Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 98 (7.12.1934)
- Date
- 1934-12-07
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU g g. B ד׳*״ r>.rדי/ 3״\ f ״״% tvJt t iidi 3c ״ *Sf-rtiT fi*• *,#־, h..״. w 4 u ׳>:.>״■^ **״־־־>< %״־׳י/) /-*יי»^ jn*>׳*■»^ f »־״^ ti >»* I Von Prof. Bruno Kisch, Köln £>i# jüdisch* Renaissance und die Intensivierung des jüdischen Lehens, die wir heut« ln Deutschland spüren, haben naturgemäß auch die Fragen der jüdischen Religion in den Vordergrund gerückt und wieder zu wirklichen Lebensfragen gemacht. Viele Menschen machen sich darüber Gedanken, Die ,Jüdische Rundschau!' hat in Nr. 95 «ine Acußerung von Dr, Ernst Simon veröffentlicht, der in ganz persönlicher Weise darstellte, wie an einen fangen Menschen aas assimiliertem Hause diese Probleme hcranhommm können. In dem Bestreben, alle Richtungen zu Worte kommen zu lassien, gehen wir heute einer Einsendung von orthodoxer Seite Raum, die um so interessanter ist, als der Verfasser zugleich orthodoxer Jude und prominenter Natur• Wissenschaftler ist. Es ist uns aber klar, daß die Fragen der Religion nicht in einer Zcltungsdisltussion entschieden werden können. Hier werden weiter die religiösen Institutionen und letztlich di« Ueberzeugung des Einzel* nen maßgebend bleiben. Red. Die unmittelbare Veranlassung 711• diesen Ausführungen 1'st ein Aufsatz über ״Jüdische Orthodoxie und jüdische Lehensform“, der jüngst in einer Zeitschrift unserer Jugend und in der ״Jüdischen Rundschau“ erschienen ist. Jeder Naturwissenschaftler weiß» daß ein wachsender Keimling zwischen zwei Lichtquellen auf jene zuwriclist, von der er stärker beeinflußt wird. Die Stärke der Becinflussung laßt sich bei unveränderten Lichtquellen dadurch zwangsweise ändern, daß der Ort des Keimlings verschoben wird. Das ist das Bild von Emanzipation und Gegen cmanzipatlon. Emanzipation heißt stets frei werden von der Hand, die einen umkrallt und nötigt. Gleichviel oh die Kralle sich freiwillig gelöst hat oder gewaltsam gelöst wurde. F.s ist ein historisches Gesetz, daß, wo immer itn Lehen Emanzipation ins Licht der Geschichte tritt, ihr als unvermeidbarer Schatten eine Selbstvcrkrallung folgt. Der Mensch ist nicht geboren frei zu sein, und wo immer er von Druck befreit wurde, der ihm unerträglich schien, legt er sich sogleich neue Fesseln an. Man denke an die Naturforschung, die sich im 10. Jahrhundert von Jahrhunderte lang ertragenen Fesseln kirchlicher Dogmatik befreite und sich fast augenblicklich eine natur* wissenschaftliche, höchst unduldsame Dogmatik schuf, gegen deren Druck zur Zeit noch gekämpft wrrd. Die Emanzipation hat die Judenhcit von jenen Fesseln befreit, durch die sie von der Teilnahme an allen kulturellen Bestrebungen und Erfolgen ihrer Umwelt ferngchalten wurde. Der Standort des Chettojudcn war in dem stärksten Wirkungsbereich des jüdischen Lichtes. Nur wer sich von diesem ganz lossagte, konnte in den Wirkungskreis des andern Lichtes rücken. Mit der Emanzipation, deren Motive und deren Geschichte bekannt sind, hörte dieser Zwang auf, der für die Judcnheit durch Jahrhunderte standortsbcstiinmcnd war. Die Ferne lockte und der Jude näherte sich begeistert dem andern Licht, indem er sich von dem seinen immer weiter entfernte, und dir biologische Folge war unvermeidlich. Er wuchs der Lichtquelle zu, der er sich näherte. Der Emanzipation folgte jene, alles Nichtjüdische als das Erstrcbcnswerte, Bessere, dogmatisicrcndc Selbstvcrkrallung, der die Mehrzahl der emanzipierten Judenhcit verfiel, zumal dieser Zustand ohne den ominösen öffentlichen Abfall vom Judentum möglich war. Die Reformatoren der ersten Nachghctto-Generat ion etkannten die Gefahr und wollten sie bannen. Ihr Ruf war der der ersten jüdischen Zivilisationspionierc vor der Emanzipation: ״Wie die andern wollen wir forschen, streben und an den geistigen Fortschritten der Welt teilhaben!“ Noch hatte man ein feines Empfinden für den Unterschied zwischen Zivilisation und Kultur, man wahrte Reserve und bewunderte ehrlich die einem selbst vorentlialtcnen Leistungen nicnschliehen Geistes, denen man sich als Diener und Helfer an zuschließen wünschte. Die Wirkung des eigenen Lichtes wurde in den nächsten Generationen immer schwächer. Die große Masse auch der sogenannten Gebildeten behielt vom Motto der Väter nur dessen gefährliche Verkürzung: ״Wie die andern!“ Die Zeit, da für den Juden das erstrebte Ziel war, sich in nichts vom Nichtjuden zu unterscheiden, da der Adel, ein Orden, ein Titel, ein wohlwollendes auf die Schulter Klopfen von seiten des Nichtjuden Sehnsucht war, ist für ganz weite Schichten der Judcnheit noch immer nicht vorüber. Trotzdem stehen wir längst schon mitten in jenem dritten Zustande, der Emanzipation und Selbstvcrkrallung folgt, in der Gcgcnernanzipation. Sic führte uns In den Wirkungsbereich des eigenen Lichtes zurück, bereichert durch alle Werte, die wir gewannen, soweit sie sich als solche bewährt haben. Die Gegenwart hat uns zwangsweise aus der Wirkungsnähe des andern Lichtes entfernt, unser Standort ist dem eigenen wieder genähert, und dessen Wirkung macht sich bemerkbar,_ Weite, dem Judentum seit Generationen entfremdete Kreise beginnen, ihm wieder zuzuwachsen. Wir werden frei von der Macht, die. uns von der Lcbensqtiellc der Judcnheit abzog. Wir stehen in der Gcgcnernanzipation. Mit ihr verknöpft ist die Oe genreform. Wie die Oegcnfman/ipatioii begann sie schon vor Jahrzehnten und nicht erst gestern und heute. Aber für uns ist sie «in brennciutcs Problem geworden. Rettungstaue und Hilfsbrücken der Reform vergangener Generationen mußten als zwecklos erkannt werden. Ls ist nötig, sich cinschränkungslos zmn urtümlichen Doppclaxiom des Judentums durch zuringen, das allein die Judenhcit in den zwei letzten Jahrtausenden erhalten und auf einer beispiellosen Höhe seelischer Kultur erhalten hat, zum Bekenntnis zu Gott und der Lehre. Das allein ist der archimedische Punkt außer der Welt, von dem aus man, wenn man Ihn besitzt, die Welt zu bewegen vermag. Jede Jugend- und Erwachsenenbildung der Jwlenhcit, die nicht von diesem Kernpunkt ausgeht» hat meiner Ucbcrzcugnng nach ihre große Aufgabe in dieser Zeit noch nicht erfaßt. Wenn ich nun aus den Kreisen, in deren Hände heute ein wesentlicher Teil der Aufgabe der Erziehung zum Jtidentun» von maßgeblicher Stelle gelegt ist, eine Nichtachtung biblischer Gebote mit dem Ausdruck einer ״Askese und Absiiminz dem Ritus gegenüber“ bezeichnen höre, so halte ich cs für unbedingt nötig, auf die Gefahr hinzuweisen, die eine solche Einstellung und Ausdrucksweise für die zu Erziehenden bedeutet. Es ist gefährlich, Tatbestände, einer Person zuliebe, wer immer cs auch sei, so durch Worte zu verschleiern. Man muß als Lehrer nicht über alles reden, aber das, worüber man spricht, kann nicht klar, einfach und unmißverständlich ge* nug ausgedrückt werden. Einer schönen Redewendung zuliebe darf die Klarheit des Unterrichtes nicht leiden. Eine andere Stelle des Aufsatzes, der diese Zeilen veranlaßt hat, belaßt sich mit der Stellung der Priester: ״Das Werk Gottes wird heute nicht von seinen Priestern getan .. Ich weiß nicht, ob ich jene Stelle recht verstanden habe. Mir scheint, daß wir im Judentum mehr als je auf die Unterweisung;lerer angewiesen sind, die nicht nur alles Quellenmatcrial gr Und liehst beherrschen, sondern selbst bedingungslos zum Doppclaxiom des Judentums stehen. Da freilich der Titel Rabbiner nicht zureichend gcschützt ist, kann cs Vorkommen, daß, wie Ich es selbst er« lebte, sich ein bekannter Rabbiner in größerem Kreise iro* niscli über ״unsere alten Weisen“ äußert, oder ein anderer, den ich einen Propagandavortrag für die Sonntagsgemeinde halten hörte, öffentlich erklärt, es sei unwesentlich, an welchem Tage der Woche man sich zur religiösen Weihestunde zusammenfinde, bei der ja auch Übersetzungen aus der Hi bei von guten Vortragskiinstlcrn zu Ochör gebracht werden könnten. Die religiöse Gegenreform Ist meiner Ansicht nach das Kernstück der Gcgcnernanzipation in jüdischem Sinne. Es wird Aufgabe der Gemeinden sein, wenn sie Rabbiner anstellen, nicht so sehr zu fragen, wie gut der Redner sprechen kann, ober ob er den Doktortltd in irgendeinem Fach hat, sondern vielmehr, ob er unbedingt und mit reichem jiidisclicm Wissen auf dem Boden des Doppclaxioms des Judentums steht. Nur dann wird der Rabbiner der wahre Führer der Judenhcit im Zuge der Gegenemanzipation auf allen Gebieten sein können. Diese Erkenntnis bricht sieh erfreulicherweise, wie icli aus reicher Erfahrung des Kölner Lchrhauscs sagen kann, immer stärker hei Jungen und Alten Bahn, Sie ist der ewige Weg der Zukunft der Juden* heit, für den die Gemeinden verständnisvoller wirken werden. wenn endlich die groteske Tatsache verschwinden wird, daß in ihren, Entscheidungen fällenden Kultuskornnilssionen Menschen sitzen, die keinerlei Wissen kt Fragen religiöser Entscheide (Halacha) besitzen und die in allen Fragen des werktätigen Lebens grundsätzlich Askese und Abstinenz von allen religiösen Vorschriften beobachten. Iti den Chanukkah-Tagen tagte In Jerusalem die erste Landeskonferenz der jüdischen Studenten Palast Inas. Der Zweck der Konferenz war die Bildung eines Gesamtverbandes der an der Jerusalemer Universität und am Haifaer Technikum studierenden jüdischen Studenten. Königin Christine von Schweden Eine Jüdin als Biographin Margaret Goklsmith: Christina of Sweden. A Psychological Biography (London, A. Baker Ltd., 21, Garrick Street). Wer in diesen Wochen die auf der Leinwand durch dte Kunst der Greta Garbo zu neuem Leben erwachte Gestalt der ״Sybille des Nordens“, der Königin Christine von Schweden, vor sich aufsteigen sah, verspürte wohl Lust, mehr von dieser sonderbaren Frau zu erfahren, die zu ihrer Zeit so viel bewundert und viel geschölten wurde wie keine zweite ... und der hier eine große Künstlerin trotz eines unzulänglichen Tcxtmatcrials Ausdruck verlieh. Diesem Wunsche kommen in den letzten Jahren ei ganze Reihe von neuen Büchern entgegen. H. Szasz, A Garrison, F. C. Mackenzie ti. a, beschäftigen sich mit cir Biographie dieser rätselhaften Frau. In letzter Zeit aber ׳ schien eine ״Psychologische Biographie“ der Königin Christi aus der Leder der Margaret Golds mit h, die für die Aufgabe vielleicht manche Vorbedingung mithringt, die ihr Vorgängern fehlte. Diese in Chikago geborene Jüdin, die Deutschland studiert hat und in Berlin lange Zeit an vera wörtlicher Stelle in der amerikanischen Botschaft tätig w lebt jetzt in einem Londoner Künstlcrviertel. Wer sie e mal dort sah, mit ihren wilden kurzen Locken und brenn! “cn Augen, der kann sich wohl denken, daß eine Art v seehscher Verwandtschaft sie befähigte, ihr Bild von ז rätselhaften Königin zu entwerfen. Ihr Buch vereinigt a gedehntes Quellenstudium mit einer weiblich einfühlenc ״norchcnden Seele . Nur so konnte sie dem vcrschlunger und widerspruchsvollen Charakterbild ihrer Heldin gerc rw נ״. psychophysischer Besonderheit her; für Mitwelt und Nachwelt bis heute fast unverstanden , buchen ist. Et ist freihch nicht mehr die knabenhafte jut Frau mit den schlank« Gliedern und dem beseelten Anti wie sie uns die Garbo zeigt, diese in der Kindheit durch Unachtsamkeit der Wärterin an der Schulter verkrüppelte, und in ihrer ganzen Jugend durch Lieblosigkeit der Mutter seelisch geschädigte — und dennoch alle, die mit ihr zu tun hatten, bezaubernde! — Frau, die nach dem Willen ihres Vaters Gustav Adolt als Knabe, nicht als Mädchen erzogen und als König, nicht als Königin, gekrönt wurde. Margaret Goldsmitli verfallt nicht in die begeisterte Weiß-Schwarz-Malerei der herkömmlichen Biographin: sie beschönigt nichts und verheimlicht nichts von den Schwächen, die in Christine das Kind ihrer grausamen Zeit und das Resultat einer unglücklichen Erziehung offenbaren. Aber gerade darum entsteht «in lebendiges Bild der ״Pallas Athene von Schweden“, deren größter Wunsch es war, in das rauhe Nordland ein wenig südliche Kultur zu bringen — und die mit allen ihren Wünschen und Bestrebungen immer Schiffbruch litt —, bis sie durch ihre Absonderlichkeiten etwas von dem Ruhm erwarb, den ihre glanzenden Geistes eigen schäften verdient hätten. Der Lehensgang dieser Fra«, der sic in jedem Sinne von Stockholm nach Roin führte, aus der Tochter des protcstantischcn Kämpfers die Jüngcrin des Papstes Alexander, Christine Alexandra machte, wird getreu und fast schmucklos dargestellt. Vielleicht etwas betont asketisch und Chronikmäßig in völlig gleich fließender, nur durch den Ablauf der Jahreszahlen gegliederter Darstellung. Um so leuchtender hebt sich aus diesem schmucklosen Rahmen das Bild einer eigenwilligen, glänzend begabten Frau, die nicht durch ihre historischeu Leistungen in der Geschieht* fortlebt — allein durch ihre gefährlich anziehende Persönlichkeit. ts ist vielleicht allzu wenig bekannt, daß diese 8 ständige und scharfsinnige Frau auf dem Throne auch den Juden ihrer Zeit eine eigene Stellung einnahm, sie auch in diesem Sinne zu einer Einsamen stempelt. II weiß, daß sie in ihrer lerneifrigen Jugend zu ihten vi< Sprachen auch Hebräisch lernte: sic hat später lang« Manasie ben Israel — ״Rabbi Ben Israel״ nennt Margaret Goldsmith etwas knapp, die überhaupt dieser S Nr. 9«, 7. Xn. 1934 Nr, Zu Schahfiat Chanukka!! Ein ChanukkaJi-Gedicht ׳ Von Hugo Zuckermann Du wir*» den Kindern beul’ die Lichter t<M«n Und dich am atillen GUuu de* Feile* freti'n. Durch'» Fender fällt ein milder Abendnheln » Heul’ *011*1 du ihnen untere Wunder kandenj Heul' Id die Nacht, da »II die 1auberbunt«!v Die Träume unterer Kindbett aulertleh’n. Mil leiten SdtrIMen durch da* Zimmer geh’iv Heut' alle Märchen untrer Dämmerdunden' Lehr* deine Kinder untre Märchen lieben. Sa«‘ Ihnen: Jakob diente zweimal »leben Fronjahre tdhwer alt ein geringer Knecht, Und Immer, wenn der Lenz In* Land gegangen, Trieb er die Sehnte »tngcml durrh da» Tal Und trug der Knechteinrbell harte Fron Und trug der Sehntucht glühende* Verlangen Mit krummem Rücken und In »filier Qual - Und Rachel war de» Hairen* hoher Lohn. ~ Sag'» ihnen nicht, sie werden‘* nicht vertleh'n, So wie du'• selber nicht verstanden hast - Doch *lebst du draußen einen bleichen Gatt, Mit heißem Blick durch deine Scheiben sp&h'n. So ruf Ihn In dein llchlerhellle* Haut Und laß Ihn deine* Glücket Zeuge •ein. Und breitest du die Arme segnend aut, Da» Fest der Lichter gläubig einzuwelh'n. Dann tttnd' an der Menorah!eitlem Ast Fern von den Kerzen, die das Fe•! geboten» Ein kleine* Licht - für einen Toten.,. *.* Hugo Zuckcrmann, der 1014 gefallene Dichter,schrieb dieses Gedicht kurz nach dem Tode Theodor Henk Die Anspielung in der letzten Zeile bezieht sich auf den Mtnn der in seinem Aufsatz ״Die Menorah“ es für das beglückend«« Amt erklärt hatte, ein Diener am Licht zu sein, wmMumwHimwiMWwmiiNiiiMiumuniHiMUMinMWMMiiNHimnmmmMiMMmiiM Ein Sprengstoffanschlag wurde in der Nacht zum lebten Freitag auf die S y n a g o g e in Arhaus verübt. Das Innere dcrSynagoge wurde stark beschädigt, die Heilige Lade zerstört doch büchen die Thorarollen unversehrt. Die Landcskrimim!. stelle hat im Verein mit den örtlichen Polizciorgancn di« Nachforschungen nach den unbekannten Tätern sofort dageleitet. Verschwiegener Name. In dem Leitartikel von Paul Schcffcr im ״Berliner Tageblatt“ vom Sonntag, dem 2. Dez ״Potcmkin und Micky-Maus“, werden einleitend lobende Worte von Minister Goebbels über die künstlerische Leistung des russischen Potemkin-Films zitiert und dann eine Dar Stellung der Entwicklung der sovvjetrussisclien Filmkunst סן gehen. Dabei ist die Rede von dem Filmgenic Kulischow, aus dessen Schule, wie cs heißt, ״der Schöpfer des Potcmkln* Films und Pudowkin, der den Film ,Mutter‘ machte“, hervor« ging. — Es ist nicht leicht zu entdecken, warum der Schöpfer des Films ״Mutter“, Pudowkin, mit Namen genannt wird, während der Name des Schöpfers des Potemkin-Films schäm• haft verschwiegen wird. Es ist doch allgemein bekannt, daß der Schöpfer des Potemkin-Films der Jude Eisenstein tat. Alfred Reihe! und Philipp Veit. Die ״Münchener Neuesten Nachrichten“ vom 1. 12. veröffentlichen einen Aufsatz zum 75. Todestage des berühmten romantischen Malers Alfred Rethel aus der Feder von Haus Franck. Im Rahmen dieses Artikels weist der Verfasser u. a, darauf hin, daß Rethel in ״Philipp Veit, dem Nazarener" einen wahrhaften Lehrer fand. Es ist interessant, daß Rethel, der -- wie Franck sagt — ״einer der deutschesten Maler und Zeichner“ war, von Veit so stark beeinflußt wurde, der ein Enkel Moses Men« dclssohns war, Von einem jüdischen Wunderkind, das die Psychologen des College of tlzc City of New York untersucht haben, wird der ״T i m es“ vom 4. Dez. berichtet: Das Kind» das der Sohn eines kleinen Ladenbesitzers ist und niemals eine richtige Schulbildung genossen haben soll, soll mit 18 Monaten be• rcits gesprochen und mit 20 Monaten das Alphabet gekonnt haben. Es hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis und kan« ohne Schwierigkeit Zahlen wiederholen, die ihm einmal Ml einer Tafel gezeigt worden sind. Mit sechs Jahren gebrauchte dieses Kind Worte wie Enzyklopädie und Evolution. Sp«* Rechenbegabung soll der eines doppelt so alten Kindes gleic» sein. etWdy 1*׳ ,\ I , ■*, fcvs 11 י; d״, » fjr 13‘tm n 1 d•׳ tabci; n, . , Art, *; f' ׳, die t . 1 L die 1 u : l Ratio , ' S fehei:!ן r cün1a:!u1 ייו jlkü: 1 f t vor?!•״ ■ft. ftir!» j mit * ‘!.י warn1 ׳1 ״ ■ um t" 1 «■,;׳ ־;י HenC‘!'׳; diese*! , werdVj ). 1v Mein,” : ״ wtre'jl einvc ■j. setze! % i ]i nensP 1• ,1,! ment I!• Und; ■•V»' Verb > U Die ö •J f listlijT ׳. »!*'■ eine lt f>(l tut U!» 11K < i< 5 ,V‘1 Kr eg Ding« in'■ '<־׳• beto'; * :11 Spaiä v! יי ganz'n!f •'י‘ donc!r; über * t''( Ourit ti1,1״ *V sche,ri);|i JRotLj 1 r •/ Verl'1, die ׳ Stur, die , die, Ben vorl > I da* 11 ein 1, in n;t Ah: , käl ( SO{■* St ז (. lei erst, Die׳ in ' ׳ Jü<■; all ebc ,י mit ' ötfe1r ein, 1* l.t 1 i 1 1 \-f׳■»ein . ', ״.eini 1*; ihn *uc 1יי׳ ׳]) ״•' Firn■!י ' 1 , tng ״ zu -; geg, ׳ der,. , Die; י Mö; der fasv sch r 1, *in׳,lr ( ßes’ b־ der;,'ן! י!; *c ein, ד Re, ni Sch '8 ת!", m de!, u' Hat'׳ An haj bc< .) in י hu' 1 Cd, 14 der r|,■•0■- nie1 L M h Ihr,: ־01* ihr wa! y '■ Ä1 Ihres Wesens nicht ganz gerecht wird — Briefe gcwech«eH. Manasse ben Israel hat sie wie andere gelehrte Frauen sein״ Zeit (so etwa das gelehrte Wunderkind Anna Maria Sc^ur/ mann) beim Ankauf von hebräischen Büchern und Handsc״™* ten beraten. Wie sein berühmter Freund Isaak Vossius he»*™ er von der Königin den Auftrag, Bücher und Manuskrip für sie anzukaufen. Später durfte er sie auch *11 |גי"״ Antwerpen besuchen. Wir vermuten, daß er ihr bei dies Besuche seinen Licbliugsgcdanketi vortrug: der Messias ko״ erst kommen, wenn die Juden über die ganze Welt zerstr wären. Daran mag er, wie er’s bei Cromwell tat, die w geschlossen haben, den Juden Aufnahme in Schweden gewähren ... Aber Christine, die damals dem Throne sen entsagt hatte, konnte wohl nichts in dieser Richtung m vollenden. . Daß sic es w o 111 e, wird sehr deutlich aus ihrer Freun ‘ schaff mit einer anderen jüdischen Familie. Das war.c״ Tex ci ras fn Hamburg, eine vornehme Marrancntam! die hier die Aufgabe hatten, die Finanzen der ewig wM , deten Königin zu ordnen. Christine wendet »ich an ״״״ Tcxeira, so oft sic Rat oder Hilfe braucht; sie verblüfft Stadtväter von Hamburg aufs äußerste dadurch, da'’. f!I Im Hause der Texciras wohnt, so oft sie nach Ham&u« kommt. Und als man ihr darob Vorwürfe macht, «* gegnd sie kalt: ״War nicht Christus ein Jude?“ r־,"Pjrt gab sich Gelegenheit, auch persönlich für das Schicksal Juden einzutreten. Man wollte Texcira aus Hamburg weisen; da schreibt sie einen scharfen Brief an die ״י׳ Verwaltung: ״Als Ihr ihn beleidigt habt, da habt ״. beleidigt“ — und der Rat muß die Verfügung z״fUCj,'’e!.ס(״! Um 1070 aber faßt Kaiser Leopold den Beschluß^ die J aus Wien zu vertreiben. Texcira wendet sich an sie, achreibt selbst an die Kaiserin wie eine Frau an die * sie schreibt auch an den päpstlichen Nuntius, um acn Schluß, zurückzurufen, ״ .. ־*»,«it . Dr. Bertha Badt-Stf«״״* füi Sc; de 01 1t 1׳1; '׳ ווי b י •r