Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 78-79 (28.9.1934)
- Date
- 1934-09-28
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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}nniSCHE RUNDSCHAU Seite 15 kv. 78/79, 28■ IX. 1934 . ,,jcten gegangen und Zeiümgshändler begegneten ui», die H ^cr Zeiümgcu a״s> icfcn mit der Ucbcrschrift: 1,,;,i.chlflml bittet de״״■! ״I«, an“. Hcr/klopfcnd eilten "״; ׳ unserem Uigimgsort, uni die wichtige Nachricht " ״bertiniiKC"• 01״ hl,tz״״K ״'״nie unterbrochen und man * Wc, S׳r> H k jit־׳T klii:.;, sch׳!; , (11h ״ <itc lern! dann tri! ׳;׳;!&%• e ir. t die t׳' orte tijvj, Tnlc laiiro ja:!. 1 der min׳* uBcr. I er• ' die »hen, :ruht 1״O oliv ctira den. der hrm Ufllt. die ein iwcr sich lumi uns, Oe- :hen!nscncn. ik׳r der , m lis»• An• llen, rem :hfe ent• icltreu aft, h. :rtc md die et», len io• ipa :11t cn in rn cn 10, 1it re m m iß Stirnmte Zeit der flachscharali und der Vorbereitung׳ auf da* Oe1nei11sch;)f(sieben durch. Die organisatorische Einheit ist die Kwura und ihre Leitung׳ hefiudet sich in den I landen des Wand 1 laclischarali und 11 es Waatl llaalijali. An der Spitze der j:auzen Bewegung steht eine oberste Leitung; die Exekutive der vcreiniglcn Arbeiterschaft in I’iilästimi, deren Au((׳f»bc cs sei, ilie Alijali cin/uorilnen und die Chawerim in die Arbeit des Aufhaus ein/ufulimi. Nocli bei der Prager Konferenz crreieldcn uns die Nach• richten über die Unruhen von Tel C 11 a i am 11. Adar. Diese l׳1.׳ei|>11isse forderten von uns: Nun Alijali. Da he• painien nach einigen Wochen die Alijah-Sehwierigkeilai, die alle «>r(׳nuisatorisel1en I'lane filier den Haufen warfen. Die deutschen (.;haluziin hatten!111;׳/ besondere Schwierigkeiten. hrst linde August 1920 machte sich die erste Kwu/a de ntscher Chalu/im auf den Weg und nach ihr kam Ende Septendier die zweite Cirnppc. Wenn auch diese Alijali ein Gebot der Stunde war, so beraubte sie doch die Bewegung ihrer besten Kräfte, so dal) diese völlig passiv ziirüeldilicb. first ein Jahr nach der Prager Konferenz wurde in Karlsbad die Gcsamtorganisation de* llechnluz geschaffen und ein Büro gewählt, dessen Sitz in Wien war (seine Chawerim waren (ili. Tartakowcr, S. Levinsolm und Salman Ruhaschow). first nach Jahren, nach vielen Kämpfen und nachdem das Zusammentreffen mit der palästinensischen Wirklichkeit den ,,Blau-WcilS“ zerbrochen hatte, ordneten sieh die deutschen Cluluzim in die grolle Bewegung des arbeitenden Palästina ein, Leo Kaufmann. ״״Ite 0D' der Bcm haitigiiiig mit den palästinensischen . ecn zu- >״ derselben Nacht versa,״״,eiten wir 1ms im :111״ Arlosoroffs, um ״her die Grundlagen des liccha• ■:, 1״ diskutieren» und einen Tag vor Ahsciiltill der K011wurde der i> e u t s c 11 e Landesverband des '|1ccbוי i1״!,!■o^ramin war bereit« klar: * iwlie Sprache, _ l.andwirlsrhaft Verbindung mit der I uftiitiTbci^ift!,.'»bistinas 11»חי Verwirklichung einer neuen -ücsciDcbaft durch gemeinschaftliche Siedlung. flach «inem Monat kam Revolution und Kriegsende Dit mitiidisclie Jugend strömte von der Front nach Hause ,.nrj kehrt*־' /u ihren i anuhen zurück. Aber sic kamen nicht. ihr früheres Leben fort/״set zen, sondern die zwei zio- ,"״.j-clien (icucratirtricn, Frontsoldaten mul Jugend des Blau- ״־[!, schlossen sich zusammen, fmndertc Studenten und ehe- K.iiiflcutc schichteten_ zur l.andwirtsrhaft um. Diese '.,״ciniainc Dit zweier zionistischer Generationen bedeutete ‘‘1e Revolution in der (iescliieilte des westeuropäischen /1011i>1m1s mul mit ihr setzte das Lehen des Ileehaluz in [)..ylscliiaiid ein. ' per Weg war schwer. Viele hielten die Arbeit auf den Gütern nicht durch 11 ml diejenigen, die blichen, verstanden, 1,5 der lieciiahiz nicht von der Arbeit allein leben könne ‘.,j dall er zum gemeinschaftlichen Schäften erziehen müsse. j0 wurde der Weg gefunden: eigene Farmen für lami- ,irtscliaftlidic I laclischarali (Markenliof, Messingwerk, Ril- .׳;siirl, tiidragimmel, I falbe 11. a.). Und auch hier erwies j; sich, dall viele nicht den Forderungen des kollektiven Idirns gewachsen waren. Schwere Unstimmigkeiten erga- (cn sich und cs bestund die ticfahr, dali die ganze Bewegung Jon ihrem Weg alm-eichen würde. Auf diese Balm gerieten auch die Menschen des Blaufci.'l, und aus einer verfehlten Einschätzung des ״Rcalis- ״iis“ wandten sie sich von der palästinensischen Arbeiter* s;hdt ah und begannen, sich einen neuen ״realen“ Weg in 1 Palästina zu suchen: Die Buiulcslcitiing des Blau-Weiß berci- ,de mit einem Kreis zionistischer Kapitalisten einer! Plan zur Onimlung einer Moschsvva ״Seh’ar Jiscluiw“ vor. Die Chalu- •iiti des Blau-Weiß sollten zuerst in dieser Moschawah ar- (.eiten, um nach und 11,ich zu Herren und Eigentümern der )toschawa zu werden. Dieser Plan spaltete den Lieciiahiz in;»ci Lager: Auf der einen Seite standen diejenigen, die in ihrem llcr/cii die (;halu/iotli in ihrer Reinheit wahren wollich und die Einheit der nationalen und sozialen Verwirk• Iditmg anstrcblrn und auf der anderen Seite stand;er I’];111 des Bl.ni-Wcifi, der ihn mit der pal,ästinenr־1"י' ״""!;,ciien ArbeitersiTinft in Konflikt bringen mußte. I ’ Aul ilciii Bundestag des Blau-Weiß in Sinzheim t ist August 1919 kam dieser Konflikt offen zum Austuck. Die Mehrheit der Chawerim des Blau-Weiß, fee Praktikanten, billigten den Plan des ״Sch’ar Isclmvv", nur eine _ kleine (iruppe, die dagegen rcponicrlc. trennte sieh von ihnen und schloff sich tica Reihen des I iapoel Ilazair in Deutschland an. Aber auch diese Minorität differenzierte sich, in men Tagen befand sich der llapocl Uazair in ticimchlaml in einem Stadium der ständigen Frwei- | tmmg und cs schlossen sieh ihm viele an, für die ,Chainzioth 11ml Selbstvcrwirklicbimg“ nur Worte waren, die zu keiner Tat verpflichteten. Gegen diese Zmtünmg der Idee empörte sieh «i!1e (iruppe radihier Cleihi/iin, die sich im Winter 1919 zu eigener Arbeit ziisammensdiloß. Das Ziel dieser Kwuza war die Vmimgiiiig mit der Weltbewegung des tkchalaz mul besonders mit der in Osteuropa, uiu mit vereinten Kräften an die Schaffung eines Netzes von kollektiven Siedlungen im Lande zu gehen. Die Spaltung stand im Gegensatz zu einem itr (iriimlsat/e des ileehaluz: organisatorische Ein- Kit. Dementsprechend entstand unter uns eine Ini- 'iliv-Oruppe und nach vielen Klärungen vereinig-!m sieh alle Strömungen Anfang 192(1: der beson- «re Charakter jeder Gruppe wurde anerkannt, aber rte Gruppen und Snifini wurden einer gemeinsamen .... Leitung für die Angelegenheiten der II ac 11 s «11 a r a h u fl d Jugend ansgeubt. Jn der Erkenntnis der innerem jüdischen Ulijah unterstellt. Not verlw l*hotos: Ham l\nn Zur Geschichte der deutschen Alijoih*) Es ist fiir uns wichtig zu wissen, daß wir nicht die ersten sind. Unsere neuen Wege, unsere Erkenntnisse sind nur denkbar im Zusammenhang aller Versuche der deutschen Alijali, im Lande Full zu fassen. Wir wissen, daß der deutsche Zionismus weder an der Alijali der Biluini, noch an der zweiten Alijali der Arbeiter einen Anteil hat. Einige Akademiker, einzelne Ikarim, die schon vor dem Kriege im Lande waren, sind nicht als Erschcinnng zu werten. Mit dem Ende des Krieges beginnt die deutsche Alijali. Der deutsche ileehaluz. wurde in ucr Form des ״Praktikantciibimdes“ fast ohne jede Verbindung mit der Clialuzhewegiing in anderen Ländern aus dein Blau-weiß heraus gegründet. Wir müssen uns vergegenwärtigen, in welcher Verfassung sich damals die jüdische Jugendbewegung und vor allem der Blau-Weiß befand. Krieg und Revolution hatten ihren unverkennbaren Einfluß auf das geistige Leben der zionistischen \\ Rr**- ' ’; t 4,' « ) > / י J X; fielen junge Zionisten in Deutschland eine Kwuza ״Malt.ipcclia“, die ihre Arbeitsstätte in einem Dorfe SUilcsiens hatte. lange hielt man sich dort niclit auf und ging schon im Jahre l'lzu zur Alijali. Bei der Arbeit aut den Kwisehiin vereinigte man sieh mit der (iruppe ״Awoilah" aus der I sclicehoslowakei mul bezog einen Ar• bcitsplntz in (;liefz i h a h, nicht weit von der Kolonie Chederiili. Zeiten von Arheitslosigkc.t, Malaria, Hunger und die Dulullen des Iah res 1921 gingen über diese (iruppe hin, bis auch für sie der Tag der Ausicdhmg gekom- 1111*11 war. Gemeinsam mit der Kwuzali Zwi und den! Haschomer I l.nzair ging man nach Bef 11 Alpha und gründete dort die Kwuzali, die man heute unter dem Namen Chcf/ibah keimt. Im Laufe dieser 8 Jahre hat diese (iruppe gezeigt, dall sie die Kraft besaß, eine Wirtschaft zu errichten, die eine erfolgreiche Weiterentwicklung verspricht. Aber die Tat- Sache, daß man nicht versuchte, sich mit einer niclitdeutsdicil Gruppe zu verbinden, fiilirfe dazu, daß die kulturelle Isoliertheit dieser (iruppe nicht überwunden ist. Kwuzali M ,1 r k r n 11 o I (Bett! Ser,111) ist für unsere Betrachtung von geringerer Bedeutung, weit diese (iruppe nur in beschränktem Malle als Ausdruck irgendeiner besonderen Richtung innerhalb der deutschen zionistischen Jiigemlbcwcgung angesehen werden kann und auch jetzt kaum Beziehungen zu Jugendorganisationen unterhält. Es sei erwähnt, daß cs ihr gelungen ist, einen schonen Mcsehek zu errichten. Das Schicksal der Bl au- Weiß -Werkstätten ist kurz und bekannt. Es ist eine dem Zionismus innewohnende Erscheinung, daß Juden immer mit den im Ausland gewoiincnen Auffassungen ins Land kommen mul liier mit diesen Auffassungen die palästinensische Wirklichkeit z־u meistern suchen. Aber es gibt wohl keinen Fall in der Geschichte der Alijotli, in dem eine Jugend in so kurzer Zeit und in solchem Maße gescheitert wäre wie der Blau- Weiß in Palästina. Ulme Zweifel waren schwere Zeiteil im Lande, aber cs ist wollt jedem klar, daß, wenn man nicht diese Menschen geradezu allem, was es an Kultur im juilisciicn Volke gibt, entfremdet hätte, sich wenigstens ein kleiner Kreis gefunden hätte, dieses mit großem Kräftcatifwaml begonnene Werk fort/uset/en. Bedauerlich ist, daß mit dem Scheitern der Werkstätten Leistungen beruflicher Art verloren gingen, und entscheidend war cs für die Bewegung, daß fast autoinatiseli der Zusammenbrtielt der Werkstätten den des grollten zionistischeu Jiigenilhumles in Ikiitschlaml nach stell zog. Mit der Gründling des Hrith Mao lim heginnt eine Alijali, die sich im Gegensatz zum Blau- Weiß voll und ganz in die Reihen der Arbeiterschaft ciu/uglitdcrn sucht. Ohne nennenswerten Zusammenhang gingen unsere ersten Menschen ins Land, um ungehindert durch allzu starke Bindung an den Bund den rechten Zusammenhang zu finden. Wenige kamen bald nach I: j n C 11 a r 0 11. Schon damals war man sich bewußt, daß der Kibbuz letzten Endes all das verwirklichte, was man sicli in der Golali zum Ziel gesetzt hatte. Dies gab uns die Sicherheit, den geeigneten Platz im Lande gefunden zu Italien. Unsere Chawerim arbeiteten in allen Ptugoth und Meschakim des Kibbuz. In den Kolonien Pctacli Tikwati, Sichron Jaakow׳, in Balfonriah, Atulc, Ja- "fei % Die Hcclialuz-Bew egiing in Deutschland bemühte sich ot verband man Zionismus mit dem Willen, in Palästina neue,׳ gerechtere menschliche Zusammenhänge zu finden. Die erste Tat lies Praktikantcnbumtcs war die Schaffung der Siedlung Halbe. Wennschon diese Siedlung niemals den Charakter einer Kwuzali hatte, so wissen wir doch, dall man ז: it n n n u n U h n d?%״ seit langem um Verbindung mit der Weltbewegung einer Lcbe.Xm fin P.Listina;״ri mit den palästinensischen Arbeitern. Aber erst seit der vo[bf' jtdc |״ d\:u Jaltren‘!020/21 kommen die ersten Blau- '*einig des Hapocl Fla/air und des Zcire Zion in Prag ׳־ - . Tirz 1920) wurde die Gelegenheit zu einer solchen Bcgcg- "™g gegeben und hier versammelte sich vom 28. 29. Marz von allen Ländern beschickte Moaza des Hcclialuz. Allerdings fand wegen des großen Aufsehens, das die Kon- Brenz der Parteien verursachte, diese Zusammenkunft nicht Weißen ins Land. Nach kurzer Zeit vereinigen sie sieh (nach dem Namen des Menschen, auf dessen Initiative der Praktikaiitenbunil gegründet war, Max Hirsch) zur Kwuzali Zwi lind beginnen in Ejn-Gaiiim in einer kleinen Hilfswirt•׳ Schaft zu arbeiten. Arbeitslosigkeit zwang sie, zeitweilig beim Bau in Tel-Awiw tätig zu sein, Etwa 111 Jahre, nachdem der ־ ו|t ihr gebührende Beachtung und deshalb wurde sie in der (idud i laawoclali mit seinem ersten Sicdlnngspunkt in Ejn IGeschichte der chaht/ischcn Bewegung fast vergessen. An Charod begonnen hatte, geht die Kwuzali Zwi gemeinsam mit eieser Konferenz, beteiligten sich im Namen des russischen dem Kibbuz. Aleph des Haschomer Ilazair in Bcth Alpha Hcclialuz.: Fruntkin und Rosclizok, von Litauen: Elicscr Sirzur Ansicdlung. Wir sind heute verpflichtet, 1ms in Erinnerung ^*1 von Polen: Sidschik, von Galizien: Dr. Otto Menasche, CSR: Dr. Markus Rund und von Deutschland: der Schreiber dieser Zeilen. Bei dieser Zusammenkunft sprachen wir zuerst über die Situation der Bewegung in allen Ländern und klärten die ״»S« der Schaffung einer gemeinsamen Organisation, Im ‘uttelpunkt der Diskussion standen zwei Fragen: Muß sich der lleclialuz. der neuen Partei anschließcn, der ״Hitachduth“? Die Antwort auf diese Frage war negativ und cs wurde der Beschluß ז»י / zu rufen, mit welcher Hingalie diese Menschen alle Forderungen der Chahiziuth zu verwirklichen suchten, wie man sich bemühte, die Verbindung zur Sprache tmil zur ganzen Arbeiterschaft zu finden. So verstand auch die Kwtiznh Zwi, daß sie allein, als getrennte (Iruppe, dieses Streben niclit verwirklichen konnte 11111I verband sich darum mit dem Kibbuz des li ascli 0111er )1 n z a i r. Wenn diese Vereinigung nicht gelungen ist, so lag das sicher niclit an dem schlechten Willen einer der beiden Gruppen, sondern daran, daß sowohl das K. J.V. als auch der Blau-Weiß den Menschen damals wohl eine zionistische Gesinnung gab, ihnen aber keine Atmosphäre vermittelte, die ein Zusammenleben mit ostjüdischen Menschen in irgendeiner Form ermöglicht hätte. So verließ die Kwuzali Zwi nach einem Aufenthalt von l'/2 Jahren Bcth Alpha. Nun erkannte man, daß man ohne angenommen, daß der Vergrößerung der Kwuzali durch neue Menschen aus Deutsch- Ht’clialuz. iiberparteiland einen neuen Sieillungsplatz niclit beziehen konnte. Hier entstand eine große Schwierigkeit. — Der Blau-Weiß hatte sich inzwischen in Primi! seine ״Verfassung“ gegeben. Mit ihm verband sich die Kwuzali Zwi und kettete somit ihr eigenes Schicksal an das des Blau-Weiß. Unter großen Schwierigkeiten wurde der Malariaboden von Jagur besetzt. Die Buiidcsleitung des Blau-Weiß war der Ansicht, daß man keine Menschen nach Jagur schicken könne, solange ilie Sümpfe dort nicht ausgetrocknet seien. Dieser Zustand war für die Kwuzali Zwi unerträglich. Unter Schwierigkeiten finanzieller Art, unter Malaria leidend und von der Bewegung getrennt, zerstreute sicli diese Gruppe nach dreijähriger schwerer, gemeinsamer und verheißungsvoller Arbeit. Wichtig für unsere Betrachtung ist der Weg der Kwuzali ״״״«״—— - Chcfzibah, die zum Teil aus deutschen, zum Teil aus sozialen Aufbau des tschechischen Chaluzim besteht. Bald nach Kriegsende grün- Landes (Palästina) zu ——״—,™“״ verwirklichen‘•. Jeder ') Aus einem Referat bei einem Treffen in Giwath Chaluz macht «ine bc Brenner. lieh ist und nur Verbindung mit der Arbcitcrschaft in Palästina haben soll. Die zweite Frage behandelte den Inhalt und die organisatorisehen Wege der Organisation. Die Aufgäbe des lieciiahiz sei es, ״gemeinsam mit der palästinensi* sehen Arbeiterschaft den nationalen und gnr, Gcsclicr und Ejn Charod waren sic in allen Arbeitsgebieten tätig. Bald stellten sich Schwierigkeiten ein. Die kulturellc llaehscharal׳■ hatte nicht ausgereicht, um unseren Mensehen die hebräische Sprache zu vermitteln.'Die Tatsache, daß sie sich trotz guten Willens fremd fühlten, lahmte ihre Kraft, sich cinzulebcn. Nach der Vereinigung von Hrith I laolim und JJWD. erkannten wir, daß wir den betretenen Weg nicht weitergehen konnten. Da der Kibbuz zu jener Zeit aus Mcsehakiin und aus Plugotli, welche in ihrer Zusammensetzung einen unbeständigen Charakter hatten, bestand, plante man einen Konzentrationspunkt für den J J W B. in Jagur und P c t a C 11 T i k w a 11 zu schaden, da man ja die neuen Olim nicht sofort in die bestehenden W irtscha den aufnehtnen konnte. Die Pegisiiiali der JJWBer, ilie im Herbst 1925 in Ejn Charod stnttfaml, bestätigte diesen Plan. Die bald einsetzende Alijalisperre ließ ihn nicht zur Ausführung kommen. Jetzt kamen schwere Zeiten. Die Arbeitslosigkeit der Krisen-!,ihre, alle Rückschläge im Zionismus führten dazu, daß eine Dctiächtlichc Zatil unserer Menschen das Fand verließ. Als im November 192(1, als keine Hoffnung auf Alijah bestand, Chnluzim des Bundes daran gingen, in der Umgebung von Hameln den Kibbuz C11 c r u 111 zu gründen, ahnten sie sicher nicht, daß ihre im Frühjahr 1929 beginnende Alijah eine neue Periode in der Geschieh 10 der deutschen Alijotli ciuleiten werde. U r i c 1 R o s c »1 b 1 a 11. Mittlcrcnlager des Haschomcr-Hazair. Das Sommerlager der Kölner Mittlcrnschaft des jüdischen Pfailfimlerbundes 1 laschomcr-Ha/air wurde in diesem Jahre zusammen mit der Mannheimer MitUcrnsehait vom H>. 8. bis ,JO. 8. in Enncnbach bei Ruppichteroth diirchgefiihrt. Das Lager war in einer wunderschönen Gegend, mitten im Brohltal, gelegen, und die äußeren Bedingungen mußten einen guten Verlauf gewährleisten. Das t.ager hatte die Aufgabe, die Menschen zur Erfüllung ihrer zionistischen und inenschlichen Pflichten zu erziehen. Vt'isscnsmäftig sollten die Menschen weiterkommen und zur Eigen; 11 heit angeregt werden und sieh in ihrer menschlichen Haltung festigen. Das Erlebnis der Gemeinschaft sollte sie dem Ziele, Menschen des Kibbuz zu werden, nälicrbringcn. Die ersten Tage waren ausgefüllt durch Lagerarbeiten, aber doch fand man Zeit, täglich eine Stunde gründlich Hebräisch zu lernen. Das Lager sollte in gleicher Weise körperliche wie geistige Erziehung sein. Jeden Nachmittag nach der Ruhepause fand sich das Lager zur Sich.1h zusammen. Zwei Sichothreilicn liefen nebenein• ander: a) »Geschichte und Aufgabe der jüdischen Jugendbewegung“, b) ״Urgeschichte des jüdischen Volkes an Hand des Tcnach". Jeder Tag wurde eingeleitct mit einem Appel!, zu dein das ganze Lager antrat. Nachdem die Lageriahnc aufgezogen war, wurde das Tagesprogramm bckanntgegcb״n. Der Vormittag war dem Iwritlernen und der sportlichen Arbeit gewidmet. Nach zweistündiger Ruhepause wurden Sichoth abgehalten, an denen sich die Lagcrtcilnchmcr lebhaft beteiiigten. Sch.