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Jüdische Rundschau · 1938-01-04 · Heft 1 (4.1.1938) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 1 (4.1.1938)
Date
1938-01-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 1, 4.1.1938 Meldungen scheint es, daß man auf ein Kompromiß hin־ arbeitet, das darin besteht, daß die neue Kommission, die in den allernächsten Tagen (״Daily Telegraph“ spricht von Mitte dieser Woche) ernannt werden soll, weitere Vollmachten erhält, als ursprünglich vorgesehen war. Sie soll nicht nur die beste Art und Weise, wie die Empfehlungen des Peel-Berichtes durchgeführt werden können, untersuchen, sondern sie soll darüber hinaus auch die Möglichkeit haben, neue Vorschläge für die Lösung des Palästina-Problems zu machen, mit anderen Worten: den Teilungsplan durch einen anderen Plan zu ersetzen. Wir stehen also neuerlich vor der Tatsache, daß die englische Regierung eine Palästina-Politik, die sie feierlich als endgültig bezeichnet hat, wieder zur Diskussion stellt. Nichts aber, darin stimmten maßgebende Engländer und viele andere Beobachter überein, ist dieser Politik so schädlich wie die ihr seit Jahren anhaftende Unentsch i e d e n h e i t, die immer wieder die Beteiligten ermutigt, durch Propaganda und Pressionen eine Aenderung zu erstreben und vor allem in den Arabern die Meinung aulkommen läßt, bei einer konsequenten Politik der Non-Cooperation würden sie schließlich ihre Wünsche durchsetzen. Die englische Zeitschrift ״Great Britain and the East“, die Woche für Woche besonders eindringlich die Notwendigkeit eines uncrschütterliehen Festhalfens an der einmal getroffener! Entscheidung prokiamiert hatte, erklärt auch jetzt, offenbar in Anbetracht der umlaufenden Gerüchte, daß die Regierung an ihrem Plan ״festhalte“, aber Modifikationen, insbesondere in bezug auf die Grenzen, in Erwägung ziehe, um den Beschwerden der Araber entgegen/ukommen. Diese Eröffnung wird zahlreiche Juden höchst überraschen, die erwartet hatten, daß bei den kommenden Verhandlungen Verbesserungen zugrinsten der Juden und nicht zugunsten der Araber erzielt werden sollen. Andere Alternativen? Trotz dieser Versicherungen, daß die Regierung am Teilung,splan festbält, glauben viele, daß die Erörterung anderer Möglichkeiten in den Vordergrund treten wird. Die Regierung wolle nur ״das Gesicht wahren“. Sie spricht von ״fesfhaltcn“, öffnet aber Schlupflöcher für andere Pläne. Am deutlichsten drückt diese Haltung der dem Außenamt nahestehende ״Dailv Telegraph“ aus, der die Gerüchte über eine Aenderung der Palästina-Politik (und übrigens auch über Uneinigkeit im Kabinett) in Abrede stellt und dann fortfährt: ״Falls die Kommission im Laufe des Sommers eine Möglichkeit finden könne, Araber und Juden in einer Atmo- Sphäre ohne Angst vor terroristischen Gewalttätigkeiten zusatnmenzubringen, so könnte man verstehen, wenn vielleicht doch die Ansicht der Peel-Kommission, eine. Teilung des Landes sei die einzige Lösung, modifiziert werden würde.“ Wir haben zur Zeit des Züricher Kongresses uns für die Annähme des Teilungsplanes ausgesprochen, weil es schon damals klar erschien, daß die andere Alternative ein arabisches Palästina mit Jüdischer Minderheit wäre, nicht aber, wie manche es darstelien wollten, ein jüdisches Palästina mit arabischer Minderheit, Das Problem der Minderheit ist in der letzten Zeit im Zusammenhang mit den Diskussionen über die Möglichkeit einer arabisch-jüdischen Verständigung wieder aufgetaucht. Gerüchtweise verlautete, daß zwischen Juden und Arabern inoffizielle Verhandlungen stattgefunden haben. Allerhand Namen tauchten auf. Man sprach von Lord Samuel, der mit führenden Arabern, angeblich auch in Kairo mit Auni Abdul Hadi gesprochen haben soll (was dementiert wurde), Paschas, auch andere jüdische Persönlichkeiten wurden mit diesen Plänen in Verbindung gebracht. Zuletzt hat Ben Gurion sich öffentlich zu den in der arabischen Presse aufgetauchten Vorschlägen geäußert und dabei vor allem ein« betont: die Zionistische Exekutive werde unter keiner Bedingung die Juden auf den Status einer Minderheit in Palästina festlegen lassen, Für das jüdische Volk ist in der Tat der Status einer Minderheit in Palästina unannehmbar, denn alles, was sich mit dem Ideal der nationalen Renaissance verbindet, beruht auf einer unbedingten Sicherung des nationalen Lebens nach außen und nach innen, ohne Abhängigkeit von einer anderen bestimmenden Macht. Wird aber dieser Status abgelehnt und findet sich auch keine neue konsfrukfive Lösung, die durch ihre Großzügigkeit und ihre neuen Aspekte, durch eine Art Föderalismus, das ganze Problem ״Mehrheit-Minderheit“ zu einem für beide Teile lösbaren und vielleicht sogar zweitrangigen macht, dann gibt cs, wie schon der Peel-Bericht überzeugend nachweist, keinen anderen Weg als die Teilung. In diesem Sinne muß ja auch der Kongreßbeschluß trotz seiner vorsichtigen Formulierung verstanden . werden. E. Z. F, bricht das Schweigen Die Englische Zionistische Föderation hat nunmehr das Schweigen gebrochen. In einer Sitzung vom 29. v. M., über die wir in der vorigen Nummer bereits kurz, in einem Zitat aus dem ״Daily Herald“ berichtet haben, wurde folgende Resolution gefaßt: ״Die English Zionist Federation erklärt, daß »le sich aufs schärfste Jeder Lösung des Palästina-Problems widersetzen wird, die dem jüdischen Volk den Status einer dauernden Minorität in diesem Lande oder der jildischen Einwanderung und Arbeit in Palästina künstliche Beschränkungen aufzuerlegen suchen würde. Sie stellt aufs Neue das historische Recht des Jüdischen Volkes auf die Errichtung eines Jüdischen Staates in Palästina fest und drückt ihre Ueberzeugung aus, daß keine andere Lösung den Bedürfnissen des jüdischen Volkes entsprechen kann. — In dem Glauben, daß die britischen und Jüdischen Ideale und Interessen in Palästina parallel laufen (march together), würde die English Zionist Federation eine Lösung willkommen heißen, die dem jüdischen Staat schließ, lieh einen Platz im Rahmen des British Empire geben würde.“ Diese Resolution wird einer Massenversammlung vorgclcgt werden, die für Montag, den 3. Januar, abends, unter dem Vorsitz, von Lady Reading in London einberufen wurde. Die Resolution nimmt offenbar Bezug auf die in britischen Regierungskreiscn vorhandenen Strömungen und spricht sich eindeutig gegen jede Lösung aus, die die Juden zu einer permanenten Minderheit machen würde. Dagegen wird nicht deutlich für den TelIungsplan Stellung ge- Berufs Vorbereitung: und Schule Die Ausführungen von H. F. ״Ein neuer Jahrgang verläßt die Schule“ in Nr. 103 veranlassen midi zu folgenden Feststellungen: Sämtliche höheren jüdischen Lehranstalten in Deutschland werden gegenwärtig von insgesamt noch nicht 4000 Knaben und Mädchen besucht. Dagegen befinden sich auf den jüdischen Volksschulen, die ja nur acht Jahrgänge umfassen, etwa 20 000 Schüler. Wie darf man dann schreiben: ״Es ist eine schlechte Vorbereitung zur Auswandcrung und zur Einordnung, die die meisten jüdischen Eltern ihren Kindern geben.“ Und was soll die Fragestellung: ״in diesem Frühjahr werden wieder einige Tausend jüdischer Jugendlicher von den Schulen entlassen werden... Will man sie zur Fortsetzung ihrer Schulbildung in Gymnasien, Pensionate und sonstige Institutionen gleicher Art des Auslandes schicken?“ Die Frequenz der Oberstufen des halben Dutzend bis zur Reifeprüfung führender höherer Schulen in Berlin und im Reich beträgt insgesamt kaum 200 Schüler auf allen Ob erst ufenk lassen zusammen. Sind nicht andererseits die derzeitigen Bemühungen der Schulabteilung der Reichsvertretung zur Ausdehnung der Volks- Schulzeit um ein neuntes Schuljahr bekannt? Oder die Begrenzung des Aufnahmealters der Vorlehren auf das 15. Lebensjahr? Und die Wendung der Wanderungsbcwegung im letzten Jahr? In den Vereinigten Staaten von Nordamerika, die gerade im letzten Jahr als Wänderungszicl besondere Bedeutung gewonnen haben, besnehen SO °« aller Schüler bis zum 16. Lebensjahr die ״High School“, die dort sehulgeldfrei ist. Und immer wieder hören wir aus allen überseeischen Ländern, wie wichtig das Mitbringen von Sprachkenntnissen ist, die nun einmal gerade auf den Unter- und Mittelstufen unserer höheren Schulen mit besonderem Nachdruck gepflegt werden. H. F. tut den Eltern unserer Jugend, die heute mitten im schwersten Existenzkampf sieh oft mehr als je in früherer Zeit über die Erziehung ihrer Kinder Rechenschaft zu geben suchen, bifteres Unrecht mit unbegründeten Uebertreibungen. Es ist doch wahrlich dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Der Zugang zur höheren jüdischen Schule ist heute so gedrosselt, daß wirklich eine starke Auslese der Tüchtigsten geübt wird. War es H. F. aber nur um einen Protest gegen gewisse Erscheinungen im Berliner jüdischen Privatschulwesen zu tun, die, nach der Aufmachung ihrer Reklame zu urteilen, einen Konkurrenzkampf zu führen scheinen, der wirklich oft bedenkliche Formen annimmt, so stimme ich gerne zu. Beunruhigend müssen solche Ausführungen aber auch aut die Judenheiten anderer Länder wirken, hesonders diejenigen, die nun wirklich in bewundernswürdiger Weise einigen wenigen jungen Juden aus Deutschland ein Studium irgendwo ermöglichen. Wer die Verhältnisse kennt, weiß doch, daß es sich dabei tatsächlich nur um einige hesonders hochbegabte junge Menschen handelt, deren unser Volk schon aus Sorge 11m seinen Führernachwuchs auch in Zukunft stets bedürfen wird, um von allen anderen naheliegenden Gründen ganz zu schweigen. Ich kann es nicht als sinnvoll anerkennen, wenn unsere begabten Schüler bereits nach der Untertertia die höhere Schule verlassen sollten, zumal die Zahl der vorhandenen handwerklichen und landwirtschaftlichen Ausbildungsmöglichkeiten, wie jeder Fachmann weiß, auch so noch lange nicht ausreicht, um diejenigen aufzunehmen, denen von vornherein ein anderer Bildungsweg nicht offen steht. Eine Rundfrage bei den Leitungen der höheren jüdischen Lehranstalten wird ergeben, daß seit 1933 hei weitem der größte Teil der zur Entlassung kommenden Schüler ans den Sekunden ahging, und daß fast alle diese Absolventen höherer Schulen doch in landwirtschaftliche oder handwerkliche Lehrstellen eingetreten sind, da unsere Jugend ja selbst die ihr heute gar nicht so selten angebotene kaufmännische Lehre meist entschieden ablehnt. Andererseits haben wir es gerade in der letzten Zeit wiederholt erlebt, daß ehemalige Schüler, die vor einigen Jahren auf Grund einer ähnlichen, sachlich grundlosen Propaganda mit Quarta- oder Untertertia-״Bildung“ abgegangen sind, um umzuschichten, jetzt wieder zur Schulbank zurück kehren, um wenigstens einen gewissen Abschluß ihrer Schulbildung zu erreichen. Wohl verstanden, es handelt sich ja nicht um die Züchtung eines geistigen Proletariats, um Erlangung von Berechtigungen (wozu?) und erst recht nicht um ״Luxus“ und unsoziale Gesinnung, sondern um eine Berufs - und Ausw a n d e r u n g s v o r b e r e i t u n g, die unter dem Gesamtaspekt der Lage des Weitjudentunis gewiß auch durchaus jüdisch legitimiert ist. Dr. E r i c h K1 i b a n s k y, Köln Nachwort der Redaktion Die Ausführungen des geschätzten Einsenders scheinen uns auf einem Mißverständnis m beruhen, das vielleicht durch nicht genügend deutliche Formulierung entstan- Wen ist. Wie Dr. Klibansky selbst richtig bemerkt, smd insbesondere auf dem Gebiete des jüdischen Privat- Schulwesens in Berlin gewisse Erscheinungen zu konstatieren, die im Interesse der Gesamtheit der jüdischen lugend nicht gebilligt werden können. Ferner kamt nicht übersehen werden, daß für die Auswanderung nach einer Reihe von Ländern, nicht nur nach Palästina, sondern auch nach Uebersee eine manuelle Ausbildung, insbesondere in technischen Berufen, von großem Wert ist, und daß sich eine Reihe von Ländern gegen den Zustrom von Menschen, die in freien oder kaufmännischen Berufen tätig sind, absperren, während sie manuell gut ausgebildete Ein• Wanderer zulassen. Die Ausführungen von H. F. sollten fei erster Linie auf diese Gesichtspunkte hinweisen, da in manchen Kreisen ein Abgehen von ihnen zu spüren ist. Daß daneben auch im Hinblick auf die Berufsvorbereitung für die Auswanderung eine höhere Schulbildung in Einzelfällen empfehlenswert sein kann, erscheint unzweifelhaft. Wir sind aber nicht so optimistisch wie der gesch. Einsen• der fn bezug auf die Auslese der Tüchtigsten. Oft entscheidet leider nicht die Begabung, sondern das Portemonnaie. Es gibt niemanden, der heute eine einseitige Berufsgliederung der auswanderungsbereiten Jugend befürworten würde, zumal in manchen Ländern, besonders auch fn den Vereinigten Staaten, qualifizierte Kaufleute und Angehörige bestimmter akademischer Berufe, wenn sie Höchstleistungen vollbringen, Aussicht auf Zulassung und wirtschaftliche Eingliederung besitzen. Richtig ist auch, daß in vielen Ländern (außer Palästina) keine oder geringe Aussicht auf Unterbringung der Juden in Landarbeit ist, und niemand wünscht der jüdischen Jugend das Los deklassierter Landarbeiter in irgendeinem fernen Lande. Nichts wäre so verfehlt, als auf diesem verantwortungsvollcn Gebiet schematisch zu denken. Wir brauchen eine Ausnutzung der Vielfalt der Bildungsmöglichkeiten, die vorhanden sind, bis zum letzten, genau so wie wir jede auch noch so kleine Möglichkeit der Ueberführung von Menschen in verschiedene Teile der Welt nützen müssen. Es handelt sich dabei um eine praktische Angelegenheit, die jenseits jeder propagandistischen Tendenz steht, da es um die Lösung eines Problems geht, das uns alle in gleicher Weise betrifft und bei dem das Schicksal vieler Tausender und Zehntausender junger Menschen aut dem Spiele steht. nommen, doch kann die Resolution wohl logisch nicht anders verstanden werden als im Sinne des Peel-Planes. Bei der Beurteilung des letzten Absatzes muß man sich vor Augen halten, daß es sich hier um eine Kundgebung der eng-!!sehen Zionisten handelt, die begreiflicherweise eine mögliehst enge Verbindung mit England wünschen. Auch ist anzunehmen, daß in England gerade dieses Argument der Loyalitat zum englischen Weltreich ins Gewicht fällt. Die letzten Ereignisse in Aegvpten zeigen, daß selbst eine Regierung, die sich auf die breitesten Volksmassen stützte und unerschütterlieh schien, fallen kann, dieselbe Regierung, die eben erst den Vertrag mit England unterzeichnet hat. Die Interessen Englands verlangen die Schaffung eines loyalen Staates auf der anderen Seite des Suezkanals. Dies ist wohl der Sinn dieses Teils der Resolution. Antizionlatiaclie Machinationen Ein besonders unerquickliches Kapitel der gegenwärtigen Auseinandersetzungen bildet das Eingreifen antizionistischer Großjuden, Der ״Daily Herald“ spricht in dem Artikel, den wir in der vorigen Nummer zitiert haben, von den ״Vertretern eines international bekannten jüdischen Bankhauses“, die mit den Kabinettsmitgliedern, die gegen die gegenwärtige Palästina-Politik sind, private Zusammenkünfte hatten. Die Rothschilds — mit Ausnahme Lord Walther Rothschilds, an den die Balfour-Deklaration gerichtet war — haben schon vor zwanzig Jahren der Politik des Nationalheims Hindernisse in den Weg zu legen versucht und scheinen nun wieder zu den treibenden Kräften hinter den Kulissen zu gehören. Es ist noch immer dieselbe Situation wie zu Herzls Zeiten: die Großjuden verwechseln ihre persönlichen Interessen mit den Interessen des jüdischen Volkes. Die englische öffentliche Meinung soll verstehen, daß das jüdische Volk nicht durch solche Privat- 1 eute repräsentiert wird. Es wäre aber unrichtig, nicht der Tatsache ins Auge zu sehen, daß in England und in den Vereinigten Staaten auch noch andere jüdische Kreise gegen den Teilungsplan arbeiten, weil sie die Gründung eines Juden- Staates nicht wünschen, in Zürich kam diese Haltung deutlich zum Ausdruck, und auch später machte sich in Memoranden und Darlegungen mancher Art derselbe Gedanke geltend. Das nichtzionistische Mitglied der Ageney-Exekutlve, Dr. K a r p f, hat vor einiger Zeit erklärt, er würde, gestützt auf das von Felix Warburg hinterlassene Material, einen Oegenpian vorlege«. In England haben nichtzionistische Kreise, die der Agency angehören, gleichfalls ihren Sonderstandpunkt vertreten. Wenn die Regierung, vor den arabischen 'Drohungen zurückweichend, wirklich den Teilungsplan auf geben tollte, so wird sie sich des bequemen Argumentes bedienen können, daß auch ״ein Teil der Juden“ dagegen sei. Nirgends und niemals wäre Einigkeit und Disziplin in jüdischen Lager so notwendig gewesen wie hier. Das erwartete neue Weißbuch der englischen Regierung wird zeigen, wohin gesteuert wird. Die Diskussionen und Proteste, die sich im Moment entspannen haben, scheine!» uns wenig produktiv zu sein. Alles wird darauf ankommen, eine konstruktive Politik zu finden, die nicht nur formell eine Lösung schafft, sondern wirklich eine neue Wendung und einen neuen Geist in die PHästina-Poütik hineinbringt. Dazu bedarf es des Zusammenwirkens von Engländern, Juden und Arabern. Ansätze dazu scheinen uns vorhanden, aber eben mir Ansätze. Und die Gegenkräfte sind vorläufig überaus stark und drohen, ein neues Chaos zu erzeugen. Hier ist nochmals eine große Chance des jüdischen staatsmännischen Einletzte- Sp&ite-ieUfHUse- Berlin. Handball-Rundenspiele: Bar Kochba IV gegen JSK. II 22:1; Bar Kochba II. Jugend gegen JSK. I 21:0; Bar Kochba 1 gegen Kanu I 8:0; Bar Kochba IV gegen JSG. IV. Jugend 9:2; Hagibor II gegen Boxklub III 3:1. Frankfurt. Fußball: Bar Kochba Offenbach I gegen Bar Kochba Frankfurt I 2:9; Bar Kochba Offenbach Jugend gegen Bar Kochba Frankfurt Jugend 2:2; Bar Kochba Olfennach Schüler gegen Bar Kochba Frankfurt Schüler 0:5; IJB, Hanau I gegen Schild Worin‘; 1 5:1; Hakoah Frankfurt II. Schüler gegen Hakoah Frankfurt III 1:1; Schild Frankfurt Jgd. B gegen Bar Kochba Frankf. Jgd. BI 0:4; JTB. Frankf. Jugend B gegen Hakoah Frankfurt Jugend B 1:3; JTB. Schiiler gegen Hakoah Frankfurt Schüler 1:2. — Handball: Bar Kochba Frankfurt I. Herren gegen Schild Frankfurt II 3:1; Schild Frankfurt I. Damen gegen Bar Kochba Offenbach 10:1; Schild Wiesbaden I. Herren gegen Bar Kochba Frankfurt II. Herren 12:3; Schild Wiesbaden Damen gegen Hakoah Frankfurt Damen 3:5. Palästina. In Tel Aviv schwamm der 17jährige Tibor die 100 Yards Freistil in 58 Sek. und besiegte damit Hirschler, einen der besten Schwimmer des Landes. Kanada. Die Young Man’s Hebrew Association von Montreal, die fünf Jahre nacheinander die kanadische Wasserballmeisterschaft gewann, steht auch in dieser Saison wieder an der Spitze der Tabelle. Die Mannschaft erlitt in den ersten Meisterschaftsspielen keine einzige Niederlage. Oesterreich. Fräulein Karpeles stellte in Wien einen neuen tschechoslowakischen und Makkabi-Rekord im 200-m-Brustschwimmen auf. Sie schwamm die Strecke in 3:11,8 Min. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Robert Weltseh, Berlin-ChitL 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter 1 Kurt Loew jnitein, Berlin W 15. Anzciqrnleitcr und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: F.rich l.iepmann, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1930. Verlag und Anzeigenverwaltungs Jüdiache Rundschau, Berlin W15, Meinekestr, 10. DA. 01/1937 28 004. — Druck! Siegfried Scholem, BerUn-Schöneberg.

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