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Jüdische Rundschau · 1934-11-27 · Heft 95 (27.11.1934) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 95 (27.11.1934)
Date
1934-11-27
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Donicllate suis üom Reich (Von unseren Berichterstattern.) Güttingen Den Auftakt 7ur Winterarbeit gab Ludwig Hardt, der während zweier Stunden ganz für die jüdische Welt gefangen nahm. ״Biblische und jüdische Gestalten״ war der Abend genannt. Aus der Bibel (Buber-Rosen/weig), ans Matthias Claudius, Heine, Ooethe, Novalis und Thomas Mann ließ er Menschen der biblischen Zeit lebendig vor uns treten. Doch ganz brach erst die jüdische Seele durch, als *r ״Tewje den Milchiger“ und seine Welt vor uns spielte, — Bald daraut veranstaltete der KKL gemeinsam mit dein Jugendhuiul eine Lichtbildcrrcise nach Palästina. Kate o s <• s (Hildcsheim) berichtete von den Erlebnissen ihrer Reise. Danach erinnerte in knappen, eindrucksvollen Worten Rabbiner Rosen borg an das Land der jüdischen Arbeit. Ueber aller Toiirislcnfrcudc sollten wir den Sinn und die Opfer des Aufbaus nicht vergessen. Der Abend war ein großer Erfolg; im überfüllten Gemeindehaus mußte die Jugend mit den Plätzen auf der Erde vorlicb nehmen. — Außer diesen Veranstaltungen findet die regelmäßige jüdische Arbeit statt. Bei Rabbiner Rosenberg wird hebräisch gelernt. Daneben haben die Frauen noch eine Arbeitsgemein־ Schaft über ״Juden in Deutschland“, von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Bat Rachel. Bad Klssingcn Vor einigen Tagen verließen die Brüder Dr. J. Bamb erg er und M. Bamberger Kissingen, um in Palästina eine neue Heimat zu finden. Sie sind seit nahezu 30 Jahren treue Anhänger der zionistischen Idee. Köln Die Vereinigung Jüdisches Lehr 11 aus hat in diesem Winter ein Programm hcrausgcbraclit, das lebhaften Anklaug in der Gemeinde gefunden hat. Das zeigte schon der Auftakt des Wintersemesters mit einem Vortrag und einer anschließenden Arbeitsgemeinschaft über ״Der Prophet Jirmiialiu und seine Botschaft an uns“ von Dr. Ernst Simon, die außerordentlich stark besucht war. Die Eröffnimgsvorlcsung durch Prof. Dr. Bruno Kisch ״Vom Be• kenntnis zum Glauben“ trug dazu bei, zahlreiche Freunde für das l.chrhaus Z11 gewinnen. Auch der erste Vortrag von Genu- Rabbiner Dr. Kober aus dem Zyklus ״Drei Katastrophen• Zeitalter“ (I. Untergang des jüdischen Staates i. J. 70) fand einen angeregten zahlreichen Hörerkreis. Zurzeit finde« mehrere Kurse und Arbeitsgemeinschaften über Bibel, Talmud und Hebräisch statt. Der zweite Vortrag Dr. Kobers ״Die spanische Katastrophe 1492“ und der dritte Teil ״Austreibung aus den deutschen Städten im 15. und 16. Jahrli.“ fanden am 18. und 22. Nov. statt. Ueber ״Vererbung geistiger Anlagen“ sprach am 8. Nov. Dr. Günther, am 15. Nov. Dr. Mannheim über ״Die besonderen Erscheinungsweisen psychischer Stijrangen bei Juden“. Vorgesehen sind noch folgende Vorträge; Die jüdisch-religiösen Bewegungen des IQ. Jahrhunderts (Dr. Siegfried Braun), Das jüdische Rildungsnroblcm im IQ.Jahr• hundert (Dr. I I. L c v i), Das jüdische Volkslied mit Musik• proben (Dr. Holde, Frankfurt a. M.), Unsere Feiertage Inder neueren jüdischen Dichtung (Konrektorin Paula Loch), Festvortrag zum 800. Geburtstag des Maiinonidcs (Prof. Dr. Heinemann, Breslau); ferner folgende Kurse; Ethik des Judentums im Anschluß an ״die Hcrzcnspflichtcn“ des Bachja ihn Pakuda (Rabb. Dr. Kober); Ausgcwäliltc Probleme der jüdischen Geschichte und ihre Wertung in der jüdischen Geschichtsschreibung (Dr. Klibansky). Auskünfte erteilt Leo Grünebaum, Köln-Sülz, Lotharstr. 31. München Der ״Jüdische Kulturbund in Bayern“ hat mit einem Autorenabend in erfolgreicher Weise seine künstlerische Arbeit fortgesetzt. Der junge Dichter Fritz Roscnthal (Ben-Chorin), der Verfasser des vielbeachteten Gedichtbandes ״Die Lieder des ewigen Brunnens“, las im Sitzungssaal der Münchener Kultusgemeinde aus eigenen Werken. Das fein abgestimmte Programm wurde mit einigen Liedern aus der genannten Sammlung eröffnet, zeigte dann die Fähigkeit Roscnthals als Meister und Bildner des Wortes in einer Novelle um Sabbatai Zewi, um schließlich ein crlcbnisreiches Kapitel aus einem «och unveröffentlichten Roman ״Affäre Syinjanow“ zu bringen. Bisher hatten wir den jungen Autor vor allem nur als starken Lyriker kcnnengclcmt; um so mehr war das zahlreich erschienene Publikum erfreut, feststellen zu dürfen, daß der Novellist und der Romancier zu ebenso schönen Hoffnungen berechtigt. Fiebernd die Sprache der Novelle ״Das zerstörte Heiligtum“ und Unheilschwanger die Luft des jungen Palästina, das Ben-Chorin mit Liebe in den Zeilen seiner politischen Chronik schildert; sic nimmt ein aktuelles Ereignis des aufstrebenden Erez Israel, das uns noch allen in der Seele brennt, zum Vorwurf. Der Dichter — der sich übrigens als ein berufener Interpret seines Werkes erwies — fand außerordentlich warmen Bei• fall. —tn. Stnrgnrd (Pommern) Der Kultur-Ausschuß der Jüdischen Gemeinde Sfarjjard begann sein diesjähriges Programm wieder mit einem bvnagogen-Konzert einheimischer Kräfte, die sich mit Liebe und Elciß für die jüdische Gemeinschaft cinsctzten. Das Programm brachte schwere und leichte Kost, so daß jeder befriedigt sein konnte. Der Besuch von ca. 150 Mitgliedern der Gemeinde und auswärtigen Gästen war der beste Beweis für die Not- Wendigkeit derartiger Veranstaltungen. Von den Mitwirkenden seien genannt die Damen: Cohn, Ella Meyer, Moses und Ziegler; von den Herren: Gerh. Burchardy, Löwenstein, Dr. Nast, Moses. ׳Breslau! Schulungskurse der Breslauer Zionistischen Vereinigung. Vortragszyklus ״England und Palästina“, II. Abend, 28. Nov., 20.30 Uhr, Palastina-Hiiro, Gartentür. 25. ״Palästina Im Rahmen der englischen Orientpolitik'‘; Referent: Dr. 111ms Print. — Verband Jüdischer Frauen für Paliislin«.Arbeit. Vortragsabend Ludwig Hardt, 6, Der., 20.30 Uhr, Großer Lessing.Saal, Eintrittskarten bei llratideij, llorwitz, Hflclwrdiclc, Lichtenstein u. a. d. Kasse. — Krefeld 1 ZOG, Chanukkah-Feicr am 2. Dezember, 18 Uhr, Gerneindehaut Weber• etra&c. Ernste und heitere Darbietungen. Familien - Nachrichten Fräulein Fanny Neu mark (früher Posen), Breslau, Neudorlstr. 1001, bei Baruth, begeht am 2. Dezember den 70. Geburtstag. Bar Mizwah-Termine Am 24, November 17 -י. Kislcw: Bernhard Prent Inger, Sohn von Samuel Preminger, Gladbeck, Kaiserstr, 54. Am 1. Detember — 24. Kislew! Mannt Klein, Sohn von Kurt Klein״ Fürstenberg (Oder). Am 1. Dezember — 24. Kislew! Werner Spiegel, Sohn von Frau Ww. Eugen Spiegel, geh. Goldschmidt, llilde&faeim. Nr. 95» 27. XI. Anfrage-Kupon fi2 M#briii8r!h»r F«rnuntirrlcM dtr Rtmd«eh»u* (Jeder Aeifere int Rücfcport# bütfviiüf♦«). p.ף y ü y״> y Lehrgang B שעור ,ע^־יים ו^נים •n Leitung! Dr. S. Knltke, iu]k ליל-שנת נעירה ״* ־״ TTr-IT Y ךן־ו,שמשות. החמד, יורדת מעל ךאשי ד,אלגית. בבתים דולקים גרות. ^רים לבושים בגדי־שנת הולכים אל נית־הכנסת לקבל את פגי ז!ת ו&לבד" ש<ןט ומנודה מסביב• רק סד, ושם נשמע לפעמים קול*!!דיס מהירים — אחד הפועלים גמר זה עתה את מלאכתי והוא ורץ לביתו• או ריבה אחת נחפזת והולכת להווויר גלים ®*ולי6 משכנתה׳ א1 קיל־פרה וקריאת־התרנגל נאחד המקומות... עוד 8ןט וקולות נשמעים - ןהודים יוצאים מבית־הכנסת ומתפזרים וו,ולני6 איש לרהובו ואיש לביתו. מרחיק נראה יהודי הדור בבגדי׳* נובע של משי בראשו׳ ומטפחת ןךוןךקח על צואוו. מכריו ^מדם לו: .שבתא טנא־ רבי סנדרד והוא עונה במתינות ובנחת! .שנתא סבא 1״׳ .שבתא טבאד• תי סנור זה׳ הרי הוא סנזירל הרוכל. כל ןמוודהשבוע מחור טנדרל ןל הכפרים׳ פיליך לשם סחירית שינית ובא גם לירידים נ^רית הסמוכות. פניו צנומים ומקמטים וזקנה קפצה זנליי בלא .עת׳ אך 4ו! שבאה השנת — הרי סנדרל נעשה בריח חדשה ונקרא שמי ץ׳ל ,I , ש יי— זי *י! •י Y ו*־1 בישושול: ,רני סנדרד. בקימה־זקיפר. הילך הוא עבשי מכית־המסת לדתי. ובביתו-אור ושלום. מנוחה וקדושה .על השלחן המכסה מפה למה דולקים נרות של שבת׳ באמצע עומד בקנוק־ה^ן וכים לקדוש׳ ובקצהו יערוכית שתי תלות. מרחצים ומקשטים יושבים האם והבנים ומחכים לאביהם.• . .-.שנתא טבא״-אומר סנדרל בסחח־הנית׳ והוא מרים את קולו י"ך. «« «- ־• י גשפהר, ומברך בשלים את אורחיו. את המלאכים הקדישים המלוים »ת נל אדם־מישראל בערב שבת מנית הננסח לביתי... ריכל m m * ז 11 t« ־־ * " ודנו בלב יותר. אלא כן־מלך - ולי נשמה וצורה חדשה ... - .באה שנת - באה מנוחח. ונסו יגון ואנחה...״ ״,*■ ד דד 1 ׳1 וי ז 1 *!•זי עןןלי נ׳יבי־קןדם Mendel* Mejeher-Sfortm (zu Beuteeli: ,BuehMnitter*, Paeudonvm t#r Stk, Abrsmowtuch), geboren IW» In Kapolje, RuSland, geetorben 1917 In 04«,«!, war der Begründer de* modernen 8111* Im neueren hehrtlsdten RebrUttam. Kr gilt nt* der ״Kla*»lker* unter den modernen hebriUechen Schrift ■tellern, dl« Ihn euch gern Ihren ,literarischen OrnOvnte»* nennen. Mendeln Majelirr. Blorlm, «In VorlRofer von Beholem Ale|chem, Perea, Blsllk 0. *, lut 111 er*ter da*!.«ben In der Oitjlldlschen Klelnsudt resll*tl*ch dsrgeslellt. Se|»e T ' ' ־ ' ” L ' ’ * lUnptwerhe bet»**«n *Ich mH der ßchllderang diele* Milieu* In all ««ner •כערכי כל הימים *- זם1 נמוגים זימים איורים• מארסים "* ו1ד8ים׳ «ל Vielfalt und haben neben dem kUnnllerlsehen auch einen kulturhietori*ehen " ׳ "• Y 4 v” י י' v * 1 ’ V 1' Wert, da *le (ott In Wettender Batlre) ein wah 1אוךים: 5יךהץ^ש1ת ■•,ימן — njjr*-np0 •öirawerung• א>ן —WJU1J•שי XhfV׳ {|7ל• ל^^יס «־־ manehmal •* pjj, pjtfj. מהיר—י*«»• רילה-^זן־חו ן*י%י4 הח^י “ מהי׳ ו«*ל• nr)^־*1;?|Mr0ekgob*n»a, ניןגיל• ^(^*;(»!־*■entllehen-Vuty) borgen;lethen^ 517( =* Machbar, •In. החי15ר “ ataielnsnderitehen; *loh ■eritroaen ^יור ** לני® ן^ףם י9’י• י^ןח •״ 0 ■Külnllohןר •* Bekannter. J10»• $ל1ינזת ■■■gelaisen; latigeam• קנחח«»geruhsam ר51ל*-ז6ז*1*0»1ו. ),nlD״5'ytD’J״pp wird dleMebriahltarm) Werktage׳Im m3 ים1י«ו»« (ןמים .(elgent) ,י01 von). קחןר-וונלן. ט1?יןז (ילך)י»־ח»ז<י״י, הסןיל. ^יד •- Jahrmarkt קטנ[1 nabe! bonaohbart■ צנום — ךן^ן mager, י■ gerunaelt, ןשל. י■ Bbertallen; springen — ybf> Alter ץל>ו Xdaa Alter hatte Ihn vorzeitig (obn# Zettl Bbertstlen r>t 5^,«Uelllgkclt»n^•^ .aufreobt(erhobenenHaupteaK1^iprn^1pp.We«en. npu .bedtoken*^M«־Mltte»y^tj^ .0eoke. (ייןצהו (^ni שלי)~10ף<* Barohe* (Challa)—.dooken Cn*eh)-s^VT .Rand; Kokt• טקי^לזיש- קבישים ohmOoken-ogp) rtpj•))מל• 50ה—3 .wartenזךם(רזם)«־ח**0,1ס1,,ו1<ןןיל• ש(*4ן[ו«יו**ח8. לןה-#11וו»ו*^ אך0 ק!;ק)ךאל*=*ימ ןי1יוי. ן׳ןזקוד,-*1**8. צו,ךה «Kummer .IHebeni IIUchtm — Dtl •Oestattחר, — 8ca!ser. ¥עךכ ׳»?ת עוד קיעט ןתם ליעךר, nj לי*;ק, קוב הס1י. צל סף חנותי די(!ןן;י עימד, צי5»ה {*?ה ןא;ה. ונע .יקיהד״.יךד׳ין קך,עא - דןוב וקןוי■ ןנקואר וניקוי,. קיסי־ה^וב ק־איטיש לא מיני ל ל7?!ים.. " יום משיטי, יום ממקד, 3!V?א חרישי. «• קעךןיחוק9הי יום מקושי, יום ל׳ימשי, ן(ךב־ש;ת?א ל!ריק1י. מנומקים?א, ד׳קייודע צל?גי חוצות 3/ע,יךח. קונים.ע«ו?וצווים ק מאחים ןליןרים. ג^א ז^כק. עילח ♦;מד.. עולה, שוקעד, חין יימח. צל־.יד שער עוקירי. 5זךח, ®על,עךךוי, סן ה 9ךח... לאירים:?א קרישי “ I« <{אם׳ npup (ל*פ «■ leUo; langeam). נ}ן1ךח!)ים ■* 19וך11יוךמ1קוי/51ןוווק• ti"llptPr1׳־»(leb erstreckent *loh au*brcllen»«^“(Rhtjt*. חוצוח=ךוו1בות■{1חו(Aumpt;wetae-ionw כר»welde. נ’קא(וזןש:ו>=ע1לח^מע^ 4ן^ק ™ Staub• ןצןה ^קוו) ™ 1 Mpון1ךו4 “ ירד יי■ untergehen. הון דו9;ה י-»81111 »4 «יו. קנער ■* 9פ״-ןו5ז*ר• ע1ר?־עש **?*5י זדן,יווי* 00 ($gebt ■u Bnde«—«5}J“(ab■ קח (Q ■lagerte »leb—ajyMljüף*hwelleו>6. צו^ה״סזיםו ר^ח• שההי׳וזעאר.אל 1ntpp־*0^n .verwellen(־־tjo!«־warten. לק^עא ״ wqj ״• **״•יי 0,11 '59ךה *■ vp ייקיו• יישאר =* jurockbieiben ןניקןה״ןחון ןןןע״4 innen!drinnen. קזסיימקציב•'נעמוס ןנןעיב(ץפי־קמינית)• Aalgabe 1 Fertige eine Nledereohrlft Ober ein mit dem Sehabbat In He• slebung stehendes ltrlebnl* oder eine K.lndheltee«nn0rong. Wert, da *le (olt In tredender Batlre) ein wahrheitsgetreue* Abbild de, sw JOdlaebea Leben* Jener Kpoehe gehen. Mendel« Mejcher-Blorlra land »urh kd der nlehtJOdliehen Welt Anerkennung, ein Teil *einer Schriften ist tu «folg« Sprachen Bbersetit worden. Uraufführung im ״Kulturbund Rhein *׳ Ruhr״ ״Joseph bei» Matthias", Sdiautplel von Juli!» Wolffiohn Der Untcrgaiiß des jüdischen Reiches und die Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch das römische Heer bilden den Hintergrund der Geschehnisse des Dramas ״Joseph ben Matthias“ von Julius Wolf f sohn, das am IQ. November im dichtbesetzten Rcichshallcntheatcr in Köln als Uraufführung mit starkem Erfolg in Szene ging. Der junge Autor, ein Neffe David Wolffsohns, ist eine ungewöhnliehe dichterische Begabung. Wenn er auch die Probleme und die jüdische Tragik noch nicht in ihrer letzten Tiefe erfaßt hat, so weist doch sein Werk in der geistigen und künstkrischen Haltung und der inneren dramatischen Spannkraft starke Momente auf. Elf knapp gefaßte, charakteristische Bildaussclmittc ergeben einen Querschnitt durch die Geschichte der Jahre 64—70. Indem Wolffsohn die Szenenführung so gestaltet, daß sich das weltpolitische Geschehen für die Zuschauer unsichtbar altrollt, rücken durch den Dialog die geistigen und politischen Zusammenhänge und Entscheidungen in den Vordergrund. So weicht der Dichter vom herkömmlichen historischen Schauspiel ab und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, auch bei beschränkten Thcatermittcln dieses Drama spielen zu können, da immer nur drei bis vier handelndc Personen auf der Bühne stehen, Wolffsohn hält sich in seinem Werk an die historfsehe U c b e r l i c f e r u n g. Der Uebergang Josephs zu den Römern trägt dem jüdischen Führer bei seinem Volke den Vorwurf des Verrats ein. Vielleicht mit Unrecht. Josephus nahm eine Mittlcrstellung ein. Er war für die Juden; aber er hatte auch Poppäa, der Gattin Neros — als sic auf seine Bitten drei alte gefangene Juden freitieß — versprochen, sich für eine geistige Annäherung zwischen Rom und Juda einzusetzen. Die Zerstörung des Tempels kann er nicht hindern, so erbittet er sich von Titus außer einigen Gefangenen nur noch die Uebcrgabc der Schriftrollen. Er will das Unsichtbar- Ewige an die Stelle des Sichtbaren setzen. ״Das Wort siegt über das Schwert, wo die Schrift sein wird, werden Juden sein, und wo luden sind, wird die Schrift lebendig bleiben. Solange das Gesetz leben wird, und cs wird leben, solange ein Jude lebt, cs zu verkünden, wird die Gemein« schaft der Juden bestehen. Unser Sein ist Glauben, Dienen, Bekennen.“ Diese Worte Joseph ben Matthias stehen am Ausklang des Dramas. Unter der neuen verantwortungsbewußten Leitung Dr. Levin gers hat sich iin Kulturbunds! c ater Rhein- Ruhr ein ausgezeichnetes Ensemble zusamincngcfundcn. Die Aufführung, die Hans Hinrichs als Gast inszenierte, hatte hohes Niveau. Mit der Verpflichtung von Heinz Friede« borg ist der Bühne ein bemerkenswerter Gewinn erwachsen. Sein Joseph ben Matthias scheint durchglüht von innerem Feuer reinen Willens und ehrlicher Gesinnung. Weiter seien mit wärmstem Lob bedacht: die Damen Münzer, Sachse, Steinberg und die Herren Buschhoff, Frankel- Froon, Koninski, Schuster und Heinrich. Mails Hamburgers Kostüme wirken in der feinen Zusammen« Stellung außerordentlich stimmungsvoll. Die Aufführung find starken Widerhall und der junge Dichter mußte sich mit dem Spielleiter und den Darstellern immer wieder vor der Rampe zeigen, E. J., Köln. Aus Frankreich Mand-Katz-AusstclIung in Paris. Einer der bedeutendsten Jüdischen Maler Frankreichs hat soeben eine Ausstellung seines Lebenswerks in der Galerie Georges Petit veranstaltct, die großes Aufsehen erregte. Mane-Katz sieht und malt in gewaltigen Formaten. Seine Menschen, seine charakte• ristischcn Szenen und Ausschnitte aus dein jüdischen Leben zeigen gewaltige Ausmaße, sind in übermenschliche Dirnen• sionen hineingesteigert und wirken trotzdem durch die liebe• volle Behandlung der Einzclmotive und der Farben in ge• wisseni Sinne abgeschlossen, intim und vertraut. Er hat mit einer brennenden Liehe das jüdische Leben im Haus, in der Lehrstätte, auf der Straße in sich atifgcnommen und in Bildern wieder aufcrstchcn lassen. Mit Soutine und Chagall verbindet ihn die gleiche Eindringlichkeit in der Sujctgcstaltung״ w ' ' .. oder ״Das jüdische Orchester“ oder ״Bei dem Wunderrat!tu־ oder ״Die Besessene“ (Der Dihbuk) oder ״Die beiden Juden oder das ״Studium des Talmuds“ -־ jedes cinrelne von diesen zeigt seine besondere koloristische Kraft und sein großes malerisches, psychologisch fein durchdachtes Können. Weithin lagern sich die großen Bilder an den Wanden der Kunstausstellung und sowie wir uns in diesem Kreise ס wegen, haben wir immer wieder ein Stück jüdischen PJ' gierenden Lebens vor unseren Augen, selten wir immer wicu mit großer Meisterschaft Szenen fcstgehaltcn, wie sie der Alltag im Leben des Juden bringt, wie sie aber «1 uns immer wieder zu einem Erlebnis gestaltet wer« Palästinavorträge In Lyon. Aus Lyon (Frankreich) lins berichtet: In Lyon wurden zwei Vorträge uner lästina gehalten. Beide Male waren die Redner N1 . luden. Der eine Vortrag fand in einem literarischen (Aux Heurcs) statt. Der Redner war der Dekan der zinischen Fakultät, Prof. Dr. Löpine, der seine zum zweiten Male i«1 Erez Israel verbracht naite■ zweite Vortrag war von dem Comitö Pro-Pah»t;'״« ' , anstaltet. Das Hauptreferat hielt der ehemalige Mimst , Präsident der Alliance Franco-Paiestinc, Justin Ge» י der die französische Regierung bei der Levantem«' Tel-Awiw vertreten hatte. Beiden Vorträgen w*r ,2״,״״!״, mcinsam; das Erstaunen des Redners über den Aufsc den Palästina genommen hat. *' Hcchaluz-Hadati (Organisation aesetzestreuer .<»*{״״ fm Hechaluz) macht darauf aufmerksam, daß *'*" »011״». mationsblätter bei der Hanhalah des Hechaluz Ha׳ *«״ ff. Blankenese, Frenssenstr. 13, zu haben sind. ״י , » jje scheint der 4. Choser. — Außerdem gibt er b«kann , w0j. Chawerim, die zum Frühjahr zur Hachscharah komm* len« »ich jetzt schon vormerken lassen müssen. jÜDIS' ,(irr. 4״»! eilte “ ־ Stadt',ן , 71'tchn‘ s ejnma der O ,1 (<cwat. iiH-hrr,» Anc'U j tri'ihc "* 1h >״ eine I V triebe! > piuß ־ tnuß die tiiuß der L Im t 1.1; breite־!־ I י meiij1’ ׳! daß *' 11־ i Zwei,! i-, Woclf; \\ der A, ״׳* י schon■., Ürsptl.; .? jene f i abgel , ‘h! und ־ i'u ״Bete■( ״.ן. Raum ׳! net, E'V oder 1" V,! riunkl. dem . ■ ■ ׳י die k 1־!J murn' ,//r And• 1 f\ diens'( ist ja; ■;!! als 1ף '*ji noch '־׳ ׳' Sclc«p!, die ", j! jiidisc (4 erseht ־״ Vnrg I lim 1 i im A; ihr C!י־ tn, v1,־!• ■ und fr , den 1־,: macht ■ des '״1 ,׳, aber‘i ׳• enget r Oew!■ן י zu v 8 ,4 vers! *,! 1 Gebt וץ )!; Gew ■, .,i deut! ,j;. finde J1 vc Di«a!ן 20. t 1 , Mene 30 Dien«• 30, MHm־, 20 >( Do«n ״ 20* Denn , 20 De״*» 20 Se**1'■ m s Soanf^ 16 »15 Bl

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