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Jüdische Rundschau · 1938-01-21 · Heft 6 (21.1.1938) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 6 (21.1.1938)
Date
1938-01-21
Page
– (sequence 14)
Language
German
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JIDDISCHE RUNDSCHAU Nr. 6 21. JANUAR 1938 SPORT-RUNDSCHAU Bravo, Gerda! Wir berichteten bereits von der Verleihung der Goldenen Marathon-Nadel an Gerda Gottlieb. Wir alle wissen cs noch, wie sie int vergangenen Sommer zu den leichtathletischen Meisterschaften des Makkabi bei uns weilte, wie sie bescheiden zu ihren Konkurrenzen antrat — auch bescheiden zur Preisverteilung, wo sie ihre Diplome ausgehändigt bekam. Die Marathon- Nadel wird nicht nur an die vergeben, die sportlich Außergewöhnliches leisten, sondern die Verleihung erfolgte auch nach menschlichen Gesichtspunkten. Und darum glauben wir, daß Gerda Göttlich sie doppelt zu Recht bekommen hat. Ausschlaggebend für die <: rreichisehe Sportbchörde sind ihre Leistungen im Hoch- Sprung und dem modernen Fünfkampf. Ihr Hocksprung- Weltrekord aus dem Stand um 1.32 rn, den sie 1933 aufgestcllt hat, ist bis heute noch nicht Überholen worden, und ihre letzte, überragende, Leistung ren die Hauptgründe für die ehrenvolle Auszeichnung. Der Weltmeister im Tischtennis — Richard Bergmann — war ebenfalls für die M urathon-Nudel vorgeschlagen worden, doch konnte er nicht in Betracht gezogen werden, da er kein österreichischer Staatsbürger ist. Rundblick auf die Sportplätze ufSball- und Tischtennis-Mannscha Fußballspiel sta Chemnitz und ׳ Spiel, das trotz Leipziger Bar Kochba Dar aber fam Boden ab und erzwangt der beiden Vereine tren Damcn-Handball-Elf die mit 5:1 abfertigte. Am Nachmittag ka! Jugendmannschaftei :1 den Sieg. Die Sdnilermannscliaften iten sich 1:1, wahrend die Leipziger Mannschaft des Makkabi Chemnitz 1 ein Tischtenniskampf zwischen den . .. —. Makkabi Chemnitz und des Bar Kochba Leipzig zur Austragung, den die Leinziger mit 13:8 beendeten. — Im abschließenden Klubkampf zwischen den Herrenmannschaften des Bar Kocliba-Hakoah Berlin und des Bar Kochba Leipzig siegten die Gäste nach harten Kämpfen knapp aber verdient mit 5:4. Am Sonntag trafen sich auf Einladung der Hakoah- Essen Boxer der Makkabivereirie Köln, Düsseldorf und Essen und die der Schildvereine Dortmund, Köln, Wuppertal und Krefeld. Ergebnisse: Fliegengewicht: Ackerfeld (Dusseldorf) gegen Screbnik (Dortmund): Sieger: Ackerfeld n. P, ־' (Essen) gegen Stern (Dortmund) Weltergewicht: Waag I (Essen) I (Krcffko'sieger: Helfer 'durch Schauder (Essen) gegen Kern Bantamgewicht: Hi Sieger: Hevtnann II n. gegen Waldhorn!•(Dort Belfer (Essen) gegen Sa! k. o. Jugendpapiergewi. (Essen) Sieger: Schau( (Essen) gegen Burian (: gewicht: Schindler (Maki Sieger: Schindler durch A gewicht: Reiff II (Makk Köln) Sieger: Reiff 11. gegen Hirsch (Schild K■ gewicht: Löwenstein (Er tal) unentschieden. ild Köln) 1 eilen. Eli ,ag H (Essen) rsky (Wupper- MAKKABI Den Anhängern des Rasensports wird am Sonntag in Berlin ein großes Ereignis geboten. Die besten Hand- und Fußballer des Makkabi und des Schild werden sich in den Dienst der Jüdischen Winterhilfe stellen, und es wird nach den vorliegenden Mannschaftsaufstellungen hochinteressante Kämpfe geben. Wir erwähnten bereits, daß das Handballspiel wohl ein Zusammentreffen der besten Verb. er dieses Sportzweiges bringen wird. Bei den Fußballern tritt leider eine Schwächung der Berliner Makkabi-Mannschaft ein, da die besten Vertreter des Berliner Makkabi-Bezirks, Hilkowitz und Sperber, nicht antreten werden. Doch wird die Mannschaft immer noch stark genug sein, um dem Gegner mindestens gleichwertig zu sein. Die Handballer der Berliner Schild-Vereine und des südwestdeutschen Makkabi werden sich in folgender Aufstellung gegeniiberstehcn: Makkabi: Hedi» (Bar Kochba Frankfurt) Schließer Flörsheim (beide Bar Kochba Frankfurt) Strauß Wellwarth Vollweiler (sämtlich Bar Kochba Frankfurt) Kat* Stein Speyer Gelbart Althausen (■amtlich Bar Kochba Frankfurt) (Bar Kochba Mannheim) Choren II (JSG) Choren I Dorfmann \ (JSG) (Bord.) Kojen Henoch USG) (Boxcl.) Chaim Wolf (JSG) (Boxcl.) Mundstode (JSG) (JSG)** Schild: (JSG) Der Deutsche Makkabi-Meister Bar Kochba-Frankfurt a. M. wird also nur mit einer Aenderung in Berlin antreten. Der Linksaußen Althausen aus Mannheim ist unbedingt wert, in diese Mannschaft aufgenommen zu werden, und gerade er wird es sein, der der Berliner Hintermannschaft viel Kopfzerbrechen bereiten wird. Aber auch sonst dürfte der südwestdeutschc Sturm dem Gegner eine harte Nuß zu knacken geben, um so mehr, als es der bewährte Mittelläufer Wellwarth, der auf diesem Posten der beste Handballspieler im jüdischen Sport in Deutschland ’überhaupt ist, verstehen wird, seine Stürmerreihe wirkungsvoll zu unterstützen. Die Stärke der Schild- Mannschaft liegt in der Läuferreihe, aber auch der linke Sturmflügel wird dafür sorgen, daß der Kampf spannend und bis zur letzten Minute offen verläuft. Als Schiedsrichter wird hier der bewährte Max Freund aus Kassel fungieren. Ist es beim Handball schon schwer zu sageti, wer der bessere sein wird, so ist cs für das Fußballspiel nahezu unmöglich, die Chancen vorherzusagen. Würden Hilkowitz und Sperber mitwirken, wäre es ein leichtes, den Sieger zu nennen — so jedoch sind die Mannschaften derartig ausgeglichen, daß von einer Ucbcrlegcnhcit des einen oder anderen keine Rede sein kann. Die Verbände werden folgende Mannschäften stellen: Makkabi: Gold, (Offe nidt Ei« Vollweiler d,) (Frankfurt) (Stuttgart) H. Scheer Markiewilr (Stuttgartt (Karlsruhe) E. Scheer (Stuttgart) Vollweiler (Frankfurt) Rar (Ka Knufm (Karlsr nberg Dreifu» ruhe) (Stuttgart) Eckstein (Frankfurt) Schild: Die Makkabi-Mannschaft hat eigentlich keinen schwachen Punkt. Nathan im Tor wird seine Kunst erneut unter Be• weis stellen, die Verteidigung ist routiniert genug, auch dem steärksten Sturm Widerstand entgegenzusetzen, von den Läufern haben wir bisher nur das Beste gesehen, und die Läuferreihe wird wohl auch die Hauptstütze der Mann• Schaft bilden. Der Sturm wiederum wird, mit Langsam in der Mitte, zuverlässig arbeiten und versuchen, die gefürchtetc Hintermannschaft des Gegners auszuschalten. Die Scliild-Elf ist außerordentlich stark. An allen Punkten sind die besten Kräfte, die zur Verfügung standen, eingesetzt worden. Den Stamm bilden die Mitglieder des Schild-Stuttgart, der im vergangenen Jahre die Reichsmeisterschaft erringen konnte. Die Verstärkungen aus Frankfurt, Karlsruhe und Offen hach verleihen der Mannschaft eine gefährliche Stärke, die vielleicht nur dadurch getrübt wird, daß diese Elf zu wenig eingespielt ist. Doch kann dies durch die Routine der einzelnen Spieler ausgeglichen werden. Beginn des Handballspiels: 10,45 Uhr. Beginn des Fußballspiels: 12 Uhr. Fußballweltmeisterschaft: Palästina ־ Griechenland Der Sportkl staltete die Austragi tennis. Erwartungs;..; bei den Damen i lil Thon. M a k kn 1) i M. - G 1 a d b a c h voran- I siegten bei dm Senioren Leo Koppel, fern und bei den jugendlichen Heinz Punktspiele der südwede Mannheim: Fußball: Schild I Handball: Schild 1 gegen Bai titschen Spielgemeinsehaft in egen Bar Kochba I 0:2. — Kochba 1 '2:9. Fußball: Hakoah Köln r gegen Makkabi Düsseidort I 0:5 (0:1). Makkabi M.-Gladbach und Hakoah Essen trafen sich in Krefeld zum fälligen Meisterschaftsspiel. M.-Gladbach konnte mit 13 :4 einen hohen Sieg erringen. — Im Tischtennis-Klubkampt Essen gegen M.-Gladbach siegte M.-Gladbach mit 6 :1. Was bringt der Sonntag? Düsseldorf. Fußball: 14.30 Uhr: Makkabi Düsseldorf gegen Makkabi M.-Gladbach. Entscheidungsspiel. Frankfurt a. M. Sondershauscr Straße: Pflichtspiele des ״Sp!clausschusses“. Fußball: 10 Uhr: Hakoah Frankfurt Jugern! B gegen Bar Kochba Frankfurt lugend B I; 11.45 Uhr: Hakoah Frankfurt Schüler gegen AJT11S. Asclinffenburg Schüler; 12.30 Uhr: Hakoah Frankfurt Schüler II gegen Philanthropm Frankfurt Schüler I. Hanau. Pflichtspiele des ״Spielausschusses‘*. Fußball: 13.45 Uhr: JJB. Hanau I gegen Bar Kochba Offenbach!. Handball: 15.30 Uhr: JJB. Hatrau Frauen gegen Bar Kochba Offenbach Frauen. Karlsruhe. Pflichtspiele des ״Spielausschusses“. Fußball: 13.15 Uhr: Hakoah Karlsruhe Jugend gegen Bar Kochba Mannheim Jugend. 14.30 Uhr: Hakoah Karlsruhe I gegen Bar Kochba Mannheim I. Offenbach. Pflichtspiele des ״Spielausschusses“. Sportplatz des VfR. Offenbach. Fußball: 11.45 Uhr: JSpV, Offennach AH. gegen Rar Kochba Frankfurt II. Handball: 10 Uhr; JSpV. Offenbach t rauen gegen Bar Kochba Frankfurt Frauen. Stuttgart. Sportpl. Fcuerbachtal. Pflichtspiel des ״Spielausschusses“. Fußhall: 14.30 Uhr: Hakoah Stuttgart I gegen Schild Heilbronn I. *־* ־* ־ Nachdem die palästinensische ־ Auswahl - Elt mehrere Trainingsspiele gegen Vienna durchgeführt hat und die bei diesen Kämpfen ermittelten Spieler zu einem Trainingslager in Herzlia zusammengezogen wurden, sind die Vorbereitungen fiir das diesen Sonnabend in Tel Aviv stattfindcnde Spiel abgeschlossen. Es ist das erste Mal, daß eine Mannschaft Erez Israels in eine Konkurrenz cintritt, die im internationalen Sport eine Sonderstellung entnimmt. Dreimal gegen Vienna Wir berichteten bereits über zwei Spiele, die die österreichisclie Meistermannschaft gegen das palästinensische Team ausgetragen hat. Wir können dazu ergänzend noch mitteilen, daß der Mannschaftsführer der jüdischen Elf, Benzion Fett, über seine Mannschaft sehr befriedigt war, die, wie er sagte, bisher das beste Spiel geliefert hat. Es war sehr ehrenvoll, gegen einen so international bekannten Gegner nur mit einem Tor Differenz zu verlieren. Wenn die jüdische Nationalmannschaft öfter Gelegenheit hätte, gegen eine so hervorragende Mannschaft zu spielen, dann, so meint Fett, dürfte sie noch zu größeren Leistungen berufen sein. Eins der führenden Wiener Sportblätter berichtet über das Spiel: In der ersten Halbzeit waren die Palästinenser fast ununterbrachen im Angriff und das schnelle Spiel schien den Gästen nicht zu liegen. Es war ein anregendes Spiel, in dem den Wienern aber der Sieg viel schwerer gemacht wurde, als sie es sich wohl vorgestellt hatten. Erst in der zweiten Hälfte trat die Ueberlegenheit der Oesterrcieher klar zu Tage. Durch die ruhige Spielweise konnten sie ihre Kräfte sparen, und nun stand die Verteidigung des Palästina-Teams fortwährend unter Hochdruck. Sie wehrte sich aber mit vollem Erfolg, und die Angriffsarbeit der Gäste gestaltete sich nicht wirkungsvoller. Zum Schluß wurde das Spiel überaus zäh durchgeführt, was z. T. ein Verdienst des Schiedsrichters Markus war. Das zweite Spiel in Haifa gegen die doriige Makkabi- Mannschaft endete 4 :0 zugunsten der Vienna. Hier machte sich der Umstand bemerkbar, daß die Gäste sich mit dem Klima bereits abgefunden haben und mit der Hitze nicht mehr die Schwierigkeit hatten, die sie am Anfang ihrer Tournee bekämpfen mußten. Hier war es gerade umgekehrt als im ersten Spiel. Die Ueberlegenheit der Gäste machte sich besonders in der ersten Halbzeit bemerkbar, und das wurde auch )?dadurch unterstrichen, daß alle vier Treffer innerhalb de Fersten 45 Minuten fielen. Nach der Pause war der beste Teil der jüdischen Mannschaft das Schlußdreieck, das jeden weiteren Erfolg verhinderte. Einen Tag später fand in Tel Aviv das letzte Spid der Vienna statt. Hier traten sie der Tel Aviver Auswahlmannschaft gegenüber, die ziemlich glatt mit 6:2 abgefertigt wurde. Vienna spielte jedoch an diesem Tage in Ueberform. So konnte der österreichische Halblinke Barilly allein durch seine Dribbelgänge vier Treffer landen, die aus bemerkenswert guten Schüssen bestanden. Auch diesem Spiel wohnten, wie den beiden vorhergehenden, über 5000 Zuschauer bei. Und nun gegen Griechenlandl Unter besseren Voraussetzungen könnte sich die jüdische Mannschaft wohl einen Kampf um die Vorrunde i!1 der Wdt* meisterschaft nicht wünschen. Drei erstklassige Trainingsspiele sind schon Maßnahmen, die dem Zweck voll entsprechen. Wir kennen die griechische Mannschaft nicht so genau, als daß wir uns ein abschließendes Urteil über sie bilden könnten; wir wissen nur, daß sie einen Gegner darstellt, der nicht zu unterschätzen ist. Die Stärke der Griechen liegt hauptsächlich im Sturm. Und da heißt es für die jüdische Hintermannschaft, sehr aufzupassen. Avner, Halevy als Verteidiger lind Klein im Tor durften eigentlich eine Gewähr dafür bieten, daß in dieser Hinsicht nicht viel zu befürchten ist. Man muß vielmehr darauf bedacht sein, den rechten Flügel sorgfältig aufzustellen. Wenn auch im ersten Spiel dieser Auswahlmannschaft eigentlich kein Versager in der Mannschaft war, so war doch Zimet (von früher aus Berlin bekannt) den Anforderungen nicht ganz gewachsen. Es ist zu erwarten, daß der Sturm in einer anderen Aufstellung spielen wird als gegen die österreichische Meistermannschaft. W. I.,, Stettin: Eli Katz, der lange Jahre dem Deutschen Makkabikrcis angehörte, lief folgende Rekorde: 3000-m-Hindernis 9:43.8 Min. (1024), 3000 m 8:35.2 Min. (1026) und 5000 ni 15.04 Min. (1927). Eli Katz ist jetzt Verwalter der neuerbauten Aschenbahn des Makkabi-Stadions in Tel Aviv. P. S., Berlin: Der ehemalige Torwächter im Handball des Bar Kochba-Hakoah Berlin war Ervin Kober. Er ist jetzt in Ungarn. _ Die Tischtennis-Meisterschaften des Bezirks Beriin-Brandenburg sind wegen der Winterhilfsspiele vom 23. Januar auf den 6. Februar verlegt worden.

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