Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1938-01-21 · Heft 6 (21.1.1938) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 6 (21.1.1938)
Date
1938-01-21
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653549-2653555--31808-2683491
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Nr. 6 21.1.1938 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 13 Werfel-Premiere in Köln Die mit Spannung erwartete Erstaufführung in Deutschland von Franz Werfels Schauspiel ״In einer Nacht“ fand am 18. Januar im dichtbesetzten Saale des Kölner Gemeindehauses starke Anteilnahme, (lieber die Wiener Uraufführung wurde in der ״I. R.“ Nr. 80/1937 ausführlich berichtet. — A. d. Red.) Das Werk spielt im mystischen Dämmerscheine bei Kerzenlicht und diese Schattenwelt unter* malt die Zergliederung der seelischen Schwingungen der drei Menschen dieses Werkes. Es ist etwas Strindbergisches in diesen Seelenzuständen, in diesem Selbstzerfleischen der ein* zelnen Menschen. Nur, daß bei Werfel nach all den inneren Kämpfen die Verbindung im Tode zu einer befreienden Lösung führt. Nach langen Jahren der Trennung kommt ein Fremdgewordener in die Heimat und findet die Jugendgelicbte mit dem Freunde vermählt. Beide hatten die Frau gleichzeitig kennen gelernt. Gabriel als stundengebender Mediziner, Eduard als Studienkamerad. Der Zurückgekehrte will eine Wieder* begegnung vermeiden. Doch aus einer tollen Lust_ heraus zwingt Eduard den Freund als seinen Gast zu Felizitas. Es ist ein verzweifeltes Spiel des Gatten um seine Frau. Alle seelischen Wunden brechen auf. Keine Rettung bleibt, nur der Verzicht. Da reißt sich der Jugendfreund los, um dem Gatten den Platz zu lassen. Doch Eduard, seine innere Nieder* läge erkennend, führt auf dem Wege zur Bahn die Mordwaffe gegen seinen Freund. Fassungslos kämpft Felizitas um sein Leben. Im mystischen Raum, im Lichtkreis, schwingt nun die Seelen gestalt Gabriels. Felizitas kann nicht länger leben und gibt sich den Tod. Die Grenzen des Jenseits öffnen sich vor der sieghaften Liebe und aus dem Schattenreich: der Weg führt die Liebenden schicksalhaft wieder zusammen. Ein Spiel aus Traum, aus Verzweiflung und Leidenschaff, eine Melodie der Liebe und der Erlösung, die zu einer ewigen Elegie der Sehnsucht und Erfüllung wird. Kein Publikumsstück im eigentlichen Sinne, doch ein Werk voll Charakter und Eigenwilligkeit. Ben Spanier hat mit feinem Verständnis dem Geschehen auf der Bühne seinen Rahmen gegeben. Bild und Klang sind die Elemente dieser Regie, Ein Pathos im Sinne der inneren Beschwingtlieit strömt aus dem Erlebnis der Freundschaft und Liehe und wird zu einem Funken, der in eine traumhafte Welt hinüberglüht. Audi das Bühnenbild von Egon Markus ist mystisch durchweht. Friedl Münzer ist I eli/itas, eine Frau, die in ihr Leid liineinwächst und im Glauben an eine Wiedervereinigung im Tode ihre innere Ruhe sucht. Die eisige Härte ihrem Gatten gegenüber wird dadurch verständlich. Aus den Erlebnistiefen der Seele bricht bei ihr Ausdruck und Spiel hervor. Alexander Lipschitz bleibt ein diskret zurückhaltender, vornehmer Gabriel. Qual und Schicksal sind bei ihm aufrüttelnd gezeichnet. Ein Klang des Unerbittlichen, des schmerzhaft Entsagenden spricht aus seinem Ton. Max Sc hei ge formt und entwickelt den in seiner inneren Einsamkeit um Verstehen und Liebe kämpfenden Eduard mit festen Strichen. Alfons Fink als Arzt stellt einen ausgezeichnet gesehenen Typ. Saftig, dabei doch grundgütig erscheint der Gendarmerieinspektor Kovacs von Heinz Kahnemann. W. Fraenkel (Froon) hat einen schart geschnittenen, fast dämonisch umwitterten Umriß. F. J. Ankündigungen aus dem Reich Breslaui Misrachi. Am 27. Jan., bei Glogowski, Schweidnitzer Stadtgraben 9, Dr. E. Urbach: ״Der religiöse Gedanke in der neuhebräischen Literatur“. — Wizo. 26. Januar, 16.30 Uhr, Schweidnitzer Stadtgraben 9, Klubnachmittag; Fritz Günther Nathan: ״Die Bildungs- Situation der Juden in Deutschland“. — Bruchtal 1 Zion. Vereinigung. Am 27. Januar, Dr. Lothar Ei ner (Stuttgart): ״Die tieferen Ursachen der Palästina-Unruhen“. — Düsseldorf! Misrachi. Am 22. Januar, 20.30 Uhr, Generalversammlung bei Holländer. — Zion. Vereinigung. 24. Januar, 20.30 Uhr, Intensivkreis (Leitung Dr. Ikcnberg) im Gemcindehnus. — Frankfurt a. M.1 Chug Iwri. Am 22. Januar, EschcrshcimcT Lands». 65. 16 Uhr, palästinensische Presseschau (Leitung B. Messerer). — Karlsruhe! Am 6. Februar, Jüngeten-Pegiscbalt des Galil Südwest des Habonim. — Köln! Zion. Vereinigung. Am 27. Januar, Dr. Braun: ״Von der Balfour-Deklaration bis zum Peel- Bericht“ (Wizo-Abend und Arbeitskreis), —- 29, Januar, Oneg Schabbat, Leitung: Oberkantor Feldmann: ״Die Entwicklung der synagogalen Musik im 19. Jahrhundert“. Beide Veranstaltungen um 20.45 Uhr, Ciicilienstr. 18/22. — München! Jüdisches I.ehrhaus. Vortrugsreihe: ״Vier Fragen jüdischer Existenz heute“: Dr. Paul Eppstein: Lubinski: Berufsausbildung, 12. Februar; Dr. Arthur Prinz: Austvanderung, 19. Februar; Dr. Adolf Lesdmitzcr: ״Eltern und Schule“, 12. März, jeweils 20.30 Uhr. —■ Lehrturse: Montags: Flnkelsclierer: Diaspora (Beginn 24. Januar). Dienstags: Feuchtwanger: Geschichte Mittelalter bis zur Emanzipation (Beginn 25. Januar). Mittwochs: Perlmutter: Englische Kolonialpolitik (Beginn 16. Februar). Wiesner: Mbchnah (Beginn 26. Januar). Silberschmidt: Moderne Philosophie (Beginn 19. Januar). Donnerstags: Calmmann: Nationalismus im Orient (Beginn 20. Januar). Schaalmann: Neue Erkenntnisse über den Weltenraum (Beginn 20. Januar). — Jugendführerkurse: Adler: Musikalische Arbeitsgemeinschaft (19. und 20. Februar). Liebeschütz: Geschichte (19. und 20. März). Gundersheimer: Kunst des 19. Jahrhunderts (2. und 3. April). — Saarbrücken: Zion. Vereinigung. Am 25. Januar, 20.45 Uhr, Eutterstr. 25, Rabb. Dr. Rothschild: ״Juden in Palästina seit Untergang des Staates“. Barmizwah-Termin. Am 29. Januar (27. Schwat): Wolfgang St ein i t z, Sohn von Frau Leoni Steinitz, geb. Kasket, Gera, Flanzstr. 28. Dienstag, 25. Jan. 1938, 20.30 Uhr, Tum* halle der Isr. Volksschule, Ob. Kanalstr. Nürnberg Kundgebung der fewish Agency und des Keren Hajessod Begrüßung 1 Kornm.-Rat L Rosenzweig Dr. Hans Friedenthal, Berlin Was wird aus Palästina? Rabb. Dr. Hugo Hahn, Essen Was bedeutet Palästina für die Juden in Deutschland? Ortskomitee Nürnberg-Fürth der fewish Agency for Palatine Auswanderer-Rechte gegen ausländische Lebens - Versicherungen Vor einem Landgericht kam ein Rechtsstreit zum Austrag, den eine jüdische Auswanderin gegen eine schweizerische Lebensversicherungsgesell* schaff führte und der auch für die Rechte anderer Ver- Sicherungsnehmer eine gewisse Bedeutung hat. Der Ehemann der Klägerin hatte im Jahre 1926 sein Leben zugunsten der Klägerin bei einer schweizer Gesell- Schaft versichert. Die Prämienzahlungen hatten in schweizer Franken zu erfolgen und sind bis zum Jahre 1934 auch vorschriftsmäßig bewirkt worden, seit dem Erlaß der De- Visengesetze mit Genehmigung der Devisenstelle. Im Jahre 1935 wurde die Versicherung mit der Maßgabe umgestellt, daß der bereits in fremder Währung bezahlte Teil der Prämien (Deckungskapital) dem Versicherungsnehmer in effektiven Devisen erhalten blieb. Auch für den Fall des Rückkaufs sollte der bestimmt berechnete Fremdwährungsanteil in der fremden Währung ausgezahlt werden. Die Klägerin beabsichtigte, im Jahre 1937 aus zuwandern, und hat dieses inzwischen auch getan. Von der Devisenstelle war ihr in Aussicht gestellt worden, daß sie unter einer Auflage über einen Teil der Rückkaufssumme im Ausland würde verfügen dürfen, vorausgesetzt, daß eine Inanspruchnahme der Mittel der Reichsbank nicht in Frage käme. Nachdem sie nunmehr von ihrem Rückkaufsrecht Oebrauch machen wollte, lehnte die beklagte Gesellschaft es ab, den Rückkauf in schweizer Franken zu tätigen. Daraufhin kam es zu der Klage auf Feststellung vor dem Landgericht, die mit dem Ziele geführt wurde, daß die Gesellschaft verpflichtet sei, den fremden Währungsanteil in effektiven schweizer Franken zu zahlen, und daß sie außerdem den Verzugsschaden zu ersetz.cn habe, der durch die bisherige Weigerung entstanden war. Mit diesem Antrag hat die Klägerin obgesiegt. Der Haupteinwand der Gesellschaft ging dahin, daß die Klägerin gegen Treu und Glauben verstoße, wenn sie Leistung in schweizer Frauken verlange, obgleich die deutschen Devisenvorräte der Gesellschaft schon erschöpft seien. Das Gericht erkannte den Einwand nicht an, weil die Beklagte die Prämien selbst in schweizer Franker! erhalten hatte und weil sie seinerzeit ja auch in ihrer Propaganda im Hinblick auf die gerade verstrichene Inflationszeit in Deutschland den Abschluß einer Versicherung bei ihr den Interessenten schmaek- Haft zu machen wußte. Dieses zwinge sie heute auch zur Einhaltung ihrer Verpflichtung, selbst wenn sie notfalls auf ihre schweizer Bestände zurückgreifen müßte. Dr. Loew enstein (Königsberg/Pr.) IN ALLER KURZE Die Jahresversammlung des ״American Jewish Committee“ (Organisation der nichtzionistischen Notabcln) in New York nahm eine Resolution an, die sich gegen den Teilungsplan wandte und den Fortbestand des Mandates bzw. eine andere Lösung, die die Garantien der Baifonr-Dcklaration wahrt, forderte. Die Resolution betont weiter die Notwendigkeit der Kooperation des American Jewish Committee mit der Jewish Agency zwecks Erlangung einer gerechten Lösung der Palästinafrage. . Die Familie Rothschild in London dementierte aufs entschiedenste, bei der englischen Regierung Schritte gegen die geplante Errichtung eines Judenstaates in Palästina unternommen zu haben. (Die Nachricht, mit der sicii auch die ״J. R.“ befaßt hat, war durch den ״Daiiv Hcrald“ in die Welt gesetzt worden, der behauptete, jüdische Finanziers hätten mit den gegen den Judcnstaat opponierenden Kabinettsmitgiiedern Zusammenkünfte gehabt.) Das portugiesische Regierungsorgan ״Diario da Manha“ erwähnte in einem Leitartikel, daß es in Portugal keine Judenfrage gebe. Die portugiesisehen Juden seien am Leben der Nation viel beteiligt. In der Warschauer Handelshochschule ist es zu anti jüdischen Kundgebungen gekommen. Die Demonstration richtete sich gegen einen Dozenten, der sich für die jüdischen Studierenden eingesetzt hatte. Vom Rektorat der Hochschule wurden die Vorlesungen und Uebungen bis auf weiteres gesperrt. — Der Deputierte Sommerstein erhob im polnischen Sejm Protest gegen den Gebrauch des polnischen Radios für antisemitische Propaganda. Königin Wilhelm ine von Holland, die Krön- Prinzessin Julianne und Prinz Bernhard spendeten Beiträge zu dem Fonds für das jüdische Invalidenwerk in Amsterdam. in New York wurde an der Metropolitan Opera nach 24 Jahren Verdis ״Othello“ in glänzender Besetzung erneuert. Die Regie bei dieser Aufführung, die musikalisch von Ettore Panizza geleitet wird, führt Herbert Graf (der jiidische Regisseur, der auch bei den Salzburger Festspielen mitgewirkt hat). Am 18. November rezitierte Alfred Olschki in der Wizo in Zagreb. Er las aus der Bibel, Heine, Schalom Asch und Bcer-Hofmann. Reicher Beifall wurde ihm zuteil. Anläßlich der 100jährigen Wiederkehr der Uraufführung von Adams Oper ״Der Postillon von l.onjumeau“ fand eine Jubiiäunisvorstelhmg dieser Oper im Sender Beromünster statt Es dirigierte Leo Schottiaender, die Titelpartie sang Bruno Ücko (dzt. Amsterdam). Offene Auslandstellen. (Zur Besetzung genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg.) Es werden gesucht; 1. Nach Palästina ein erstklassiger, jüdischer Setzer, der an die Ausführung von handgesetzten, bibliophilen Drucken gewöhnt ist. — 2. Nach Peru ein jüdischer (möglichst lediger) Seifensieder; eventuell Anstellung auf Grund eines dreijährigen Arbeitsvertrages als Hilfschemiker. Er hätte auch den Versand zu beaufsichtigen. Gehalt bei 25 Arbeitstagen im ersten Halbjahr 5 Soles täglich, im zweiten Halbjahr 6 Soles täglich. — 3. Nach Südafrika für einen größeren Haushalt eine perfekte, jüdische Köchin. — 4. Für Venezuela eine jüdische Korrespondentin für deutsch und englisch. Gehalt 300 Bolivas. Einreise wird besorgt. — 5. Nach Venezuela eine jüdische Hausangestellte, die etwas kochen kann. Oehait 100 Bolives bei freier Station. Einreise wird besorgt. — 6. Nach Neu-Seeland eine jüngere jüdische Kraft zur vollständigen Führung des Haushaltes und aller häuslichen Arbeiten. Da die Hausfrau leidend ist, wäre eine in der Krankenpflege erfahrene Dame (Aerztin oder Schwester) erwünscht. — Ausführliche Bewerbungen, nur auf Luftpostdünnpapier, Zeugnisabschriften, Lebenslauf, sowie Paßphoto werden weitergeleitet durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 19, Lindenstraße 48—50. Rabbinische Lehranstalt (Hoffmannsche Jeschiwa), Frankfurt a. M. Das Sommersemcster beginnt am 2. Mai. Anmeldüngen für alle vier Abteilungen werden schon jetzt entgegengenommen. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben aufgenommen, die auch nur geringe Vorkenntnisse in den jüdischen Fächern besitzen, Anmeldungen mit Altersdaten und Angabe der dischen Vorbildung bis spätestens 14. April an das K«*latorium der Rabbinischen Lehranstalt ״Jeschiwa“, Frankfurt a. M,, Theobald-Christ-Str. ß. Schach Bearbeitet von l. Mieses Aufgabe Nr. 23 / Wiener Partie Von Dr. E. Blumberg in Leipzig Der Verfasser dieses nicht schwierigen, aber geschickt aufg«. bauten Zweirügers fungiert bekanntlich als ״Obmann für Schach kn Deutschen MakkalnkrcNc“. Dr. B. Blumbcrg Weiß 1. c2—e4 2. S bl—c3 3. L fl—04 Goldfaden Schwarz e7—c:5 L f8—c5 d7—d6 14. L c4Xd5 15. TglXg״t 15. K g8X D d8;<d5 blau f, denn auf;7 folgt 16, I)e3— Dritter jüdischer Schachkongreß vom 7.—14. Mürz in lla!״ Perimam), Hamburg, Brahm-allere 25, bis 15. f’cbni ׳end- und U1cki.il/di Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen (Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Anfragen aus unserem Le ״׳kreise betrelfcnd den Verbleib vermißter Freunde. Diejenigen Leser, die Uber die Gesuchten Auskunft geben können, worden um Mitteilung ersucht.) Nr. 126. Israel und Levi Goldschmidt, um 1890 nach USA. ausgewandert, gebürtig aus Hausen b. Oberaula (Hessen), werden gesucht von Willy Deutsch, Charlottenbürg 4, Droysenstr. 17, I, Nr. 127. Die Geschwister (oder deren Kinder) von Therese Silbermann, geb. Wittkowski, geb. 1870 zu Posen, und zwar: Rosa Götz, geb. Wittkowski, David, Gustav und Albert Wittkowski und deren Kinder (Adresse des letzteren vor zirka 30 Jahren: 716, Cherry Str., Macon Savannah, Staat Georgia) werden gesucht von Betty Schachne, geb. Silbermann, Berlin-Pankow, Eintrachtstr. 9. Nr. 128. Herr Kirschenbaum aus Baranow (Polen), zuletzt Chikago, wird gesucht von Rosa Kantor, geb. Kirschenbaum, Berlin SW 19, Stallschreiberstr. 8 a, I. Nr, 129. Israel Rupczanskl aus Wenograd (Rußland), 1909 ausgewandert nach New York, wird gesucht von Mattes Re8nikow, Oppeln (O.-S.), Nikolaistr. 10,12. Nr. 130. Boris Warkow, früher Brooklyn, 3th West- Street 1768, wird gesucht von Moses Warkowctzky, Berlin, Kurfiirstendamm 178. Nr. 131. Nathan Jaslowitz und Kinder, zuletzt 331 East 8th Street, New York (früher Russisch-Nowejclitza), werden f o , ■ ■ ־ ’ יי ׳ “ '!i- . ״ Nr. 132. Moritz Unger aus Bcntschen, oder dessen Nachkommen, in USA., werden gesucht von Leopold Rosenthal, Breslau 1, Blücherpl. 5. Nr. 133. Die Nachkommen von Salomon Scheyer und von Salo Unger, tun 1900 nach New York ausgewandert, werden gesucht von Leopold Scheyer, Charlottenburg 9, Oldenburg-Alice 58 a. Nr. 134. Leopold Isaak gen. Ike; Josef, Louis, Hermann Sonneborn und Mathilde Bloch, geh. Sonncborn, sämtlich geboren in Breidenbacli am Biedenkopf, jetzt New York und Utika, werden gesucht von Frau Lydia Rath, geb. Schloß, aus Alsfeld, jetzt Neuwied a. Rhein, Feldkirchcr Str. 13. Nr. 135. David Weil aus Pirmasens, in den 70er Jahren nach Amerika ausgewandert, oder seine Nachkommen, werden gesucht von Eugen Maier, Forst (Nieder-Lausitz), Wilhelmstr. 23. Nr. 136. Riwocska Maikowskaja aus Suwalki, letzte Adresse 880 N. Richmond Str., Chicago, wird gesucht von Dr. Siegfried Dobrin, Berlin W 62, Keithstr. 14 a. Nr. 137. Die Nachkommen der Brüder Lazarus und Hermann Ehrenberg, geb. in Schönsee (Westpreußen), letzter Wohnort Little Rock; ferner die Kinder der Brüder Karl und Max Joseph in Chicago werden gesucht von Betty Lachs, geb. Ehrenberg, Breslau 13, Charlottenstr, 7. Aus Kopenhagen. Am 12. Januar beging Dansk Zionistforening sein 35jähriges Jubiläum. Der dänische Zionistenverein wurde also nur etwa fünf Jahre nach der zionistischen Weltorganisation gebildet. In kurzen Ansprachen hat man des Gründers, Dr. Louis Frankel, und der ersten Präsidenten, darunter Josef Nachemsohn, gedacht. In Kopenhagen starb, im Alter von 82 Jahren, Frau Cora Simonsen, die Witwe des 1932 verstorbenen Professors David Simonsen, eines jüdischen Gelehrten und Wohltäters von größtem Format, der eine Zeitlang Oberrabbiner von Kopenhagen war. ihr Haus war ein hochkultiviertes jüdisches gesellschaftliches Zentrum. Die Beerdigung fand unter größter Beteiligung letzten Sonntag statt. Vom Erholungsheim Lehnitz des Jüdischen Frauenbundes führen schöne Spaziergänge in ruhige Kiefernwälder und an den See. Im Heim bietet eine Veranda Gelegenheit zu Liegekuren. In Lehnitz, finden Nervöse und Rekonvaleszenten Erholung. Das freundlich eingerichtete Haus ist nicht überfüllt. Anmeldung; Verband Berlin des Jüd. Frauenbundes, Grunewald, Königsallee 11 a (Dienstag 16—18 Uhr, Freitag 11—13 Uhr), Telephon 97 37 46 oder täglich Oranien* bürg 2043.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.