringlichkeit des Problems der Emigration so beeindruckt, daß sie an eine Anzahl von Regierungen die Anfrage gerichtet hat, ob sie bereit wären, bei der Ein- Setzung einer speziellen Ko m m i s s i o n zum Zweck der Erleichterung der Einwanderung von Emigranten aus Österreich und Deutschland mitzutreter ernannt werden sollen, solle die Finanzierung der dringenden Auswanderung der Flüchtlinge von privaten Organisationen innerhalb der in Frage kommenden Länder erfolgen. Ferner sei hervorzuheben, daß von keinem Land verlangt werden kann, eine größere Zahl von Einwanderern aufzunehmen, als durch die bestehende Gesetzgebung gcstattet ist. Die amerikanische Regierung betont weiter, daß sie keineswegs beabsichtigt, sich in die Arbeit einzumischen, die von irgendeiner bestehenden internationalen Vertretung in der Emigrantenfrage bereits geleistet worden ist. Die Regierung habe sich veranlaßt gesehen, den Vorschlag zu machen angesichts der Dringlichkeit des Prob 1 e m s, vor dem die Welt steht, und der Notwendigkeit einer raschen gemeinsamen Aktion unter Regierungsaufsicht. Wie hierzu aus Washington gemeldet wird, soll das amerikanische Staatsdepartement die Absicht haben, 17 000 Immigranten bis zum 1. Juli dieses Jahres die Einreiseerlaubnis zu erteilen, wenn für ihren Lebensunterhalt durch private Vereinigungen Sorge getragen wird. Holland gegen Einwanderung- Von unserem Berichterstatter Den Haag, 25. März Der holländische Justizministcr hat in einem Schreiben an die Polizeibehörden der Ansicht der Regierung Ausdruck gegeben, daß es schwer m (”)glich s e i, jetzt wieder einer neuen Kategorie von Emigranten Gelegenheit zu geben, nach Holland hiucinzukommcn und hier zu bleiben. Einwande; ern aus dem früheren Oesterreich könne daher nur dann Zionistische Arbeit in der Tschechoslowakei Von unserem Berichterstatter Prag, 27. März Der neue Geschäftsführende Ausschuß des zionistischen Zcntraiverbandes hat sich diese Woche konstituiert und zu seinem Vorsitzenden Dr. Paul März gewählt. Dr. März ist ein würdiger Nachfolger f>r. Rufeisens, der sich von der aktiven zionistischen Tätigkeit nicht zurückgezogen hat, sondern als Mitglied der neuen Leitung das Ressort ״Vertretung gegenüber der zionistischen Weltorganisation und Wirtschaftsdienst‘‘ übernommen hat. Dr. März genießt in allen Kreisen des Zioni.mus und der Judenlieit größtes Ansehen. Er vertrat die tschechoslowakischen Zionisten als Delegierter beim letzten Kongreß. Am 21 Marz weilte das Mitglied der Zionistischen Exekutive, Jizchak Grün bäum, in Prag und erstattete einer vom Zionistischen Distriktskornitee einberufenen Vertrauensmänncrversammlung ein ausführliches Referat über die A. C.- Sitzung in London. Er besprach dabei ausführlich die Lage des Zionismus sowie die wirtschaftliche Situation in Palästina, ferner die Maßnahmen, welche für die nächste Zeit zu treffen sind. Demnächst wird eine neue zionistische Zeitung in slowakiseher Sprache ״Zidovskd Noviny“ (Jüdische Zeitung) in Bratislava zu erscheinen beginnen. Damit wird einem merklichen Bedürfnis entsprochen werden, das sich aus der sprachlichen Umorientierung des in der Slowakei lebenden Judentums ergibt. Die Chefredaktion der Zeitung wird Dr. Oskar Neu mann innehaben. Am 24. März fand in Prag die Generalversammlung der tschechoslowakischpalästinensischen Hand eis kämm er unter starker Beteiligung der hiesigen Wirtschaftskreise statt. Aus dem Berichte der Kammer geht hervor, daß sich der tschechoslowakische Export nach Palästina im Jahre 1937 auf 60 Millionen Kronen belief. Die vom K K L in der Tschechoslowakei aufgelegte A n - leihe hatte einen vollen Erfolg. Die erste Tranche wurde in kürzester Frist gezeichnet. Der KKL trifft alle Vorbercitungen zu seiner großen Galil-Aktion, die im ganzen Gebiete der Republik durchgeführt werden wird. Wie es heißt, soll Ussischkin zur Mitwirkung bei dieser Aktion in die Tschechoslowakei kommen. Vor ausverkauftem Hause ging am 20. März der Film ״A w od a h“ in Szene. Ueher ״Die Lage der Juden“ sprach im (bellt besetzten Saal des Beth Haam am 21. März Dr. Angelo Goldstein. In derselben Versammlung referierte Dow B i e g u n über ״Die Lage in Palästina“. Aufenthaltserlaubnis und Zulassung gewahrt werden, wenn sie im Besitze eines Passes sind, der noch mindestens zwei Monate gültig ist, und ferner einer Erklärung der deutschen Behörden, daß der Inhalier ungehindert nach Deutschland bzw. Oesterreich zurückkehren könne. Zur Bewilligung eines Gesuches um vorübergehen d c n Aufenthal t muß der Besitz von mindestens 50D österreichischen Schillingen oder eines gleichwertigen Betrages in anderer Währung nachgewiesen werden; für die ständige Niederlassung wird ein Mindestbetrag von 19 000 Gulden oder deren Gegen* wert verlangt (die Zulassung schließt nicht die ständige Auf* enthaltserlauhnis ein, über die entschieden wird, nachdem der Einwanderer in Holland ist). Es muß das wirkliche Bestehen des für die Zuwanderung angegebenen Grundes glaubhaft ge* macht werden. Der Paß muß vom holländischen Grenzposten gestempelt sein. Sollten in einem besonderen Falle bestimmte Umstände vorliegen, die Veranlassung zur Zulassung auch ohne Vorliegen der genannten Vorbedingungen geben könnten, so soll diese Zulassung nur möglich sein, nachdem, der Inspektor den Büros für Grenzbewachung und Frenulendienst in iJebereinstimmung mit dem zuständigen Ministerium‘ Oe* nchmigung hierzu erteilt hat. Jüdische Hillsarbeit 14er Oberrabbiner von Amsterdam hat an die Gemeinde einen Brief gerichtet, in dem er zu großzügigen Gaben für die Unterstützung der aus Oesterreich Eingcwnnderten und zur Erweiterung'der Aufnahmefähigkeit Palästinas aufruft. Gelegentlich des fünfzigjährigen Bestehens des Coinite voor bijzondere Joodsche belangen wurde eine Sitzung abgelialten. Der Vorsitzende des Comiies, A. Ass eher, sprach den Regierungsstellen, den Gemeindeverwaltungen und den vielen Niehtjuden, die durch ihre Beiträge das Hilfswerk unterstützt haben, Dank für ihre Mitwirkung aus. Er wies ferner darauf hin, daß bereits 5000 Emigranten mit Hilfe des Komitees von Holland aus weitergewamlert sind. 11040 Perseinen hat man mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Auf. gewendet wurden in den letzten fünf Jahren für Auswanderung 323 000 Gulden, an Unterstützungen 1 515 0< 0 Gulden, und an Darlehen 65 000 Gulden, insgesamt nahezu zwei Millionen Gulden. Hiife kam auch von seiten des Joint Distribution Committee, der Hicem und des Council for German Jewry. Die Deventer- Vereinigung zur Ausbildung von Pa* lästina-Pionieren hat jetzt auch eine Reihe von Cha* luzim aus Oesterreich zur Ausbildung in Holland übernommen. Kürzlich fand eine Tagung aller in Holland arbeitenden Chaluzim in Deventer statt. Beginnende Klärung Von unserem Wiener Berichterstatter J. R., Wien, 27. Marz Nach zwei Wochen der Ungewißheit lassen sich Konturen einer beginnenden Klärung hinsichtlich des Einsetzens einer innerjüdischen Arbeit in Wien wahriiehmen. Es ist begründete Hoffnung vorhanden, daß in absehbarer Zeit mit einer Wiederaufnahme vor allem der zionistischen T ä t i g k e i t gerechnet werden darf. Erschwerend wirkte für die Wiener Juden in diesen Tagen der Umstand, daß keine jüdische Stelle oder Instanz vorhanden war, die den jüdischen Menschen zur Seite gestanden hätte. Die Ereignisse der jüngsten Zeit stellen aber eine besonders starke Anforderung an eine sofortige Hilfstätigkeit. Hat doch das ohnedies enorme Heer der im sozialen Fürsorgekataster der Jüdischen Gemeinde geführten Unterstützungsbedürftigen, das ja schon früher die Zahl von 60 000 Seelen, also einem Drittel der gesamten jüdischen Bevölkerung Oesterreichs, umfaßt, begreiflicherweise eine weitere Vergrößerung erfahren. Der Beginn der jüdischen Arbeit ist um so dringender, als in weiten Kreisen der jüdischen Bevölkerung durch das Fehlen von geeigneten Informationsstellen, insbesondere beziiglich Auswanderungsmögiichkeiten, phantastische Vorsteilungen über diesen Fragenkomplex herrschen. Hier wird sich ein gewaltiges Feld der jüdischen Arbeit eröffnen. Sie ward sich zunächst auf richtige Informationscrteilung und Ratschläge erstrecken müssen, um die vielen Auswanderungswilligen vor Illusionen und übereilten Unternchmungen zu schützen. Von der neuen Palästina-Kommission Wie Ormsby-Gore im Unterhaus mitteilt, wird das vierte Mitglied der neuen Palästina-Kommission demnächst ernannt werden. Er teilte weiterhin auf eine Anfrage mit, daß seiner Ansicht nach die Mitglieder der Kommission die Bedeutung einer möglichsten Beschleunigung ihrer Untersuchungen voll erkennen würden. Verantwortlicher Redakteur! Dr. Robert Welt sch, Berlin-CharL 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenitein, Berlin W 15. Anzeigenleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Fin n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1936. Verlag und Anzeigcnvcrwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Mcir.ckestr. 10. D.A.IV/1837 28 80a — Druck: Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg Verbot der Schechita in Polen Von unserem Berichterstatter Warschau, 26. März Die polnische Judenlieit steht vor neuen schwierigen Aufgaben. Im Laufe einer Woche wurden im Parlament einige Gesetze verabschiedet, deren Wirkungen für die jüdische Bevölkerung von großer Tragweite sein werden. In der bisherigen Struktur der Rechtssnwaltskamin ern wurden schwerwiegende Aenderungen vorgenommen, durch die in Zukunft neuer Zugang von Juden zu diesem Beruf fast ganz unmöglich gemacht wird. Gestern wurde im Sejm der Antrag, die rituelle Schechita überhaupt zu verbieten, a n g e n o m - men. Die Vertreter der Regierung haben sich sowohl in der Kommission als auch im Sejmplenum gegen diesen Vorschlag ausgesprochen und darauf hingewiesen, daß ein soidies Verbot (bisher war die Menge des rituell geschlachteten Viehes nur kontingentiert) der polnischen Landwirtschaft großen Schaden zufügen werde. Die jüdischen Abgeordneten Rabbiner R u b i n s t e i n, Dr. Sommerstein und M i n zberg haben den jüdischen Standpunkt verteidigt. Infolge dieses schwerwiegenden Beschlusses finden seit einigen Tagen Beratungen der Rabbiner und Vorsteher jüdischer Gemeinden zusammen init dem jüdischen Partamentskluh statt, und es werden Schritte unternommen, um noch im letzten Augenblick die Einführung dieses Gesetzes zu verhindern. Das ebenfalls in den letzten Tagen beschlossene Gesetz wegen Ausbürgerung derjenigen polnischen Staatsbürger, welche länger als fünf Jahre im Auslande wohnen und keinen Kontakt mit der polnischen Republik aufrechterhaiten haben, ruft hier bei vielen, die Verwandte im Auslände haben, große Besorgnis hervor. Durch dieses Gesetz können Tausende polnischer Juden, die seit mehreren' Jahren im Auslande wohneu, in große Schwierigkeiten geraten. . . . und in Rumänien In Rumänien wurde durch eine Verordnung des Ackerbauininisters das Schlachten von Tieren ohne vorherige Betaubring verboten.

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