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Jüdische Rundschau · 1938-03-08 · Heft 19 (8.3.1938) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 19 (8.3.1938)
Date
1938-03-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 JODISCHF ״׳HAU Nr. 19 8. III. 1938 Konzerte In einem Kammerkonzert lernten wir die Altistin Agnes Leimdörfer (Lenbach) kennen, eine Sängerin mit umfangrcichcm, schönem Material, das sich in der schnellen Liedbewcgung׳ gelockert und natürlich geben konnte. Sie sang u. a. eine Liedkmnpo-ition von Julian Gumpert, der als Geiger mit dem Cellisten Z e e I a n d e r und Helene Lachm a n s k i - S c 11 a 11 1 am Klavier Trios von Mozart und Tschaikowskv spielte. In einem eigenen Abend zeigte Adolf Sch werse!17 seine stimmlichen Fähigkeiten und bewies in liturgischen Gesängen seine besondere Eignung zum Kantorat. Die Stimme ist vorläufig kräftig und glanzvoll genug, seiner Manier des Kraftsingens, ohne viel Unheil anzurichten, zu widerstellen. Daß er es auch anders kann, beobachteten wir in dem für Sänger sonst heiklen Bezirk des Pianos, wo zuw eilen der Ton frei imd drneklos ausströmte. Willy Aron war ihm ein ausgezeichneter Begleiter. Alice Hannes-Cassirer sang in einem Hauskonzert hei Meyer u. a. reizvolle Lieder von Brandts-Buvs mit obligater Flöte (Flöte: Walter Schley e r; Klavier: Werner L i e b e n 111 a 1). Dieses Hauskon/ert gab auch!7ritz Lew in die Möglichkeit eines Debüts, in dem er pich als talentierter Anwärter für das pianistische Lach vorstellte; es ist ihm eine intensive Weiterbildung zu empfehlen. fn einem Liederabend bei Wachsmann bestritt Else Wachs mann den gesanglichen Teil des Programms (Klavier: Walther II i r s c h b e r g), während Gustav Sabel verdienstvollerweise sämtliche Preludes von Chopin vortrug. Einen interessanten Beitrag an neuer Musik unter der Führung Willy Arons am Klavier spendete ein Abend bei Weil neben Frauentcr/etten (gesungen von Elisabeth Dellevie, Tilly Forscher, Erna Jacob v) mit dem Liederzyklus ״Tagebuch eines Verschollene״•‘' von Janacek. In diesen Liedern, die Bernhard Chr/clitzer stimmungsmäßig ausschiirfte (Mtsolo: Man ja Bar kan), waltet eine Sprache, die von Gefühl und Empfindungen trunken ist. Im Kulturbund gab cs eine Matinee mit dem Motto ״Die Spieloper", über die Kurt Singer in charmantem Plauderton dem Publikum dozierte. Ereimutig im Auf decken der pointenreichen Beziehung der Spielarten der Opera btiffa in ihrer Befriedigung bürgerlicher Bedürfnisse reichte er uns einen loser! Strauß lockender Bluten dieser lebensbejahenden Kunst. Viele Hervorruf׳׳, herzlicher Beifall überschüttete Singer und seine Minien, die genialen Frohsinn sprühen hellen, die Kulturbnmllieblnige: Rita Atlas/, Susanne I. o e w e n - stein, Mascha B e ״ j a k r, 11 s k i, Ruth I. e h nhet g, Walter Ries, Julius Kuthan und ander•־ mehr mit Berthold Sander und Wilhelm Alt mann am Flüge!. Instruktiv war der Vortrag Dr. Anneliese Land aus Über ״Jüdische Musiker in England und Amerika‘‘. Sie entwarf das Bild der aufstrebenden MusikentWicklung in England und wies auf den Mn-ikbetrieb im modernen Amerika hin, in dem jüdische Komponisten (Copland, Gcrschwin, Berlin, Brown u. a.) eine bedeutsame Rolle spielen. Fs ist selbstverständlich, daß die Darstellung gerade dieses Themas mit vielen Beispielen (Werner B a e r, Thea S 111 e k e 11 s c h m i d t, musikalische Bewältigerin eines Programms vom dürren Klanggeäst Blochscher ״I lerbstgedichte“ bis zum svnkopierten Tanzfana! der ״Broadwav-Melodie“ von Brown) das Publikum zu lebhaftem Reifall begeisterte. Die Berliner ״Neue jüdische Triovereinigun g" (Hermann Schwarz, Mischa Winitzki und Oskar Manczvk) gab zugunsten des Künstlermittagstisches einen Kammermusikabend. Das Programm bot Sonaten von Cesar Franck und Saint-Saens; Cesar Franck bindet romantische Klangvorstellung an Gesangshögen romanischen Geschmacks: Saint-Saens ist der Musiker tjcr eleganten Salons, geschickt im Umgehen kompositorischer l.ti-ken. Im Trio von Smctana trafen sich die drei Instrumeiitaiisten. Für den Organisten Schwarz gilt es, die Umstellung auf das Klavier in Anschlag und Technik vollkommen zu überwinden: Winitzki liebt die sonoren Farben auf der Geige: der Cellist Manczvk ist ein last zu zaghafter Betreuer' seines Instruments. Dr. Jakob Schönberg In der Synagoge Piin/regentensfraßc wurde am 2. Febrtiar zugunsten der j 11 ■li-clien Winterhilfe — leider vor einem nicht sehr zahlreich erschienenen Publikum ■— Oskar Guttman ns Werk .,Bbcucliith■■ zum zweiten Male aufgeführt. Die lebensbejahende Musik, die hier ausführlich nach der Urauffiihrung im September v.!. gewürdigt wurde, hinterließ einen starken Eindruck. Cljemjo Wiimrcr setzte sich mit seiner ganzen kim-tlcn-cln•״ I Yr-üni!chkeit für die Auffülmmg ein, wirk-,am unterstutrf durch die Solisten Paula Salomo n (Lindberg) und Hanns J oh ״ ■ J acohsoh n, Chor und Orchester hatten mit den aku.-ti-chcn Schwierigkeiten des ungeeigneten Raumes zu k.impfen und legten eine Probe künstlerischer Disziplin ab. An der Orgel waltete Werner Bae r seines Amte-, Bei einem Mtisikahetid des )tidi-chcit Frauenbundes spielte Lola Croncr eine Elötensonate von Darius Milhaud. Frau A n g c r m a n t! war am Klavier eine sichere und anschmieg' Same Begleiterin, Mar/a B u r I i n setzte einen wannklingen״ den Alt'und gepflegte Vortragsweise für vier Lieder von Gerhard Goldschlag 'ein. Der Komponist vertrat seihst den Klavierpart um! begleitete auch dm von Frau Burlin vorgetragenen Gesänge von Schubert und Schumann. Zu einer (knappen) Stunde Musik hatte Friedei Lachmann (Ernesti) in das Atelier der Malerin WoHthorn gebeten. Man hörte eine Anzahl italienischer und französischer Opernarien, von denen die einzig unbekannte, die aus La Wally des frühverstorbenen Mailänder Komponisten Alfredo Cataiani (1854—18*13), die gelungenste Darbietung war. Die Sängerin hat einen schönen dramatischen Sopran mit einer guten, cinschlagskräftigen Höhe. Die Mittellage, die dagegen abfällt, müßte gekrüftigt und ausgeglichen werden. Auch die innere Ausdrueksfähigkeit ließe sich noch steigern. Es ist natürlich nicht sehr günstig, in einem so engen Raum solche Arien zu singen, die für einen großen Raum gedacht sind. Erna Klein begleitete zuverlässig wie immer. Dr.O. G. Die Juden in der Pfalz. Von Reinhold H e r z. — Verlag Heinrich Wildmann, f'hilippsburg 1037. Anläßlich des 20jährigen Bestehens des Verbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in der Pfalz ist diese Schrift entstanden, aus der wir bereits in Nr. 07 (1037! einen Vorab* druck gebracht haben. Herz behandelt die Geschichte der Juden in der Pfalz von den Anfängen bis in unsere Tage. Es folgt ein Kapitel über die sozialen Verhältnisse der Pfälzer Juden •und zum Abschluß der Darstellung ein Kapitel über die Aufgaben und die Organisation der jüdischen Gemeinschaftsarbeit in der Pfalz. Reichhaltige I.iteraturangaben ergänzen die dankenswerte Arbeit, die mit einer Reihe von Bildern illustriert ist. Setty Cohn-Richter: ״Der Zauberlederhalter“, mit Zeichnungen von Heinz Walle 11 herg. Berthold Lcvy, Jüdischer Buchverlag. Berlin 1038. Die Erzählung von der kleinen Esther, ihrem Zauberfederhalter und ihrer Reise in das Mohrenland, wo sic auch ihren Affen Jippo trifft, ist flott geschrieben und mit besonders netten ״Zeichnungen Heinz Wallenbergs illustriert. Die Marannen Ein Gemeindeabend Welche unzerstörbaren Kräfte im Körper des jüdischen Volkes leben, davon legte der Gemeindeabend Zeugnis ab, der am 5. März im überfüllten Friedenstempel veranstaltet Eine portugiesische Marannenfami!ie Koto»-. 1>r. Kt״ wurde. Thema waren die Marannen — und der Anlaß die bekanntlieh vor kurzem erfolgte Einweihung einer Synagoge in Portugal (Oporto). Prof. Ismar El bogen legte in einem vorzüglichen Vortrag dar, wie es geschichtlich zum Marannentum gekommen ist, wie die Lebensform dieser Menschen sich gestaltete und wie sie niemals den Glauben an ihr Volk verloren haben. Die Einzelheiten der Inquisition und der spanisehen Vertreibung zogen an uns vorüber; wir sahen im Geiste Tausende von Juden über die Grenzen Spaniens nach Portugal fluchten, wo sie zuerst gastfreundlich aufgenommen werden, dann aber ebenfalls der Inquisition unterworfen werden. Viele waniierten natürlich von Portugal nach Holland und England weiter; aber die große Masse war gezwungen zu bleiben, und sie vermochte es nur unter der entwürdigenden Lehensform des Scheiiichristen. Zahlreiche Kräfte sind aus diesem Marannentuni dem portugiesischen Volk zugeströmt; Adel und Bürgertum haben viel jüdisches Blut in sieh aufgenommen. Der lebendige Zusammenhang mit dem Judentum wurde zerkrochen, aber ein unbewußter Zusammenhang blieb, und so Dr. Lutz Weltmann sprach im Kulturbund über Lehen und Dichtung von Lord Byron, wobei er insbesondere den ״Hebräischen Melodien“ ausführliche Darlegungen widniete. Ernst Blaß las danach den ersten Akt seiner Kain- Uchertragung, die in edler, gepflegter Sprache der Größe der Dichtung gerecht wird. Dr. Max Osborn sprach im Kulturbund in seinein Zyklus: ״Die großen Meister der Kunstgeschichte“ über die französischen Impressionisten. Von Manet gingen die entscheidenden Anregungen zur Plein air-Malerei aus. Dr. Osborn schilderte die Revolution, die Manets Olympia auslöste. W'ir sahen itn Bilde die Hauptwerke von Manet. Die Anregungen Manets wurden vor allem von Monet, .Pissarro, Sisley und Seurat aufgenommen. Uns interessiert vor allem Pissarro; seine Landschaften verraten einen kräftigen Realismus und eine soziale Note, die an Daumier denken ließ. Von Pissarros Söhnen zeigte Osborn Graphik von Luden Pissarro, u. a. auch ein Porträt des Vaters Camille Pissarro. — Julius Bab sprach über: ״Jüdische Helden und ihre Dichter“. Die Propheten, die Märtyrer, die Patriarchen gehen neben der Geschichte vom Heldentum 11er als Symbole der Gottesherrschaft. Die Gestalt des Mosche ist kein Held im engeren Sinne, aber mehr als ein Held. Simson ist der populärste Held im Kampt gegen die Philister. Auch der König Saul und der Volkskönig David gehören zur Heldengescliichte des jüdischen Volkes. Von Rembrandt stammt das Gemälde des jungen David vor Saul. Helden sind die Makkabäer; Otto Ludwigs Drama bringt zum Begriff des Helden auch die Märtyreridee. Neuordnung im Jüdischen Museum Nach Abhängung der Ausstellungen 100״ Jahre jüdische Kunst“ und ״Akiba Eger“ ist das Jüdische Museum neu geordnet worden. Der vordere Raum, in dein auch vorher schon einige Liebermann-Gemäide hingen, ist fast vollständig 7um Liebermann-Raum geworden. Das Börne-Gemälde von M. D. Oppenheim hängt nun inmitten des Biedermeiers; denn diese ehemalige Porträtgalerie ist geteilt worden. Im vorderen Teil hängen moderne Gemälde von Max Band und Eugen Spiro. Hier hängt das von Ernst Oppler gemalte Hubcrman- Porträt. Im hinteren Teil des Raumes, geteilt durch die neu aufgestellte Miniaturistenwand Fiorina, Pinhas u. a., sehen uns Menschen aus dem Biedermeier an. Als Neuzugang von Moritz Posen er der Knabe mit der Trompete, das Selbstporträt von Philipp Arons und das Porträt der Mutter von Philipp Arons, das Schabbatgemälde von M. D. Oppenheim tmd das , schöne Mädchenporträt mit den Schnecken von Meyer Michaelson.Von Leopold Horowitz ist eine reizvolle farbige Porträtzeichnung zu sehen. Neu ist eine Vitrine mit Plastiken. Schöne Keramik von Pottner, von Fingesten das anmutige Doppelporträt der zwei jungen Mädchen und eine Puppe von Edith Samuel. Neu hergerichtet ist in der Nische ein kleines Graphikkabinett mit Zeichnungen von Josef Israels, Max Liebermann, Pissarro, aut der anderen Seite die Modernen, u. a. das linienklare Aquarell von Viktor Tischler; nicht weit davon im Gang die Zeichnungen von Ludwig imd Else Mcidner. Der Eingangssanl ist nun ganz den Modernen gewidmet. Wie vorher hängt das Selbstporträt von Arthur Segal und ihm gegenüber das schöne Stillehen von Max Heirnann, seinem jungen Meister- Schüler. Hier hängen auch die Meisterwerke der in Paris lebenden ostjüdischen Künstler: Kislings Mann mit der Pfeife, der Rabbiner von Chagall, das anmutige Mädchenbildnis von Kanelba. Im Saal der Modernen hängt auch einiges aus dem Werk von Anita Ree. Aus der Porträtgalerie zu ergänzen sind das Porträt von Klaar, von Käthe Münzer-Neumann, das schöne Spirobild ״Ludwig Hardt“. Hanna Schlesinger (Ruth Morold) Reichsbund |8d. Frontsoldaten. Am 13. Mürzn 10 Uhr. Svnagoge Weltkriege-. Am hlioßcnd, 14 Uhr: Gedenkfeier aut dem Ehrenfried• hot in Weißensee. kehren zurück bezeichnet Prof. Elbogcn die Marannen als ״eines der stärksten Beispiele jüdischer Gläubigkeit“. Davon wußte der andere Redner des Abends, Dr. Alfred Klee, nicht minder eindrucksvoll zu berichten, als er uns Bas tos, den portugiesischen Offizier aus Marannenfamiiie, schilderte (und im Bild vorführte). Dieser Mann empfand eines Tages die innere Notwendigkeit, zum Judentum zurückzukehren, er ging zu seinen B-iulern und predigte ihnen den neuen Glauben,' er fand Anhänger, und so ist es auch schließlich seiner Aktivität zu danken, daß nunmehr die Sy 11agoge in Oporto gebaut werden konnte, die ein Mittelpunkt für die heimfindenden Marannen sein so!!. Ein Lehrliaus ist dem Bethaus angeglicdcrt, und mit besonderer Eindringlichkeit schilderte Dr. Klee die enge Beziehung, die die Marannen zum jüdischen Volkstum und zur Zionsidee haben. Die soziale Zusammensetzung der Marannen ist keineswegs einheitlich; wir finden unter ihnen sehr viele Bauern, Hirten, Landarbeiter, kleine Händler und daneben Akademiker, Bankdirektoren, Offiziere. Wir sind Zeugen eines der wunderbarsten Phänomene: hier demonstriert uns die Geschichte die Unzerstörbarkeit der Volkssubstanz. Scfardischc religiöse Gesänge vermittelten den Hörern auch stimmungsgemäß etwas von der Welt jenes einstmals bedeutenden Zweiges am Baume des Judentums. Der Winaw c r s c 1! e Chor und Oherkantor Karl N e u 111 a!1 n setzten sich für die Vermittlung dieser Musik ein, die uns in ihrer Einförmigkeit natürlich sehr fremd klingt, aber doch stark religiös-ekstatische Züge aufweist. N. Die neue Synagoge in Oporto 1■':Ai >־ ' יז U Bei einem Vortrag über ״Georg Hermann und das jüdische Milieu“ im Jüdischen Lehrhaus schilderte Julius Bab die eigentümliche zwiespältige Welt dieses Dichters, der erst nachdem er seine Romane geschrieben hatte, Verständnis für das Religiöse im Judentum fand. In der Gesellschaft für jüdische Familieiiforschung sprach' Dr. j. May über den Brauch der Vornatnens-Vererbung als Hilfsmittel der jüdischen Familienforschung. Der bisherige Vorstand der Gesellschaft wurde wiedcrgewählt; neu hinzugetreten ist Herr May. ln einer sehr gut besuchten Veranstaltung der Aerztegcscllschaft für Palästina der BZV. sprach am 10. Februar Prof. Hermann Strauß über seine medizinischen Eindrücke bei einer Palästinareise. Seine Ausführungen über den Einfind des Klimas aut die Häufigkeit bestimmter Krankheiten sowie seine Schilderungen der Krankenhäuser fanden das lehhafle Interesse des sachverständigen Zuhörerkreises. Im Jüdischen Lehrhaus stellte in der Reihe ״Jüdische Wescnszüge“ Leo Hirsch das Wesen des jüdischen Humors am Beispiel Scholcm Alejcliems dar. ... Scholen! Alejchem schrieb zuerst allegorisch, dann wurde er Realist. Charaktcristiseti an ihm ist es, daß er lacht, auch wenn es ihm selbst wehtut; er lacht über sich seihst, und zwar im Namen des jüdischen Volkes über das jüdische Volk, ohne dabei aber anderen wchztitun. Er macht gewisse Menschen lächerlich, um z. B. den bekannten Typ Luftmenschen zu zeichnen. Sein Humor ist ein Kind des Pessimismus. In ihm sehen wir, daß der jüdische Humor nicht nur das Komische darstelit, sondern daß er von Verstehen und Verzeihen der Unzulänglichkeiten des Daseins getragen wird. Frauen-Arbeitsgemeinscliaft für Palästina. Gruppe Nord und O-t: 9. Miirz, 20.30 Uhr, Ro-entha'er Sir. 44: Te.׳a'-e!1d. Heinz G vli-acimcr Junggruppen der BZV. Spiel und Cteme-in-׳-־• ha;t r11׳en׳!e für die nicht- Westen Münchener'Str.'37; '’in/ Norden EHu’swaMer Sn. 2G. Fort. I. ,Jüdisches Lehrhaus und Lehrstättc Bia'ik. V״rl! -un״ : Walter bibliecbcn Schriftrum“, 'Dienstag-. 20.30 Uhr. Famnen-tr. 80. Beginn 8. Mörz. — I linto Mb 1׳ ^׳emuu [! t D 1 ti 20 ׳ I 1 1 Mi ogei knr-us fi.ir Spani-eh geplant. Lieder zeitgenSssischer jüdischer Komponisten (Alfred Guttmann, Oskar Gultmann, Jakob Sclninberg. S. Alnian) singt Paula Guttmann am 17. Mürz, 20.15 Uhr. i■ der Jo-cph-Lehmann-Sehule, Joachimsthalet Str. 13. Mitw.: Gustav Sabel. 100. Hausvcranstaltung bei Weil zugunsten der Künstlcrhilfe unter Mitwirkung von Mascha Beniakmr-ki. Wilhelm Guttmnnn, Rudi Lehmann und Helmut Spittel (Klarinette) am 21. Miirz. 20.15 Uhr. — Die für den 23. Februar ange-etzie Ycran-'altung mit Alircd Lichtenstein vom Kulturbund und dem l-'loii-tcn Allred Lichten ■lein wird am 22. Miirz, 20.15 Uhr, nnehgeholt. Der 6. (letzte) Abend des Dichterzyklus ״Ungehiirle Stimmen" findet am 22. März. 20.15 Uhr, irn Klubhcim des Jiidi-ehen Frauenbundes, Marburger Str. 5. statt. Frna Leonhard und Leo Merten sprechen Dichtungen dekürzlich verstorbenen Julian 'Arendt sowie von Arno Nadel, ■Arthur Silbergleit, Anna Joachimsthal-Schwabe und Kurt Mnyer. Alfred Wittenberg konzertiert in seinem Heim, Uhlnndstr. 90. Ixtgleitet von Erna Klein und unter Mitwirkung de- Piani-Ien Leonhard Fuchs, am 24. März, 20.15 Uhr. Der ״Ensembleahend" Susanne Landsberg geh. Hnllaender muß infolge Erkrankung eines Ilauptmitwirkenilen vom 10. März auf ein späteres Datum verlegt werden. Der Kulturbund-Vortrag Von George Goetz ״Prophetische Philosophie, Ueber Lehen und Werk Konstantin Brunners“ am 10. März findet nicht statt. Vorträge Ankündigungen

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