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Jüdische Rundschau · 1934-11-23 · Heft 94 (23.11.1934) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 94 (23.11.1934)
Date
1934-11-23
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 JÜDISCHE RUNDSCHAU jüdische! Im Rundfunk. Sonntag, den 25. Nov.: Luxemburg (1304 m), 10.30 Uhr: Allegro aus Sonate Nr. 6 von Memlelsohn-Bartlioldy. — Mittwoch, den 28. Nov.: Luxemburg (1304 111), 12.35 Uhr: I'ricslermarsch aus ״Ath.v lla“ von Mendclsolsn-Rnrtlirddy. — Allilonc-Station (531 und 56S m), 21.40 Uhr! ״Hebräische Woche Im Rundfunk“. — Donnerstag, den 29. Nov.: Brünn (325 m), 17.20 Uhr: Jiddische Lieder von J. Scgal־Ro*te״bacl1. — Deutschland- Sender, 17.45 Uhr: ״Jude und Arbeiter“. — Luxemburg (1304 m), 20.10 Uhr: Alexander Kipnis singt; 20.45 Uhr: Richard Tauber singt. — Freitag, den 30. Nov,: Paris (1618 m), 13 Uhr: Voix d’lsracl. — Luxemburg (1301 m), 19.20 Uhr: Arie aus der ״Jüdin“ von Halcvy (Jules Michel). Ein Bezlrksrabblnat für l’oinmcrn. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden teilt mit: Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden bat be* schlossen, ein Rczirksrabbinat mit dem Sitz in Schiv e I b e i n zu begründen, dem die folgenden Gemeinden angeschlossen werden sollen: Labis-Wangerin, Rcgenwalde, Drain bürg, Bad Pol/in, Bclgard, Kolbcrg, Köslin, Bublitz, Pollnow, Ncustctlin, Biirwahlc, Falkenburg und Tempel bürg. Der Bezirk dürfte damit 1000 Seelen umfassen. Am 18. Nov. land in Stettin eine Sitzung des Ausschusses des Verbandes der Synagogengenuiudcn in Pommern statt, zu der die Vcr* treter der obigen Gemeinden eiugeladen waren. Nach einem Referat des Dezernenten des Landesverbandes, Rabbiner Dr. Galliner, wurde einstimmig die Schaffung des Bezirksrabbinats beschlossen. Die Besetzung der Stelle soll schnellstens erfolgen. Bewerbungen können an den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden, Bcrlin-CharlottcnbuTg, Kantstr. 158, gerichtet werden. Bearbeitung der Handwerksfragen durch die Rekhsvcrtretunß. Die Rcichsvcrtrctuna der deutschen Juden teilt mit: Einer Anregung des Zcntralvcrbamlcs jüdischer Handwerker Deutschlands folgend, hat die Reichsveitrctung unter Wiirdigtmg der Bedeutung, die gerade in der heutigen Zeit das Handwerk für die jüdische Gesamtheit gewonnen hat, einen besonderen Ausschuß zur Behandlung aller mit dem Handwerk zusammenhängender Fragen eingesetzt. Den Vorsitz führt das Mitglied des Präsidial,־tusschusscs der Reichs- Vertretung, Rcchlsanwalt Dr. Rudolf Ca II mann (Köln), den stellvertretenden Vorsitz der Vorsitzende des Vereins selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens, Louis Wolff (Berlin). Der (Saferrelchlsdie Hccbaluz (Wien XX) gibt soeben unter dem Titel ״Gegen den Strom“ ein lieft heraus, das in einem eindrucksvollen Ucberblick und in einprägsamen Formulierungen die Entwicklung des westeuropäischen Judentums in den letzten 30 Jahren schildert und insbesondere acn Kampf darlcgt, den die zionistische Idee gegen eine Welt von Widerständen rlurchfechten mußte, bis es ihr gelang, sich durehztiringcn. Das Heft geht ferner auf die En'twick* mng Palästinas, besonders vom landwirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, ein, wobei energisch die Parole ״In die Landwirtschaft“ vertreten wird. Ein letzter Abschnitt befaßt sich mit den Grundlagen und der Erziehungsarbeit des Hccbaluz. Das südafrikanlsdhe Hilfskomitee ersucht uns mitzuteilen, daß es nicht in der Lage ist, iin voraus Stellungen zu beschaffen. Es kann nur beraten und diejenigen, die in Südafrika eintreffen, in der Stcllungsucbc unterstützen. Möglichkciten für Akademiker sind so gut wie nicht vorhanden; für Kaufleute und kaufmännische Angestellte ist ein Unterkommen schwer, jedoch bei guten Branche- und Snracbkcnntnlssen möglich. Besser sind die Aussichten für andere Berufe. Eis wird anheimgcstelit, sich mit folgenden detaillierten Angaben an den Hilfsverein der Deutschen Juden zu wenden, der bereit ist, die gewünschten Informationen zu erteilen bzw. zu beschaffen: 1. Alter, verheiratet oder nicht; 2. Bildungsgang und bisherige Berufstätigkeit (möglichst vollständig); 3. Ob und wie weit englische Sprachkcnntnisse vorbanden sind; 4. Ob das von der Einwanderungsbehörde verlangte Mindcstkapital von £ 100-200 zur Verfügung stellt. Buefkastett da JlcdcdUitov Kurt Herrmann, Hamburg. Sic beklagen die Tatsache, daß es keine preiswerte jüdische Ausgabe der Bibel gibt und daß derjenige, der einen höheren Preis nicht erschwingen kann, die Ausgabe der christlichen deutsch-englischen Bibel- Gesellschaft kaufen muß, die nur 1,80 M. kostet. Sie meinen, daß hier eine Aufgabe für einen tüchtigen jüdischen Vergegeben wäre, damit wirklich die Voraussetzung geschaffen wird, daß die Bibel in jedes Haus kommt. Dem dürften wohl viele Leser zustimmen. Täflung der osiprcuOisdica Zionisten Am 18. November traten in Königsberg die Vertreter der uslpreultisclien ziomstisclicn Ortsgruppen und Arbeit«• gemein-,ch.intti zu einem GrtippcnverbamlMai: zusammen. Aus allen 'I eilen der Provinz waren die CkslniimigsgcrioMen gekommen, um in gemeinsamer Beratung die Richtlinien für die Arbeit des kommenden Winters festzulegcn. Zum Beginn der Tagung schilderte Dr, Rat/, kowakl (Königsberg) die imicrjiidische Situation in Deutschland und behandelte eingehend das Verhältnis der Zionisten zu den übrigen jüdischen Organisationen. Danach sprach Dr. Kurt Licht (Königsberg) über ״Fragen der praktischen Arbeit“. Sein Referat gab einen kritischen Rückblick auf die bisher von den Ortsgruppen geleistete Arbeit und stellte Richtlinien auf, nach denen die Arbeit im ostpieußischcn Zionismus während des kommenden Winters gestaltet werden soll. Den Höhepunkt der Tagung bildete ein Referat von Dr. Michael Traub (Berlin) ״Ein Querschnitt durch die Lage der Juden in der Weit“, in lebendiger und von tiefer Sachkenntnis zeugender Rede zeigte Dr. Traub die Gesetzlichkeit jüdischer Not, wie sie »Ich in der Wirlschaftssituation der Juden äußert. An jedes Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache an. ln einer Arbeitssitz.ung der Vertrauensleute des Keren Kaiemeth wurde die bisher geleistete •und die geplante Arbeit Sn den einzelnen Orten der Provinz besprochen, Am Abend traten sich die Teilnehmer 11er Tagung bei der großen Kundgebung der Königsberger Zionistischen Vereinigung, in der Dr. Traub über das Thema ״Asyl oder nationale Heim* statte?‘* sprach. Der deutsche Haschomer Hazalr teilt mit, daß sich das Bundesbüro seit dem 19. 11. in der Meinekeatr. 10 befindet. Telephon: Bismarck, J 1 7165. Mittwoch, den 28. Nov., 20V! Uhr spricht Im Loganhaua, Klalatatr. 10 Adolf Pollak Ub.r w* tüdiscitä fyd&siiHfr'' dudennot und Zlonalloba/Dle Biiu /Rlschon La Zion / Dia philanthropische Kolonisation Herzl / loa / Dia II. Alijah / Pica Unkostonboltreg 30 Rpf., Mltgl. m, Auswol» 20 Rpf. Berliner Zionistische Vereinigung Makkabäer« Feier Montag, den 3. Dez., 20*/# Uhr Singakademie, Fcstungsgraben gegenüber der Staatsoper ff Rs apreehen! Dr. Franz Meyer Dr. Max Nußbaum Makkabäer״ E1״Sp׳tMor Text: Joadilm Prim Musiki Berthold Goldsdimidt SprediAor derjunggruppen d. B2V Karten *u RM 2.—, 1.50, I.—, 60.—־ ab 26. November Im Atlantic •Express, Friedrldutr. 100, BVZ.»Helm, Kantstr. 54 BVZ., Melnekestraße 10 Berliner Zionistische Vereinigung Deutscher Makkabikreis Bezirk Berlin-Brandenburg Halte nur den geschrieben und sonst nichts — er wäre mit diesem herrlichen Roman allein schon in die Unsterblichkeit eingegangen. SefMfdjdtt (Öler a&frentien) Sei Cübmunb 3J?et)er, 23ud)()<mbtut1fl, ®erlitt 3® 50, Samberg« 6tc. 61 (23 5,0616), roitb t) Set mit befiel«: Stnjaf)l _ ״ dt• €0• 3המ. Off pofaj. •,.,..,.,.1,.«,.. Xtlnen 4. — öle 2uben t>en Bornot».Xelnen 3. - 3ub»b iEra^lenbcrg.feinen 3. - Xel& XBetynadjltjfucben u. f. . Xelnen 2.50 2>?ofd)fo oem Parma. Xelnen 2. - (Sin Stampf tun« :Redjt. Xelnen 3.50 ©er Präfi&ent... Xefnen 2.50 £aft3׳(fietv 250nb I.Xelnen 5.- 250 ,, ״n6 II.Xelnen 5.- 306$!ttt DttittS Nr. 94, 23■ n,!93» 1^*-% «-fl (Von unseren Berichterstattern.) IJenftltclm (HcrgHtrnüe) Gründung einer zionistischen Arbeit fl cemcinscha ft, Rabbiner Dr. (1 c i s, Mannheim ' l4י' * auf Einladung der ״Wcrkletite“ ein Referat fiher die!«1, und wirtschaftliche Einstellung der jüdischen Jugend 1' Anschluß an das Referat wurde eine zionistische A r h Gemeinschaft gegründet, der sofort 24 GcmelmW.v gllcdcr beitraten. Dr. o'|‘< Köln In einer Veranstaltung der Kölner Zionistisch Vereinigung sprach Dr. Franz Meyer, Berlin 0'״ das Thema: ״Palästina lind Deutschland «als deutsch-jüdischen Seins“. Der weiße Saal der Burger־)״ '>! Schaft war dicht gefüllt von einer Zuhörerschaft, die iibcr/cmremlcn Ausführungen mit gespannter Aufincrksimufl folgte. Dr. Meyer ging von der Emanzipation der Juden ans, — die nicht gleichzeitig eine nationale Ema״/n pation war. Die neue Situation brachte cs dahin, ßaß ,״' die Aufgaben, die bis dahin lediglich Forderungen der;׳ uistisclicn Bewegung waren, wie Arbeitsnachweis, Bm't Umschichtung, jüdische Schule und andere nunmehr yrm gesamten deutschen Jiulentum akzeptiert wurden. Auch <!- Auffassung vom Judentum wandelte sich: Man war von dt■־ Ol.aiibcnsgcmciiischnft über die Schicksalsgemeinschaft ^'1 Stammcsgemcinscliaft gekommen. Wir müssen erkennen, ■cs sich um eine Volksgemeinschaft handelt. Die Jugend er. kennt die volksmäßige Bindung als selbstverständlich auf dieser Grundlage will sie in Palästina ein neue» fehlernen; Ihr eigenes deutsch-jüdisclies Sein könnte neuen’£ halt gewinnen, wenn sic sich bemühen würde, die Jugend m verstehen. Dann wird auch Palästina nicht nur eine Rettun״; für da« deutsche Judentum, eoudern wirklich ״Alijah* **' ״Aufstieg“ werden. Mannheim Herr M. Stern lieb, ehern. Oberbaudirekfar bd der i Stadt Ludwigshafen, der vor kurzem gestorben ist, war ein« unserer ältesten Zionisten. Er war seinerzeit Gründung mitglicd des Münchener KJV. und der Müchcner ZOO. h ] war noch Teilnehmer an 1 lerzl-Kongrcssen. Während seiner ׳ ganzen Amtstätigkeit in Ludwigsliafen gehörte er der Ort», gruppe an. Vor zirka einem halben Jahre war cv in Palästina,י um für den dortigen Aulbau seine Hilfe zur Verfügung »j stellen. Ahkü*tdi%uttQCH Breslau! Zionlstisrhe Verdingung. Sclmluiujikur*. 28. N׳>ve*!»f, 20.30 Uhr, I’nlä־! itiii lhlro. UnrlcnstraCc 25. Vnrtr»g-tvklM ährt das Themar ״ICngl.i״!! und Fakisiitm״. /weiter Ted. i’aUttina Rahmen der cnglivc hm ()rimt|KÜit1k. Referent Dr. ll»n, l'rmt j — Arl>ei111״nrhweis jüdischer Urgimisaiioncn Schielten», Seliwtid■ nitzer Stadtgraben 28, Miehl Stellungen hie SprechstumleidiiHen. U. borantinnen. Röntgemi-si-lcntinnen, Wirtschafterinnen und Umtsdamefl, I knufntiinnisdies I’er-oii.11 weilil. und männl., trelrq.iüieitsarUiler, Chauffeure, Ilank.angi'slellte, IlandwerkcT, Kellner (atnh fiir Gelesen•! heilen), Narlihilf.li 11 rer und •lelireriimen, IIausver»'«ll1111sen, Hau• | arlK'itor. Arbeilskritltc für folgende Dcrufstwcigc «•erden gcwh'1 |M׳rfektc Hau'.angc.Ulltp, geprüfte und ungeprüfte F.rzielininncn, Ntij■ iingssebwenten» und Pflegepersonal, jüngere perfekte Dekorateure, du gleichseitig Verkäufer sind. — ,.Kullurkrcis“, 25. Novcndw, Saal der | ״Uesellsebaft der Kreundc“! Kemscrt. Jose|>h Srliwars — Irene | VVeißenlierg. — Eisenach 1 27. Novemta'rl Kontert, Ilorii Sehwart! (VioSinc) und Joseph Srliwars (Klavier). — Güttingen 1 28. N«. 1 vemher: Koniert, Joseph Sc hsvarit (Klavier) und lloris Schwan (Violine). — Hamburg 1 24. November, 20.20 Uhri Dr. Frans Meyeri ״Zu neuen Ufern, die Leistung de* Zionismus im deutschen jaden־ tum“. Grablel-Rle«ncr־Saal, ObcrstrsBe. — Hannover! /ionistirhm ()rt,grup[1endleirn!1lK nd um 28. November in der Zion logt pkj Woche. Am 28. November spricht Rr. Sieinits zu einem Lichtbild«, vostrag über *eine Palästina.Reise. Deginn 8.30 Uhr, Familien - Nachrlchion Iderf Abraham Meyer, Sinslg, Miihlcnbudiitr. 681, begeht itf 99, November den 8a Geburtstag. Bar Mizwah -Termine Am 8. Dezember — 2. Tcbct: Kurt II »genauer, Sohn Wtt 11«־ mann Iiagcnaucr und Frau Rosa, gcb. Drcyfuli, Karltiulte, Schill«• atraCa 10, Schenken Sie zum Festei fattUito* pMWS' Illustrierte 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage (9.—lS-Tatis«1^ mit 23 Tafeln in Kupfertiefdruck, 8 Abbildungen im Text und 1 Karte. (Sr fdjcnfic akr &er jubifd)en 2Beft noc^ eine 3^eilje reiferer, un6ergäng(ld)ec3Berle, öott^iefe unb öumor, 60(( &on aiem• r0u6enber 6ponnung. Ör erf^ließt in feinen Romanen bad weile, toiffcfige «nb unerf^6j)t(ic^e ©ebiel ofijübifd)en£ekng unb ofljüb.Ruttur, o()ne beren RennlnW ba^ (ragifc^e jübifdjc ' <5d)i<ffaf etüig unoer|ldnb(i^ fcieibl. ©0 ifl Sransod ^eule ln ebeiflem 6inne atluettj er ifi noltoenbig, et ifi unenlbe^r((^. * (1«R 2tfht1f1t><tn Verlangen <5ie foflestfrel aadf&^r(i^ett Profpeft! 3(!uflr(cri< 3üb(f4)e ©cf^id?le. Xelnen 5.60 2)14 ©cfdjfdjfett Oer SI6el, ülujlfictt (3u0enhbudj)... halbleinen 3,50 :Selrog ifi na^8une§men toirb fifcicfjacifig ouf po(tfd)edtonto: Berlin 31t. 31509 eingcjaljlt. (Porto 5% bei preifeo). Ori,®trajieunb$audnummer Jlante unb ©lanb («tfl. reibt h«utfl4) In Ccschenkbnnd RM 5.80 Die Wahrung der Würde und des Stolzes tnuS au* der Kenntnis unserer Geschichte wadtsefc Die jüdische Geschichte gehört in jedes jüdische Houi in ben einWgigen

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