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Jüdische Rundschau · 1934-11-09 · Heft 90 (9.11.1934) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 90 (9.11.1934)
Date
1934-11-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5 I M. it•“, » ׳;׳I i I r. i^n 11 ׳1.1 -ר־!! דיי! 11>״? ll.Hl, ״,.eine t die Inuit I .111. hakt ria'n, eine I ,'•ne (men f rin 't der .Kon- I'mus Daß II zu (dero t Be- >i)AP (Ihren .!!«,:.er ( mit!ז um 1• nur : lllCifl tvi.-h [,‘Herl i'iinrn <i1c>e cn4״e!miirs* ('In ft•!1;uts• Hnniß schon mey? T c:cn 0 s Vor• tnc y , wie [oben, einem pilich• nvegs! i'C• 1. mit iirüicii foch en Rr.'i• iimiien aation 1ha 1•;essen chkcit uesten 1 Hel־ c auf ahmen :ottes* Daiaii t der c, ab. t Ver־ ,cgion, :Nett sanim• :r ab• imerte zwei •ndcni elchett m-arz• irice :11 z« eneral :hörte. Staats־ lisch en ) 11 a 1־ itsprci* י•״ .iidwijj 111־ fiif idische 111, E3 Zunge ,1erileiii rettbar!■gliche ssc fl• ׳!ifnltifl leider) 11 dem ht nur 1t jeß’ dcuv eschal• XI. 1934 0d die Prosperität , in Palästina dauern? V01 Julius Berger, Jerusalem ״ic 1 ו.ח;isti 11 emsiseli f 11 Wirtscliafjskrcise haben sich Imitier ״״״! die Auffassung gewehrt, daß die Prosperität Pa- Äm3 '״“ Jc"״ c", Vc;st't/a1 dcr Dektmoinic nicht ״ rinbar sei, daß cs sich dabei um ein ״Wirtschaftswunder“ handele, hi/wiseheii ist auch die ursprünglich sehr atnvarlemle «•irtschaftskritik in Pal.1st.ua und aullerhalb zu der Erkenntnis l, sehr natiirhcheii Grunde gekommen, die die Prosperität Pl.i.sliMS verursachen: die wirtschaftsgcographischc Lage Palästinas als eines selbst noch sehr entwicklungsfähigen lindes, das gleich/eihg die Brücke zu einem ganz, großen roch sehr unentwickelten Gebiete darstcllt, das einmal einer L dichtest bewohnten, kulturell mul wirtschaftlich höchststehenden Teile der Lrdc war und sieh eben ansehickt, sicli wieder zu einem sehr bedeutsamen Siedlungsgebiet zu entwickeln; sodann und vor allem _ die starke jüdische Einuaiidcrung nich Palästina, die, wie jede Einwanderung, das ihr betroffene Land 111 Bliite bringt. Zu diesen beiden ״,lijckliven G iimlen kommt wenigstens noch ein subjektiver, nämlich die besondere Anziehungskraft, die Palästina aus vielerlei Gründen auf die Juden ausübt und diese zu besondejC״ Anstrengungen und Leistungen inspiriert. Die kritischen Stimmen, die den Aufschwung Palästinas Inmitten des allgemeinen Verfalls der Weltwirtschaft nur sehr zögernd als eine natürliche Erscheinung zügelten wollten, begnügen sich heute damit, die Datier dieses Auf- Schwungs in Trage zu ziehen. Nach den Gesetzen der kapitalistischeii Wirtschaftsordnung, sagen sie, folgt dem Wcllenhocli immer ein Vellentief, und in Palästina ist die Welle bereits so hoch gestiegen, daß sie sich sehr bald überschlagen iiuiR. Man verweist auf die enorm hohen Grundstückspreise, um den baldigen Zusammenbruch als unvermeidlich erscheinen zu lassen. Audi in Palästina gelbst begegnen wir dieser Unsicherheit, die noch am ehesten den verhältnismäßig langsamen Abfluß der großen Bankdepositen in die Wirtschaft erklärt. . Nachdem allgemein die jüdische Einwanderung als cigentlieber eirund und hauptsächliche Basis der günstigen Wirt- (d1.1ttd.1ge Palästinas anerkannt ist, wird auch die Frage nach der Dauer dieser Prosperität im wesentlichen von der Beiiriciltnig der Chancen einer dauernden Einwanderung abhängen. Bietet Palästina einer weiteren Einwanderung überhaupt noch wirtschaftliche Chancen uiid wie lange? Ist die jüdische Einwanderung so beschaffen, daß sic diese Chance auszimut/cn vermag? Wie lange wird die jüdische Einwanderung nach Palästina, noch a 11 d a u c r 11? Es ist natürlich sehr schwer, die wirtschaftliche Aufnahmefshigkeit Palästinas in Ziffern fest/ulegcn. Daß die angen-,!dickliche Bcvülkerungs/ifter Palästinas weit hinter den Ern.ihniiißsmogiichkeiten _ des Landes ziiriirkblcibt, ist unbestritten, insbesondere sind seine landwirtschaftlichen Möglichbeiten noch hei weitem nicht ausgemit/t Es wird heute z. B. allgemein zugegeben, daß weit mehr Wasser in Palästina vorbanden ist und zu ökonomischen Bedingungen erkohrt ,werden kann, als noch bis vor kurzem angenommen wurde. Damit aber werden der intensiven Landwirtschaft — Orangenpkintagcn, Obstbau, Milchwirtschaft, Gemüsebau und Gellugci/iicht —, alles Zweigen, die dem jüdischen Einwanderer sehr liegen und deren Rentabilität zum guten Teil außer Zweifel steht, Chancen von großem Ausmaße eröffnet, die noch vielen Zehntausenden jüdischer Einwanderer gute Esistenzmöglichkciten bieten. Zu diesen vom Boden Palästinas abhängigen Aussichten können mit Fug und Recht auch die Entwiddungsmögliclikeiten gerechnet werden, die auf den mi leralisclicn Bodenschätzen Palästinas beruhen, deren Erschließung gerade erst begonnen wurde. Die zweite grolle Möglichkeit des Existen/aufbaties liegt in der Ausnutzuiig der gesteigerten Kaufkraft des Landes, die eben infolge der dauernden Einwanderung und Prosperität heute pnz anders zu bewerten ist als früher und analog der wachsenden Einwanderung wächst. Sic bildet die Grundlage, aut der die oben fcstgestclltc Rentabilität einer bedeutend vergrößerten intensiven Landwirtschaft beruht. Sie schafft aber auch Möglichkeiten fiir Unternehmungen aller Art auf dem Gebiete des i landeis und Verkehrs. Als ich schon vor Jahren aut die Aussichten limwies, die das wachsende Komfortbediirfnis der palästinensischen Bevölkerung städtischen Berufen und modernen Geschäften eröffnet, wurde meine Dar* legiing ziemlich allgemein bestritten. Inzwischen hat die Erriclitnng und der Erfolg modern eingerichteter und geführter Verkaufsstellen gerade jener Branchen, auf die ich damals hinwies —- Herren- und Damenkonfektion, Haushaltartikel, elektrische Bedarfsartikel, Wäsche, dann modern eingerichtete Hotel- und Gastwirtsbetriebe usw. — bewiesen, daß für Geschäfte und Unternehmungen, die verwöhnten Ansprüchen entsprechen, sehr wohl Platz im Lande ist, und daß als Folge inror Errichtung die alten Geschäfte nicht sowohl zugrunde phen, als sich ebenfalls den gesteigerten Bedürfnissen der Käuferschaft anpassen. Man mag itn Zweifel sein, ob nicht die Einwanderung des letzten Jahres auf diesem Gebiete manch* mal des Guten etwas zuviel getan bat, insbesondere was eine übermäßige Inanspruchnahme des gewöhnlich nicht sehr Rioßeil Bdrichskapitals für Umbau und Ausstatliing des Ladens mul dergleichen nulnugt; aber für den aufmerksamen Beobachter steht fest, daß nicht mir ein großer Teil dieser neuen Betriebe jetzt schon eine gute O rund tage gefunden hat, sondern daß auf diesem Gebiete noch eine Menge neuer Möglichkeiten liegen, insbesondere wenn die Eiinvandcrung nndaiicit. liier sei auch noch einmal auf die sehr guten Aussichten hingewiesen, die eine systematische Pflege und Förderung der arabischen Kaufkraft und Kauflust modern geleiteten Betrieben bietet. Unbestritten sind die großen Möglichkeiten, die der Bauindustrie in Palästina noch blülicii. Trotz der stark gestiegenen Bautätigkeit herrscht In allen von der jüdischen Fimvniidcrung befruchteten PI,ätzen Wohnungsnot. I>,1s Verlangen nach gesteigerten Woltiibequeinliclikcilen hat sich rest* los durchgcsct/t. In Jerusalem, wo noch vor sieben Jahren ein Badezimmer im Neubau keineswegs selbstverständlich war, gilt heute eine Wohnung ohne Zentralheizung als unmodern und in Tcl-Awiw sind Häuser mit eingebauten Frigid,aircs nichts Ungewöhnliches mehr. Mit der Ermäßigtuig der Stromtarife verbreiten sich elektrische Küchen• und Rndccinrichtungcn. Und was besonders interessant ist, diese Modernisierung und Komfortisicrung der Wohnbauten macht nicht vor den Kolonien halt und beschränkt sich keineswegs mir mehr auf die Häuser von Juden, Das Gute dabei ist, daß im allgemeinen keine großen oder Luxus- Wohnungen gebaut werden, die DurchschnittswoliiiuiiR auch im Neubau hat selten mehr als 3, 4 oder 5 Zimmer. Dr. Jacobowitz bat im Juni/Juli-Heft der Zeitschrift ״Palästina" die Rentabilität städtischer Neubauten in Palästina trotz ge- Steigerter Grundstiickspreisc mit 11״/» nachgewiesen. Ucbrigens geht aus demselben Artikel hervor, daß die Mietpreise in Palästina den Durclischnittsmietsatz europäischer Städte kaum übersteigen, wenn auch die palästinensischen Zimmer in der Regel kleiner sind als die europäischen. Das entspricht aber nur der modernen Auffassung, die weniger Wert auf viele und große Möbel als auf eine bequeme Handhabung des Haushalts legt. Mit dieser Blüte des Baum irktes, die so lange dauern wird, wie die Einwanderung dauert, bangt nicht zum wenigsten das ständige Verlangen narb gut geschulten Handvv c r k e r u zusammen, die in Palästina immer noch guten Erwerb finden, mul zwar nicht mir beim Ban. Von liier aus ist auch ein großer Teil der Chancen zu bewerten, die das Land neuen Industrien bietet, Insoweit solche ihren Absatz im wesentlichen im Lande selbst unterbriiigen, sich eng an die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Landes anpassen können, sind die Aussichten Im allgemeinen gut. Immerhin ist zu beachten, daß der Industrie die besonderen Chancen, die die palästinensische Landwirtschaft auf Grund der Besonderheiten des Bodens und des Klimas bietet, nicht zur Seite stehen. Sie muß mit der Konkurrenz des Weltmarktes rechnen, insbesondere dann, wenn sic, was ja für die meisten größeren Betriebe zutrifft, auf Export angewiesen ist. insoweit aber ihre Fabrikntionsmögliclikciten dieser Bcdingung entsprechen oder die Nähe zum Markte, die darauf bcruhende bessere Einsicht für die Wünsche des Käufers und die bessere Ucbersiclit über seine Kaufkraft und Kreditfähigkeit sich vorteilhaft der Wcltkonknrrenz gegeniiberauswirken, hat, wie uns die Erfahrung jetzt schon bewiesen hat, Palästina noch allerhand Chancen der industriellen Entwicklung für sich. Industriezweige z. B., die nicht an den Rohstoff •Standort gebunden sind und die fiir ihr Arbcitcrmatcrial mit der jüdischen Bcnifsstruktur rechnen können — z. B. Konfektion — werden sicherlich in Palästina bald entstehen und sieh voraussichtlich behaupten können. Damit sind wir schon hei der Beantwortung der zweiten Frage angelangt, der nach der Eignung des jüdischen Einwandeiermaterials fiir die von Palästina gebotenen Möglichkeiten. Man kann nur sagen, daß sich der jüdische Einwanderer bisher vollauf bewährt und seine wirtschaftsbauende Fälligkeit bewiesen hat. Dies trifft Insbesondere für die ostjüdische Einwanderung 711, der das Land seine jetzige Blüte im wesentlichen verdankt. Der ost jüdische Einwanderer ist wendig, anspruchslos und hat vor allen Dingen die Fähigkeit, die Chance zu finden und zu ergreifen. Insbesondere während des prüknpitalistischcn Wirtschnftszustandcs, dem Pa• lästina noch vor wenigen Jahren angehörte, war die undifferenzierte Art des ostjüdischen Einwanderers ein Vorteil. Sic ist cs in vieler Hinsicht heute noch, Ucbcrall, wo cs mehr darauf ankomnit, irgendeine Existenz, nicht eine besonders geartete, aufzubaticn, ist der ostjiidische Einwanderer — und dasselbe trifft fiir den jemenitischen zu — unbeschwerter und hat es darum leichter als der in Europa oder Amerika geschulte. Mit dem Ucbergang Palästinas aus der präkapitalistischcn in die kapitalistische Periode, den wir heute erleben, kommt Fachkenntnis, Organisationsfähigkeit, Verstandnis für Kalkulation und Markterforschung, entwickelter Geschmuck und kaufmännische Bildung viel mehr als früher und in ständig wachsendem Maße zur Geltung. Man kann sagen, daß sich jetzt die beiden Typen der jüdischen Einwanderer Palästinas ergänzen und Platz, im Lande haben, der Fachmann und der Chancenfinder. Demjenigen unter den neuen Einwanderern wird es gut gehen, der nicht nur Bewahrer erworbc• nen Gutes, sondern auch Entdecker und Ergreifer neuer Positionen zu sein vermag. Das trifft in besonderem Grade für den akademischen Einwanderern zu. der vor einer enorm cif Bcrufsüberlüllung stellt und in der Mehrzahl der Falle mit de« einfachen Fortführung .seines Berufes nichts mehr aniangett kann. I.r bedarf mehr als ein anderer der Fähigkeit zur UinJ Stellung <H.ler mindestens Anpassung. Hier ist cs am Platze, darauf hinzuweisen, daß die ver• schieden cn wirtsehfiftliclieii Möglichkeiten Palästinas nicht Miiterschieclskis jedem Finwatiderer offenstehen; dies trifft insbesondere fiir alle jene Formen der wirtschaftlichen Bctäti• gimg zu, die körperliche Arbiit verlangen, d. 11. insbesondere für die Lai! d w 1 r t sc 11 a ft. Fs wird mir in Ausnahmcfällen gelingen, einen Mann oder eine Frau van über 3(1 Jahren, die an städtische Verhältnisse und Kopfarbeit gewohnt sind, ZU erfolgreichen landwirtschaftlichen ,Siedlern zu machen, wenn man sie auf Wirtschaften aiiscl/t, die so sehr der intensivsten körperliche;! Mitarbeit bedürfen, wie das die gemischte Land״ Wirtschaft verlangt. Physiologische ebenso wie psychologische Hemmnisse lassen Unternehmungen dieser Art als ungemein gewagte, in den meisten Fällen fast aussichtslose Experimente erscheinen. I.nndwirtseliaftlidic Siedlung mit Sc.il1starbc.lt Ist die beste Lösung fiir junge Leute beiderlei Geschlechts. Für altere Personen, die über 3(1 Jahre alt und nicht auf dem Lande aufgewachsen sind, kommt Landwirtschaft nur insoweit in Frage, als die persönliche Mitarbeit geringe körperliche Ansprüche stellt, wie z. IJ. in der Plantagen Wirtschaft. Die Datier der jüdischen Einwanderung nach Palästina Ist von zwei Faktoren abhängig: Den Möglichkeiten Paliislinas und den Unmöglichkeiten des Galuth. Palästina ist heute das einzige Land, in das Juden in größerer Zahl cinwandern können, wohin ihnen die Fiinvanderung erlaubt ist. Ls ist kaum an/unclmun, daß sich diese Vorzugsstellung Palästinas in absehbarer Zeit ändert. Solange dieser Zustand dauert — und solange die guten Wirtschaftsaussichtcn bestelicn, _<lic das Land der jüdischen hinwnndcrung bietet, wird die jüdische Auswanderung aus dem Gnluth in erster Linie naturgemäß nach Palästina gehen. Es hat leider keineswegs den Anschein, als ob dem Aiiswaiulmmgsdrang der jüdischen Massen aus «len verschiedenen Ländern des Galuth in absch« barer Zeit die Grundlage entzogen würde. Wir müssen im üc« genteil damit rechnen, daß er noch lange Jahre altdauert und eher schärfere als mildere Formen aunimmt, insbesondere da durch die immer mehr reglementierte Wirtschaft der meisten Länder den Juden die Existenzgrundlage entzogen wird. Das aber heißt, daß die Einwanderung nach Palästina zumindest noch für viele Jahre aiid.iiicrn wird. Wirtschaftlich erscheint cs als eine wahrhaft historische Fügung,daß Palästina und auch seine Nachbarländer zu den wenigen Gebieten gehören, die; auch heute und gerade heute der freien Wirtschaft gute Mt^ lichkcifeti bieten, ja ihrer bedürfen. Der Aufbau eines Landes! aus Dämmerzustand zur höchstentwickelten Wirtschaftsform« verlangt unter allen Umständen die privatwirtschaftliche Be•) tätlgtnif» oder zum mindesten die freie Wirtschaft. Was aber! die politischen und nationalen Möglichkeiten der Entwicklung« Palästinas anbclaiigt, müssen wir uns an dieser Stelle mit dem1 einen Hinweis begnügen, daß Palästina das einzige Land ist,1 in dem die politische und wirtschaftliche Sicherheit der Juden durch jüdische Masscncinwandcrung verstärkt wird; Wir kommen daher zu folgenden Konklusionen: 1. Die Entfaltung der Wirtscliaftsmüglichkciten Palästina^ hängt in erster Linie von der Dauer der jüdischen Ein•) Wanderung all und wird in vieler Hinsicht um so aus) sichtsreicher, je stärker diese Einwanderung ist und je länger sie währt. | 2. Diese Möglichkeiten bieten einer jüdischen Einwanderung noch auf lange Zeit gute Aussicht. Sic bestehen sowohl in. der Landwirtschaft wie in städtischen Berufen und mit Einschränkungen auch in der Industrie. 3. Die einwandernde jüdische Masse in ihrer starken Ver« schiedenheit nacli kulturellen Gewohnheiten, beruflicher Einstellung und wirtschaftlicher Bildung ist im besonderen) Maße geeignet, die mannigfachen Chancen, die in der) Entwicklung Palästinas zu einem dicht bevölkerten, Ökonomiscli hochstehenden Wirtschaftszcntrum für die vor, der Aufschlielhing stellenden Länder des mittleren Uricnta bestellen, zu realisieren. 4. Solange nicht mindestens gleichwertige Einwanderung«■• niöglichkcitcn in anderen Ländern eröffnet werden, wird daher die jüdische Auswanderung sich vor allen Dingenl nach Palästina wenden. Und da die Abschiießungstendenzj der anderen Länder gegenüber Masscncinwandcrung in) allgemeinen und einer jüdischen im besonderen sich in ab) schbarcr Zeit kaum ändern diirfte, ist mit einer dauernde!) jüdischen Masscncinwandcrung in Palästina zu rechnen,] zumindest so lange, als die Gründe zur Auswanderung aus den Ländern des Galuth fortbcstehcn. 5. Die Tendenz zur Ausschaltung der Juden aus der Wirt*) schalt ihrer Gastländer wächst und scheint eher noch| intensivere Formen annchmcn zu wollen. Die Atiswanderung der Juden aus den Galuthländern wird daher für absehbarc Zeit zu einer Dauererscheinung, 6. Mit der vorläufig als dauernd anzusehcnclen jüdischen' Wanderbewegung und der Konzentrierung dieser Auswan« derung auf Palästina erscheint die Dauer der guten Wirtschaftslagc, die Prosperität Palästinas, fiir vorläufig nicht absehbare Zeit gesichert. IllllllllllllllligilltlllUlllllllllllllllllllllltllllll^ I 1 i; / :8 ן! § £ 1 Anläßlich des bevorstehenden Eintritts der ״Jüdischen Rundschau“ in ihren 40. Jahrgang veranstaltet der Verlag iür alle seine Freunde ein großes .—4 q (יל rp []ה ran lDcjwülJu b *ה ... Aufgabe besteht in der Werbung einer möglichst großen x Zahl neuer Abonnenten für die ״Jüdisdie Rundschau" «,ährend des Monats November 1934. Bedln[)ungen zur Teilnahme sind Ausfüllung und Rück» Sendung des untenstehenden Abschnitts mit gleichzeitiger Meldung eines neuen Beziehers. Ais neue Bezieher gelten nur Abonnenten, die im Jahre 5695 (also seit September 1934) nicht bereits ständige Postbezieher oder Verlagskundcn gewesen sind und ale Bezugsgebühren für einen Monat <RM 2) oder ein Quartal <RM 5.75> als Vorauszahlung leisten.!Angestellte und Vertreter des Verlages sind nicht teilnahmeberechtigt). Feststellung der Preisträger erfolgt durch die Werbe-Abteilung des Verlages unter Ausschluß des Rechtsweges. Wenn mehrere Bewerber für die drei Hauptpreise die gleichen Werbezahlcn erreichen, entscheidet das Los. Bekanntgabe der Preisträger erfolgt in der Freitag-Ausgabe Nr. 98 vom 7. Dezember 1934. Hauptpreis« 1. Preis , . RM 1BO-- 2. Preis , . RM 100.— 3. Preis , . RM 50.-- bar Trostpreis. Die Teilnehmer an der Werbeaktion erhalten als Trostpreis nach ihrer Wahl fiir mindesten• 3 Neuwerbungent 1 Exempl. ״Hebräisch für Jedermann" v. Kaldko oder 1 Exempl. ״Ja-sagen *um Judentum" v, Weltidi oder 2 Exempl. aus der Bücherei des Schocken-Verlage« j Neuwerbungen! 1 Exempl. ״Jisraei, Volk und Land" oder 1 Exempl. ״Geschichten der Bibel" v. Dr. Prinz oder 1 Exempl. ״Reden über da« Judentum" v. M. Buber 0 Neuwerbungen! 1 Exempl. ״III. Jüd. Geschichte״ Rabb. Dr.Primoder 1 Exempl. ״Der Born Judas" v. Bin Gotlon oder 2 Wörterbücher, Hebr.-dtsch. und Dtsdi.-hcbr. III An die Werbe-Äbtcilung der Jüdischen Rundschau BBRLIN W15, Melnekcstr. 10 Idi Mite hierdurch um Anlegung einer Zählkarte iura Preisausschreiben Chanukkah 5695 und um Übersendung von —.Abonnements- Clallduagta mit Bestellscheinen and .. , Probe-Eicmplarea, Vor• and Zunwnci - 1.■ . . :! ... 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