Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 101 (18.12.1934)
- Date
- 1934-12-18
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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1fr, tot, 18. xn. 1934 *JGDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Erweitert den Horizont! New York, den 21. November 1934 An 11 ic Redaktion der ״Judithen Rundschau« Soeben erst erreicht mich Ihre Ausgabe vom Q. No• wiiil'er, diren Lr/.ehi.inrshcilai-o u. 11. dem Thema ״Neue iiilisc 1'j, Unterriclitsgcst« ltung“ gewidmet ist. :ri,u1b.-n Sie nur 'יי׳ uksciii Gegenstand einen mir sehr am HtrK11 Üc;'enden I iiiimhו׳׳«, utr mclit direkt mit dein unter Jcin erwähnten 11(11 t ז s U11 c11 c חe 11 Artikel 7usnnuncnlkinut Wer dm deutschen Juden im Ausland beobachtet, der kJ,weit 1 ic mangelnde Vorbildung durch die Scluitc für 1]c״ Lebe ״ s k a mp f. Dieser Lebenskampf wird aller Wahr- »chcinliclikeit für die meisten unserer Jungen dauernd oder vorut'erKeltenD lern der (lehiirlsstatte /11 führen sein. Und vidi iliejenigen* die in Dcutschlnnü eine Bleibe finden werjf״, dürfte״ rum sehr erheblichen Teil in ihrem — z. B. Ijjufiiiiiiiuischen — JU׳r11f nut ein rechtes Verständnis der Verhältnisse anderer 1 ander angewiesen sein. Jene l'iiihiiipsh ckcii nun, an denen die Neuankömmlinge m leiden, beschränken sich nicht nur auf die häufig inangej-!!alte Kenntnis fremder Sprachen. Daneben sind nur die ,vtitiiiden mit dem Geist und der Kultur, der Verfassung lind kr (ieschiehte ihrer kfinfligeii I leimat vertraut. Die Folgen jjvon sind recht bedenklich. Der Immigrant ist außerstande, ks Land zu verstelle״. Fr fühlt sich fremder, als cs nötig »■äre, und kritisiert Einrichtungen als veraltet und sinnlos, er bei besseren Studien wesentlich anders beurteilen »iirde. Das hinwiederum wird ihm von den Finwohncrn übel;enommen. t icscli.1 ftlicli und privat ergibt sich aus diesem LnvirsUiuhiis für das Ciewordeiie ein Trennungsstrich. Als ich vor 30 Jahre״ das erstemal nach England und Amerika kam, da erfuhr ich am eigenen Leihe, wie verhängkvoli die mangelhafte Vorbereitung sich bemerkar machte. VcfSt'iHlni'los und geringschätzig stand ich den Dingen gegenüber. Erst viel später dämmerte mir auf Grund mühsanier Sdhstiidien, daß hinter den Erscheinungen häufig ein tiefer Sinn verborgen ist und daß der Wert einer Kultur nicht vorwiegend etwa am Stand der Technik gemessen werden dar!. Hütte ich im Geschichtsunterricht unseres bayerischen fivmnnsinms statt vieler höchst überflüssiger und langweiliger Dinge etwas über die Heligionskämpfe oder den Aufstieg der bürgerliche 11 Klasse in England oder die Befreiungskämpfe und Konstitution in den Vereinigten Staaten gebürt, so hätte ich meine Umgehung später vor manchem vorwitzigen Aussprncli bewahrt und mir selbst mehr Genuß und Erfolg gesichert. Auch für jene, denen es vergönnt ist, in Palästina festen Fuß zu fassen, ist eine gewisse Vertrautheit mit der britischen Gedankenwelt von größtem Wert. Aus diesen Gründen wäre eine Berücksichtigung der aus• ländisch en, namentlich britischcnücistcsge schichte in den Untcrrichtspläncn sehr wertvoll; freilich — diese ungc* *■Mich »ci/vollen Dinge dürfen nicht mechanisch, sondern müssen mit Liebe und Verständnis gelehrt werden. Hochachtend Ernst Kahn. Haush&lissiellen in Amerika New York, den 29. XI. 1934, An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau", Berlin W 15. In bezug auf das, was Herr Kahn in seinen ״Amcrikanisehen Reisebriefen 111“ über Haushalts st eilen in Amerika schreibt, möchte ich gerne folgendes bemerken: Es ist zwar mit Hilfe der diversen jüdischen Organi• sstionen Möglich, Stellen im Haushalt zu hekoimncn, aber die gute Behandlung läßt oft sehr zu wünschen übrig und steht im umgekehrten Verhältnis zur Bezahlung. Sehr bczeichnend dafür ist eine Bemerkung, die der Ansicht der meisten Juden entspricht: ״Niemand will ein jüdisches Mäd• dien nehmen, weil sie sich immer verbessern wollen 1" Ist Ehrgeiz ein Fehler? Vielleicht ist es möglich, daß hier jemand den Leuten Härm acht, daß auch dieses Kapitel zum ״Hilfswerk“ gehört, Gleichzeitig möchte ich bei dieser Gelegenheit bemerken, M ich mich mit der ״Jüd. Rundschau“ immer freue. Hochachtungsvoll Ilse Deutsch. fand Ich fast stets Gelegenheit, eine kleinere oder größere iiruppe jener jüdischen Herrschaften zu beobachten, wie »ic *1Ui in Szene zu setzen suchten und viel zu laut Unternaltungcii führten, von «lenen man im Interesse der Bc• treffenden hätte wünschen mögen, daß die» weniger laut geschehen möge. , k'h halte mich — die ich meistens allein reiste, also Zeit zum Nachdenken hatte — wiederholt gefragt: Wie ist es mir möglich, daß Menschen blind sind für Fehler, mit denen sie nicht nur ihre Glaubensgenossen, sondern ebensosehr sich seihst schädigen? Nur das sog. ״Geltung«-Bedürfnis“ kann doch unmöglich die wirkliche Ursache für soviel Blindheit sein!? Man sollte meinen, daß selbst dieser (offenhar tmr durch Wohlhabenheit) besonders begünstigte Teil der jüdischen Gemeinschaft das Bedürfnis in dieser schweren Zeit füllten mühte, auch im Ausland etwas zurückhaltender zu leben. Wenn sic also schon nicht durch das einfache Solidaritätsgefühl geleitet werden, so müßte Ihnen doch allein aus diesem einen Grunde jede Gelegenheit willkommen sein, hei Glaubensgenossen wohnen zu können. Noch dazu, wenn damit nicht das geringste Opfer verbunden ist, was ich — die ich sowohl die Annehmlichkeiten großer guter Ffotels wie auch den Aufenthalt in kleinen jüdischen Privntpensloncn kenne —- mit bestem Gewissen versichern kann. Ich glaube, ein gutes Werk zu tun, wenn Ich Ihre Aufmerksamkeit auf diesen Uebelstand richte, in der zuver• sichtlichen Hoffnung, daß meine Beobachtungen auf die Beteiligten einen Eindruck t cht verfehlen werden. Ergebenst Ihre Mrs. Mary 0 I asa n er (aus New York). V Wir haben diese Zuschrift einer nichtjtidisclicn Dame veröffentlicht, weil wir glauben, daß hier in der Tat ein jüdisches Interesse vorliegt. Wir stimmen mit der Brief• schreiberin freilich in einem Punkte nicht iibercin: Die Juden, deren Benehmen sic kritisiert, bilden eine kl נ in c Minderheit, einen winzigen Bruchteil der Gesamtjuden• heit. Aber gerade, wenn etwas unangenehm auffüllt, genügen schon vereinzelte Vorfälle, um den trügerischen Eindruck zu erzeugen, als handle cs sich hier um ein ״typisches“ Verhalten. Um so mehr hat die jüdische Gesamtheit ein Interesse daran, zu wissen, wodurch auch bei wohlwollenden Betrachtern der jüdische Ruf geschädigt wird, ln einer Zeit, wo sich die jüdische Gesamtheit wieder enger zusammen• schließt, muß cs auch pädagogische Mittel gehen, um solche Schädigungen für die Zukunft immer seltener und schließlich unmöglich zu machen, All© Ihre Bücher von der Buchhandlung1 am Zoo Fritz Ring Charlottenburg, joachimsthaler Straße 45*44 Bttmurck 6506 Mitglied der jüdiachen Gemeinde Zuirnduaf nach «11•״ SUdMtita» Wieviel thoratreue Juden leben In Berlin? Berlin W62, den 3. 12. 1934 An die Redaktion der ״JiUI, Rundschau" Immer wenn Vorstand und Repräsentanten Versammlung der Berliner Gemeinde sich bei der Vielfalt ihrer Aufgaben auch mit der Subventionierung eines orthodoxen Synagogen• Vereins oder der Aufrechtcrhaltung und dein Ausbau einer religiösen Institution befassen, entsteht die Frage: Wieviel thoratreue Juden lehn! eigentlich in Berlin? Während des Krieges war eine Statistik der koscher-csscndcn Juden Deutsch•!and* angefertigt worden, die jcdocli durch die Veränderungen der Nachkriegszeit überholt ist. Der Versuch, In heutiger Zeit eine Statistik über die Anzahl der thoratreucn Juden Berlins aufz.ustellcn, läßt sich auf verschiedene Arten er* möglichen: Eine Zusammenzählung der Besucherzahlen der orgel* freien Gemeinde- und Privatsynagogen könnte die gewünschte Gesamtzahl ergehen, doch ist diese Berechnung ungenau, weil die orgclfrcicn Synagogen auch von liberalen Gemeindemitgliedern, die in der Nähe dieser Synagoge wohnen, bcsucht zu werden pflegen. Auch eine schematische Zusammenzählung der Mitglicderzalilen der Vereinigungen thoratreuer Daniel Derottd* Memel, 14. 12. 1934 Verehrte Sehriftleitungl Zu den Notizen in Nr. 98 u. 99 Ihres Blattes Ober die christliche cnHisthe Dichterin George Eliot (Marian Evans Lewes Cross) ist zu ergänzen; 111 gleichem Jahre (1876) ist ihr berühmtes Rmnanwerk Daniel Dcronda“ auch in deutscher Uchcrsct/mig von Adolf Strödt mann (8 Halb• bände, Berlin) erschienen. Hierauf hat Prot. David Kauf• mann in der ״Monatsschrift f. Geschichte u. Wissenschaft des Judentums“ (1877) «ine längere Abhandlung ״George Eliot und das Judentum“ geschrieben, die mit den Worten schließt: ״So wie Gotthold Lphr. Lessing dein jüdischen Her/cn teuer geworden Ist, so wird 1 ״an allezeit dankerfüllt erklären: Gcnrge Eliot hat sich um das Judentum gar wohl verdient gemacht.“ Vor 50 Jahren, mit dem Aufleuchten des zionistischen Gedankens in Rußland, hat der wertvolle Roman in die hebräisehe Literatur Einlaß gefunden. Im fahrhuch ״H.iassit“ 1881 hat L. J. Schaplra den Inhalt und die Analyse des Romans ״Daniel Dcronda“ wicdergcgcbcn. In der hebräischen Wochen• Schrift ״Hnmagid“ Nr. 16 21 1886 in sechs Fortsetzungen hat der Literarhistoriker I)r. Simon Hemfeld unter dem Titel ״ י■» מבשרת *יוןDie Ansagcrin Zions“ eine eingehende Würdigung von George Eliot und ihrem Roman veröffentlicht. Die hebräische Ucbcrsctzung des ganzen Werk« ist 1893 von David Frisch mann Im Verlag ״Achiassaf“ heraus* gegeben. Leon Scheinhau*. Ein neuer Film von Alexander Korda. Wir haben an die* BCr Stelle seinerzeit über die Leistung des Regisseurs Alex* ander Korda in dein englischen Film: ״Sechs Frauen und ein König“ berichtet, jetzt sehen wir ein neues Werk Kordas. und zwar ״Da s Privatleben des Don J ti a n , wieder ein englischer Film, der eines mit Heinrieh VIII. gemeinsam hat- Das sind die vielen schönen Frauen, die In diesem Film mitwirkeii und schon dadurch intcrcssicren. Darüber liinnis ist es Korda gelungen, in seinem Film ein Meisterwerk der Rcgiekunst zu schaffen. Der Stoff hätte nur allzu leicht dazu verführt, eine kitschige Handlung, die mehr oder weniger langweilt, abrollen zu lassen. Korda aber gelingt es, mit Douglas Fairbanks als Hauptdarsteller eine solche Zahl von 5patmenden und witzigen Situationen zu schäften, da fl ein kleines Kabinettstück entsteht. Die wunder• bare Photographie hilft ihm dabei, mit sparsamen Mitteln Szenen von eindrucksvoller Kraft zu schaffen, so z. B. die Begräbnisszene des falschen Don Juan, die von dezenter, echter Komik ist. oe. ״Der Morgen“ (Phifo-Vcrlag, Berlin W 15), Jahrgang 10, Heft 9. Dem Dezember-Heft gibt ein großer aus dem Englischcn übcrlragcncr Vortrag von Travers Herford ״Antike Bollwerke lief Kultur" sein Gepräge. Der Forscher zieht eine Parallele zwischen dem Absclilull des Talmuds, der Konsolidicrung der katholischen Kirche und der Kodifikation des römischen Rechts und schreibt diesen drei großen Vorgängen eine gleichermaßen hohe Wichtigkeit für die Erhaltung der Kultur durch das ganze Mittelalter hindurch zu. Alexander Altmanns Arbeit über ״Die religiöse Welt des Mittelalters“ setzt diesen Gcdankcngang fort, indem er die ״U n - ndttelalterlichkcit“ des mittelalterlichen Judentums nachweist. Manfred S warsensky gibt eine Cnanukkalibctrachtung, Lothar Bauer faßt die Ergebnisse und Lehren der neuen Bevölkerungsstatistik als ״Schicksal in Zahlen" zusammen. Werner Cahnmann setzt sich mit Nadlers Auffassungen von der Rolle der luden in der deutschen Literatur aus• einander. Die Feuilleton-Fortsetzung von Leo Hirsch* Roman ״An der Grenze“ schließt »ich an. Verbesserungen Im Postverkehr nach Palästina. Das ln• krafttreten der auf dein im März dieses Jahres in Kairo beschlossenen Aetidcrungen der Weltpost-Vcrträge am 1. ja• miar 1935 bringt auch für den Postverkehr nach Palästina eine ganze Reihe von Erleichterungen und Verbesserungen. So wird die Gebühr für offene Päckchen für je 50 Gramm von 15 auf 10 Rpf. herabgesetzt bei einer Mindest• gebühr von 50 Rpf, Die Versieh er ungsgebii 11 r für Wertsendungen betragt ab 1. 1. 1935 30 Rpf. fiär je 590 RM,, statt bisher für je 300 RM. Die Kosten für dringende .t .-. - , , - , ״ ״, , , Pakete befragen vom genannten Zeitpunkt ab nicht mehr Juden (Misrachi, Verein zur Erhaltung des überlieferten das Dreifache, sondern nur noch das Doppelte derjenigen Judentums, Adass Jisrocf, Agudas Jisroei, ostjüdlschc^ Vereine) fQ!• pjn gewöhnliches Paket gleichen Gewichts. Ferner ist Juden in Schweizer Hotels Milano, d. 12. Dez. 1934. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin, i, Am Ende einer längeren Erholungsreise möchte Ich!<״ncn eine Wahrnehmung unterbreiten, weil ich plaubc, damit einen guten Zweck zu erreichen. Vorausgescluckt: ich bin?'di t j üd i n, Deutsch-Amerikanerin, aber durchaus juden• freundlich. ''Ä"'!1',“ ״Sw"![ J5־־jic;«cl1™. bcsnclit, Ml ־war im ־i״״l״־״ dl־ Mik״h SM״״ ™.cht r! I,,,Seit ,ich Z m״־s־I,״־, die, i» in 'de,. Hci.lcrraterp»«: «250 ״־, raclht™5l״Be von 75, Dcutsdil;nd wirtschaftlich existenzlos geworden — wie so Artdicncstraßc von 3<W, Grcnad erstraße v2"״^ Frauen. D'52 viele;mdere _ ihre Zuflucht zu einer bescheidenen Peilbedeutet, daß cs bei cinctn Jahrgang von 20 Jahren 825 sioiisgriirduiig in einem Schweizer Kurort genommen haben. 111״t hei Zugrundelegung eines Mcnschciinltcrs von 70 Jahren Meine Freunde schilderten, wie wenig Verständnis und wie führt infolge der häufig vorkommenden Doppclmitglicdschaft in mehreren Vereinen nicht zum Ziel. Einen Anhaltspunkt für die statistische Erfassung׳ der thoratreucn Berliner Jiidcnlicit gibt der Besuch der vier in Berlin bestehenden Mikwoth, weil diejenigen, welche die mit dem Besuch dieser rcligionsgesctzlich vorgcschricbcnen Institufion verbundenen, wenn auch nur geringen Kosten sowie die Mühe und Zeit nicht scheuen, als thoratrcu angesehen werden können. Die Berliner Mikwoth wurden im Jahre 1933 von fns* gesamt 825 Frauen, die im Durchschnittsalter von 25 bis die Gebühr für Nachfragen (Laufschreiben) nach eingeschriebenen oder Wertsendungen usw. von 50 auf 40 Rpf. herabgesetzt worden, ebenso der Satz für nachträglich verlangte Rück- und Auszahlungsscheine. Sodann wurde die Gebühr für die Nach Sendung von Zeitungen, die durch die Post bezogen werden, bei wöchentlich oder seltener erscheinenden Druckschriften auf 10 Rpf., bei öfter herauskommenden auf 80 Rpf. reduziert. Der Internationale Antwortschein, der zur Vergütung des Rückportos für einen gewöhnlichen Ausländsbrief dient, kostet statt 35 nur noch 30 Rpf. Auch die Höchstmasse fOr Briefsendungen wurden einer Aenderutig «nterzogen. Länge, Breite und Höhe dürfen jetzt zusammen 90 cm betragen, die größte Länge jedoch nicht mehr als 60 cm. Sendüngen in Rollcnform sind in einer Länge und doppeltem Durchmesser von zusammen 100 cm gestattet. Endlich wird darauf hingewiesen, daß bei Postkarten die Freimarken , ״״״,.״״״״, _ .... drcicinhalhtnal mehr und das beißt ca. 3000 thoratreue Jil ״,״״....״״ . ... .... .. 'venitr Gemei11srhiftsf׳efühi’dieicuiizen Huden besitzen, wclclic dinnen gibt. Hieraus resultiert bei einer Familienstärke von zwecks Vereinfachung des Verkehrs nicht mehr auf die Bild *״ihrer F und Monate 4 Personen eine Zahl von 12 000 Seelen. Diese Zahl hat e* ״•״*.-.״- ״.־.״-* «־•• >■..״״!״״״, ״ der sein S ־״«n als selbstdoch, wie gezeigt, nur die statistisch erfaßte Zahl von Frauen, verständlich v״r « sollte'!die besonders schwer bcdie die Mikwoth besuchen konnten, zur Voraussetzung. Zu froff״"cn C.la:X socm>ssc!1 wc״Iltens d "dufreh zu unterder errechnet״. Zahl von 12000 orthodoxen Juden müssen stützen, daß sie hoi me wohnen bevorzugen viele von daher noch die Familien gerechnet werden, in denen die ihnen die ersten Hotek“ in denen ’sie sich — ähnlich wie Frauen wegen Krankheit und vorübergehender Abwesenheit dies auch 'früher srlfon von czevvLseif hid sehen Kreisen mit oder weil sie ledig, verwitwet oder das 50. Lebensjahr über- ■ «ucn iruhcr schon von gewissen juiuscnui ..״,״ £chri(tc״ haben, die Mikwoth nicht besuchen. Berechnet man diese Familiengruppen zu je ca. 10 ״/o der erreclinctcn Zahl von 12 01)0 Personen, so ergibt sich, daß zu den 12 000 Seelen noch 6090 hinztikommen, womit sich die Kopfzahl der thoratreuen Bevölkerung auf 18000 Personen stellt. Hierzu kommt noch die große Anzahl derer, die zwar keinen streng orthodoxen Lebenswandel führen, jedoch aus Gründen der Pietät oder der Aufrechtcrhaltung jüdischen Brauchtums eine reli- —v.. ,,״,,er schon von gewissen ,-_ ,, ווףrlicbc geübt worden sein soll — in!licht immer sehr taktvoller Weise bemerkbar machen. . , , . . Auf meiner weiteren Reise habe ich mich dann in ca. »m verschiedenen Badc-Plätzcn der französischen und per italienischen Riviera aufgehatten. Ich selbst hatte noch vier- 1גיף Gelegenheit, bei jüdischen Familien zu wohnen, die aus «!selben Gründen, wie meine Schweizer Freunde, den üxuci) einer bescheidenen Existenzgründling; unternommen *f'״• •ch habe in keinem Falle eine Enttäuschung erlebt.?.Is Ersatz für die in den ״ersten Hotels“ üblichen stilvollen . piiikarten habe ich überall eit* sehr schmackhaftes, quali* j'iv wertvolles Essen und eine persönliche Uinhegnng mcnief Seite, sondern nur auf die Ädrdlseite geklebt ■werden dürfen. Holländische Bank In Palästina. Nunmehr hat auch ein politisch vollkommen neutrales Finanzinstitut, die Holiandsche Bank-Unie N. V., Amsterdam, sein Ar• bcitsgcbict auf Palästina ausgedehnt und in Haifa eine Niederlassung eröffnet, die unter dein Namen Holland Bank Union seit Oktober ihre Tätigkeit aufgcnoinmcn hat. Die Etablierung dieses Instituts, das über ein cingczahltcs Kapital von Fl. 6 000 000 und offene Reserven von Fl. 3 000 000 ver* fügt, und auch Filialen in Amsterdam, Buenos Aires, Istanbul, Rio de Janeiro, Santos und Sao-Paulo unterhält, ist ein Beweis, daß auch rein wirtschaftlich eingestellte Banken Palästina als ein beachtenswertes Arbeitsfeld anschcn. Per; הה"* י•""'"־•־ VII Uliu vmv |/u1au1״«v״v v •■•-r» י -ן 1« , ־ s®n gefunden, was auf mich einen besonders tiefen ש ui* druck gemacht hat, , ... . ׳r, ״a־*.ich nun in bezug auf das eingangs angeschnittene ^n'a i״ diesen vielen Wochen gesehen, erfahren und erlebt habe, das bestätigte die mir zuerst unglaubhaft er- 1i1f1;CltCIIC״ Schilderungen meiner Schweizer Freunde. Die vier? ׳sehen Wirtsicute naben sich in gleicher Weise geäußert Im m.,:me Schweizer Freunde, wenn ich Gelegenheit Iw '״Begleitung meiner Wirtsleute mit solchen jüdischen 3h/*c,a[*cn 70*»׳nmenzttkommen und die Sprachc^auf jenes 4k 31 brac!lte* so Bmeai der iührenden Hotels .Wohnung genommen hatte* - - . . , Fakturierung von Sendungen nach Palästina. Die Orient giöse Weltanschauung besitzen und deshalb für die unbeshipping Agency Kober & Jelllnck, Haifa, teilt uns mit: dingte Aufrcehtcrhalturig aller jüdischen Institutionen ein- ■■ 1 ־ ~ '* ח . zutreten gewillt sind. Die Zahl dieser Menschen, die auf religiös gemäßigtem, aber prokonservativem Standpunkt stehen, kann nicht noch genug eingeschätzt werden und beträgt mindestens ebensoviel wie die der streng orthodoxen Juden. Die Endzahl von 35 000—40 000 Berliner Juden, die die Wahrung thoratreuer Interessen verlangen, zeigt somit einen Prozentsatz von fast 25 v. H. der gesamten Berliner Judcnhcit. Hochachtungsvoll Nathan S chef telo w Itz, Mitglied der Rcpräscntantenversammlung. * * A. d. R.: Oltnc daß wir itn einzelnen zu den Aus- Ab 1. Januar 1935 müssen alle Fakturen für Zollzwccke, die den palästinensischen Zollämtern vorgelegt werden, einen Vermerk der Absenderfirmen enthalten, in welchem Lande die Ware hcrgestcllt wurde, z. B. ״Made in Germany“. Dieser Vermerk Ist von der Firma, die die Faktura ausstellt, zu un* tcrschreibcn. Alle Fakturen, die den palästinensischen Zolländern vorgclegt werden, müssen die eidesstattliche Ver* Sicherung enthalten: ״We hcreby ccrtify that this invoice is true and correct in all parts and contains all costs inet, packing and is the otily one issue.“ Diese eidesstattliche Er* Klärung Ist von zwei Beamten der Firma, beispielsweise Prokurist und Buchhalter, zu fertigen. zwei Wochen verschoben.