Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 80 (5.10.1934)
- Date
- 1934-10-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCH E RUNDSCHAU Nr 80. 5. X. 1934 1. B. du Teil der Kolonisten, die die jüdische Arbeit bekämp* len, bekämpfen folgeridiligcrweise die nationale Autonomie, die Einheit des Fivichungswcscns tmd jede nationale Autorität Überhaupt. IJebfiistein befaßte sich dann ausführlich mit dem Re* V i s i o n i s m 11 s, der eben falls auf der Seite derer stellt, die pep׳e11 die jüdische Arbeit sind. Die eigentliche (iefalir des Revisionismus Rieht er in den Mitteln, die er braucht,!1111 ein ni.iehfpolitisehes Ziel zu erreichen. Alte Mittel sind ihm gut, weil er eine 15 c w 1• g 11 n g der V e r z w c i f I u 11 g ist. Rine aufb.nicmle Bewegung aber wie der Zionismus ist begrenzt in den Mitteln, die sie anwenden darf. Sie kann die Maßstiibe der Ethik aus i 11 r e r politischen Haltung nicht loslose״. Entscheidend sei die Frage, oh sich der Zionismus vom Revisionismus endgültig trennen Wird. Fs gelte um die Existenz des I Icr/Isclicn Zionismus.. Audi au dieses Referat schloß sidi eine augeregte Diskiission, an der sidi 11. a. wieder Btilicr beteiligte. Er schloß sich den Ausführungen Licbeiixtcins, insbesondere seineu Forderungen in bezug auf die Entfernung der Revisionisk'11 aus der Organisation an. Abschied von Sercni Die Schlußsitzung der Moa/a stand im Zeichen des Abschieds der Chawerim von Fiuo Seren i, der nach lOnioiiatiger Tätigkeit in Deutschland wieder nach Palästina znnkkkdirt. Martluk Sdiallncr, Ernst Bauer, Georg Pape und Liebenstein sprachen in ihren Abschiedsreden die Gefühle aller aus, wenn sie, jeder in seiner Weise, sagten, wie schwer ihnen der Abschied falle und welche Bedeutung Sercni in dieser kurzen Zeit für den tlechaluz gewonnen habe. In einer warmen Abschiedsrede bedankte sich Sercni für das Vertrauen, das man ihm enfgcgcngcbraclit habe und sagte, daß die Zeit, die er in Deutschland verbracht habe, für ihn eine außertnlernilich wesentliche gewesen sei, Resolutionen Unter den Resolutionen, die auf der Schlußsitzung «instimmig gefaßt wurden, lieben wir 11.;1, folgende hervor: Die Moa/a kennzeichnet die Arbeit des liechaluz in den Jahren 19 5 5/31 als R e 111111 g d e r jüdischen J 11 g c n d Deutschlands. Die Moa/a bekundet die Verbundenheit der chalu/i* sehen Bewegung mit der Z. V. f. I). -- An alle Instanzen wird die Forderung gerichtet, das Hachscharaliwerk zu erhalten. - Hie Zusammenarbeit mit dem 15 r i 111 C h a 111 z i m I) a t h i i in wird gewürdigt und eine volle Einigung mit ilun erhobt. — Die Moa/a hegrüßt «las Zusammenarbeiten des Hedialuz mit der Mittclstcllc für Erwachsenenbildung. — Die Moa/a fordert die Wahl eines Mitglieds des liechaluz in die R «i c 11 s v c r t r c t u n g. — Die J u g e n d a I i j a h soll .eine stärkere Verbindung mit der jüdischen Schule aiifiiehmen, — Die Moa/a fordert bessere liebrüischc Kenntnisse hei den Chawerim. — An die Exekutive wird die Forderung gerichtet, die Mädchenalijah zu fördern, weil die Zahl der Müdchcnzertifikate praktisch gleich Null sei. Ein Begrüßungstelegramm wurde an die Kämpfer für jüdische Arbeit in Ercz Israel geschickt, in dem die Verbundenheit mit ihnen betont wird. “Die Bedeutung der Maaza Aus der Vielgestaltigkeit dieser Moa/a konnten in diesem Berichte mir Ausschnitte und Momcnthildcr gegeben werden. Es war ein ehrliches Ringen um die ungelösten Pro blemc unseres Lebens, und eine Anzahl Ansatzpunkte lür eine fruchtbare Diskussion wurde gefunden. Man ging um die Schwierigkeiten nicht herum. Sie wurden beim Namen genannt. Die Probleme wurden in ihrer vollen Schärfe gcstellt und die Versammlung machte sich die Verantwortung nicht leicht. Wenn man über diesen Kongreß ein Leitwort setzen wollte, so könnte man sagen ״Ideal und Wirkliehkeit". Die Verhandlungen standen im Zeichen dieser fruclitbaren Polarität zwischen dein, was erreicht werden soll, und dem, was erreicht worden ist. Diese Moa/a bedeutete im tiefsten eine neue Besinnung der jüdischen Jug e 11 d auf die Grundlagen und werte des Z i o - J1 i s 11111 s. Sie war eine ernste Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwell. Die Anregungen und Problemsteilun• pen, die von dieser Moaza ausgegangen sind, werden sicher m der jüdischen Jugend weiter wirken und weiter durchdacht werden imd so diese Jugend ihrem Ziel um einiges Häher bringen. N. Ö׳ft> fyC'CiO'iC&O'i1% Jerusalem, 16. 9■ 34. Sehr geehrte Redaktion! Zu dem Artikel von Rabb. Dr. S. Levi in Nr. 72/73 der ״J. R.“ möchte ich hervorheben, daß der feste Kalender nicht, wie man im Anschluß an eine Tradition von R. Hai Gaon lange geglaubt hat, i. J. 1105 unter Hillel II., sondern erst mehr als vier Jahrhunderte später eingeführt worden ist. Sogar noch viel später, zur Zeit R. Saadjah Gaons, gab es prinzipielle Differenzen. Bei dieser Gelegenheit bemerke ich zu dem schönen Aufsatz von Bath Itillcl in derselben Nummer, daß ihr bcziiglieh der ״Früchte, die man in diesem Jahr noch nie gegessen hat“, ein Versehen unterlaufen ist: Diese werden nicht (wie die anderen erwähnten Speisen) am 1. Neujalirsaheml zu Ehren des Jahresbeginns, sondern am 2. Abend aus einem nalachisch-kalciidarischen Grund gegessen, den zu entwickeln Bier zu weit führen würde. Mit Zionsgruß A. Fracnkel. Oklahoma City, USA,, 18. September 1934. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin. Mancher Ihrer Leser wird sich wohl erinnern können, daß das Gedieht ״Judaea“ von Ferdinand von Saar, weiches Dr. Wagner in Nr. 71 unter dem Titel ״Ein Gedieht aus dem Jahre 1859“ veröffentlicht, schon vor Jahren zurück in der (Wiener) ״Welt“ abgedruckt war. Das ist dem Unterzeichneten noch so frisch in Erinnerung, da er zu jener Zeit aas Gedicht erlernte, und es seit dann noch immer so manchmal für sich hinsummt. Mit Zionistengruß S. L o m a n i t z. Die Stadtverwaltung in Wert h e i m hat unter den an Ortseiiigängen angcbrachten Schriftbüiidcrii, die zum Besuch der Michaelis messe auffordern, den Satz mibrinpcn lassen: ״Juden sind in Wertlieim unerwünscht.“ Von einer gleich• artigen Maßnahme wird mich aus T a u b c r b i s c h 0 f s * 11 e i 111 beliebtet. Wie uns aus M a r i e 11 w c r <1 c r berichtet wird, waren dort in dm letzten Tagen mehrfach nutijüdischc Aufschriften au(:ehraeiit, darunter die Anschrift ״Juden in Marienwerder nicht erwünscht". Während der Feiertage wurde auch die Synagoge an mehreren Stellen von außen beschädigt, Der Magen David wurde abgebrochen. Die Polizei ist, wie uns weiter berichtet wird, auf der Suche nach den bisher unbekannten Tätern. Der polnischen politischen Polizei Ist es gelungen, 1111• antisemitische G c 11 c i 111 o r g a 11 i s a t io 11, zu der sich ein Teil der Mitglieder der aufgelösten national radik,־den Par! ei zusammen geschlossen hatte, vollständig ails/uhehen. Sämtliche Verhafteten wurden der Staatsanwaltschaft übergehen. Besonders schwer belastet sind 23 Personen, unter 11111011 der Führer der ״Nara-Wehr“ Wiszniewski. Wie ״Nanz Pregltul“ berichtet, fanden in Lodz antijüdische Unruhen statt, bei denen zwei Juden überfallen und durch Messerstiche schwer verwundet wurden; sie mußten ins Krankenhaus cingeliefcrt werden. Das GerichJ in Binlystok verurteilte den 24jährigen Schuhmacher Bronislav Ko/ial, der im Mai d. J. den jinli* sehen Weher Mendel Lntiinsky tötete, zu drei Jahren Ciefäuguis. Dieses Urteil begründete tlas Gericht damit, dafl es sich tun ״gegenseitige Angriffe jüdischer und christlicher Huligans“ gehandelt habe, Die im Juli wegen illegaler Einwanderung verhafteten '52 jüdischen Mädchen aus Polen, die die Zeit ihres Palästina-Aufenthaltes im Gefängnis zu Bethlehem verbrachten, sind soeben mit 12 anderen jüdischen Einwanderern ans Polen auf einen griechischen Dampfer gebracht worden, mit dem sie die Rückreise mit dem Ziel Polen antreten. Die Z i o 11 i s t i s c 11 c Exekutive hat sämtliche 710nistischen Parteien, die Revisionisten cingcsclilosscn, entgehden, Delegierte zu einer Mitte Oktober d. J. in London ah/uh,iltcndcn Konferenz zwecks Wiederherstellung des Friedens innerhalb der Zionistischen Organisation zu entsenden. Die im Jahre 1878 gegründete Kolonie Pc t ach Tikwah, die gegenwärtig etwa 16 (WO Einwohner hat und mit ihren Orangengärten und Plantagen ein Gebiet von rund 45 Quadratkilometern umfaßt, ist zur Stadtgcmcindc erhoben worden. Bei der Entbindung der italienischen Kronprinzessin Jose Maria wurde der jüdische Gynäkologe und Professor au der Universität Rom, Dr, Artom, der aus Rom nach Neapel berufen worden war, zur medizinischen Hilfe- Icistung iicrangc/ogen. Prof. Franz Oppenheimer begibt sich im kommenden Monat für längere Zeit nach Palästina. [4er in Berlin bekannte Theaterdirektor und Regisseur Victor B a r n o w s k y hat in Paris eine Scliauspieltruppe zusammeugcsfellt, die am 12. Oktober mit einer Aufführung von Shakespeares ״Wie cs Euch gefällt“ im Theater der Cliamps Flysecs vor die Oeffentiichkcit treten wird. Bei dieser Gelegenheit wird die Filmdarstcllcrin Annabclla ihr öiihneiidelmt feiern. Der bisherige Chefarzt der Röntgenabteilung am Kranken• haus der Israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. M., Dr. med. Albert O p p c n h c i m c r, erhielt einen Ruf als Professor der Röntgenologie an die amerikanische Universität ln Beirut (Syrien). Int Krankenhaus der ״Hadassah“ in Jerusalem ist ein Institut für R n d i 11111 b e 11 a n d I n 11 g eingerichtet wor• den. Das erste Radiunimatcriat wurde von einem der neu ein• gewanderten Aerzte zur Vertilgung gestellt. Die Abteilung ist das erste Institut dieser Art in Palästina und im Nahen Osten überhaupt. Leiter ist Prof. Halbcrsiädter (früher Berlin). Fünfzehn führende Hotels in Tel-Awiw haben sich zu einem Ilotelicr verbaut! zusammeitgeschlossctt, der die Aufgabe hat, gemeinsame Interessen zu vertreten und die Entwicklung des Hotelgewerbes zu fördern. Prof. Bruno Kisch (Köln) hat auf Einladung des spa• iifsclicii Unterrichtsministeriums fünf Vorlesungen an der Internationalen Universität in Santander über Probleme der Kreislauf(orschting gehalten. Die Zeitschrift ״Ford!in Bild“, die für die Ford• Erzeugnisse wirbt, enthält in Nr. 9/10 einen Aufsatz über Palästina von Hans Rcimann mit ׳zahlreichen Bildern, der auch auf den jüdischen Aufbau cingcht, allerdings das Ganze in leicht luimoiistischer Form behandelt. Laut offiziellen Mitteilungen haben in ,Schanghai 32 jüdische Aerzte aus Deutschland ihre Praxis cröfnict. Weitere 15 jüdische Aerzte, die seit dem Frühjahr 1931 aus Deutschland ausgewandert sind, haben sich in Mukden, Tientsin und llankau niedergelassen. Die Regierung von Mnndscltukuo hat den Charbiner jüdischen Bürger Jacob Knhaikin zum offiziellen Berater des Cltarhiucr Magistrats ernannt. Im Aller von 109 Jahren ist in D1111 n o der dortige Rabbiner Mendel Roseufeld gestorben. Rabbiner Rosenfeld, der sicli unter der jüdischen Bevölkerung Dubnos großer Beliebtheit erfreute, hatte das Amt des Stadtrabbiners 60 Jahre lang verwaltet. Die Sängerin Teresa Oerson-Danzigcr ist in Maiiaud von der ,,International Artista Societa“ zu einem Konzert lind für den dortigen Sender, außerdem in Lugano für den Tessiiior-Scndcr verpflichtet worden. 1111 Vertage Gerhard Neuwirtli, Berlin SW68, ist ein ״l I a 11 d h u c 11 für den P a I ä s t i 11 a - E x n o r t“ ersehlcnen, das in kurz gefaßter Form eine Anzahl von Angaben wirtschaftlicher Art für den Palästina-Export enthält. Eine Anz.1111 deutscher Zeitungen empfiehlt dieses Buch der Beaciitimg deutscher Firmen. Wir werden um Mitteilung gebeten, daß das Bühnenmanuskript der Revue ״Joseph und seine Brüder“, über deren Uraufführung in Leipzig wir berichteten, vom Verfasser Dr. Rabinowitz, Leipzig C. 1, Lcibnizstr. 11, bczogen werden kann. der zu längerem Atife in diesem Winter Franz Werfels iiihelspiel ,,I) c r *W Max Reinhardts Pläne New York, 21. September. (ITA.) Max Reint,»,״ •ntluilt in Amerika emgetrotten io ״' in/ Werfels iiihelspiel 1|)ן|״,(< der V e r 11 e i IS 11 n g“ in New York inszenieren wird, jun sicli in einem Gespräch mit Pressevertretern öber weiteren künstlerischen Pläne. In diesem Z11samrnfn|f1״< sprach Reinhardt mit großem Interesse van Pa.l äst erzählte, daß er vor einigen Wochen mit Professor \j׳.j 1 in a ti n viel über Palästina gesprochen und den Eindn i gewönne״ habe, daß das Heilige Land den Juden ein sich« 1 lafen werden wird, ״tdi hoffe“, sagte Reinhardt, ״(jjc, eigenen Augen sehen zu können. Ich glaube bestimmt ,1 Bibel spiel ״Der Weg der Verheißung“, das ich im י/״י*י in New York inszenieren werde, auch in Palästina au( /' Bühne bringen zu können.“ ®י Line Stellungnahme zu europäisch-politischen ProMn»► lehnte Prolcssor Reinhardt ab. Auf diesbezügliche Fr« antwortete er: ״Ich hin Künstler und war « Alle meine Leistungen liegen aut dem Gebiet des Theater Die Arbeit, die ich mir jetzt vornehme, eine O r a m * 1' s i c r 11 n g des Alten Testaments auf die Bühn*!' bringen, soll unsere nichtjüdischen Mitmenschen zu ein״» Urteil veranlassen, oh ein Yolk, das zur Kultur einen Btitr!» wie das Alte Testament geleistet hat, sich auch das Rttfi fort/uleben erworben habe.“ י Alexander Moszkowskl gestorben. Im Alter von 85 Jahr« Ist in Berlin der bekannte Humorist, Kunstschriftstcllcr « Dramatiker Alexander Moszkowski gestorben. Mos/kowskj der in Pilica (Kongrcßpolcn) geboren war, verlebte *eint Jugend in Breslau, wohin seine Familie iihrrsiedeite, als (j erst 15 Monate alt war. Nach Absolvierung seiner Studio! nn den Universitäten Berlin und Heidelberg begann er |(ןן seine journalistische Laufbahn als Mitarbeiter der von Juli» Stettenheim lierausgcgehciicn Berliner humoristischen Zeit• Schrift ״Die Wespen“. Von 1886 bis 192.4 war er Che|. mlakletir der ״Lustigen Blätter“. In den Büchern M01!. kowskis, der sich auch intensiv mit metaphysischen, mir», knlisclicti, sprachkritischcn und naturwissenschaftlichen Frag« befaßt hatte, verbindet sich der Humor mit einem umfassteden Wissen und der originellen Beleuchtung moderner wisse«, schädlicher Probleme. Unter seinen Werken, die 19% acht Bänden gesammelt in Berlin erschienen sind, hak« ״Das Buch der tausend Wunder“ und die ״Unterhaltsam«! Phantasien über Liehe 11ml Philosophie“ besonders weite Ver• breitung gefunden. Das Gebiet des jüdischen Witze» hat er in seinen Büchern ״Die jüdische Kiste“ (1911) 1m4 ״Der jüdische Witz“ (t<)21) bearbeitet. Die chemische Begabung der nordischen Rasse bctildt sich ein Exzerpt, das die ,,Berliner Borscnzcitimg“ in Nr. » aus der Monatszeitschrift ״Di e Rasse“ gibt. Auf einer Karte sind danach die Geburtsorte leitender Chemiker eingetragen; 18) Chemiker sind so erfaßt, Ueulsclilaml halt mit 8) Bt. rühmtheiten die Spitze, und dieses Ucbcrgcwicht spricht k. sonders fiir die Führung der nordischen Rasse auf den chemischen Gebiet. Diese Tatsache, die hier auf statistische!» Wege dargetan wird, läßt sich durch die Rasscscclcn-Kunde begründen. Das [)nrchdriiigcnmiisscii des scheinbar Undurchdringlichen, sagt der Verfasser, das Hiiieinleuddcn in 4« unsichtbare Innere des Stoffes, 11m cs klar zu durchschau(«, das unentwegte Suchen nach seinem sachlichen Sinn, nach seinem festen Zusammenhang und klaren Gesetz, nach schirr Idee, dies sind rasscnsedischc Zuge, die dem nordisch« Menschen w esentlich sind. Sie kennzeichnen seine VU in die Wett liinaitsziigreifen, sie sich an/ncignen und ihrer Herr zu werden. In andersrnssigeu Menschen herrschen ändert Züge, die andersartige Knlturschnpfungcn bedingen. Hier« ist anzumerken, daß im Augenblick ein Dtit/eiui Chemiker von Bedeutung jüdischer Abstammung sind. Ich nenne die folgenden Namen: P r i c d I ä n d c r, Adoll voi Bayer, Ehrlich, Fra 11 k, Car o, L1111 g c, I!crI, Ran• b c r g c r, L i c b c r m a n 11, L a s s a r - C o 1111, H a b c r, W i 11• s t ä 11 c r. Gerade die Leistungen der Juden auf chemischem Gebiete sind so bedeutend, daß sie nicht übersehen werde« können. Zwei der gewaltigsten Großindustrien, die Kali• Industrie (Frank) umt die Stickstoffin dustrie (Caro, Haber) sind von Juden in« Leben gerufen, verdanke« ihnen ihren Aufschwung und geben Hunderttausenden von Arbeitern und Angestellten Beschäftigung. T. S. Mitteilung des K. J. V. — Pal.’istlnarclsc. Unsere Ocsrll• sdiaflsreisc nach Palästina beginnt am 16. Gkt. in Berlin. Fw die Hinfahrt ist eine neuntägige Seereise mit dem Dampf״ ״Tevcre“ vorgesehen, die am 18. Okt. in Triest beginnt und ühcr Konstantiiiopel, Athen, Rhodos, Cypern «ach Haifa führt, wobei in allen Fällen Gelegenheit zu Besichtigungen gegeben ist. Anschließend wird eine clftägigc Gesellschaftsreise im Land« veranstaltet. Die Rückfahrt kann am II. November mit dem Dampfer ״Vienna“ angetreten werden: sic führt in?tägiger Fahrt über 'Alexandrien, mit Gelegenheit zu einem Ausflug nach Kairo, Syrakus, Neapel, nach Genua, wo die Landung am 19. Nov. erfolgt. Fs ist Gelegenheit gegeben, den Auf«•• halt im Lande zu verlängern. Wegen der vorgerückten Zeit ist schnelle Abgabe der Meldung erforderlich. Die gemeldet« Keisetcilnchiner werden um schnellste Linsendung der notig« Dokumente ersucht. Weitere Prospekte sind att/.uforder« beim: Büro des Kartells Jüdischer Verbindungen, Bert״• Charlottenburg, Bicibtreustr. 50; Tel.; Steinplatz (CI) v» KALENDARIUM 1934 — 40. Woche Freitag 5• Oktober Sämling 6. ״ Sonntag 7• » Montag 8■ ״ Dienstag 9. ״ Mlttwodi 10. ״ Donnerstag 11. m Snbbal-AuitsnS! ßtrlla *״, Brettau 5695 — 5. Woche 36. Tlsdirt 27. 28. “ 29. 50. 1. Chesdiwan 2. «•'. Frankfurt ». M. «»■ Mfln*« M» rum נינין: orn ־ ייאש» j.tai Neun«״« treu ד וראש ITsl Neu״»״* .MR Cllf CEDECÜETISCir .DERCEPFLECTE V/ISCHESCHRAHrS t1־ \ / /.Ir- H w0 ןי״״י*»#ץ ך־• r ךץ ך־?7 י*יו j..;רכו y y y 4*3 III ItlPZtGER STRASSE20-27 ItmÜRSTEmMH 227