Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 7 (25.1.1938)
- Date
- 1938-01-25
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 7, 25.1. 1938 Das ״Haus des Ingenieurs“ in Tel Aviv Von unserem palästinensische■:! Korrespondenten gl. Tel Aviv, 16. Januar I!1 diesen Tagen tritt in Tel Aviv die Laiulcskonfer e n z der indischen Ingenieure und Architekten zusammen. Sie erhält ihre besondere Bedeutung und ihren feierlichen Anstrich durch die gleichzeitige Eröffnung des ״Hauses des Ingenieurs“. Das Gebäude, nach einem großzügigen Plane projektiert und auf einem für Tel Aviver Begriffe weiträumigen, von der Stadt zur Vertilgung gestellten Platze gelegen, ist bei der Eröffnung erst zu einem Drittel fertiggestellt. Es steht nur «las erste Stockwerk und drei sind geplant. Es gibt keine Eingangstür, statt dessen eine umfangreiche Oeffnung, in die einmal die im Plan so imposant wirkende Tür hineinkoniinen soll. Auf der großen Galerie, die auf der einen Seite des Mascliineritaumes läuft, gibt es noch nicht einmal ein Geländer. All das aber entspricht so sehr unserem täglichen Leben, das von Anfang bis zu Ende im Bau begriffen ist, wo alles noch i!1 den unteren Stockwerken steckt und die Pläne groß bemessen und itn Anfang der Ausführung begriffen sind, daß es eigentlich überhaupt niemandem auffällt. Es ist für Palästina ״normal׳‘ und riehtig, daß man ein Haus eröffnen kann, das erst zu einem Dritte! fertig ist, und die Hauptbcdingung ist erfüllt: man kann in diesem Hause bereits arbeiten, und gearbeitet wird auch. Wenn man innen d'tirch die Büros und Klubräume geht, durch den großen Muschinviirauni um! die verschiedenen Laboratorien, so hat man in ein paar Augenblicken die draußen fehlende Tür und die oben fehlenden Stockwerke vergessen. Der Zweck des Hauses Das ..!laus des Ingenium•“ ist als Zentrale und Heim für den Vctlum.1 <R r Ingenieure und Architekten gedacht. wichtig sie sein mögen, mir ein Anhängsel an das technieur- 'und 'ArelutekleuA eri>a11(|1'gn1tH!cteLbereit.s 'vor 15 jahwen'digkc 11״ d 1 e'’ M.11!■a וahen,'1 in 11'sie ^^'arbuteif kitten, Im Laute von fünfzehn Jahren hat sich dieses Institut eiltwickelt und ist heute zum ersten Male in besonders dafür erbauten, zwei kenl>pt1vln׳tuk11׳ Räumen tmtergebraciit. Ls eilthält jetzt eine Abteilung für die Untersuchung von Baustoffen (noch immer die!> rußte von allen), eine Abteilung für .Maschinen, eine chemische zur Prüfung fertiger Produkte und Rohstoffe. I me neue p 11 v s i k a I i - sehe Abteilung kommt jetzt dazu und für ihre Leitung ist ein früherer Dresdner Pnde-snr gewonnen worden. Dem Institut liegt die dauernde 1,’ebervvachung des Tel Aviver Wassers ob. Im übrigen dient es einem immer wachsenden privaten Markt, der sowohl mit ■dem Bau wie mit der Industrie zitsammenhängt. So wie das Haus schon anßeriieh typisch palästinensisch anmutet, so ist auch die Tatsache, tlali ein solches Institut vom Ingenieiirverband entwickelt und gehalten wurde, für das Land charakteristisch. Unter anderen Umständen würde ein derartiges Institut entweder von der Regierung oder von der Stadt erhalten werden. Da dies in Palästina nicht zu erreichen war, gingen die Ingenieure und Architekten seihst ans Werk. Die einzige Stelle, die ihnen heute eine Subvention liefert, ist die Stadt Tel Aviv, 11ml die beschränkt sieh auch auf nur C 100 im Jahre. Die Regierung hat bisher eine Beteiligung abgelehnt, läßt aber wenigstens die Untersuchuiigen, die ׳ihre Abteilung für öffentliche Arbeiten braucht, im Institut ausfuhren und liefert so von Zeit zu Zeit \ erdicnstniöglichkeiten. Ehr die jüdische Imltidrie werden ebenfalls hier UnlcrMivhungeii von R1!«׳-toffcn und Produkten der Akustik. 1Wurme und Optik ise-Tcitfiftigen soll, hegt man besondere Hoffnungen, wen! es sich hier tim ^Probleme hatidclR Die Spezialaufgabe des Ingenieurs und Architekten Die Arbeiten und AutVabc״ de., Institut-, sind der breiteren OcftQlltlichhcit Indier wenig bek.iiint gewesen, vielleicht ein- .,chuischen Welt d. der Ernsthaftigkeit der Ingenieure und Architekten hängt die Gestaltung der Madie, der’ Bau der Hauser, die Entwicklung der Industrie, die .Mi ei!am,1en!ng der Landwirtschaft zu einem großen 1 eile mit ab. Die ’Ziviliderimg des Landes, seine Erschließung durch Wege. <!!0 Au-nutzung seiner Wasserkraffe, all diese,’ sind technische Aulgaben, die geschulte und zugleich unvoreingenommene Gehirne verlangen und Persönlidikeiten, die sich auf neue Verhältnisse und die be- Gestaltung unserer Hauser, die sich zugleich einem heißen Klima und europäischen Lehensauspriichen anpassen müssen, sowie die Schaffung eines guten Stadtbildes sind Aufgaben für unternehmende, lebendig denkende, den Landesproblemen nach gelt ende Architekten. Vielfach sind bisher in Palästina — wie bei einem Kolonisationsland unvermeidlich . diese technischen Ent- Wicklungen nicht nach vorher überlegten Plänen, sondern unter dem Druck der Einwamlerttngswellen vor sich gegangen. Der Architekt und Ingenieur war zusammen mit dem Bauarbeitet immer am stärksten abhängig von den Launen der Konjunktur. Noch vor zwei Jahren hatten alle Angehangen dieser Br rufe alle Hände voll zu tun, neue Ein- Wanderer, die zu dieser Schicht gehörten, kamen direkt von den Häfen aus ynr Arbeit. Die Gelder, aus denen das Haus des Ingenieurs in Tel Aviv gebaut wurde, stammen zum größten Teile aus diesen goldenen Zeiten der Prosperity, als es einem großen Teile der Mitglieder des Ingcnicurver- Bandes ohne weiteres möglich war, 'ein großzügiges Scherflein zu diesem Werke heizutragen. Unterdessen haben sich die Zeiten gründlich geändert. Kaum eine Schicht unter den freien Berufen hat so stark unter der Depression gelitten wie gerade die Ingenieure und Architekten, die ja unmittelbar vom (!anmarkt abhängig sind. Die jetzt beratende Konferenz beschüftigt sich eingehend mit der wirtschaftlichen Lage" der Verbandsniitgiieder, sie wird auch fraglos über bestimmte Maßnahmen der gegenseitigen Hilfe beschließen. Eine gründliche Hilfe auf diesem Gebiet -- wie aut den meisten anderen — wird jedoch erst durch liw Wiederanktirbelting der •Wirtschaft mörlicii sein Der Streit um die Teilung ״Verworrene Lage" Die Londoner Zeitschrift ״Great Br Hain and the East“ vom 20. Januar schreibt in einem Leitartikel über ״Die Juden und die Teilung“, daß zur Zeit ein heftiger Streit innerhall! der jüdischen Reihen um die Teilung entbrannt sei. Die Teilungsfreunde behaupteten, die überwiegende Mehrheit hinter sich zu haben, sowohl in Palästina wie in der Diaspora; aber da sie sich Persönlichkeiten vom Range Stephen Wises, Jabotinskys oder Lord Samuels gegenübergestellt sehen und die ausgedehnte Propaganda gegen den Teilungsplan verfolgen, drängen sie noch stärker als je auf einen fertigen Plan, der dem Kongreß bei der erstmöglichen Gelegenheit unterbreitet werden kann. Wann sich diese Gelegenheit ergeben wird, läßt sich nicht Voraussagen. Die neue Kommission hat ihre Arbeit noch nicht begonnen; und es kann auch nicht vorausgesagt werden, ob die endgültige Entscheidung der Vertreter des jüdischen Volkes in diesem Sommer oder Herbst oder erst im Winter angerufen werden kann. Das ganze Palästinaproblem, so schreibt das Blatt, sei jetzt so verworren, daß der Mann aut der Straße, selbst wenn er nichts von den Spaltungen innerhalb des jüdischen Volkes weiß, sich überhaupt nicht vorstellen kann, was in Palästina geschehen soll. Die Lage im östlichen Mittelmecr ist dunkel, und die Feindschaft der Araber gegen die Teilung gewiß. Es wird — mit unzureichenden Beweisen — behauptet, daß sogar einige Mitglieder des englischen Kabinetts jetzt noch besorgter als früher über die bedenk!ichen Möglichkeiten in der Situation Palästinas seien, und manche haben in dem Weißbuch die Absicht gesehen, den ganzen Sinn der Teilung zu verschleiern. Bei dieser Deutung sei wahrscheinlich der Wunsch der V7 a t e r des Ged a n k e 11 s. Es gebe sicher keine Stelle im Weißbuch, die die Teihmgsgegner als einen unwiderleglichen Beweis dafür ansehen könnten, daß ihre Befürchtungen nicht verwirklicht werden sollen. Die jüdi•eben Befürworter der Teilung suchten jetzt vor allem zu erreichen, daß der vorgeschlagcnc Juden- Staat so beschaffen ist, daß er die Zustimmung des nächsten Zionistenkongresses finden kamt. Für diesen Staat verlangen sie auch den Einschluß Galiläas, das manche wegen seiner 225 000 Araber aus dem Judcnstaat herausnehmen wollten. Ohne Galiläa, so behaupten die offiziellen Zionisten, würde der jüdische Staat, selbst wenn anderswo eine Kompensation gefunden würde, ein totgeborenes Kind sein. Arabische Reaktion auf dasWeißbuch Aus Tel Aviv wird uns berichtet: Der ״Dawar“ schreibt in einem Leitartikel: Die erste Reaktion der Araber auf das Weißbuch war Verzweiflung, Verwunderung und Erbitterung, aber dann teilten sich die Meinungen. Interessant ist die Reaktion des ״Al-Dschainia al I s 1 a m i a “, Das Blatt gehört dem Scheich Faruki, der sich keiner festen Richtung verschrieben hat, dessen Standpunkt aber für den reichen, gebildeten Araber charakteristisch sein dürfte. Er beurteilt die Lage sehr pessimistisch: Die Teilung wird verwirklich! werden, die Juden haben gesiegt. Aul Hilfe von außerhalb ist nicht zu rechnen. Die Araber täten gut, dieser Sache ins Auge zu sehen und zu retten, was zu retten ist. Der ״Fe lest in“, das Organ der Gemäßigten und der Christen, ist erbittert über das Dokument, weil es die Möglichkeit eines friedlichen Ausgleichs zwischen Juden und Arabern überhaupt nicht in Betracht zieht. Das Blatt vertritt die Meinung, daß eine Verständigung auf Grund von Konzessionen noch heute möglich wäre. Jede Lösung ist der Teilung vorzuziehen und die erste Aufgabe der neuen Kommission sollte es sein zu versuchen, die Parteien zur Einigung zu bringen. Allerdings teilt der ״Felcsliu“ nicht mit, auf welcher Basis er eine solche Einigung für möglich hält, und macht keine deutlichen Vorschläge. — ״A-Difaa“ versucht dem Weißbuch die Deutung zu geben, daß keine Verwirklichung der Teilung beabsichtigt sei. Das stünde natürlich nicht ausdrücklich in dem Dokument geschrieben, aber nach Monaten, vielleicht nach Jahren, würde es sich als seine wahre Absicht herausstellen. Der Standpunkt der arabischen Extremisten würde den Sieg davontragen, wenn die Araber nur fest blieben. Die einzige Gefahr ist die Möglichkeit der Spaltung im arabischen Lager. Das Blatt versucht die Araber einzuschüchtern, die es wagen sollten, mit der neuen Kommission in irgendeine Verbindung zu treten. Der ״Dawai“ wertet die Situation als im Grunde völlig unverändert und somit aussichtslos. Jüdische und nichtjüdische Kreise, die von einer jüdisch-arabischen Verständigung die Lösung erwarten, gäben sich einer gefährlichen Illusion hin. Die fünf Gefallenen Von David Schimonowitz Im 15. Schämt wurde diesmal die Baumspende des KKL zugunsten des ״Waldes der Fünf“ (d. h. der fünf in Kirjath Anawim am 9. 11. 1937 gefallenen Arbeiter) gesammelt. Die Plakate enthalten das auf die Opferung Jizehaks anspielende Gedieht, das hier ziemlich wortgetreu übertragen ist. Jizchnk und Arjuh, M״,rl.eh. Ahnron und Jehoschush Noch ran״ das Lirlit mit Näichtc.-srhatten Da Itantkui'a'.il sic früh am Morgen Morgen im Kislew. einem Berge Und das Vier?.? Jizrl.ak und Arjeh, Mu-riich, Aharon und Jehoschuaii, Zu balnien, pflanzen, das ('״•pflanzte aufzuzielm. So gingen treu sie ihres geraden Weges ohn’ jedes Zagen, Wenn auch bereits schon ring» um sie Opferaltäre Wenn in der Ferne schon die graingebeugte Im Lande Morijah. Da ward kein Widder» Horn verwickelt Da rief kein Engel aus des Himmels Hoh'1! ״Streek aus nicht deine Hand!■‘ In tiefes Schweigen hüllet sich der blaue Act her Ein Bächlein nur ergießt sich purpuTrot und glüht. Jizchak und Arjeh, Moscheh, ■Aharon und Jolwsi 110.111 Sie liegen regungslos Auf einem Fels.iltar Aut einem der Berge Im Lande Morijah. (Uchersetzt von Max Kolter, Haifa) Musik in Rechowoth Michael Taube musizierte mit der Cembalistin Alice Ehlers in Rechowoth. Das Programm enthielt Mozarts ״Kleine Nachtmusik“, Konzert D-Dur von Haydn für Cembalo und Orchester, eine Solo-Sonate für Cembalo, die den Kampf von David und Goliath behandelt, von Joh. Kuhnau, einem Zeitgenossen Joh. S. Bachs, und Tschaikowskys Sercnade für Streicher op. 48. Taube dirigierte mit echtem Stilempfinden Mozart. Alice Ehlers schwelgte förmlich bei der Wiedergabe des Haydn-Konzerts und hinterließ durch das völlige Aufgelten in der Komposition und durch die selbstverständliche Technik einen tiefen Eindruck. Das Hubermansche Kamrnerorchester paßte sich sehr schmiegsam dem dominierenden Cembalo an. Dankenswerterweise veranstaltet die Kulturkommission der Arbeiterschaft von Zeit zu Zeit Weihesfunden unter Mit- Wirkung von Solisten des Palästina-Orchesters. Diesmal stellten sich Herr G a Li m i r (Violine) und Herr Bernstein (Cello) im vollbesetzten ״Beth-Hapoalim“ vor. Galimir spielte u. a. Beethovens Romanze in F-Dur, Adagio und Allegro von Pugnani-Kreislcr, Souvenir de Moscou von Wieniawski. Er verfügt über einen sehr schönen Ton, dessen Wärme und Fülle ganz besonders in der Becthovcnschen Romanze auffiel. Bernstein beeindruckte durch einen sehr beseelten Vortrag von Ernst Blochs ״Tefilla“ und durch perfekte Technik in kleinen Stücken (Eure). Den Abend leitete Haydns Klaviertrio in G-Dur ein, wobei der Klavierpart durch Frl. Josselewitz sicher vertreten war. In dem zweiten diesjährigen Hauskonzert, zu dem Herr Haber-Schcim sein Heim zur Verfügung gestellt hatte, lernte man drei andere Mitglieder des Huberman-Orchestcrs kennen: Lorand Fenvves (Violine), Alice Penyves (Viola) und Dr. Laszlo Vincze (Cello). Die aus Ungarn stammenden Künstler, die als ״ungarisches Streichtrio“ einen Ruf haben, brachten Beethovens Serenade für Streichtrio op. 8, ferner ein selten gehörtes Menuett für Violine und Vioia von Mozart und das Trio in G-moll von Leo Weiner, einem ungarisch-jüdischen Komponisten, zu Gehör. Dieses Trio zeigte in einem äußerst genauen Zusamntenspiel echtes Musikantenfum in der Interpretation ries Werkes Weiners, das eine Fülle von interessanten jüdischen Themen enthält. Das Werk wurde auch in Tel Aviv und Haifa bereits zur Aufführung gebracht und fand stärkste Beachtung. Beethovens Serenade hinterließ besonders durch die Variationen, deren Gedankentiefe zu einem musikalisch aufwühlenden Erlebnis gestaltet wurde, einen nachhaltigen Eindruck. __ Seew Eisner Die Zeitschrift ״Paiestine and Middle East“ hat ein Touristikheft heratisgegeben, das mit zahlreichen Aufsätzen und besonders schönen Illustrationen für Palästina als Reiseland wirbt. Das Heft wird gewiß dafür dienlich Sein, für den Touristenverkehr in Palästina zu werben. Von der Woche In Jerusalem wurde eine Bombe in ein Auto geworfen, in dem sicli fünf jüdische Beamte des Departements für Oeffentliche Arbeiten befanden. Einem der Beamten gelang es, die Bombe in der L.uft zu fangen und auf die Straße zu werfen, wo sie explodierte. Ein Araber wurde verhaftet. Rasern Khaldi, Regierungsinspektor der arabischen Genossenschaften, wurde verhaftet und soll nach Akko ins Konzentrationslager gebracht werden. Er steht unter dem Verdacht, an aufrührerischen Umtrieben teilgenommen zu haben. Rasern Kitaldi ist ein Vetter Dr. Khaldis, des ehemaligen Bürgermeisters von Jerusalem. Das Verfahren gegen den jüdischen Polizisten Mordechai Schwär z, der angeklagt ist, einen arabischen Polizisten in der Nähe von Athlit am 2. Oktober getötet zu haben, wurde vor dem Haifaer ordentlichen Gericht eröffnet. Oberrabbiner Hertzog hatte eine Unterredung mit dem High Commissioner und appellierte an ihn zwecks Entlassung der im Akkoer Konzentrationslager untergebrachten Juden. Die hebräische Presse meldet aus zuverlässiger Quelle, daß die Zusammensetzung und die Abreise der neuen britisehen Kommission in Kürze bekanntgegeben werden soll. Der Keren Kajemeth Lejisrael hat von einem Anonymus aus Nordeuropa eine Spende von £ 5000 erhalten, Die japanische Handelsdelegation hat in der hebräischen Presse eine Erklärung erlassen, in welcher sie ihre Bewunderung für das jüdische Aufbauwerk zum Ausdruck bringt. Im Jahre 1937 wurden in Palästina auf einer Bodenfläche von 35 000 Dunam siebzehn land Wirtschaftliehe Siedlungen eingerichtet. Von <!;׳׳»en Siedlungen sind elf Kwuzoth und sechs Moschawim mit einer Bevölkerung von insgesamt 1350 Seelen. Die Jewish Agency hat einen Plan für den Bau von Landstraßen über insgesamt (10 Kilometer vorbereitet, dessen Ausführung £ 100 000 kosten und 2000 Arbeiter beschäftigen wird. Die Regierung hat einen Betrag von £ 3000 für Straßenbau im Scharon zur Verfügung gestellt. Mit der Arbeit soll sofort begonnen werden. Drohender Lehrerstreik Die Lehrer der dem Waad Leumi unterstehenden Hefcräisehen Schulen drohen in den Streik zu treten wegen Streitigkeiten zwischen dem Lehrerverband und dem Waad Hachinueh (Erziehungsdepartement des Waad Leumi) über Gehaltsfragen. Die hebräische Presse protestiert gegen den Streikbeschluß des Lehrerverbandes, von dem 50 000 Schulkinder betroffen würden. Die Zeitungen geben der Hoffnung Ausdruck, daß der Streik noch vermieden werden kann, eine Hoffnung, der sich jeder Freund Palästinas anschließcn wird.