Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 94 (23.11.1934)
- Date
- 1934-11-23
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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i Seitc lö JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 94, 23, XI.!934 In dieser K.aldko ein praktischen Stoffes ist Alltags zu- Worte und flramniatik verzichtete und seihst vor Eingriffen In die üblichen Formen der hebräischen Verba und Nomina nicht Halt m,teilte, um auf diese Weise dem sich in deutschen Sprachgcwolinhcitcii bewegenden Anfänper das Studium der hebräischen Sprache möglichst zu erleichtern. - י' "י: Hinsicht stellt also das Lehrbuch von Dr. Novum dar —- von nicht zu unterschätzendem Wert. Audi die Auswahl des rein lexikalischen Vor allem auf die Bedürfnisse des praktischen geschnitten. Am meisten berücksichtigt sind die Redewendungen der palästinensischen Umgangssprache. Dirckt — durch entsprechende Aufsätze, Gespräche und sehr geschickt formulierte Ueberset/iingsaufgabcn. Indirekt —- durch kleine Erzählungen, die aber auch den Zweck ver* folgen, den Anfänger, soweit dies möglich und angebracht ist, in die Stilmaimigfaltigkdt des literarischen Hebräisch ciimifüliren. Diese leichte Lektüre aus der Agada, aus dem Midrasch, aktuelle Legenden wie 7. B. die Erzählung ״Rabbi Lftw aus Prag“, Schilderungen aus dem modernen Erez- Jisrael (jerid natni/rach), jüdischer Witz und Oaluth-Humor machen den Stoff ungemein lebendig und abwechslungsreich und der Lernende wird, ohne daß er es fast merkt, aus der deutschen Sprachsphäre in die hebräische hinflbergcleitct. Alles in allem — ein geeignetes Lehrbuch für den d eutsch* sprechenden Anfänger. B. Lernt spielend Iwrith! ״Kechu Imachcm dewarim.״ Ein ncuea hebräisches Gesellschaftsspiel von Lotte Engel-Hecker, Ber• Jiii NW 87, Cuxhnvcucr Str. 10. Kennt Ihr das schöne Spiel mit dem seltsamen Namen ״Mciwo-Deiwo"? Alle Kinder werden dnzii ״Ja“ sagen; die meisten Mütter auch; und vielleicht sogar einige Vater. Lotte Engel-II eck er, die bekannte jüdische Kunstgewerblerin, deren schöne Sedcrschüsseln und Bnrtiicsdcckcn uns noch in Erinnerimg sind, hatte den guten Einfall, den Grundgedanken dieses Wörter- und Buchstaben-Spieles Ins Iwrith zu übertragen. Auf widerstandsfähige Pappe zeichnete sie die einzelnen hebräischen Buchstaben; aus diesen bildet dann der Spielende neue Worte; wer In der gleichen Zeit die meisten Worte bilden kann, der hat gewonnen. So entstand ein ebenso abwechslungsreiches wie belehrendes Gesellschaftsspiel für große und kleine Freunde des Iwrith. ״Kcchu Imachcm dewnrim“ (Sucht Euch Worte) nannte sic es mit einem klassisehen Zitat aus dem Propheten Hosca, Vier verschiedene Arten dieses Spieles zeigt allein die Gebrauchsanweisung; aber man kann diese Spielarten noch beliebig erweitern, je naebdem, ob einer allein oder ob ein Kreis von Kindern oder Großen mitspielt. Das Spiel kommt jetzt zu Chanukkah gerade zur rechten Zeit, zuinai cs überaus preiswert bei der Verfasserin zu haben ist. י,*־■ Der Magen David Von Dr. Max G ז u 11 w a i d. Die Frage der Herkunft Jen ״Maßen David״ interessiert, wie wir fest stellen kannten, weile Kreise. Wir bringen darum nachstehend eine gedrängte Darstellung aus der Feder eines der besten Kenner jüdischer Volksfeinde. llvd. 1 Wunschgemäß gebe ich im folgenden in I.apidarstil, was Ich über den MD zu sa״cn habe, Literatur bot ich jüngst In einer Abhandlung über den Ml) (״Polnische Holzsvnngogcn“). Wo sich der MD zusammen mit dem Pentagramm findet, ist hier durch ein P angedeutet. Das Hexagramm (MD) begegnet uns in niehtjüdischcn Kreisen wie in jüdischen so; auf einer aramäischen Zauhcrschalc in Nippnr (Zeit unbestimmt, vermutlich früh), In Oescr (nach Meldungen über die neuesten Funde Macalisters, aus vorisracl. Zeit), aul einer Samlsteinplalle, jetzt im Bczalel-Museum (nach Direktor Narhis aus dem Palästina des 2. Jahrtausends ante), als Schlußzeichen einer hebräischen Inschrift des 7. Jahrhunderts auf einem in Sidon gefundenen, etwa gleichzeitigen Siegel (P), als Eichstempel In Aegina (6. Jahrhundert), in dem sog A b s a 1 o m g r n b e, in Balbck, Kaperiiaum (P), auf einem jüdischen Grabstein in Tarent neben dem Namen David (3. Jalirh. post), als koptischer Stempel mit einem Kreuz in der Mitte (3.-5. Jalirh., P), in Papvris (I1), auf Mcrowimmmün/en, im Islam als amtliches Siegel, auf Trinkgefäßen (P), Degenscheiden, Pferdegeschirr, als Amulett (P), auf Münzen (P), Siegelringen (P), an der Stadtmauer Jerusalems (P), in Fenstern der Alhambra, im Nothcuul des Kara Mustapha, als Abzeichen der marokkanischcn Truppen, als Zeichen mohammedanischer Herrschaft auf Landkarten (so auch der des Crcsipies), auf jüdischen Grabsteinen Aegyptens (»). Jahrhundert), in, jüdischen Handschriften (seit dem 10. Jahrhundert), als Drudenfuß (P), im Buche Rasiel mul den ihm entuommenen Amuletten mul sich ihm anschließenden Schriften, in Mesusot (neben Engdiiamen), bei dem Kartier Jchuda liadassi (12. Jalirh. als MD bezeichnet), in der Unterschrift eines Juden aus Barcelona und bei Ahr. Abulafia (13. Jalirh.), in oder an Kirchen, wie־ in At|uileja, Niederdcntschhnd, der (iralu'skircho, im Nachlaß der Templer (P), auf einer Truhe der Johanniter auf Rhodos, an und in Sy 11־ agogen zu Prag und sonst, im Siegel der Prager und anderer Gemeinden, auf der Prager Oemeiiulcfalme (seit Karl IV.), als MD in Bologna und einer italienischen heb r;i i s c 11 e n Handschrift, in dem Wappen eines russischen(?) Graduierten in der Aula zu Padua, auf einem Christusbild von Allorfcr (als Zeichen der Herkunft von David?), auf C 11 a 1111 k k a h 1 a m p e n (so vom Beseht (?) Im Bczalcl-Muscum), als M i s r a c 11, bet Primitiven (als Zeichen ehelicher Liehe, Zeit unbestimmt), in Indien (seit wann?), als Wirtshaussehihl, Zunft/cichen einer Ilüekcrinnmig, auf Felsen der Sahara (P), als Orden Salomos in Abessinien, Rosenkreuzer• Symbol (P), Freimaurerzeichen, zionistisches Symbol. Im Islam und sonst trägt der MD in der Mitte und an den 6 Ecken kleine Ringe (״Augen“). Mitunter schneiden sich die beiden Dreiecke nicht. Wie olt im Islain, sind dem Ml) ähnlich zwei Quadrate ineinander geschoben in der Sy 11agoge zu Kannf (Palästina), Im Alphabet von Ras Schnmra besteht ein Buchstabe genau so wie das Zeichen auf den Görlit/cr Schekeln aus einem gleichschenkligen Dreieck, dem an den drei Seiten je ein kleines Dreieck angefügt ist, wobei das Mittelfeld, jenes erste Dreieck, frei bleibt. Mit dem Ml) wechselt oft mif jüdischen wie nichtjüdischen Denkmälern das Pentagramm ab. Es tritt als Töpfermarke in Palästina (etwa 150(1 ante) auf, mit hebrnlsclier Umschrift (״Jerusalem״ oder ״Hai'r", die Stadt) in alten Schichten Jerusalems, auf griechischen Münzen (z. B. Alexanders und der Selcucideu), Vasen, dein Schild der Athene, in Italien, Numantia, Albanien als Schutzzeichen oder Orahvcrschluß, in Schriften der Pytagoriier und Gnostiker, aut einem jüdischen Grabstein in Tortosa, auf gallischen Münzen, als mohammed. Zauberinittel, in Caslan (aus dem (״Siegel und Knoten'1, Abschluß und Verschluß) als Schluß• Zeichen, erhalten aus der aus dem jüdischen Schriftwesen bc• kannten Wendung ״cliatmn um'kuschar“ (besiegelt und geknotet). Sccharja 5,8 wird die (Pamlora-)Büchsc mit einer Bleischeihe (dien lia-roschn, Schluß-Stein) verschlossen, auf der die 7 Augen Gutles (Planeten?) elugraviert waren, 80 wie. aut Bleiplatteu graviert, der Ml) oft 7 Augen aufweist. Von einem solchen Stein (eben Rclictijn) spricht die Aggadn. Er verschließt die Wasser der Unterwelt mul darf, wenn diese nicht hervorbrcdien und das Chaos wiederkehreil soll, nicht verrückt werden. David tat cs, als er den Tcmpclbau vorbereitete und konnte da» Unheil nur verhindern, indem er in die ansteigenden Fluten eine Tonschnlc mit dem Gotteslimneii warf, wie sic aus Babylonien, dem alle hier zugrunde liegenden Vorstellungen entstammen dürften, bekannt sind. Wie Marduk David, wie die Tramat, Herakles die ilvdra, bezwingt er 1111״ Namen Gottes“ Goliat besiegte, älinlieh die Oaiitiu, die Teliom, das den Kosmos bedrohende U r m c c r. Auch gilt er als Schutzpatron der Kinder gegen die Gel Io (v), einen der kindcrfclmlliclien Wasserdämonen, wie Abyzuth (Brustlose, Amazone, vielleicht Anklnng an Abyssos, Unterwelt), Holle (durch Hollekrclsch zu beschwöreu, wie Ziu durch Zeter, d. i. Ziu-Gcschrcl), Drud (Traute, wie Holde, Holle), Lilit (in Bayern ״Lili''-Schrcien), Mahr (in England ,,Marc״-Scl1reien). Simyngclov (Bckämpfcr der Gcllov), Sanw! (aus Svnidor, Sander, Alexander. Besieger der Amazonen) und Sinsinwj (Sisianios, Shaoshyant, der persische Messias, der mit seinem Gefolge die Dämonen besiegt, wie sic noch heute die Parsen mit dem Amulett Taavid beschwören) werden in den jüdischen Khidbett-Sehutzzctteln als Helfer Adams gegen Lilit genannt, wie der Drudenfuß an deutschen Khulcrwiegen (MD oder Pentagramm) die Drud vcrschcu* eben soll (״Fuß" der Unterirdischen, weil Pctrcfaktcn in Pentagramm form häufig). Wie Elia, Mose und ljob erscheinen in solchen Schutz• zetteln, als welche auch Mesusas, besonders mit MD, dienen: David sowie seine Nachkommen Salomo und Hillel, Elia, Mittelalter), als Falniciibild der Of c n e r j 11 d e 11 (15. jahrh.j, Tatowimingszeichcn der tunesischen Soldaten und sonst. Unter dem Einfluß der Itirjaiiischen Kabbala (16. Jahrh.) verbindet sich der MD mit dein siebenarmigen Leuch• ter, dein ursprünglich und spezifisch jüdischen Symbol. Er sollte» aus den Worten des 67. Psalms gebildet! der auch sonst *1יי ״ besondere Ikzielnuig gesetzt wurde, auf seinem Schild e gestanden haben. We Bezeichnung MD für das Hexagramm läßt sich frühestens bei jchuda hadassi belegen. Bei Mosiimcn wie bei manchen Juden, z. B. in Süddcutscliland noch im 18. Jalirh., wird cs ״Siegel Salomos“ genannt. Das Pentagramm scheint man in jüdischen Kreisen als ״Knoten (Kescher) Salomos“ bezeichnet zu haben. Bei Christen findet sich für bSll,e die Bezeichnung Drudenfuß. Auch ״Schild Davids und Abrahams" und einem der8" Ist hier und da in der einschlägigen Literatur die Rede. Die Bedeutungen des Hexe- und des Pentagramm* von einem ״Schild AI e xa n• dem Hause Lcvl. Seitdem nun die Makkabäer, also viten, die dem Hause Davids Vorbehalten« weltlich. Herrschaft für ihr Haus in Anspruch nahmen, prägte sich jj! Gegnerschaft gegen diese Okkupation auch sinnbildlich L «er Verdrängung der Mcnora durch den MD aus. heute glauben die Samaritaner an das Erscheinen <!״ Messias aus dem Stamme l.cvi, während, wie das Judentum Irn allgemeinen, auch die Falascha* ihn aus dem Hause Davids erwarten. Im 12, Jahrhundert etwa kam der MD als jüdisches $ym, boi wohl aus Kiew nach Prag (beide Haupt- und Grenz! orte des von Benjamin von Tudela als ״Sclavonicn“ bezclchneten Gebietes des Internationalen jüdischen Handels), Utbcr Mitteleuropa verbreitete er sich dann von Prag aus, dessen Altneuschul (mit dem MD) als Vorbild zahlreicher Synagogen wurde. , Die lurlanische Mystik schuf afso einen Ausgleich zwischen MD und Mcnora, indem sie diese als Leuchtrrpsalm, zum Zeichen auf dem Schilde Davids machte Beide findet man jetzt einträchtig In den aschkcnasischen Syri! agogen. In den Häusern dient der MD als ״Mlsraclt“, dje Mcnora als Lesezeichen. Zu den Ausgrabungen In Megfddo sei noch bemerkt daß, entsprechend der Erklärung H. G. Mays, der David!! schild »ei ursprünglich Zeichen der Ast.irtc, sich tatsächlich •aut babylonischen Denkmälern der Sechseck-Stern neben Sonne und Mond als Venus (hehr. Kokab, ״Stern“ schlecht, hin) findet. Auch trifft man ihn auf jüdischen Siegeln England, der Schweiz u9w,p 8. u. a. Jen, Enc. 8. v. Seals) an; In vorstehendem Aufsatz behandelte ich aber nicht dlcseii Stern, sondern ausschließlich nur die als ״Magen David“ be• kannte, aus 2 Dreiecken gebildete Figur. Mose und David oder einer aus seinem Hause gelten als Verkorperung der messiauischeii Hoffnung, als deren Erfüllcr Gott ״Schild Davids“ (MD) genannt wird, also das Haus Davids neben dem Hause Levis (Elia, Mosen wie sie aucli Sccharja 12, 12 f. unterschieden werden. Der t i c braue h des Mi) als S c 11 u t z 7. e i c h? n gegen die Milchte des Chaos wie als Verse 11 lußmarkc, Eich• Stempel u. dpi. erklärt sich aus seiner Gestalt, die den Kosmos, den harmonischen Ausgleich zwischen Ober- und Unterwelt, die friedliche Vereinigung aller Polaritäten, den Stein der Weisen, graphisch ausdriiekt. Mathcuiatisch-kosmo* logisch wurde sie so von D a v i d Gans gedeutet, dessen Grabstein den auch sonst wohl als Zeichen der Daviüiden gebrauchten Ml) aufweist, und neuerdings als Prinzip des Pyramidcnhaues erkannt, wie es unschwer auch au den birmanischen Pagoden wnhrztinchmen ist. Daß ein solches Symboi der Bändigung des Chaos als Schild und Wappenzeichen Davids, des Bezwingers der Unterwelt In Vergangenheit und Zukunft, gilt, ist um 90 begreiflicher, als ja auch Gott, als Erfüllcr der m es s I a n 18 c h e 11 Fr- Wartung, als Krieger gedacht wird. Wie man in Gadeira einen Schild des Herakles (Mclkart) zeigte, wie ein Pentagrmnm auf dem Schilde der Athene zu sehen ist, so bewahrte man in der Synagoge zu Bologna auch einen ״Schild Davids“ auf. Uebrigens erscheint in arabischen Amuletten der Ml) mit den drei hebräischen Buchstaben I, b und a, entsprechend dem 11' od jabo (Gott wird noch kommen) in gnostischcn Inschriften. Daß in diesen das Pentagramm vorherrscht, erklärt sich aus dessen mehr mystischem und zauberhaftem Charakter. Wie der Kreis ohne Anfang und ohne Ende, als unlösbarer Knoten, sollte cs Feinde ,,binden“ und bannen, Es galt als Darstellung der menschlichen Figur, und Jede au ihm, also in effigie, vollzogene feindselige Handlung traf das Original, eins Wesen, dessen Name In oder um das Pentagramm ge• schrieben war. So eignete es sieh zmn Schutz des Brief* Geheimnisses und dcrgl., da, wer dieses Zeichen verletzte, sicli durch den Ihm darin etwa zugedachten Zauber leicht selbst einen Schaden zuziehen konnte. Zum jüdischen Symbol wurde der MD im Gegen• *atze zur Mcnora, dem siebenarmigen Leuchter. Die Me• nora war das Wahrzeichen des Hauses Levi. Sie findet sich noch heute mit dem Priestcrscgcn zusammen dargcstcllt. Der ihn im wesentlichen enthaltende 67. Psalm wird, in Lcuchterform geschrieben (das bekannte ״Schlwissi“), von segnenden Priesterhänden flankiert. Auch die ״Menora“ ist ein Symbol des Messias, aber des Messias aus Schulungskurs!!» für jüdische Jugemlfülirer Bayerns, bis 4. November fand, veranstaltet von der Israelitischen Vom KALENDARIUM 1934 — 41. Woche 5695 — 11. Woche Freitag ii. November Samilnfl 24. ״ Sonntag * 2$. m Montag 26. ״ Dlemlag 27, ״ Mlllwoch 26. ״ Donnerilajf 29. ״ Schabbat-Avagang׳ B.rlln 4®. Breda! 16. Klilew ויעיח ״ .17 18. , J9. m 20. . 21. 0 iX 0 4». Frankfurt «. M. **. 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Dr. uacrwald begrüßten die Erschienenen; der letztere hielt ein Referat über ״Behandlung der biblischen Geschichte für Jugendlich«1‘, Hugo Rosenthal (Herrlingen) befaßte sich mit der ״Psychologie des jüdischen Kindes“, — Per zweite Tag des Kurses brachte die methodisch vonüg. lieh angelegte historische Arbeitsgemeinschaft von Dr. Ernst Simon über Jossel von Rosheiin. — Den Nachmittag lullte ein gelungener Siiigkiir.sus unter Leitung von Dir. Kail Adler (Stuttgart) aus. Her Schabhnt-Vomultag brachte «inen Schiur (Arbeitsgemeinschaft) von Dr. Emst Simon 11 her das Buch Jcrcmia, mit hebräischer Lektüre ausgcwnldtcr Texte. Dir. Adler behandelte in Fortsetzung seines Sing, kurscs das hebräische Lied. Der anschließende Oucg Schab* bat unter Leitung von Dr. Ernst Simon war dem Gedenken an Bia Hk gewidmet. Der Vormittag des Sonntag galt der, Klärung pädagogischer Fragen der Schul- und Bumltspraxis unter der Leitung von Prof. Bondy (Frankfurt a. M.). Frol, Dr. Kantorowlcz sprach über ״Aufgaben einer Gegenwartskundc". Hernach referierte Dr, Ludwig Feucht• wangcr in erschöpfender Weise über die Aufgaben einer jüdischen Gegenwartskunde. Eine knappe Zusammenfassung, durch Prof. Kantorowicz. und Ansprachen von Dr. Ncumcycr und den Jugendfiihrcrn Ernst Cramer (Augsburg) und Fritz Harburgcr (München) beschlossen die arbeitsreichen Tage. B eipChorin. ״Um die zionistische Verwirklichung״, eine Schrift des Haschomer Hazair. — Dieser Tage ist in der Reiiic der Fülirerschriftcn nach ״ßne Midbar“ (ein System der Jüngeren• erzlclumg) und M. Orcnstein: ״Zur Problematik der Kibbuz• Bewegung in Erez Israel“, eine neue Broschüre erschienen, die einen Einblick in di« grundsätzliche Stellung des Klb• buz ArrJ des Ilaschomer Hazair zu den Fragen der zio* nlstlsehcn Politik verschafft. Die Schrift enthalt folgende Beiträge; Zum Geleit (M. O.), Zur Situation (Meir jaari), Rede auf dem XVIII. Zionlstcn-Kongreß (J. Gottheit), Im, Kampf um jüdische Arbeit (M, Orcnstein), Alijali, jüdische Arbeit und Araber (Chasan), Das nationale Kapital In der Konjunktur (Rawitzki), Weg mit dem Albdruck des Rcvlsionlsmus I (Weintranb), Sic ist durch das Bundesbüro des Haschomer Hazair, Mcinekcstr. 10, zu beziehen. Handwerk und Mittelstand. Das neueMitglieder-Vcrzcick• nls, Ausgabe 8. des Vereins selbständiger Hand• werker jüdischen Glaubens c. V., zu Berlin, gegr. 1805, und des Reichsverbandes des Jüdl- 1 c 11 ca Mittelstandes ist als Jubiläums-Ausgabe anläßlich des 40jährigen Bestehens des Handwerker-Vereins erschienen und In Großauflage bereits versandt worden. Mitgllcder der Jüdischen Gemeinde, die daran interessiert, aber noch nicht im Besitz des Verzeichnisses sind, erhalten es auf schriftliche Anforderung kostenlos durch die Geschäftsstelle: l.ouis Wo I f f, Berlin W50, Nachodstr. 8. Warnung. In Berlin, vielleicht auch an anderen Orten, wird von einem Hochstapler der Versuch gemacht, jüdische Peraftnlichkcltrn zu betrügen. Er kommt mit einem gefälschten Ausweis der Zentralstelle für Jüdische Wirtschaftshilfe, der auf Arno Herz lautet, und sammelt Gelder, mit der Angabe, daß diese Beträge für die Rcrufsumschichtung bestimmt seien, Insbesondere für die von der Knsscnpraxls ausgeschlossenen Aerzte. Die Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde zu Ber™ hat dem Oenannteii niemals einen derartigen Ausweis ***• gestellt bricM t| 18K. '; Resuitl« ISSC-A,' - P*t*״ ko*' »illOfS»;• Seiten. epicb׳:. flagibi Ersatz.! S,! 1B1:;!1 1uk,f .11» 11t., koah. ■rfid 1:4; I1. B,1' e| geleit׳,; J1K. Ff«'|! genciij., ־ Df;;( 7U;t fl«?,:'; den 1' י Kamp 4• ihren 1 wiede1!, 4;:! gen 1,y 2:0 f V ball gen. , lege4״/. .!! winmj!,*: W| t!?4'4־ 1 für 4!r'fl|r:| ,1! jchlu;^. ־>, tcchnf;1׳•)]; / 5 rnüssvi 4׳ beste,; . ־ ןר zweit. 4 (4!1 t 1' . .1,31.Ua 4י gewn; .1 «■'! Ha'1־:׳ Stir ICK Ma I‘ r 1■ 1 Meis . »־1: ־. FuE ׳Hö' M. 1!׳ I. '׳; Wohl•■1, 'י' ■יו reif••1 u; ■; >Fa\. , י*ן;| ' sfen ׳ vcrk,t1;r|<; netc:: g e-'f' "י‘ U ,; Heg* 14, ״:; Spie, -4 1 der Pt« 4 1י־' 8eB>,!•;׳ ז, nsclv'1 ,! Spie 1 ״ stell11 ו Dui, 51 »v Wi" Si Lei, 1, Da, (! )eit,, A3.!,'ai We 1 UlR•׳ ' hi«. der 1, Dr,י bro V Mn I! tut 1•'־ unc ׳ J*k|,;. Ort f, *h<! t 8י