Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 101 (18.12.1934)
- Date
- 1934-12-18
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr, 101, 18, Xn. 1934 /y'r'׳ /'.׳' \V4 ״r' %״״«־- f) ך־ ■ß r^^rio 1/ 4/ w״ w' 4/ w 4׳־׳׳’ %J>• Kurzberichte Von 11 Metern palästinensischen g.!.-Korrespondenten Zwischen dem Rat der Kolonie Pelach-Tikwah und den leitenden nationalen Instanzen (zionistische Exc- Rutivc im'ri Wand Lcuini) ist ein Konflikt amgcbrocheti, der in der Presse Widerhall findet. Pctach-Tikwali hat von der Regierung das Recht bekommen! sich als Munizipalität zu konstituieren und bereitet zurzeit die ersten Wahlen vor. Die Mehrheit verlangt als Wahlberechtigung die Zahlung von .C 1 Steuern pro Jahr» wahrend di« von den Arbeitern und kleinen Leuten der Siedlung gebildete Minorität ein halbes Pfund als Steucrgrumtlage anerkannt haben will. Die Exekidive hat sieh mit der Ansicht der Opposition identisch erklärt und will bei der Regierung in diesem Sinne Schritte unternehmen. Der Kolonierat von Pctach-Tikwah protestiert gegen die Stellung der Exekutive und bezeichnet sie als die Verletzung ihrer Privilegien als lokaler Selbstverwaltung«־ körper. In der letzten Sitzung des Kolonicratcs wurde eine Protestresolution gegen die Exekutive und den Waad Lcumi angenommen. In der Chamikkati-Wochc fand der Jährliche Bazar der ״Wizn“ In Tel-Awlw statt. Er wurde von l)r. Vera W e i z - mann! Mitglied der Londoner Exekutive der Wizo, eröffnet. In Talplolh, einem der neuen Viertel von Jerusalem, wurde in diesen Tagen der Grundstein für die Sy 11• a go g c gelegt. Der bau soll für 600 Personen Platz . haben und enthält neben dem grollen Betsaal einen Raum für kleinere Zusammenkünfte. Bei der Grundsteinlegung sprachen Raw Kuk und Rabbi •Mci'r sowie Prof. Joseph Klausner. In der Eröffnungssitzung der revisionistischen Landeskonteren/״ die in Tel-Awiw stattfand, wurden die ״Heiden der revisionistischen Bewegung“ Stawsky und Rosen bl att zu־ aammen mit Jabotinsky und anderen gefeiert. Die revisionistisrhe Zeitung ״Hajardcn“ ist, wie berichtet ׳ wird, aus finanziellen Gründen verkauft worden. Vor kurzem streikte ein Teil des Stabes, der seit längerem sein Gehalt nicht bekommen hatte. In den leitenden ökonomischen Kreisen des Landes wer־ den die Depositen, die zurzeit in den palästinensischen Banken lagern, auf .C 11000000 geschätzt. Tin Commercial Bulletin der Palästina-Regierung für No• vember 103t werden Zahlen über die Entwicklung des palästinensischen Handels während des ersten Halbjahrs 1934 gegeben. Sic erweisen eine außergewöhnliche Zunahme des Handels, insbesondere des Imports. Der Import betrug im Halbjahr Jnminr/Jimi 1033 £ 1035 109, dagegen iin Halb- Jahr lantiar/juni 1931 £ 7 165 009, was eine Zunahme des Imports von weit über 2 Millionen Pfund bedeutet. Der Export zeigt ebenfalls eine Steigerung, die aber auch nicht im entferntesten an uic des Imports heranreicht. Von Januar bis Juni 1933 betrug der Export £ 2 361 791, von Januar bis Juni 1031 £ 2 915 405. Der sprungweise an■ steigende Import ist eine direkte Funktion der steigenden Kaufkraft im Lande und der Einwanderung, deren Bedürfnisse nur zu einem kleinen Teil aus den im Lande hcrgcstcilten Produkten befriedigt werden. Dem gewaltigen Import entspricht es, daß in den Einkünften der Regierung, die ebenfalls dauernd im Steigen begriffen sind, die Zölle immer noch den größten Einnahmeposten stellen. Der ״Mcrkas Lcschelumotli Owdim“ (das Organ der Arbeiterorganisation, das sich mit dem Bau von Arbeitervierteln und von Arbciterliäusem in den Städten befaßt) beginnt den Bau eines neuen Blocks von Gemcinschaftshäusern in Tel-Awiw, der 101) Wohnungen umfassen soll. Nach Mehlungen der arabischen Presse hat sich der Board der arabischen Industriebank bereits gebildet und cs wurden 3000 von den 15 000 ausgegebenen Aktien placiert. Das Kapital der Bank, das in Aktien van £ 2 geteilt ist, soll auf £ 30 000 gebracht werden. Die ungewöhnlich starken, von den Landwirten sehnsüchtig erwarteten Winterregen der letzten Wochen haben manchcrle. Schaden angerichtet. Pin Lastzug entgloiste in der Nähe von Tulkcrcm, weil der Bahndamm durch die heftige Flut unterwaschen war. Es dauerte tagelang, bis die nötigen Reparaturen ausgcfiihrt waren. Die Verbindung nach dem Süden des Landes (Gazah Ikrsebah) ist äußerst schwierig und zum Teil ganz unterbrochen, da die primitiven Wege unfahrbar geworden sind. An mehreren Stellen forderten die Fluten und Stürme Todesopfer. Es wurden mehrere Personen von den Fluten weggescliwemnit, andere durch gerissene elektrische Drähte, die ihre Ladung von Starkstrom behielten, getötet, ln den Städten wurde der Verkehr für Stunden, in einigen Gegenden sogar für Tage stark gehemmt. Das Erzichungsdcpartcment der Regierung teilt mit, daß idic Londoner Universität von jetzt an klassisches Arabisch oder Hebräisch an Stelle des früher geforderten Latein oder Griechisch anerkennt. Kandidaten, die diese Möglichkeit ausnutzen wollen, müssen mindestens vier Jahre lang in Palästina ansässig sein. in der Tel-Awiwcr Stadtverwaltung wird die weitere Regelung der Mietspreise verhandelt. Das im vorigen Jahr erlassene Gesetz erstreckt sich nicht auf Läden, Büros und ärztliche Ordinationsräume, also auf alle Lokalitäten, die nicht der Wohnung, sondern dem Enverhe dienen. Das dauernde Steigen der Preise hat eine Bewegung ausgclöst, die eine Ausdehnung der Scliutzgesetze auch auf die genannten Miets- Täume fordert. Die Stadtverwaltung verhandelt zurzeit mit der Regierung über diesen Punkt. Der District Commissioner hat Vorschläge von Kandidaten für eine Wahlkommission für die Tel-Äwiwer Stadt- Verwaltung angefordert. Es wird demnach angenommen, daß die Neuwahlen für den Tcl-Awiwcr Sladfrat in naher Zukunft stattfinden werden. In der Nähe von Djeiün wurden in diesen Tagen wiederum zwei Fellachen von bewaffneten Banditen, angcnalten und ihrer Waren und ihres Bargeldes beraubt. Die Polizei konnte jedoch die Täter fassen und ihnen die Beute wieder abnehmen. Die Gegend von Djenin ist in Jetzter Zeit öfters zum Schauplatz von Raubüberfällcn geworden. Die Presse drängt die verantwortlichen Polizeiorgane zu schar- ,fern Durchgreifen. in letzter Zeit mehren sich in Tel-Awiw die Diebstähle, und während man früher kaum die Türen des Hauses verschloß, werden jetzt Sicherheitsvorrichtungen in den neuen Häusern üblich. Ein neues Blatt in der Aktivität der Diebe bilden die Autodiebstähle, von denen in den letzten Tagen mehrere gemeldet wurden. Die arabischen Druckcrciarbcltcr in Jaffa haben sich zu einer Union zusammengeschiossen. In der letztem Woche wurden in Tulkerem 15 junge Leute! die bei det Bewachung der Küste gegen illegale Ein- Wanderer von der Polizei beschäftigt waren, entlassen. In der arabischen Presse wurde dieser Schritt sehr abfällig kommentiert und es erschienen von neuem Nachrichten über di« Absicht der arabischen Jugendverbfinde, eigene Kiistcnpatrouillcu zu bilden. (Die Bildung derartiger Trupps führte im letzten Soinmcr zu neinliehen Konflikten, bis die Regierung selbst eine scharfe Kontrolle der Illegalen Immigratinn einrichtete.) Die Regierung teilt mm mit, daß die Entlassung der Hilfspolizisten eine temporäre Maßnahme sei, da in der rauhen Jahreszeit eine Landung in diesem Teil der Küste ohnedies ausgeschlossen sei, Sinfonie - Konzerte in Tel-Awiw Tel-Awlw, im Dezember. Nach großen Schwierigkeiten ist cs gelungen, in Tel- Awiw ein Sinfonieorchester zusauuncnzustellen. ״The Palcstitic riiilharmoiiic-Svinpliony Unkm“, so ist der Name der Gesellschaft, die die Konzerte veranstaltet. Beim erstenK onzert herrschte in der Obel Sbcm Hall große Spannung. Mau war aus dem ganzen Land zu diesem Abend herbcigccilt, um ״unser Orchester“, spielen zu hören. Der Sani war nusverknuft, vor der Kasse spielten sich tmbeschreib! iehc Szenen ab. Das Orchester und sein Dirigent I. Jacobsohn wnrden mit laiigaiihaltcndcm Beifall begrüßt. Als Jacobsohn den Tah(stock hob, herrschte eine solche Spannung, eine solche Aufmerksamkeit, wie sic im europäischen Konzertsaal heute wohl kaum noch gefunden wird. Als feierlichen Auftakt wählte man Beethoven, Egmont-Ouvcrtürc. Als zweites folgte Beethovens Klavierkonzert in E-dur, Sollst Robert Casadcsus, das stärkste Ktaviertalcnt Frankreichs. Ja, wie sollte der Rezensent Worte finden, um seiner Bcwunucrung Ausdruck zu verleihen? Und es ist kein Wort Uebcrtreibung, keine Phrase, wenn er erklärt, daß er noch niemals dieses Konzert so identisch mit der Partitur, so meisterhaft 11at spielen hören, selbst von Schnabel nicht Und so war cs nicht verwunderlich: das Publikum raste und chrie seinen Beifall heraus, minutenlang. Und der noch jung!•scheinende, sympathisch wirkende Casadcsus war ordentlich erstaunt über das Temperament, über die herzliche Anerkennung der jüdisehen llörcr. Nacli der Pause folgte Tschaikowskys 1׳, Symphonie in F. Das Werk stellt technisch Ansprüche, die ein so junges Orchester wie das unsere noch nicht befriedigen kann. Der Beitali war groß. Nun zum wichtigsten, dein Orchester: Ausgezeichnet der Streichkörper, da wnr Ton, sauberer Einsatz, Beherrschung aller technischer Schwierigkeiten. Ein besonderes Lob dem Konzertmeister Sascha Farnes, der sicher und begabt führte. Celli und Bratschen beachtenswert. Bei den Holzbläsern nur die Oboen gut, Flöten und Fagott_ bedürfen noch sehr der Arbeit. Die schwächste Stelle natürlich die Bleche. Die Basse und Schlagzeug durchaus zufriedenstellend. Uebcr Jacobsoliu kann man nach dieser Leistung noch nicht urteilen. Er hatte mit Umständen zu kämpfen, die ihn am Abend hemmen mußten. Mangel an Leuten, Absagen, zu wenig Proben. Der erste Abend des neuen Palästina- Orchesters war ein hoffnungsvoller Auftakt. Beim zweiten Konzert bekamen wir ein modernes Kammerkonzert für zwei Hörner, Klavier und Orchester von dem Ungarn Eugen Zador zu hören. Eine nichtige Angelegenheit auf drei Sätze ausgedehnt. Das Orchester wandte viel Mühe und Hingabe auf, 11m clcn Erfolg zu retten, — vergebens, das Publikum blieb kühl und verständnislos. Im Mittelpunkt des Abends stand das Konzert für zwei K laviere in D־dur von Bach. Als Solisten hatte man die Damen Sarah Schapiro und Sarah Heller verpflichtet. Sie erledigten ihre Aufgabe korrekt und zuverlässig. Die wertvollste Leistung ergab die letzte Programmnummer: Tschaikowskl, Serenade für Streichorcheslerop. 48. Herr I. Mcferowfcz dirigierte. Er spielt sonst im Orchester die Bratsche. Meierowicz ist sicherlich ein musikalischer Kopf, das bewies seine Tschaikowski-interpretatiou, — aber gerade deswegen soll er das Dirigieren sein lassen. So geht das nicht. Ein Sonderlob den Ccllis. Es war eine Freude, das Zusammcnspici und die exakten Einsätze der vier Musiker zu beobachten. Beim dritter Kon z er t merkte man, daß die Popularität des Palcstine Orchesters immer mehr wächst. Die Ohel-Shcm Hali war überfüllt, trotz des Winterregens mit seiner unangenehmen Naßkalt«. Wir haben nun also auch schon unsere Philharmonie. An den Sinfonie-Konzerten ist die ganze Bevölkcrung ,interessiert. Es geht eben auf allen Fronten aufwärt*. Der Abend wurde mit der Ouvertüre zum ,,Barbier von Sevilla“ geleitet. Man hatte Gelegenheit, die Verbesserung der Holzbläser zu beobachten, die sich allmählich zu einem brauchbaren Klangkörper zu entwickeln scheinen. Aber die Blech Bläser! In welchem Lande der Welt sitzen gute jüdisehe Blechmusiker? Man hülle sie »n Watte und schicke sie uns per Flugpost her. Man behilft sich hier mit englischen Militärbläscrn, die unzulänglich sind. Irn Mittelpunkt des Programms stand das Ccllokonzert von Haydn in D-dur. Als Solisten hat mau Arnold Földessy vcapflichtct. Földessy־ besitzt ein herrliches Instrument, seine Technik ist vorbildlich, einwandfrei, sein Ton groß lind von cinschmcichclndem Schmelz, aber was er aus dem Haydn-Konzert machte, war nicht zu billigen. Die Klassiker haben nun einmal einen Stil, der um jeden Preis gewahrt bleiben muß. lacobsohn begleitete sicher und mit Können, Das Publikum war unbeschreiblich enthusiasmiert und bewegte durch minutenlangen Applaus den Solisten zu einer Zugabe: Kol nidrei von Bruch. Mit der 6. Sinfonie von Beethoven schloß der Abend. Das Orchester ist noch nicht reif genug, um sich an so schwere Aufgaben heranzumachen. Man kann mit einem so jungen Orchester in wenigen Proben keine Pastorale herausbringen. Nur durch ungeheuer exaktes, sorgfältiges Musizieren schafft man einen einheitlich geschlossenen Orchesterkörper, der imstande ist, mit Erfolg große musikalische Aufgaben zu lösen. Földessy zeigte sich als vornehmer Musiker: Der erste Konzertmeister am Cello-Pult erkrankte plötzlich, und Földessy nahm kollegial sofort seinen Platz ein. Aber auch das konnte die Pastorate nicht Tettcn. Der Erfolg des Abends beim Publikum war groß. * Neben dem aus Berufsmusikern bestehenden Palcstine Orchester hat sich in aller Stille ein Dllletanten •Or• ehester gebildet. 17 Personen Männer und Frauen aus den verschiedensten Berufen, treffen sich an bestimmten Abenden und musizieren gemeinsam. Wir finden da eine bunte Oesellschaff versammelt: zwei kaufmännische Angestellte, zwei Lchrer, vier Aerztc, zwei Arbeiter, ein Bankbeamter, eine Hausgehilfin tisw. Menschen aus allen Nationen, nicht alle sprechen schon Hebräisch, und so verständigen sie sich eben am Pult durch ihr Musizieren. Der Dirigent des Palcstine Orchesters, I. Übernahm die verantwortliche Leitung. IM« kleine SüS’ kapclle —■ denn nur die Violinen, Bratschen und Celli «m, bisher besetzt — wurde von der B״c ISritli-Logc cim-elad* vor einem geladenen Publikum den Beweis zu liefern produktive Arbeit geleistet wurde. ’ Im Jascha Haifctz-Saal war ein auserlesene», sehr «*, wöhrites Publikum versammelt; die Feuertaufe fand also v!» strengen, skeptischen Richtern statt. 01 Man begann mit einem Divertimento von Scarlattl ln a״ Bearbeitung von Harison, Das Orchester gab dieses' in Form streng italienische Werk, in! klassischen Stil des Kan certamk», durchaus sauber und klangschön wieder. Djnn stellte man sich eine musikalisch schon schwierigere Aul gäbe: das Doppclkonzert für zwei Violinen von Bach in D-tn011, Zum Abschluß horten wir die kleine Nachtmtn, k von Mozart. Hierbei muß ganz besonders das Verdienst t licohsohns hervorgehoben werden, denn es ist erstaun ‘ lieh, daß bei den wenigen Proben für das Abendprogramm eine io respektable Leistung zustande kam. Sogar die schwie* rigon Pianostcllen» die auch Berufs,irchestcrn immer wieder eine harte Nuß zu knacken geben, kamen heraus. Der Start der kleinen Musikcrgemcinschaft war erfolg, reich, die Zusammenstellung des Programms verriet CR. *chntaek. fn unserer Stadt soll und muß jede kulturelle Be. tätigung populärer, erzieherischer Art sein, denn auch tliej kann zur inneren Zusnmntcnsdrwcillung der Olim aus aller Weit beitragen. Und dies bestätigen wir dem Orchester der Dilettanten: ihr könnt getrost den Sprung vor die Oeffentliclikcit wagen! Ja, das Ist sogar unsere Forderung. «I Die ״Palcstine Pltilharmonic-Symphony Union“ hat be• schlossen, alle drei Wochen für die Jugend Tei-Awlwi einen musikalischen Nachmiltag zu veranstalten. Alle Sport• und sonstigen lugcndvcrbändc waren nebst Schulen, Jugend• hclmen und Eltern cingcladcn. Und so hatte sich auch eia zahlreiches Publikum eingefunden. Vor Beginn des Konzert« betrat der Mimiklehrer des Ikrzl-Gymnasiums das Podium und demonstrierte mit lustigen» ausgezeichneten Erläuterungen der Reihe nach jedes Instrument. Ein reizender Einfall. Von | der Violine über Baß, Pikkoloflöte, Fagott zu Horn und ] Posaune —: die Kinder erfuhren Bau, Zweck und Anw«. I düng, wie man cs sich nicht amüsanter und lehrreicher denken j kann. Außerdem erzählte ui« der nette Unkel so gar nicht 1 schulmeisterlich, was man uns Vorspielen würde, was es damit 1 für eine Bewandtnis hätte und woher die Nomcmdttur stamme. So war es kein Wunder, daß gute Laune herrschte, die das Verständnis und die Aufnahme des Dargebotenen wesentlich erleichterte. Der Dirigent des Palcstine Orchesters, I. Jacobsoh», hatte ein reichhaltiges, buntes Programm zusammcngcstelit Ein Ohrenschmaus war die F-dur-Rontanze von Bceihovtn, gespielt vom Konzertmeister Sascha Farnes. Das Ganze eine prächtige Idee, Wenn die Zusammenstellung des Pro• grantms manchmal auch daneben geraten war, so wird diesem Ucbclstand abgehoben werden können. Wir glauben, daß der Weg der richtige ist, — und das ist die Hauptsache, Wolfgang Yurgrau. Das schwedische Kronprlnzenpaar In Pallslloa Jerusalem, 16. Dezember. HTA.) Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schweden nahen In Begleitung Ihrer Kinder und ihres Gefolges die jüdische Kolonie Na tu 111 besucht, wo ihnen ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Die Gäste besichtigten die landwirtschaftliche Mädchenschule der Wizo und einen privaten jüdischen Landwirtschaftsbetrieb. Abends fand in Jerusalem eine Aufführung des ״Ewigen Juden“ von David Pinski durch die ״Habiinah“ statt, der das Kronprinzenpaar, der High Commissioner und die hoch• *ten Beamten der Palästina-Regierung beiwohnten. Dis Theater war mit schwedischen, britischen und jüdischen Flaggen festlich geschmückt, vor der Aufführung wurden die schwedische Hymne, die englische Hymne und die Hatikwaa gespielt. # An einem Diner des High Commissioner zu Ehren des Kronprinzenpaares nahmen die Mitglieder der Exekutive der Jcwish Agency, Dr. Arthur Ruppin und Mosche Stier• tok, sowie der Kanzler der Hebräischen Universität, Dr* J. L. Magnes, teil. Kleine Nachrichten Wie aus Cypern gemeldet wird, wurde dort ein Gesetz erlassen, durch das jeder Erwerb von Grund und Boden m Cypern van einer vorher zu erteilenden Erlaubnis des uou״ vcrncurs abhängig gemacht wird. Dieser Tage ist das Hafenabkommen Dan zig* Polen um ein weiteres Jahr verlängert worden. Dieses ad* kommen enthält eine besondere, die Jaden in Danuß treffende Klausel, in der cs u. a. heißt, daß die jütliscne Katiflcutc volle Freiheit für die Ausübung ihrer gcschältlicnc Tätigkeit im Danziger Gebiet genießen und daß der 50« darüber wachen wird, «laß diese Freiheit in keiner «tu angetastet oder eingeschränkt wird. Außerordentliches Aufsehen hat in Polen der Weberin des 29jährigen katholischen Priesters J0 י *JL Sumina aus Lublin zum Judentum hervorgerufen• ehemalige katholische Priester erhielt den jüdischen n*m Abraham bei! Abraham. . Das Krcisgcrieht in Byalistok verurteilte den Sc• retär der natioualdemokratischcn Partei, Jan Stuszel'' ׳ und den Führer der nationaldemokratischen Jugendsem! wegen Verbreitung der illegalen antisemitische י *• . tung ״Nowa Sztafeta“ zu je eineinhalb Jahren Ocfanß ■ Nach Abschluß der Voruntersuchung ist die Ank:ag schritt gegen die acht N a t i o n a I r a d i k a I e n, a1* Zusammenhang mit den judcnfclndlichcn schrcitungen in der Warschauer Vorstadt Powon, Juni verhaftet wurden, fcrtiggcstellt worden. D« lautet auf öffentliche Gewalttätigkeit und Teilnanm einem Totschlag. Bei den damaligen Unruhen wurden «1 Juden verwundet, von denen der 35jährige Jechcskei u seinen Verletzungen erlag. . In einer bei Marascsti in Rumänien arbeitenden * ״ schar ah-Grup ne sind 20 Chabi/ini unter Ersehe•״ , einer schweren Fleischvergiftung crkranK. Chaluzlm sind an den Folgen der Vergiftung gcstorDcn. Zustand der übrigen ist besorgniserregend. Am 17. Dezember wurde der bekannte Jurist Pfo * J Ooldsehmidt 60 Jahre alt. Zur Zeit wirkt er Universität Barcelona, 1 > Ai־ Soch 1 vember, | ü d i י cl Erlau her ן ,! Herzen •( dt״״frV Wert bedauert•1 den Lcj H'hfillllC ־,ן vorüber! >( auch di'J• den. du.!1 |anfn1;i1l 1 ,Verhallt ׳, Je«' י SO leidei hafte h wenigst ,< der Gc.T , davon s\■ das LaiL' wäre, 1,' die er würde. : «»«ויחי•* '! Unverst! ׳, Ä iS l| Arnerik•״ nisvoh r Verstäm “ gcgeniüv sanier 1 fiele r Ci;! vurwicf‘ j ־darf. L Ovmnal; Dinge t‘ fj bürge rlt! und Ki';, , Ich me!:■ , J, spruch!;■: fb gestehe« Au1 , ־ festen , \> britisch!,! , Au.,; »' llndisc '! i; in den . ׳'׳, , ״ wöhnll,!׳ •'« Müsset'»;; -''׳׳■ tu 1' י I': 1 1: Im! Ichen . Ante־, Ei 1 latiom die gi steht!• zckhn(( meiste,■ chen , Ist E V*״ klarm or Baß i.b Ihm Aji 1*1cn 1einen , •N i c Il: Ifrcum׳׳. befrei! Statio' DeutsV 1viele »׳; Sinnst1 Meim;j wenij,'1 2u ihf; ,in de•1: verst;;.1 trofft,‘ stütz! .! ihnen»! 1 die* Vorliij: faktv, 7ehn Italic j mal densi״! Vcrsi,. nahe,. Als t MemJ , tativ J|* Persi,1 dtuei! Th״: »Jiite; . Kehle* ־ ijudis,י Jvle t '־ittt! Herr! TheP «iestt Vers• « I