Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 102-103 (21.12.1934)
- Date
- 1934-12-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU **•*״״״.״׳•״־■״ ״■■״׳ ־״־׳ ״.-. .....■■יי '(l*)2ß) geblieben» ohne daß aber der jüdische Unterricht ganz Vernachlässigt worden wäre. Das ״Phi laut liropin'׳ In Frankfurt a. M, vcrdankt sein Entstehen mehr einem Zufall, unsl erst nachträglirli wurden die Ideen jciiyr Zeit hincingetragen. Das konnte trotz der gütigen Persönlichkeit des Gründers S. Geisel! Iiemier und seinen 1ne11schcnfmm1llich-nhila11tl1r0|1ischc11 Neigungen nicht atisblciben, um so inclir, als gerade damals der Kampf gegen den tnliiiuilisc.li-schoLislischcii Rabbüüsmus in Frank• fmi auf seinem I löliepiinkt angelangt war, und es endlich Zeit wurde, daII die damals grollte Gerneiude in Deutschland auch eine dein neuen Zeitempfinden entsprechende Schule erhielt. Seine eigentliche Gestalt erhielt das I’liilantJiropin durch L>r. Michael He» und f)r. Franz Molitor (ein« Nichtjitdcn), beide mit Iiiininnislisclien Tendenzen. Daneben wirkten als Mitarbeiter Jolilsoii, der als SehrHtsieller, vor allein als!Verfasser eines jüdischen Gesangbuches, sich »In» 11 Hilf er• *worbe» hat: Jost, der erste OeschiclitssdirWbor <h׳r deutsche» Juden, Crci/enacli, einer der 1 lauptvcrtreter der religiösen Reform — alles Männer, die in der Geschichte des Judentums eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben. Die nächste Erzichcrgcne!.1 tion, vertrete« durch S. Stern (seit 1335) und seine Nachfolger, wurzelten mit ihrer Bildung dann nicht mehr im Judrnlnnt. Auch das Pliilaiitliropin hat seinen eharakteristisehen jüdischen Zug. Trotz der religiösen Rcfonnbcstrc• bimgeii snrhte mail auch den Grundsatz, der ״Humanität“ ,aiifrcehtnicrhaiten. Berühmt wurde z. B. die sogenannte An• dachtstmule, eine am Sonntag staltfiinleiuU■ Feier, bei veleher mit Orgclheglcitung gesungen, über einen moralischen Gegen• stand gesprochen und das Betragen der Schiller nach der Conduitenlisle beurteilt wurde. Spater fand die Andacht, zu der mit der Zeit auch Erwachsene kamen, am Sonnabend im Anschluß an die svnagogale Liturgie statt. Aber die hebrä• 5s!he Sprache blieb ihr immer fern, ebenso wie auch im Unterricht Hebräisch nur Wahlfach war. — Aus de Ent- Wicklung der Schule ist hem ei kenswert, daß ursprünglich die Kinder eine nichtjüclische Mustcrschule besuchten und im Philanthropin mir Unterricht in Hebräisch und Schreiben er- Welten. 1812 wurde aus dein privaten Philanthropin die Real• und Bürgerschule der Jüdischen Gemeinde. Seit 1811 besuchten christliche Kinder das Philanthropin. Die Vereinigung zweier Schultypen ließ sich in Frankfurt ebensowenig durch• führen wie in Seesen. Dort ging die höhere Schule ein, in Frankfurt allmählich die Volksschule. Wie das Philanthropin als Gemcindcschule hat sich ltt Hamburg die Talmud-Tliora, jedoch ohne den Hückhalt der Gemeinde, erhalten. Ihr Gründer war Menachem Mendel Frankfurter, der mit Mendelssohn gut bekannt war. Sein Ziel war, daß die Kinder neben dom eigentlich jüdischen Unterricht wenigstens Rechnen und jüdiscli-Deutsch-Schreiben — au detitsches Schreiben dachte er noch nicht einmal (IS05) — lernen sollten. Bestimmung der Schule war,, die Schiller einerseits zu erwerbsfähigen Bürgern, andererseits zu goltesfürchtigen, talintidliz.w. bibcikululigen Menschen, womöglich 1 u Oelehrten zu machen. Die;iiißere Entwicklung verlief ähnlich wie die der anderen Schulen, <1.11. sie wurde aus einer Religionszu einer Volksschule (IS22), später zu einer Bürgcrstliulc (I850) und endlich zu einer Realschule (186•)). Ihrer inneren Struktur nach ist jedoch die T.ilmud-Tliora, die. wie «las Philanthropin das Jahrhundert überdauert hat, stets ihren eigenen Weg gegangen und bildete eine eigene Erz.iehungs• traditio» aus, Innerhalb welcher die hebräische und jüdische Bildung ihren hervorragenden Platz behielt. Versucht man, das jüdische Moment, wie es sich in dem damals entstehenden Scliulwerk darstellt, zu umschreiben — was anläßlich des hundertjährigen Todestages des Gründers der ersten Schule besonders aktuell ist — so lassen sich deutlich folgende Bemühungen um die Synthese unterscheiden: 1. die *Ahkehr vom Talnuulismus und die Hinwendung zu Bibel und Talmud, d.!1. der Protest gegen die gedankliche Spekulation und die Würdigung der jüdischen Wirklichkeit: 2. die Versuche, die Bei ufsschichlung der Juden schon durch die Art der Schulcr/iehmig zu beeinflussen; 3. die Konzentration der jüdischen l;r/k׳l111ng auf die Vorbereitung zu in Gottesdienst. 111 der Gegenwart, d, h. seit Aufkommen des Zionismus, scheint man gerade den umgekehrten Weg zu gehen: das ausschließlich religiös-spirituelle Judentum erweiterte .seine Ziele durch Beachtung und Beeinflussung der soziologischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, um endlich wieder eine das ganze leben bestimmende Biklungsmacht zu werden bzw. werden zu wollen.. Im Grunde genommen hat also unsere Zeit wieder große Aehnlichkrit mit der Früh periode der Emanzipat'on, welcher Fried lau der in seinen Anfängen angchürte. Man sucht aurh heule wieder eine Synthese zwischen jüdischer und deutscher Kultur — allerdings sind die Voraus• Setzungen grundlegend verändert. Hilde Ottcnhcimer. Nicht übertreiben! Dr. Micha! Ringel, Lemberg, sendet lins einen Aufsatz, worin er sich gegen die Reklame wendet, die in zionistischen Kreisen mit der Eiiiwandcrungsziffer nach Palästina getrieben wird. Auf Grund der letzten Zahlen habe man berechnet, daß ״jede 11) Minuten ein Jude in Palästina einwandert“. Dieser Ziffernrausch, dein sich ein Teil, der jüdischen Massen und der jüdischen Press« hingibt, bewirke eine um so schärfere Reaktion auf der arabischen Seite, da die schon von den Juden oft übertriebenen Ziffern von den Arabern noch vervielfacht werden. Durch solche Phantasien werde also einerseits Feindschaft und Widerstand der Araber genährt, die sich vor Ucbcrsehweiniiiung des Landes durch Juden fürchten, auf der anderen Seite aber ver• lieren auch wir selbst die Proportion und geben uns nicht immer Rechenschaft, dal! trotz aller Einwanderung das pa* lästinensischc Judentum noch einen relativ sehr geringfügigen Bruchteil des Gcsaniljudcnttiins der Welt darstellt. Es wäre also besser, solche Statistiken des Selbstlohcs zu unter• lassen und die Aufmerksamkeit der Welt mehr auf die Judennot im Oaluth hinzulenken, die gebieterisch eine Förde• jung der Palästina-Einwanderung verlange. Persönliches. Der geschäftsführende Vorsitzende der Z.V, f. D. und kommissarische Leiter des Palästina-Amtes, Dr. Franz Meyer (Mitglied der Rcichsvertretung der deutsehen Juden), hat eine mehrwöchige Informationsreise nach Palästina angetreten. Nächste Abfahrten nach Palästina. Dampfer Ausonia 22. 12. ab Triest, Dampfer Carnaro 27. 12. ab Triest, Dampfer Champollion 28. 12. ab Marseille, Dampfer Italia 2. 1. ab Tuest, Dampfer Polonia 2. 1. ab Konstanza, Dampfer Chantilly 2. 1, ah Marseille, Dampfer Vienna 3. 1. ab Genua, Dampfer Th. Ciauticr 7. 1. ah Neapel, Dampfer Qcrusaleinmc 0. 1. ab Triest, Dampfer Tcvorc 10. 1. ab Triest, Dampfer Sphinx: 11, 1. ab Marseille, Dampfer Carnaro 17. 1. ab Triest. Sonder fahrten im Frühjahr 1035: Dampfer Aquitania (46000 t) 11. 2. ab Nizza, Dampfer Rex (51000 t) 8. 3. ab Neapel. Dampfer Saturnia (24000 t) 9. 4. ab Neapel. Am 18. Dezember begaben sich Prof. Bcrl Locker, Dr. Maurice B. H e x t e r Laski nach New York, um an der Tagun strative Committee der Jewish Agency! die I dort eröffnet wird, teiizunehmen. Brodetsk y, und Neville g des Admini• ndc Dezember Nr. 102/103, 21. XH.934ן ן• .. -1 L ץ־י״יזי/ 1 I ff• ן!ויי*י*, 00m »«יי״י״״״י^ 1 1י' .( ■ >i in den diesem Anlaß, Wuchses ins bitdung und nächsten Tagen begeht der Jüdische llandwerkcrvcrcin Berlin die Feier seines '40jährigen Bestehens ג , der die wichtigen Fragen der Verbreitung des Handwerks unter dm Juden und des handwerklichen Nh Bewußtsein rückt, veröffentlichen wir nachstehenden Aufsatz, der sich mit der handwerklichen 4 Umschichtung beschäftigt, (Hvd / ״*' eisern Der Pr« ״i sH nt Suilcfldt Handwerkliche Bcrufsumschichiung Erfahrungen und Kritik Von Tischlermeister Julius Pey8ef Aus meim'iii Einblick, «len Ich als Leiter einer U m 8 c 11 i c h t u n g s w e r k 81 a 11 in die handwerkliche Unusehlcli* tungsarbeit gewonnen habe, will ich zu einigen Problemen dieser Arbeit Stellung 11c 11111c 11. Infolge Mangels an Lehrstellen bei Meistern!taten die zuständigen Organisationen U m s c 11 ic 111 u 11 gs w c r k Stätten eingerichtet. Man ging von dem Gedanken aus, daß in solchen Unischichtutigswcrkstättcu durch sy stemati• sches Arbeiten die schnellere Erlernung eines Handwerkes erreicht werden könne. Man ist allgemein darüber einig, daß die Ausbildung der Umschictitendcn eine sehr gute sein muß, damit man am Ende wirklich von einer Umschichtung sprechen kann. Und doch, wie anders sieht es mit dieser Ausbildung viel• fach aus, obschon wir wissen, daß die überwiegende Mehrheit der jungen Menschen, die ein Handwerk erlernen, nach Pa• lästina. gehen will. So segensreich eine wirklich gute Bcrufsumscliiclitting für alle Beteiligten sein wird, so Unglückstiftend muß sie werden, wenn sie in falsche Bahnen gerät. Das gesamte Werk der Beriifsumschichluiig muß als verfehlt betrachtet werden, wenn cs nicht gelingt, den unischlchtcndcn Menschen eine solche Ausbildung zu vermitteln, daß sic das gewählte Handwerk gründliclist beherrschen. Tiefste Besorgnis muß einen Handwerker erfüllen, wenn er sieht, mit welcher Leichtfertigkeit oftmals in Fragen der praktischen Ausbildung gehandelt wird, Leider zeigen sich die Folgen dieser Mißgriffe erst dann, wenn nichts mehr zu ändern ist. Sie zeigen sich dann, wenn diese Menschen hitiauskonitnen in die Werkstätten und dort ihren Mann stehen sollen. Sic selbst haben während ihrer Ausbildungszeit noch nicht die Möglichkeit der Krifik, die ihnen sagt, ob ihre Ausbildung richtig ist. Im Gegenteil — auch das sei liier offen gesagt —> es gibt zuweilen Umschichtcnde, denen es lieber ist, wenn sic einer nicht so gründlichen Ausbildung unterzogen werden, da diese vcrständlidicrweisc weniger Anforderungen an sie stellt. ln diesem Zusammenhänge will ich micli die Faktoren erwähnen, die bei der praktischen Umschiehtungsarlieit eine Rolle spielen. Man stelle sich vor, welche Aufgaben dem Leiter einer Umscliiclitungswerkstatt gestellt werden, wenn er aus einer Zahl von 12—15 Menschen im _ Alter von 17—40 Jahren in einer Zeit von U/s—2 Jahren wirklich gut ausgebildete Handwerker machen soll. Tschechoslowakei verbiete! die Beantwortung von Anfragen nach der Rasse Prag, 19. Dezember. (JTA.) Das Landes amt für Böhmen hat einen Erlaß hernusgegeben, in welchem darauf verwiesen wird, daß MatriRenfiihrer bei der Ausfolgung von Matrikcnscheinen nicht bestätigen dürfen, ob die in der Matrik (Standesamtsregistcr) e in ge• tragene Person bzw. deren Vorfahren ari« 8 c 11 c r Abstammung sind oder nicht. Zur Ausgabe solcher Bestätigungen seien die Mntrikcnfülircr nach den Vorschriften nicht berechtigt. Der Erlaß verweist auf das religiöse Bekenntnis, das aus der entsprechenden Rubrik des Matrikeiisdieins ersichtlich sei. fn dem Erlaß wird ferner ausgcfiilirt, cs seien zahlreiche Fälle fest {gestellt worden, in denen ausländische Aemter an tschechoslowakische Matrikenämter sich um die Ausstellung steinpelfreier Matrikcnscheine und Atatrikcnausziigc gewendet haben. Dabei werde eine Bestätigung verlangt, ob die in der Matrik eingetragene Person oder ihre Vorfahren arischer Abstammung seien. Ein solcher Vermerk sei unstatthaft, da nach den Erlässen des Innenministeriums Matrikeiisehcine ohne Taxe und ohne Stempel an ausländische Behörden mtT ausgcfolgt werden dürfen, wenn sie auf diplomatischem Wege verlangt werden und wenn Gegenseitigkeit verbürgt Ist, Auch die Einsicht einer fremden Person In Matriken sei verboten. Alle derartigen Ansuchen aus dein Ausland seien den politischen Behörden erster Instanz abzutreten. Cdlfngnls lQr antisemitische Sclirttileiier In Polen Warschau, IG. Dezember. (JTA.) Das Berufungsgericht liat ein auf je vier Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 500 Zloty lautendes Urteil bestätigt, das im Mai gegen die Redakteure des Hauptorgans der antisemitischen natio* «,!!demokratischen Partei ״Gazcta Warszawska", Ste* fan Olszcwski und Eduard Bifecki, gefällt worden war. Die Verurteilung war wegen eines im März in der Zcitung erschienenen Artikels erfolgt, der Angriffe gegen den damaligen Dekan der Warschauer philosophischen Fakultät, Prof. Handelsman, enthielt. Das Gericht hatte angenom« men, daß dieser Artikel die antisemitischen Exzesse ausgelöst hatte, die zwei Tage nach seinem Erscheinen an der Warschauer Universität stattfanden und bei denen Prof. Handelsman auf Univcrsilätsbodcn tätlich angegriffen und verletzt worden war. Das Budget der Wiener Hnlfusgemeinde J. R. Wien, 20. Dezember. Knapp vor Mitternacht wurden gestern die Beratungen über den vom zionistischen Finanzreferenten D. Löwen• herz vorgelirachtcn Budgctvoranschlag für 1935 im der Höhe von Sh 6003000 mit der einstimmigen Annahme zu Ende geführt. In B et 111 c!1 enf werden gegenwärtig umfangreiche tech• nIsche Vorkehrungen getroffen, um die Radio •Ucbcr• tragung des Wcihitaclitsgottesdlenstes durchzuliihrcn. Es wird eine direkte Leitung von Bethlehem durch die Sinaiwüste, über den Suez-Kanal nach Kairo gelegt, von wo die draht• lose Verbindung mit dem Londoner Sender herzest eilt ist. Am 25. Dezember, um 3.55 Uhr (palästinensischer Zeit), wer• den die Glocken der Geburtskirche in Bethlehem fünf Minuten lang läuten. Diese Klänge werden von London auch nach Amerika wcltergegcbcn. In Anwesenheit von 25 Delegierten und 300 Oästcn wurde ln Paris die Konferenz der Verbände für Gesund• heitsschutz der Juden OSE iwd ,TQZ ,eröffnet. Menschen, aus ihrem Beruf geworfen, seelisch ,«,» , Gleichgewicht gebracht, vielfach in wirtschaftliche *Not?'^ geraten, haben mich mancherlei Bedenken den f ״kcM״« w Umschichtung gefaßt. Mit großer Reserve und feiner Sm*? beobaditung gehen sic an die Dinge heran. Hin ich für in 1 ' neuen Beruf geeignet? (Schon in den ersten vier ty,״.! n hört man diese Frage.) Werden meine körperliche« Kr״״ reichen? Ist dies die Arbeit, die ich mir vorgeskilt!״hei Der Jude soll doch keine Begabung zum Handwerker hat״., Muß der Handwerker wirklich keine geistigen Falii״ ,״!״ besitzen? b Wl1u• Dann kommt auch der Augenblick, wo die Kräfte ״, Ende sind. Die alten Bedenken steigen auf und müssen 7״!״ » wunden werden. Erst von Woche zu Woche merkt m ׳ ״ wie die Arbeit Immer besser vonstatten geht. Die Selmd«;' * keit ln der Arbeit stellt sich mit der Zeit von selbst ein* ׳ Jetzt sieht man auch, wie unendlich viel es im Ham!* ' werk zu lernen gibt, wenn man ein gut ausgebildcter ״mi ’ vielseitiger Handwerker werden will. Man erkennt, welch ‘ gewaltiger Unterschied zwischen dem Pfuscher itn Hand \ werk und dem gut durcl!gebildeten Handwerker besteht 1 letzt erkennt man erst, daß der Handwerker auch tmen י Kopf haben muß: man sollte einmal eine Wcrk/cichnun׳׳ I lesen. Ganz zu schweigen davon, daß inan solche Detail! * Zeichnungen später einmal selbst anfertigen und danach ׳ arbeiten soll. j Es ist ein Irrtum, daß der jüdische Mensch nicht j Handwerker tauge. Aus meinen Erfahrungen kann ich nur ' berichten, daß der Durchschnitt dieser Menschen eine sehr ' gute Eignung zum Handwerker zeigt, und daß bei gutem Lchrpcrsonai und unter guter Anleitung ausgczeichndeHand. werker hcrangcbildct werde« könnten. Leider herrscht Mangel an Handwerksmeistern und gutem Lei!rpersonal und leider ist auch die Erkenntnis noch nicht durcligcdruiigcn, daß niaj ' reicht jeden Handwerker zum Lehrer machen kann. So hart es vielleicht klingt: man sehe eher von der Ein. rlchtung der einen oder anderen Werkstatt ab, wenn die Mittel keine hundertprozentig gute Ausbildung zulassen. Es würde hier mehr Schaden entstehen als Nutzen, da Menschen mit einer unzulänglichen Ausbildung nie ihr Brot verdienen können. Es Ist ein Gebot der Stunde, ein Kollegium er• fahrener Handwerker zu wählen, dem die Oe. ataltung der Ausbildungs-Werkstätten, der zweckmäßige Aus• bau des Unterrichts, die Wahl des Lehrpcrsoini» und die regelmäßige Kontrolle der geleisteten Arbeit unterstellt wird. Zionismus in Chile Santiago, 30. November Der 17, Jahrestag der Balfour-Dcklaration wurde von den Zionisten Chiles würdig gefeiert. In allen Städten des Landes gedachte ma!1 dieses Tages. Am 2. November wurde eine zionistische Delegation, bestehend aus dem Prä• *identen der Zionistischen Vereinigung von Chile, Jaimc Trum per, und den Herren Samuel Goren und Salvador T clias, von dem britischen Botschafter Sir Robert M ic hell empfangen. Im Verlaufe der Unterredung ließ sich der Bot« *chafter von der Delegation über die Palästina-Arbeit eingehend unterrichten. Am 3. November fand in dem größten( Theater Santiagos die offizielle Feier der Zionistischen Ver* ,cinigung von Chile statt. Der Präsident der Republik, Artur» Alessandri Palma, ließ sich durch seinen Flügel,-uljudantoi Vertreten. Mitglieder des diplomatischen Korps, die Spitzere der Behörden und zahlreiche Verbände waren vertreten. Die Juden Santiagos zeigten an der Veranstaltung groß« Interesse. U. a. sprach der frühere Uuterrichtsministcr voa Chile, Santiago La bar ca, dessen Ausführungen mit lew haftem Beifall aufgenommen wurden. Heinz üotthilu j Kleine Nachrichten DiespanlschcReglerung hat ein Dekret bdrcjM die Veranstaltung öffentlicher FeicrI!chkei* ten von Staats wegen anläßlich der $00, wie* derkehr des Geburtstages von Maim «n ue* (30. März 1935) erlassen. Hierdurch wird zum Ausdruck f* bracht, welche große Bedeutung für die allgemeine geistig* kulturelle Entwicklung des Landes seinem Wirken in Spanie» beigemessen wird. Im Rahmen der ln CArdoba statlfiiulcndcn Feiern Erinnerung an die 800. Wiederkehr des Geburtstages v« Mai 111 oni des hat das Festkomitee ein P re! s a u * schreiben erlassen. Je 500 Peseten sind ausgesetzt ׳. die beste Arbeit über folgende Themen: 1• Maimoimtcs Philosoph. 2. Maimonides als Arzt. 3. Maimoukks״1״־‘ grapliie. . . Der gegenwärtig in Amerika weilende Kommissar Völkerbundes für Auswantlercrliilfe, James 0• Mac Don« ך erklärte, er wolle die Kolonisationsinüglietikciten *11 s amerika erforschen und einen detaillierten Bericht lncr erstatten. Anfang Januar 1935 wird sich eine Konferenz et lieber lind jüdischer Persönlichkeiten Amerikas unu . < . Länder mit der Frage der Finanzierung solcher sationspläne befassen. ״ In Lodz fand in Anwesenheit von Vertreter!( .. glcrttng und führender Persönlichkeiten auf dem 1 ,j, jüdisch-sozialer Arbeit die Eröffnung des ersten ״J ..f «eben A r bc its z cn t r u m s“ und des Kr0, .י,»m, 500 Perron cre bestimmten Chaluz-Hciins ' ouns Wie unser JR-Korrespondent aus Wien meldet, CSjaj dort in zionistischen Kreisen große Bestürzung dar‘1‘\’ .cB״ nur 117 Zertifikate für Oesterreich bercitger,teilt \״״ Es wird geltend gemacht, daß 2000 Chaluzim, )!1f .el,HCj.r?in* Hachscharah durchgemacht haben, auf die Möglichkeit Wanderung warten und daß auch die Österreich'!s«n (1,־ןן schaftskrise und die zunehmende jüdische Anicitsiosig . höhere Berücksichtigung Oesterreichs rechtfertigere Die Paliistina-Rcgierimg hat 150 Einwanderung Zertifikate für Araber aus Aegypten um r rien zur Verfügung gestellt, die 1m H;1’0" ,-חי ן.!'״« der Träger und Packer verwendet werden sollen, p «*■' . . erste Fall in der Geschichte der Mandatsverwaltung l in dem ausländischen ar a bi sehen Arbeitern Einwaii Zertifikate gegeben werden. . ״nJ Der ehemalige Chefsekrctär der Palästina־Reg1<ru Jetzige Leiter des Einwanderungsamtes, E. •4' ‘8׳ «koffl* Nachfolger von A. M. Hymanson in die RcHmuhp* mlssion für Arbeitergesetzgebung berufen worden. Ts m hier b es g^fj Lebe» je <1,1 die * 1.1׳׳*)״ J dem M matt da» sein■ n ko weil in ar wird, bfl wklerspf daß ö 8 Kam icl ist* (einer T> cherlei c Dicht» Volksrod nie nur» die Rct Kopien; einen M ginge t tiefes י der Die Mann.. Wci führ u Verlialtr und die bei zue! spreche( spricht wirft, h eigcntli» der sii plumpe hätte sl das W« ließ er Ob ' JO־׳ : hat um 1 1 ' als par ן ו warum .1 .. der Ze i #־' zum T dis dien usw.) : 1 eines ' 1 . i ת es W i reu zu '!■ verstai H'׳ Wisse! 1 1' Tliemi bfaniie wenn T ürett 1 j; Wissci!׳ zichtrt 1־ ■ 1 des w ח! , Quelle i׳', mrrik,!־ ׳ benutz t 1 ׳r solche ' '!> sei al! 1' erwor ' :lf ist ja;ijf* da er ׳ 1 V eiusch Volk r/1 treten t(,'v C licher, 4.1 bissei ׳*t ן' Wird» als 11 diese! _ 1, ־ wlller! fh rakte; Weisi!;■v »wil dem : 4 Suchi ' Mi Word i nicht n e: :•׳; mein , H? der , J '■ sin( 1 für 1 könn . 1 also ן Paul , ׳ 1 11! 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