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Jüdische Rundschau · 1934-12-28 · Heft 104 (28.12.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 104 (28.12.1934)
Date
1934-12-28
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Was wird aus der Stadtverwaltung Jerusalem? 3 von 8 arabischen StadirSien demfiiionferen Von unserem palästinensischen Korrespondenten. g.l. Tel-Awiw, 20. Dezember 1031. In der Deklaration des l ligli GommMoiicrs vor Verfreiem der arabischen Oeffentlis likeit wurde als Vorbedlngütig für die Sc half urig eines Gesetzgebenden Rates im Lande der Erfolg der städtischen Selbstverwaltung proklamiert. Und als hätte sich gerade in der Hauptstadt des Landes alles dazu verschworen, der Welt zu demonstrieren, daß *— so wie die Sachen heute liegen — nur von einem vollen Mißerfolg der städtischen Autonomie gesprochen werden kann, fuhrt die Entwicklung innerhalb des Stadtrates in den letzten Wochen zu einem nicht mehr zu überschreitenden Höhepunkt von Unordnung, gcgcnscLigcn Kämpfen und Beschuldigungen. Die Zustände in der Munizipalität Jerusalem haben weit mehr als lokale Bedeutung. Sic sind wich tilg für das Zusammenarbeiteii der Bevölkerung mit der Regierung, für das Verhältnis zwi;dien Juden und Arabern, sie bähen bedeut■ saine Rückwirkungen für die Beziehungen *wischen den ein• ander feindlichen arabischen l agern. Wie siebt nun die Situation im Jerusalemer Stadtrat aus? Der bisherige Bürgermeister Rhagcb Bev Naschisehihi, der eine schwere Niederlage bei den'Stadtratswahlen erlitten hatte, strengte einen Prozeß an, 11m zu beweisen, daß Unregelmäßigkeiten vorgekonimen seien. Dieser Pro ׳di schwebt noch immer, muß aber in nächster Zeit abgeschlossen werden. Je nach seinem Ausgang wird man in Jerusalem entweder die Resultate anerkennen oder ganze b/w. teilweise Neuwahlen ausschreiben. Nach der Durchführung der Neuwahlen und während der Dauer des Prozesses blieb Rhagcb Bcv weiter im Amte. Und in dieser Zeit begann sieb von neuem die Presse lebhafter mit den Zuständen im Jerusalemer Stadtrat zu beschäftigen. Man berichtete davon, daß Naschisehihi die vermutlich letzten Wochen seiner Amtstätigkeit nach Krallen niit/.c; daß er große geschäftliche Transaktionen tätige, die die Munizipal!- tiit für Jahre hinaus binden; daß er neue Beamte cinstellc, nmi daß bei all den Geschäften in erster Linie seine Freunde und Verwandten Beachtung und Anstellung fänden. Derartige Beschuldigungen gegen Naschaschibi und seine Anhänger hatte inan auch schon vorher gehört. Aber niemals waren sie mit solcher Verve und mit so genaticn Einzelheiten vorgebracht worden. Jedoch rührte auch daraufhin sich nichts im Stadtrat, und auch die Regierung schwieg. Bis daun vor einigen Tagen eine neue ״Sensation1‘ folgte: von den acht arabischen Stadt röten, die nach dem Auszüge der Juden die Körperschaft bildeten, demissionierten drei. Und zwar demissionierten sie in großer Oeffeiitlielikeit, mit der Publikation eines Briefes an Rhagcb, der auch an den Dislrictscommissioncr und das Oberkommissarint ging, und der alle jene Beschuldigungen schwarz, auf weiß enthielt, über die man bisher andeutungsweise geschrieben und gesprochen hatte. Die damit geschaffene Situation kann nur als grotesk' bezeichnet werden. Die Hauptstadt des Landes nach Neu• wählen zur Stadtverwaltung, von den jüdischen Stadträten seit langem verlassen, bleibt mit dem Bürgermeister und seinen gezahlten Anhängern. Die Oeffentlfchkcit ist empört und beunruhigt. Vor allem wendet man sich mit Fragen an die Regierung, wie die Dinge weiter geben sollen. Bisher liegt keinerlei offizielle Erklärung des Distriktskornmissariats über die Regelung der Verhältnisse vor. Der Wahlprozeß muß sehr bald zu Ende gehen, und dann wird wohl wenigstens der Weg für die Installierung des neuen Councils trei sein. Unterdes wird aber zu Beginn des neuen Jahres ein neuer englischer S t a d t b c a rn t e r (town clcrk) aus Indien erwartet, und man wird nicht tchlgchcn, wenn man in dieser Netihernfimg den ersten Schritt der Regierung für eine Neu• ordntuig der Verhältnisse siebt. Es geilen sogar Gerüchte, daß die Regierung beabsichtigt, zuerst einmal bis zur Ein• Setzung des neuen Stadtrats den alten aufz.uhcbcn und die Geschäfte durch den Beamten führen zu lassen. Die Demission der drei arabischen Stadtverordneten hat endlich Kliagch üey Naseliischibi aus seinem Stillschweigen herausgerissen. Fr äußerte sich in einem Interview mit dem ״Doar ll.ijom“ über die verschiedenen gegen ihn erhobenen Anklagen und brachte seine Anhänger im Kat auf die Beine, die in einem Bereits publizierten Schreiben an die Regierung seine Verteidigung formulierten. Wenn man die Aculkrtmg der beiden feindlichen Seiten liest, So wird man gelegentlich trotz der für Jerusalem sehr ernsthaften Situation fast komisch berührt. Auf der einen Seite Beschuldigungen, die sehr klar nach Nepotismus nussclicn, auf der anderen eine Konter* Attacke, in der bewiesen wird, daß die drei Ausgeschiedcnett sich überhaupt nicht um ihre Acmtcr gekümmert haben, wobei über ihre Reisen nach Persien und Syrien, über Bananenpflanzungcn in Jericho und Acmtcr in anderen Institutionen die freimütigsten Aufklärungen gegeben werden. Die Spaltung unter den arabischen Stadträten geht wieder entsprechend der Familicnantagonisinen, auf der einen Seite Rhagcb als Führer der Naschischibis, auf der anderen Djcinal a!s einer der Husscinis. Wenn die Regierung wirklich an einer gut funktionieren* den Selbstverwaltung im Lande interzssiert ist, so ist cs ihre Pflicht, hier gründlich diirchzngrcifcri. Es ist schon schlimm tenug, daß die Dinge sich bis zu dem jetzigen grotesken ustandc entwickeln durften. Jetzt sollte man ihn so bald wie möglich von Grund auf ändern. Wer ist Dr. Chaldi? Ucbcr den siegreichen Gegenkandidaten Naschaschibis bei den Jerusalemer Wahlen, Dr. Chaldi, der jetzt in der arabischen Politik eine beachtete Rolle zu spielen beginnt, schreibt Michael Assaf in einer überaus instruktiven Um• schau über ״Die arabische Bewegung in Palästina im Jahre J93i" im soeben erschienenen Dezember-Heft der vorzügliehen Wiener Zeitschrift ״P al äs t in a": Dr. Chaldi gehört einer alten vornehmen arabischen Familie an, die in •den Zeiten der türkischen Herrschaft sehr an• gesehen war. ln der britischen Zeit hatte sie wichtige Beaintciistellimgcn innegehabt und ist durch die llusseiue und Naschaschibi s aus der Führerschaft gedrängt worden. Die Familie zeichnet sich durch arabische und europäische Bildung aus. Die wichtigste arabische Bibliothek im Lande ist die der Chakli-i amilic in Jerusalem (viele Handschriften in ihr sind dem Publikum zugänglich). In politischer Hinsicht gehörte die Familie der muselmanischen Opposition*) an, an deren Spitze Naschaschibi stellt Sie war auch eine der Säulen der Opposition in Jerusalem, In der letzten Periode, als die arabusch-politische Organisation eine Krise erlebte, erwachte in dieser Familie der Wille, eine selbständige Stellung in der arabischen ( olitik im l ande eiiizunehtncn und in der schwersten Frage ךder arabisch-jüdischen - einen ,modos vivendi zu fmden. Vor einem Jahre wurde der Vorschlag bekannt, *) «Opposition“ bedeutet hier keineswegs etwa Oegn schaft gegen die Regierung, sondern gegen die im mostet scheu Lage? herrschende Mufti-Partei, - A. <L R. j. R.“ JÜDISCHE RUNDSCHAU 0 rs ןיך*ד" ן־*׳ י יי י■״'"""'״־/ ר״׳*־־*“' “"׳״* ס׳יייי׳/ג'• j k'ij» fiuJb» Feier an der Universität Jerusalem, 20. Dezember. (JTA.) Am 10. Dezember fand in Jerusalem die Promotion von 17 Studenten der II e 1) r if i s c 11 e n Universität zu Master« of Art statt. Universifä'.skanzlcr Dr. J. L. Mapcs folgte den promovicric« Hörern, unicr <Icf1cn zwei Generationen, 2t- bis 23-Jährige mul 36- bis 42-Jährigc vertreten waren, die Diplome aus. Unter den neuen Masters of Art der Jerusalemer Universität befinden sich auch zwei Studenten ati»Deutsch*!and, die erst Mitte 1033 die Jerusalemer Universität be* zogen haben. Viele der Graduierten sind Werkstu* deuten, die sieh ihr Brot nts Ititfmrbcitcr, Biirrjangcstclltc, Frivath hrcr usw. verdienen. Der Aelfeslc unter den Promovierten ist ein *12;ährigcr Lehrer und Schriftsteller* der seit der Eröffnung des Jministischen Instituts Im Jahre 1025 in diesem arbeitet. Lin anderer ist ein Dichter, von dein schon eine Reihe von Werken erschienen sind. Wieder ein n«derer war Sportberichterstatter für eine Jerusalemer liebrä* isclie Zeitung. Univcrsitatskanzler Dr. J. L, M a g n c * erinnerte 111 seiner Ansprache daran, daß vor nunmehr zehn Jahren die ersten Hörer in das judaistischc Institut der Universität durch den inzwischen verstorbenen Professor Margolis aus Philadeiphia, den früher in Breslau und jetzt in Budapest tätigen Professor Michael Guttinmin und durch ihn selbst autgenommen wurden. Heute werde der erste damals eingetragene Student promoviert. Die beiden Kandidaten, die erst vor einem halben Jahr aus Deutschland zur Vollendung Ihrer Studien an die Jerusalemer Universität gekommen waren, wurden von dem Kanzler besonders begrüßt. INr. 104, 28. XII, 1934 ' Unter stürmischem Beifall ergriff sodann High r missioner Sir Arthur W a u c 11 o p e «las Wort. Fr trat,!’ Trauer über den Tod Bialiks und Edmoiid de RothickiT ־ Ausdruck und sprach daun mit hoher Anerkenn״״״ Vonny* * bedeutenden Rolle, die die I lebräkche Unive1slt.it bei d ׳ י Aufbau Palästinas spiele. Die Proiiiolionsfilcr, die Wohl ״ erster Reibe dazu bestimmt sei, die Studenten zu ehr“’ die ihre Studien erfolgreich abgeschlossen haben und |י,'״ן die wohlverdienten Grade zu verleihen, bedeute ih darüber hinaus noch mehr: sie sei ihm ein Svmi i des ständigen Fortschritts der H e briDch, 1 Universität tmd der wertvollen Rolle, die diese; 1!,eben des Landes spiele. Noch sei die Univcrdtät vor »11 1 ein Forschungsinstitut. Durch Schulung der Jugend de! if" 1 des habe sie aber ihre wertvolle Tätigkeit erweitert und t 1 Errichtung der geplanten Klinik werde ihren Wirkungskr,!! 1 in bezug aut medizinische Forschung und Lehre noch wo1!״׳ vergrößern. Die Universität beweise mit dieser tatkräftig^ 1 Arbeit ihre Lebenskraft. Denn mit Recht sage man, daß jj! 1 Menschen zugrunde gehen, wenn nicht eine große Vision ihnen steht. w Als letzter Redner sprach Dr. Wehmaim, der Hoffnung Ausdruck gab, daß <11e Graduierten ihre an <j(r Universität erworbenen Kenntnisse in ihrer Lebensart e!j|. sprechend verwerten würden. Die Lautbahn des Akademiker sei nicht leicht, Palästina mache hierin keine Ausnahme. Deti heute Promovierten möge stets der Pioiiiergeist ihres Volkes vor Augen schweben; beseelt von solchem Cliahiz-Oeistmitm sie mit Ernst an die vor ihnen liegenden Arbeiten und Auf, gaben licrantreten. der auf Teilung des Landes In K a n t o n e (j ü ״ d Ische und arabische) zielte, um dadurch eine Lösung für die Frage« de.» Jüdischen Nation,tllidms und der arabischen Selbständigkeit zu finden. Dieser Plan stammte von der C11 a 1 d i - F a m i 1 i e. Dieser ist weit vom Radikalismus der Mufti-Partei entfernt und realpolitisch eingestellt. Aber auch die Nasclinschibi-P.irtei ist ihr nicht sympathisch, denn Naschaschibi verfolgt bloß persönliche Zwecke und er aktiviert seine Gruppe nur, wenn es sein privater Vorteil erheischt. Und als die Kandidatur der Mufti-Partei in der Wahlzonc des Naschaschibi für ungültig erklärt wurde, eröffnctc sich für die Chn'.di - Familie — durch einen mutigen Schritt — das Tor für eine politische Karriere, ausgehend von der ferusalemcr Stadtgcmeiiulc. Die Rechnung der Chaldis war folgende: Da der Multi vor allem darauf Bedacht ist, NascFia* schihi zu Falle zu bringen und keinen eigenen passenden Kandidaten hat, so wird er jeden Araber unterstützen, der mit Naschaschibi konkurriert; der Mufti wird Dr. Chaldi auch aus einem anderen Grumte unterstützen: um die Opposition zu spalten: die Juden werden ihn gewiß unterstützen, um sich an Naschaschibi zu rächen und um die Möglichkeit zur Entfaltung einer neuen arabischen Kraft zu geben, die einen Ausgleich mit den Juden anstrebt.... ...Auch I)r. Chaldi verkündete, daß er *ein Ziel weiter gesteckt habe, als den BürgcrmcPterposfen der Stadt Jerusalem zu erlangen: Er will die Opposition auf neuen Grundlagen organisieren, mit dem allgemeinen Wohl als Programm. Aber während Nasch ascliihi in letzter Zeit eine große Aktivität entfaltet und auch sejn Verwandter und seine rechte Hand, Facltri Naschaschibi, die Leiter der Führerschaft durch die Organisierung der arabischen Arbeiter immer weiter hinaufsteigt —- hat Dr. Chaldi noch keinen positiven Schritt getan. Die Hauptursachc für seine Passivität ist sicherlich die beim Gericht anhängige Anfechtung seiner Wahl durch Naschaschibi. Aber es gibt noch einen Grund dafür: Die Des- Orientierung der Regierung angesichts des unerwarteten Resultats der Wahlen in der ersten Zone. Die Nichtwahl von Naschaschibi hat die Tradition, daß der Bürgermeister nur ein Araber sein müsse, erschüttert; die Juden, die die Hälfte der Stadtpcmeindesitze cinnchinen, in ihr die größte Fraktion bilden und die Majorität in der Stadt sind, verlangen den Posten des Bürgermeisters für die Juden; wen« die Regierung Chaldi zum Bürgermeister ernennt, wird sie ferner ihren treuen Verbündeten Naschaschibi schwer treffen und hierdurch ihre Genehmigung für die Schaffung einer dritten arabischen Partei im Lande gegeben haben — eine Tatsache, die das Gleichgewicht stört, wie es durch die englischen Behörden zu ihrer Bequemlichkeit und Zufriedenheit festgesetzt wurde. Letzte Nachrichten In dem Prozeß um die Legalität der Wah* len für die Stadtverwaltung Jerusalem hat der Richter die Klage in allen Punkten bis auf einen zurückgewiesen. Er verlangt jetzt von der Anklage einen Nachweis, daß durch die spätere Einteilung der Stadt in verschiedene Wahlkreise eine Verwirrung der Wählerlisten cingctreten sei, die geeignet gewesen ist, die Stimmenproportion Bei der Wahl zu verändern. Es wurden daraufhin gegen 700 Namen vorgelegt, die irrtümlich in die verschiedenen Wahlkreislisten eingetragen sein sollen. Das Gericht beschäftigt sich zurzeit mit der Prüfung der vorgclegten Namen. Jerusalem, 24. Dezember. (JTA.) Die jüdischen Mitglieder des neu gewählten Jerusalemer Stadtrats haben dem Distriktskommissar für Jerusalem, Major Campbell, ein Memorandum zur Wcitcrleitung an Sir Arthur Wauc h 0 p e überreicht, in dem gefordert wird, daß der neue Stadtrat in sein Amt eingesetzt werde, ohne daß die Gericbtscntsclieidung über den Walilprotcst des bisherigen Bürgermeist ers Rhagcd Bcy Naschaschibi und von zwei anderen früheren Stadträten abgewartet wird. Die Einweihung der Pipe-Line Die Einweihung der Mossu!-Haifa Pipe* 11 ne ist jetzt endgültig auf den 12. Januar festgesetzt wor* den. Unter den zahlreichen Gästen wird Hctriot, der die französische Delegation führen soll, und Lord Stanhope vom Foreign Office erwartet. Die Besucher werden Gelegenheit haben, die fünf Länder, die die Pipeline durchläuft (Irak, Transjordanicn, Libanon, Syrien und Palästina), zu besuchen. An der Einweihungsfeier in Kirkuk, dem Ausgangspunkt der Leitung, wird König Ohasi von Irak teiinchnaen. Der 100. Geburtstag von Adolf Sonnonthal, der an der letzten Jahrhundertwende als de!1 größte deutsche Schau* Spieler galt, ist in der deutschen Presse, soviel wIt sehen, nicht vermerkt worden. Als eine Ausnahme *ei erwähnt, daß die ״Deutsche Allgemeine Zeitung“ am 20. Dez. einen kleinen, warm gehaltenen Oedenkartiicel von Martin Q. Sarncck brachte. In dem Artikel wird freilich nicht er« wähnt, daß Sonnenthal Jude war. Die Tel-Awiwer Anleihe Jerusalem, 24. Dezember. (JTA.) Die Paladin.; Regierung hat ihre Zustimmung zu dein llcschluß des Tel. . Awiwcr Stadtrates gegeben, im Jahre 1035 eine Anleihe zum Ausbau der Stadt aufzunebmen. Allerdings fef die Anleihe nicht, wie in dem von der Gcmeindcverwaltmj Anfang November veröffentlichten Plan vorgesehen, 3505(1) Pfund, sondern nur 260000 Pfund betragen. Von den 18• gesehenen Ausgaben hat die Regierung der Auswerlutj; eines Betrages von 40 WM) Pfund für ein neues Krankenhaus« Tel-Awiw die Zustimmung verweigert, ebenso^ wurde ei! Posten von 30(100 Pfund für die Errichtung' städtischer Wohnbauten gestrichen. Die größten Ausgaben aus der neuen Anleihe, nämlich 90 (MX) Pfund, sind für Umbau und Er• Weiterung von Wasserleitung und Kanalisation in Tei-Avviw bestimmt. 25 000 Pfund wurden für die Er• richtung eines neuen Stadthauses bewilligt. 10000 Pfund werden zur Errichtung einer Remise für städtische Fahr■ zeuge, Straßcnreinigungsmaseliinen usw. ausgegeben werden, weitere 10 000 Pfund für Ausbesserung»■ und Erweiterung!• arbeiten am städtischen Schlachthaus. Eine Aufbau-Anleihe von 50000 Pfund hat die Regie■ ttmg für Petach Tikwah bewilligt Der Regen und seine Folgen Von unserem palästinensischen g.!.-Korrespondenten. Die starken Winterregen haben vielfach den Verkehr in der letzten Woche stark gehindert. Die von Tel-Awiw weiter entfernten Gegenden des Scharon, die zum Teil durch einfache Fahrwege, nicht aber durch ausgebaute Ghnusseen mit den Städten verbunden sind, kamen in grolle Schwierigkeiten, da der Autoverkehr sich durrli diemoristigen Felder und weiten Sumpffläcbei! nur mit Mühe einen We? bahnen konnte. Einige Tage himlurch wnr auch die ver• sorgnng mit den notwendigen Produkten in Gefahr und der Passagierverkclir drohte ins Stocken zu geraten. Wadi Chawarith feierte den Tag seines Hai• )Ihrigen Bestehens in einem sinttlutartigen Regenguß, U1K» die Gäste, die aus allen Teilen des Landes gekommen waren, darunter Vertreter der Jewish Agency und anderer nationaler Institutionen, fanden ihren Rückweg abgesehmtwi und waren gezwungen, in Ktar Witkin, der Siedlung, ט der das Fest stattfand, zu übernachten. Aus Beer Schewa, im Süden des Landes, homntea Berichte über ungewöhnlich starke Regcnfällc, die die SU« vom Norden völlig abgeschlossen haben. Die Wege sind wpassierbar geworden, der Handel liegt still. Aus allen amen die Niederschläge betroffenen Gegenden des Landes komntra dringliche Anforderungen an die Regierung, durch Ausbau 0 Wegenetzes derartigen Verkehrsstörungen in Zukunft vorzbeugen. Insbesondere erscheint der Ausbau der seit lang projektierten Chaussee Tel-Awiw—Haifa, die einen gro Teil der Scharon-Siedlungen berühren soll, dringend 110• Wendig. In Jerusalem versagte nach den großen Regen P1®.׳* Hell die Quelle von Wadi-cl Kelt, die mehr als die Ha״tc Jt heute in Jerusalem verbrauchten Wassers liefert. Ls ״־«י befürchtet, daß die Hauptstadt plötzlich, mitten hn ״in . unter schwerer Wassersnot leiden würde. Ein Austroc des Wadi-cl Kelt war bisher nie beobachtet worden, u™ Quelle ist eine der stärksten im Lande. Nach einer w brechnng von 30 Stunden begann jedoch die Pi1e"ew ... zu fließen und lieferte dieses Mal eine weit größere wa. menge als je vorher. Es wird angenommen, daß die ״״ heiligen Regen in der Quelle große Stein- und Er1״״* ablagerten, so daß eine temporäre Verstopfung 0» Busses entstand. NattonaldemokraUsche Stadtverwaltung In lo*1 Warschau, 23. Dezember. (JTA.) fn Lodz, *יי ic antisemitischen Nationaldcmokraten bei « 1 ,j־ Gcmcindcivnhlcn die Mehrheit erlangt haben, wun _ rn Gcmcindcwnhlcn die Mehrheit erlangt liaocn, *״ -u״| onstituicrung der neuen Stadtverwaltung vorgeiiomme - tadtprusidciitcn (Bürgermeister) wurde der snUic ejmabgeordnete Stanislaw Rum er gewählt, *btns® .!.״je« ic beiden Vizebfirgerineisterstellen von Natlonaldem ' esetzt. Zu Mitgliedern der Stadtverwaltung (Magistra l cn fünf Nationaldemokratcn, ein Mitglied der K<f>. , If artei und zwei Juden (ein Zionist und ein Mitg HaupUchriftlsitcft Dr. Robert Welt »eh, Berlin-CharloZUnbu׳! * Stellvertreter 1 Kurt Loeweaitein, Berlin W IS. Anieige und verantwortlich für den Anzeigenteil! Helene Berlin N 64, Verlag und Anzelgcnverwnllung! Jüdisch« ״“? Berlin W 16, Meinckeitr. 10. D.-A. November 36160. Zuraeü liste Nr. I vom L Jenuer 1034 gültig. Dnirki Siegfried Berüa-SchOnebcrg. Nr. 10-, < 1 Tj g. Pcschdd gewesen. , kurzem ■1 haben; e! hinein kr Ausgf (ch ha'Uf und der! vor ei"«: UngezieFf mich au! Hotels v mlcr Rh) ,icpartine 1 in eine t )!aus w 01 i (inreisegr ehrlich t! brachte reisev isu 1 Mei!! intefitw scha*‘, d Bcyroutl, i 1 1 I ־ I J 1' ו¬ ו i i > I ' Be; ■ ־ Libanon t (31s“. I f mit eil j Nation»: Tatsüch besser! das Fr r kehr, d. wenigst, nachgcl, noch i1c zu erfü, liehe S, Steuern f 1־ •' t, 1! n 1 t 1 I, 1 1 1 zmingi'1, der I), , ,1 den Si ,. . wiegen *,! , reten *. Patriar י znohan ,! denen 1 I Protek' .0 u1 Ai , l.lbanc‘!J Katho .(.j sehe au! t;ן mehr; marun׳ ... Palast j _ ein st,, *., schein׳! einen , ' j *tisgc, macht! eher ן liehen 1 ן für a; '• Syrier,!)all ,. ,‘י jeher ä ,• polit!« 1|; die s יו י. Schiit*( j »einer >' arabi:‘* auf <> 1 . 1: tfeuts * heiße' vielni‘ berci Ltf e' das י Harn tendi z : 1 ז i i 1 .׳ c

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