Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 99 (11.12.1934)
- Date
- 1934-12-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 2 Streit um den Berit Kanaan entschieden 13000 Dunam für jüdische Siedlung frcigcgcbcn Jerusalem, 9. Dezember (JTA.). Durch eine Entschcidüng des stellvertretenden Pistriktskommissars für den Norddistrikt, Perowne, «lud auf dem Berg Kanaan bei S a f c d 13 000 Dunam als unzweifelhaft jüdisches Eigentum anerkannt und für jüdische Sied• Jung frei(»«geben worden. Damit wurde ein Bodenstreit zum grüßten Teil entschieden, der In den letzten Jah* ren di« Behörden wiederholt beschäftigt hatte, lieber die Eigentumsverhältnisse hei den noch strittigen 7000 Dunam des insgesamt 20 000 Dunam umfassenden Gebietes auf dem Kanaan-Berg, wird das Gericht für Bodentransaktionen zu befinden haben. Die infolge des arabischen Einspruchs in Frage gestellte Durchführung der Erweiterungspliine für die Stadt Safctl scheint nunmehr gesichert zu sein. Gleichzeitig mit der Entscheidung des stellvertretenden Distriktkommissars wurde ein im Zusammenhang mit diesem Bodenstreit gegen den Oberbuchhalter der Safeder Niederlassung der Anglo Palest ine Bank, Alter Stern, erlassene Befehl, durch den die- 8cm der Aufenthalt in Safed verboten wurde, zurückgezogen. Ernte Oktober hatte sich Stern mit einer Gruppe jüdischer Landarbeiter auf ein von ihm gekauites Grundstück auf dem Berg Kanaan begehen, uni mit dein Um pflügen des Bodens /u beginnen. Er und die Arbeiter wurden daraufhin von Arahern angegriffen, die bcliaupletcn, das Grundstück sei ihr Eigentum. Die Behörden griffen in diesem Fall atißcrordciiflicli sclincll ein. Nach einem kurzen verwaltungsmäßigen Verfahren wurde Stern, der rin gebürtiger Safeder ist und dessen Eltern ebenfalls in Safed geboren sind, als der für die Pflug* arbeiten Verantwortliche aus seiner Geburtsstadt verwiesen. Der stellvertretende Distriktkommissar, Perowne, verfügte die sofortige Einstellung aller Arbeiten in dem strittigen Gebiet und croffncte eine Untersuchung zur Ueberpriifung der gcltendgemachten Ansprüche. Seitens der Regierung wurde er bevollmächtigt, im Falle einer der beiden Streitteile keinerlei Nachweise eines Rechtsanspruchs zu erbringen vermöchte, die entsprechende Entscheidung zu treffen. Syrien und die jüdische Einwanderung Zu den von uns bereits in der vorigen Nummer wieder* gegebenen Meldungen Uber eine Oeffnung Syriens für jü* discltc Einwanderung, wird jetzt von französischer Seite offiziell mitgeteilt, daß eine gewisse Anzahl jüdischer Industrieller, technischer Spezialisten und Handwerker zur Einwanderung in alle Teile Syriens zugclasscn werden sollen. Auch die Zulassung einer größeren Zahl jüdischer Landwirte ist vorgesehen, doch müssen für diese erst spezielle Arrangements ln bestimmten Teilen des Landes getroffen werden. Der Oberkommissar von Syrien, de Marfell, soll erklärt haben, daß er zunächst eine Einwanderung von 10 000 Juden befürwortet. Ein Komitee in Paris befaßt sich mit Entwässerung** und Be* wässcrungspläncn für große, heute unbcsiedelbare Gebiete, die man für die jüdische Ansicdlung ins Auge faßt. Sir Arthur Wauchopcs Amisdauer Jerusalem, 6. Dezember. (JTA.) Die Jaffaer arabische Tageszeitung ״AI Islamia“ will erfahren haben, daß der ehemalige High Commissioner von Aegypten, Lord George Lloyd, nach Ablauf der Amtsdaucr des jetzigen High Commissioner von Palästina, Sir Arthur Wauchopc, dessen Nachfolger werden soll. Demgegenüber ward mit* geteilt, daß die Amtsdaucr des High Commission er Sir Arthur wauchopc vom Colonial Office in London Uni weitere zwei Jahre, bis Ende 1936, verlängert wunde. Die Deportierung illegaler Einwanderer London, 5. Dezember. (JTA.) ln der am 5. Dezember abgehobenen Sitzung des Unterhauses richtete der Abgeordnete Colonel Josiah Wedgwood an den Minister für die Kolonien, Sir Philip C un 1 i f f c ■ L i st e r, die Frage, wieviele Juden im Jahre 1931 bis zu dem Zeitpunkt, für den die letzten Zahlen vorlicgcn, aus Palästina deportiert wirr* den. Der Kolonicnmliiistcr antwortete, daß vom 1. Januar bis zum 25. November d. J. aus Palästina 627 Juden de« portiert wurden, einschließlich 213 Personen, denen der Grcnziibcrgang verwehrt wurde. Auf weitere Fragen von Wedgwood und Captain Peter MaeDonafd erklärte Sir Philip Cunliffc-Listcr, von der Deportierung und der Verhinderung am Oren/.übertritt seien keineswegs nur Juden betroffen. Die Frage nach der Zahl der deportierten Araber werde er zu beantworten versuchen, falls eine entsprechende formelle Interpellation eingebracht werden würde. Urteilsrevision im Birjonim״Prozc$ Jerusalem, 9. Dezember. (JTA.) Das Berufung»• 5ericht hat in dem auf Verlangen der am 19. Juni vom affacr Kreisgericht verurteilten Abba Achl-Mcir und Chain! Dwiri cingcleitcten Revisionsverfahren das Urteil gesprachen. Die ursprünglich über Achi-Mcir verhängte Zucht• hatisstrale von 21 Monaten wurde auf 18 Monate, die Strafe Dwiris von 18 Monaten auf 15 Monate herabgesetzt ״Osservatore Romano“ Uber die Ansicdlung deutscher Juden in Palästina Der ״Osservatore Romano“, das offizielle Organ des Vatikans, beschäftigt sich in einem auf der ersten Seite des Blattes veröffentlichten Artikel in objektiver und wohlwollender Weise mit der Ansicdlung von J u - den aus D c 111 s c h 1 a n d in P a I ä s t i n a. ״Die Ansiedlung deutscher Juden in Palästina“, heißt es in dem Artikel ״ist ein Problem, das in erster Reihe die palästinensischen Juden angcht. Daß sie ein besonderes Mitgefühl für die deutschen Juden haben, ist sehr wohl verständlich. Die palästinensischen Juden haben das Gefühl von Menschen, denen es gelungen ist, sich von einem untergehenden Schiff auf sicheres Ufer zu retten. Darum ist es auch richtig, daß sie das Schicksal ihrer Glaubensgenossen, die sich noch nicht zum Ziel durchgeschlagen haben, mit von Mitleid üherströineudem Herzen verfolgen. Und so ist cs auch zu verstehen, daß die Bewohner Erez Israels an Hilfsaktionen jeder Art für die aus Deutsch- Und ausgewanderten Juden mit besonderer Hingabe tcilnchmen." Der Artikel behandelt sodann die allgemeine Lage der jüdischen Auswanderer aus Deutschland und die Tätigkeit des von James G. M a cDonald geleiteten Oberkommissariats für Auswandererhiife, Ein Bialik ' Institut in Palästina Jerusalem (Palcor). — Die Exekutive der Jewlsh Agency beschloß, in ihr Budget für das laufende Jahr 5695 den Befrag von £ 5000 für die Schaffung eines Bialik• In• stÜut» einzusetzen, dessen Zweck die Sorge für die Irebräjsche Literatur, die jüdische Wissenschaft und die hebräische Sprache im Geiste Chaim Nachmaa Bialiks sein soll, JÜDISCHE RUNDSCHAU 4 fu -S SmÜ Die arabischen Führer beim HIöli Commissioner lieber den Empfang einer arabisch cn Delegation durch den High Commissioner, über den wir bereits kurz berichteten, wird ein amtliche# Communiqut veröffentlieht, dem wir folgendes entnehmen: Sir Arthur Wauchopc empfing als Beauftragte der Arabischen Exekutive den Vizepräsidenten Jakub Effendi Farradsch, Auni Bey Abdul H a d i, Ds ehe mal E f f c 11 d i a 1 Hussein! und Moghannam Effendi Mach a n 11 a m. Namens der Arabischen Exekutive überreichte Auni Bey Abdul Ha di ein Memorandum, betreffend den Verkauf von arabischem Land und j 11 di •ehe Einwanderung und hielt eine Ansprache, in der «r sich mit den jüdischen Bodenkäu fen und der Einwanderung be- *chäftigtc. Der High Commissioner antwortete hierauf u.tu wie folgt: Die Erklärungen Wauchopc* Dm Bodenproblem ״Was dm B o d c 11 v c r k a 111 betrifft, so will ich, bevor ich Ihr Memorandum gelesen habe, bloß zwei Erklärungen abgeben, die den Gegenstand nicht im vollen Umfang erfassen, aber für die von 111 neu angeschnittene Frage wesentlich sind: 1. Die Regierung bemüht sich, die ProduktlvftHt des Landes zu erhöhen. Sie wlsacn, daß Ich einen großen Teil meiner Zeit der Verbesserung der landwirtachaft* liehen Methoden widme, und Ich glaube und freue mich darüber, daß unsere Bemühungen nicht erfolglos sind. 2. Die Regierung hat Maßnahmen zum Schutz der Bauern durch die PSichtcrschutzvcrordnung (Cultlvatori Or* dinance) und die Zusatzverordnungen zu ihr getroffen. Die frage der Einwanderung Sie haben die Einwanderung erwähnt. Wie Sic wissen, richtet sich die Regierung bei der Entscheidung über die Zahl der zuzulassenden Einwanderer nach der Aufnahme* fähigkeit des Landes. In allen Ländern gibt cs Perioden rascher Entwicklung und solche langsamer Entwicklung. In den letzten beiden Jahren gab cs in Palästina «Ine rasche Entwicklung, daher ist die Fähigkeit des Landes zur Aufnahme von Kapital und Arbeit gestiegen. Es ist Tatsache, daß manche Unterneh* mungen des Baugewerbes und der Industrie Schwierigkeiten hatten, um Arbeitskräfte zu angemessenen Bedingungen zu erhalten. Doch muß ich bei der Berechnung der Zahl der Einwanderer neben der Gegenwart auch die Zukunft berück* sichtigen. Ich habe in der Presse übertriebene Angaben über das Ausmaß der jüdischen Einwanderung gefunden. Die von der Regierung auf Grund der Einwanderungs/iffem der ersten zehn Monate des Jahres 1934 vorgenommene Schätzung der Oesamteiiiwanderung in diesem Jahre ergibt eine Zahl von 36 0000. Was die Frage der illegalen Einwanderung betrifft, so weiß ich, daß die Zahl der Einwanderer, die sich ohne Erlaubnis i. J. 1933 in Palästina aufhicltcn, sehr groß war. Vor einem Jahre sagte ich, daß ich dies für eine sehr ernste Abgelegenheit halte, und ich halte sic noch immer für ernst. Die Regierung hat gewisse Maßnahmen dagegen ge* troffen, ürid ich freue mich sagen zu können, daß wir glauben, die Zahl der illegalen Einwanderer I. J. 1934 werde um mindestens die Hälfte kleiner sein. Ich bin überzeugt, daß diese Zahl 1935 abermals stark ver* riugcrt werden wird. Was die Zahl derjenigen betrifft, die unter Umgehung der Grenzkontrolle ins Land kamen, so sind genaue Angaben hierüber nicht möglich. Wie kh jedoch in einem offiziellen Comimmiquö bekanntgegeben habe, hat die Regierung weitere scharfe Kontrollmaßnahmen ge* troffen, darunter die Bildung eines besonderen Polizelkoniin• geuts und eines mit Motorbooten ausgestatteten Sceschtrtz* korps zur Bewachung der Land* und Seegrenze. Durch diese Maßnahmen wurde die Zahl der illegal nach Palästina Kom* menden wesentlich verringert, und ich erwarte weitere dau* crudc Verringerungen in der Zukunft. Es gibt zwei Gegenstände, die kh Ihnen von mir au* nennen möchte: Die Hule ־ Konzession Der erste betrifft die Hu!e*Konress Ion; fch möchte darüber ein paar Worte sagen, um jeder Möglichkeit eines Mißverständnisses vorzubeugen. Seitdem kh nach Pa* Nf»99, 11, XII. 1934 Nf»99, 11, XII. 1934 j *» wi. ע4י,«»|* ej» I;j ' liistina gekommen bin, war ich bestrebt, daß im Hu|c.n 1• Entwässerung und Landentwicklung na eh gesundet! q" ** *ätzen und in großem Maßstab in Angriff genommen wnT' und dies aus folgenden zwei Hauptgründen: r<lf®> 1. In der Umgebung des I lulc-ücbiets erkranken leiden mehr Menschen an Malaria als in irgendeinem ant1Um' Gebiet Palästinas. ימזזמ 2. Soh,1 In das Gebiet drainiert sein wird, werden Tausende von Dunam für die Bebauung auf einen! truchtt! Boden unter außerordentlich verbesserten sanitären Vtrt׳׳*! mssen zur Verfügung stehen. j Die ursprüngliche Konzession wurde 1914 erteilt!!nd u. bin sicher, <1.11! die Konzessionäre bemüht waren,'die , ׳ wendigen Arbeiten durchzuführen; inzwischen sind it,uT zwanzig Jahre verstrichen und sie konnten die sehr hob Summet!, die zur Durchführung der notwendigen Arbe 1'י erforderlich sind, nicht aufbriiigen. Die Konzessionäre _ die Zustimmung der Regierung zur Uebcrtraginijr ihrer g1"״ ' Zession an eine andere Gruppe aus vier hauptsächlich״ * Gründen: “ , 1. Die neue Gruppe ha« weitaus größere Fonds zur Vtr fligimg; Infolgedessen werden die Drainage- und Mal״!,' a bcKilmpfungsarheltcn Innerhalb einer angemessenen Frist k. '1 gönnen werden. 2. Die trüberen Konzessionäre waren 1 pflichtet, 10 000 Dunam für die dortigen arabischen Bauern 1 zu reservieren. Bei Erteilung der neuen Konzession hat du ג Regierung darauf bestanden, daß 15 000 Dunam amgeson. ’ dort werden, falls dies für die dortigen Bauern notwendig «!» 1 sollte. 3. Auf Grund der neuen Konzession wird, ändert alt ' bei der früheren, der größte Teil der Dainagc- und Beul«, rungsarbeit in dem Gebiet ohne jegliche Kotten |ßr jü ■ Bauern durchgclührt werden. 4. Ich will gegen nlemandiq eine Beschuldigung erheben, doch wurden in den letzte« S zwanzig Jahren sehr wenig Dralnagearbcitcn dort durch, geführt.! Als High Commissioner glaube Ich, daß es *um Beil«! des Landes Ist, wenn jetzt alle Aussicht besteht, daß et»! 40 000 Dunam Siimpfland, das heute für jedermann nur wenig Wett hat, drainiert und der Kultivierung erschlossen werden, i wenn die wirtschaftliche Lage der dortigen Araber verbessert; wird, wenn die Malaria stark zurückgedrängt, wenn nicht voi ständig ausgerottet wird und so die besten Resultate im Inter, esse von Gesundheit und Glück der Einwohner dieses Gebiet! erzielt werden. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit aut die in Birket Ramadan jetzt begonnenen Arbeiten lenken: diese sind bei geringem Ausmaß analog den! für Huleh geplanten Und von der Regierung gebilligten Unternehmen. In Birket Ramj. dan wird Siimpfland entwässert, der anbaufähige Boden ver״ größert, die Malaria wird zurückgedrängt, wenn nicht aus. gerottet werden, und all dies geschieht auf Grund gegen, seifiger Verständigung. Heute können wir sehen, wie gute Arbeit i11 Birket Ramadan geleistet wird: ich bin sicher, daß die in größerem Maßstab durcligeführtcn Drainage- und Landgcwinnungsarbeiten im Hulch-Gebiet diesem in Zukunft dieselben Vorteile bringen werden. Das Legislative Council I Der zweite Gegenstand ist der des Legislative j Council. Ich freue mich, diese Gelegenheit benutzen u I können, um eine Erklärung betreffend die Einsetzung ein« | Legislative Council abzugeben. Sie erinnern sich an die Ankündigiing der Regierung Sr. Majestät i. J. 1930 in bezug »uf ] die Einsetzung eines Legislative Council in Palästina; dk I Regierung steht zu dieser Ankündigung. Es ist meine Ueberzeugung, daß unter Bürgschaften, durch die eine Gefährdung von Frieden und Sicherheit kn Lande, sowie eine Behinderung der Durchführung des Min• dats ausgeschlossen werden, ein Council eingesetzt werden kann und sich als eine Einrichtung zum allgemeinen WoM des ganzen Landet erweisen wird. Vor zwei Jahren gab ich in Genf bekannt, daß die Regierung Schritte zur Bildung eines Legislative Council tu« wird, sobald die neue Verordnung über örtliche Selbst»«־ waitung in Kraft sein wird, ich bedauere, daß dies langer gedauert hat, als ich annahm. Ais feil im vergangenen Monat in England war, habe idi diese Frage mit dem Staatssekretär erörtert. Seine Ansichte* stimmen mit den meinigen vollkommen überein. Demmc« wird die Schaffung des Legislative Council nach Ablaul einer angemessenen Frist in Angriff genommen werden, wählend welcher ich mit Führern verschiedener Parteien Aussprachen herbeiführen werde, in denen der Plan der Regierung Wr die Errichtung eines Legislative Council erwogen und die Form des vorgeschlagencn Council im einzelnen erörtert werdat *ollen.“ CiOck HÜAszC Etwa 40 Wohnhäuser und Nebengebäude, die einst da« Judenghetto in Triest gebildet haben, werden dem« nächst abgetragen werden, unter ihnen die 1798 erbaute Synagogf. Im Meccn-Templc zu New York hat die amerikanisclic Uraufführung der hebräischen Oper ״Chi* luzim“ von Prof. Jacob Weinberg stattgefunden. Das von der Nationalversammlung ln Ankara beschlossene Gesetz, wonach alle türkischen Staatsbürger ihre Namen durch Anfügung türkisch00־ Endungen a b ä n d c r n müsse 11, betrifft vor allem die zahlreichen in der Türkei lebenden Juden, Griechen und Armenier. Auf der Jalircstagung der südafrikanischen Pa• lSstina-Aufbnugcsellschaft ״Palcstinc Binyan Corporation" wurde mitgeteilt, daß das Grundkapital der Gesell* seliaft 100 000 Pfund beträgt. Es wurde beschlossen, das Kapital um weitere 50000 Pfund zu erhöhen. Der ZionistischeLamdcsvcrbandfürOcstcr« reich ist, wie unser Wiener ״J. R.“-Korrcspondent uns mit-* teilt, aus dein alten Lokal in der Kärntner Straße in ein neues Haus in der Mark-Aur«l־Straße in der Inneren Stadt übersiedclt. In dem Hause sind sämtliche zionistischen Büros, ferner die Büros der Fonds, des Palästina-Amtes, die Zeitung ״Die Stimme“ untergebracht. Zu der ln Nr. 87 vom 30, 10, erschienenen Notiz über die Berufung von Prof. C, Weiner an die Universität in Bombay teilt uns Dr. Ernst Cohn*Wiener in Baroda mit, daß diese Notiz sich auf ihr! beziehen muß, weil er der ehemalige Leiter der Kunstabteilung der Berliner Humboldt* Hochschule ist; die Nachricht beruht auf einem Irrtum, da er nach wie vor in B a r o d a tätig ist. •״ Zur Abwehr der antisemitischem Propaganda In Skanefin*• vien hat der Oberrabbiner von Helsingfors, Dr. Federbusch, ein Buch in finnischer und schwedischer Sprache erscheinen lassen, das den Titel führt: ..Die Protokolle dec Weisen von Zion im Uchte der Wahrheit Tagung des Administrative CommlUee der Jewlsh Agency London, 6. Dezember. (JTA.) Wie die Exekutive <W Jewlsh Agency mittelIt, wurde eine Sitzung des A dm 1tu* trative Committee der J ewish Agency w ״ . 31. Dezember 1934 nach New York eiriberiifen. .« der Tagung soll die. Zustimmung des Administrative Conu1״» zur Arbeit und Politik der Exekutive der Agency ausg sprachen und ihr Uitterstiitziing zugesagt werden., stellen auf der Tagesordnung Beratungen über politischer und finanzieller Natur, der Einwanderung « Kolonisation, sowie die Frage der Stärkung des nie״« nlstlschen Teils der Jewish Agency in Amerika und anocrw Ländern. Fischerei in Palästina Ti ber las (Palnews). — Die Regierung gab h״ einem CommumqiuS bekannt, daß sie einen Fischerci,a ' Ständigen beauftragt habe, die Fisch er ei vertu!״• . $ in Palästina zu untersuchen und gutachtlich steil * nehmen. Der Experte schlägt, wfe berichtet wird, der jVj rung vor. 1. den Dynamitgebrauch streng zu verbind die Durchführung des Verbotes zu überwachen um! Verwendung zu engmaschiger Fischnetze zu unterb1« ׳ . den Fang junger Fische zu verhindern und deren Venn zu fördern; 3. den Fischfang während der La1cnz1־ .• Wintermonaten zu verbieten und 4. die Kinerethse konzessionsweise zu verpachten. Der Konzessionsbesn daran interessiert sein, die Fischerei zu entwickeln « ‘((ft nach maximaler Ausnutzung de* Sees in einer Saison _. llauptachriftlcitcrl Dr. Robert Welt sch, Berlin-Cbarlottenb Stellvertreter! Kurt Loewenstein, Berlin W 1®. *JJ*'־., jn!•׳ und versntwortlich für den Anieigcntcih Helen« Berlin N 64, Verlag und Anteigenverwdtungt Jüdisch« p״;! Berlin W 15, Mcinekestr. 10. D. A. November 35150. Z»1r«*J liste Kr, 1 vom 1. J.mm 1934 gültig. Druck! »«et׳״ ״»״ Berlin-Schöneberg• Die1 äs ״"״/t ollten _ ׳ fdeflkli icsch.if re Au fhcnsv^ efriedijj -nkrat;״ [')er״: / > i'<־n c. ,1 eine-, t ui Bf,1 drnet י f, I! in $׳'״־, ittc 1 \ ן\ •jt fÜ j ן .*ft01 j; rnlicr,, , r" 4' ' t agc 1'ptis F '׳ r. riKrrr;'!!• itr 8,1 ן י- J«e 1 imsci. 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