Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 99 (11.12.1934)
- Date
- 1934-12-11
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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«1 I WiegeetoMe Ich den ScUeMed? Für Schabbai, 15. Dezember Wochcnabichniti ״Wajlgasch" (I. B. M. Kap. 44, 18 bis 47, 28.) ״So hat mich Gott vor Euch hergeschiekt, um ein Ueberbfeiben auf Erden zu bereiten, Euch am l eben zu erhalten, zu großer Errettung.“ ״Gott schafft die Heilung, bevor er den Schlag führt.“ Zog ein Gewitter über einem Teil des jüdischen Volkes sich zusammen, das es zu vernichten droht, hatte ein anderer Teil in einem anderen l ande Möglichkeiten geschalten zur Aufnahme für .seine Brüder. Joscl war cs in Aegypten, die ersten spanischen Juden im Mittelalter, die holländischen Juden zu Beginn der Neuzeit. Als gegen Ende des 19. Jahr• hunderts tausende Juden Rußland verlassen mußten, stand Amerika offen, in unserer Zeit hat eine chaluzische Generation junger luden in Palästina den Boden bereitet für wichtige Teile der deutschen Judcnhcit und der Judcnhcit überhaupt. Sie ist hcraiisgc/ogen ״uns ein Ucberblciben zu_ bereiten auf Erden, uns am Leben zu erhalten, zu großer Errettung‘. * I. Wir haben in dieser Rubrik in der letzten Woche mit einigen Worten schon auf die Joscfsgcschichtc hingewiesen. Im clicswochrntliclien Abschnitt findet der dramatische Aufbau dieser Geschichte seinen Höhepunkt in der Rede Judas und dem Sich-Erkcnncn-Gehen Josefs. Besser als die Bibel selbst wird hier niemand erzählen können. Man lese also diese Stelle vor, wie immer — wenn nicht hebräisch —1 in der Biiber-Roscnzwcigsclicn Ucbersctzung. Zum Auswcrten des Stoffes verweisen wir wiederholt auf den Genesis-Kommentar von B. Jacob und auf den ״Born ludas“ von Micha Josef bin Gorion. Sehr interessant ist die Darstellung der Rede von Juda durch Joscphus in seinen ,JÜDISCHE RUNDSCHAU Zionistisches Leben in Frankreich Von unserem Berichterstatter F.O. Paris, Anfang Dezember 1931. Man darf es als eine feststehende /rat-.aclie^bmichneit. Nr‘M, lt.Xll.l9M M. Steinhardt 70 Jahre In diesem Jahre können wir M. Steinhardt 1 vor ״vielen Schreibereien“ bewahren, die er i« .CM Ja 11 re mit Reell! befürelitete, als die |mlh, tuizיזז5!״״ verfrüht seines 70. Geburtstages gedachte. |),e ״'r ־״יי1'״‘ der Gratulanten aus der jüdische״ Ocfkntlichkcit!/4h| Freundes- und Kollegenkreisc״ wird dem Jubilar k,,י ״ wie positiv seine jüdisch-pädagogische und m,bli/istjSrhil> י beit in der deutschen Jmlrnheit gewertet wird. Gerade 1,1 WO sich — warn auch teilweise nur äußeren Ums1-1n,1«.' '■ daß wohl in keinem Lande der Welt das zionistische Leben und die zionistische Arbeit so wenig dlc P u! getreten ist wie in Frankreich. Mehrere Grunde sind hierfür maßgebend gewesen. . . , , , . , Die jüdischen Gemeinden in Frankreich sind private ..... ״ ... .״«,״״ ,na־,! ,״ Organisationen, die nicht berechtigt sind, Steuern zu erheben gend — der Gedanke der jüdischen Schule durebgesetzt h ' oder die jüdische Gemeinschaft in einer Organisation zusamfür den Steinhardt ein Meiischenalter lang kämpfte, J\t «’ men zu fassen. Daher kommt es beispielsweise, da« ml am ,eine Verdienste hervorzuheben. Seit mehr ah 30 lahr ״ '! die einzelnen großen und kleinen Synagogen Privater״״• Steinhardt ein unermüdlicher Streiter für die düngen darstellen, die jeweils von einem kleinen Kreis front- Schule gewesen. Ir hat in einer Zeit, in der weite Tr״' mer oder repräsentativer Juden erhalten werden, wie z. U. der jüdischen Eltern- und Lehrerschaft Deutschland, d, die große Synagoge in der Ruc de la Victoirc (len Namen Phantom einer Simultancrzicliung nachjagten, die Bedeut!»!! Rothschild-Synagoge führt und damit auf die Gründer und einer gesonderten jüdischen Bildung für die heranwacS/ Erhalter hinvveist. Einen offiziellen jüdischen KcURionsuntcr• Jugend immer wieder hervorg,•hoben. In Wort und Schon rieht gibt es nicht, und was hier durch Privatinitiative ,״ Zeitungsartikeln und Büchern ist er für diese Gedanke geleistet wird, ist gleich null. mutig und unerschrocken cingetretcn. Die von ihn Deshalb ist cs liier auch schwer, jüdische Dinge ln gehaltenen, von ihm redigierten Organe haben wesentlich! jüdische Kreise hincinzutragen. Die ״eingeborenen“ jüdischen Bausteine zur jüdischen Erziehungsarbeit ווו Deutschland ״ ־ ־..־■««•'•י **״• —•י- ״״■• ♦ — Als Lehrer und Kantor wirkte er in Prcnzlau, Ha״. tri hie: tu t־/*i nnr 1 IW*» »I!״^*,..««,11 «״_י״ _ ״?Ir. 95 Kreise halten sich möglichst weit entfernt von allem, was sie in diesen liitcrcsscnkrcis bringen könnte, lim ja nicht aufzufallen. Dazu kommt noch, daß es hier keine Wohnungs- Schilder gibt, aus deren Namen man die Zugehörigkeit zum Judentum ableitcn könnte, und daß auch keinerlei Auskunft über Mictsverhältnissc usw. zu bekommen ist oder erteilt wird. Deshalb hatte es der Zionismus besonders schwer, hier Eingang zu finden. Die Zionistische Ortsgruppe Lens hat nun einen offenen Brief an alle Ortsgruppen der französischen Provinz, gerichtet, in dem sie ihre Gesinnungsgenossen auffordert, sich zu einer Organisation zusaminenzuschließcn, weil alle Bemühungen, diese Organisation von Paris aus ins Leben zu rufen, bisher vergeblich gewesen wären. Die zionistische Bewegung müsse von der französischen Provinz aus orgamsiert werden und das Pariser Judentum müsse von hier aus Jüdischen Altertümern (2. Buch, 6. *3P•**1׳ intcressfcrt "umi erfaßt' werden! um sich in die große Zio Eine ausgezeichnete, beinahe modern anmutende forcnsscle ״istischc Organisation einzuordnen. Weser Appell an die Leistung Judas, der hier mit allen psychologischen Mitteln jlk|jsc|1c Oeffenllichkcit von Frankreich hat großen Eindruck der Advokatur arbeitet. c:nn« gemacht und die interessierten Kreise stark In Bewegung i tir jimgcrc Gruppen cmpbehlt es sich^ ^tm -.mn^ gc^ilt Aus a|lell Teilen Frankreichs kommen^ Zustimmung»• unserer Ausführungen vor drei Wochen Sidra durch die Kinder selbst darstellcn zu lassen. II. Die Haftarah zum Wochenabschnitt ״Wajigaseh״ ist außerordentlich aktuell. (Jechcskel, Kap. 37, 15- 28.) Sie zerfällt in zwei Teile: a) Vers 15 22; b) Vers 23—28. Im ersten Teil behandelt der Prophet das ״Kibbuz Oalujnth“, die Sammlung der verstreuten judenheiten, die Gott ״herausnimmt“ aus den Völkern, wohin sie gegangen sind, um sie in ihr Land zu bringen. Die Vision vom Israel nach der Vereinigung all seiner Teile bildet den zweiten Abschnitt. Das Wohnen im Lande ist nicht das Endziel. Die Abkehr von dem Leben in der Galuth und die Rückkehr zum Gesetze Gottes sind die Voraussetzungen dafür, daß dieser Rund werde ein ״Wcltzeitbund". Fs ist immer auf die Bedeutung des in der Haftarah Gesagten für uns heute hinzuweisen. E. Geschichte 1. Ge samt a bla 11 f der Geschichte. Die davidische Epoche. Nach einer Charakteristik des großen Königs gebt die wesentlichen politischen Erfolge seiner Rcgicrungszcit. Zur Charakteristik vergleicht die letzte ״Schabbatgeslaltung", wo recht eingehend von David die Rede war. Dann aber stellt dar, mit wieviel Geschick er mit den Nachkommen Sauls im Guten und iin Bösen fertig wird, wie er Heiligtum und Regierung in Jerusalem konzentriert, wie das Söldnerheer als zuverlässige Truppe geschaffen wird und wie dann durch die Kämpfe mit den alten Feinden das glanzvolle davidische Reich geschaffen wird. Nehmt jetzt die Karte, auf der wir uns die Crrenzen des Saulrciches eingezcichnet hatten, und vergleicht die beiden Reiche miteinander. Für die Darstellung der davidisehen Rcgicrungszcit könnt Ihr in allen vorhandenen Gcschichtswerken nachlescn. Dubnow, Graetz und auch die kleineren Werke behandeln die Zeit recht ausführlich. Auch in den Israelitischen Geschichten der Sammlungen Göschen ״Aus Natur und Gcisteswclt“ usw. ist die Zeit behandelt. (Racnsch, ״David und sein Zeitalter“ in der Sammlung ״Wissenschaft und Bildung“.) 2. Geschichte der jüdischen Menschen: David als Politiker. Für diesen zweiten Teil unserer Davidsdarsfellung könnt Ihr die obigen Angaben verwerten. Diesmal decken sieh die beiden Vorschläge. Ihr könnt die gleichen Bücher verwenden, die oben angegeben sind, nur müßt Ihr eben mehr das Persönliche herausarbeiten und zeigen, wie in den versrhiedenen politischen Handlungen der Mensch David sich ausdrückt (z. B, beim Aufstand seines Sohnes bei dem Kampf um die Erbfolge usw.). Bei allen politischen Maßnahmen ist eben der persönliche Charakter lind die biographische Beziehung aufzuzcigcn. PaliUHnakunde Ihr kennt jetzt die Wasserstraßen Palästinas und sein Eisenbahnnetz. Nun sollt Ihr den hohen Grad der Motorisicrimg des Landes begreifen. Palästina ist mitten in der Europäisicrung des Orients eines der europäisiertesten. Mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit schreitet sie fort. Es ist nur natürlich, daß dabei Elektrizität und Motor eine besondere Rolle spielen. Das jüdische Aufbauwerk hat dabei das »einige getan. Ein großes Netz von Autobussen durchzieht das Land. I in oft zitierten Werk von Hcrrmann (Pal.istiiiakimdc) findet Ihr sowohl im Heft 1 (Geographie), als auch in Heft III (Jüdisches Aufbauwerk) genügend Material über Autobus und Autobiiskooperative. Es ist nötig, auch in der Palästinakunde den Kreis, vor dem Ihr sprecht, zu verlebendigen. Am besten läßt sich zum Beispiel hei unserem heutigen Thema der Stoff vermitteln, wenn Ihr versucht, mit einer Autobuslinie bestimmte!Hinkte jüdischer Siedlungen zu erreichen. Zum Beispiel sehr einfach die Fahrt von Haifa ins Emek. Dann aber auch kompliziertere Touren. Fragt bei Euch im Kreise: Wer von Euch hat Bekannte in Palästina? Wo wohnen sie? Und dann reist! . lieber legt alle Möglichkeiten, Eisenbahn oder Autobus, was ist praktischer? Wir werden das nächste Mal in der Be- Schreibung des Landes fortfahren. Erst wenn wir das Land gut kennen, werden wir mit den Fragen des Aufbaus be* ginnen. p_ Als Psalm für diese Woche empfiehlt sich Psalm 48. Warum? _ .,.Z,1r Pröffnunfr des sanitären Instituts ״Benito Muss״- lim m Rom hat die italienische Regierung eine Reihe von hervorragenden Gelehrten aus allen Ländern eingeladen, darunter die Berliner Tuberkulose-Forscherin Frau Prof. Dr. Lydia Rabin0wi18ch- Kempntr, die dem Minister* Präsidenten Mussolini vorgestellt wurde. Frau Prof. Rabino* witsch-Kcmpner, die frühere Direktorin des bakteriologischen Instituts im Krankenhaus Moabit, ist Jüdin, * erklärungcn zu diesem Aufruf, und man hofft, daß auf diesem Wege eine stärkere Intensivierung des zionistischen Lebens endlich möglich sein wird. Dr. Simon Rosenbaum Wie aus Tcl-Awiw gemeldet wird, ist Dr. Simon Rosen* bäum, einer der bekanntesten Zionisten der Vorkriegszeit, dort gestorben. Dr. Rosenbaum ist für die ältere zionistische Oencration eine vertraute Figur; er spielte im Rußland der Vorkriegs- .. . ...B __ zeit als jtidischcr Politiker und Jurist eine große Rolle. Er Werk“ außerordentlich positiv beurteilt und als ״lockende hat innerhalb des Zionismus eine ganze Reihe von Acmtcrn Erholung“ empfohlen wird. Am 23. 11. druckte die ״Jüd, bekleidet, wfar auch Mitglied des Großen Aktions-Comifes und liefert. bergen und Eis zu seiner 1925 erfolgten PensionicrunzM iZ! lang in Magdeburg. 1 " Um die organisatorische Zusammenfassung der |n dlschen Lehrerschaft Deutschlands, ihre geeinte V« tretung nach außen, um die Sicherung der materielle!! Existenz seiner Kollegen hat er sich erfolgreich bemüht51 Es ist bei einer Persönlichkeit wie Steinhardt ulbstv». ständlich, daß seine pädagogische Tätigkeit sich nicht k . Unterrichten der ihm anvertrauten schulpflichtigen JuR״d ׳ erschöpfte. Er suchte und fand den Anschluß an die heran.! wachsende Jugend, und bis in sein hohes Alter hinein %״ er in Jugcudvercinen ein willkommener Gast. Steinhardt gehört trotz seiner 70 Jahre noch nicht m den ״Alten“. Wir können von ihm sicher noch manch« Beitrag für die pädagogische Arbeit im weitesten Sin« erwarten. Uns, der jüngeren jüdischen Lelirergeneratio» Deutschlands, soll die Erinnerung an sein Wirken Ampen una Verpflichtung sein. Julius Stern Biiefe (u* die TledaUim Kritik an Palästina Berichten Jerusalem, den 2. Dezember1934 Sehr geehrte Redaktion! Die ״Jüd. Rundschau” hat in ihrer Nummer vom 18,1t. eine aus der Feder Manfred Georgs stammende Rezension meines Buches ״Das Land der Sohne Palästina nahegerückt“ veröffentlicht, in der ״dieses höchst erfreulich«, in einem raschen klaren Stil geschriebene, farbig-plastische wurde im Wahlkreis Minsk in die erste russische Duma gewählt. 1915 bis 1918 war er als Rechtsvertreter der gesamten russisch-polnischen Judcnhcit dem deutschen Hauptquartier in Wilna zugetcilt. Ende 1918 ging Rosen bäum als Führer einer Delegation zum Oroßwesir Talaat Bey nach Konstantinopcl, um mit ihm in zionistischen Fragen zu verhandeln. Nach Verkündung der Unabhängigkeit Litauens trat er ln die ״™gebildete litauische Regierung ein und wurde zum Stellvertreter des Außenministers gewählt. 1919 wurde er als Mitglied der litauischen Friedensdelegation nach Paris entsandt. 1920 wurde er in den als Organ der nationalen Autonomie anerkannten Jüdischen Nationalrat Litauens gcwählt, dessen Präsident er fünf Jahre lang blich. Ein Jahr fang war er auch litauischer Minister für jüdische Angelegenheiten. Nach der Auflösung dieses Ministeriums übersiedelte er nach Palästina, wo er als Präsident des jüdischen Obergerichts (Miseiipath haschalom) an der theoretischen und praktischen Weiterentwicklung des jüdischen Rechtes, mitwirkte. 1929 wurde er zum litauischen Konsul ln Palästina ernannt. Zum Tod von Bernhard Seklet In der Nacht vom 7. zum 8. Dezember Ist In Frankfurt der jüdische Komponist Bernhard Sek I es im Alter von 62 Jahren verstorben. Er war 36 Jahre hindurch als ein her* vorragender Lehrer und schließlich auch als Direktor von Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt a. M. tätig. Darüber hinaus hat Sckles als Komponist eine bedeutende Rolle gespielt. Aus seinem Schaffen sind etwa 40 Werke in die Ocffcntlichkeit gelangt: Lieder, Kammermusik, Orchesterwerke sowie die Opern ״Schahrazade“, ״Die Hochzeit des Faun“ und ״Die 10 Küsse“. Zu seinen Schülern gehört u. a. Paul Hindern ith. 1033 ist Sckles aus seinem Amt als Direktor von Dr. Hochs Konservatorium entlassen worden. Rundschau“ eine von Frl. Rosa Cohn (Jerusalem) verfaßte scharfe Herabwürdigung des Buches. Da sic .,mehr prin* zipicll gehalten" war, bitte ich erwidern zu dürfen. Frl. Cohn vertritt die Meinung, daß man einen( ״ziemlieh urteilslosen Publikum“ etwas darzubictcn habe, ״wai zum Nachdenken zwingt und nicht zur Zerstreuung dient“. Frl. Cohn ist eine Anhängerin der literarischen Askese. Hm gegen halte Ich cs lür propagandistisch zweckmäßig, wenn der Schriftsteller alles laute Pathos vermeidet, auch das Schwierige leicht lesbar darstcllt und das Ernstgemeinte heiter sagt. Das ist eine Sache der Begabung. Am Ende entscheidet der Erfolg der Propaganda. Und zahlreiche Leser• briefe bestätigen mir, daß durch ״Das Land der Söhne“ eine Wirkung bin ich zufrieden. Sic zu erreichen, lag in meinet Absicht. Hochachtungsvoll Erich Oottgetre«. Daniel Deronda Berlin W 15, 7. Dezember 1934 Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Im Anschluß an den Brief vom 7. Dezember 1034 ״Eil halbvergessencs Buch“, in dem Herr Emanucl Weiner eine Neuauflage des Romans der George El iot ״Daniel Derww» anregt, dürfte es zahlreiche Leser der ״J. R.“ interessieren, daß dieses Werk bereits vor vielen Jahren von dem bf kannten hebräischen Schriftsteller David Frischmann («״< Schöpfer ausgezeichneter Ucbcrsetzungen von Nietzsches »z*׳ rathustra", Byrons ״Kain“ u. a.) ins Hebräische iibcrtrigrt wurde. Von ״Daniel Dcronda“ ist auch eine Uebcrtragwg ins Jiddische erschienen, Df. S. Kalt ko des J Lazarus Friedmann, der älteste deutsche Zionist, Ist, wie uns aus Mainz gemeldet wird, kurz vor Erreichung des 86. Leben.»),ihres gestorben. Lazarus Friedmann hat im Frühjahr 1897 in Bingen an der Gründung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, und dann am ersten Zionistenkongreh in Basci teilgcnommcn. Er war spater Delegierter vieler Kongresse und fehlte bei keinem Dclcgicrtcntag der Z. V. f. D. I rirdinann war ein begeisterter Jude, tmd cs war sein Stolz, daß er auch hebräisch sprechen und schreiben konnte. Als er an seinem 80. Geburtstag von der gesamten Mainzer Judenschaft gefeiert wurde, erwiderte er mit einer hebräischen Ansprache. Der gütige und sympathische alte Herr, der bis zu seinem Ableben im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte blieb und erst vor wenigen Wochen ln einem liebenswürdigen Briefwechsel mit der Redaktion der ״Jüd, Rundschau“ seine Ansichten über verschiedene jüdische Fragen aussprach, wurde als ein Vorbild aufrechter zionistischer Gesinnung und unermüdlicher begeisterter Arbeit von allen deutschen Zionisten geschätzt und verehrt. So wird ihm denn auch ein ehrenvolles Andenken bewahrt bleiben. Todesfall. Am 22. November slarh nach kurzer Krankheit Emst Kahn aus Stuttgart, ein Chawer des Kibbuz der ״Werkleute“ in Clicdera. Ernst Kahn war seit langen Jahren einer der Führer der Stuttgarter Ortsgruppe der ״Karnerad jn“; den ״Wcrklcutcn“ gehörte er seit der Gründung des Bundes als einer ihrer treuesten Menschen an. W« ״.״ ״ ״rrMW״t. immer mit ihm zu tun hatte, spürte vor allem seine besehet- Brief aus Gotenburjf. Unser Stockholmer H. R.-K°rrc!..ן{ done und immer herzliche Art. Nun wurde wenige Monate dent schreibt “ns: Die zweitgrößte Stadt Schwedens nach seiner Alijah seinem Leben «in allzu frühes Ende 800 jüdische Seelen. Trotzdem zeigt *״ יי£י gesetzt. starkes Interesse für jüdische aktuelle Fragen. Dj* ^ter« ■׳"*1־■׳יי■. ■ Arbeit wird unter der energischen Leitung Frl. , r... 0 ., , . . , . _ .... ners geführt und hat positive Resultate für die «״ *־ 1«J?c0^ et & Co.! Ltd., Jerusa. Idee aufzuwelsen. Gotcnburgs zionistisches Leben J׳L, lern, hat in Tel-Awlw eine Filiale eröffnet, deren Lei* ausgeprägtesten von dem Jüdischen lugend• tung m den Händen des früheren Karlsruher Rechtsanwalt« ein (dtr dem Skandinavischen Jugend-Verband a״f״.cl£." Dr. M u n z c c liegt. ist) repriieatiert, dessen Leiter Kantor Schachtel»«■ Eine Intchriü Berlin, den 7. 12. 1934, Sehr geehrte Schriftleitung! . Das ״Bcrl. Tageblatt“ brachte vor kurzem *1!1׳f A“,! Zeichnung ״Tafeln an alten Häusern“ mit dem Untertno• ״Wie Berlin seine berühmten Toten ehrt". .. Es dürfte von Interesse sein, auf eine Inscnrllt a Hauses Spandauer Str. 31, Ecke Kaiser-Wilhelm-Strafle,! י zuweisen, die insofern eine wohl einzig dastehende KU 10 tat bedeutet, als sic kopflos ist. Die Inschrift am des ersten Stockwerks besagt nur: geh. 6. 9. 1729 in Dessau gest. 4. 1. 1786 in Berlin. Der Träger der hier genannten Daten fehlt; man h*» Namen vor einiger Zeit entfernt. Es war Moses me deisgohn. , ... Auf dem ersten Treppenabsatz des Hauses steht große Tafel mit folgender Inschrift: ״In diesem Hause lebte und wirkte Unsterbliche* Moses Mendelssohn geh. in Dessau 1729 gest. in Berlin 1786.“ Arthur Berg**• Die 1 י ■ wir l”:fci ן י־ «.;r ein / des I ’U*»* Er S־lb״; , jütUOg. aller W*s י־ .?)ahrt die Ld" - Biels c , ,erlassen; . ander™;1 1 jbwfif he Das זי? pfSCt/t, 1,' 1, mit einet יי <« VCfburwlc ׳ der Aull d <* zieh«׳ ׳ ‘ •״. bewert er! ״nind v 1 % * Es i '1!' Schule i ו i Ocffenlli ׳־, jüdisch ei 1! ־, benkeit , 1 (jung de > die von / :! lieht) al: | Eine Schlei schichte fi Bchandl .1 ׳■ nach pa durch ge darüber, thropin 1u berü »׳י¬ ו , in jede! : schaff , ״ in dir \ lieh jüc h Allein»(־ Zuhörer 1 Probien Abschni leremia f Kapitels 1 Dci ge gebet r. tench-l) | sondern Wir sal den U ־ Lehrer einersei ן seit* ( 1 ein Prc zweite t lieh kt wurde, Mcinnr Di Wieder s' thropir der vi 1 RuAsi, im Mi f tätigke I hat ai } eine n Vt 1־ trägt 1• Ganze, ׳ betont Werkt!! Dr. S Motiv! , ״Jüdis ) Zwei das v< das (I tnspoi nachal , A. führui Mai! ein r« als ״ noch Reset, das i leicht täglie; Zwcif Wirke bereit schalt Höhe Szene Spree Üppe dein niias, Vera« *prae Mel» UP ij ויי 4 0 »,I fre sf ״111!) , o, 11 hi« JDj. u * י• B4fi