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Jüdische Rundschau · 1934-10-05 · Heft 80 (5.10.1934) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 80 (5.10.1934)
Date
1934-10-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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I Seite 5 Nr. 80, 5 X. 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU;In. inn hre <k׳n Ja', »ci ein, U. RS. lar. Inn -im itm ich reu t:r ind (rer uh u». It. len X׳ir in ein nit• itcn wr• 10,t hat. ׳fiü ihit ihn ben um wer •ren den m? und;h.!»eh alle enl ll'C mit den ibt. tu len. dc$ an ttt. d e {en cm ige :he;c c er ־ן tri .־ It• f «€• It• 1■ «1 L;c j־ •ז! tr &: Ile!א!« en "j lfit* ä V״ 1 ch ■ ■?5 £ If. ,1 cs er 1 en til na lic cs cht % c- $ ־.;,ז :i* ג*! m »; n• 11■ es i m f: m 1 t ן 1• f* 111^7 j ^»ך־ ***^ c. ׳״■״™*״ן ^י"** ןןךי־־ ר 7 r י I I um J x, €1 rף>!״ o l [ יד׳י י t J {ך־־׳ *S «O 2׳u• Per zionistische Kerntrupp Oie Arbcilsl,1RU1!|r. die der Hcchaluz vom 28. 9. bis zum , ״ן. jlt Berlin ubgjehniten lud, war eines der bedeutendsten Ereignisse des zimmdischeii Lebens in der letzten Zeit. Ucber ן fl!)elegierte ans alten tleiitschen l.andesteilen und ans sehr vielen europäischen!.ändern waren zu der Tagung erschienen, ״m| so war es möglich, die führende Schicht dieser bedeutendjlcn jüdischen Jugendorganisation von Angesicht kennen?״- lernen. Ls war ein außerordentlich tiefer Lin druck, den dieser Kongreß uns vermittelt hat. Nichts von gedruckter Sliinmtmg. kein Pessimismus, keine Sentimentalität. Kampf- Bereitschaft, Arbeitslust leuchteten aus den Augen der Chawerim, und bei jedem einzelnen sowohl wie auch in der Haltung Ihrer Gesamtheit empfand man ein O c f ii 11 1 der Sicherheit und der 15 e r 11 It i g 1111 g: bei diesen Menschen ist der Aufbau l’al.idiuas in guten Händen. Aber nicht nur der menschliche Eindruck, der von den Teiltichmcrn aussirahlte, war sehr stark, sondern auch in■ geistiger Bcrichung war die Veranstaltung außerordentlich erfreulich. Nicht mir die Referate standen auf einem hohen Niveau, sondern — und dies scheint uns gerade in der heutigen Zeit besonders betmienswcrt zu sein .- auch die Diskussion bitte ein ungewöhnliches Format. . Obwohl gegensätzliche Meinungen aufeinander prallten, hielt sich die Aussprache in sachlichen, vornehmen Formen, keine Polemik enthielt persönjiclic Scharfe, und das, was vorgebracht wurde, zeugte von dom ernsten geistigen Ringen dieser Jugend mit den Probinnen des jüdischen Lehens. Diese Jugend wird den zkini- »tischen Gedanken verwirklichen, sie ist der Kerntrupp unserer Bewegung. Cncg Schabbath Die Moaza wurde mit einem Oncg Schabbath eingeleitet, der dem Gedächtnis Bialiks galt, E. Liebenstein versuchte in einer kurzen Ansprache den Hörern ilar/imiaehen, warum Bialik als der nationale Dichter des jüdischen Volkes zu betrachten ist. Und er gab darauf die Antwort: weil er die Sehnsucht der Juden und die Nöte des einzelnen jüdischen Menschen der Ucbcrgangszcit aus- 111;pr cc h e 11 vvulltc, die in der Masse nur unbewußt iclilnmmcrte. Bialik ist somit der große Erwecker des jüdischnaimnalen Gefühls. Musikvorträge, hebräische Lieder und Rezit.itirmen Ihalikscher Gedichte füllte 11 diesen Abend aus, der in jedem, der ihn mitcriebte, Ergriffenheit!unterließ. Kulturproblcmc Die Arbeit der Moaza begann mit einem Referat von Scew Orbaclt über ״Die Kulturarbeit des Hcchaltiz“. Der Hcchaluz als solcher ist bereits eine kulturelle Tat. Seine Entstehung bedeutet den radikalen Bruch mit dem bisherigen bürgerlichen Leben. Aus dieser Erkenntnis heraus kann auch für den Hcchaluz Kulturarbeit nicht nur Bildungsarbeit sein, sondern muß sich in allen Lebensbe/ichmigeii als der kulturelle Wille äußern. Die kulturellen Fordejungen müssen sieh an der Wirklichkeit orientieren. In diesem Zusammenhang setzte sich der Redner mit der Beziehung des CIhIiiz zur Geschichte auseinander; er bejahte die Geschichte, wandte sich ״her gegen eine falsche Aktualisierung der Vergangcnlieit. Bestimmend für das kulturelle Wollen des Ikchaluz sei das Streben zur Gemeinschaft, das sieh vor allem ausdruckt in der Hinwendung zur Landwirtschaft. Aus (km Erlebnis der Arbeit wachsen die Grundlagen der Gemeinschaft. — Hiermit iit Verbindung stellen die Pro- 1)11'nie des Kibbuz, die Frage der Gestaltung des Gemciusch.dlslelH'iis und der cbaluzischcu Lebenshaltung überliaupt. Die Entscheidung hierüber ist besonders in der jetzigen Zeit des Masseimistroms zum IIcchahiz schwierig; die Einglieilermig der neu 1 linziigekommeiien ist eine notwendige Aufgal >e. Im Kibbuz kamt vor allem auf die geistige Arbeit nicht verzichtet werden. Die Erfolge, die im llchräischlcriien in den Hnclischarah-Kibliu/iin bisher erzielt wurden, seien nicht sehr befriedigend; aber man darf!licht vergessen, daß die Umwcltatmosphäre der erstrebten Hebraisicfung liiudcrlkh ist. Andererseits sind auch gute Erfolge zu verzeichnen, wenn bereits in einigen Kibbuzim die geistige Arbeit in hebräischer Sprache vollzogen wird. Line _ wichtige Aufgabe der Vorbcrciliings/cit ist, dem Inaliiz die B e g e g 11 u 11 g in i t de 111 1. a 11 d e zti verschaffen, wir wissen aus sehr vielen Briden von drüben von der Enttiusrhmig, die das ländliche l eben den Olim bereitet hat. Es d darum in der I laclischarah notwendig, immer wieder die Schwierigkeiten dieses Gemeinschaftslebens zu beto- .׳wu und Illusionen vorzithcugeii. Infolge mancher falschen Erwliiing besteht heute vielfach die Möglichkeit, daß heule noch In.iwerim in Palästina wurzellos sind, was sich vor allein in Ver Abwanderung in die Stadt äußert. Der Kibbuz im Lande ist auch noch nicht das Ideal; cs kommt auf die Erziehung I«h’s einzelnen zur Verantwortlichkeit an. Oie Clialuz.iuth darf ״'* der Alijah nicht atifhörcii. Au dieses Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache, me vor allem durch Ernst Simon ihre Richtung erhielt, der inslHNoiHlcre das Problem der Säkularisierung der bi'iiwlien Werte durch den Hechaltiz ansclmitt und für eine Marköre Bejahung der jüdischen Geschichte cintrat. Auch 1c r e ״ i set/te sich in einer Diskussionsrede gegen Simon mit diesem Probien! auseinander und warf die Frage nach dem 1״»äh jüdischer Kultur auf. Religion bedeutet ihm ״Bindung“ ~ aber nicht nn den Himmel, sondern all nationale und wensclilieitliche Werte. Er setzte sich dafii ־ ein, das Ged ank f. ״ R u t d e s H u m a 11 i s m u s, das bis Beute noch nicht spne Verwirklichung gefunden hat, zur Basis einer jüdischen kultiir zu machen. — Schließlich nahm auch Martin Buber?' tlll'«'r Frage Stellung und legte dar, daß c9 sich hier nicht 1״״ eine Sache des Bildungs s t o f f s, sondern der Bildung ‘'c ,ü C C I! t h i 11 linudclt. Es gehe um die Bildungs k r ä f t c, die ""■«,הוו sein können, und es sei unerläßlich, in der jüdischen ycscliichte und der jüdischen Geistesarbeit aller Zeiten nach «lesen Bililiiiigskräften zu forschen. Es handele sich nicht um dl.e Akzeptierung oder Ablehnung von Symbolen, sondern eine Konfrontation mit der Geschichte. Erst die Aufjüdischen Lebens eingeladen lind erschienen waren. Der Priisldent der Reiclisvcrircttmg, Dr. Bacck, begrüßte die clwluzische Jugend mit warmen und herzlichen Worten, und wünschte ihr ein volles Gelingen ihrer Aufbau-Arbeit. , Eine Pikantcrie war es, daß für die Berliner Jüdische Ge* nieimlc gerade der als Antiziouist bekannte Bruno Woyda Bcgrüßuugswortc sprach. Nachdem er einen scharfen Trennungsstrich zwischen sich und tler zionistischen Richtung gezogen hafte, pries er den vorbildlichen Geist in der Arbeit des I Icchahiz und den Idealismus dieser Jugend und trat schließlich für eine allgemeine gegenseitige Acht u 11 g aller Weltanschauungen ein. Ein besonders lebhafter Beiiall dankte dem Redner für seine versöhnlichen Worte, Als einer der allen Chawerim der Bewegung sprach sodann Adler-Rudel, und für die Zionistische Vereinigung Uh«« um m HklTimV■ '' tifri nuwf. im uicot tit»v* Tt« ui«, «erוו! ן; ErcMiert 1104 Mn ft M T1t»u«! u 1«!1MI1C1R ««UMSllje Dtl Itrcilsu« (SM Ulf W,'U■ ErÜCr lm CU,fM VUD UUStSC stwtnyyz ד mit in gni rrmm/m DtmwtuitiM K * -;! Tri‘ה3ועל'ר.ו\ז e ־> »׳״•/ r 1 \ r Paffte: 50n11fn/fM % Rfschlossenhcit gegenüber der Geschichte könne einen Weg in fine eigene Kultur weisen. Bcgriifiungcn . Anläßlich der Moaza wurde am Abend des 29. September nne Kundgebung veranstaltet, zu der die Vertreter des Dr, Franz Meyer, «Ke beide auf die Bedeutung des Hcchaluz für den Fortbestand des Judentums und des Aufbauwerks hinwiesen und betonten, daß die Erfolge des deutschen Zionismus ohne den Hcchaluz nicht denkbar seien, Bubers Rede Im Mittelpunkt der Kundgebung stand ein Vortrag von Martin Buber über den ״Clialuz als neuen Mcmcheiitypus“. Jede echte Volksbewegung sei dadurch charakterisiert, daß sich in ihr ein neuer Typus hcrnitsbildct. So Ist aus dem Zionismus der Typ des (.haluz her,ausgewachsen. Auf die sozial-pathologische Situation des jüdischen Volkes, das den Wirtschaftskrisen der Volker nicht gewachsen war und immer mehr aus seinen Positionen herausgedrängt wird, gab es die beiden Antworten; Zentralisierung und Produktivieriing. Drei Stadien der Neuwcrelung lassen sich fcststclleii: Nationalis* mus, Zionismus und Chaluziuth — sie entsprechen dem Dreiklang: Volk, Land und Arbeit. Der Chaluz Ist die Identifizierung von Volksbefreiung und Selbstbefreiimg; in ihm ist die Einheit von Sozialem und Nationalem. Diese Einheit des Chaluz ruht auf einer neuen Gesellschaftsidee, Den Ursprung dieses neuen Menschentypus sicht Buber nicht in irgend etwas Gegenwärtigem, sondern eine urjiid i s c 11 c R e a 1 i si er u 11 g s t e 11 «I e 11 z hat ihn erzeugt. Es ist jene Tendenz, die sich in der Bibel offenbart, wenn cs etwa um die Entscheidung zwischen Gott und Baal gebt, Das Ist die wahre jüdische Entscheidung: Ernstmachen mit dem Erkannten. Die Problematik des heutigen chaluzischcn Typs sieht Buber darin, daß er labil ist. Er lebt in einer aklualen, aber ׳eschichtslose», in einer sinnreichen, aber sclbstgeiiiigsamen Veit. Volk mul Land erscheinen diesem Typus nicht mit Urkräften geladen. Auch seine Arbeit hat nur Zielsetzung, nicht Bestimmung. Das Pathos einer solchen sclbstgenügsamen Welt aber Ist vergänglich. Man müsse die Konz.eption der besseren Gesellschaftsordnung durchzusetzen wissen: Durchsetzung ohne Verwirklichung aber ist eine Fiktion. In Palästina habe sich ein gewisser Primat der bloßen Durchscl/ung entwickelt; dadurch biillt der neue Typ an Krnft ein, Und auch eine weitere Gefahr besteht für die in Palästina zu verwirklichende Gemeinschaft. Während eine wahre Gemeinschaft durch Konzentration um einen Mittelpunkt entsteht, bestellt dort eine lockere Bündel 1111 g. Vollständige Kollektivierung aber bedeutet noch nicht Gemeinschaft. — Und endlich: Volk, Land mul Arbeit sind bei vielen zu ökonomischen Begriffen geworden. Dieser technische Naturalismus ist ebenfalls eine Gefahr, ilun stellt Buber gegenüber den Gcs c h i c 111 s r c a I i s m u s, der die Verbindung zwischen Vcrgangenheit und Gegenwart voll begreift. Die Situation des Hcchaluz In einem Rechenschaftsbericht über die letzten D j Jahre nahm Euzo Seren i Stellung zur Lage im Hechaltiz. Palästina ist uns in den letzten Jahren näher gerückt. Man kann von einem ״objektiven“ Sieg der zionistischen Ideologie sprechen. Aber cs sei kein Sieg der Träger dieser Idee, die den ideologischen Sieg nicht, zu nutzen wußten. Der Hcchaluz mußte der Träger der zionistischen Aktivität werden. — Gegenüber den Stimmen, die das große Wachstum des Hcchaluz als gefährlich bezeichnen, betonte Sercni, daß der Hcehainz auf Massen nicht verzichten kann. Palästina ist für *alle Juden und es gibt darum keine Tcijung zwischen der Arbeit für liier und für drüben. Die clialuzische Bewegung will keine. Bewegung von Auserwähltcn sein; sie erhebt den Anspruch, in sich allcStufcndicscr A u s c r w ä 111111 c i t eiimischließcn. Seren! wandte sich gcgen die Romantisicrting und betonte, daß die häufigen Enttäu* schlingen daraus entstehen, daß Palästina viel komplizierter ist, als man es sich dachte. Notwendig ist darum für die Chaluzim eine immer neue Konfrontierung mit der Wirklichkeit Palästinas. Die erzieherische Aufgabe der Bewegung liegt darin, daß die Verantwortung im Hcchaluz zu einer getu eins n m c 11 Verantwortung aller Chawerim wird. Zur Frage des Kibbuz meinte der Redner, daß rin Zwang zum Kihhu/Iclien nicht ausgenht werden dürfe; es käme darauf an, den richtigen Ansatzpunkt zu finden. In dem Prozeß der Liquidation des deutschen Judentums, der noch Jahrzehnte dauern wird, habe der Hcchaluz ein entsein idcmlcs Wort zu sprechen. Ihm wird der größte Teil der jüdischen Jugend Zuströmen. Aufgabe für die nächsten Jahre ist es darum, die jüdischen Schulen auszuhauen mul schon doit auf chaluzisclic Gesinnung vorzuberei* teil. Die Schule müsse von der dialuzischen Bewegung getragen werden. Hachscharah - Fragen Marduk Scliattner referierte über den ״Stand des Machsch,■Kaliwerks". Uebcr 'JjOO Chawerim befinden sich zurzeit in Deutschland und in 13 anderen europäischen Ländern auf Hachscharah. Es war nach dem Umsturz nicht leicht, dieses Werk ausziigest,alten, weil dem Hcchaluz Mitglieder aus allen Altcrsscbiilitcn zukamui. Diese Periode hält der Referent jetzt für überwunden. Die Notwendigkeit der llacbscliarah ist imbestritten, weil Palästina als Land der Kolonisation der gelernten Arbeiter bedarf. Im Gegensatz zu früheren Jahren muß jetzt die Hachscharah mit Geld erkauft werden, so daß infolge der gewaltigen finanziellen Beansprttchting Hunderte von Chawerim nicht zur Hachscharah gelangen können. Es sei darum dringend notwendig, daß die maßgebenden Instanzen des deutschen Judentums und auch die Gemeinden die Aulrechterlialtimg des Werks sichern. Selbstverständlich habe der Hcchaluz in den eigenen Reihen auf strengste Sparsamkeit zu achten und dürfe keinen Anlaß zu Beanstandungen geben. In seiner kritischen Betrachtung der I lachscharaharlieit rügte Schattncr die Systemlosigkeit, 111 der die Auswahl der Berufe erfolgte. Audi er trat für eine stärkere Tarbutharbcit in den Kibbuzim ein. Das Wichtigste aber sei die Sorge dafür, daß die deutsche Ali jäh sich in Palästina auf die Landwirtschaft verteile und keine Abwanderungen in die Stadt einsetzt. Aus dieser Verteilung in Erez Israel ergebe sich auch die Gestaltung der Haclisclinral! in der Gallith. 7״ur Gestaltung der Ilaclisr■haral!“ sprach Gustav Morn, der eingangs betonte, daß alle I lachscharoth im In- und Auslande I m Zeichen der Unsicherheit stehen. Es komme für die Hnrltscharah-Er/ieh!1ng darauf an, nicht nur die Chawerim an körperliche Arbeit zu gewöhnen, sondern sie auch zu innerlich bewußten Arbeitern zu machen. Das Verhältnis von Gruppe und Individuum in den Kibbuzim bedürfe noch einer weiteren Klärung. Viele unserer Hachscharah- Kibbuzim steilen nur künstliche (lemeiuschaftsbildungeri dar, die der Wirklichkeit Palästinas nicht entsprechen. Auen in der Ausbildung der Mädchen werde in Zukunft eine Er- Weiterung der hniiswirtschaftliehcn Hachscharah durch praktische Arbeit in Privath.uishaltcn cinsctzcn müssen. Das Hachscharahwcrk gefährdet f In der Aussprache über die Referate wurde von Adler« Rudel, Kreutzberger lind Luliiuski besonders ernst auf die finanziellen Schwierigkeiten hingewiesen, die dem Ilachscharahwcrk in den nächsten Monaten drohen. Die Etats des Zentralausschusses und der Gemeinden müssen gckürzt werden, und es bestehe darum das schwierige Problem, wie mau mit geringeren Mitteln bei weiterem Anwachsen der Zahl der Hachscliarahamvärter das Ausbildungswcrk fortführen werde. Es wurde u. a. die Frage einer Vcrblllig u 11 g der Hachscharah erörtert, doch scheinen hier unüberwindliche Schwierigkeiten zu liegen, weil sich der Lebensstandard des Chaluz kaum noch senken läßt. Zur tage im Zionismus Das letzte Referat der Moaza hielt E. Lieben stein, der sieh mit der Lage der zionistischen Bewegung beschäftigte. Nach einer eingehenden Analyse der sozialen Situation des Judentums in der Welt beleuchtete er die augenblicklichen Schwierigkeiten in Palästina. Die Abwanderung vom Land in die Stadt nehme katastrophalen Umfang an. Entscheidende Positionen in den jüdischen Kolonien sind verloren gegangen. Darin liegen die Voraussetzungen für eine kommende Krise. Ebenso unbefriedigend sei die soziale Lage im Jischuw, in dop die Gegensätze der einzelnen Schichten sich Immer mehr zuspitzen. Das zentrale Problem in Palästina, das die innerpolitischen Spannungen des jischuw determiniert, ist der k a m p t um die j 11 d i s c h e Arbeit. Die Durchsetzung der jüdischen Arbeit In der Kolonie ist von entscheidender Tragweite sowohl für das nationale Gesicht als auch für den sozialen Charakter des Jischuw. Die Wirtschaftsgruppen, wie kamen in den •raten 8 Monaten de■ Jahre■ 1934 nach Eres Israel Di© Einwanderung steigt Schafft neuen Boden Neues Jahr — Neues Land! KEREN KAJEMETH LEJISRAEZ. Jüdischer Natlonallond« E. V. Berlin Wlf, Metnekestr. 10, Pottecheck 28S47 n ^\ז f. .3 w.!f%f <«>!?! lU Iniii m m S 1il ק r~נ ..^2 La V^. ..... 4.. am 7. Oktober, abends 7 Uhr Karten beim ZantralausschuB für Hilf• und Aufhau Charlettanburg• Kaittstr. 158, Talafoit Bismarck MM J

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