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Jüdische Rundschau · 1934-11-16 · Heft 92 (16.11.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 92 (16.11.1934)
Date
1934-11-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Die Juden als ״völkische Minderheit״ Der’ ״Völkische Beobachter“, München, vom 10. November beschäftigt sich m einem Artikel ״Jüdische Lehre‘׳ mit Acußcruiigen des liberalen rumänischen Sc* nators Professor I I ,1 c m a n und einer Arbeit Prof. Lin- Steins, die in New York in dem ״Jcwish Daily Bulletin“ erschienen ist. Während Prof. II a c 11 ו. ווו, der nach dem Bericht Jude sein soll, gesagt hat, dnfl die ״völkischen Minderheiten kein Recht auf kulturelles Eigenleben hätten, sondern höchstens auf dem Ocbiele von Knust und Schrifttum eine gewisse Selbständigkeit beanspruchen könnten", sagt Einstein: ״Die Juden sind eine (icmciiide, verbunden durch die Hände des Blutes und der Tradition und nicht nur der Religion." Hieran anknüpfend, meint der ״Völkische Bcohnclt- 1er“, daß die Juden wie jedes Volk das Bestreben haben müßten, wenn nicht nach macliipolitischer Entwicklung, so doch nach der Durchsetzung ihres kulturellen Eigenlebens. Das Volk der Juden habe aber ein ״geradezu hysterisches Machtstreben entfaltet“ und ,,zieht durch sein rassisches und kultisches Leben schärfste Grauen um sich herum". Deutschlatui habe die Gefährlichkeit des Judentums erkannt und diese firfahr abgewehrt. In diesem Zusammenhänge sagt das Blatt: ״Es (d. h. Deutschland) hat den Fremdlingen alle Rechte einer völkischen Minderheit zu״ g e s i c I1 c r t.“ Diese Ausführungen sind insofern interessant, als sic wohl von der richtigen Definition• des Judentums als einer Volksgcmctnschaft ausgehen, aber die Bestrebungen der Erneuerung jüdischen Volkstums unrichtig interpretieren. Oie Kräfte, die «ine Erhaltung des jüdischen Volkes als solches wünschen, sind einzig und allein nach innen gewandt lind hemühen sich einerseits, ein nationales Zentrum für das indische Volk in Palästina zu errichten, in dem eine Normalisierung und Regeneration unseres Volks- Irbctis erfolgen kann, tmd daneben denjenigen Volksteilen, die in den Ländern der Diaspora verbleiben müssen, Lebensbedingungen zu schaffen, die eine ruhige Entwicklnng des jüdischen Eigenlebens gcwiihrleisten und nach Möglichkeit Spannungen mit der Umwelt ,־uisschlicßcn. In diesem Sinne haben die Rechte, die völkischen Minderheit 0 יי gewährt werde n, für große Teile des jüdischen Volkes bereits Bedeutung erlangt; auch in Rumänien gehören, wie zu den Ausführimgcit des ״V. B.“ zu ergänzen wäre, die jüdischen Volksgruppen zu den Vorkämpfern des Gedankens der Kultur,uitonomic für die Minderheiten. Innerhalb Deutschlatrds haben die Juden unseres Wissens nur in Ober- Schlesien die rechtliche Stellung einer ״Minderheit“. Um die ״Klarheit" der jüdischen Haltung 8״ Uhr-Abendblatt" und Berner Prozefj Das Berliner 8״-U h r-A h c n d b I a 11“ vom 13. Nov. beschäftigt sich in einem größeren Aufsatz, mit tlcr Frage: ״Sind die ,Weisen von Zion‘ echt?", womit natürlieh die Frage nach der Echtheit der ״Protokolle“ der Weisen von Zirm gemeint ist. Das Blatt setzt sich mit der Zeugenvernehmung im Berner Prozeß auseinander und versucht, Widerspritehe in den Zeugenaussagen nachzuweisen und so den Eindruck zu erwecken, als ob an den Protokollen doch etwas ״dran wäre“. 1111 Anschluß hieran polemisiert der Artikel dagegen, ״daß noch vor wenige« Jahren ein jüdisches Webblatt allen Ernstes behaupten konnte, 'die Juden seien überhaupt keine Rasse, sondern nur eine 'Rcligionsgctncin- Schaft". Bei diesem ״Webblatt“ dürfte es sich wohl um das dein damaligen 8״-UI1r-Abemlhlatt“ recht nahe stehende ״B e r-!in er Tageblatt“ handeln. Wenn der Verfasser des Auf- Satzes es weiterhin begrüßt, daß unter den Juden dadurch eine Wendling zur Charakterfestigkeit eingetreten sei, daß der Rassegedanke aiidi von ihnen anerkannt und gepflegt wcrtlc, so können wir dem insofern zustiimncn, als der Verfasser hierbei wohl die Besinnung der Juden und auch des deutschen Judentums auf seine vnlkliclic Zusammeiigcliörigkrit meint. Es ist auch richtig, wenn im Schlußsalz des Artikels gesagt wird, daß es 11 eilte für die Juden ״um die Klarheit der Haltung in allen jüdischen Fragen geht, die man von ihnen fordern wird in dem ansteigenden Maße, in dem sich alle ihre Wirtsvölker für eine eigene klare nationale Zielsetzung entscheiden". Diese Klarheit der Haltung kann aber einzig tmd allein bedeuten, daß die Juden aller Länder sich eindeutig zum jüdischen Volkstum bekennen und als wesentlichste Konsequenz hieraus für die Erhaltung ihres eigenen Volkstums die Schaffung einer neuen jüdischen Lebensgrimdlagc in Palästina betreiben. Wenn der liier zitierte Artikel durchhücken läßt,!laß darüber hinaus eine ״Gemeinsamkeit der Politik“ von den Juden aller Länder betrieben werden müßte, die auch auf andere Gebiete übergreift, so befindet er sich in einem völligcn Irrtum. Auch die nationalfii blenden Juden sind mit der Politik der Länder, deren Bürger sic sind, eng verbunden. Dies beweist nicht nur die geschichtliche Erfahrung, sondern ist auch eine Forderung der politischen Logik. Es ist bedauerlich, wenn in Aufsätzen wie den hier erwähnten gewisse richtige Erkenntnisse mit /.weidentigen Formulierungen verbunden werden, die in keiner Weise geeignet sind, das an sich für den Außenstellenden schwer zu 'durchschauende Problem zu entwirren. Zum Rechtsproblem der Mischehe Die ״Jüdische Rundschau“ hat in den Nummern 71, 78 70 tind 85 Acußcrungcii des faehwisseusdialtlkiien Schrifttums zu den Urteilen des Rci c 11 s g c r i c 111 s vom 12. Juli!,Ul (IV. S9 und öl. 31) wiedergegeben. Eine weitere Kritik dieser rciclisgcnchtlichcii Rechtsprechung über das Problem des rechtlichen Bestandes der Mischehen enthält eine Abhandlung ״Die Anfechtbarkeit ariscli-jiidisclicr Mischehen“ von!.andgerichtsrat Dr. Fr ach, Hanau, in der Deutschen Richterzeituug vom 55. Oktober 1031. Dr. Fracb geht davon aus, daß Grundsätze, die eindeutig für alle Fälle zuträfen, kaum gefunden werden könnten und cs auf die Umstände des L1n7e!fallcs ankäme. Nach eingehenden rechtlichen BetrachtiJigcn heißt es in der Abhandlung zusammen fassend: ״Db komme hiernach tu dorn Ergebnis, daß die Gründe des RG. seine Entscheidung nicht tu tragen vermögen. Es liegt dies nt. E. daran, daß das KG. eine Weiterentwicklung des Rechts im Sinne nal ion3l«o*i.11־ist is< hen Denkens für er forderlich hält, um die Anfechtung von Aljscliehcn durchlühihi.r tu machen, während nichts en!gegensieht, daß auch das geltende Gcsct* der natitinnlsozv.disli• srben Weltanschauung wie jeder Weltanschauung gerecht werden kann. Das RG. hätte, wenn es die von ihm sonst ׳ unbedenklich rugetassene Umkehr der Bcwciskst auch bet der fraglichen An- Icchtung tu einem positiven Ergebnis kommen können. Seine hier geübte überaus strenge Verteilung der Beweisinst tu Ungunstcn des Anfechtenden ist mit unturcichendcn Gründen gerechtfertigt tuul pcwhatb nicht geeignet, die Nichtzulassung der Anfechtung tu erhärten.“ Wie uns mitgetcilt wird, gelangt die Artikelserie N a 7 t fahrt nach Palästina“, die im vorigen Ä in Berliner ״Angriff“ erschienen ist, jetzt auch in der preußischen nationalsozialistischen -Preußischen Zeitung“ Abdruck. * Preisüberv/achun׳‘ i-.ad Ea»scnfro£e Die ״Frankfurtrr Zeitung“ vom 15. 11. berichtet über die als Materlalsammlung charakterisierte Preisuberw a c h u n g s a k t i o 11 der Parteileitung der NSDAP, die von der NS-Hago oder der ״Rcirhsbctrictvsgemelnschaft I iandel und Handwerk" Innerhalb der Deutschen Arbeitsfront durch geführt wird. Die Partclgliedcrungcn beschränken Ihre Kontrolle im wesentlichen auf Mitglieder; dies lielc praktisch also wohl darauf hinaus, daß alle außer den ״nlchtarisehen Fi ז m e n“ auf diese Weise erfaßt werden sollen. U. a. enthält der Fragebogen, der hierfftr vorliegt, die Frage: ״Müssen Sic heute noch von jüdischen Lieferanten kaufen, warum und welche Waren?" Hier geht, wie die Zeitung; dazu bemerkt, die Aktion offensichtlich also über eine Nachprüfung der Preisentwicklung hinaus und be״ schäftigt sielt außerdem auch mit der Rassenfrage, die grtiml* sätzlich auf die freie Wirtschaft nicht übertragen werden sollte. Sierbegcldbeiirag und Rasscnprinrip ln der ״Allgemeinen Vlchhandels-Zeitung" vom 9. II. erschien eine Bekanntmachung der Viehhändlervereine für den Rcg.-Bcz. Minden und das Land Lippe e. V., in der ein Todesfall aus dem Kreise der Mitglieder bekanntgegeben wird. Im Anschluß hieran heißt cs: ״Den thirrh diesen To! Ir-.full fällig gewordenen Sterbegeldbeitrag von 6 RM. für nrtvha und von 10 RM. für nichtarisrhe ■Mitglieder rufen wir hiermit mr Zahlung auf." Diese Differenzierung des Stcrbcgeldhcitra ges nach rassischen Gesichtspunkten stellt wohl ein Novum auf diesem Gebiete dar. Die Melcheü •׳ Medaille Der Herzog von Kcnt nahm, wie die deutschen Zeitungen berichten, am Montagabend an dem Jahrcscsscn des Brennstollinstittits in London teil und überreichte bei dieser Gelegenbeit dein deutschen Chemiker Professor Dr. Friedrich Berg ins aus Heidelberg die Molch ctt-Medaille. Bcrgins hat bekanntlich nuf dem Gebiete der Gewinnung von Ocl aus Kohle Pionierarbeit geleistet. Unter den Ehrengästen befand'sich auch der deutsche Botschafter von Hocsch. In seiner Rede erinnerte der Herzog von Kcnt daran, daß die Mcleliett-Medaille bisher viermal verliehen worden sei, und zwar an einen deutschen Industriellen, einen schwedisch«! Wissenschaftler, einen amerikanischen Industriellen und einen englischen Professor. Er sagte, jetzt werde die Medaille einem deutschen Gelehrten tibergeben, der die Grundlage einer neuen Industrie geschaffen habe. Lord Melcltett hieß bekanntlich bis 1928 noch Sir Alfred Mond und war gleich seinem Vater, Dr. Ludwig Mond, einer der bedeutendsten chemischen Großindustriellen Englands. Er ist als bewußter Jude und Zionist den Lesern der ״lüd. Rundschau“ wohlbekannt. Es ist bemerkenswert, daß diese den Namen eines Juden tragende Auszeichnung an einen deutschen Gelehrten fiel und daß die deutsche Presse mit Genugtuung hiervon Notiz nimmt. Die Arierbescheinigung Im Zusammenhang mit der Nachweisung der Ariereigenst haft hatte ein Einwohnermeldeamt die arische Abstammung einer Person nach ״vorliegenden Unterlagen lind getroffenen Feststellungen״ in Form einer Bescheinigung beurkundet. Dieser und ähnliche Fälle haben den Reichsinnen minister veranlaßt, darauf hinzuwelsen, daß zur Abgabe eines Gutachtens darüber, ob eine Person arischer oder nicht«rischer Abstammung im Sinne gesetzlicher Be- Stimmungen ist, allein der Sachverständige für Rasseforschung beim Reich ^Innenministerium,. Rerlin NW 7, Schlffbaucrdamm 26, in Frage komme. In eien Fällen, In denen die arische Abstammung im Sinne gesetzlicher Bestimmungen zweifelhaft Ist, werden daher die Behörden Gutachten nur von dem genannten Sachverständigen einzultolcn und auch beteiligte Personal vorgclcgtc Gutachten oder Bescheinigungen anderer Stellen nicht attztterkennen haben. Aus der Zeit der Enijudung Die Geschichte der gebildeten Berliner Juden aus den achtziger uml neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist wie ein Kommentar zur Genesis unserer eigenen Existenz. Es waren die Jahrzehnte der Entjudung, aus der wir einen Rückweg suchen; und bei manchem, der erst in unseren Tagen gewaltsam zum Judentum gestoßen werden mußte, können wir mehr von der Schuld seiner Erziehung als von persönlicher ״Schuld“ sprechen. Diese Menschen, die jetzt in unseren Gedanken- und Arbeitskreis cintrctcn, müssen wir aus ihren Voraussetzungen kennen lernen, und darum glauben wir, daß cs von besonderem Interesse ist, wenn ein alter Berliner seine jugcndcriimcrungcn unter dem Gesichtspunkt prüft, was damals von ihm an Jüdischem erlebt wurde. Oft wird es so sein, daß erst In der Erinnerung diese jüdischen Streiflichter hervortreten, während sic im damaligen Bewußtsein gar kein(! oder nur eine untergeordnete Rolle spielten. Die ״Erinnerungen eines Berliner Juden" von Arthur F. locsscr, die wir In der heutigen Nummer zum Abschluß bringen, haben unter diesem Gesichtspunkt eine Resonanz gefunden. Ein Mann, der in der deutschen Presse und Liternturkritik eine angesehene Rolle spielte, versucht, die Bilanz des Jüdischen in seiner für «fas ganze Leben atts- Rchlnggebenden Erziehung zu ziehen. Das ist ein Beginnen, das für unsere Zeit charakteristischer ist als die Haltung derer, die das Jüdische nie verloren hatten. Wir sehen, daß ein Mann im vorgerückten Alter schmerzlich darauf zurückblickt, wie dürftig sein bewußter Zusammenhang mit dem Judentum gewesen ist und wie mangelhaft die Erziehung, die das Zeitalter sorgloser Aufklärung ihm in jüdischer Hinsicht ango dcilien ließ: eine Mahnung für unsere Generation, für die es sich darum handelt, daß wir selbst nun unseren Kindern eine vollkommenere und abgerundetere Erziehung Im Judentum geben. in manchen jüdischen Kreisen, die Immer schon zu ihrem Judcscin standen, vor allem in unseren zionistischen Kreisen, blickt man manchmal mit Ueberlcgcnheit oder auch mit Mißtrauen auf Menschen, die erst jetzt sich zum Judentum und zur jüdischen Aktivität finden. Oft kann man den Vorwurf hören, daß manche nur unter äußerem Zwang sieh in'die Gesellschaft begeben, über die sie früher die Nase rümpfen zu dürfen glaubten, oft auch meint man, daß cs sich um Kon״ junkturjäger handelt. Mag auch das eine oder andere in ein- *einen Fällen zutreffen, in der großen Mehrzahl der Fülle muß man doch einen anderen Maflstab antegen. Die Situation des deutschen Judentums kann nur aus ihren eigenen Voraussetzungen heraus verstanden werden. Hierzu Ilefern die weiter zurückreichcndeu Erinnerungen älterer Mensehen einen Beitrag, der für die heutige Generation, der diese Welt von damals unbekannt und fremd ist. sehr lehr• reich sein muß. _Nr• M■ 1« XMw. jj Hamburg—Palästina Die In Berlin erscheinende Zeitschrift ־!,מ"!! , richten“ veröffentlicht in ihrer letzten Nummer jf1 Hamburger Hafen Verwaltung?״r v1״, VOi1 «äff 1 stellten ‘Aufsatz über die Handelsbeziehungen Hifi11* I־• § lastina. Darin heißt cs: ** ™"1H-h. f ״Ali nach der Wiedertirritellung friedlicher Vnh'ilt ' Handel •eine alten i.ev;1t1trl>rjleln111gcf1 wieder »utjuehte 1(Jj‘1* ,ן «ritl' fe Welt vor alt die, die er 1914 hatte verlasen’ m! ״* ״* * tllrklirhc Hemrlmft l»:1l te »ich au« dem g m«•״!!,, ), b* ■ Külte *t1rtt.'kgc10|־en, und gerade <11״ politisch M:i!nt.i,״י, ״;|״'■'; I Palästina erlebe eine Zeit wir»i. hultli« |״n Aulvhw׳״ den Hamlet weit tilwr da« vor 1014 gewolmto M׳< 4 י1'8'?! «״ dichtete. D:1tu kam mm, daß Pal.Gtina in״ iv<״,|׳, jn ■ Ine ein Gut gewonnen hatte, da« der Sfhif f.,t,rt (!״£,״<: Vf L IJ •ubr•etile, ein Gut, <!.,« l,c» sei״״, hem,ן.«!,״.,;!•״, Einen 4 .'<1' ג jederlei( glatt zu vcikmdm war. Und no lul«•!, dt1״, j|c '!(je11 1־*'11’ל gerade Hamburg« zu!,«lästina einen gewaltigen Aufs.hwu־‘י'*״״״ ‘f körmen, da Ilmnlmrg der große Südfrucht],lut* de« etuou ׳# Nordwestens war uml geblieben i.4t. 4 So l««fh stieg nun der Verkehr an, daß bald drei j, § deutsche Reedereien in ihm tiitig waren, und in di« vor U!1 ״* I von der «teiltsehen Schiffahrt hcslritlrnc Fahrgel,;,« ,",6 , ,ןf 1 l'laggen eiiMlrnngen. Griechen, Engländer. Sk.mdiu.ivk-r IuLuT? 1 eimmder und mbriiriimnder »He Kahn iwöi kn 11«tnburij י'“11״ % l.cvantchäfcn aufgemmiiiKm. Wie groß die 1 u k u 11 f ts au»,jA, 1 der Levantefahrt seitens der deutschen Kecdcrcien üanJ** I wcrAm, zeigt sieh aller am iiberjctigcndalen an der Tats.nl,t “A I die beiden Handcl-schiffc, auf die im Zeichen eint! ״H1 .’״‘I Rückganges des Schiffbaus im Ja),re 1934 die Indiens(stdtam,'1 לי"״ deutschen llnndclsflotle ziisammc ״geschmolzen sind, beide |w 1 ל Levantefahrt liest imirrt sind.“ ** 1 Im weiteren Verlauf des Artikels wird die Steiger»!, I des Verkehrs mit Ziffern belegt und insbesondere u I Eignung Hamburgs als Ladeplatz für Apfelsinen her»1 ״ gehoben. Der Artikel schließt mit folgendem Absatz: ' I ״Wenn dann die Kaufkraft, die l’alii-lina rlurrh da« \נ«ז׳ I Hamburgs •u« DcuHehtnrid zuflicßt, ihrer-cit« in Dem״, hlimd W«,*5 I «iliknufen läßt, whiii sich auf di r Giuiull.igc einer Rt iltaD) I A u s 111 II sc be * von Waren und l.ci-tunge״ die llc7.i, l״t״cm ״. I sclnti Ix'idcn l.iindcrn und ihren Häfen immer enger E"<4I1«, , I ■werden beide von dem steigenden U in >• ti Vor. 1 teil h a b c n. Ilanitnirg wird allezeit geriKlct «ein, wiMicm Vtrktö I lu dienen, ihn mit remrn Seliiffcn, «einem Himdet 1m,| *'u,a I Organisation in jeder Weise zu pllcgtn und zu turdern.“ 1 Spiegclbcrg und die •,Gräfin Mariza" I Der ״General-An Zeiger für dis nordwcstl. Intlustrlcgrhitt U. d. wcstl. Münsterlamf" beschäftigte sich mit Neucinstud.t• rutigcn im Stadttlicatcr Oberhau seit und kündigte nt, 41 *m 10. 11. Schillers ״Räuber“ anläßlich der Schiller-Feier aufcführt werden sollen. Die Neuinszenierung habe es sich zir. iele gesetzt, ״Schiller vor allen Dingen als Vorboten <i<, Dritten Reiches hervortreten zu lassen und einige cimdtcc- «lende Verlagerungen bisher unterdrückter Schwerpunkte <kr Handlung vorgCnoinmen, in welcher auf diese weise tor allen Dingen der Jude Spiegelberg als eine der zentral!:! Figuren im Vordergrund steht." Linigc Zeilen weiter wid dann für den II. ]1, die NcucinstiKlicrimg der Operette ״Gräfin Mariza“ vott Emmerich Kalman angckünt!i׳t In der Nummer vom 12. 11. berichtet die Zeitung ukr diese beiden Aufführungen. In dem Bericht über die Ria• ber-Aufführung heißt es u. a.: ״Aller ein «ehr wesentliches Merkmal halte Unsere A:f< fiihning 'doch: aus dein ll.roditcn Spie gelb erg wir <«. gegen allen dramnlisctien GcpUngenlieilcn plotzlirh ein Jude jeworden! Die Holle wurde jüdisch gesprochen uml jüdisch agh!, während sie uns bisher immer als großforinaliger S|1il»bs!»t *cMeelitbin darg*!«len wurde, und zwar mit einem kleinen 811:4 ins Komische! tSpiegelberg war meist ein liidtmkcnhaiter liier oder so clw«s Aclmliclic« ... Uotnml ein UcdürfnU, den »■ sprüiigliclicn Zustand wkelerlierzustellcn? Unserer Eraclilcm: tx*. Hie Figur de« Itnmliien, die Schiller doch wollt lediglich »1 Gründen der Kohirn-lwirkimgen mit so häßlichen l''11d>en *1.5• netc, ist dadurch mich weniger glaubhalt und n״<b widcnproüivoller gewortlcn. Außerdem ist die Judentr.ige für um Dcu14! «in viel *u ernste» Problem, «d« elitß der Versuch 1»t-»m r‘״• aut diese glcielisnin spielerische Art zu ihrer lirWigJ־; U ilriigcri *u wollen. Int vorliegenden l''alle i-.t d.n uw » «'׳׳ *inniger, •I» das StUek ja eine nicht jüdische Figur enthi.', deren secli«die uml chiimkterlirlm Abnonnilat nicht blot יי1י■ aodenhnft in die Erscheinung tritt, sointern dai g<nK äuü liillt: da« Srlietisal in Mensdicngestatt Franz Mo!«." Die gleiche Nummer des Blattes enthält auch einet Be ficht über die Erstaufführung der Ka!manschen 0p<• rette, worüber u. a. folgendes gesagt wird: ״Man sage nicht» gegen die Spirgflborgs, die dies« Op״»''* fabriziert h:1lx׳n! Das hüben sie nämlich «utk'rordcndiih gtssi»■ gemacht. Kalmans großes Können ist bekannt, und•'-1 »onst wird Auge und Ohr in dieser Operette eigentlich ״ ™יי arg maltriitictt, wie das hei ähnlichen Gelegenheiten Wdfr tu oft der Fall ist. Und acht — w׳enn das fliilineru•-'׳'*^ unter den Farben Griimvoißrot stellt, wenn Put'tntiif'erl darrh I’arkelt ziehen, dann kann man tausend kulturelle Kai1"1«״' predigten halten, darin ist eben unser heb« Publikum tiieht 0* zu t1»ltcn.״ _______ Eine Weltberühmtheit. Eine Leserin schreibt uns: י׳1״ Zeitung ,Die Funkstundc‘ Nr. 46 vom 0. tl. M. *׳itu Rahmen einer Abhandlung über die National Btoauw״ s Company ein Bild des amerikanischen Dirigenten * Damrosdi /usnmincn mit der Sängerin Maria Jcrך■״ , dem New Yorker Mikrophon gebracht, mit folgender , Schrift: ,Zwei kimstleiKche Wt Ithcriilimthcitcii vor krophon: links die Sängerin Maria Jeritza, rechts u11׳r gent Walter D.1111 rosch, der angesehenste Mann des Ranbciicn Musiklebens, von deutscher He r k u n r Sclnilfunkscndungcn über Musik werden regelmäßig 'סי 650 000 Schülergruppen gehört.‘ — Ich möchte bem daß Walter Damrosch einer Posctter jii disc« e milie entstammt, die vor ca. 60 Jahren nach Amen» siedelte. Mit dem Bruder des Vaters des Dirigenten gut bekannt und dieser hinterließ mir seinen Macn Widmung." _______ Der ״Fränkische Kurier“, Nürnberg, weist in Bericht über einen Vortrag des Studienprofessors >״. mar in der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg •(cj große Bedeutung der Erfindung Prof. Dr. Haber S! - aus der Luft zu gewinnen, für die Ermöglichung ״es h(! haltens Deutschlands im Weltkrieg hin. Die Zeitung q(, bei dieser Gelegenheit nicht die RassenzugehörigKeti ״ ״{?t lehrten, wie sic cs sonst bei derartigen Fällen zu Die ״Tremonia" in Dortmund berichtet von ö(( bekannten kleinen Dort in Schlesien, Albendorl, 0 onjft Nachbildung des alten Jerusafem erbaut ist. Zwölf Tore, entsprechend den Jerusalemer g! pW der Eingang des Dorfes und tragen die alt«! Nam •^cf0ä<1 ferner einen Bau, der den Tempel zur Zeit u . darstcllt, und noch viele andere Nachbildungen• 1)9■ um das Dorf herum tragen die Namen der oerp• gebung Jerusalems.

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