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Jüdische Rundschau · 1934-10-09 · Heft 81 (9.10.1934) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 81 (9.10.1934)
Date
1934-10-09
Page
– (sequence 7)
Language
German
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* «1. 9■ X. 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 y, ' " כ;■*** 1 V fe | 0 » 1 ם h 1 r t; 1 מ) i* .5 ■: ו;!ג¬ ׳c; <2 '! ם ä: tn •; ח ׳:: 1 2 ti > 1!׳׳ < Q :?11? >׳J «fl c: 2ur Gründung des ״Misraehi ha-Wathik Von Dr. Oskar W o I f s b c r g, Jerusalem, pjc Leser der ״Jüdischen Rundschau“ sind bereits über des ״Misraehi ha-Wathik" unterrichtet. jj* öriuitiiuikt - ... f' e «jrd es gewiß interessieren, etwas Genaueres über diese r ״ ne ihr Entstehen und ihre Rolle im Kampf der Mci- ות’ח!ז י hören. rll״tjrf1 brauche nicht von den Gegensätze n /11 sprechen, .. jatireiaiiR zwischen dem Deutschen Misraehi und dem S’dtiniirachi, insbesondere maßgebenden und ausschlaggcbciiiJ Männern des Merkas Olami, sowie der Majorität der Mit- ,!,-der der Organisation, vor allem in Polen, bestanden haben, bist ja bekannt Reinig, daß diese Meinungsverschiedenheiten ״cli I,•inscrem Ringen vor bald drei Jahren zum Austritt!״Deutschen Misraehi aus der Föderation geführt hhffl■ 0'יי kri1isclu‘ י l׳'ltung der 11 o 11 ii 11 d i s c h c n und Schweizer Misrachisten ähnelte der unseren, führte aber juf in Holland in einem Feil der dortigen Organisation zur Sezession- Zm» Teil hinderten die zahlenmäßig beschrankten Verhältnisse daran, entscheidende Konsequenzen zu ziehen. Pall die vom Deutschen _ Misraehi geübte Kritik anclt in ״deren I andern nicht ohne Echo blich, war 1ms bekannt. Vor ilicm bestand in E r e 7. Israel und in E n gl a n d eine fühl- |>!1re Opposition. Doch blieb diese Haltung zunächst ohne sidlihare Folgen. . Erst die Entwicklung seit 1033 beschleunigte die Entschei- (jimt׳. Die Mißerfolge im organisatorischen Sinne, das Erlahmen der Lcislungsfähigkcit der Führer, die Ueberspanming ccr politischen Leidenschaft, die dazu führte, alle anderen Ebcitsiiel'ii'le zu vernachlässigen, dazu die Radikalisierung Er politischen Anschauungen, die den offiziellen Misraehi zu (jnC1u wichtigen Träger der prorevisionistisehen Gesinnung machten, bildeten lediglich den Auftakt. Auch in diesem fälle mußten erst krasse Fakta sicli einstellen, um den Irrweg tu verdeutlichen. Die letzte Wcltkonfercnz des Misraehi jn Krakau PH I, unmittelbar vor dem Kongreß in Prag, erwies eine große Aggressivität seitens einiger prominenter Führer. Pas politische Problem des Zionismus und die Frage der Leitung wurden in höchst einseitiger Weise zur Entscheidung gebracht. Die lieteilignng an der Exekutive wurde zu einer frage der Person. 'Nachher begann die schroffe Mallung gegen den Keren Ha j cs s 0 d (vorübergehend auch gegen den Keren Knjcmcth). füll der vom Misraehi gegen die Leitung geführte Kampf ein sideinatischer war, geht nicht nur aus der Leidenschaft hervor, reit der er ins Werk gesetzt wurde, sondern auch aus der Aus- 1!;lm״ng der Offensive auf den Wand L c u m i. Die Führung des Misraehi nahm die Ablehnung des von Rabbi Ostrowski stammenden Vorschlages, die Waiden zur Assefatli lia-N'ivvchariin auf Grund von Kurien vorzuuehmen, mm Aulall, seinen Vertreter im Präsidium des Waad Lcumi, denselben M. Ostrowski, zur Demission aufzufordern. Dabei fälle der Misraehi den von seinem Vertreter stammenden Vorschlag selbst nbgelchnt und dadurch mit anderen zu Fall gebracht! Die Gefährdung der Organisation der Knesseth Israel rief in den Kreisen des palästinensischen Misraehi und über ihn hinaus Beunruhigung hervor. Von manchen Seiten erging an M. Ostrowski vier Ruf: Mit מקומך אל Auch tuhrcnile deutsche Misrachisten äußerten sich mit Bestimmtheit in diesem Sinn. Die Unterredungen und Aussprachen aus Anlaß dieses akuten Konflikts brachten die oppositionellen Kreise des palästincnfischen Misraehi und die ehemaligen deutschen Misrachisten in engen Kontakt. Bald wurde die Frage von seiten unserer altpalästiscnsiseb.cn Freunde aufgeworfen, was geschehen könne, um nicht nur eine gemeinsame Plattform des Protests, sondern auch der f r u c 1111» a r e n Zusammenarbeit zu finden. Man einigte sich auf die Gründung einer Verein i g u J1 g, in die die oppositionellen Mitglieder des Misraehi und die früher in der Unabhängigen Misrachi-Eandesorganisation Deutschlands tätigen Männer cintraten. Dieser Vereinigung wurde der Name »Misraehi ha-Wathik (המזרחי הותיק ) gegeben. Die eigenartige Struktur dieser Gruppe, der Mitglieder des Welttnisrachi und Männer, die organisatorisch außerhalb des Weltmisraehi stehen, angehören, bedingt cs, daß man sie als eine «Ibstämligc Formation mischen muß. Die früheren Wort- Innrer des Deutschen Misraehi haben zum Ausdruck gebracht, jhji sie mit ihrem Eintritt in den Misraehi ha-Wathik in Kfmcr Weise vorläufig ihr Verhältnis zum Merkas Olami und *citniisr.ichi geändert haben, daß also ihr Schritt nichts prajudiziert. Natürlich hat der geschaffene Zustand etwas von einem ״ovisoriuni an sich. Entweder gelingt es, die Verhältnisse Weilmisraclii durch dieses Novum so entscheidend zu Palästinas neue Anwalisordmmg Von Dr. Hermann L c 1 e w e r, London . Die Behörden in Palästina haben Ende Juni den Entwurf!״rs Gesetzes über den Anwaltsbcruf veröffentlicht, der 1deinschiH'idciKlc Bestimmungen enthält. Die Grundzüge :ts neuen Gesetzes sind: , Zulassung. Niemand darf den Anwaltsbcruf ohne -wuingserlaiibiiis (licence) atisüben. Jeder Anwalt wird " «me v״m Obersten Richter (Chief Justiec) geführte Rolle ■'1'getragen. Wer zur Zeit des Inkrafttretens des neuen Oe- •, ,s •'״ Besitze einer Zulassungserlaubnis als palastinen- ״?wr Anwalt ist, hat natürlich auch weiterhin Befugnis .1' praktizieren. Für neue Bewerber sollen folgende rsciiriften gelten: . ‘!!gelassen werden kann mir derjenige, der 25 Jahre alt . und durch ein Examen die Kenntnisse des palastutenn1«;״ Rechts nachgewiesen hat. Weitere Voraussetzung ist, Sili Oer Betreffende . ״ . . tntvcdrr zur Praxis als Barrister at law, Solicitor, Advo* jjec<.°r'er Notar in Großbritannien, Indien, oder in einem ״ Dominien ztigclassen ist, .. in 1>,.?r.mindestens 2 Jahre in dem Büro eines Anwaltes äkistina gearbeitet hat, ״ , . Wer m irgendeinem anderen Lande als Anwalt zugelassen 0״d vor dieser Zulassung mindestens 2 Jahre in diesem •Sude HS.111 einem Anvvaltshüro oder bei Gericht gearbeitet ‘JJCäC DO 11 f»rr>l?nM \/«‘trcf'hriftf»n **rfalirFMi fMUC Einscl hat. •sc generellen Vorschriften erfahren eine Einsclmin* itaL 11",!',t«laß ״t1r demjenigen die Zulassung zur Anwalts- ^willigt werden soll, der palästinensischer Staats* ,utE 'st>.°de1■ der die Erlaubnis erhalten hat, ui d<־r ™j* ichl3 w0r1e c>״rs Anwaltes unter den in Kraft befind* äem!?!,'",anderiingsbestimnuingcn nach Palästina einzuwan* 1,ן.‘, csc beiden Vorschriften sollen allerdings erst am ,hr p)35 in Kraft treten. pfift. ״'D'fspflichten. Der Anwalt ist Organ der Rechts- 11ך.:'|ו hat im wohlverstandenen Interesse seines Klienten יי« hat aber auch das Gericht, in seinem Bestreben, lü ,,2u finden, zu unterstützen. Er darf, solange ei ״«wait zugelassen ׳«t keinen Handel ־» ״_ oder irgendein ך. . ןך»ן< |1יי*ן גץ ■»« XlS u-J. * \ / 1 Cw. 4־ 0^״ '׳ k-»״ ״ß ff״׳ ״I״ r*r e% j m a j r*x ךד *ws i. ׳ - * =*■* w J«4 *j iu IM *hi W/ W- Ä jüfll »1a :>rvmt4 agency *0& palcstin 1 ntidcrn, daß eine grimdlielie Kursänderung und damit ein neuer /.iiiauimeiiseliluß ziixtamlc kommen kann, oder unsere Partner im Misraehi ha-Wathik werden die Nutzlosigkeit weiterer Bemühungen tun eine Reform an Haupt und Gliedern des Misraehi cinsehen mul Konsequenzen zielten. Es besteht zwischen den Partnern keine Abmachung über das, was zu geschehen hat, wenn diese oder jene Konstellation sich ergeben sollte. E s ist die Aufgabe d c s M i s r a c h i h a * W a 111 i k, Gesinnungsgenossen zu sammeln in Erez 18rael und in der Go Inh, in den Reihen eie* Misraehi und unter tlioratreiien Zionisten. Er soll eine geläuterte Auffassung von der misradiistischen Ideologie zum Ausdruck bringen, die Abhängigkeit des religiösen Zionismus von politischen Anschaumigen anderer Gruppen, eine Abhängigkeit, wie wir sie vor allem ini Lager des offiziellen Misraehi finden, überwinden, überhaupt die Hypertrophie des Politisicrcns beenden. Die religiöse )mleiiheit auf den verantwortungsvollen Weg einer Politik mit Renlitätsbasis zurückztiführcn, die sittlichen Liemente einer zionistischen und jüdischen Politik gerade aus dein Gesichtswinkel der jüdischen Lehre zu festigen und im übrigen die entscheidenden religiösen, kulturellen, erziehe• rischen um) sozialen Gesichtspunkte iit den Vordergrund zu rücken,;111 die besten Traditionen des früheren Misraehi an* zukiiiipfen — das alles haben wir als Aufgabe gesetzt. Das begründet ein tätiges Interesse für die Schulen, die J u* g c 11 d b e we g u n die berufliche Zukunft der jungen Gene* ration, stärkstes Interesse an der Kolonisation (der Find* liehen, aber auch der städtischen) unserer religiösen Menschen. Das fuhrt zu stärkster Anteilnahme an den Arbeiten des Hapoel ha-Misrachi. Die feste Bindung an die Organe und Institutionen von Volk und Jischmv, Zionistische Organ!* satiou und Knesset!! Jisracl, die Treue zu den nationalen Fonds sind mit sehr erfreulicher Deutlichkeit ausgesprochen. Der Misraehi ha-Wathik hat seine Arbeit In Erez. Israel bereits aufgenommen und begegnet unverkennbarem Interesse. Seine Versammlungen haben ein gutes und zahlreiches Publikum. Die Presse, die nicht auf bestimmte extreme politische Anschauungen fcstgclcgt Ist, und die deshalb mit der unentwegten Richtung im Weltmisrachi sympathisiert, begrüßte die Nctigründung mit Achtung und Verständnis. Schwer ist die Haltung des offiziellen Misrachi zu umreiikn. Es wäre ebenso falsch, Schmähungen allzu tragisch zu nehmen wie manche freundliche Geste als Gewißheit der Verständigung zu erachten. Sicher Ist nur eines, daß man den Misraehi ha-Wathik ernst nimmt. So hat denn auch die Zentral-Gomlte •Sitzung des Misrachi in Lemberg zwar einerseits M. Ostrowski gemäßregelt — es ist übrigens pikant, daß man dort beschloß, ihn vor ein Bcth-Din zu laden, nachdem er seihst vor drei Monaten vorgeschiagen hatte, diesen Weg zu gehen — andererseits aber die Einsetzung einer ״F ז i e d e 11 s" - K o m m I s s i o 11, bestehend aus R. Berlin, R. Brod und R. Gold, beschlossen hat, die die Wiederherstellung der Einheit auf Grund von Verhandlungen mit dem Misraehi ha-Watlük und den Landsmannschaftcn in England (das warmes Interesse für die neue Strömung in Erez Israel bekundet), Holland, in der Schweiz und Deutschland betreiben oder doch die Vorbedingungen dafür schaffen soll. W 15t Mclnefcestr. 10. Telephon ז J 1, Bismarck 7165/70. Postscheckkonto! Berlin Nr. 167 08. Organisation des Palästina-Amts Berlin Zwecks Vermeidung von Verzögerungen wird dringend gebeten, bei dem mündlichen und schriftlichen Verkehr mit dem Paiästina-Amt folgendes zu beachten: Sprechstunden: in sämtlichen Ahtiilimgen (Juristische Abteilung Montag bis Donnerstag 10-12 Uhr) täglich von y12׳—l2 Uhr mittags mit Ausnahme von Sonnabend, Sonntag und den Feiertagen. Anschrift: f’alasUna-Amt Berlin W 15, Meiuckcstrafle 10 (nicht persönlich adressieren). Telegramm- Adresse: Orghip Palamt. Telcphon: J I Bismarck 7165—70. Postschcck-Kouto: Berlin 16 708. Absender: ist mit voller Adresse, und zwar nicht nur auf dem Umschlag, sondern auch auf dem Briefbogen anztigeben. Schriftwechsel: mit dein Palästina-Amt ist stets so zu fuhren, daß die bearbeitende Abteilung, Diktatzeichen, Datum und Betrifft-Vermcrk des letzten Schreibens des Palästina-Amts angegeben wird. — Auskunftsgcbührcn: Um die hohen Selbstkosten des Palästina- Amts zu ermäßigen, werden alle Interessenten gebeten, ihren Anfragen 1. - RM. In Briefmarken beizufügen. Nur im Falle wirklicher Bedürftigkeit kann von dieser Gebühr abgesehen werden. Organisatorischer Aufbau. Zcntral-Leiiung I. Beraltiniji-Abtellungen 1. Allgemeine Beratung. Lebens- und Arbeitsvcrhältnissc in Palästina, Bcrufsumschichtung, Einwanderungs-Technik und alle sonstigen, nicht in die Spezialgebiete fallenden Fragen. — Ausgabe von Zertifikatsanträgen. 2. Wirtschnftsbcratung, Fragen des palästinensischen Wirtschaftslebcns, Beschaffung von Zahlenmaterial und Expertisen für Ncugriindungcn und Anknüpfungen von Handelsbe Ziehungen. 3. Landwirtschaftliche Beratung. Ansiedhmgsprojekle auf privatem und nationalem Boden, Auskunft über Pflanzung»• gcscll&chaften. Sprediiiunden der JurlttDdien Abteilungen Im Interesse der Durchführung der laufenden Arbeit wird erneut darauf hingewiesen, daß die Sprechstunden der Juristischen Beratungsstelle des Palästina-Amtes Berlin nur von Montag bis Donnerstag am Vormittag von I0--12 Uhr *ind. Es ist zweckmäßig, sielt rechtzeitig vorher anzutneiden. Diese Sprechstunden müssen innegchalten werden, da auch für Auswärtige Ausnahmen nicht gemacht werden können. In das Arbeitsgebiet der Juristischen Abteilung fallen!«besondere: 1. Devisenmul stcucrrcrhtliehe Fragen, die Auswanderting nach Palästina betreffend. 2. Transfer-Fragen, insbesondere Anträge auf Erteilung von Bescheinigungen für Sonderkonto II. 3. Beschaffung von Kapitalistcn-Viscn der Kategorie AI. 4. Erteilung von Bescheinigungen für die Touristik (zum Erwerb von Hotel-Gutscheinen). 5. Dringlichkeitsbcschcinigungen. Es wird Aufgabe des Misraehi ha-Wathik, der misrachistisehen Opposition und der unabhängigen Landsmannschaften sein, die kommenden Unterhandlungen mit ruhigem Blut zu führen. Fs liegt kein Grund vor, sich Verhandlungen a priori zu entziehen. Aber mancherlei Mißtrauen (zumindest metho dischcs Mißtrauen) ist gerechtfertigt. Ein Mitglied der Kommission, R. Gold, hat sich durch sein Auftreten in England — nach der Konferenz in Lemberg — nicht als besontlers prädestiniert erwiesen. Wir werden an unseren Forderungen programmatischer Natur mit Unerschiittcrlichkdt festhalten und die Rückkehr, die wir wünschen, dennoch nur voll* ziehen, wenn alle Garantien sachlicher und persönlicher Natur als gegeben anzusehen sind, wenn gewiß ist, daß eine produktlve, konstruktive Arbeit zu erwarten ist. Auch diese rriedenskonimission k a 1111 Erwägungen ihre Entstehung verdanken, die nicht unseren Ucbcrzcugungen und ihrer Ancrkcniiung, sondern taktischen Absichten entspringen; das muß freilich nicht sein. Jedenfalls müssen wir auf der Hut bleiben. Vor allem sind die Vollmachten der Kommission •zu prüfen. Bedürfen die Beschlüsse bei den Unterhandlungen der Bestattgungcii durch offizielle misrachistischc Gremien und wenn ja, durch welche? Was für Konsequenzen werden Beschlüsse, die wesentliche Armierungen im Auftreten des Misraehi und in seiner Leitung fordern, haben? Eine Teilnahme an den Unterhandlungen verpflichtet nicht zu schlicßliclier Zustimmung. Sollte aber ohne Bedenken und aus ganzem Herzen eine Versöhnung möglich werden, 80 werden wir gewiß die Stunde segnen. Geschäftsunternehmen betreiben. Er darf weder in der Presse, noch an irgendeiner anderen Stelle —• ausgenommen durch sein Büroscliild —- angeben, daß er den Anwaltsbcruf ausübt. Jede Verletzung der Standeschre wird vor Ehrengerichtshöfen abgeurteilt. Eine besondere Recbtskommlsslon (legal board) wird dem Chief Justicc beigegeben, tun ihn in Anwaltssachcn zu beraten. Diese Kommission soll aus mindestens 3 Personen bestehen, mindestens 2 sollen Anwälte sein. 3. Gebühren. Der Anwalt Ist berechtigt, Vereinbaremgen über die Summe und Zahlimgsmctliode seiner Qebiihrcn und sonstigen Auslagen zu treffen. Diese Vereinbarung muß schriftlich erfolgen und getroffen werden, bevor das gerechtliebe Verfahren beginnt. Das Gericht kann, wenn cs ihm recht und billig erscheint, diese Gebührenforderung vollstrcckbar machen und kann sie auch herabsetzen. Ein Erfolgshonorar ist im allgemeinen verboten, es sei denn, daß dieses dem Gericht vor Beginn der Verhandlung mitgcfeilt wird. Der Anwalt der sie־ reichen Partei hat keinen direkten Anspruch gegen die unterlegene Partei auf Oebiihrcnerslathing. Das Gericht kann aller auf Ersuchen der erfolgreichen Partei dieser gestatten, die Anwaltsgcbührcn von der anderen Seite anzufordern. Schließlich sei noch bemerkt, daß zur Bewilligung der Zulassung als Anwalt eine Gebühr von £ 25 erhoben wird, die sich auf £ 35 erhöht, wenn der Bewerber das sogenannte forcigit advocates Examen abgelegt hat und £ 50 in den Fällen beträgt, In denen der Bewerber über 2 Jahre ausländischer Anwalt war. Verrechnungsverkehr mit Palüstina. Die Rcichsstcllc für Devisenbewirtschaftung hat mit Schreiben vom 6. September WH an die PaläsSinatrenhandstelle zur Beratung deutscher Juden G. m. b. H. genehmigt, daß auch bei der Verrechnung über das Sonderkonto I der Bank der Tempclgescllschaft in Jaffa nickt auf Mark lautende Dokumente durch Hergabe von Markschecks auf das vorbezeicliliefe Konto bezahlt werden können. Es ist weiterhin vereinbart worden! daß die Umrechnung der Valuten in Mark zu dem in Palästina letztbekannten Berliner Mittelkurs erfolgt. 11• Zertifikats-Abteilung Bearbeitung von Zcrtiiikatsanträgcn der Kategorie C (mit* fcllose Arbeiten. III. Pasiage-Abtetlung Ausstellung von ermäßigten Schiffs- und Eisenbahnkarten für alle Einwanderungskategorien, Organisierung von Gruppenfahrten. IV. Abteilung für Veröffentlichungen Redaktion und Drucklegung von Broschüren, Merkblättern usw. Bearbeitung von Spcditionsangclcgenheiten. V. Verlags-Abteilung Versand von Broschüren des Palästina-Amtes der ZVfD, des Hcchaluz usw. Erweiterung der Handwcrkcr-Alljah. In der letzten Nummer ist nutjjcteilt worden, daß die Einwanderung gemäß Kategorie A 3 Insofern erleichtert worden ist, als zu den bisher ztigclassencn Berufen neue hinzutreten. Demnach können Anträge in dieser Kategorie von Angehörigen folgender Bcrufsgriippcn gestellt werden: Tischler, Betonarbeiter, Elektrotechniker, Maler, Polsterer, Rohrleger, Glaser, Feinmechanikcr, Optiker, Motormcchaiiiker, Vtilkanisetirc, Sattler, Lederarbeiter, Polierer, Buchhinder, Buchdrucker. Voraus* setzung ist der Besitz eines Kapitals von mindestens £P 250, über das der Antragsteller frei verfügen muß, und eine Betätigung im Fach von mindestens vier Jahren in der letzten Zeit. Anträge können durch Vermittlung des Palästina-Amtes, Abteilung Handwerkcr-Alijah, bearbeitet und wcitergcleitct werden. ״Alijah". Infolge der soeben veröffentlichten devlsenrechtlichen Neuregelung, die in der ״Alijali“ noch uiitverarbeitet werden soll, hat sich die Herausgabe des neuen Alijah-Hcftes verzögert. Es ist jedoch anzunchmen, daß die ״Alijah“ Ende dieser Woche wird erscheinen können. Vor* bcstellungen nimmt das Palästina-Amt, Berlin W 15, Meincke* straße 10, entgegen. Bestellschein Im Anzeigenteil. HaupUchriftlcilert Dr. Robert Welt ich, Bcrlin Cßarlottenburg 0. Stellvertreter 1 Kurt Locwcnitcin, Berlin W 15. Verantwortlicher Schriftleiter für den gesamten redaktionellen Teil! Kurt Loewen- tein, Berlin W 15. Amcigcnlcitcrin und verantwortlich für den Anzeigenteil 1 Helene Chancincr, Berlin 64 א, Verlag und Antcigenvcrwaltungi Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Mcinckestr. 10. D.-A. September 35 70Ü. Druck! Siegfried Schalem, Bln.-Sehöncbcrg, Schafft B&dm m ih&z Israel durch Spenden für den Jüdischen Nntlonalfonds Keren lalsraili iellsrael BerlinW1S. MeineKeStr.10 Postscheck 28247 ESBiiaMHAs Korea Hai2ssffile.lL Ppataohaokkonto: Berlin Nr.104S5l Bankkonto: Droodnor Bank, Dapoaltonka sao KurfQrilsndamm 181

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