Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 83 (16.10.1934)
- Date
- 1934-10-16
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Sehe 9 jjr. 83, 16. X. 1934 19s %/ק pjefe■ (uv die■ Hz Berlin C 2, den 12. Oktober 1934. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W 15. Sehr geehrte Herren! 1״ der ״Jüdischen Rundschau“ Nr. 78/79 vom 28. 9. 34 .״! Seite 9 in der Mitte unten unter ״Briefkasten der F«laWk>n" ist ei״ Vcr'1K'rk «»«lialtc״ :״M. S. Berlin. Nach Sr״r Meinung «sw.“ Wir gestatten uns, darauf hui/uwciscn, dal] eine Anord- .,me für das Grüßen der I ahne des R.j.F. nicht ergangen!״ und stellen fest, daß kein Mitglied des R. j. F. berechtigt Hut ab vor der Fahne“ zu verlangen. F.s handelt sich!:”einen Ucb ergriff eines Einzelnen und wir hfmerken» daß w*r *״ diesem Falle, was ,,Die persönliche Fntzl'isung eines Ein/einen“ betrifft, mit Ihnen einer Meijung sind. Mit vorzüglicher Hochachtung Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten Landesverband Berlin und Mark. C a 11 m a nn, Vorsitzender. pr. Ernst Mechner übersledelt nach Palästina Dtr Leiter des deutschen Keren Kajcmcth Lejisrael, Dr. Mechner, verläßt nach siebenjähriger Tätigkeit in gfflin seinen Bosten, uni seinen dauernden Wohnsitz in Palästina zu nehmen. Dr. Mechner hatte sich in der Tschechoslowakei und 115 Leiter des Kongreßbüros 1927 schon einen Namen ge• 1״cht, als er zur Reorganisierung des Keren Kajcmcth Lejis* ml nach Deutschland berufen wurde. Sein Referat über die Psychologie und Technik der zionistischen Propaganda-Arbeit ,ui der Weltkoiifcrenz des Keren Kajcmcth Lejisrael in Zuiich 1920 hat die Nationalfoinlsarbcit wesentlich beeinflußt, und die dort ausgesprochenen neuen Richtlinien sind von Dr. Hfthner in seinem eigenen Arbeitsgebiet in Deutschland zu finem vorbildlichen System ausgearbeitet worden. Es gibt kiiiffl eines von den modernen Werbemitteln der ziomsti- Khen Arbeit, das nicht von ihm weitergcbildct worden ist, ,־je die Propaganda durch Bildzeitung, Film, Lichtbild, Ausitcllungcn und Spreclichor, auch für die Bühne, für die er (in in vielen Sprachen übersetztes Theaterstück geschrieben hat. Ebenso hat er auf den verschiedensten Gebieten 4er Organisation neue Methoden cingclührt. Als unermüdlicher Vtrsaminltmgsrcdncr und Kursusleitcr hat Dr. Mechner bc• »nders durch die packende Darstellung der Palästina-Wirk• iichkeit, dem Zionismus viele neue Freunde gewonnen. Die Z. V. f. D. verliert in ihm einen aktiven, organi• «torisch und propagandistisch hervorragend begabten Mitarbeitcr. In Palästina errichtet Dr. Mechner zusammen mit Otto Wallisch-Prag, dem zionistischen Graphiker, ein Büro für Propaganda verschiedener nationaler und öffentlicher Institutionen. Höchste Abfahrten nach Palästina (mitgctcilt vom Palestine & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Friedrichstr. 100, Tel. A6 Merkur 2915) 11־1111־1 3' niion- .!(reise irden I Kiid- ־;j laben 51 ialU'11 die | »rilcn, I deren II c des I einer || uit/u- II und;1 •in. s w. re™ temle utc?“ iht cs )rtlio• liehen sehen veilen trales intenfliehe ibcr“, Leo K r) wfelbar i einem idwig ngen. .Hielte d des j cliien, ■, und einen der cig. lenkt Das mold trauß; mgcn Sphinx 19. 10. ab Marseille Pilsna 24. 10. ab Triest Polonia 25. 10. ab Konstanz» Hclouan 25. 10. ab Genua Hclouan 26. 10. ab Neapel Felix Roussel 26. 10. ah Marseille Gerusalemme 31. 10. ah Triest Vienna 1. 11. ab Triest Patria 2. 11. ab Marseille Pilsna 7. 11. ab Triest Polonia 7. 11. ab Konstanza Trvere 8. 11. ab Genua Tevere 9. 11. ab Neapel Sphinx 9. 11. ab Marseille Flugverbindung: Jeden Donnerstag nach Gaza. ab Halle-Leipzig Umfkavtm deb JledakUm , Arthur Scherf, Uslar. Der von Ihnen mitgeteilte Vorfall »t gewiß bedauerlich, da er zeigt, daß es noch immer Juden |ibt, die für die Bedeutung des Palästinawerkes und des Mren Kajemeth nicht das genügende Verständnis haben. ' Walter Klein, Berlin. Als Vorsitzender des Eltcrnbeiratcs d!e Mädchcnvolksschule Auguststraße beschweren Sie sich darüber, daß trotz der Forderungen der Elternschaft die Einwrang der s e p h a r d i s c 11 c 11 Aussprache im hebrä• Wien Unterricht nicht erfolgt ist. Wir stimmen Ihnen darin «i, daß die Ausgestaltung des hebräischen Unterrichtes •" den Schulen der Jüdischen Gemeinde noch viel zu wmschen übrig läßt und haben bereits wiederholt in der »Jüdischen Rundschau“ in diesem Sinne Stellung genommen. |atnimiiiuitiiiiiuiiii1imitiiiMiiiiiiiiiitiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiittiimiiiii1i11ii1i1m!iitiiuHiiiiiiitiiitiiiifii111iiniu1iiiuiiumMg Soeben eudUen 015 Buck: J 35 ועברית לב <r!! t ״ « T«I Fernunterricht . Jlälacbea R11c1<l§c28®t1 von Dr.«.Kaliko. Leiwr d«r Spischlur.. d«r Berlin• r Zlonl»tlach«n V»r«i״l«<‘»a■ Verbenerto und crw rjirrtr Autln** mit Vok»bul.rfum (über 1500 Wörter) und lml•* der metlrchen Regeln. Frei* kartoniert RM Mö* JQdiiche Bandichan e. m. b. H. Zu beriehen durch •Ile Buchh.ncüungeo oder gegen Voretnid{. de« Betrage» aurügl. Porto durcö 110»liltictie Vcreinläanft far Deot*ct»laafl Verlege-Abiellung Berlin W15. Melneke.tr. 10, Poetecheck Berlin 8091 l»U»BIIIII(«|||||HHIIUIIIIHlllHliHI1mHiHllilllIIIIIllillllllIIIIIBIHHilItll!IiIIiIi|i|,״lt״lll|l1I״lil־^״ ■ A. \- ךן ן• .■ן «*»י-י '1; »1».. 3 S V# t % H AOENCY P0f. PAU4XINI W. 1s; Mcinckcstr. 10. Telephon 1 J 1, Bismarck 7165/70. Postscheckkonto! Berlin Nr. 167 08. Sprechstunden Täglich mit Ausnahme von Soiuiahend und Sonntag von 9,30 bis!2 Uhr. Sprechstunden der Juristischen Beratung von Montag bis Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr. Auswärtige Besucher, die in Berlin Auskunft cinbolcn wollen, werden gebeten, der betreffenden Abteilung vorher schriftlich davon Mitteilung zu machen, f Erweiterung der Handwerker •Alijah In der letzten Nummer ist mitgeteilt worden, daß die Einwan• dcriuig gemäß Kategorie A3 insofern erleichtert worden ist, als zu den bisher zugelassenen Berufen neue hinzutreten. Demnach können Anträge in dieser Kategorie von Angehörigen (01gemlcr Benifsgruppen gestellt werden: Tischler, Betonarbeiter, Elektrotechniker, Maler, Polsterer, Rohrleger, Glaser, Fein• mcchaiiikcr, Optiker, Motornicchauikcr, Vulkaniscure, Sattler, Lederarbeiter, Polierer, Buchbinder, Buchdrucker. Voraus- Setzung ist der Besitz eines Kapitals von mindestens £P 250, über das der Antragsteller frei verfügen muß, und eine Betätigung im Fach von mindestens vier Jahren in der letzten Zeit. Anträge können durch Vermittlung des Palästina-Amtes, Abteilung Handwcrkcr-Alljah, bearbeitet und weitcrgelcitet werden. ז Beschaffung der Kapfiallticnviten fttr Kategorie A1 Im Finvcrstnndnis mit der British Passport Control Office ist das Palästina-Amt bereit, die Besorgung von Kapitalistenvis.1 der Kategorie A 1 (£P 1000) gegen mäßige Besorgung*• gebühr zu vermitteln. Interessenten erhalten auf Anforderung eine Aufstellung der beizubringenden Unterlagen. Anfragen sind an das Palästina-Amt Berlin zu richten. Die Abteilung Wiritchaffibcraiung des Pal&iHn• •Amtet verfügt über eine große Anzahl von Spezialauakünftcn nuf eien verschiedensten Wirtschaftsgebieten. Die vorliegenden Berichte sind auf Grund von Material neuesten Datums zusammengcstellt und stehen Interessenten gegen Erstattung der Selbstkosten zur Verfügung. faCfä! Ein Kompendium über Palästina Die Fragen der Uebcrsicdluiig nach Palästina, der Vor- Bereitung für Palästina, Tatsachen über Palästina, die Wirt- Schaft Palästinas sind heute schon eine kleine Wissenschaft geworden. Eine Fülle von Veröffentlichungen hat die Schwierigkeiien der Information nur noch vergrößert. Es ist, bei dem großen Palästinaintcrcssc, das in Deutschland bestellt, kein Wunder, daß mehr als 40 000 Beratungen im Palästina- Amt Berlin und fast cbensoviclc in den Zweigstellen im Reiche stattgefunden haben. Man ist daher dem Palästina- Amt zu besonderem Danke verpflichtet, daß CS jetzt eine 10() Seiten starke und wirklich authentische Broschüre über die Fragen, die uns in und um Palästina interessieren, herausgebracht hat. Die neue ״A 1 i j a h“, die zugleich die amtliche Infoniiationsbroschüre des Palästina-Amtes ist, hat auch den Vorzug, von wirklichen Fachleuten und in ihrem palästincnaischeu Teil von Palästinensern bearbeitet zu sein. Wollen wir irgend etwas über Palästina wissen, über die Fahrpreise, über das Post wesen, über Sped it io n s w e s c n, über Zölle, ja selbst ob wir unser Auto mit nach Palästina nehmen dürfen, so brauchen wir nicht bei den verschiedensten Behörden anzufragen, sondern neh• men die ״Alijali“ vor. Der außerordentlich komplizierte Weg zur. Erlangung eines Kapitalisten Zertifikates wird einem leicht gemacht, wenn man die in lebendigem Stil gehaltenen juristischeu Darlegungen liest. Ganz klar wird der Unterschied zwischen wirklichen Auswanderern und denen, die sich vorerst eine Heimstätte in Palästina gründen wollen. Eine Mahnung für all die, die glauben, daß Palästina ein Einwaiulmmgsland wie viele andere sei, bedeuten die Aufsätze über H a c h s c h a r a h, den Hcchaluz, das Hebräische und Deutsches Judentum und Zlomsmus. Nur der, der wirklich eine gute, langdauernde Vorbereitung für Palästina durchgcmacht hat und in der Lage ist, zumindest eine leichte Konversation in Hebräisch zu führen, kann Anspruch auf ein Zertifikat erheben. Aber auch von den Kapitalisten müssen wir erwarten, daß sic verstehen, daß Palästina, so wie cs beute ist, nur durch die wahrhafte Pioniertätigkeit der Clialuzim in den letzten Jahrzehnten geschaffen werden kannte, daß nur durch die großen Eutsumpfungs- und Sanierungsarbeiten heute die Gcsundheits- Verhältnisse, über die ein sehr interessantes Kapitel berichtet, wirklich gute sind. Auch sic werden drüben versuchen müssen, sich in das jüdische Palästina einzuordnen. Den Pessimisten wird in klarer Form gezeigt, daß das Klima in Palästina gar nicht so unerträglich ist, daß Palästina gar nicht so klein ist, daß es mit Hilfe der nationalen Institutionen gute und gesicherte Investierungsmöglichkeiten gibt, daß Palästina ein geordnetes Bankwesen besitzt usvv. Für alle wirtschaftlich interessierten Leser bietet die Rubrik ״W i r t s e h a f s z w c i g e“ sehr viel Anregungen. Der palästinensische Export von Orangen und Grapefruits wird in anschaulichen Statistiken dargcstcllt. Wir hören, daß der palästinensische Konsum von Monat zu Monat steigt und — nicht zuletzt für uns deutsche Juden besonders interessant —-: der deutsch-palästinensische Handel durch die Transferabkommen außerordentlich gestiegen ist. Wir stehen kurz vor Beginn der neuen Touristen- Saison. Viele tausende deutscher Juden werden in diesem Jahr sehen wollen, was in Palästina wirklich geschaffen worden ist. Der gut ausgearbeitete Vorschlag für eine Touristenreise .erleichtert die Vorbereitungen wesentlich. Zum eingehenden Studium über Palästina fordert ein ausführliches Literaturverzeichnis auf. Nicht nur der Tourist, nicht nur der Auswanderer, sondem jeder deutsche Jude sollte diese durch zahlreiche Bilder wirkungsvoll ergänzte, in ansprechender Aufmachung heraus- . gegebene ״Alijah“ lesen. Es ist ein nützliches Nachschlage• werk, das einem für nur 75 Pf. sehr gute Dienste leisten kann. F cl i x I saa k. Blalik-Stadt bei Haifa. Zu einer früher verbreiteten Nachricht über die von deutschen Inden in der Haifa-Bucht errichtete Vorstadt ״Kirjath Bialik״ wird uns־ mitgeteilt, daß die Nachricht, eine südafrikanische Gesellschaft habe zu dem Gründungskapital die Hälfte beigetragen, nicht auf Richtigkeit beruht. ־ ' Wie mo te feiert Simdmth Thorah in Stuttgart Stuttgart, Anfang Oktober. Es Ist eine seltsame Sache mit uns Juden. Wenn es uns gut geht, ״buhlen wir fremden Göttern nach“. Wenn uns das Schicksal schlägt, finden wir uns zurück. Noch seltsamer: in den ״guten Zeiten“ von ehedem wußten die wenigsten mehr etwas davon, daß es jüdische Feste gibt, und daß man sie feiern kann. Und heute? Wenn heute in Stuttgart das Lehrliaus die Gemeinde einlädt, um mit ihr zu feiern, so ist es schwer — und anderswo wird es, wenn nur Menschen da sind, die es machen, nicht anders sein - einen Raum zu linden, groß genug, um die Fülle der Andrängenden zu fassen. Die von Karl Adler glanzend vorbereitete und geleitete Feier war, obwohl Hunderte stehen mußten, und viele Stuhle Doppclbcsctziing aufwirsen, danach angetan, die Juden Stuttgarts 2I1׳> Stunden lang in Bann zu halten. Sie war in Wort, Weise, Tanz maßvoll gegliedert und ganz auf die Thorafreude abgestimmt. Eine der Sprecherinnen las schön und feierlich eine gute Ucbcrtragiuig des Oebctstuckcs vor, in dem das Fest des Wasserschöpfens geschildert ist. Ein berühmter Rabbi, heißt es, *ei bei diesem Fest im Tempel auf den Händen gelaufen. Das zwar machte ihm in Stuttgart keiner seiner Kollegen nach, aber die Mädchen einer Tanzgruppe taten es .aut die anmutigste Weise bei der Darstellung einer jernenitischen Thora-Freudc-Melouir, unter deren Klängen die ganze singende Kinderschar, samt allen Musikanten, vom Fiedelbogen bis zur großen Trommel, mitten durch die mitsingenden und den Rhythmus klatschenden Massen marschierten. Erweckte dieser Umzug mit alt seinem fröhlichen Drum und Dran allgemeine Begeisterung, so fesselte ein jemenitischer Tanz (von Stutschewsky) durch seine fremdartige Schönheit. Ein straff geschulter hebräischer Spreclichor gab ein Stück aus der Liturgie wieder; eine Madchenstimmc führte ihn und man fühlte sich durch sie an die Rowina erinnert. Ließ der Aufbau der Feier als Ganzes die Einheit der religiösen Grundlage des Judentums in aller Zerstreuung verspüren, so erwies die Auswahl der Musikstücke deutlich die Anpassung an Kunstempfinden und Kunstform der Umweit. Ein gleiches Lied, erst nach süddeutscher und dann nach einer chassidischen Weise gespielt und gesungen, er- Innerte das eine Mal an ein deutsches Volkslied, das andere Mal an slawische Musik. Als sinnfälliger Gegensatz zu beiden wirkten die jemenitischen Melodien, und wiederum ganz anders der zündende Rhythmus einer neupalästinensischen Welse von Joel Engel. Auch zeitgenössische, wenn man so will, deutsch-jüdische Musik kam in einer heiteren Taiuwcise von Hugo Adler zum Ausdruck. Die an 300 Mensehen des' Sing- und Instrumentalkreises der Kunstgemeinschaff, verstärkt durch Angehörige der Jugendbünde und Kinder der neuen jiitlichcn Schule, leisteten Ausgezeichnetes. Die Freude an dem gemeinsamen Musizieren leuchtete ihnen aus den Augen. Die Chor- und Orchestersätze hatte Karl Adler gesetzt. Durch jeweilige Heraushebung einiger Instrumente und unter Verwendung von Schlagzeug wußte er jedem Musikstück die entsprechende Note zu geben. Aber die Freude spiegelte sich auch in den Augen der Kinder, als sie sich mit wehenden Fähnchen um Karl Adler scharten, der ihnen ein Märchen nach dem Midrasch von Simchath Thora vorlas. Fs war ein bunter Abend im besten Sinn, reich an Darhietungen auf künstlerischer Höhe und voll wechselnder Eindrücke; aber der nachhaltigste Eindruck war die alles durchflutende Gemeinsamkeit dos freudigen Erlebens. Adler weiß ein Mittel, das er dem Spielmann des deutschen Märchens abgclauscht hat, nach dessen Geige alle tanzen müssen. Wo er Juden festlich beisammen hat, da läßt er sic singen, ob sie wollen oder nicht. Erst setzen die Stimmen aus dem Publikum zögernd ein und zweifelnd — ob man so etwas noch kann? Aber nach und nach werden immer mehr und mehr mitgerissen und schwingen mit in der gemeinsamen Freude. So wurde noch nie zuvor in Stuttgart, wahrscheinlich auch in keiner anderen deutschen Stadt, Simchath Thora geleiert. m. Rückrclscvisum nach Palästina. Im Zusammenhang mit einem kürzlich in der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichten Artikel ״Die rechtliche Stellung der Immigranten in Palästina“ von Dr. Mcinhold Nufibaum werden wir gebet 1, darauf aufmerksam zu machen, daß in Palästina ansässige ausländische Staatsangehörige, die sich vorübergehend im Ausland befinden, ein Riickrcisevisum am besten durch Inanspruchnahme des nächsten britischen Konsulats erhalten. Ein direktes Ansuchen beim Immigrations-Department in Palästina kann eine erhchliche Verzögerung mit (ich bringen und ist daher nicht zu empfehlen. Hiuptichriftleiteri Dr. Robert Welt sch, Berlin-Charlottenburg 9. Stellvertreter! Kurt Loewenstein, Berlin W 15. Verantwortlicher Schriftleiter für den gesamten redaktionellen Teil! Kurt Loewenstein, Berlin W 15. Anreigcnleiterin und verantwortlich für den Anzeigenteil: Helene Chanciner, Berlin 64 א. Verlag und An• relgenrerwahung! Jüdische Rundschau, Berlin VV 15, Meinekestf. HX D.-A. September 35 700. Druck: Siegfried Scholem, Bln.-Schöneberg. ••bau trsehlsm Eine eUcdmmke Safn§net5dvUft Grundlegender Beitrag zur Beschichte da• deutschen HechaluZr •eines Werkst und sslnsr Ideologie Vtröfftrrilictumg •nllßüch der Mo*?» des dsuHehen Ltndttvtrband•• Preis 38 Rpf- Verlag: Hechaluz! Deutschar Landesverband Berlin W18• Melnekestr. 10. Postscheckkonto ו Bin. 180084 Die Gosohlchte des politischen (Kongreß-) Zionismus In kürzester Form von einem, der sie selbst erlebt# Add(‘ Vdiak, 2i4HMnU$ Eine historische Darstellung n vier Vortrflgen nebst einer Chronik Als Intorm»tlon««chrl8, 1!> ilonlilUch• Chronik, (Br 8•huIung•kur ■ untntbshrllsh Preis 80 Rpf. Verlag JQdische Rundschau O. m. b. H. Zu von d#r V»rl«gs*Ab!®Hung d»r Zionistischen Vereinigung für Deutschland Berlin W18, Melnekastr. 10. Postscheck Berlin ■0B1