Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 21 (15.3.1938)
- Date
- 1938-03-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2653549-2653561--31917-2683606- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 21, 15. III. 1938 Zionistentag m der Tschechoslowakei Dr. Rufeisen zurückgetreten Bei dem Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung der Tschechoslowakei, die in der vorigen Woche in Mährisch-Ostrau stattfand, ist der langjährige Präsident der dortigen Zionistischen Organisation, Dr. Josef Ruf eisen, von seinem Amte zurückgetreten. Anlaß zum Rücktritt war keineswegs ein sachlicher Konflikt, sondern der Wunsch des Vorsitzenden, nach langen Jahren schwerer Arbeit von der Würde des Amtes befreit zu werden. Die Tagung brachte Dr. Rufeisen, der den Zionistentag mit einem umfassenden Referat über die zionistische Lage eröffnete, lebhafte Ovationen dar. Rufeisen ist weit über die Grenzen der Tschecho- Slowakei innerhalb des Zionismus bekannt und beliebt. Er ist ein Mann von echter zionistischer Bildung, der schon vor vielen Jahren, als viele Zionisten sich mit propagandistischer Tätigkeit begnügten, die sachlichen Unterlagen des Zionismus studierte, vor allem die Palästina-Kunde Deherrschte und auch Hebräisch lernte. In der Nachkriegszeit hat er sich auch aut Kongressen hervorgetan und war mehrmals Präsident der Palästina-Kommission des Kongresses. Rufeisen gehört zu den führenden Mitgliedern der Gruppe A der Allgerneinen Zionisten und zeichnete sich stets durch nüchternen Blick und realpolitische Einsicht aus. Unmittelbar nach dem Zionistentag in Mährisch-Ostrau hat sich Ruf eisen sowie der jüdischnationale Abgeordnete der Tschechoslowakei, Dr. Goldstein, zur A.-C.-Sitzung nach London begeben. Bei den Neuwahlen nach dem Rücktritt Dr. Rufeisens wurde foleender geschäftsführende Ausschuß gewählt: Martha Berger, Leo Eisner, Friedrich Frankel, Ferdinand Hojda, I>r. Franz Kahn, Dr. Leon Kornblüh, Dr. Paul März, Sigmund Schmerler, Kurt Thiebergcr, Dr. H. B. Züdor. Vor dem Zionistentag fand eine zionistische Jugendkonferenz in Mährisch-Ostrau statt, die Vertreter aller Jugendbünde des ganzen Staates vereinigte und bei der alle die Jugend interessierenden Fragen eingehend in Referaten und Diskussionen behandelt wurden, vor allem Fragen der Palästina-Arbeit und der Hachscharah. Das holländische Hilfswerk Von unserem Berichterstatter Den Haag, 11. März Das holländische ״Comitd voor Joodsche vluchtelingen“, das in diesem Monat auf eine fünfjährige Tätigkeit zurückblicken kann, legt in seinem Jahresbericht Rechenschaft ab über das, was es im vergangenen Jahre 1937 für die aus Deutschland gekommenen Juden getan hat. Die Zahl der aus Deutschland zuwandernden Juden nimmt zu. Waren es im Jahre 1935 547 Juden, die sich hilfesuchend an das Komitee wandten, so stieg die Zahl im Jahre 1936 auf 1110 und im Jahre 1937 aut 1395, Waren im Januar 1937 654 Personen vollständig vom Komitee abhängig, so stieg die Zahl Ende Dezember aut 802, während 2229 Personen einzelne Unterstützungen erhielten. Auf verschiedene Weise wurde versucht, diesen Mensehen zu einer Existenz zu verhelfen. Mehr als bisher wurde mit Instanzen außerhalb Amsterdams Kontakt gesucht. Das Komitee stellt fest, daß die Behörden die Frage der A r b e i t s ־ fenehmieungen auf entgegenkommende Weise behandelt aben, so daß 1m allgemeinen unnötige Härten vermieden wurden. Das neue Gesetz, das auch die Errichtung einer selbständigen Existenz für Ausländer von einer Genehmigung abhängig macht, bietet ein ernstes Hindernis. Im allgemeinen ist die Regierung geneigt, Holland nur als Durchgangsland anzusdien und nicht als Land für die Niederlassung von Juden aus Deutschland. Das Komitee hofft, daß das neue Gesetz so altgewendet werden wird, daß wenigstens diejenigen Einwanderer, die ihre letzten Mittel in einem Betrieb angelegt haben, diesen fort>e;zen Können. Das Komitee sieht mit Rücksicht aut die Siebung der Regierung davon ab, eine Reihe von ballen, die in das Gebiet der Alters- und Armeafürsotge gehören, haben die Jüdischen Gemeinden ihre Unterstützung gewährt. Mit Rücksicht auf künftige Auswanderung wurden Lchrliiigsstelicn beschafft, für die die Arbeit.cgenehmigung zum Teil mit der ausdrücklichen Bedingung der Auswanderung nach erfolgter Ausbildung erteilt wurde. Im Jüdischen Werkdorf W i e r i 11 g e 11 wurden 26 um! durch die durch ihre Arbeit auf dem Gebiete der Pai.Miua-Yorbereitung bekannte ״Devcnter Yen■eitiging“ 15 junge Leute auf Kosten des Komitees ausgebildet. Die größte Bedeutung komm; der Arbeit des Komitees für die Versorgung der Weiterwandernden mit Reisepapieren, Visen, Fahrgeld und vielfach auch der nötigen Kleidung zu. Die Wanderung in andere europäische Länder ging von 1064 im Jahre 19 33 auf 65 im Jahre 1037 /uruek. Dagegen stieg Australier!, wahrend der Rest sieh auf vierzehn andere Länder verteilt. Dieses Hilfswerk erfordert große bum men. Der Gesamtbetrag der eingegangenen Gelder stieg von 235 000 Oulden im Jahre 1936 auf nahezu 325 000 Gulden im vergangenen Jahre. Hierzu kamen dann noch 150000 Gulden vom American Joint Distribution Committee und 56 000 Gulden von der Hicetn. _ Der Pariser Makkabi-Kongreß Von unserem Berichterstatter K., P a r i s, im März. Auf dem Makkabikongrcß, der in diesen Tagen in Paris abgehalten wurde, waren 21 Länder durch 85 Delegierte vertreten. Zu Beginn des Kongresses wurde in der großen Pariser Synagoge ein Gottesdienst abgehalten. Der Kongreß stand unter dem Vorsitz von O. Pernikoff und wurde durch eine Ansprache des früheren französischen Ministers Louis Roll in eröffnet. Es wurden im Verlauf des Kongresses eine Anzahl wichtiger Beschlüsse gefaßt: die III. Makkabiah findet (wie bereits gemeldet. — Red.) im Jahre 1939 in Tel Aviv statt. Die Exekutive des Makkabi wurde beauftragt, auch andere jüdische Sportorgan isationen zur Beteiligung an der Makkabiah cinzuladen. Von der Jewislt Agency wurde die Gründung einer Schule für Sportlehrer in Palästina verlangt. Der Makkabi appelliert an die nationalen Fonds, die Fertigstellung der Kolonie Kfar- Makkabi zu ermöglichen. Die Grundlagen einer Gesellschaft der Freunde des .Makkabi wurden auf dem Kongreß gelegt. Bei den Yorstandswahlen wurde wieder der bisherige Ehrenvorsitzend« Lord Melchett zum Ehrenpräsidenten gewählt. Professor ßrodetzky und eine Anzahl anderer Mitglieder des Zionistischen Aktions-Comitcs wurden in das Komitee des Makkabi gewählt, ebenso O. Pernikoff und Leo Kaminski. Kongreil der jüdischen Jugend Das Koordiiuit:!■n>k(׳n:itee der pro-paläs1mcnsL«che!1 Jugend sehen* Jugend nach Faids einberufen. Aut "diesem* Kongreß werden Referate über die Lage der jüdischen Jugend in der Welt, über die jüdische Jugend in Palästina, über Erziehungsfragen usw. gehalten werden. Die Konferenz hat die• Aufgabe, ein Arbeitsprogramm für die jüdische Jugend zu entwerfen, das die Aktivität der jungen jüdischen Kräfte für Palästina aus- Werten soll. Jüdischer Künstlerverband Eine Anzahl in Paris lebender jüdischer Künstler haben sich zu einer Gruppe unter dem Namen ״Union des Artistes Juits ä Paris“ zusaimuengcschlossen und haben ein Heim mit einer Permarienzaussteilung eröffnet. Die Ausstellung, die etwa 30 jüdische Maler und Bildhauer, teilweise bekannte Namen, umfaßt, steht auf einem bemerkenswert hohen Niveau. Von den zahlreichen wertvollen Beiträgen zur Aus- Stellung lieben wir eine Hafenlandschaft von Kisling, ein orientalisches Frauenhildnis von Kars, Landschaften von Landau, eine Arbeit des palästinensischen Malers Schor, ein Stillcbcn der aus Deutschland stammenden Malerin Auerbach, bemerkenswerte figürliche Darstellungen von Leon Zak usw. sowie Plastiken von Indenbaum, Cytriniwisz, Luschansky usw. hervor. Der bekannte Pariser Kunsthändler Georges Wildenstein ist von der französischen Regierung zrum Kommandeur der Ehrenlegion ernannt worden. Kleine Nachrichten Der estnische Staatspräsident hat dem Vorsitzenden des jüdischen autonomen Gemeindeverbandes Hirsch Aiscnstadt anläßlich der 20jährigen estnischen Unabhängig- Reit einen hohen Orden verliehen. Der Staatspräsident empfing Vertreter der estnischen Juden und betonte, daß es keine antisemitische Bewegung in Estland gebe. Die jüdische Minderheit werde von der Regierung als loyale Minorität betrachtet. In der Stadt Wengrow im Distrikt Warschau kam es an einem Markttage zu antijüdischen Ausschreitungen. Im polnischen Senat sprach Oberrabbiner Dr. Schorr während der Budgetdebatte über die Lage der polnisehen Juden. An der Universität in Kowno kam es zu antijüdischen Ausschreitungen. Der Universitätssenat verurteilte die Exzesse und beschloß energische Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ordnung. In der Jeschiwa von Slobodka (Litauen) brach ein Studentenstreik aus. Der Grund des Streikes ist die Forderung der Studenten auf Erhöhung ihrer Unterstützungen im Hinblick darauf, daß dieses jüdische Jahr als Schaltjahr dreizehn Monate hat. Im Zusammenhang mit dem Ucbergang bisher noch in den Händen der Familien Bernstein, Frank und Sachs befindlieber Aktienpakete auf eine Bankengruppe sind Otto Schicsinger, Kurt Bernstein und Erich Sachs aus dem Vorstand Imv. der Leitung der Marschei Frank Sachs A. - G.!n Chemnitz (Trikotageiifahrikcn) ausgeschieden. Das Aktienkapital der Gebrüder S i 1 b e r in a n n & Co. Hutfabrik A.-O., B r a n d e n b 11 r g ' H a v e 1, ist in andere Hände übergegangen. Das Vorstandsmitglied Direktor Dr. Gaston Liebesehütz und der Prokurist Edgar Liebeschütz sind ausgeschieden. Der Firmenname ist geändert und lautet jetzt ״Märkische Hutfabrik A.-G., Brandenburg Havel“. Prof. Rudolf Samuel, Pli, D., F. Inst. P,, vom ״Haifaer Technikum“ hielt im Chemischen Institut des ״University College“ in London eine Vorlesung über die Entwicklung und neuen Ergebnisse seiner Wissenschaftliehen Forschungen aut dem Gebiete der Grundfragen der chemischen Bindung. Professor K. C. Ingold, F. R. S, führte den Vorsitz und begrüßte eine Anzahl von Gästen. Prof. Samuel (trüber in Breslau, und den älteren Zionisten Deutschlands bekannt) berichtete dann über seine Arbeiten über kontinuierliche Absorptionsspektren inorganischer Moleküle, die teils in einem früheren Institut in der ״Muslim University“ in Aligarh (Indien), und teils im letzten Jahr in Palästina ausgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen einen verschiedenen Zerfall solcher Moleküle unter dem Einfluß des Lichts, je nach dem Valcnzzustand des Zentralatoms. Gleichzeitig erlatiben sie, Energien der Einzelbindungen zu bestimmen. Sie fuhren ferner zu gewissen Verstellungen über die Elektronenkonfiguration in innen, die mit der von Heitler und London begründeten Elektronen-Paar-Theoric der chemischen Bindung iibereinstimmen. Eine Anwendung dieser Resultate führt zu einer neuen Auffassung über den Mechanismus der Photo- Dissoziation organischer Moleküle. Diese neue Theorie wurde im vergangenen Sommer experimentell in Zusammenarbeit mit Dr. E, Bergmann im Daniei-Sieff-Institut in Rechowoth erfolgreich geprüft und scheint zu einer neuen Auffassung der Elementarprozesse organischer Moleküle zu führen. — An die Vorlesung schloß sich eine lange und aufschlußreiche Diskussion an, in der Prof. Samuel eine große Anzahl von Fragen beantwortete. Prof. I n g o 1 d hielt das Schlußwort. Zum Tode von Ludwig Werthelmer. In dem am 9. März plötzlich verstorbenen Justizrat und Professor Ludwig Wertheimer (Frankfurt a, M.l verliert die Rechtswissenschaft einen der Männer, die in glücklicher Weise praktischen Sinn und hervorragende praktische Betätigung miteinander verbanden. Er gehörte zu den hervorragenden Vertretern seines Faches in Frankfurt a. M., zugleich aber auch zu den Männern, die von Anbeginn an der neu gegründeten Universität Frankfurt als Rechtslehrer wirkten. Sein Arbeitsgebiet war weit gespannt: Es umfaßte den Gewerblichen Rechtsschutz, auf dem er sich durch zahlreiche Arbeiten von wissenschaftlicher Tiefe und praktischem Sinn auszeichnete. Sein Kommentar zum Gebrauchsmustergesetz legte Zeugnis ab von seiner Kunst, mit wenig Worten viel zu sagen. Das Jahrbuch ״Ibir“ zeigte ihn als ausgezeichneten Organisator wissenschaftlicher Arbeit, vor allem aber war es das Gebiet des Rechts der Handels- Gesellschaften, dem er ln Theorie und Praxis diente. Seine Schaffenskraft trat in der in den letzten Tagen erschienenen rechtsvergleichenden Studie ״Ueber die Reform des Aktienrechts in Deutschland und in der Schweiz“ (im ״Jahrbuch des vergleichenden Rechts“) hervor. J. M. Felix Langer* Komödie ״Die Welt als Theater“ gelangte am Landestheater in Brünn zur Uraufführung in tsenechischer Sprache. Zionistentag in Essen Am 6. März fand in Essen der Zionistentag für Rheinland und Westtalen statt. Ueber 500 Zionisten waren erschienen. Nach Begrüßungsworten der Herren Dr. Neuberger, Dr. Westfeld, Heinrich Auerbach und Rabbiner Dr. Hahn ergriff Dr. Josephthal das Wort zu dem Thema: ״Zur gegenwärtigen jüdischen Situation“. Er betonte die Not- Wendigkeit eines planmäßigen Einsatzes der jüdischen Jugend für Palästina. Die Hachscharah habe heute einen so großen Umfang wie noch nie. Leider mache ein Teil der jüdischen lung'en in der zionistischen Palästinapolitik. Wir könnten fn diesem Augenblick nichts anderes tun, als Tatsachen in Palästina zu schaffen, Boden zu kaufen und Stein auf Stein zu setzen. Zum Schluß behandelte der Referent die Frage, was der Zionismus denen geben könne, deren wirtschaftliche Not er zu lösen nicht in der Lage sei. Der Sinn eines jüdischen Lebens könne mir darin bestehen, teilzunehmcti an einer Aufgabe, die das Leben des jüdischen Volkes rechtfertige, teilzunehmen am Aufbau Erez Israels. Das Referat klang aus in dem Wunsch, daß sich alle zu einer Front für Palästina zusammenfinden sollten, für die das Wort ״Volk“ noch etwas bedeute. — Nach den Kommissionssitzungen der Wizo (Leitung: Frau Flörsheim, Düsseldorf), des K. H. (Leitung Abraham, Berlin), des KKL (Leitung Erich Frank, Dortmund), der zionistischen Arbeit (Leitung Dr. Ikenberg, Düsseldorf), des Misrachi (Leitung Moritz Kanarek, Düsseidorf), sowie der zionistischen Jugend sprach Dr. Franz Meyer, Berlin, über: ״Palästina 1933 — Das Land und seine Wirkung in der jüdischen Welt“. Die politische Unsicherheit habe nachteilige Folgen für die Palästina-Wirtschaft; aber die pessimistische Reaktion der Golah finde in der Wirklichkeit keinerlei Stütze. Die Palästina-Wirtschaft habe eine ewissc Selbständigkeit erreicht. Die Lage auf dem Lande sei esscr als iti den Städten. Viele Menschen seien mit einer falsehen Einstellung ins Land gekommen. Besonders schwierig sei die Einordnung der älteren Menschen. Viele hätten sien für reicher gehalten als sie seien und vergessen, daß es entscheidend darauf ankomme, in welcher weise sie ihr Geld investierten. Dr. Meyer kam sodann auf die vorgeschlagcnetP Grenzen für den zukünftigen Judenstaat zu sprechen, und kam zu der Forderung, im Galil in der nächsten Zeit soviel Boden zu erwerben, wie möglich sei. Schließlich erörterte der Redner die Frage der Alijah und des Transfers. Er teilte mit, daß die Hoffnung bestehe, durch Zurverfügungstellung von Geldern seitens der jüdischen Hilfsorganisationen 1000 zusätzliehe Zertifikate für Palästina zu erhalten. Der Prozentsatz der D-Zertifikate habe im Jahre 1937 35 0״ betragen. Zum Schluß behandelte der Referent das Problem Palästina und Uebcrsee und betonte, daß in Uebersee in der Landwirtschaft und im Handwerk für Juden nur sehr geringe Chancen vorhanden seien. Nach einer kurzen Aussprache, an der sich die Herren Goldstein und Gerschonowitz, Essen, beteiligten, sowie nach Schlußworten von Dr. Josephthal, Dr. Meyer und Dr. Neuberger wurde die Tagung mit dem Gesang der Hatikwah geschlossen. _ Welz.mann* ״Reden und Aufsätze“. Wir haben bereits in der ״Jüdischen Rundschau“ aut die von der ״Hitachduth Olej Germania“ (Tel Aviv) veranstaltete Sammlung von Reden und Aufsätzen von Chain! Weizmann in deutscher Sprache hingewiesen (Nr. 60 1937). Wie nun mitgeteilt wird, wird dieses Ruch in einer Sonderausgabe für Deutsch* land im Verlag Erwin Löwe, Berlin W 50, erscheinen. Wir hoffen, daß das Buch auch in Deutschland eine große Verbrei* tung finden wird. Der Verlag hat bis zum 15. März eine ver* billigte Subskription ausgeschrieben. Kunstnachrichten aus Holland, Unser Haager Bericht• erstatter schreibt uns: Das bedcutsamtc Ereignis im holländischen Musikleben war ohne Zweifel die Aufführung von Mahlers Neunter Sinfonie durch Bruno Walter mit dem Concertgcbouw-Orchestcr. Königin Wilheimina wohnte dem Konzert, das nach der ersten Amsterdamer Aufführung in Den Haag wiederholt wurde, bei. — Benno Moiseiwitch, der bekannte Pianist, spielte mit dem Haager Residentic-Orkest unter Leitung von Prof. Georg Szell aas Bes-Moll-Klavierkonzert von Tschaikowsky. Auch diesem Konzert wohnte die Königin bei. SUbzte SfrtiteteigM&se■ Bar Kochba Hakoah zweimal Berliner Meister. Die Meisterschaften der Berliner Spielausschüsse Im Handball und Fußball sind bereits vor Ablauf der Rundenspiele entschieden. Nachdem die Handballmannschaft des Bar Kochba-Hakoah durch ihren 9:5־Sieg über den JSK. ihren Punktvorsprung so weit vergrößert hatte, daß sie nicht mehr zu erreichen ist, hat sich nun am letzten Sonntag auch die Fußballmannschaft durch das unentschiedene Spiel gegen die JSG. (1:1) die Meisterschaft endgültig gesichert. GEMEINDEABEND aus Anlaß der Anwesenheit von Dr. Arthur Ruppln—Jerusalem, Leiter der Zentralstelle für die Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Palästina SYNAGOGE PRINZREGENTENSTRASSE, Montag, 21. März, 20.30 Uhr Begrüßungen: Direktor Heinrich Stahl« Rabbiner Dr. Leo Baeck DR. ARTHUR RUPPIN: UNSER PALÄSTINA / Von Ausbau, Kamp! und Zukunft Dr. Michael Traubt Bericht Ober die jüngste palästina-politische Entwicklung VORSTAND DER JÜDISCHEN GEMEINDE BERLIN JEWISH AGENCY FOR PALESTINE