Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1938-03-11 · Heft 20 (11.3.1938) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 20 (11.3.1938)
Date
1938-03-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2653549-2653560--31896-2683584
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 20, 11. III. 1938 Jüdisches aus Chile Von unserem Berichterstatter Jüdische Musiker in London Santiago, 28. Februar Die Deputiertenkammer von Chile hat mit großer Mehrheit einen Antrag angenommen, der von ver- Bchieilenen Parteien eingercicht wurde, nach welchem sich die Dcputiertenkainmer an den Präsidenten von Ecuador wendet und ihn bittet, die Maßnahmen der Regierung von Ecuador, daß die dort ansässigen Juden in einer bestimmten Zeit das Land verlassen!missen, rückgängig zu machen (was inzwischen geschehen ist. Red.), ohne daß siel! die cliileirische Dcputiertenkainmer mit dieser Bitte in die inneren Verhältnisse Lcuadors einmisehen will. Vor der Abstimmung wurde der Antrag von dem Abgeordneten Rudecindo 01• tega aufs wärmste verteidigt. — in diesen! Zusammenhang sind die Erklärungen des Gesandten von Ecuador in Chile, Vicentc Santistevan E i i z a I d e, von großer Bedeutung, die er Pressevertretern bezüglich der Judenausweisimgcn aus Ecuador gab. Der Gesandte erklärte, daß seine Regierung unter Wahrnehmung der Interessen des Landes eine Reform des Gesetzes über Ausländer in Ecuador studiert, dem alle Ausländer, ob Juden oder Nichtjuden, in gleicher Weise unterworfen wären. Der Vertreter der Hicem in Südamerika, B. Meliibovsky, hat, wie die Zeitung ״Mundo Israclita“ aus Buenos Aires meldet, nach einer Reise durch Paraguay festgestellt, daß die Gerüchte, die von einer Ausweisung der M. M. WAR BURG & CO. HAMBURG BERLINER BÜRO: TIERQARTENSTR. 2h Juden aus diesem Lande sprechen, nicht zutrefien. Mell!- bovsky hat mit dem Innenminister und hohen Poli/i-idiefs gesprochen, die ihm versicherten, daß nur ganz wenige jüdis che Personen von der Ausweisung betroffen wurden. Seit einiger Zeit erscheint in Santiago eine neue jüdische Zeitschrift ״El M 1! n d o“, die literarisch recht wertvoll ist. Die .Monatsschrift ist von allen Kreisen gut aufgenommen worden. Eindrucksvoll ist der Palästinateil. Der Präsident der Republik, Arturo Alessandri, stellte sein Bild mit Widlnung zur Veröffentlichung in der ersten Nummer zur Verfügung. Der jüdische Professor Alejandro l.ipschütz, der an einer Tagung lateinamerikanischer Aerzte in Montevideo teilnahm, ist in diesen Tagen nach Santiago zurückgekehrt und hatte mit dem Generaldirektor des chilenischen Sanitätswesens, Dr. M a c c h i a v e 11 o, eine Unterredung, der Dr, Lipsduitz davon in Kenntnis setzte, daß er zum Direktor eines medizinischen Unteisuchungsinstituis ernannt worden sei. In diesen Tagen wurde in Santiago ein Zentralkomitee geschaffen, in dem alle jüdischen Institutionen des Landes vertreten sind. Der jüdische Minen-Ingenieur Julio Melnik, der seit Jahren aktiver Zionist ist, hat von dem Industriekonzern ’Grace (len Ingenieur-Preis erhainni, der in einer Reise nach ctaii enischen Staatsuni ver abgeschlossen. . Der jüdische Schrift jüdisch Leisten Gebäude^‘”101° d״rt!g!n‘" Gemeinde" stau!" nach dem" das' alte Gebäude im Jahre!935 einem Großfeuer zum Opfer gefallen war. Hiesige Blatter meiden, daß die jüdische Rezitatorin Berta S i n g e r 111 a n mit großem Erfolg in Kolumbien gastierte, in B o g o t ä wohnten ihrem ersten Auftreten mehr außerde! Rubin tu! :sehe Zeitung״ ׳Mundo Israclita“ meldet aus res, daß die Kammermusikvereinigung von Argen- ו jüdiscln-n Komponisten Lucio Goldberg den .־is für die beste Komposition zugesprochen hat; wurde der jüdischen Sängerin Frau Ana B. de ine besondere Anerkennung ausgesprochen. Heinz Gotthilt Stockholmer Notizen Von unserem Berichterstatter H. R. Stockholm, 8. März 1038 Die Stockholmer Misrachi-Gruppe feierte ihr vierjähriges Bestehen mit einem Vortragsabend, an dem Dr. Aßr. B r o d y über den ungarischen Geiehrten Ignaz Goldzicher sprach. Der Nestor der schwedischen Gynäkologen, Professor Carl D a v i d J o s e p 11 s 0 n, beging seinen SO. Geburtstag. — Herr und Iran Prof. David Ratz haben ein psychologisches Werk, betitelt ״Gespräche mit Kindern“, in schwedischer Spiache herausgegeben, das sowohl in Fachals Laienkreisen itockholincr‘Mäzen',l״Ba״kdirektor"Olof Aschberg, stiftete ein Künstler!!״!!! für .schwedische Künstler in Paris. — in Konsertförcnigen kam unter Fritz B11 s c h s Leitung eine ״Hebräische Rhapsodie“ des Stockholmer Musikkritikers Moses Pergament zur Uraufführung. Der bekannte schwedische Komponist Kurt Atterberg he/ciciinete es als das bisher musikalisch wertvollste Werk des Komponisten. Am gleichen Abend erspielte sich Simon Barer mit Liszts Pianokonzert Nr. 1 Es-dur einen stürmischen Erfolg. Im König!. Dramatischen Theater erlebte Franz Molnärs ״Delila'‘ ihre skandinavische Uraufführung in glänzender Be- Setzung der Hauptrollen. London, Anfang März Auf Ginfel klassischer Klaviermusik führte uns Arthur Schnabel mit einem Programm, das u. a. Beethovens Hammerklaviersonate und die Diabellivariationen umfaßte. Was dieser Künstler aus ihnen heranshoite, bleibt ein tiefes Erlebnis. — In eine andere Richtung scheint sein Sohn Karl Ulrich Schnabel zu gehen. Seine Domäne ist die romantische Klaviermusik mit ihrer Intimität, Betonung des Subjektiven und ihrem schnellen Wechsel der Stimmungen, wie dies sein letzter Abend mit Schumann und Brahms erwies. — Auch der zweite Klavierabend von Lili Kraus mit Mozart und Beethoven im Programm stellte die feinen pianistischen Qualitäten der Künstlerin wie Anschlagskultur und sensible Klangntiancierung ins Licht. Ihr Spiel leidet jedoch an empfindlichen rhythmischen Unebenheiten. — Ezra Ra c 111 in, ein amerikanischer Pianist, repräsentiert den typisch modernen Virtuosen, wie man ihn jenseits des Ozeans liebt. Harter, kristallklarer Anschlag, verbunden mit einer stupenden Lauf- und Grifftechnik, für die es keine Probleme zu geben scheint. — Ein seltener Genuß war Sa 10m o n s Schumann-Chopin-Abend. Hier war ein Künstler am Werk, den Temperament und Begabung zu einem hervorragenden Interpreten romantischer Klaviermusik gestempelt haben. —־ Aehnliches läßt sich von Myra Heß, Englands bedeutendster Pianistin sagen, die sich mit dem Brahms-Konzert in D-moil in einem der philharmonischen Konzerte einen exzeptionellen Erfolg erspielte. — Mit überlegener Virtuosität und beredtem Ausdruck spielte der Geiger Nathan Milstein im achten Orchesterkonzert des Rundfunks Dvoraks Violinkonzert. — In den Robert Mayer Children’s Concerts hörte man die 14jährige Ida H a e n d e I, die mit verblüffender Ausdrucksreife Chaussons ״Poeme" interpretierte. — Von Kammcrmusikabenden erwähnen wir den des ausgezeichneten i. ehner-Quartetts, das sich mit seinem klassisch zu nennenden Spiel der Beethoven-Quartette einen internationalen Ruf geschaffen hat. — An einem Vortragsabend über elekfrische Musik und Musikinstrumente, gehalten von dem bekannten Instrumentenforscher aCnon Galpin, führte Martin Taub m a n n seinen Aetherwelienapparat vor und erweckte mit dem Vortrag klassischer Musikstücke stärkstes Interesse. Ein besonderes Ereignis war die Aufführung der achten Symphonie von Gustav Mahler. Das gewaltige Werk, das bisher nur einmal in London zu hören war (1930), wurde in einem der großen Rundfunk-Konzerte unter der Leitung von Sir Henry Wood gegeben. Zur Mitwirkung waren neben acht bekannten englischen Solisten der berühmte Phiiharmonische Chor, der Frauenchor des Rundfunks und ein Chor aus der Londoner Knabencliorscliule herangezogen worden. Die Aufführung zeigte, daß das Werk mit größter Sorgfalt vorbereitet war. — An einem Ahend zeitgenössischer Orgelmusik, veranstaltet von der London Organ Music Society, wurde ein Stück ״Praeiudium und Toccate“ von Karo! Rathaus hier zum ersten Male aufgeführt. Was daran interessierte, war hauptsächlich die Uompositionstechnische Arbeit. — Die letzten der drei Werbekonzerte der Ernest Bloch-Society brachten u. a. das große Streichquartett (1916), die Klaviersonate (1935), die Suite für Bratsche und Klavier (1919) und einige in ihren impressionistischen Klangfärbungen sehr interessante Stimmungsstücke wie ״Night“, ״North“, ״Tongataboo“ und ״Nirwana“. Den Mitwirkenden, Max Rostal (Geige und Bratsche), Sela Trau (Cello), Louis Kentner (Klavier), Solomon (Klavier) und Grilier-Quartett, gebührte uneingeschränktes Lob. Dr. Mosco Carner Kleine Kunstnaclirichten Jascha H eifetz, der jüdische Violin-Virtuose, gab diese Woche ein Konzert in Prag. Nächste Woche spielt er in einem Konzert in der Pariser Großen Oper. Der Dy buk-Film, der in unserer heutigen Palästina- Ausgabe besprochen wird, ist dieser Tage in Wien in jiddischer Sprache aufgeführt worden. Der Warschauer Verlag ״Jiddische Universal- Bibliothek“, der seit vier Jahren arbeitet und bisher vierzig Bände moderner Weltliteratur in jiddischer Sprache publiziert hat, veröffentlicht jetzt u. a. zwei Bände von Franz Werfel, eine Monographie über Rabbi Nachman Brazlawer von Hiilel Zeitlin, ein dreibändiges Werk ״Auf den Wegen der neuen europäischen Literatur“ von J. Rappaport und ״Jüdische Dichter und Künstler“ von M. Kitai. Professor Gerhard Scholen! von der Universität Jerusalem befindet sich in New York, um eine Reihe von Oast- Vorlesungen aus dem Gebiet der Kabbala zu halten. Umfiuh$1 i*t de* Welt Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen Nr. 183. James Bauer, Filmregisseur, bis 1933 in Zehlcndort, wird gesucht von Dr. E. Kahn, Jerusalem, Abessynienstr. House I)r. Rosenthal. Nr. 184. Die Nachkommen von Moses Tannenbaum, zuletzt Libingsston Ale (Südamerika); ferner die Nachkommen von Nathan Levy, zuletzt Kartoga Aie (Südamerika), werden um Nachricht gebeten an Julius Levy, Mülheim (Ruhr), Wiiheiminenstr. 15. Nr. 185. Linna Zydnitzki, geb. Jakubowskl, Williamsburg, sowie ihre Kinder Ellhv und Rose werden gesucht von Frau Auguste Breitbarth, geb. Jakubowski, Berlin N 54, Christinen- Straße 30. Nr. 186. David Rosenfeld aus Ehstin (Bessarabien) und seine Kinder (letzte Adresse: Worcester, Mass., Providence Street 60, USA.); sowie sein Bruder Jakob Rosenfeld und dessen Schwester Minge werden gesucht von Riwka Schärf, Radauti (Rumänien), str. Renei 6. Nr. IST. Rachmiel Geneslaw (oder Gniesiaw) aus Dzalacin (Polen), 1913 ausgewandert nach New York, wird gesucht von Mendel Geneslaw, Falkenstein (Vogtland), Bismarckstr. 17. Nr. 1S3. Esther Haylotte; Jakob Pollack, New York, und deren Kinder werden gesucht von Frau Alma Goldschmidt, Rare de Gerlache 17, Differdingen (Luxemburg). Nr. ISO. Arnold Bonem aus Neumagen bei Trier, 1864 ausgewandert nach USA., oder dessen Kinder werden gesucht von Frau Else Zimmermann, geb. Zander, per Adresse: Beatricc Meier, Dortmund, Steinstr. 14. Nr. 100. Die Nachkommen von Nathan Lipmann Josias aus L'ricdrichstadt a. d. Eider (Kreis Schleswig) werden gesucht von L. Josias, Lokstedt bei Hamburg, walderseestr. 9. Nr. 191. Assin Fich Apoth, aus Odessa ausgewandert um 1912 nach New York, Broome Street 212 Pharmacy, wird gesucht von Renia Herzig, Berlin O 27, Holzmarktstr. 10, bei Waehsmann. Nr. 192. Feige, Ruchei, Witte und Jankef Wrubel aus Sanok; Ssure und Rische Moritz aus Sanok; Isaak und Mordche Karpf aus Bircza bei Prczmil; sowie Nüssen SchlUsseifeid aus Sanok, ausgewandert 1890—1900 nach Amerika, werden gesucht von Efraim Langsam, Köln a. Rh., Agrippastr. 40,111,' Nr. 193. Familie Dorfmann, 1905 nach Philadelphia ausgewandert, wird gesucht von Frau Hedwig Eigrad, geb. Jakobsohn, Berlin 0 27, Raupachstr. 8. Nr.!94. Die Nachkommen von Michael Hirsch aus Ooiltib, nach Australien ausgewandert, werden gesucht von Max Hirsch, Sprottati. Nr. 195. Ellen Rose, bis 1933 Berlin, und Susi Friedberg, bis 1930 Berlin, Nassauischc Str. 21, nach Polen ausgewandert, werden gesucht von Roma Tichaucr, Santiago de Chile, Casilla 6111. Nr. 196. Flora Simmon (oder Simon), Tochter von Sigmund Simmon, geb. in Hamburg um 1836, ausgewandert um 1870, zuletzt Kansas City, wird gesucht von Frau Henny Grünstein, geb. Simon, Berlin W15, Fasanenstr. 59. Nr. 197. D. Simon, ausgewandert um 1903, in Fa. The Royal Tailors u. Valet Service, Montreal, wird gesucht von Sefiua Salomon geb. Hopp, Berlin O 17, Brauner Weg 105. Nr. 198. Gussi und Flora geb. Bamm, in Chicago, Washington oder Detroit, Tächter von l.ipnmann Bamm aus Posen, werden gesucht von Frau Herta Löwenthal, geb. Wohlmann, Berlin W 30, Noliendorfplatz 6. Nr. 199. Jack und Berth Whitehouse, Fränkel und Frau Lina geb. Whitehouse, Johannesburg, sowie J. Beno, New York, werden gesucht von Siegfried Weishaus, Bcrlin-Charlottenburg, Wiclandstr. 32. Nr. 200. Mendel Rottenberg aus Bardejov CSR,, zuletzt London, wird gesucht von seinem Bruder Chaim Rothenberg, Frankfurt a. M., Rückcrtstr. 59. Die Reifeprüfung an jüdischen Privatschulen. An den nach dem Lehrplan höherer Schulen unterrichtenden jüdischen Privatschulen, die nicht mit eigenem Prüfungsrecht ausgestattet sind, soll nach einem Erlaß des Reichserziehungsministers die Reifeprüfung künftig durch einen besonderen Prüfungsausschuß unter dem Vorsitz eines staatlichen Beauf fragten abgehalten werden. Der Ausschuß soll vom Oberpräsidenten von Fall zu Lall gebildet werden. In ihn können Lehrer der jüdischen Schule, soweit sie Fachlehrer der Prüfungsfächer sind, eingegliedert werden; jedoch darf der jüdische Lehrer nicht der alleinige Vertreter seines Faches in dem Ausschuß sein. In dem Zeugnis, das auf Grund der Prüfung dieses Ausschusses erteilt werden kann, soll zum Ausdruck gebracht werden, daß der Schiller oder die Schülerin eine jüdische Privatschule besucht hat. Todesfall. Unser Wiener J. R.-Berichterstatter schreibt uns; Hier verstarb im Alter von 57 Jahren Hofrat Ernst Heilig, der frühere Direktor des Stenographenbüros im österreichischen Parlament und Leiter der Staatskorrespondenz. Der Verstorbene, der sich schon als Redakteur der Krankenversicherung / Philipp Ucko Günstigste Mügllchkelten Berlin-Wilmersdorf, Brsndenbnrglsche Straße 22 Ruf 92 74 43 früheren Reichsratskorrespondenz hervorgetan hatte, wurde im Jahre 1924 unter Bundeskanzler Dr. Seipel mit der redaktionellen Leitung der Staatskorrespondenz betraut und verblieb in dieser Stellung bis zu seiner im Jahre 1935 erfolgten Pensionierung. Hofrat Heilig galt als eine Kapazitat auf dem Gebiete der Parlarnentsstenographie. Bundespräsident Miklas verlieh ihm seinerzeit das Komturkreuz des Verdienstordens. ״Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“. Ueber ״Wandlungen in der Bibelwissenschaft“ berichtet im neuen Heft E. Urbach, der zeigt, daß sich hier ein ähnlicher Wandel wie in der klassischen Altertums- Wissenschaft vollficht: ein Uebergang zu weit größerer Behutsamkeit in der Kritik an der Ueberlieferung, sowohl hinsichtlich der Datierung der Urkunde wie bzg!. der Textkritik. Diesen Nachweis ergänzt Max Grünewald durch die Besprechung einer Tagung von Alttestamentlern. Die MGWj. ist nunmehr in ihren 82. Jahrgang eingetreten. Man abonniert die ״Monatsschrift“, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 RM. an die Gesell- Schaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7039) sendet. Im Vortrupp, Jüdischer Buchverlag, erscheint die dritte, verbesserte und überarbeitete Auflage von M. Spanier: ״Psalmen, ausgewälilt und erläutert“. Treibstoff aus Orangen. Wie wir einer Zeitungsnachricht entnehmen, wurde in Brasilien ein Verfahren zur Herstellung eines Treibstoffes aus Orangen und Zuckerrohr erfunden. Der neue Motortreibstoff sei bereits gut erprobt, und der Erfinder selbst habe damit bereits über 100 000 km in seinem Auto zurückgelegt. Vielleicht würde cs für die palästinensische Orangenindustrie lohnen, dieser Sache nachzugehcn. cfafyie. nriificji. BHi Aus der ״.HDlSCilEN RLNDBCIIAL“ v. 14. :1. 1913 7m Anschluß an die von Herrn Ussischkin vorgeschlagcncn Maßnahmen zur Förderung der Kulturarbeit in Palästina beschloß das A.-C. die Einsetzung einer Kommission, die bis zum nächsten Kongreß alle Materialien sammeln soll, die sieh auf die Gründung einer Universität in Jerusalem beziehen. ln gut informierten Gerichlskreisen in Kiew wird auf das bestimmteste versichert, daß die Befreiung Beilis' nahe bevorsieht. Berlin. ״Knackcr-F.de" oder ״Die Reise nach Palästina" heißt die Ausstaltungspos.se von Lazarus Barth, Rechtsamvalt Gronemunn und Dr. Hildesheimer. Die Uraufführang erfolgt am Sonntag, dem 23. März, mit erstklassiger Besetzung. TEPPICHHAUS ZEHTRUM Aeußerste Preise für Teppiche - Gardinen ־ Läufer Berlin C2, Spandauer StraBe 28 an der Königstraße

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.