Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 102-103 (21.12.1934)
- Date
- 1934-12-21
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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וי ׳102/103 21. XU. 1934 MODISCHE RUNDSCHAU Seite 9 ׳ tJ \J/r o ^w״ 0/7 r rr\ : ו׳•, v' ־׳' W / ל/, /. 311 MnJcn Die palästinensische Eisen- und Metallwirtschaft Von Dr. Alfred Marcus, Haifa ״,fetliu 11־•« I.eUniuitnch weder Eisenerze noch ,,, i'jnc i'isemvirlschaftiiclie Urproduktion wird cs ״ nic|1t entwickeln können. Ganz iilinlich ist die I m׳e tf/iu; atil Nichteisenmetalle. Soweit ist heute der des 1 .!mies durchforscht, daß wir ruhig sagen können, juch Mielitciseimictallcr/c m abbauwürdigem Umfange eine־׳ l.:u:e, die den Abbau möglich macht, nicht *iml. I).1* lu’HU also, daß wir L isen und Metalle ,iicr Seli iicl/iim; im l aude nicht gewinnen können. Aber;;1( |H.steht die Möglichkeit, l.iseit und Metalle zweiter •.';l.jn1ng •וי׳ gewinnen, wenn auch vorläufig iioc 11 in cinem kleinen Iviliineii. liier ergibt sicIו nun die einigermaßen ״ lau■ Silinlioii, daß gerade in Palästina ein den Verhält• " ,111 en alitcr llamiel in Eisenschrott und Altmetallen , ,vstenuh'Clie Weise bis vor kurzer Zeit nicht bei rieben >jd1 ei, uhwohl cs gerade Juden waren, die dieses Immer .'!,•!■•er werdende Wirtschaftsgebiet so ziemlicli in allen .׳f-tn laiitUm der Welt organisiert haben. Ohne einen ״׳,eii llamiel, der den Entfall an Schrott und Altmetallen ,^,otio’l« sammelt, ist aber der Aufhau einer diese ,7:1101 verweilenden Industrie völlig ausgeschlossen. Nun , das allerdings in den letzten Jahren auch damit zu• daf die Weltmarktpreise für Eisenschrott und Alt- ■dc sehr gedrückt waren, dal] also das Sammeln nicht Vt lohnte uml sich infolgedessen auch kein Handel ent- 7ln konnte, der zunächst und bis zum Entslehen eigener '.jrlH’iliingsbctriebc jm Lande den Export dieser Ma- 7101 betreiben, sich hieran entwickeln und aufhauen 7tc. Zurzeit ist aber die Situation schon wieder anders, .jerdings nämlich wird dieser I lamlel systematisch betrieben, 1;war von Einwanderern aus Deutschland, die das Cic- 1t verstehen, »las Material auf Grund ihrer internationalen;;;!jungen trotz der immer noch nicht guten Preise - rural können mul so die Grundlage schaffen fiir die ,111;: dis Abfalls an Eisen und Metallen im Lande, der der fortschreitenden Industrialisierung natürlich immer ׳,'er wird. Hierüber einige Zahlen: Palästina fiat an den wichtigsten ־;.;•ifabrikatcn - nicht Maschinen, sondern Halbzeuge, hc, Rohre, Draht und Gießcreicr/cugnissc — im Jahre ,;importiert fiir LP 282000, im Jahre 1933 für£P688000 i im ersten Halbjahr 1934 bereits für CP 495OCX). Mengen- ־.;; können wir annebmen, daß die palästinensische ״Eisen- 1׳.״:i1!״“, soweit nur diese Materialien in Frage kommen, י!!:re l'J d ungefähr 28 000 Tonnen, im Jahre 1033 uuge-;••jiidKi Tonnen betragen hat, im Jahre 1911 wird sie r.r auf niiiil KM) (HM) Tonnen kommen. Nun Ist allerdings «r,!;.:cl'licker Teil dieser Materialien — etwa 40״/« — für u־t hlligc Wicderverwerlung in der zweiten Schmelzung;״irTliier, denn cs handelt sieh hierbei um Bnueiscn, vor aVu', V..11111 reisen, mit ziemlich langer Lebensdauer. Aber wlA:nderen Seite sind in diesen Mengen nicht bcrficksich* f.Un Investitionen in Form von importierten _ Mi׳ erkzeugen ־v y r-j/: \ J I 'v cklung des Landes zu erblicken Ist, denn nur so können 'vir zu einem fernere 11 metallwirlsrliaftllclieii Ziel gelangen, ,1!'7 '!״r angedeutet werden soll, ohne deshalb in seiner Wichtigkeit zurück/!ist eben: Das ist die allmähliche Entwichm״K einer Produktionsmittelindustrie. Prodiiktioiisindiei bestellen bchnmitllch In tlcr Hauptsache aus Eisen unu Nichteisenmetallen. Palästina kann auf die Dauer bei seinem wachsenden Iledarf an industriellen Konsuingütcm urta bei der hierdurch vcranlaßtcn schnellen Entwicklung seiner Konsuingiitcrindustric nicht auf da* Vorhandensein einer wenigstens minimalen Produktionsmittelindustrie verzjcliten, n,׳s bedeutet, keine Konzession an Autarkiegedanken, die für .Palästina völlig sinnlos wären. Aber es bedeutet, daß zum mindesten gewisse primitive Maschinenteile und Handwerkszeuge da hcrgcstcllt werden müssen, wo sie gebraucht werden, schon aus technischen Ersatzgründen, In der Schaffung dieser Möglichkeit liegt die midiste große Aufgabe der palästinensischen eisen- und mctal!wirtschaftlichen Entwick* lu״g, und cs sieht zu erwarten, daß auch ihre Lötung in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden kann, f 1•! Idcäiuen aller 1c »ird’ I Art, deren durchschnittliche Lebens- . t::er sehr schwankt und im große״ uml ganzen zwischen :«i Jahren und fünfzehn Jahren liegt. Tatsache ist jedenfalls nkl, daß schon jetzt ein eigentlich überraschend ־?her Anfall an Eisenschrott bei systematischer :■fassung d1׳s Materials in die Erscheinung tritt, \vas_ aller-;s zum Teil damit erklärt werden kann, daß ■eben in den ’ :מ Jahren nicht systematisch gesammelt und exportiert ־:׳■fr, weshalb Umstande da sind. Auf der anderen Seite aber «öder Entfall mit der Zeit infolge der rapide wachsenden :-.iunvestit.011 immer größer. So können wir uns heute •,;־eis sagen, daß zu mindesten an (iulllmich für die Eisen- .';f'crcicn des Landes bereits gewisse Quantitätcii aus dem ׳;eilen Cup,•!!ן in Frage kommen, und es ist zweifellos eine '”clc״mlujt nicht sehr vieler Jahre, dal! auch der söge-;:'■ile Kernschrott, also Abfälle von Walzciscn usw., für die *!:dcrvcrarbcitiing im Lande selbst vorhanden sein wird, ,״je dir-er Fall nicht eintritt, werden diese Materialien ö exportiert werden, wofür sich der Markt wieder wesent- "ו ZU bessern scheint. , «an/ ähnlich liegen die Dinge in bezug auf die Nicht• ’1.sen met alle, freilich sind hier die Quantitäten, die ׳'Men, noch sehr klein; aber allmählich dürfte tlas Sant- י"" auch in diesem l alle lohrender werden. Der wert •'־'"er Ei!• fuhr an Nichteisenmetallen stieg von L 46000 ',WH auf c 103 030 in 1933 und auf £ 75000 im ersten •‘öluaiir 1031, ,.Jedenfalls beginnt sicli die eine Voraussetzung für die 7'iAlun[: einer, wenn auch nur minimalen palästmcnsi* >sn Li וזי,. mul Mctalhvirtschaft allmählich heratiszubildcti, 11 ist ein Handel, dar das für eine zweite Schmelzung;F״?c Iminnicmle Material erfaßt. Was mm den bisherigen!"1Vier verarbeitenden Industrie anlangt, so ist ״nf hin׳mveiscn, daß in dieser Hinsicht in letzter Zeit ,f eriu• bliche Eortscbritle gemacht worden sind und wo• enevors׳־eben. Abgesehen von den zahlreichen, zum Teil sehr :7»! zian Teil als Mittelbetriebe anzuspreclienden1 Unter-;•1);m111״c1! in Tel-Avvivv und Jaffa, entsteht augenblicklich mhi r Haifa-Bay eine Art von neuem Zentrum der Eisen- -■•'J Metal'inü 11 sfric im Lande, dessen Kern die Palestinc ndr 1 cs ft Metal Works bilden dürften, ein Unter- "1"tu laut einem Gcsctlschaftskapital von zur Zeit LI ,* ״,Cs seinen Gießereibetrieb Anfang November »934 in!",j zu bringen begonnen hat. Nun bat es allerdings W'fkriien schon lauge im Laude gegeben, zum Beispiel J3 H a I r o n Works, aber das Haifacr Unternehmen s!d1 nicht auf die Gießerei beschranken, sondern vJ^'chtlich in sehr kurzer Zeit auch das Vcrwalzen ... ■ lsen für bestimmte Zwecke beginnen und daneben in 1י״'י״ Zusammenhänge stehen mit einer weiteren An- 1e• u p fer un d Messingverwalz«n wjrd. liier ir8 ״״*f'1 ״’־• 150י׳> eisen- und mctallwirtschaftlicher Kern 11(.,,"’ 7 für das Land ein absolutes Novum darstcllt und «iJ* pjsleiu tatsächlich die Erreichung einer neuen w irtiss*'ue in Palästina anzeigt. Sehr wesentlich ist hierbei ׳Tfifti8 Sac1'e> daß in der fraglichen Gruppe von vornherein 7 "'זert au* eine entsprechende Arbeitcrschu- ■Jtij K ״"d N a c h \v u c 11 s h e r a 11 b i 1 d u 11 g gelegt wir ihl״ ahn'khe Pläne auch von der Ruthenberg-Oruppc "Änc!'c« Elektro-Werk in der Hsi/a-Bay. h ist ktl״״"pr V0Ilil1du״ß cntgegcngcht, verfolgt werden, 'int L״'lne Fraße, daß in der Verwirklichung die«er Ideen grundlegende Leistung für die wirtschaftliche Ent- Schwierige Landung in Jaffa. Da der Kal mit Transport• hähnen besetzt Ist, können die Motorboote beim Anssehlffm nicht dicht an diesen hcranfahrm, ao daß die Passagiere Ober Brclterstcgo an Land gehen müssen. Foto: La*(1f Dünner Neue Firmen in Palästina Nach Veröffentlichung in der ״Palestinc Da zette“ wurden 9 Aktiengesellschaften, I2 Genossenschaften und 40 Teilhabergcsellschaftcii, ferner eine ausländische Teilhabcrgcsellschaft registriert. Unter den Aktiengesellschaften befinden sich: ,,Hakol Lannar“ Compn 11 y Ltd. (Ucbernahme des bisherigen Geschäftes der ümanutii Company in Scliulartikcln aller Art), Kapital LP90TO. Palcstine Liquors Facotries Co. (Pali f) Ltd. (Hopfen- und Kornhantlcl, Wein, Spirituosen u. a. Getränke), Kapital LP 5000. ״Ahrayut“ Bcth Harosheth L c m a rt z c f o th Limited (Erzeugung von Kunststein, Ziegeln, Fliesen, Steingut und keramischen Produkten), Kapital LP 3000. ״Esran“ Private Hospital Ltd., Kapital LP 2100. Unter den Genossenschaften befinden sich zwei landwirtschaftliche Sicdlungsgcnosscnscliaflen (Tel Sokoloxv, Nach lat Pardcss), zwei Koiminigcnosscnsehaften, «Inc Metallarbeitergeuosscnschnft (״Matcchct", Pctach Tikwah), je eine Wobmingsbaiigcnossciisclmft in Tcl-Awiw, landwirtschaftliche Spar• und Kreditgenossenschaft. Ferner wurden vier arabische Spar- und Kreditgenossenschaften gegründet. Unter den Tcilhabergcscllscltaftcn befinden sich: ״Slg• non‘•, Tel-Awlw (Holzbearbeitung); ״Mctallum“, Tcl-Awiw (Herstellung von Metall- und Aliiininiumwarcn); Ätld Navhpation ö» Transport Company, Haifa (Reederei); ״Omca“, Tel- Awixv (Möbelfabrik); ״Cohcl“, Orlnsnan ft Co.. Tcl-Awiw (Erzeugung von Spiritus und Kohlendioxid); Haifa Chemical Produetions, Haifa (Chcmikalicncrzctigung und Großhandel); Frciman A׳ Pein, Jerusalem (Schuhfabrik); The Haifa Storagc und Transit Company, Haifa (Grundstückserwerb und Lagerhaushau im Haifacr Hafen); The Oriental Arab Factorv for the Manufacture of Conscrves and Confectioneries, Jaffa. Als ausländische Gesellschaft wurde die Socidtfi D’lndustries EIcctriques d'Egypte, Shafferman Fieres (elektrische Artikel) eingetragen. Kapllalcrhßhunffcrt: Bank Hahissachon Ltd, von £P 5000 auf LP 10 000; Levant and Near East Trade Company, Ltd., von £P 1000 auf £P 5000 (bisheriger Firmenname: Palcslin« Trade Company Ltd.); Citizens' Bank Ltd. von £P 2500 auf LP 10 000. "Fi i)W, A ..«I ’ff/ ln einigen Wochen wird das finnische Krieg«• schilt ״Suomerjotsen“ die palästinensische Küste besuchen. An Bord befindet sich eine Wanderausstellung finniacher Fabriken und Exportfirmen. Die Ausstellung dient dem Ziel, die Handelsbeziehungen zwischen Finnland und den Ländern des Nahen Ostens, insbesondere Palästina zu entwickelst. (Palncwa.) Die Tagunn der Assefath ianlwcharlm geschlossen Jerusalem, 11. Dezember. (JTA.) In der Schluß* tfigung der Asxefath H;1nlwcb;1rim, die am 12. Dezember In Jerusalem eröffnet wurde, widmete der Vorsitzende des Wand l.eiinil, J. Ben Z w i, den Toten des jüdischen Volkes, deren Verlust In der llcrlchts/eit zu beklagen war, Worte des Gedenkens. Im Rechenschaftsbericht des Waad Leum! wurde angekiindigt, daß an den Waiden zur nächsten Assefah, die in einigen Monaten nach einem Zensus der passiv Wahlberechtigten vorgenommen werden sollen, Voraussichtlieh etwa 2(1)000 erwachsene Mitglieder der Kuesseth Israel beiderlei Gcscfilcclifs tcllnchincn werden. Da« Budget für das Finanzjahr Oktober 1914 bis Sqw tember 1935 sieht Einnahmen in der I lohe von 113 171 und Ausgaben in der Höhe von 122 811 Pfund vor. Dr. A. Katznclson berichtete über die Vrrhandlungen mit der Regierung betreffend die Beihillen für jüdische öffentlich* Dienste und die Schwierigkeiten, die sich hierbei ergaben, Miß H. Sznld befaßte sich mit den Problemen der sozialen Fürsorge fiir arme und zurückgebliebene Kinder um 1 jugendliche Verbrecher, lieber die Tätigkeit des Rabbi« machen Rat* erstattete Rabbi Oatrowaki einen Bericht, Die PalSsiina-Eimvanderung deutscher Juden Jerusalem, 19. Dezember. (JTA.) In einer Presse• konteren* ln Jerusalem machten die Mitglieder der Pa« lästina-Exckutive der Jewish Ageney, Dr. Arthur Ru pp in und Dr. Werner Senator, Mitteilungen über die Pt« ISstina-Einw anderung deutscher Juden in den beiden letzten Jahren. Es sind in dieser Zeit 15 042 Juden aus Deutschland rach Palästina gekommen, was 21 */״ der gesamten jüdischen Palästina-Einwanderung ausmacht. DurcH die Kinder- und lugcml-Alijah wurden 600 Jugendliche nach Palästina gebracht, weitere 152 sollen binnen kurzem folgen. Für das nächste Jahr hat die Palästina-Regierung 350 2er* tifikatc für Kinder bewilligt. Angesiedelt wurden 300 jüdische Familien aus Deutschland, davon 60 bis 70 Familien che• maliger Anwälte und Acrzte. Aus Kirjath Bialik Wir erhalten folgenden Bericht über die Entwicklung dep Siedlung de utscher Juden in der Haifa-Bay: _ In einer Sitzung der Vorstände aller Siedlungen im Mifrai Haifa, gemeinsam mit den Vertretern des KKL und der Regierung, wurden die Fragen der Kanalisation und Malar iabek ä in n f u n g behandelt. Der Gesundheitsstand im Emck Zebuion kann als ausgezeichnet betrachtet werden, da während des Sommers und Herbstes nur zwei Malariafälle in der ganzen Haifa-Bay vorgekommen sind. Das Budget für die Jahre 1931 15 fiir Maiariabckämpfung und Beaufslcliligung des Drain,agesystems in Höhe von CP MO wurde bestätigt. In der Frage der Kanalisation wurde bc- «clilossen, die Ausführung des Projektes der unabhängigen Kanalisation für die beiden Scli’chmtoth Kiriath Bialik und Sch’clumath Mot/kin zurüikzustellcn und sofort mit def Ausarbeitung eines Plans für die Kanalisation des gesamten Mifraz Haifa zu beginnen. Es wurde ferner beschlossen, die Lösung der provisorischen Kanalisation von Kiriath Bialik und Sch'cliunath Mot/kin sofort in Angriff zu nehmen. In der Waaserfrage ist nach längeren Beratungen endgültig beschlossen worden, die Wasscranlage gemeinsam mit der Agtidat haklait sh'tufit b'miiraz Haifa zu bauen. Der Keren Kaicmeth Lcjisracl hat den Namen Kiriattl Bialik für die Siedlung endgültig bestätigt. ing, A. Mazor, Hebräische Arbeit deutscher Einwanderer in Jerusalem Uns wird geschrieben: Die deutsche Einwanderung hat bei der Aneignung der hebräischen Sprache Schwierigkeiten zu überwinden, die bei Einwanderern aus anderen Ländern oftmals geringer sind. Es gibt eine Reihe von guten Lehrern, die Abendkurse der Hitachduth Oie Germania in der l-ämmelschule und im Rcchawjah-Ovinnasium sind gut besucht, aber cs zeigte sieb, daß Kurse allein nicht genügen. Um dem Hcbräisehlerncnden und auch dem, der Hebräisch schon in höherem Grade beherrscht, Gelegenheit zum Hören und zum Sprechen zu geben, ging mau daran, einen hebräischen Klub zu schaden. L)r. ü. Herlitz, der Vorsitzende der Waadath Hntarbuth der Hitachduth O. (1, bemühte sich um die Ausführung dieses Plane», und auf seine Initiative hin gelang cs, in der Person Dr. A, Perci kowitschs einen hervorragenden Leiter zu finden. Als man im Juli mit der Arbeit begann, zählte der Clutg 20 Mitglieder, im Oktober waren bei den Vorträgen regelmäßig 50 - 89 Zuhörer anwesend. In der Zeit von Anfang Juli bis Ende Oktober haben 15 Veranstaltungen stattgefuudcn. Es wurden folgende Vorträge veranstaltet: Dr. A. Pcräkowitsch über die Entwicklu g der hebräischen Sprache; F, Meir Fraenkel über die Lage in der jüdischen Welt (Pressebericht); Dr. W. Silberstein über den Chassidismus; Dr. F. Löwenstein über die Vorgänge im Lande; Dr. Olswangcr über den jüdischen Witz, Ein hebräischer Abend im Klubhaus Menora mit zahlreichen künstlerischen Beiträgen (Alice Jacob-loewenson, Isl Reiß, Sch. Schalom) und einer sehr gelungenen Gesprochenen Zeitung. Dr. Max Mayer über Bialik; Dr. Georg Herlitz über die Aufgaben des Clutg Iwri; Ben Chcfez über Scho• lern Alcchem; Dr. Benzion Dinaburg über den Ursprung der Chibbath Zion-Bcwcgung; Ein Ausflug unter Leitung von I). Abissar durch die Altstadt; Prof. Dr. J. Klausner: Zur Geschichte der Wiederbelebung der hebräischen Sprache; . Bcn-Zcwi über die Sammlung der Zerstreuten in Zion; Dr. ch. D. Goitcln über die Juden Jemens. Für die nächsten Monate sind eine Reihe von Vorträgen über Demographie der Juden vorgesehen, sowie über andere Themen des jödiselten Lebens und der jüdischen Kultur. Eine Stunde vor Beginn der Vorträge kommen je 5—10 Menschen in der Wohnung einer der Leiter zur Konversation zusammen. Fer• ner besteht ein Kreis zur Lektüre des Ssefcr Ha-Agadah und ein weiterer für Tcnachlcsen. Nach Rosch Haschanah verlieft Dr. A. Pcrcikowitsch Jerusalem. Die Arbeit wird von Dr, W, Silberstein fortgeführt. Fritz Melr Fraenke.1,! .Mt M. ir M. f $ *.mm* , 4<*׳(th•. ..........J TT