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Jüdische Rundschau · 1934-12-28 · Heft 104 (28.12.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 104 (28.12.1934)
Date
1934-12-28
Page
– (sequence 3)
Language
German
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28X111934 ־104 •זא JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 3 i!)34 15 C01J1, i'''1’ ז'|י I!׳'sthlKls I 'י1.“׳ der |511:1, «Iciij | »oll! i!, II ehre״ | 115 ihncij I {c ihm | svmb0] frische״ I ־»׳ iiti | or all״״ I '■h's La״, | «ml die | 11f!s|(rcis 11! "׳citer I I daß di« I s11׳״ vor, I der ״n der ״art ent. jeinikers me. De״ 5 Volkes 5t möge״ md Au|. ׳aia! 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Ausgerechnet dort wollte ich meinen Urlaub verbringen, i |c|, hatte den Widerstand meiner Bekannten, der Reisebüros J uf4־! der Behörden zu überwinden. Meine Bekannten warnten t (0r einem Ausflug, der mir nicht» als Enttäuschungen und I Unge/.ieter einbringen wurde. — Die Reisebüros bereiteten t j,,jrh auf unerschwinglich teure oder unerträglich primitive . Hotels vor und wollten im übrigen ihre Vorliebe für Cypcrn ״jrr Rhodos auf mich übertragen. — Das Immigrationsdcpartincni der Palästina-Regierung ließ mich, eingepfercht j״ eine schwitzende Menge, stundenlang im Treppen- |!,jus warten und brauchte drei Tage für eine Aus* und Wieder-! (inrciscgeiichmiguiig. — Das französische Konsulat endlich,! ,)irlieh hemülit, den Reiseverkehr in den Libanon zu fördern, i brachte in zwei Tagen die Gewährung eines simplen Ein- ' rerscvistitns zustande.! Meine Zähigkeit führte mich schließlich doch in eine i Intcrnicdiairc• Kabine des Mcssagcrics-Dainpfcrs ״Mariettc Pa- 5c11a״, der mich für 00 Piaster (ca, 11 RM.) von Jaffa nach j Bcyrouth beförderte. Beyrouth ist die Hauptstadt der autonomen Republik! Libanon, eines der vier ״Etats du Lcvant sous mandat Tran- 1 pts“. Die Bahne des Libanon ist die französische Trikolore mit einer kleinen grünen Zeder im weißen Feld, seine i Nationalhymne die Marseillaise, auch mit einer kleinen Zeder. Tatsächlich sprechen die oberen Schichten der Bevölkerung besser französisch als arabisch, die Mittelklassen gebrauchen! das Französische im gesellschaftlichen und beruflichen Vcrkehr, die breite Masse des Volkes versteht und stottert es wenigstens. Im übrigen hat die Sympathie für Frankreich i nachgelassen, seit die Mandatsregierung sich weder willens noch in der Lage gezeigt hat, die übergroßen Hoffnungen zu erfüllen, die das libanesische Volk von jeher auf die Christiiclie Scluit/macht Frankreich gesetzt hatte. Man spürt die Steuern, und man wird verstimmt. Immerhin wäre cs falsch, das Gewicht solcher Verstim* nuingcn zu überschätzen. Schließlich ist und bleibt Frankreich der Deich, der die christliche Insel Libanon vor den Sturmfluten des islamischen Meeres schützt. Denn vor* ■ wiegend christlich ist der Libanon seit den Zeiten des Anaclio-; rrten Maron 1m vierten, seit Einsetzung des maronitischen Patriarchats im siebenten Jahrhundert, trotz, aller Invasionen mohammedanischer Mächte, der Araber, Scldschucken, Türken, » denen er im Schutze der hohen Gebirge oder europäischer Protektoren Widerstand zu leisten wußte.; An der Spitze der christlichen Glaubensgemeinschaften in 1 Libanon steht vor den Griechisch-Orthodoxen und Griechisch-! Katholiken die Sekte der Maronitcn oder die ״marouiti- : sehe Nation". Beziffert man die Einwohnerzahl des Libanon k etwa 850 000 Köpfe, so stellen die Maronitcn allein f: mehr als die Hälfte davon — nicht zu rechnen die beträchtliche mnronitische Diaspora in den Vereinigten Staaten, Aegypten, Palästina und einigen südamerikanischen Republiken, die sich «in starkes Heimatsgefühl für den Libanon bewahrt zu haben scheint, Zn allen Zeiten hat daher der maronitische Patriarch einen hcträchtlichcn Einfluß auf die Politik seines Landes ausgeübt; nicht nur die Türkei, auch die heutige Mandatarmacht Frankreich hat ihre verständliche Neigung zu einer «her proislamischen Haltung immer wieder mit den Christliehen Tendenzen des Libanon in Einklang zu bringen, die für alle panarahischcn und panislamischen Bestrebungen in Syrien ein vorläufig unüberwindbares Hindernis darstcllcn. paß die Maronitcn ebenso wie die Griechisch-Katholiken von jeher der rftmisch-kailiolischcii Kirche angeboren, erhöht ihr politisches Gewicht ebenso wie die ״brüderliche Eintracht“, die sic mit der wichtigen Minorität der Drusen verbindet. Schließlich kennt übrigens Frankreich den moralischen Wert seiner Rolle als Schutzmacht des orientalischen Christentums üi gut, tun auf sic zugunsten anderer und gewiß weniger sicherer Vorteile verzichten zu wollen. ׳ Frankreich, im Orient zugleich muselmanische und Christliehe Macht ersten Ranges, sieht sich daher gezwungen, zu lavieren und, wenn möglich, eine Wahl zwischen seinen I Schutzbefohlenen zu vermeiden. Das wird ihm durch den piffercnzicrungsprozeß nicht erleichtert, der im Mandatsgebiet öngesefzt hat. während Damaskus und die syrische Republik tj Mittelpunkte des arabischen Nationalismus sind, legen die 1 arabisch sprechenden Libanesen Wert darauf, keine Araber j zu sein und nicht dafür gehalten zu werden. Sie verweisen Iauf die somatischen Verschiedenheiten, die zwischen ihnen und den syrischen Arabern beständen, sic rühmen sich der altsyrisclirii Kirchensprache — eines aramäischen Dialekts, der ihre Gottesdienste seit den Tagen der Cäsaren beherrscht. Sie behaupten, Syrer oder besser Phönizier zu sein. Der Leitartikcl einer großen libanesischen Zeitung über ״Pliönizisehc Sagen"j der kürzlich in libanesischen Kreisen Aufsehen erregte, war kenn verrutschtes Feuilleton, sondern eine politische Aktion. III. . Uchcr zweitausend Palästinenser, zahlreiche יי deutsch« Juden darunter, haben in diesem ungewöhnlich heißen Sommer dies ungewöhnlich interessante Land, oder vielmehr seine Badeorte, besucht. Sie hatten cs nicht zu j bereuen. Schon die kurze Autofahrt von Beyrouth die Berge hinauf ist eine Uebcrraschung. Es wiederholt sich aufs herrlichste!י Wunder des Karmel; Fels und Meer in bezaubernder Harmonie. Plötzlich liegt tief unten Beyrouth, große, leuchtende Stadt an blaß-blauer See. Aber bald verschwindet die Sicht, und rings sind nur noch Felsmauern aus buntem Schichtgestein, ticle Tiiier, grim im Schmuck ihrer Maulbeerliaine, und hier und da an den Bergbringen die roten Ziegeldächer der Dörfer, überragt von burgartigeii Maroni!euklösteru, niedrigen Kirchtürmen, Hotels und wieder Hotels. Und dazwischen überall, die ginsterbest,indenen Höhen entlang, Wald, Kein nordischer Hochwald natürlieh, aber wenn der öruncwald ein Wald ist, so sind es diese Piiiicnlorste beinahe auch. Schließlich das Hotel, fast 1200 m hoch, in fast curopä-!schein Klima, billig, sauber, hell, mit großer Terrasse. Besser als alles aber die Ueberfülle an klarem, kalten Gcbtrgswnsser, das in zahlreichen Bächen die Berge herabkommt, ganz zu schweigen von dem großen Wasserfall, der prospektgemäß von den Felsen im Hintergrund zu Tal donnert IV. Gäste aus Irak und aus Aegypten, aus Syrien und aus Palästina, die ganze mulfitude in ixte der Levante bevölkern die libanesischen Sommerfrischen. Bagdadcr Juden und Kairoter Paschas, niaronitische Geistliche und gar ein paar Emire aus einer der ganz großen Araberfamilien sitzen an den Tischen unseres Speisesaals. Erstaunlich sind die Frauen, herrlich gewachsen mit allzu strahlenden Augen, allzu starren, allzu emaillierten Ocsichtern, Fuß- und Fingernägel leuchtend rot oder gar silbern gefärbt. Der bekannte arabische Arzt aus Jaffa äußert sich sachverständig über diese Schönheiten, deren Hautfarbe alle Schattierungen vom rosigen Teint des Nordens bis zum Bronrehraun ägyptischer Statuen zeigt; er hält die Frauen ans türkisch-kaukasischem Mischblut für die schönsten der Welt. Vielleicht hat er recht. Für den Europäer ist es schwer, ein Urteil zu fällen, denn alle diese Orientalinnen in ihren fabelhaften Pariser Modellkleidern zeigen eine überraschende Uniformität des Schreitcnsj Lächelns, Flirten*; unumschränkt herrscht über sic der Film, und noch die schüchterne Damaszcncrin, die hier auf den Schleier verzichtet, den sic zu Hause trägt, will ausschen wie Dolores del Rio. Ihnen gegenüber wirkt Europa, vertreten durch uns Palästinenser Juden und einige französische Fliegeroffiziere mit ihren Frauen, betont nüchtern und unfilmisch. Die ewig strickenden französischen Offiziersdamen könnten gut aus Kötzschenbroda sein. Man ahnt gar nicht, wie sehr Europa hier als Einheit wirkt. V. Es ist ein aufgeschlossener, freundlicher Menschenschlag, lebhaft, gewandt, mutig, unternehmungslustig; nicht sehr begabt für Organisation. Eine höfliche Herzlichkeit ist ihnen eigen, eine selbstverständliche Gastlichkeit, eine große Freude an Musik und Tanz. Ich bin mit meinen Kindern häufig in die Berge gegangen, auf einsamen Steigen, auf denen einem nur gelegentlich ein Hirt, ein Bauer, ein Eseltreiber begegnet. Nie habe ich das Gefühl vollkommener Sicherheit verloren, gelegentlich es erlebt, daß der Besitzer eines Weingartens über den Zaun stieg, um uns eine besonders schöne Traube zu schenken, ohne auf Bezahlung oder auch nur Dank Anspruch zu erheben. — Wahrscheinlich gehören die Libanesen zu den freundliebsten, sicherlich zu den judenfreundlichsten Völkern der Welt. Der hohe Geistliche, der große Grund« bcsitzer, der Kaufmann, der Bauer, der Hirt reagieren auf gleich herzliche Weise, wenn sie erfahren, daß sie cs mit Juden zu tun haben: ״Warum kommt Ihr nicht? Warum gibt es keine Juden im Libanon? Ihr solltet dies Land aufbaucn, wie Ihr Palästina aufgebaut habt.. Unsere Landwirtschaft liegt danieder, unsere Seidenweberei weicht der Konkurrenz der Kunstseide und der Japaner. Unsere Fremdenindustric verpaßt die besten Gelegenheiten und ermangelt jeder Publizität, Unsere Eisen- und Kohlenbergwerke, wahrend des Krieges von den Deutschen erschlossen und mit Erfolg betrieben, sind verlassen. Wir haben Ucbcrfluß an fruchtbarem Boden und an Wasser, aber wir haben zu wenig Menschen, zu wenig Kapital, zu wenig neue Ideen, um daraus Nutzen zu ziehen. Ihr besitzt alles, was uns fehlt, und Ihr sucht Niederlassungsmöglichkeiten. Mit Euch könnte der Libanon zu einer zweiten Schweiz werden. Ihr würdet die Fremden herbeiziehen, neben der Sommersaison die Wintersaison schaffen, für die alle Vorbedingungen bestehen, denn wir haben Schnee und Sonne, ihr würdet unseren Erzeugnissen die Märkte öffnen und neue Erzeugnisse schaffen, die marktgängig sind. Ihr könntet den Ackerbau auf eine höhere Stufe heben; wir würden uns freuen, eine jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung entstehen zu sehen, wie cs eine christliche, eine drusische, eine mohammedanische im Libanon gibt. Wir wissen mit Minoritäten u ni z 11 ge 11 e n. Wir haben nach dem Kriege die Armenier aufgenommen, Sie haben kein Kapital ins Land gebracht und manche Hoffnungen enttäuscht. Aber wir leben friedlich und freundschaftlich mit ihnen zusammen. Wir haben den Drusen ihre Religion, ihre kulturelle Freiheit, ihre lokale Selbstverwaltung gelassen, und sie sind unsere Briidcr geworden. Wir würden nicht anders an Euch handeln.“ Und einer der höchsten maronitischen Geistliehen, mit dem ich mich über diese Fragen unterhalten konnte, ergänzte diese allgemeinen Betrachtungen durch folgemle Klarstellungen: ״Natürlich kann der Libanon kein jüdisches Nationallleim werden, aber niemand würde cs den Juden, die mit uns leben und arbeiten■ wollen, verübeln, wenn sic in enger geistiger Gemeinschaft mit dem nahen jüdischen Palästina leben würden. Von libanesiseber Seite gäbe es keine Bekämpfung, sondern nur eine Förderung der jüdischen Immigration. Die französischen Widerstände sind aus Acußerungen des Haut-Commissaire und aus Erklärungen in Genf bekannt geworden. Tatsächlich heschränken sie sich auf die Verhinderung von Landknufen direkt an der palästinensischen Grenze und der Einwanderung vermögensloscr Elemente. Juden mit 1000 Türkenpfund Vermögen können jederzeit ins Land kommen.“ Auf wiederholte Fragen Aus dem Wodicnabsdmiii für Schabbai 29. Dezember ER aber ipradi: I Außenhaut habe Ich, angesdiaul die Be• drflekung meine! Volk*, da! In Aegypten t»t / Ihren SArel vor »einen Treibern hohe 1A gehört / |0, erkannt habe׳ IA »eine Leiden / Und IA zog nieder / es aus der Hand Aegypten* zu retten / e» au! Jenem Land hinaufzubringen / naA einem Land• gut und weit / naA einem Land, MllA und Honig Mutend / naA dem Ort de» Kanaaniter» und de» Chelller» / de» Amorller» und de» Prliller* / de» Chlwwiters und de» Jebusiller» / Nun / da hl der SArel der Söhne JlsiraeU zu mir gekommen / und ge»Aaul auA habe 1A die Qual, mit der die Aegypler »le quälen: / nun geh / IA »Alcke dlA zu Pharao / führe mein Volk, die Söhne Jltsrael», au» Aegypten! 3 ffup. 3, Per» 7-10 behaupte(« er, diese Information von der ,111 c r .11! t o r i t at i vs t e 11 Seite erhalten zu haben. Und er fugte hinzu: ״Wir sind natürliche Bundesgenossen, Ihr Juden, wir Libanesen. Ihr solltet das verstellen.“ Ich verstand ihn. Der Libanon ist im Rahmen des gesamten Mandatsgebietes ein kleiner Staat, dem großen Nach« barn Syrien an llevolkcrungs/.ihl und Ausdehnung vielfach unterlegen. Ein Blick auf die Karte genügt, um über die Lage der libanesischen Republik im klaren zu sein. Natürlich kann die Frage, ob eine jüdische Einwanderung in den Libanon erwünscht oder möglich ist, von Juden nur nach jüdischen Gesichtspunkten geprüft und beantwortet werden. Man kann viel gegen eine Immigration cinwcndcn, unzweifelhaft mindestens ebensoviel dafür an führen. Die Ent- Scheidung darüber ist Sache der Sachverständigen. Zweifellos aber sollte das jüdische Volk sieh mit Freude der Freundschaff bewußt werden, die man ihm im Nachbarland Libanon entgegenbringt. Es ist die jüdische Leistung in Palästina, der wir diese Freundschaft zu danken haben. Die jüdischen Beamten bei der Wiener Stadtgemeinde Von unserem Korrespondenten J.R. Wien, 21 Dezember 1031 Die letzte Rede des Bürgermeisters Schmitz in der Wiener Bürgerschaft, in der er nach den Ausführungen des jüdischen Vertreters Pr. Jakob Ehrlich die Erklärung abgab, daß er gegenüber der jüdischen Minderheit in Wien nach Gerechtigkeit und Billigkeit verfahren werde, hat bereits ihre Wirkung gehabt. Wie ein Wiener Montagblatt meldete, wurde im Rathaus eine Anzahl von Kündigungen jüdischer Ingenieure im Baubureau zurück gezogen und nunmehr wurden auch die gekün* digfen Aerzte aufgefordert, Gesuch c um Neuein• Stellung cinzurciclicn, die naeh einem bestimmten proz.cn* tucllcn Schlüssel Berücksichtigung finden werden. Auch bei den Kindergärtnerinnen wird ein gewisser Prozentsatz jüdischer Bewerbungen Erfolg haben. Dieser Entscheid stellt zweifellos einen Erfolg des Vertreters der Wiener Judcnschaft, des Zionisten Dr. Jakob Ehrlich, dar. Weihnachten In Bethlehem Weihnachten hatte einen großen Zustrom von Besuchern aller Nationalitäten nach Bethlehem gebracht. Der gricchisehe Patriarch nahm die Feier in der Heiligen Grotte vor. Im Anschluß daran bildete sich eine Prozession, die sich zur Geburtskirche begab. Englische Polizei war zur Aufreelitcrhaltung der Ordnung aufgebotett worden, doch vcr* liefen die Feierlichkeiten in vollkommener Ruhe. Die Anleihe der Jewish Agency. Wie das zionistische Zentralorgan ״Haolmn“ hervorhebt, ist die Gewährung einer Anleihe durch Loyds Bank an die jewish Agency einer Reihe von verschiedenartigen Faktoren zu verdanken. Neben der Besserung der finanziellen Lage der Jewish Agency sind die Bemühungen eines englisch-zionistischen Kreises, an dessen Spitze Israel Sie ff steht, hervorzuheben. Es wird aber betont, daß die Anleihe gewährt wurde, ohne daß seitens eines Außenstehenden eine Garantie übernommen wurde. Infolge dieses langfristigen Kredits wird die Jewish Agency und der Keren Hajcssod nurmchr ca. 50 000 Pfund jährlich aut Rückzahlung der Schulden zu zahlen haben, wodurch der ganze Rest des Keren Hajcssod-Einkommens für die Konsolidicrimg der best eilenden und Schaffung von neuen Sied* lungen frei wird. Diese Tatsache, so schreibt ״Haolam“, wird sicherlich ein großer Ansporn sein, um die Spenden des Keren Hajessod zu erhöhen. Die ״Kölnische Zeitung" berichtet (wie mehrere andere deutsche Blatter) aus London über das Zustandekommen der Keren Ilajcssod-Anlcihe und fügt hinzu: ״Trotz dieser bedeutsamen Finanzrücklialte, deren sich die Jewish Agency in der City erfreut, mutet die Anleiheaktion etwas sonderbar an. Beispielsweise verwaltet die Jewish Coloni« sation Association die großen Mittel der Baron-Hirsch-Stiftung; von diesen Mitteln sind über 4 Mill. Pfund in enjzlisenen Staatspapieren angelegt und dürften bestimmt nie von den südamerikanischen Kolonien der ICA. benötigt werden. Es soll angeblich rein persönlichen Gegen- Sätzen zuzuschreihen sein, daß diese Gelder (durchaus nicht im Sinne ihres Stifters) bisher bis auf ganz geringfügige Beträge nicht für die Siedlung in Palästina flüssig gemacht werden konnten.“ — Das Mysterium der Verwendung des ICA.-Vermögens, zu dem wir uns kürzlich äußerten, ist also bereits über den jüdischen Umkreis hinaus Gegenstand der Verwunderung. fÄ AH f Schlüsselfertig in Palästina errichtet — Reichsmarkzahlung für ca. 60H der Baukosten in Deutschland (ohne Anrechnung auf Vorzelgegeld) — Hypothekenbeschaffung für Restbaukosten In Palästina — Auskunft und Prospekt P! über &DHLER-STAHL5KEIETT-MASSIVHÄUSER durch EXPORT BAU- UND HANDELS• GESELLSCHAFT, BERLIN W50 oder Polestine Building Syndicate, Ltd., Tel •Aviv, 112, Ailanby Road. 1/AI 11 1 j KAU- UNO HANDKLS-OiSELUCHAFf M. B.M. ••rlln WSO,TauenUl«n*(r.13a * ■4-3611 l 1 i I * 1 r r c I -, j r. fr »1 S I 1• I ו <« .־ :1 I 1־ ' ן• י e t ,,׳ ■ ז! יי, » *, 1 1 c 1 11! et I < ' .1,1 ' n. •; 1. I 1' 1 l! ־: jk, I 1*1 ä*‘l; ״! ■I;׳ I ־!)־< 1 I ■ ' 1. I 1 11 I <; n, I s,' ' 11 I I 1־ ׳, i :: 1 1: 1 :1 G: j.:' I 1

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