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Jüdische Rundschau · 1938-03-08 · Heft 19 (8.3.1938) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 19 (8.3.1938)
Date
1938-03-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Se?*e 2 JCJD IS CHE RUNDSCHAU Nr. 19, 8. III. 1938 In einer Welt, die voller Spannungen ist, Bedeutung haben, so wenig־ darf verkannt werden, daß schon das tatsächliche Dasein eines Volkes und sein entschlossener Wille, zu leben und sich zu entwickeln, eine reale Kraft darstellen. * Während noch die politischen Verhandlungen über die Zukunft Palästinas in der Schwebe sind, hat die jüdische Bevölkcrung des Landes ein Fest gefeiert, das ein wahres Fest des Friedens und zugleich ein Symbol der Energie und des Schaffensvillens war, Tel Aviv hat die Möglichkeit bekommen, daß in seinem Hafen auch Passagiere gelandet werden. Es ist klar, daß dieses Ereignis weit 111 ehr bedeutet als eine lokale Stärkung des Tcl-Aviver Wirtschaftslebetis (die gewiß für die Zu knuff davon zu erhoffen ist). Vielmehr bedeutet die Möglichkeit, daß der jüdische Einwanderer und Tourist vom Schiff aus direkt jüdischen Boden betritt und sich sogleich nach dem Eintritt in das Land der vollen Wirklichkeit des Tel-Aviver jüdischen Lehens gegemibersieht, eine Stärkung des Erlebens und eine Vertiefung des Bewußtseins der ,.Alijah“, jenes Vorganges, der uns ja mehr dünkt als eine Emigration in ein anderes Land. Hinzu kommt, daß nach den bisherigen Vorschlägen des Peel-Berichtes die Stadt Haifa vorerst unter Mandatsrcgime gestellt bleiben soll, so daß der Tel-Aviver Hafen als der eigentliche Hafen des künftigen Judenstaates Geltung beanspruchen darf. Stolz nennt er sich ״Das Tor nach, Zion“. Man konnte gewiß darüber streiten, ob und inwieweit die Trennung der beiden Völker Palästinas auf wirtschaftlichem Gebiete erwünscht war, um! ob es nicht besser gewesen wäre, rechtzeitig für eine Kooperation Sorge zu tragen, von der aus möglicherweise auch auf politischem Gebiet günstige Wirkungen für das Verhaltes von Arabern und Juden ausgegangen gilt, die wirtschaftliche Kraft dw jöchmv 711 stärken und sic deutlich zum A:!>druck zu brühten. Was beim Ausbau des Tel-Aviver llafws mit verhältnismäßig bescheidenen Mitteln geleistet worden ist, stellt einen wichtigen Beitrag hieruir dar; es wird gewiß nicht allein eine Gelegenheit zu einem freudigen Fest gewesen sein, an dem jung und alt der Tel- Aviver Bürgerschaft teilnahmen, und an dein sich auch die Juden der Weit aus der 1 uüfenim!;: innerlich beteiligten, sondern es wird als eindrucksvolles Symptom des Erstarke ns der jüdischen Kraft im Lande auch unter den schwierigen politischen Verhältnissen der Oegenwart von der Welt aufgcf.iiit werden. * Die Verbindung des jüdischen Aufbauwerkes in Paläsfina mit den Völkern der Welt erscheint überhaupt als •eine wichtige Aufgabe. Wir hofften und hoffen, daß die Kenntnis Palästinas die Beziehungen des jüdischen Volkes zu den Völkern der Welt verbessern und so ein Beitrag zum Frieden sein wird. Gewiß ist heute noch nicht die Zeit dafür gekommen, um der Welt etwas Vollendetes vor Augen zu führen, da wir auch jetzt noch am Anfang stehen und das Wesentliche der materiellen und geistigen Erneuerung noch zu leisten ist. Dennoch soll und kam! die Welt auch das selten, was bisher geschaffen wurde, bietet sich doch seifen Gelegenheit, eine unter derartigen Bedingungen vor sich gehende Erneuerung eines Volkes (und noch dazu eines der ältesten Kulturvölker des Erdballs) mit eigenen Augen zu sehen, die Renaissance eines Volkes, das zugleich mitten unter (len anderen Völkern lebt und mit ihnen in vielfältigen Beziehungen stellt. Diese Erneuerung gehört auch in jenes ״Königreich d e s P r ä z e d e n z 1 <1 s e n“, von dem Weizmann sprach, als er das Leben des jüdischen Volkes charnk- Man hat auf mancherlei Wegen versucht, der Welt das vorzufiihren, was in PaKttina gesell lebt, nicht immer mit besonderem Geschick uml manchmal unzureichend, aber dennoch mit viel gutem Wißen. Nachdem erst im vergangenen Jahre auf der P a r i s e r W c 11 a u s s t e 1 i 11 n g ein Palästina- Pavillon dem jüdischen Aufbauwerk gewidmet war, ist es gewiß erfreulich z!! höre!!, daß bei der im Jahre 1940 stattfindenden N'cw-Vorkcr Weltausstellung ein Pavil- Ion das jüdische Palästina zeigen soll. Schon jetzt weht auf dem Baugelände der Weltausstellung di!• jüdische Fahne, und wenn der Pavillon sei!ist eröffnet werden wird, so wird er hoffentlich eine repräsentative Darstellung des jüdischen Aufbamverkes sein, da« Juden und Nicbtjuden Amerikas die großen produktiven Leistungen unseres Volkes in seinem alten Lande vor Augen fuhrt in einer Zeit, von der wir hoffen, daß sie eine bessere und in ihren Zukunftsperspektiven klarere für Palästina sein möge, so daß auch nette, vergrößerte Möglichkeiten für Einwanderung und Aufbau dann gegeben sein, werden. * Dieser Rundblick soll nicht geschlossen werden, ohne noch eines Ereignisses zu gedenken, das indirekt von Wichtigkeit für uns ist. Wir meiner! die in Genf vom internationalen Arbeitsamt durrhgeführte Konferenz, die den Fragen der Einwanderung von Kolonisten in die südameriknnischen Staateil gewidmet war. Diejenigen siidanicrikanischen Regierungs- Vertreter, die sich über die Finwandcrimgspolitik ihrer Regierungen äußerten, betonten, daß landwirtschaftliche Siedler in ihren Ländern gebraucht würden und erwünscht seien. Nun kann gewiß nicht verkannt werden, daß die große Masse der jüdischen Auswanderer aus Europa nicht ohne weiteres für die zum Teil sehr schwierigen Bedingungen eines Lebens als Siedler in tropischen oder subtropischen Gebieten geeignet ist. Dennoch gibt uns die Tatsache des Vorhanden- Seins großer und fruchtbarer leerer oder halbleerer Räume die Hoffnung, daß sie in gewissem, wenn auch begrenzten! Umfange auch für Juden zur Verfügung stehen werden. * Wir sind vielfach gewohnt, über unsere Lage zu klagen, lind mancher nimmt sie beinahe wie etwas Unabänderliches Inn, ohne zu empfinden, daß es gilt, heute in jeder Situation des Lebens die Kräfte des Werdens gegenüber den Elementen der Beharrung zu stärken. Es gibt keine feststehenden, unüberwindlichen Tatsachen, aber es gibt die Gefahr, daß wir die Bedingungen unseres Lebens und seine Schwierigkeiten selbst verhärten und ver- Steifen und dann nicht mehr den Weg finden, der in eine neue Und bessere Zukunft führt —einen Weg, den niemand anders Für gesetzliche Regelung Ungarns Ministerpräsident über die Judenirage Von unserem Berichterstatter Budapest, 4. März Ministerpräsident Daränyi hielt in der Provinzsladt Györ (Raab) im Beisein der vollzählig erschienenen Regierung und vor etwa 15!) Mitgliedern des Abgeordneten- und Oberhauses eine großangelegte politische Rede, in der er ein auf 10 Jahre befristetes wirtschaftliches Reformprogramm entwickelte. Einleitend nahm er gegen die extremen Richtungen von links und rechts Stellung und äußerte sich im Zusammenhang damit auch über die J 11 d e 11 f r a g e, zu welcher er seinen schon bekannten Standpunkt ausführte. ״Ein Hauptterrain dieser (rechtsradikalen) Bewegungen ist die Judenfrage. Es gibt eine Juden frage, und sie ist eines der unerledigten Probleme unseres öffentlichen Lebens. Ist sie aber unerledigt, so kann ich nur ihre planmäßige und gesetzliche Regelung für möglich halfen. Das Wesen der Frage erblicke ich darin, daß das innerhalb der Grenzen unseres Landes lebende Judentum infolge besonderer Dispositionen, zum Teil auch infolge der Gleichgültigkeit der ungarischen Rasse, in gewissen Zweigen des Wirtschaftslebens eine unverhältnismäßig große Rolle spielt. Unverhältnismäßig ist die Lage auch von dem Gesichtspunkte aus, daß die Judenheit zum überwiegenden Teile in den Städten, vor allem in der Hauptstadt lebt. Der Zustrom der Juden in die Hauptstadt kam natürlich auch iin Kultur- und Wirtschaftsleben dieser Stadt zum Ausdruck, und diese Acußerung stand nicht immer im Einklang mit den Lebensbestrebungen des Ungartums. Der Widerspruch, der sich aus dieser Lage ergibt, verhindert die volle Zusammenfassung der nationalen Kräfte und bildet ein siändiges aufreizendes Moment. Wir müssen also eine gerechte Lage schaffen, die die erwähnten sozialen Unverlultiii&mäfiigkeiten aussehaltet und den Einfluß des Judentuins auf den kulturellen und sonstigen Gebieten des natioualeu Lebens auf das entsprechende Maß herabsetzt. Eine solche Regelung, die der christlichen Gesell- Schaft auf dem Gebiete der Industrie, des Handels, des Kreditwesens in den wirtschaftlichen Unternehmungen die ihr zustehenden Bedingungen sichert, dient auch den In- 11■ r e s s e n d es J 11 d e ntums s e 1 b s t, denn sie ist geeignet, den Antisemitismus und zugleich die Ausdehnung der extremen unduldsamen Bewegungen zu lindern.“ Auf diesen Teil seiner Ausführungen hatte der Redner, — wie .,Fester Llovd“ bemerkt, -- starken Nachdruck gelegt. In einer Versammlung in B 11 d a p e st sprach am Sonntag Kultusminister Homan über die Judenfrage im gleichen Sinnc^ wie Daränyi, Nach der polizeilichen Auflösung der vom Major i. P.- Franz. Szalasi organisierten Partei beschäftigten sich die Senate des Kudapester Strafgerichtshofes diese Woche an einem Tage mit vier Prozessen gegen Rassenschutzler und Pfeilkreuzlcr, denen neben dein Verbrechen der Aufreizung zum Klassenhaß und der Schmähung der ungarischen Nation auch Aufreizung gegen die jüdische Konfession zum Vorwurf gemacht wurde. Das Gericht erkannte in sämtlichen Füllen auf Schuldig. Von dem bekannten Genealogen Bela Ke mp eien ist nun auch das zweite Bändchen seines Buches ״Ungarländ i s c h e jüdische Familien und Familien j ü d i - scher Herkunft“ erschienen (s. ״Jüdische Rundschau“, 1937, Nr. 42). In ihm stellt der Verfasser den Stammbaum einer Reihe bedeutender jüdischer Familien, wie der Löws, Po p p e 11 h e i m s, Horn, Hatvany, Freudiger, Veszi u. a. zusammen, deren Geschichte sich manchmal zu einer Milieuzeichnung einzelner alter Gemeinden, wie Eisenstadt, Preß bürg, Altofen erweitert. Sensationell wirkeil die Nachweise, daß sich unter den vornehmsten Magnafenfainiiien Ungarns, unter hohen Beamten, Militärs, Gclehrten und Geistlichen eine Anzahl von Männern befinden, in deren Adern jüdisches Blut rinnt. — An Aktualität gewann das Buch dieser Tage, da der neugewählte rasscnschutzlerisch eingestellte Vizegespann des Pester Koniitates, vitcz Ladislaus End re an die Beamten seines Koniitates Fragebogen verschickte, in denen auch nach den Personalien der Großeitern geforscht wird. In Szeged verschied im Alter von 65 Jahren der Präsident der dortigen Kultusgemeinde und des XXII. Gemeindedistriktes Dr. Samuel Biedl, der als Mitglied des Munizipalaussclvusscs auch im kulturell-sozialen Leben der Stadt eine leitende Rolle spielte. Bei seinem Begräbnisse schilderte der greise Oberrabbiner Dr. Immanuel Löw seine Verdienste und bemerkte, er habe es Biedl zu verdanken, daß er seinerzeit, als er öffentlich verleumdet wurde, aus der Haft entlassen wurde. Im Namen der Pro-Palästina- Vereinigung, deren Vizepräsident Biedl war, sprach Dr. Mdrton. Dr. A. F. Jüdisches Leben in Paris Von unserem Berichterstatter K., Paris, im März 111 Paris ist eine Filiale des Wilnaer Instituts für jüdische Wissenschaft unter dein Namen ״Institut Scientifique Juif“ gegründet worden. Die Zentralorganisation der ״Organisafion Sionistc“ in Frankreich hat die Gründung einer.hebrSischen Schule in Paris beschlossen. Im Hause des Präsidenten des französischen Keren Hajessod Weill-Hale wurde zu Ehren Ladv Read in gs ein Empfafig gegeben, bei dem Dr. Goldmann einen Bericht über die Lage des Zionismus gab. Lady Rcading berichtete anschließend über die Eindrücke auf ihrer letzten Palästinareise. Die Baronin Edouard de Rothschild veranstaltete einen Empfang zu Ehren des Warschauer Oberrabbiners Schorr, bei der unter Mitwirkung der Gesellschaften Ose-Toz eine Sammlung zugunsten der notleidenden jüdischen Kinder in Polen eingeleitet wurde. Der frühere Generalsekretär des Refugi^komitees, R. R. Lambert, wurde mit der Ehrenlegion ausgezeichnet, während der Generalsekretär des jüdischen Wohlfahrtskomitees, Louis Franck, zum Offizier der Ehrenlegion ernannt wurde. Von jüdischen Persönlichkeiten, die aber nicht aktiv im jüdisehen I eben stehen, sind die Auszeichnungen des bekannten Orchesterchefs Pierre Monteux, des Schriftstellers Julius Bcnda und des Generaldirektors der französischen _ Kunst- Sammlungen, Georges H u i s m a n s, zu nennen, die zum Offizier bzw. Kommandeur der Ehrenlegion ernannt wurden. In Paris starb der frühere Dekan der philosophischen Fakultät der Pariser Universität Professor Ferdinand Brunot, der bei vielen Gelegenheiten für jüdische Rechte eingetreten ist. Professor Brunot war auch ein Freund des Palästina- Werkes und insbesondere der Hebräischen Universität in Jerusalem. Die Pariser Opera-Comique hat jetzt die neue komische Oper des jüdischen Komponisten Darius Mil 11 aud ״Esther de Carpentras“ erstmalig aufgeführt. Die neue Oper Milhauds spielt in dem Milieu der proven/aiischen Juden, dem Milhaud selbst entstammt und ist eine Art mittelalterliches Purimspiel. Ein Junger Kardinal in Carpentras hat beschlossen, die provenzahschen Juden mit allen Mitteln zum Christentum zu bekehren, verzichtet aber aus Liebe zu der schönen Esther von Carpentras auf seine Pläne. Die neue Oper hat bei Kritik und Publikum volle Anerkennung gefunden. Neben dem neuen Werk Milhauds wurden noch zwei kleinere Stücke des Koniponisten ״Le Pauvre Matelöt“ und ״Suite Proven^ale“ aufgeführt. — Unter der Leitung des jüdischen Dirigenten Beilinski ist in Paris ein neuer jüdischer Chor ״Neguina“ gebildet worden, der sich die Pflege des jüdischen Kunst- und Volksgesanges zum Ziel gesetzt hat. Der Chor wird vor allem hebräische und jiddische Musik interpretieren. —■ Der in Brasilien lebende jüdische Maler Lasar Sega 11 veranstaltefe eine Ausstellung seiner Werke, die von dein brasilianischen Botschafter in Paris eröffnet wurde. — Der aus Deutschland stammende Maler Fred U 111 m a n 11 veranstaltete am 7. März eine Ausstellung seiner Werke in Paris. bahnen und beschreiten kann als wi r s el bst. W i e diese Zukunft aussehen wird, in Palästina wie in den Ländern der Zer- Streuung, weiß niemand. Nur eines können wir wissen und empfinden: Daß es unser Wille, unser Enthusiasmus und unsere Hoffnung sind, die ein Leben schaffen können, dessen Bürgschaft in unseren menschlichen und jüdischen Kräften liegt, ein Dasein d2r wirklichen jüdischen Erneuerung. K. L. Geschäftsübergang bei J. Dreyfus & Co. Das Bankhaus Merck, Finck & Co., München, hat eine Niederlassung in Berlin eröffnet und die laufenden Geschäfte des Bankhauses J. Dreyfus & Co., Berlin, das seine Geschäftstätigkeit einstellen wird, übernommen. Damit sind sowohl das gesamte Kontokorrent-, Effekten- und Depotgeschäht als auch die industriellen und sonstigen Verbindbchkeiten der Firma J. Dreyfus 6 Co. auf das Berliner Haus der Firma Merck, Finck ft Co. übergegangen. Das vorhandene Geschäft der Firma stellt noch Immer einen sehr bedeutenden Posten dar. Die Industrieverbindungen des Hauses Dreyfus sind meist Beteiligungen, jedoch nicht maßgebliche. Als wichtigste sind zu erwähnen Zement (Adler-, Schlesische Portland), Maschinen (Demag-Flohr) Elektro- Industrie (Licht und Kraft, GesfÜrel), ferner Oberhütten-, Oberbedarf und Riedel. Der letzte Namensträger der Firma Willy Dreyfus hat 28 Jahre lang gearbeitet, Dr. Paul Wall ich und Kurt Landsbe rg 18 Jahre lang. Bei dem Berliner Bankgeschäft Jacquier ft Securius scheidet der Teilhaber Alfred Panofsky aus der Firma aus, während Dr.-Ing. e. h. Richard Lenz unter Ueberführung der laufenden Geschäfte des Bankhauses Richard Lenz & Co. als Teilhaber in die Firma Jacquier & Securius elntritt. Die Firma D. Korn (Herren- und Damenbekleidung) in Waldenburg ist auf Korn Nachf,, Inhaber Kurt Augstein ft Co., übergegangen. — Die Firma M. Tichauer (Damenhüte) in Breslau ist auf die Firma Ha-Ka-Hüte, Hertha Komraus, übergegangen. — Die Firma Leo Lazarus (Holzhandlung) in Kassel ist auf Karl Schupmann übergegangen. — Die Firma F. Filii sch in Kempten ist auf das Modehaus Gehr. Oberpaur übergegangen. Die Firma Hayum ft Schwarz, J. S. Har bürge r, Vereinigte Bekleidungswerke Stuttgart K.-O. ist von der Firma R. & Becker GmbH., Wischefabrik in Saarbrücken! übernommen worden. Gefecht bei Dschenin Flugzeuge eingesetzt — 45 arabische Tote In der Gegend von Dschenin fand ein größeres Gefecht mit einer arabischen Bande von 250 bis 500 Mann statt, an dem außer britischem!Militär auch Luftstreitkräfte teilnahmen. Den Berichten zufolge wurden 45 Araber getötet und 14 gefangen genommen. Die Bande wurde zersprengt. Auf seiten der Truppen wurden ein Toter und drei Verwundete gezählt. Dieses Gefecht fiel zusammen mit der ersten Ansprache des neuen High Commissioncr. Diese Rede, so schreibt der Londoner ״Observer“, ließ erkennen, daß endlich eine starke Hand da ist, die die Unruhen niederschlagen wird. Wie verlautet, ist Scheich Attieh der Führer der aktiven Rebeliengruppe; er folgt dem Vorbild Fauzi Kaukjis und gibt zweimal wöchentlich Bulletins über den Fortschritt des Aufstandes aus. Berlin. Am Sonntag fanden unter großer Beteiligung aus dem Reiche die Turnmeisterschaften des Deutschen Makkabikreises statt. Ergebnisse: Männer (Oberstufe): 1. Hecht (Düsseldorf) 8(1 Punkte; 2. Löwendahl (Berlin) 84 P. Frauen (Oberstufe): 1. Tichauer (Essen) 74 P.; 2. Mager (Essen) 69 P. Männer (Unterstufe): 1. Haas (Berlin) 69'» P. Frauen (Unterstufe): Weil (Essen) 45 I*. Geräteloser Frauenwettkampf: Levy (Frankfurt a. M.) 29 P. Alte Herren: Aron (Essen) 42! , P. Jugendwettkampf: Weg (Berlin) 45 P. — Fußball: Im fälligen Vcrbandsspicl schlug Bar Kochba- Hakoah überlegen den JSK. — Handball: BKH. gegen [SK. 9:5; BKH. I. Jgd. gegen JSG. III. Männer 5 :5. — Hockey: Bar Kochba Berlin empfing die Kölner Hakoah zu einem Spiel, das die Berliner 3:2 gewannen. Hamburg. Der Tennisklub Berlin schlug den Hamburger Bar Kochba 3 :2. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Robert W e 11 s c h, ßerlin-Charl. 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenstein, Berlin W 15. Anzcigcnlciter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1938. Verlag und An- »eigenVerwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekestr. 10. D.A. IV/1937 26 800. —י Druck: Siegfried Scholem, Borlin-SchSneberg.

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