Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 102-103 (21.12.1934)
- Date
- 1934-12-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 ו; einer anderen Stelle seiner Rede) die Juden als das Volk, das imstande ist, bei der für das Wohlergehen der Völker unerläßlichen Synthese zwischen Nationalismus und Menschheitsidee initzuwirkni. Um dies zu vermögen, müssen wir aber erst wieder den echten jüdischen Nationalisinus ebenso wie den echten jüdischen Univcrsnlismim uns zu eigen machen. So betrachten wir diese Rede nicht als Anlaß zu unberechtigter Ruhmscligkcit, sondern als Ansporn und M a h n u n g. Sic weist auch uns einen Weg. . Wenn nun dieser Mann 1934 von einer ״Politik der Großmut“ spricht, so meint er damit gewiß nichts Demütigendes, sondern er plaidicrt für Weite und Größe des geistigen Ausblicks. Er meint vielleicht nur dasselbe, was er damals 1919 in seiner Rede an die Juden ausgesprochen bat, als er sagte, neben den Patriotismus, der die Liebe zum eigenen Volk mit Recht als höchste Tugend preist, müsse als Ergänzung das Bemühen treteil, auch andere Völker aus ihrem Wesen und ihrer Lage heraus zu verstehen. Es ist bemerkenswert, daß gerade ein Mann, der sich selbst der jüdischen Ideenwelt so verbnnden weiß, als erster in so klarer, unzweideutiger und weithin hallender Form auch das Wort von der Not- Wendigkeit der Anerkennung der deutschen Glcichbercchtigung gesprochen hat. Und so wollen wir denn sein Wort von der ״Politik der Großmut“ als einem Weg zur Befriedung der Welt und zur Zusammenarbeit aller Völker, als Ausklang des bürgerlichen Jahres und als eine Hoffnung hinüber in das neue Jahr nehmen. Jüdische Rede 1m Wiener Siadirnt (Von unserem Korrespondenten) J. R. Wien, 20. Dezember. fm Verlauf der jetzt statffimlcnden Budgctbcratungcn in der W i e n c r Bürgerschaft hielt der Vertreter drr Juden• schaff in dieser Körperschaft, Rat der Stadt Wien, Dr. Jakob Ehrlich, eine :|/1stiimligc Rede, in der er die Wünsche und Beschwerden der Wiener judenscliaft, wie sie in einem Memorandom der Kultusgcmcinde festgclegt wurden, verbrachte. Dr. Ehrlich erklärte einleitend, daß die jüdische Minderheit dieser Stadt sich in aufrichtiger Loyalität und Bereitschaft zur Mitarbeit in das neue Vcrfassungslcbcn des Bundesstaates und der Stadt Wien einordncii wolle, gleichzeitig werde aber stets die jüdische Minderheit von der Mehrheit verlangen: die uneingeschränkte Anerkennung ihrer vollen bürgerlichen Gleichberechtigung und die Respektierung und Fördernng ihres eigenen kulturellen Lebens. Dr. Elirlidi schilderte an Hand zahlenmäßigen Materials die trostlose wirtschaftliche Lage der Wiener jüdischen Bevölkerung, von der nicht weniger als 55 000 (also über ein Viertel) in der Fiirsorgekartotlick der Kultusgcmcimfc stehen. Diese Lage der Wiener Judenscliaft zwingt sie, jene Hilfe vom Bund und der Stadt Wien zu ver• langen, die ihr von Rechts wegen gebührt. Zum Schluß kam Dr. Ehrlich auch auf die Zuriicksetzimecu jüdischer Aerzt; in den städtischen Spitalern und die Frage der jüdischen Bca inten zu sprechen und appellierte an den Gerechtigkeitssinn des Bürgermeisters, diese Fragen ui überprüfen. Bürgermeister Schmitz gab sofort nach der Rede Dr. Ehrlich? die Erklärung ab, daß er die ihm von der Kultusgemeimle in einem Memoranduin mitgeteilten Wünsche einer Ucherpriifung unterziehe. Die Stadtverwaltung stelle auf dem Standpunkt der vollständigen Gleichberechtigung aller Bürger und der Respektierung der Rechte und Bestrebungen der nationalen und religiösen Minderheiten. Anleihe für Transfordanien Die Palästina-Regierung hat eine Anleihe von 100 000 Pfund für Transjordanlcn bewilligt. Die Anleihe• summe wird dem Reservefonds der Palästina-Regierung entnommen. Von dem Gesamtbetrag sind 30 000 Pfund für die Unterstützung der notleidenden landwirtschaftlichen Bevölkerung Trans jordanlens bestimmt. Aus den zuletzt veröffentlichten Regieriingsberichtcn war zu ersehen, daß der Ver w alt ungs Überschuß der Palästina -Regier 11 ng in der ersten Hälfte des laufenden Finanzjahres um über eine Million Pfund gestiegen ist, so daß die Gcsamlhöhc des Uebcrschusscs am 31. Oktober 3׳,י% Millionen Pfund betrug. Andererseits befindet sich die tr:* ns jordanische Regierung dauernd in finanziellen Schwierigkeiten, obwohl Ihr Budget nur etwa 12 bis 15 <0/י des Budgets der Palästina-Regierung ausmacht. Der gewaltige Ueberschuli der Palästina-Regierung ist zweifellos, was mich von der englischen Verwaltung heute nicht mehr bestritten wird, auf die jüdische Ein wänderung und die durch jüdisches Kapital bewirkte Erschließung des Landes zuriickz.iuühren. Der lose Zusammenhang, der heute noch zwischen Palästina und Trausjordanien bestellt, hat zur Folge, daß dieser Reichtum Palästinas auch dem Land Transjordanien zustatten kommt. Diese Tatsachen sind eine schlagende Widerlegung der in manchen Zeitungen in letzter Zeit wieder auftaticlieiiden mißgünstigen Kommentare, die von der jüdischen Aufbauarbeit im Lande als einer ,,Ausbeutung" sprechen. Trausjordanien, das von denselben Arabern bewohnt ist wie Westpalästina, zeigt, in welcher materiell und kulturell elenden Situation das Land ״ohne Ausbeutung“ verblieben ist, obwohl der Boden allgemein als besonders fruchtbar bezeichnet wird. Die 1111- .mittelbare Nachbarschaft der zwei nur durch die Jordausenkc geographisch getrennten und dennoch heute auf so ungleicher Stufe der Entwicklung stellenden Länder müßte dazu führen, auch Transjordanien allmählich zu erschließen. ,Dies wäre zum Segen der Juden und Araber, wobei gegen etwaige Befürchtungen der transjordanischen Araber vor?0 Iitisc 11 cn Konsequenzen gewiß entsprechende Garani e n gegeben werden könnten. Ein jüdischer Gelehrter gestorben. Dr. Isidor Seite tclowitz (früher in Köln) ist in Oxford im AJtcr v« 59 Jahren gestorben. Er war eine Autorität auf dem Gebi der Sanskritforschung, Indologie und des Parsismus. In d •Jahren 1908—1926 in Köln als Rabbiner tätig! hat er au eine Reihe von Arbeiten über jüdische Fragen verfal ,darunter: ״Der Optimismus des Judentums“ (1913), ״E altpersische Religion und das Judentum“ (1920) ti. a. Seit 19 Honorarprofessor an der Kölner Universität, ging er 19 nach Oxford, ln der Londoner ״Times“ widmet ihm d Sanskritforscher Professor Thomas Boden einen ehrend Nachruf. Schcftclowitz wurde auf dem jüdischen Friedhof Londoa-Wltlcsden bestattet JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 102/103. 21. XII 1934 )J 1 ü * Hi*».« «l*J» 0 j •-־> ( il I! ׳fl G';7ZCJL 500000 Pfand »Anleihe der Jewish Agency Wie die Jcwlsh Agency for Palcitlne offiziell bekanntgiht, wurden die Verhandlungen für die Aufnahme einer durch die Jewish Agency und den Keren Hajessod garantierten Anleihe von 500000 Pfund Abgeschlossen. 450000 Pfund werden von der Lloyd's Bank, die Ubrlgen 50000 Pfund von der Anglo Palestine Bank zur Verfügung gestellt. Die Anleihe wird für einen Zeitraum von fünfzehn Jahren zu einem Zinsfuß von 4 ״/« aufgenommen. Man kam überein, daß im Falle einer Erhöhung de» Diskonts seitens der Bank of England die Jewish Agency höhere, jedoch nicht über 4'i* ״',<׳ Jtlnausgcficnde Zinsen zahlen wird. Die Rückzahlung erfolgt in Monatsraten von 3800 Pfund, in welcher Summe Amortisation und Zinsendienst inbegriffen sind. Die Anleihe soll der Sicherung der Schuldenfreiheit der Agency wie auch der Erzielung wirtschaftlicher Selbständigkeit der landwirtschaftlichen Siedlungen der Jewish Agency dienen. * Die Konsolidierung» - Anleihe, die die Exekutive der Jewish Agency erhalten hat, muß als ein großer Erfolg bezeichnet werden. Man braucht sich nur zu erinnern, in' welcher verzweifelten Finanzlage sich die Jewish Agency seit 1926 befand, um die jetzige Wendung zu würdigen. Alle Zionistcn-Kongrcssc waren fast ausschließlich mit den Fragen des Budgets iind der Geldbeschaffung atisgcfüllf. Infolge der Diskrepanz, zwischen dem Voranschlag mit den wirklichen Einnahmen geriet die praktische Arbeit der Exekutive von Jahr zu Jahr in größere Schwierigkeiten, 80 daß ihre wichligsfc Tätigkeit, nämlich die landwirtschaftliche Ansie 11 zum Stillstand kam; die bestehend«.״ Siedlungen konn"' nicht fundiert werden und erlitten infolge lauter provi’1!י scher Maßnahmen große Verluste. Alle Versuche, durch 11' .: hau und Einschränkungen einen Ausgleich herbrizuhih*’' i mißlangen. Fs Ist noch erinnerlich, daß nach der y '\’ ׳.' von 1920 heftige Angriffe besonders gegen die Arbeit^ ‘ wirtschaften gerichtet wurden: in Erinnerung an die cror';' Kosten der Arbcitslosen-Uritcrstutzung glaubte man, diel״ beiter für die ganze ״Mißwirtschaft“ verantwortlich mac| I zu können. Es ist daher von besonderem Interesse, (Ja׳B '!! ' erste Exekutive, die in ihrer Mehrheit aus Vertret־" ■ der Arbeiterschaft besteht, die F i n a n z w i r t s c h a f t T Jewish Agency nach zehnjähriger Misere zu sanier/״• vermocht hat. Trotzdem infolge der veränderten Verh it 5 nisse in vielen Ländern die Keren I Injessod-Einnahmcn? ' rilckgcgangcn sind, hat die Exekutive irn laufenden h!"'' da* alte Defizit um 30 000 Pfund vermindert. Sic hat 1« durch die Anleihe die Möglichkeit, ungehindert durch 1• : schwebende Schuldenlast, ihre Arbeit fort/uführen und : hat der kommenden Exekutive den Weg für ihre Haupt״[! gäbe, die Erweiterung der ländlichen Siedlung, wieder •: gemacht. Auch Gegner der Arbeiterpartei erkennen an, t|aj ׳ hier eine gewaltige Leistung; vorliegt, selbst wenn’ in Rechnung stellt, daß die Maßnahmen der Exekutive durch die besonders günstigen äußeren Verhältnisse, die große Ein.s Wanderung und die wirtschaftliche Hochkonjunktur im Lande 'י begünstigt waren. Die Anleihe zeigt auch, daß zur Entwiek- H lung Palästinas und zur Kreditwürdigkeit der Jewish Age״cr!.' in maßgebenden Finanzkreisen Vertrauen besteht uni(! ist schon aus diesem Grunde ein besonders beachtenswerte»^ Symptom- 1 Weizmanns Warnung Konferenz des palästinensischen Keren Hajestod Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. Tci-Awlw, 13. Dezember 1934 Die diesjährige Konferenz des Keren Hajessod in Tel- Atviw war für Palästina etwas ganz Neues. Nicht nur, daß liier zum ersten Maie im Lande eine regelrechte Kampagne (für die ,,Rothschild-Aktion“) einsetzte, wie man sie sonst nur in den Galuth-I.atidcrn gewohnt war — dieser Tatsache wäre mit einer Registrierung .!!lein Genüge getan —, sondem es ballten sich auf der Konferenz, mit spürbarer Strahlung zionistische Kräfte zusammen. Neben den Leitern des Keren Hajessod, L. Jatfc und A. Goldstein, neben den Delegier ten aus den verschiedenen kleinen und großen Orten Palästinas sali man Schmarjahu Levln auftreten, Wirte man dieser Kaplan, den Schatzmeister der Exekutive, eine Uebcrsiclit über die Arbeit der Jewish Agency geben. Der große Moment der Konferenz war die Rede Weizmanns am Eröffmuigsabend, die alle Hörer packte und zum Nachdenken zwang, wie es in dein amerikanischen Tempo des heutigen Palästina nur seiten geschieht. Man hätte annchmcn sollen, daß Weizmann auf einer Keren-f lajcssod-Konfcrenz in erster Linie einen Spenden-Appell an den heute so reichen Teil des palästinensischen Judenturn* richten würde. Das war jedoch nur der Anfang. Der Kernpunkt der Rede — und hier lag ihre Größe — war jedoch eine scharfe Zergliederung der gegenwärtigen geistigen und auch ökonomischen Situation, mit I Icrausarbcitung aller Schwachen unserer Position und den Mängeln des entstehenden Gebäudes. Weizmann sprach von dem sich immer mehr hrcitmnchemlen Lcvantinismiis in Palästina, von der kulturellen Wurzellosigkeit, von der Spekulation, die im Gefolge der Prosperität auf tritt, von all den flachen, an- Spruchs vollen und lärmenden Erscheinungen, die weder im jüdischen Geist noch im wahren Aufbau des Landes ihre Grundlage haben und eine Talmi-Zivilisation zu schalten dro- Len, an der wir auch nicht das geringste Interesse haben. Es war auffallend, daß Weizmann mehrmals in der Rede betonte, es sei nicht seine Absicht, Moral zu predigen, es handele sich ihm 11m ganz praktische Dinge, um die Wirt- Schaft und die Form der jüdischen Siedlung. Wir sind heute — auch das im Zusammenhang mit der großen Einwanderung — im Laude in .ein Stadium getreten, wobei nicht nur Politik und Wirtschaft auf der Tagesordnung stehen, sondem vor allem ethische und geistige Fragen. Früher hat man steh in der Tat im jüdischen Palästina hauptsächlich um Politik und Wirtschaft zu kümmern brauchen, denn das waren die entscheidenden Aufgaben. Das Moniisehe verstand sich in jenen Zeiten durchaus von selbst. Heute drohen sich die Verhältnisse zu ändern und wir sind gerade y mitten in unseren großen wirtschaftlichen und politischen Erfolgen so weit, daß wir eine Beschäftigung mit der Moni im weitesten Sinne, eine Prüfung unserer öffentlichen Zu•ו stände, der kulturellen Grundlagen unserer Bewegung ah! überaus aktuell empfinden. Dieser Empfindung gab Welz׳ marin In jener großen Rede in Tel-Awiw Ausdruck. IV- Widerhall, den sic bei den Zidiörem und bei der breites 1 ()Öffentlichkeit fand, bewies, daß weite Kreise diese selben! Fragen als ihre eigenen Probleme anschcn, sich der Gefahr einer Levantiniskrung und Verflachung des werdenden jüdi- ׳ sehen Lebensstiles bewußt werden, in der Bereitschaft, in der die kühne und starke Rede Weizmanns aufgenomma wurde, IicKt vielleicht schon eine gewisse Gewähr zu einem Bcsscrungswilicn und einer sich anbahnenden Oegenbewegunj . Die jüdische Einwanderung im Monat November Jerusalem. (Palcor.) Nach den Ziffern der EinwanderufiRs-Abteilung der Jewish Agency sind im November 4JW jüdische Einwanderer nach Palästina gekom• men. Diese Ziffer umfaßt jedoch nur diejenigen Einwanderer, die über die Häfen von Haifa und Jaffa gekommen sind, enthält dagegen nicht diejenigen Einwanderer, die Uber die Festlandsgrcnz.cn kamen, sowie die jüdischen Touristen, die von der Regierung die Erlaubnis erhielten, legal im l.anfe zu bleiben. Die Ziffer der jüdischen Einwanderung Im November Ist daher tatsiiclilich größer und wird ca. 4100 4b 4800 Personen betragen. Die Oesnmt/iffer der legalen jüdischen Einwanderer In den abgelaufenen elf Monaten dieses Jahres, also bis » 1. Dezember 1934, beträgt 37 639 Personen. PalSsffna-PUlnc des Kardinals Mcrcier. Die ״Genuinu ■ zitiert aus dein Pariser ״Jour" einen Abschnitt aus den nodt unveröffentlichten Erinnerungen des verstorbenen Erzbischofs von Mecheln, Kardinal Mcrcier, worin über eine Pnfrrredung des Kardinals mit Clemenccau vom 15. Januar 1• berichtet wird. Danach Italic Mercicr damals den Vorschlig «macht, dem König der Belgier, Albert L, als katholisch«; icrrschcr ein Volkerbundsmanilat über Konstantinopcl •1״a s Palästina zu übertragen. Clemenccau habe erwidert, daß di«« ״Kombination“ ihm gefalle. Er habe sich anheischig geraaeM, .• den Vorschlag bei Lloyd George durchzusetzen, der »< leider, wie Clenicnccau zu dem Kardinal bemerkte, st« unbeständig sei: heute ja und morgen nein. Durch die 01« Tage später folgenden Präsklentschaftswahlcn in Frankrcicn! bei denen Clemenccau unterlag, wurde der Plan hinfällig- Eiae verdiente Lektion Amei 3 Die , *■ortartig:«1 kann: Bi! mit de״ r '■ ״ichf* cr ־׳ könnten. f l (.and ob״ Kräftigc11c , bi» vor ß Handels״,, t!,1 iisw. usx . * lind ährt,, ( r Einen »!j bezeichn- ו grfindere ' will- ־־ e 1 / unlcugbt : v Ausnaht.1! ו sind, so i »!1 art, vor!; * her, wo :1 , den um ' < » '.l ״Wizrti י Da«*'; t«; durch ce’ ן fi' elnhet , vom Zif » '■ scheinet• » Es war'.' ' ein Vo f ohne V* j i I gieren, " , ׳ Massen Di« * Hoffnu Schuisy : haitsarr* Inder« ' völlig * ihre w- ' Hervorf I vor SO® J kaner ״ ' Mehrh 1 ( wenn j Spitt«“ : halben״!! Lande1־ Er ist *; '1 1■ 4' D,;; V Schme‘ ״ ״ ן '8 ״*:•.;■ europi,! 11, gehör;, (' Vordew N'cuar 11 den. i ,!,ן gGten‘1 , StaalcO :,j. schlos * ,1 war j* '11; nicht 11 r . oder 1׳ ,V«' Costa t< *1 4 1 Das י v C'' bliebt Und ® arbeif^ Negc־c R«prf zeiehr und ’ Nord n die fl nordi Metr -j erste I Bcvöil iliegi < 4 . Wie die ״Jüdische Rundschau“ schon kurz gemeldet hat, iet ein deutscher Jude, Prof. Eduard Fraenkcl, auf einen der berühmtc-stcn englischen Lehrstühle, den des Corpus Christi College in Oxford für Latein, berufen worden. Während die meisten englischen Blätter diese Berufung als Beweis für die hervorragenden fachlichen Qualitäten Fracnkels würdigen und auf andere berühmte Ausländer, die früher an englischen Universitäten erfolgreich gewirkt haben? liinweisen, veröffentlicht der ״Daily Telegraph“ zwei für uns höchst interessante Briefe aus dem Leserkreis. Zuerst ergreift Mr. Arthur F. M. Cohen ״als englischer Jude und alter Oxfordianer“ das Wort, tun sein Bedauern über die Ausstellung Fracnkels auszudriickcnl ״wie kann man diesen Schritt rechtfertigen? Herr Fraenkcl!nag ja ein sehr begabter Mann sein (!), aber sollen wir etwa glauben, es gebe nicht mindestens ebenso ouaJifi/jcrte (I) englische Gelehrte, die nicht enttäuscht werden durften?" Britannien solle zwar weiterhin Flüchtlingen Asyl und Hilfe bieten, aber es sei doch sicher beklagenswert, daß ein so begehrter Posten xvie eine Oxiorder Professur einem Ausländer ״aus gcfühlsmäßigen Gründen“ (!) zuerkannt würde. Auf diesen würdelosen Brief erhielt Cohen aber schon am nächsten Tag die richtige Antwort durch Mr. May, den Abkömmling einer alteingesessenen Oxforder Familie rein arischer Abstammung. ״Ich bezweifle, ob irgendein nichtjüdisclier Oxford-Mann sich hätte finden lassen, um einen derartigen Brief zu unterzeichnen; aber Mr. Cohen ist natürlich durch seine Zugehörigkeit zur jüdischen Rasse vor dem Sturm «irr Entrüstung geschützt, der sich über dem Haupte I Nichtjuden entladen würde, wenn cr Gefühle au-sg™״, hatte, die denen des normalen Engländers so fremd s™•״ wisse zwar nicht, so führt dieser wirklich vornehme k Rinder fort, was für einen Eindruck auf die Uiiucrsn. Behörden in Oxford Cohens Annahme gemacht habe, ihre Wahl durch andere Beweggründe als die der r01n. . he liehen Eignung bestimmt worden sei. Aber jedenfalls wu . | er sich mit allem Nachdruck, dessen er überhaupt von den Oefühlen des H errn Cohen zu״'» ä״(; zieren, und hinzuzufügen, daß das heutige Gx׳ ™"׳ zu ewigem Dank verpflichtet sein würde, wenn sich .-ef Fraenkcl aurh nur annähernd als ein so großer uc - und Lehrer erweise wie andere berühmte Ausländer W uvor allem Professor Vinogradoff, vor ihm. — ~~ < Wir würden wünsclien, daß würdelose, ihre eigenen ן genossen aus Ghetto-Furcht denunzierende Juden *m" .-.ö | prompt und vornehm durch Nichtjuden beschämt w | wie hier! L 1 . 1-׳ ■־״־• ..יי״ י- ' Ü; ]lauptschriitleiteit Dr. Robert Welt »eh, Berlin-CharlotUn w, Stellvertreter. Kurt Loewemtein, Berlin W IS. Atueigea '^r . «nd v«r»ntv1־ortllch für den Aazcigcntcil: Helene C h»י־ג יס Dertin א B4, Verlag und AnecigenverwaUung! Jüdische rrf{, Berlin W 18, Meinekestr. 10. D.-A. November 35150. Zurre! j Hat« Nr. 1 vom 1. Tanuar 1034 gültig. Druck! Siegfried ׳ א. Beiün.Scbüncberg. _ F c M r c a t 1 il 0 11 0 ר L" 4