Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 80 (5.10.1934)
- Date
- 1934-10-05
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Im A 11 H c r r e n -1)0 n - peiViercr siegte die gut eingespielte Mannschaft der 7 { <W״.־/ \Lj’■ B, R. 0. ״Undine“ vor dem Boot des I. R. C. ״Ivria“. In dem Kiemenvierer, der den Vereinen der Arbeitsgemeinschaft jüdischer Wassersport vereine Vorbehalten war, gelang es dem I.R.C ״Ivria“ nach hartem Kampf mit der B. R. O. ״Un- (fine“, die beiden ersten Platze des Rennens an sich zu bringen. Dabei ist bemerkenswert, daß die beiden Boote der ״Ivria", deren Mannschaften zurn ersten Male in einer Regatta starteten, am Schluß des Rennens sich noch gegenseitig einen scharten Kampf lieferten und mir mit 5 Sekunden Unterschied durch das Ziel gingen. Der Klub hat damit gezeigt, daß er gute Breiten,n beit leistet -״ die Voraussetzung für künftige Spitzenleistungen. Ob die erste Mannschaft der ״Ivria“ in der gegenwärtigen Besetzung auch der ersten Rennmann■ schaft!!es R. C. ,,Welle Poseidon" gewachsen wäre, bleibt allerdings eine offene Frage, da ein Zusammentreffen der beiden Mannschaften zurzeit nicht möglich war. Im Gastvicrer siegte die Mannschaft von ״Welle Poseidon“ dank ihrer Kraft und ausgezeichneten Ruder,irbeit unangefochten vor B. R. C, ,Helvetia“, nachdem der aussichtsreiche Vierer des ״Ruder• verein? FranMiirt/Odcr“ durch Unpäßlichkeit des Schlag• mannes vorzeitig aiisschcidcn »mißte. 1111 Jugendvierer blieb die ,Mannschaft der ״Undine“ siegreich. Die übrigen Vierer• Tennen trugen zumeist internen Charakter, den Doppelzweier ohne Steuermann gewann das Ikiot der ״Welle Poseidon“, den Einer ohne E. Nathan (B. R. C. ״Helvetia“). Besondere Anerkennung verdient die vorbildliche Regie• arbeit der ״Undine“. Die unter Einsatz ihrer ganzen Kraft kämpfenden Mannschaften, eins im imposanten Bootshaus der *Undine“ und in hierzu bcreitgestclltcn Motorbooten den Kämpfen folgende zahlreiche Publikum, die Rennen, die sich Wh pünktlichste abwickcltcn, boten im ganzen ein Bild Musterhafter Ordnung und Disziplin. Wie bei den Makkabi•!mistersrhafien konnte auch hier festgestellt werden, daß unsere Sportfeste den Vergleich mit anderen Veranstaltungen dieser Art in jeder Beziehung aufnehmen können. et ¥יףי\״ ׳ ך ,ן ו־׳׳יי! ü».:i W י t ך*יוןי ן*ן ו■ 1n hi ויי* •תיול־ ו \"י״ץ I ׳•*^ ו fi m יי« f~;1 r( f—|; ך- •r ׳—׳*L— —I t*i 4 J J,* i!11 $ Nachstehend vertiff entliehen wir die vom Reich»• spart} ith rer hvruuxgegebvM'n Richtlinien, die für die Organisation des jüdischen Sporlbclrirbcs in Deutschland maßgebend sind.- für den Spoilbolri *?ן 114 111 Zusammenfassung der bisher ergangenen Vorschriften und Einzel,־Inordnungen über die Behandlung von Juden und sonstigen Nichtariern im Sport gelten zur Beseitigung wieder• holt aufgetrclencr Zweifel künftig folgende Richtlinien: 1• Die Bildung und Betätigung Jüdischer usw. Sportvereine ist zulässig, wenn nicht Im Einzclfnllc ein polizeiliches Verbot wegen staatsfeindlicher Betätlgung erforderlich sein sollte. Die Vereine müssen ferner einer von mir onzuerkennenden Arbcltsgcm e i nsc 11 a f t nngcsclilossen sein. Die gleichzeitige Zugchürlgkeit der Vereine zu genehmigten wcltanschauliehen Verbünden des Judentums wird hierdurch nicht berührt. 2. Die mir unterstehenden Sportlachvcrbändc können, soweit dies erforderlich sein und gewünscht werden sollte, die Interessen der Jüdischen usw. Organisationen In den internationalen Fac h spor t vcr bInden wahrnchmcn. 3. Es bestehen keine Bedenken dagegen, daß die Vereine des Rclchsbundcs für Leibesübungen, Tralnings- und Gesellschaftsspiele sowie sonstige Wettkämpfe gegen die obcnbczcichnctcn Vereine ausfragen. 4. Der Benutzung öffentlicher und privater Uebungs- und Kamnfst&ttcn (wie z.B. Turnhallen, Sportplätze, Schwimmbäder usw.) steht nichts im Wege, sofern die Anlagen von den Schulen, den Sportvereinen des Rclchsbundcs für Leibesiihtingen und den nationalen Verbänden nicht bentttigt werden. S. Im übrigen gelten die den Vereinen des Rclchsbundcs lür Leibesübungen gewährten Vergünstigungen (z.B, Jugcndpflcßcermäßigung) für jüdische Vereine nur, soweit dies besonders bestimmt ist. Andererseits sind die jüdischen Vereine zu den Ab »allen, die von den Vereinen lür Leibesübungen erhoben werden (z.B. Hilf»- londs für den Deutschen Sport) nicht lelstungspflichtig. Diese Richtlinien treten mit ihrer Bekanntgabe In Kraft. Die in gleichem Zusammenhang früher ergangenen Rundschreiben werden damit hinfällig. Berlin, den 18. Juli 1931. Der Reichssporfführcr I. V. gez. Breit meyer In Ausführung dieser Richtlinien ist ferner das folgende Schreiben ergangen: Der Reichssportführer Bcrlfn-Charlottcnburg, 28. 9. 1934 Tgb. Nr. 7017 Hardenbergstr. 42-43. In Verfolg meines Schreibens vom 14. d. Mts. bestätige Ich hiermit den Rcichsausschuß Jüdischer Sport* verbände, dem der Deutsche Makkablkrcls 0.V. und der Sportbund des Rclchsbundcs jüdischer Frontsoldaten ange* hören, als alleinige Vertretung des jüdischen Sports In Deutschland. Alle Verhandlungen über den jüdischen Sport in Deutschland werde Ich nur mit dieser Organisation führen. I. V. gez. B reltmcyer. und kommen trotz prächtiger Abwehrparaden des Wiesbadencr Torstehers zu zwei Prachttreffern. Beide Mannschaften hatten keinen schwachen Punkt in ihren Reihen. Bei den Frankfurtern zeichnete sich der Torhüter ebenso wie bei den Wiesbadenern durch saubere Paraden aus. Bar Kochba Frankfurt II gegen RJF. Wlcsbaden II 2:1 (0:1). Das faire Spiel der beiderseitigen Rescrvcmannschaften endete mit einem verdienten Siege der Frankfurter Gäste, die überlegener waren, als das Resultat cs ausdrückt. Die blau-wcißcn Stürmer versagten diesmal Makkabi - Sioge in Wiesbaden . . . Bar Kochba Frankfurt- D amen g c g c n R J F. Ti cs b a d c n - D a m e 11 13:0 (7:0). Die nicht einmal in stifkder Aufstellung angetretenen Handballerinnen des frankfurter M a k k a b i v c r c i 11 s vermochten die im FekKpicI nicht schlechten Kurstüiltcrinncn in Wiesbaden mit U:0 '1! besiegen. Von der Läuferreihe, in der mit Erfolg zu׳ei ן »tiilcrimien debütierten, namentlich von der vortrefflichen i •Lttelkmfcrin gut unterstützt, entwickelten die blau-weißen j Stiinncrinneii ein forsches Angriffsspiel, das sie mit wueli- [ •jeen Würfen abschlosscn. Die erst 15jährige Sturmführerin ״1״eierte ausgezeichnet den Angriff; sie erzielte seihst sechs ״elfer und war au den übrigen sieben von der etwas eigensinnigen LiiiUsvcrbitiderin erzielten Treffern mitbeteiligt. Bar Kochba Frankfurt I gegen RJF. Wies- "J<ien I 7:5 (1:5). Einen hochinteressanten und äußerst 5Diineinlen Verlauf nahm die Begegnung der ersten Hand- Wlmannscbaften von Wiesbaden und Frankfurt. Die Frank- Iwtcr Makkabisportler konnten auf Grund wesentlich bcsse- '־f Leistungen m der zweiten Spiclhälfte einen überaus ver- 1״enteil Sieg buchen. Die Kurstädter legten ein überaus Wtncllcs Tempo vor und ehe die Frankfurter Gäste sich '"sahen, führte Wiesbaden 2:0. Jedoch waren die Frank- 'M״ keineswegs entmutigt. In schönen Kombinationen Wien sie an und kamen auch durch ihren guten Mittel* 11inner, der mit einem Bombenwurf dem glänzenden Wieswacncr Schlußmann das Nachsehen gab, zum ersten Gegen- Wiesbaden erzielt ein Abseitstor. Frankfurt gelangt 3:3-Au$glcich. Durch ein weiteres Abseitstor und einen ruberen Alleingang des Mittelläufers führte Wiesbaden vor- ״»ergehend 5:3. Kurz vor Halbzeit holen die Frankfurter J.”r auf un(I stellen bald nach dem Seitentausch nach «>%em Zusanimciispici den 5:5-Ausglcicli 11er. Die Frank- ״er Bar Kochbancr beherrschen für die Folge klar das Feld Start bti der Regatta In Tornähe gänzlich. Wiesbaden führte bei Halbzeit 1:0. Eine Vorlage des Mittclhalfs sandte der Frankfurter Rcchtsver- Kinder zum Ausgleich ein und erst wenige Minuten vor Schluß gelang es dem Linksverbinder mit einem Bombenwurf das Siegestor zu erzielen. ln Burghoin . . . Der junge Bar Kochba Fulda weilte mit zwei Mannschaften in B u r g h a i n zu Gast, um gegen den dortigen RJF-Verein zwei Spiele auszutragen. 111 überzeugender Manier konnten die Fuldacr Makkabileute die RJF-Lcute abfertigen. Im Spiel der ersten Mannschaften trennte man sich mit 7:0 für Bar Kochba; Bar Kochba Fulda II schlug RJF Sclienklingsfeld-Mansbach mit 7: l Toren. .. . und in Borlln J. B. C. Makkabi gegen B. S. G. 33 6:1. Zwei sehr interessante Spiele lieferten sich am letzten Sonntag die B.S. G. und der J. B. C. Makkabi. Im ersten Treffen stauden sich B. S. G. 111 -* Makkabi II gegenüber. Gleich nach _dem Anpfiff legen die |ל 14*. ...1,1 * ז <# *> .. ff;1 Von der Ruderregatta, --i PMo: Dmüm Kreistagung des Deutschen Makkabikreises Vom 12.—14. Oktober findet die 15. ordentliche Kreistagung des Deutschen Makkabikreises in Berlin statt. Die Tagung, die nur alle zwei Jahre stattfindet, dürfte aus allen Vereinen des Deutschen Makkabikreises zahlreich beschickt werden. Im Mittelpunkt werden die Vorbesprechungen lür die 2. Makkablah liehen. Folgendes Programm ist vorgesehen: Freitag, den 12. Oktober, 19 Uhr: Festgottesdienst In der Synagoge Levetzowstr, 7/8; Predigt: Rabbiner Dr. Joi.chlm Prinz. — 21 Uhr: Gemeinsame Schabbat 11• f e i c r. Sonnabend, den 13. Oktober, 20.30 Uhr: Kundgebung zur Eröffnung der Krcistagnng (Ort wird noch bekanntgegebcn). Begrüßungsansprachen: Dr. Alfred Ra bau, Dr. Franz Meyer, Benno Cohn. -- Referat Dr. Schloßberg: ״Der Weg des deutschen Judentums.“ Sonntag, den 14. Oktober, 8,30 Uhr, Logenhaus, Kleiststrnaßc 10. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht: Dr. Ra* bau; 2. Arbeitsbericht: Paul Lewinsohn; 3. Bericht der Kassenrevisoren; 4. Aussprache; 5. Entlastung des Präsidiums, 13 Uhr: Gemeinsames Mittagessen. 14 Uhr: 6. Referat Dr, Hans Friedenthal: Plan und Gestaltung — Makkabi heute und morgen; 7. Referat David Rubinstein: Mak* kabl und Makkabi Hazair; 8. Berichte der Kommissionen: a) Makkabiabkommission, b) Turn- und Sportkommission, c) Finanzkommission; 9. Generaldebatte; 10. Anträge; II. Be׳ rieht der Personalkommission, Wahl des Präsidiums. Das jüdische Boxereignis am 8. Oktober Der große internationale Boxkampfabend, den der J. B. C. Makkabi am nächsten Montag durchführt, verspricht ein sportliches Ereignis ersten Ranges zu werden. Die Makkabi״ Boxer aus Amsterdam werden fhr Letztes hergeben müssen, um gegen die erprobten Berliner Makkabl-Kampcn bestehen zu können. Beginn der Kämpfe 20 Uhr. Ort! Saalbau Friedrichshain. Der Reichssporiführer über den jüdischen Sport In einem Interview, das der Reichssportlührer einem DNB-Vertreter gewährte, äußerte er über den jüdischen Sport in Deutschland folgendes: ״Die Betätigung jüdischer Sportvereine in Deutschland und die Auswahl ihrer besten Leute l!ir eine Beteiligung <m den Spicken ist geregelt. In jeder Form wird hier korrekt nach dem Olympischen Statut gehandelt, und dieses Statut ist lür. uns, die wir in der Welt Sport treiben oder führend im Sportleben stehen, Gesetz." B. S. O.er vor, da Makkabi bis zur zehnten Minute nur neun Mann zur Stelle hatte. Dann aber kommt Makkabi langsam in Führung, uin diese das ganze Spiel über zu behalten. Resultat: 6:0 (3:0) für Makkabi. im zweiten Spiel trafen Makkabi 1 und B. S. O. II zusammen. Nach Anfangs ausgeglichencm Spiel gelingt es dennoch Makkabi* schußsicherem Sturm, vor der Pause zwei tote anzubringen. Die übrige Spielzeit stand im Zeichen der äußerst *piclcifrigen Makkabileute. Resultat: 6;1 (2:0) für den J. B.C, Vorschau für Sonntag, 7. Oktober Fußball ln Barlin Die Fußballabteilung des Bar Kochba-Hakoah hat den Birkenwerder Ballspiel-Klub zurn Gegner. Birkenwerder spielt in der Kreisklasse 1 und stellt in der Abteilung B ungeschlagen an erster Stelle. Die Spiele finden auf dem Latte- Sportplatz in Nicderschöuhausen, Buchliolzcr Str., statt. Be* unmittelbar zum Platz. AuiwahlipSala in Fußball und Handball in Stuttgart Aut Veranlassung der Bezirksleitung des südwestdeutschen‘ Makkabibezirks, veranstaltet der Sportklub ״Ha ko all“ Stuttgart arg kommenden Sonntag Auswahlspiele in Fullball und Handball. — Die siegenden Mannschaften bestreiten am 11. November in Frankfurt a. M. die Endspiele um den Makkabipokal 1934. Süddeutschland hat sich bekanntlich durch seine Siege in der Vorrunde gegen Westdeutschland Fußball 3:0, Handball 7:3 für die Endspiele klassifiziert. Der Gegner dürfte wahrscheinlich die spielstarke Mannschaft des Bezirks Berlin-Brandenburg sein. Spielbeginn: Handball 1.15 Uhr,■ Fußball 2.15 Uhr. Platz der ״Hakoah“ Stuttgart am Degerloch.