Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 78-79 (28.9.1934)
- Date
- 1934-09-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 78/79, 28■ IX, 10״ / ־׳ / / %— ■״ -XMF ך«-")* ׳־^L ''׳יין Oo r * , f / Die Jaffa « Orange auf dem deutschen Markt Zugleich ein Beitrag zum Thema «Boykott* Eine Reihe deutscher Zeitungen veröffentlicht die nach- Stehende Nachricht: Hie Handelskammer Homburg hat in ihrer Antwort auf ein Schreiben der I iumlcKka ininer Niro da auf Cypcrn den *.vhlich nicht liegriiiide.lrn Vorwurf ztiriirkgcwiosen, daß die puläuli• nensLchen J a f f 11 - O r a 11 gc n ilcn cvpiiv'hen griiml'-.itzlicli vorgelogen würden. Wenn die <*_>׳jirisctie Ornnpjc gogctmlicr der Jaffa- Orange mrreit r.nrikkständo, so deswegen, weil auf Grund der generellen deutschen!)eviscnvotschriiien mir solche Länder auf Absalr, in DrutsrhhinH rccluirn könnten, die zuLildich deutsche Induatriepjodiikte im Auataua eh verfahren kaufen. Jm übrigen werde P.il.istinn durch die deutschen griicidlen Deviccnvnr>chrilten gcium so getroffen wie. Cypern. Die Handelskarnmer ILtinlmrg cinidielilt, daU die cyprisdwn Orangenprodiiirnien mich Wegen stieben, durch Abnahme dem .,eher Iiiiluslric- Produkte den Weg für die ICi 11 fuhr ev[)risrhcr Orangen 11.1dl Dciitsdilund frei zu machen. Nach dieser Richtung sind Bemühungen im Gange. Nachteilig wirke sieh zurzeit in Cypcrn, noch der Mangel . an Vcrki Iifsorgaiiisaiioneii aus, die die Verpackung und den Vcr- »and der Waren nach älinliclicu Prinzipien wie in Palästina he- , sorgen, Wegen der dünnen Schale 11er cyprUchen Orange sei gerade die Verpackung für den Export besonder» wichtig. Was die Cypern -Orange betrifft, so wäre hier in Parenthese zu bemerken, daß die Initiative zum Anbau von Orangen in Cypcrn von dein Ocdankcu ausging, daß Cypcrn als britische Kolonie die zollpolitischc Vorzugsstellung der ״Imperial Preference״ auf dein englischen Markt ge- Hießt, ein Privileg, das der Palästina-Orange, die aus einem Mandatsland stammt, versagt Ist, Die palästinensischen Oran• genpflanzer haben gegen die Ungerechtigkeit, die in dieser — wenn auch dem Buchstaben des Mandatstextes entsprechenden — zollpolitischen Behandlung Palästinas seitens Englands liegt, wiederholt erfolglos protestiert. Cypcrn, dessen Orangen- Produktion erst allmählich sich zu erweitern beginnt, konkurriert also unter besonders günstigen Bedingungen auf dem britischen Markt. Uns interessiert hier aber viel mehr die Bemerkung über die J a f f a - O r a n g c und die allgemeine Stellungnähme der Hamburger Handelskammer. Es bestellt kein Zweifel, daß Palästina — und zwar nicht nur die palästinensischcn Orangcnpllanzcr, sondern ein sehr bedeutender Teil der mit der Orangcnproduktion direkt oder indirekt verbundenen Menschen — ein großes Interesse daran hat, •eine Früchte auf dem deutschen Markt abzusetzen. Es liegt auf der Hand, daß bei der heutigen weltwirtschaftlichen Situation und angesichts der neuen Methoden zweiseitiger Handelspolitik ein solcher Absatz nur im Wege des handelspolitischen Austausches möglich Ist. Dies ist eine nüchterne, reale Angelegenheit, und die Interessen der Paliistina-Wirtschaft fallen, hier direkt zusammen mit den Interessen der deutschen Fxportindtisfric. Es zeigt sich hier deutlich, daß dort, wo die Juden ein reales, verwurzeltes Leben beginnen, ihre Beziehungen zu anderen Völkern und Ländern auf ganz anderen Grundlagen geregelt werden müssen, als es bisher häufig der Fall war, wo Diskussionen und Ideologien eine Hauptrolle spielten. Wem» z. B. versucht wurde, die Frage der Rechtsstellung derdeutseben Juden, die wir deutschen Juden gewiß ab eine für uns lebenswichtige Frage betrachten, außerhalb ihres Bereiches mit anderen Fragen, z. B. Fragen der Handelspolitik, zu vcrquicken, so haben wir — und in diesem Punkte sind alle deutschen Juden einig — uns immer gegen eine solche Verflechtung ausgesprochen. Niemand wird uns unterstellen wollen, daß sich in dieser unserer Haltung eine Bagatellisicrung der Bedeutung der deutschen Judenfrage ausdrückt. Aber Boykott ist nach unserer Meinung ein unwirksarnes und ungeeignetes Mittel zur Austragung ideeller und grundsätzlicher Fragen. Die Wirtschaft hat ihre eigenen, immanenten Ocsetze, und wenn diese mißachtet ■ werden, tragen alle Beteiligten den Schaden. Das gilt nach unserer Meinung — und auch nach der Meinung maßgebender offizieller deutscher Stellen — auch für die Verhältnisse innerhalb Deutschlands. Von Palästina aus hat sich auf ganz natürliche Weise ergebe«, daß der Weg des Boykotts nicht gangbar ist. Und auf diesem — relativ gewiß weniger bedeutungsvollen — Gebiete finden wir vielleicht einen Fingerzeig, der über die spezielle Frage weit hinausweist und uns einen Ansatzpunkt bietet für die Ucbcrlcgung, wieübcrhauptdieBehandiungder Judenfrage in sachlichere Bahnen gelenkt werden kann. Abgesehen von der von uns nicht unterschätzten Bedeutung allgemeiner Ideen ist die Hcrausaibeltung realer Situa- Honen, die miteinander in Ausglsich treten können, in der praktischen Politik sicherlich nicht gering zu bewerten. Jüdische Händler im Leihhaus Der ״Westdeutsche Beobachtet״. Köln, vom 25. September beschäftigt sich mit dem Leihhaus der Stadt Köln und veröffentlicht in diesem Zusammenhänge eine Aeußerung des Vorstandes dieser Institution, in der es U. a. beilit: ,,.Schon im April 1033 wurden Juden von den Vc'stcigejungen des Leihhauses ausgcschlomcn, und *s «ind auurahm• weise nur jüdische Händler zugelasscn, wenn sic nach weisen können, d«8 sie aktive Kriegsteilnehmer waren, ihr C.ewerbe richtig jinge meldet haben und ordnungsgemäß ihre steuerlichen Verpflichtungen erfüllen." Die Neuordnung de» Handel» Auf Grtiiid des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirtschaft hat der Rcichswirtschaftsminister eine N c u o r d n 11 tt g d c r II au p t g r u p p c ״fl and e I" der deutschen Wirtschaft vorgenommeu. Die Wirt- Schafts;;! tippen des GroB-Fin- und Alwinlirhnndcls, de» Einzelhiudels, ijes Gaststätten- und Bchcrbergtmgsgewcrbcs ’:,ul des ,111111111,inten Gewerbes, sowie mehrere Fachgruppen sind als alleinige Vertretungen .־tiierknimt und mit Pf ii eilt- M i t g i i e d s c 11 a f t aiisgcstntlct worden. Wie der Führer der I latiplgruppe Handel, Pr. Carl Liier, in einer Erklärung in der Presse iiiitteilt, wird die Anerkennung weiterer Gruppen des Hamids in Kürze erfolgen. Diese Neuorganisation de• Berufsst,indes, der für das deutsche Judentum auf Grund seiner Beruf liehen Gliederung besondere Bedeutung hat, erweckt naturgemäß da« Interesse weitester jüdischer Kreise. Wem! f>r. Lüer In seiner Fr- I<1,innig betont, tlaß der dcutsdte Handel, an knüpfend tut seine grollen Uelu1׳Jiefc׳ru11gcn, seinen besonderen Pflichten und seiner grollen Verantwortung gerecht werden wird und daß Kaufleute gebraucht werden, die Ehrbarkeit und Wagcin ut verbinden und die sich Immer eine der ältesten und besten Eigenschaften des Handels bewahren: den Blick auf das Ganze, so kann auch vom Standpunkt der zahlreichen jüdischen Kaiiflente in den verschiedenen Handclsgruppen, die nunmehr in der Gesamtorganisation ihren Platz finden werden, gesagt werden, daß sic nei dem Aufbau der Wirtschaff unter diesen Gesichtspunkten ihre Kraft einzusetzen bereit sind. Meldepflicht lilr Rohprodukten - HJIndler Durch Anordnung des Rcfchswirischnftsmlnlstcrs ist dfe Fachgruppe R o 11 pro duktenge werbe (Rcichsverhand des Deutschen Roliproduktcngewerbcs) In Bcriin-Relnickendorf-Wcst, Wacholderstr. <11, als alleinige Vertretung ihres Wirtschaftszweiges anerkannt worden. Der Fachgruppe werden alle l hilernclmter lind Unternehmungen angeschlossen, die gewerbsmäßig Rohprodukte sammeln, handeln umt sorticrcn. Zum Rohprodukteiigcwcrbc gehört eine solche Tätigkeit auch dann, wenn sie neben einem anderen Gewerbe ausgeübt wird. Als Rohprodukte gelten: Fumpen, Textilabgängc einschließlich Sjnrinerei- und Wchereiabgänge, PapierabJdle, gebrauchte Einsehen, Glasscherben, Altgummi, Knochen, sowie u. a. auch Eisen- und Mctnllschrott und Felle. Unternehmer, die das Rohprodttldcngcwerbc betreiben, haben ihren Betrieb bei der Fachgruppe anzumclden. Die Einzelbeiten des Meldcverfahrens werden von dem Führer der 1 iauptgruppe 0 der gewerblichen Wirtschaft bestimmt. Diese Verordnung findet auch auf die Betriebe Anwcndüng, die sich 1111 jüdischen Besitz befinden. Bemerkenswert ist, daß Betriebe, die Eisen- und Metallschrott und Felle vertreiben, nur nun Rohproduktengewerbe zählen, wenn der Umsatz in diesen Artikeln 50 0׳,״ nicht übersteigt. «Randbemerkungen* Die ״Fränkische Tageszeitung״, Nürnberg, •chrelbt bl den ,,Randbemerkungen“ vom 19. September! ״Der Jude wäre eben nicht Jude, Wenn er nicht Verwehen würde, sein Ge־»;׳haft 1wu־h wie vor za seinem Nutzen tmri zu des deutschen Volkes Schaden weiter za betreiben, TügHrU mehren »ich hei an* die Anfragen und Kinsendnngcn, mit denen klar hervnrgeht, da& j(U dischc rirmen glauben, in dem Maße, wie die Zeit *eit der national• <4)miMj*rhen Kevolmion verstreicht, *Ich wieder fest im deutschen C»cseh;»it«ltd>rn «’innigen za kunwn. Leider Ut ihre Spekulation *uC die Gctlfmkrnf rii״hrit und Vergeßlichkeit hrciteMcr Volk^sehirhtm nicht ganz unrichtig. Wir wollen deshalb vorerit einmal zwei Falle kurz ciwiihnrn, um;*n die en Dehpietcn za teigen, wie *ich da« Jadentum wieder ülteiaU festztDctzcn beginnt und in aller Weise »ein (Jeschuft ai tnni-hen versucht.“ Fs werden dann die Figcntumsvcrhiiltniasc von zwei Nürnberger Geselläftsmiternehmungen untersucht und die Beiiicrkimg daran geknüpft: ״Es viire nicht uninler.’srant festniitellen, welche Kiiufcrkrebo im nntiiiiuilsonnlisiiächon Nürnberg Immer noch irt diesen Geschälten zu finden simSt“ Vom jüdischen Standpunkt Ist dazu zu *agen, daß den Juden, nachdem ihnen auf zahlreichen Gebieten die Betätigmigs- und l'rniihrtmgsniögllehkelt vertagt wird, im freien Wirtschaftsleben ein Bereich der Betätigung mich von maßgebender Stelle, vom Innenministerium und Wirtschaftsministcrium, zugestanden worden ist. Es wird also anerkannt, daß sich die Juden, wenn sie hier einen Beruf ausüben, sich 'keineswegs unberechtigt ״einnisten״, sondern ihrer legitimen Tätigkeit nachgehen. Nlchfaricr vom Zeiltutpvciirleb aaspeschlossen Die Reichst,־uTmchaft des Deutschen Zeitungs- und Zeitsehriftcn-Fin/clhandcls, Frankfurt a. M., hat 1t. ״Frankf. Zeitung‘־ vom 23. September den Grundsatz «!((gestellt, daß Nie 11 tarier 11 e m Verbände 11 i c 111 an gehören können, womit ihnen alsbald die Ausübung des Berufes verwehrt ist. Fs bandelt stell dabei z. B. auch um alle jene Fälle, in denen ein nichtarischer Zcitimgshiindler nur nicht iiatkSmIsonalistische Zeitungen verkauft hat. Irgendwelche Ausnahmen, wie sie sicli sonst fast allgemein in der Gesetzgelutng der Kcichsregicruiig, z, B. im Gesetz zur Wieder- Herstellung des Rcrufsheamtcirtums, ln den Anordnungen über nicldarisehc Acr/te und Anwälte oder auch im Schriftleitergesetz. tiudcu, sind für Zeitungshändler nicht zugelassen worden. Aus einem Schreiben! das im Namen des Präsidenten der Rciehsprcssckammcr (der die Reichsfächschaft des deutschen Zeitungs- und Zcitschrlften-Einzelhandeis angehört) erging, wird ersichtlich, daß dicserStandpaukt von dieser Stelle gebilligt worden ist. Wie ei heißt, soll diese Maßnahme sie!! auf alle Untergruppen der Haupt[׳ nippe ״Vertrieb“ erstrecken, also auch weiter auf die Rcicnsfachschaft des Großhandels, des Bahnhofsbuchhandcls, der Lesezirkel und der werbenden Zcitsdirlftenbuchhändler. Bauernschaft und Viehhandel Der Zeitungsdicnst des Reichsnährstände» schreibt• ״Es i't im I Linde) «verkehr, itiircl)•״• üblich und fa f *Ht> iverMärolliV eben vom Ein7rll1.il d.Ü der AH.,y,luS; Kaufe» <1 uri'l» Vertrag 0.1er Betätigung *י Hnfllieh fe1r״clr« Dun li diesen Vorgang ö. limi si! 11 die!,.״tri,•״ Ifi Iniii. Nit j׳vmm Iten den Ab ׳ l'".iufn K)h׳Ut־l) Verzi b< le^unjj verzt! Viehhniuh'l. Dubej I1;m׳le!t K;11 ני,»Ir-t'h [tf יי b•( Mini, so N< Itli1׳i'rn»|ea ^׳! hf auf siltrifil K<1\ )f,׳ ז me *<!,!,׳ }!bewußt tu al '0 die ן; crifaarn hm \ ־: ״ )in 11 K.'i'itvrrlrag firmle Ann.ilimc n»hf1 , Vcrif.mrn es sich hier hri K111f.1l)״ hl . סי¬ WH r : el«a uin grri1)1;,״^,'^ OlijcHc. Ob!Irr Steiler eine Kuh, heuer 20 Siijrä Fuivirli, der Grol’>״n1nd!1esit/er vicllri,y mehr verkauft, e» lundelr *ich in jrdrm Fülle ־ Vet möge nswe Ue. um bfftirti,. K!gcnhmnw1vt1»e| Bt״ P’qrniwp *ueh iinlmlr TioisnWm wird der . einem ll.ndnelilig hrköifti־;(, Her AitBen.Ieltemle bcbeheTm diesen ״nllcn Zopf*, weil er den liefe״ Sinn nielit vcesUM 1. ] I!linlsehliig liegt ein Veit r.uien.bcweis. An lieiirm wir •n einem Kanfmlrag, der, imgesrliieltt nbgrfiSt Umsländen xcrseliiedene ״AnfiasMingni1• luhlit. Das c,.cr1 Vcrlrauen zwischen ll.iucr und V׳■״lihindler ist nötig■ denn wie der Viehhändler den Hauctnlii״((,, o braucht der Hauer den Viehhändler. 0' I, « n d w i r t 1 c h n f t wird nie ihren V i e h 11 m siti ot,,' den Handel hewätligcn können. Der ILmcr!« nicht nur Lider,int, sondern auch Abnehmer des Viclihindelr,!! V'iehhändler, der rcgclinifSig auf den Hof de* Hauern k״mm1, *d *'»* dieser bmirlil, und kann in Zinammciunbcit mit de« tr rüclifcrisrlien Jlnaiern garn llcsemdcrcs Icisun. t1.,1i ,,n Vcrtranensverhällriis iwisclion Hauer und Viehhändler tu«srt:,J liestehl und »ich in mi/.ililig vielen Fällen durch (iiiiciaiinnca t, halten hat, iit jedem bekannt, der mit der LandwirlMlnft blinden i*t. Destiatb und nur deshalb ist es mügtirh gew״fן,^ 1״ lieh der lUnitsrblug •11 Fr1״U de! KaufveitraRes erhallen k8»-t An dem ges! hilderlcn Vctlniuenncrlultnir kann auch dert'ma4״ nicht» ändern, da» diircli Kimlringen ״nzuvcrlässiger Klemmte j den Vithh.mdel, insbe״»n1lrte in den J,ihren nach rlrni Kim dieser Sfniul vielerorts in Mißkredit geraten ist. In welchem S!h gab e» in diesen Jahren de» Verfall» keine «krupctlom (',e«chri% mnelier? l)e»11»lb g;mr lllgeinein einer! gahren Stand tu ist widersinnig. Der reelle Viehhandel ist »teil »lets seiner Belt,, hing trrwuß! gewesen. Kr hat sieh am h immer bemüh!, tiril»;■.•! Ktemenle au«mmer/r11. Hirse Hemiilmngen werden in mUstWt Maße nneh der Finlterirtumg de» Vieldiandel« in den Rcirliwilv. «Und forlgeseiil. Die Zugeluiiigkcit rum Rriehsnahrsl«1!(i gibt 1k, \ irhliandel nicht nur Rn 111 e, sondern legt ihm 1>1,h ein,! l’lliibleu auf. Als etub.iicr K.iufm.iim muß der Vielduimllet Tm hämler des Lauern sein. S]>1׳kuUtinnsgrwi1mc wirrt e• in ZuV!־s nicht mehr für ihn geben. Dafür wirrt die neue Marklregebiaih eine sichere, glcichblrihetnle Abgeltung für «ine Arbeit ge»»bl leisten.“ Diese Stellungnahme des Reichsnährstandes ist auch fei zahlreiche in jüdischen Händen belimllkhe Firmen dnl Vichhandcls hcdcutiingsvoll, die /um ' Teil seit Jalir/ehnttnl auf diesem Wirtsclialtsgrbiete tätig sind und ihre t.rb’pf nkht zuletzt dem Vertrauen verdankeii, das 1k 1i:l| bet ihrer bäuerlichen Kundschaft erworben haben. Nochmals: Jüdische Filmreklame Die ״Westfälische Landeszcitung Rote Erde“, Dortmozä, vom 20. September teilt zu der von uns in unserer letztes Nummer erwähnten Angelegenheit der Filmreklim seitens jüdischer Firmen mit: ״Zur Vermeidung von Verwechslungen legt die AI.A. (An!e1;׳» A.-G. Berlin, ZuTlgnieiUuhisning Doilmund) Wert «latauf, der 0f1e lirhkrl! dnvon Kennlni» m gctcui, d,1ß säe für die Vermittlung סן »Hier Rekliirnelilnie an I.i, 111 ipielltimter nicht in Frage k׳wc Ha die AI.A. Iieuic ein Unternclimeii der NSDAP. i*b W«!t « keiner besonderen Hrfoimug, dsQ irgendwelcho Beziehungen 1« l-i■ »chcn Finnen sclbslvor%!äi1!llich nicht Iwsteiten. Bei der 11» dem ״StiHiwori“ der \Sl,l, crwähnien große» Je lltier ReklomegeuHbrlinft hiindrlt es »ich um dio Projektion«{«"■ K'liaft Palast . Berlin. K1 ist Im flbrigen «ehr erfreulich, fcMttiüellen, d»S immer *d* Stimmen au« allen Ktriien der Bevölkerung Uui wtniett, d* öi Vorgehen tler NSDAP, und ihrer Prc ׳ gegen jü1li»cht■ Aul1ln1״Jc keit begrüßen. Der Jude m,!g sich endlich d.irnit!ihlinilcn, rta( " im heutigen PcuUrhlund (irr ihn keine Somlerilclhing mfhr ין" da« war nur im ״glorreichen‘' System von Weimar mocli h. "*י* nun endlich auch noch diejenigen zur Kinaicht komm™ •G׳e« die Immer noch beim Juden kaufen, anstatt beim deutschen Gechii’»■ mann, dann wäre die Jurtenfrage in Deutschland »ehr bald {5,׳* Nichtarier in der Justiz Die ״Juristische Wochenschrift“ veröffentlicht im Heft vm 22. September 1934 den Wortlaut einer auf dem Parteikongf« in Nürnberg am 9. September 19'il gehaltenen Roh Reichsjustizkommissars I)r. Frank über di« D״■ W irkung des nationalsozialistischen Ideengutes atil das deutK« Rechtsleben. In diesen Ausführungen heißt es u, a.: ״Wir tichlen von mv-rrrr iiilionalsniiiithiiiclwri llcwfji»! י• 1Kn A|1|h׳II im den J'iihrer, umglicliit liald 1l!e Bcieihsung / arisrlier ״SlaaHatigrh'iiigci" im Prozeß zu verbieten. (hu׳«׳lfl_ ,' fall.)!»elVisiverciiiridlich wird diese Entwicklung in den M rturchgefülirt werden, tlie unserer deut״hcn Kuiturlihlie enupf^ , und di« wir bisher auch bei unserer AricrgcicUgcbutig »erfolgt hr»4 * Zu der lustlzausbildungs-Verordnun 1 י®* j 22, Juli 1931 hat der Reidjsjustizministcr eine erste Df ־; ft'ihmngsvcrordnung erlassen. Der Nachweis der *T **.?!־,_, | Abstammung ist danach in dem Umfang zu 'ul'| wie er ln der dritten Verordnung zur Durchführung j Gesetzes zur Wiederherstellung des Bcrufsbcamtcntumi י!; langt wird. ■! kÄd lum .62׳״׳f? mgm( ■f: ״m preiswerte Angebote %ן jrrrw—־— ״——-■ך——״״־־ ggs^gs:;; 5c::.;׳Mי— ׳ |UD) füt 0N0t 1 ז»iJ ICO NI 0 ST* ASS£