Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 21 (15.3.1938)
- Date
- 1938-03-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 21, 15. III. 1938 Die Judenheit Oesterreichs offizielle Judentum Deutschlands und Oesterreichs hat ihn damals nicht verstanden. Aber die unwiderstehliche Macht einer inneren Notwendigkeit hat die nationaljüdische Bewegung geschaffen. Die Juden lernten langsam wieder, daß Ihr Schicksal In ihrem Jude-Sein Hegt. Gewiß haben die Juden dort, wo sie geboren und aufgewachsen sind, ein starkes Heimatsgefiihl, gewiß streben sie, wo das möglich ist, zu einer aktiven Mitwirkung am produktiven Aufbau von Wirtschaft und Kultur. Die Mitarbeit der Juden aber ist immer ein Problem gewesen; die psychische und soziale Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden ist nicht völlig geklärt worden. Das Streben der Juden nach voller rechtlicher Eingliederung hat eine lange Geschichte. Unsere Generation durchlebt das Ende dieser Epoche. Zwischen den Judenheiten Mitteleuropas bestand stets eine enge schicksalsmäßige Verbindung. Diese bezog sich sowohl auf die äußere Stellung der Juden, die im Laufe des 19. Jahrhunderts in den verschiedenen damaligen Staaten verschiedene Stadien durchlief, als auch auf eine Gemeinsamkeit jüdischer Bestrebungen, jüdisch-geistiger Bewegungen und wissenschaftlicher Forschung. Doch gab es immer auch spezifische lokale Eigentümlichkeiten. Wien war stets eine Metropole jüdisclien Lebens. Denn diese Stadt, vor dem Weltkrieg Hauptstadt eines Reiches, zu dem kulturell so entgegengesetzte Gebiete wie etwa Galizien und die Alpenländer gehörten, war auch für die Judenheit jenes verschwundenen Staates ein Mittelpunkt und eine Art Schmel/tiegel. Die Verhältnisse Vorkriegs-Oesterreichs als eines Nationalitätenstaates schärften auch den Juden (beileibe nicht allen!) den Bück für das Nationalilätcnproblem. Dadurch bekam die Juden frage dort eine etwas andere Note als etwa im national einheitlichen Deutschen Reich. Niemand dachte damals daran, daß die Zugehörigkeit mancher Gebiete zu Oesterreich und damit zu Wien jemals ein Ende finden werde, wie es 1918 geschah. Aus Galizien und anderen Kronländern stammende Juden betrachteten damals Wien als ,,ihre“ Hauptstadt. Wien erhielt dadurch eine große Masse sehr armer Juden. Die Judenheit Oesterreichs, d. h. vor allem Wiens, ist seit 1918 in einer neuen eigentümlichen Position gewesen. Die sozialen und ökonomischen Verhältnisse bewirkten einen dauernden R ü c k g a n g. Die letzte Statistik der Wiener Judenheit weist für das Jahr 1937 2824 Todesfälle und nur 720 Geburten auf. Dies ist nur ein partielles Symptom der Entwicklung aus der letzten Zeit. Eine Statistik des ganzen Zeitraumes würde zeigen, wie sich die Vergreisung und der Sterbe- Überschuß in den letzten zwanzig Jahren entwickelt hat. Vor einiger Zeit wurde in einem Berichte der Wiener Kultusgeineinde hervorgehoben, daß ein Drittel der Wiener Judenschaft unterstützungsbedürftig ist. In sozialer Beziehung hatte die Wiener Judenheit stets eine andere Struktur und ein viel ungünstigeres Niveau als die Judenheiten der deutschen Städte im Reich. Große Aufgaben stehen heute vor der Wiener Judenheit, denn sie wird eine gewaltige Neuordnung auf allen Gebieten zu gewärtigen haben. Wir hoffen, daß sie die Kraft besitzen wird, die neuartigen Aufgaben zu bewältigen. Die Wiener Judenheit wird vor diesen Aufgaben nicht ganz, unvorbereitet stehen. Zwar gibt es gerade in Wien — so .wie zu Herzls Zeiten — eine Oberschicht, die weit weg von allen Sorgen des jüdischen Volkes zu stehen glaubte. Aber in den Massen der Wiener judenheit und besonders ihrer Jugend hat der n a t i o n a 1 j ü d i s e h e Gedanke zweifellos eine U m w a n d 1 u n g h e r b e i g e f ü h r t. Vergessen wir nicht, daß es die Wiener jüdische Studentenschaft war, die als erste Herzls Ruf zur nationalen Selbsthilf e der Juden aufgenommen hat. Und nach dem Weltkrieg entstand der Wiener Gemeinde ein großer geistiger Führer in der Figur von Oberrabbiner C h a j e s, der vor den Wiener Juden das Banner der Treue, Selbst- Verantwortung und positiven Volksgefühls entrollte, nachdem hundert Jahre früher der Oberrabbiner Mannheimer sie im Geist der Emanzipation und Assimilation erzogen hatte. Chajcs ist vor 10 Jahren erst fünfzigjährig gestorben, ein unersetzlicher Verlust, heute doppelt fühlbar. Die Wiener Juden verwalten sein großes Erbe, eine Tradition von Selbstachtung und Würde. Vor sechs Jahren ist die Führung der Wiener jüdischen Kultusgemeinde in die Hände der Zionisten übergegangen; die Wiener jüdische Bevölkerung hat durch ihre Wahl bewiesen, daß sie die alte assimilatorische Führung nicht mehr will. Das heißt aber, daß die oberste jüdische Behörde der Wiener Juden von einer Gruppe geführt wird, die den wirklichen Bedürfnissen des Volkes nahe ist und das Bekenntnis zum jüdischen Volke stolz bejaht. Die Gemeinde hatte ein großes soziales Werk zu letten, aber auch pädagogische Aufgaben wurden erkannt. Es gibt bereits ein jüdisches Schul werk, gekrönt von dem als vorzügliche Bildungsanstalt anerkannten jüdischen Realgymnasium unter der Leitung des bedeutenden Pädagogen und Hebraisten Direktor Viktor Kellner, der Hunderte von Jugendlichen herangezogen und mit dem hebräischen Geist eines neuen Judentums erfüllt hat. Es trägt den Namen von Chajes. Chajes selbst noch gründete (mit Adolf Böhm) ein Jüdisches Pädagogium, dessen Absolventen in aller Welt, Eine Statistik Wir haben in der Nummer vom 14. Januar d. J. in einem Bericht unseres Wiener Korrespondenten einige statistische Angaben über die Judenheit Oesterreichs veröffentlicht, die unsere Leser heute interessieren dürften. Wir wiederholen daher einige dieser Angaben. Nach dem Ergebnis der Volkszählung des Jahres 1923 wohnten im österreichischen Bundesgebiet insgesamt 220 200 Juden, und zwar in Wien 201513 und in aller! Bundesländern zusammengenommen 18 695. Die letzte Volkszählung, die in Oesterreich im Jahre 1934 durchgeführt wurde, wies bereits eine jüdische Gesamtbe Völker 11 ng im österreiehisehen Bundesgebiet von bloß 191481 und also einen Abgang von 28727 Seelen oder 13,1 ״;» auf. Davon entfiel auf Wien mit seiner damaligen J u d e 11 z a 111 von 176 034 ein Abgang von 25 479, auf die Bundesländer, die insgesamt 15 447 jüdische Einwohner hatten, ein Abgang von 3218. Innerhalb von elf Jahren betrug also die V erminderttng der jüdischen Bevölkerung in Wien 12,6 °,'o, in den Bundesländern sogar 17,3 ׳״,. Inzwischen dürfte durch den jährlich 2000—2800 betragenden Sterbeüberschuß die Zahl der Wiener Juden auf zirka 16SOOO Seelen gesunken sein. Die Zahlendetails der österreichischen Provinz sind besonders interessant: Die 15 447 österreichischen Provinzjuden verteilen sich auf acht Bundesländer. So leben gegenwärtig in Niederösterreich, der judenreichsten österreiehisehen Provinz, 7716, im Burgenland 3632, in der Steiermark 2193, in Ober Österreich 866, in Salzbürg 239, in Kärnten 269, in Tirol 365 und in V o r a r 1 - b e r g 42 Juden. Der Rückgang der Judenheit wird wie folgt illustriert: Schon sind Statistiker an der Arbeit, die ziffernmäßig ctrechnen, wann das letzte jüdische Schulkind in Wien zur Schule gelten wird. Ist doch jüngst auf Grund von Bcrechnungen des Matrikenamtes der Wiener Kultusgeineinde festgestellt worden, daß beim Anhalten des derzeitigen Bevölkerungsrückgangcs in zwei Jahren, also im Jahre 1940, kaum auch in Palästina, als Lehrer arbeiten. Auch in Oesterr e i c h ist der neue Typ des Juden, der nicht mehr sich seines Judentums schämt und unsicher hin und her schwankt, sondern den Blick in die ferne Vergangenheit der großen Zelt des jüdischen Volkes und in eine schwer zu erarbeitende jüdisehe Volkszukunft gerichtet hat. Schon 1918 war Wie1 eine Metropole der Bewegung des Aufbruchs de; jüdischen Jugend zur Pionierarbeit in Palästina. Der Hechaluz. hatte hier ein Zentrum. Die Bemühungen zur Berufgunischichtung haben nie geruht, freilich fanden sie nicht in allen jüdischen Schichten das nötige Verständnis. Die zionistische Bewegung in Oesterreich hat in der Nachkriegszeit leider an der inneren Zersplitterung gelitten. Das Gebot der Stunde, auch innerhalb des Zionismus, ist Einheit und Einigkeit. Die vielen zionistischen Gruppen und Grüppchen, die Sonderzwecke über das Gemeinsame stellen zu können meinten, konnten bisher nicht der großen Arbeit der Erziehung und Vorbereitung des jüdischen Volkes in Oesterreich, vor allem auch der geistigen und sittlichen Festigung der Menschen gewachsen sein. Wir nehmen an, daß unter nationaijüdischer Führung die Judenheit Oesterreichs sich jetzt ihre Instanzen schaffen kann, die den bevorstehenden praktischen Aufgaben zu dienen haben. Die Judenheit Oesterreichs wird durch die Vorgange, die wir erlebten, mit den Juden Deutschlands schicksalsmäßig und lebensmäßig verbunden. Ein starkes Gefühl der Gemeinschaft und Brüderlichkeit erfüllt uns. Wir sind überzeugt, daß die jüdischen Menschen in Oesterreich in tiefer seelischer Erschütterung auch die Judenfrage heute neu durchdenken. Die zionistischen Juden, die seit Jahrzehnten in tiefer Sorge die Entwicklung und die Geschicke des jüdischen Volkes ohne Scheuklappen und Selbsttäuschung betrachten und an einer inneren Renaissance, einer physischen und geistigen Regeneration, ja einer großen jüdischen Neuschöpfttng in der Form eines freien Jüdischen Nationalheims arbeiten, sind imstände, allen jenen zu helfen, die in dieser Stunde eine innere Wandlung durchmachen. Die Judenheit Oesterreichs hat ein Reservoir an wertvollen Kräften, die in die jüdische Arbeit gestellt werden können, sie hat eine Jugend, die zu neuem Leben ausziehen kann. In den Stunden der Erregung und der schweren Sorgen muß in der Judenheit ein neuer Geist der Gemeinschaff, der gegenseitigen Hilfe, der k o n - struktiven und pädagogischen Arbeit entstehen. Kleinliche Differenzen müssen überwunden werden. Wie sich äußerlich die Beziehung der Juden Oesterreichs zu der unter der Führung der Reichsvertretung stehenden Juden Deutschlands gestalten wird, läßt sich im Augenblick noch nicht voraussehen. Wir sind aber überzeugt, daß sich viele praktische Gemeinsamkeiten ergeben werden und eine echte Kooperation ent- Varantwortlicher Redakteur: Dr, Robert Welt sch, Berltn-CharL 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenstein, Berlin W 15. Anzeigenlei ter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Finn, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1936. Verlag und Anzeigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekestr. 10. D.A. IV/1937 26 800. — Druck: Siegfried Scholem, Berlirt-SchStVeberg. 640 jüdische Kinder die erste Volkssc 11 ulklasse besuchen werden, gegenüber einer Frequenz von 1000 im Jahre 1937 und 1330 im Jahre 1933. Die Ursachen dieses Abbröckelungsprozesses in der österreiehisehen Judenschaft sind wohl mannigfaltiger Art. Liegen sie auch vornehmlich in der fortschreitenden Vergreisung der jüdischen Bevölkerung, der damit verbundenen hohen Sterblichkeitsziffer, der eine unheimlich niedrige Geburtenziffer gegenübersteht, so ist doch als Gesamtmotiv dieses Zusammenschntmpfens der österreichischen Judenschaft das seit fast anderthalb Jahrzehnten vollständige Verebben jeglicher jüdischen Zuwanderung nach Oesterreich zu bezeichnen. Diese Tatsache kommt auch sehr deutlich in der Bewegung der Kultusstetierträger zum Ausdruck. Auch hier ist der Rückgang ein außerordentlicher. So waren bei den im November 1936 in Wien dtircligeführten Kultusgemeindewahleu insgesamt 45 000 jüdische Männer und Frauen wahlberechtigt. Diese Zahl, die nicht einmal ein Viertel der jüdischen Bevölkerung umfaßte, war dennoch um 9000 weniger gegenüber derf 54 000 Kultuswählern der vorletzten Wahlen im Jahre 1932. Hier liegen die Ursachen des Rückganges außer den bereits angeführten allgemeinen Umständen in der Abwanderung von Juden aus Oesterreich, also einerseits in der Rückwanderung von Ostjuden und andererseits Aus- Wanderung nach Palästina und in andere Ueberseestaaten. Freilich darf hierbei auch nicht die fortschreitende Verarmung der jüdischen Bevölkerung Wiens übersehen werden, die einen empfindlichen Abstrich an Kultassteuerzahlungen gerade in den letzten Krisenjahren notwendig machte. Folgende Zahlen demonstrieren am deutlichsten den Prozeß der Verarmung des jüdischen Mittelstandes, der es mit sich gebracht hat, daß die Zahl der Steuerzahler seit Beginn des Jahres 1929 um ein Viertel, also von 60 000 auf 45 000 im Jahre 1936, gesunken ist. Das abgeiaufenc Jahr 1937 hat auch diese Zahl der Zensiten nicht inehr erreichen können, weist aber im Fürsorgekataster die Ziffer von 65 000 Unterstützten auf. stehen kann. Die Wiener Judenheil: hat dem Gesamt- Judentum Großes geschenkt. Denken wir nur an jüdische Kunst und Literatur, an Gelehrte und Wissenschaftler. Denken wir an den Wiener Dichter des unvergängliehen ״Schlaflieds“, das heute auf den Lippen der Wiener Juden sein sollte mit seinem tröstlichen Ausklang: Ufer nur sind wir, und tief in uns rinnt Blut von Gewesenen, zu Kommenden rollt’s. Blut unserer Almen voll Unruh und Stolz In uns sind alle. Wer fühlt sich allein? Du bist ihr Leben — ihr Leben ist dein.,. ״In uns sind alle, wer fühlt sich allein?“ Die Juden, und gerade die Besten unter ihnen, haben sich in Wendestunden unserer Geschichte nie allein gefühlt; aber statt über Ereignisse zu diskutieren, gilt es, die eigenen produktiven Aufgaben in die Hand zu nehmen. Unser jüdisches Volk ist sehr in Un- Ordnung, und daher sind die Aufgaben schwer. Aber wenn wir Ernst machen, wenn wir unsere Kräfte für unsere eigene Sache einsetzen, die Härte und Entbehrungen schweren Anfangs auf uns nehmen, wer weiß, ob nicht das Wort zur Wahrheit werden wird, das einst vor 42 Jahren von Wien ausging: ״Darum glaube ich, daß ein Geschlecht wainderbarer Juden aus der Erde wachsen wird. Die Makkabäer werden wieder aufstehen.“ Der Glaube, der diesen Wiener Juden beseelte, sollte über alle Wiener Juden, ja in der Tat über alle Juden der Welt ausströmen. Der Treueid in Rumänien Der rumänische Patriarch Miron Cristea hat ln seiner Eigenschaft als Ministerpräsident an den Oberrabbiner von Rumänien ein Schreiben gerichtet. Der Patriarch spricht darin die Anerkennung des mosaischen Kults durch den Staat aus und vertilgt dann: Die mosaische Kultgemeinschaft solle am 13. März Festgottesdienste abhalten, in denen für die religiösen und staatsbürgerlichen Tugenden und für Verbrüderung und Einigkeit gepredigt werden solle. Während des Gottesdienstes oder nach seiner Beendigung solle ein Gebet für Frieden und gutes Einvernehmen unter den Menschen, für Treue zum Vaterland und Thron gesprochen werden. Ein zweites Gebet solle die Entbindung von allen ungesetzlichen Treueschwüren zum Inhalt haben. Neben jenen gesetzlichen Eiden, die für eine treue und gewissenhafte Pflichterfüllung abgelegt worden seien, solle ein einziger Treueid für König und Vaterland gültig sein. Der Verfügung des Patriarchen und Ministerpräsidenten entsprechend hat der Oberrabbiner die Abhaltung von Festgottesdiensten in allen Synagogen des Landes angeord* net. Eine entsprechende Anordnung haben Vertreterrat und Großrabbiner der rumänischen Gemeinden des spaniolischen Ritus erlassen. ln der Ausführungsverordnung zum Gesetz über die Nachprüfung der Staatsbürgerrechte wird bestimmt, daß die jüdischen Staatsangehörigen, deren Staatsbürgerrechte einer Ueberprüfung unterzogen werden, bis zur Erledigung dieser Revision an der Ausübung ihrer Berufstäti gkeit nicht gehindert werden sollen. Samtliehe Beschlüsse der .verschiedenen Berufsverbände der Rechtsanwälte, Ingenieure und sonstigen Kammern, die ihre jüdisehen Mitglieder ausgeschlossen oder ihre Praxis aufgehoben haben, werden für nichtig erklärt. Die Anwaltskamrner Bukarest hatte den jüdischen Anwälten, die dem Gesetz über die Ueberprüfung der Staatsbürgerschaften unterliegen und die daher vom Rat der Kammer einstweilen suspendiert worden waren, die Ablegung des Eides auf die neue Verfassung verweigert. Aut eine Intervention des Justizministeriums hm ist jedoch den betroffenen jüdischen Anwälten nachträglich der Treueid abgenommen worden. Der frühere Ministerpräsident Vaida Voevod hat in der rumänischen Regierung die Leitung der Angelegenheiten der nationalen Minderheiten übernommen.