Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 83 (16.10.1934)
- Date
- 1934-10-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 1 JÜDISCHE RUNDSCHAU י y׳..* ,Werk der Rcichsvcrtrctung aufbaut. In diesen Referaten wurde klar, wie heute die parteipolitische Bindung in ihrer Bedeutung gegenüber den gemeinsamen Anschnuungei! zurücktritt. In bewegten Worten erinnerte der Nichtzionist Pr, Call mann an die große Wendung bn Frühjahr 1933, wo die Parole ״Ja-Sagen zum Judentum“ von allen deutsch-jüdischen Kreisen freudig aufgenoinmen wurde und die Sehnsucht nach jüdischen Werten sich der Seelen bemächtigte. Auf solchen! Grunde konnte die jüdische Bildungsarbeit erwachsen, und als eine besondere Tat würdigte der Redncr die Schaffung der ״Mittclstcflc für Erwachscncnbildüng“ unter der Leitung von Buber und Ernst Simon. Und Dr. Meyer suchte ein Bild von dem sozialökonomischen Wandlungsprozeß des׳ deutschen Judentums zu zeichnen und wies darauf hin, daß für die neue Generation eine neue Welt da ist, die wenig von jenen Gütern aufweist, die die älteren noch mitbringen. Die Jugend wird ihren Weg ins Leben nur bewältigen, wenn ein Zusammenhang zwischen ihrem Beruf und dem neuen Geist, der das Judentum erfaßt hat, hergestellt wird. Die organisatorische Frage wurde über- Schattet von der Situation in der B c r 1 i n c r Gemeinde. Bekanntlich hat die Berliner Repräsentanten-Versammlung ihre Mandate selbst verlängert, ohne eine Urnbildüng der unter ganz, anderen Verhältnissen gewählten Repräsentanz, vorzunehmen. Nur die ״Zionistische Fraktion“ hat gegen diese Beschlüsse gestimmt, während die ״Jüdische Volkspartci“ der Regelung zustimmte. Wenn aber der Sprecher der Gemeinde diesen Umstand zu seinen Gunsten zu deuten versuchte, so wurde er im Verlaufe der Aussprache eines Besseren belehrt. Denn es zeigte sich, daß in der Debatte, in der sich die Zionisten begreifliche Zurückhaltung auferlcgten, die Art der Mandatsverlängcrung der Berliner Gemeinde von ganz, anderer Seite scharf charakterisiert wurde. Es war ein bemerkenswerter Moment der Tagung, als gerade ein prominenter Liberaler, dessen objektive, offenherzige Stellungnahme stark berührte, auf den Zwischenruf eines Gemeinde-Liberalen, im letzten Jahre habe sich vieles geändert, schlagfertig erwiderte: ״Es hat sich vieles geändert, nur die Berliner Gemeindevertretung nicht.“ Und als d״r Vorsitzende des Central-Vcreins, Justizrat Brodnitz, offene Worte gegen die ״Konventikci-Politik“ der Gemeinde sprach, hat er zweifellos die Sympathien der Versammlung auf seiner Seite gehabt. Auf der anderen Seite ist hervorzuheben, daß der Vorsitzende der Gemeinde, Herr Stahl, gleich zu Beginn der Sitzung ein Bekenntnis zur Reichsvertrctung ablcgtc, und die Gerüchte, als wolle die Berliner Gemeinde die Grundlagen der Reichsvertretung antasten, *׳zurückwies. Es stellte sich heraus, daß bei der Behänd- ' lung der Frage der Mandatsverlängerung der Gemeinde ' manche Taktfehler unterlaufen sind, deren Aufbauschung jedoch vo'm Plenum einmütig zurückgewiesen wurde. Es ist zu hoffen, daß nach dieser gründlichen Ausspräche — der Beirat widmete ihr vier Stunden — diese Angelegenheit nunmehr als bereinigt angesehen werden kann. Kr. 83, 16. X. 1934 ר* \יין ר:־» י־-» 1 \ Die Von unserem palästinensischen Berichterstatter, h, T e I - A w i w, 3. Oktober. Diese Woche fand die Konferenz de» Verbände* der Industriellen Palästina» in Tel• Awiw statt. Es beteiligten sich an der Konferenz die Vertreter der Industriellen im ganzen Lande; als Gäste nahmen u. a. teil der Direktor des Regierungsdcpnitemcnts für Zölle, Industrie und Mandel, K. W. S t e a d, der Bürgermeister von Tel• Awiw, M. Di/engoff, der Leiter des Industrie- und Handelsdcparteinents der Jewish Agency. E. Kaplan. Die Zusammensetzung der Jahreskonferenz war diesmal besonders interessant, da außer den alten palästinensischen Industriellen eine Reibe von neuen Gesichtern zu sehen war, besonders viele Einwanderer au» Deutschland, die im Laute des letzten Jahres Fabriken und Werkstätten Im Lande gegründet haben. Es war aufschlußreich, das Bild dieser Konferenz zu betrachten, die Leute aut aller Herren Länder zus,׳immengebracht hat, die jetzt hier am Werk de» Aufbaues der palästinensischen Industrie Zusammenarbeiten. Die leitende und tonangebende Gruppe ist die der alten Palästinenser. Bisher sind die großen Industrien in der Hauptsache von der alten Garde der russischen und notnischcn Alijah gegründet worden. Erst in den letzten Mo-!taten wird ein starker Zufluß von neuer Initiative auf dem Industriegebiet seitens der westeuropäischen Einwanderer fühlbar. Diese sind jedoch vorerst durch den Aufbntt der eigenen Betriebe zu sehr beansprucht, um Zeit und Energie für öffentliche Tätigkeit zu finden. Der Vorsitzende des Verbandes, Schenk» r, gab in seiner Rede einen Rückblick über den zurtickgelegten Weg und ein Resümee der schon errungenen Erfolge. Allerdings war die Entwicklung der Industrie Im Laufe der wenigen Jahre eine außerordentlich schnelle, wie die 701genden Zahlen zeigen: Cawaa 1B1/JJ Canaa• HU Ctn.ti• UJJ Zahl der Beschäftigtem 4 500 10 970 19 510 Produktion in £P1 600 000 2 510000 5 329 000 Kapital in £P! 709 000 2 235 000 5 266 000 anderen men seitens der Regierung wattungsmiißige Kombination Indnstriedepartcment, die für und de» die Es wurde viel über die Schwierigkeiten geklagt der Aufbau neuer Industrien in einer Periode der '*•! schädlichen Weltkrise bietet, Die Erweiterung des marktes einerseits und die Schwierigkeiten der Konktm auf dem Weltmärkte andererseits haben die palästinam״? Industrie dazu gezwungen, sich hauptsächlich auf Innenmarkt 711 konzentrieren. “ Die Hilfe der Regierung in bezug auf ZnlMu! »ei ganz unzureichend. Man klagt über Dumping." Ländern, niedrige Zolle, Mangel an Entgegen^ vor altem über die Zolldcpartcmcnts mit d ' Industrie von Nachteil ,« da die hskalen Interessen des Zolldepartentcnt* in mantU׳ Fällen dessen Politik in bezug auf die Industrie bestimm« Seitens des Direktors des Departement» wurde der Veruip gemacht, diesen Vorwurf zu widerlegen, indem er beton!, daß die Stellung de* Departements zur Industrie nur <!״״, die Interessen der Produktion einerseits und der V״ brauchet andererseits bestimmt wird. Es wurde auch 6'. Ernennung eines besonderen Beamten für die Fragen k Industrie in Aussicht gestellt. Wie aus den Aciißerungen der Konferenz zu schließen i!t sind auch die internen Schwierigkeiten ziemlich groß, Mangel an Arbeitern und besonders an qualifizierte, Industriearbeitern hindert die Entwicklung der Indurtne Die hohen Bodenpreise gefährden manchmal die RentiM«!׳ der Betriebe, die in der Nähe der Stadt gebaut weidtmüssen. Trotz aller dieser Schwierigkeiten wurden die bemerkt«! werten Fortschritte der Industrie hervorgehoben, die fe weiterer Einwanderung und Erweiterung des Markte! r, besten Hoffnungen zu berechtigen scheinen. * In Tel-Awiw soll ein jüdisches technologhclin Institut errichtet werden. Das Jahresbudget des Imfe soll nach dem soeben veröffentlichten Organisationsplan ״p lieh 30 000 Pfund betragen. An der Spitze des Kuratoren des geplanten Instituts werden der Bürgermeister von Ttl- Awiw, Meir Dizengoff, und der Vize-Biirgermcister J.Rokud stehen. Der Präsidialausschuß hat nun die Möglichkeit, seine Arbeiten fort7.usct7.cn, getragen vom Vertrauen der jüdischen Oeffentiiehkeit ganz Deutschlands. Wir stehen vor einem harten Winter. Kaum eine deutsch-jüdische Familie kann heute ihr äußeres Schicksal mit Sicherheit voraussehen. Um so wichtiger ist die Arbeit für die, Gesamtheit, denn nur dann ist wirklich Hilfe für den, der ihrer bedarf, möglich. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Teilnahme an den großen jüdisehen Gesamtaufgaben zu betrachten, deren bedcutendste der Aufbau Palästinas isv. Der künstliche Trennungsstrich, den man früher — und sogar noch im letzten Jahre — zwischen ״deutsch-jüdischen“ Interessen und Palästina-Interessen zu ziehen versuchte, ist eine Illusion. Auf dieser Tagung der Reichsvertretung wurde nicht von Palästina gesprochen, um so mehr aber in den Couloirs. Ein eigentümlicher Zufall hat es gefügt, daß das erste nichtzionistischc Mitglied des Präsidialausschusses, das Palästina besucht hat, der Repräsentant des Reichsbundes Jüdischer Front- Soldaten ist. Er —• und mancher andere — haben viel zu erzählen. Von dem mächtigen Eindruck, den das jüdische Aufbauwerk und der neue jüdische Mensch auf einen solchen Mann machen kann, gibt vielleicht das Sclicrzwort ein Bild, das im Privatgespräch fiel und wohl . ohne Indiskretion zitiert v/erden kann, da es sich ja um einen Scherz handelt: Daß niemand im jüdisehen Leben führend mitreden dürfte, der Palästina nicht gesehen hat. Es ist ein Scherz, und steckt doch ein Körnchen Ernst darin. Es zeigt uns, wie heute die Grenzen zwischen 'den jüdischen Gruppen fließend geworden sind. Kunstliehe Parteischranken hemmen die innere Entwicklung. ,Wir »Ile arbeiten heute an der Stärkung und Erhaltung des jüdischen Lebens in Deutschland, aber wir alle müssen auch den Blick offen haben für das neue Leben, das im Lande der Väter entsteht und das in den letzten Jahren Tausende von deutschen Juden aufgenommen hat. Es kann wahrscheinlich nicht jeder Palästina besucht haben. Aber jeder muß wissen, daß das, was dort geschieht, das größte jüdische Aktivum unserer Tage ist. Und wer es uns Zionisten nicht glaubt, der wird , vielleicht ״unverdächtigen“ Zeugen glauben, die bereit Waren, zu sehen. Wenn sich diese Erkenntnis fortsetet, dann wird gewiß auch das Bewußtsein der Einheit und der Wille zur loyalen Kooperation wachsen; und dies , wird, gewiß zum Segen, des deutschen Juden• tu ms sein. Die Palästina״Artikel des *,Angriff" Die Artikelserie des ״Angriff“ ״Ein Nazi fährt nach Palästina“ hat mit der 12. Fortsetzung am 9.Oktober ihren Abschluß gefunden. Der Artikel trägt zwar die Fußnotiz ״Fortsetzung folgt“. Jedoch am 12. Oktober veröffentlieht der ,,Angriff“ folgende Notiz: ״Ein Nai! fuhr nach Palästina. Er hat seine Rti«- beendet. Durch ein trelmUrhr* Versehen wurde die Artikelserie am tetilen Tag nicht mit der Bemerkung ״Schluß“ versehen. 11a unsere I eser »her große! Tnlcressc an diesem Na»! gewonnen Imlxn. wird er demnächst wieder berirhicn unter dem Titel: ,Ein N.111 geht um die CJedäehtniskirrtic'," ,In den. letzten Abschnitten enthielt der Relicbericht eine Schilderung der vorjährigen Oktober-Unruhen und der Einweihung des Hafens in Haifa, .die wegen dieser Unruhen fast unter Ausschluß der Oeffentiiehkeit stattfand. Sod1.׳־n kommt eine Fahrt nach Transjordanien und zum Toten Meer, lind schließlich faßt aer Berichterstatter »eine Eindrücke über die politische Lage in einem Kapitel ,,Po- Iitischer Querschnitt“ zusammen. In diesem Abschnitt wir« ein Ucberblick über die jüdische Einwanderung gegeben, wobei der Autor betont, daß man den deutsch-jüdischen Anteil nicht überschätzen solle, da Im Jahre 1933 unter 50 000 Einwanderern nur 12 000 aus Deutschland waren. Der weitere Aufbau des Landes, so fährt der Verfasser fort, hängt völlig von dem Zustandekommen einer Einigung zwischen Arabern und Juden ab. I>ie künstliche Orenze gegen Transjordnnlen sei auf die Dauer nicht aufrecht zu erhalten, da Transjordanien sonst völlig zugrunde geht. Daher werde sich die jüdische Siedlung notwendigerweise mit der Zeit auch über die Grenzen des eigentlichen Palästina hinaus erstrecken. Das Kapitel — und damit die ganze Artikelserie — schließt mit folgendem Absatz: ״linier diesem Oesiebi*punkt ist die Möglichkeit einer »Urken jüdischen Rückwanderung gegeben. An den Juden liegt es, nicht wieder ״Levantiner“ tu werden, sondern sich durch die Erarbeitung eigenen Landes eine Heimat tu schatten. Daliei ist die Not- Wendigkeit eines eigenen Staates gar nicht zwangsläufiger Schluß! Wie viele Völker waren jahrhundertelang nicht ״Staaiivolk" und haben sich Irolzdem ihr Volkstum bewahrtI Das Problein des jüdischen Palästinas kann man heute nicht mehr verleugnen. Es besteht, e» wächst von Tag zu Tag. Und «1 ist gut so, denn ea weist einen Weg, wie eine Jahrhunderte alte Wunde am Körper der Wett heilen könnte: das Judcnproblcm." So wird in dem Schlußsatz noch in vorsichtiger Form eine Bewertung ausgesprochen, die in die Zukunft weist. Wenn natürlich diese Artikclfolge kein erschöpfendes Bild Palästinas geben konnte, 80 ist es doch möglich, daß manche Leser hierdurch zum ersten Male von der Existenz eines konstruktiven jüdischen idealen Werkes, dem Juden mit einem ״Fanatismus der Arbeit“ »ich hingeben, erfahren haben. Oie der Juden In Italien Rom, 14. Oktober (JTA.) Der 11a 1 ien 11 eh e Rundfunk hat eine Erklärung über die Stellung der Juden In Italien verbreitet, die in politischen Kreisen als vom Minister- Präsidenten Mussolini persönlich inspiriert bezeichnet wird. In der Erklärung heißt es u. a.: ״Die Juden genießen In Italien dieselben Rechte wie alle übrigen Staatsbürger und tragen auch dieselben Pflichten wie alle Italiener. Antisemitismus war In Italien stets unbekannt und auch heute besteht den Juden gegenüber kein Vorurteil. Die Juden haben sich immer als treue und zuverlässige Italienische Bürger erwiesen; Im Kriege haben sie Schulter an Schulter mit ihren italienischen Kameraden tapfer gekämpft. Darum werden auch Juden wie alle anderen Bürger zu höchsten Aemtern In der Staatsverwaltung und In der Armee berufen. Auch die höchsten Ehrungen werden den Juden nicht vorcnthaltcn! So zählen Juden auch zu den Mitgliedern der Italienischen Akademie. Da» vaterländische Bewußtsein ist bei den Juden Italiens stark entwickelt; sie sind treue Anhänger de» Faschismus, der Rasaengegensätze nicht kennt.“ Nach Schätzungen aus Fachkreisen wird der Export palästinensischer Orangen in der nächsten Saison ca. 6 Millionen Kisten betragen, d. h. ca. »/! Million Kisten mehr als in der vorjährigen Saison. Der Känigsmörder von Marseille Belgrad, 11. Oktober. (JTA.) Nach der Ermord»; König Alexanders wurde das Gerücht verbreitet, k Mörder sei jüdischer Abstammung. Auf dieses OerüeW hin wurden in Zagreb judenfeindliche Ausschrcitw;!: versucht, die jedoch von der Polizei im Keim erstickt wurden, ln einer Erklärung stellt das Belgradirr Rib• binat fest, daß an den Gerüchten von der jikiiicta Abstammung des Königsmörders kein wahres Wort st London, 12. Oktober. (JTA.) ״Daily Telegraph* kr• richtet, daß es in der slavonischen Hauptstadt Oiijtk (Esseg) infolge des falschen Gerüchtes, der Mörder Kt»; Alexanders sei Jude, zu antijüdischen Unruhe» j! kommen sei. Es seien jüdische Geschäfte angegriffen wl Schaufensterscheiben zertrümmert worden. Die Regierung habe die Polizei angewiesen, gegen judenfbildliche Kundgebung mit äußerster Energie vorztigehen und nötigenfalls m* tärischc Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ei wud darauf hingewiesen, daß judenfeindliche Unruhen in jap■ slawien zu den Seltenheiten gehören. Uchcrfalle auf Jude wurden in Bulgarien und Jugoslaw ien von Zeit zu Zeit genä von jenen mazedonischen Terrorgruppen verübt, re denen auch der Attentäter gehörte. JudenfemdHehe Unruhen in Tun!» Paria, 12. Oktoter. (JTA.) In der Stadt Siliana * Tunesien griff eine arabische Bande während des Woche marktes die jüdischen Kaufieutc an und plünderte jüdisch: Geschäfte, Der jüdische Kaufmann Kalifa Allouche wt« schwer verletzt. Die Polizei verhaftete eine Anzahl ״ Angreifer. Der dsierreichische Kulhirrat W ien, 11. Oktober. (JTA.) Der Ministerrat hat h <** unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers Dr. Schuschnifl abgchaltcnen Sitzung das Kulturratsgesetz £ Schluß erhoben. Danach wird der Bundeskulturrat aus »'* tretern der römisch-katholischen Kirche, je einem VeiM׳■ der evangelischen Kirche und der israelitischen »jj Uglonsgemcinschaft, 22 Vertretern des Schub «ף Voiksbildungswescns und je 4 Vertretern von Kunst *י• Wissenschaft bestehen. Verletzung religiöser Mindcrheltcnredite Warschau, Im Oktober. (JTA.) ln Krakau w‘r<jjf״ nächst ein interessanter Prozeß stattlinden, den der m; jüdische Rechtsanwalt Dr. David Berger wegen Verletz » religiöser Minderheitenrechtegegendenp. n Ischen Staat angestrengt hat. Dr. Berger war »<״ ' Rechtsanwaltsliste gestrichen worden, w׳eil er sic» v, hatte, an Sabbath-Tagcn vor Gericht zn erscheinen, seine Klage atif die Bestimmungen, durch die den Anger» v religiöser Minderheiten die freie Ausübung ihrer K *v. garantiert wird, und (ordert vom Staat eine Enticn«'^ von 600 000 Zloty mit der Begründung, daß ihm dur Streichung von der Anwaltsliste die Möglichkeit ge0״ wurde, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Vom Kongreß für KolonialforiAu^ ln Anwesenheit König Victor Emanuels wurde in א der II. Internationale Kongreß für Kolo forachung feierlich eröffnet. An dem Kongreß 0 י'* . Kolonialfragen•.״ ״" יMf• von f. Itib! sich die bedeutendsten Kenner von _ lienlsch-jtidischen Gelehrten Prof. Umberto Cassuto Artom naben Referate vorgclegt, die Probleme rischem Interesse für die Beziehungen zwischen •-^ן und Palästina behandeln, ln dem Vortrag wird auch die Frage des Stalienisch-Untcrrkhts an . r sischen Schulen berührt. Zum Vize-Sekretär des ö® » |(!ן wurde der jüdische Gelehrte Prof. Diringer ge״*"{“,^, durch Leitung archäologischer Ausgrabungen in ■■ |״iicY durch eine Reihe wertvoller Arbeiten auf dem Oebid ,.L nialer Probleme einen Namen -u '״* Prof' 1 ■ J .... _ gemacht hat. der seine Studien in Italien absolviert hat, stammt *«* (IG einpolen). _ _ Die in Haifa ernannt. VlzekC belgische Regierung hat ihren bisherigen 1, Kosenfeid, zu ihrem Konsul f