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Jüdische Rundschau · 1934-09-21 · Heft 76-77 (21.9.1934) · page 18

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 76-77 (21.9.1934)
Date
1934-09-21
Page
– (sequence 18)
Language
German
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-RUNDSCHAU JÜDISCHE RUNDSCHAU PALÄSTINA - WIRTSCHAFT NR. 76/7T. 31. SEPTEMBER 1934 CT«|| ןף""■•“?» f Js ■_ ,I .iJ /;* ' י ' M i w^׳ * 3^^ »tfc Rmwi.i - Mm | י■״״, S-' tk־.«:*il־.»׳״״«älft Ct^ 0 ft fl « ך;• י * §ךיי^ ןץ־י^ו ו |Vj ין ך *J' 7 יי" Von Dr. Allred Bonne, Jerusalem fn «!lesen Ta״cn ist eine Klage und Mahnung industrieller Organe an die Fabrikanten des Landes hekanntgeworden, über dcr BrCrtcdiuun« des einheimischen Bedarfes in die l'il!!: 1' der Markte in den N a c h b a r I a n ^(•n nicht zu vergessen. Die Oefalir, daß durch die Ver• ״clil.'issigmig der Nachharmarkte miihevolI eroberte Absatz* ״׳biete schnell veriomuringen, sei gegenwärtig anlicrordent- |(h aktuell und dürfe keineswegs leicht genommen werden. pir«c Mahnung, die zweifellos berechtigt ist, beleuchtet die rcgenn■irtitre Situation mehr als jeder andere Kommentar: fy wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den letzten juei I;ihren hat Hand in Hand mit der grollen Einwanderung ״ einer so gewaltigen Steigerung des inländischen (tfdarfs an Konsulnartikeln geführt, daß die Ausfuhr dieser frrrngnissc erheblich / 11 r ii t k g e g a 11 g e n ist, obwohl dtirh/eilig die Produktion im Inland seihst crhchtich ge* ,hege״ ist und sogar der Import der gleichen Waren aus <hm Ausland zugenommen hat. Ein blick auf die Außenhandels* iffern für 1932 (nd 1933 zeigt diesen Sachverhalt recht deutlich: Einfuhr H1knm|[s1nitt«lt Getränke und Tahnk . . HcUnterinlien und k«um bearbeitete Stoffe Halb* und Gnnzfabrikate ...... Vmrhirdrnra .«*•*«•«• « Au*f uh r Nahrungsmittel, Getränke und Tabak , . Rokmatrrinlien und kaum bearbeitete Stoffe Halb* und Gamfabrikate ...... Vrndtirdrne*.. VC.il!rond also alle Posten der Einfuhr und die Gruppe Nilmtngsniittcl der Ausfuhr eine z. T. sogar sehr betracht* liehe Steigerung aufweisen, zeigt der Export von In- (tust ri e e r z c 11 g n i s s e n eine erkennbare Ab• tchve iic hu n g, die besonders charakteristisch ist, nachdem!fit der Industriezählung vom Jahre 1930 bis zur Industrie• »Mutig im Jahre 1933 die gewerbliche und industrielle Ge* (jnitprcHluktion sich mehr als verdoppelt hat. Zählung I9׳ji): 5« jnoo £ r. 1912 IW 2t1n«Hm« 1785 2426 + 641 557 836 4 279 3910 5743 +1833 1517 2118 •L 601 202S 2246 4 220 43 32 - 11 312 306 - 6 0.5 4 7,5 Zahl der jüdischen Rrschäftigte Investiertes Kapital Produktion Bei einer Anal Betriebe 1:p 3:p y s e der Zählung: 1933: 3 386 19 510 i'P 5 260(100 £P 5 329 000 175׳ 2 968 10 000 235 2 2 510 000 wichtigsten Ausfuhr* srtikrl ergibt sich, daß die erste Stelle unter den Artikeln mit .sinkendem Ausfuhrwert Seife cinnimmt. Mit der Aus* fuhr von Seife hat es aber eine besondere Bewandtnis; die srahifche Seifcnindustric, die allein über den Rückgang ihres AM/os /u klagen hat, stoßt in Aegypten, ihrem Haupt* shsat/lrnid, auf die Konkurrenz der dort mit Regierungsliilfc tmäge/ugnien und durch hohen Zollschutz geschützten Fa* briken, die eine ähnlich einfache Seife für die dortige ein* Mimische Bevölkerung herstellen. Dazu kommt, daß die hupts.ichlich in Nahlus domi/ilierende Seifenindosirie meist rar Olivenöl für «lie Scifenherstelliing verwende(, während ägyptischen Fabriken zur Verwendung der sehr viel Liiigeren Tetlsänren tibergegaugen sind. Abgesehen von «sein Somlerproblem, das bereits die Aufmerksamkeit der StRicrung gefunden hat, trifft für zahlreiche junge Industriewfigr /11, was über die Ursachen des Rxportriiekganges susgclnhrt wurde. Besonders auffallend und doch leicht er* dirhar ist die Verringerung der Ausfuhr hei dem Artikel Bettstellen, von dem im lahre 1932 noch fiir £P 4113, Jahre 1933 dagegen nur für £P 818 ausgeführt wurden. >*ie Ausfuhr von Papier- und Schreib waren sank £P 6770 auf CP 1620׳, die von Strümpfen von iP 11538 auf cP I15SI (1030: UP 10722!), von Zement '»n tP 22 151 auf CP I HM (1930: TP 28 702). Bemerkens- J״tc Rückgänge zeigen noch S c h o k o I a d e, Bi s k u i t s, Tiegel 11ml Kart on nagen, während andererseits von 'hem i k a 1 i c n und künstlichen Zähnen erheblich *•,hr als im Vorjahr exportiert werden konnten. Bei den “«!liehen Zähnen heim״ die Steigerung nahezu 80 ",0 (von ü' 13!10;mf Cl> '23 671). Bei aller positiven Wertung dieser Entwicklung tind bei Genugtuung vor allem Ober die durch sic bewirkte Entlastung mancher Unternehmer von früheren Absatzsorgen 1י״י niemand auf den Gedanken kommen, die Lösung des BUti»c11skchcn ImJustricprohlcius allein in dieser Richtung ״׳ suchen. Gewiß, unter dem Gesichtspunkt der Unterbrin*!ך? einer Maximalzalil neuer Einwanderer und des schnellen «flwus einer starken Wirtschaft hat die Industrialisierung “1»chätz'harc Vorzüge. Die Beschäftigung eines Arbeiters und «mit die Ernährung: einer Arbeiterfamilie erfordert ungleich Jmiger Kapital als die Ansiedlimg in der Landwirtschaft. Die 111 i igr a t i o 11 selbst schafft Existenzgrundlagen für die Musfrie durch die einfache Tatsache ihres Bedarfes [״ Konst!ingiiterii. Die wachsende Unabhängigkeit der ein- •*/'!nischen Erzeugung von fremden Märkten ist!gleichfalls Errungenschaft, deren Bedeutung heute nicht hervor- 1׳״oben zu werden braucht. Aber die industrielle Entwick- "nR in einem Kokmisationslandc, in welchem jeder I in* ämlc'rcr seine private Initiative frei entfalten will, hat die .*'urhehe Tendenz, immer wieder über ihren ursprii 11 gliche 11 ,,״men hiiiauszmvachscn. Sieht man ganz von zollpolitiscneii 1"!criekcitmi ah!mH weiter davon, daß einmal eine Veröl m eines die dieses länderkomplcxcs wäre groß genug ge* eine nicht allzu umfangreiche Eigenerzeugung der samt bedarf wesen, um wichtigsten Bedarfsartikel zu absorbieren. Die Entwicklung nach dem Krieg hat «Ile Situation grund* legend geändert. Die große Transformation, die diese Länder mmmchr immer stärker erfaßt, äußert sich wirtschaftlich vor allein in der Tendenz zur Erhöhung des Lebens- Standards und damit des Einkommens. Die allgemeine Ausweitung der Produktion, die eine Erhöhung des Volkscinkoiniuens und damit die Erhöhung des Lebensstandards im Orient ermöglichen soll, kann nicht durch eine Stärkung der primitiven Autarkicstruktur dieser Länder erreicht werden. Sie wird in allen Orifniländern durch einen möglichst viel* s e i t i g c n und intensiven Ausbau aller potentiellen Kräfte und Möglichkeiten angestrebt. Die langsame Ver* Schiebung des Schwergewichts der Agrarwirtschaften des Vorderen Orients von der Ccrcalienproduktion zur Erzeugung hochwertiger Agrarprodukte ist ein Schritt in dieser Richtung. Ein anderer, nicht weniger bedeutsamer ist der Aufbau einer eigenen Industriewirtschaft. Die Tendenzen der Industrialisierung sind heute ln allen!.ändern des Vorderen Orients sehr stark zu spüren. Die Krise und iiirc Folgewirkurigcn, die verheerenden Freisein* briiehe, die die Agrarwirtschaft in manchen Ländern aufs tiefste erschütterten, haben die schon früher vorhandenen Ansätze zum Aufbau nationaler Industrien verstärkt. Dabei gibt es aber sehr wesentliche Unterschiede zwischen «1 e n einzelnen Länder tt. In der Türkei, wo — was vor allem in Palästina rächt allgemein bekannt zu sein scheint ״- der Imhistrialisictungsprozcn vom Staate am intensivsten betrieben wird, ist das Hauptziel des liidustrichen Aufbaiis nicht die Ausschaltung der inländischen Einfuhr durch die Eisenerzeugung der betreffenden Verbrauchsguter, sondern in erster Linie die Ausnutzung der Roh* * ♦ o f f e, die im f.aitde gewonnen werden können, zur Her* Stellung von 1 lalblahrikaten zwecks späteren Export*. Neben die Landwirtschaft und den Bergbau soll die Industrie als neuer großer Wirlschaftsbercich treten, der dem einzelnen Arbeiter und Unternehmer «ine angemessene Existenz, dem Staate eine bedeutsame Erweiterung seiner bieten soll. Einige Ziffern, die anläßlich des Stehens der türkischen Republik veröffentlicht zeigen, welchen Umfang die Industrialisierung bereits erreicht hat: Der Indnstriezensus zählte Ende 1932 1173 Betriebe gegenüber nur 312, die schon vor dein Jahre 1923 bestanden, so daß über 75 ״> der türkischen Industrie von 11 eute in «len letzten 10 Jahren gegründet wurden. Obwohl der Gesamtiinifang der Industriebetriebe nach d*r Zahl der Beschäftigten und der Höhe der Produktion relativ gering ist — die Zahl der beschäftigte׳! Personen betrug 55 322, der Gesamtwert «!er Produktion 138 Millionen Tt —, dar( die Kraft nicht unterschätzt werden, die in dieser aufsteigenden Kurve der industriellen Entwicklung zum Ausdruck kommt. Der neue, außerordentlich wcitgrcifemle, türkische Fünfja h res plan sicht die Schaffung kapitalkräftiger UnterlH'himingeii in der Eisenindustrie, der Papier- und Zellstofffabrikatiou, der Glas- und Porzcllaiiwarcnherstcllung usw. neben dem Aushau der bereits bestehenden oder begonnenen Textil-, Montan- und Lebensmittelindustrien vor. Die industriclle Entwicklung cf er Türkei wird von der Regierung auf das stärkste gefördert. Außer den unmittelbaren Maßnahmen zur Gründung der Fabriken verfolgt die staatliche Bankpolitik durch Gewährung von Krediten und Uebernahme von Aktienpaketen und schließlich die Handelspolitik durch den Abschluß von Warciiclcaringabkommcn offen mcrkantilistischstaalswirtselia ft liehe Ziele. In Aegypten ist die Regierung ebenfalls recht aktiv in der Förderung der industriellen Entwicklung. Zwar zählt Aegypten dank der Investierungen ausländischen Kapitals schon seinlange eine größere Anzahl industrieller Unter• nchinungcn innerhalb seiner Grenzen, doch kann der Auf• hau einer nationalen Industrie erst vom Beginn der Tätigkeit der nationalen ״Misr“־Ocscllschaft datiert werden. Die Re* gierui.g hat die Bemühungen dieser Gesellschaft, die in• zwischen ‘in einer Reihe von Wirtschaftszweigen erfolgreiche Gründungen durdigcfiihrt hat und durch ihr eigenes Bank• institut laufend finanziert und kontrolliert, sehr unterstützt. Eine ihrer I lauptinaßnalimcn Itt diesem Kampfe um die Los• lösunp Aegyptens von ausländischen Importen ist die Anwen• düng eines sehr rigorosen Zolltarifsystems, eine Waffe, die bekanntlich auch für palästinensische Erzeuger von großem Schaden gewesen Ist. Im allgemeinen ist die Industrielle Ent- Wicklung Aegyptens auch viel starker auf die Verdrängung der fremden Einfuhren durch eigene Erzeugnisse gerichtet, als aut die Erriclitimg neuer und komplizierter Spezialfabrikationen oder die Erschließung und Verarbeitung der ein• heimischen Mlncralschiit/c. In Syrien hat die Entwicklung in Palästina als ein mächtiges Stimulans zur Forderung eigener industrieller Aktivität gewirkt. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den alten einheimischen TcNtilgcwcrhen und die wiederholten Krisen in der Lamlsvirtschnft hoben in den letzten Jahren das Interesse stärker als je auf industrielle Möglichkeiten gelenkt und auch tatsächlich zu einer Reihe von Neugründungen geführt. Für das Schicksal der syrischen Wirtschaft wird es von großer Bedeutung sein, ob Beirut Ausgangs- und End- Punkt der großen Verkchrsmutr nach Persien werden wird. Nach den letzten Nachrichten scheint sich die persische Regierung definitiv ftir diese Losung entschieden zu haben. Damit wird der Hafen von Beirut weiterhin ein zentraler Umschläge• platz der Levante bleiben, selbst wenn cs der Bagdad• Ilaifaliiüc gelingen sollte, den Verkehr nach dem Irak an sich zu ziehen. Die Türkei plant übrigens ihrerseits, ihre südöstlichen und östlichen Landesteile in Anatolien und die angrenzenden persischen Provinzen durch den Bau einer großen neuen Querverbindung unmittelbar mit dem Schwarzen Meer und damit mit den europäischen Häfen zu verbinden, Audi im Irak rühren sich neue Kräfte, die gern eine aktive Industrialisimmgspolitik des Staates sehen möchten. Die bisherigen Anfänge auf industriellem Gebiet sind noch bescheiden, immerhin kam! damit gerechnet werden, daß mit der Aufnahme der vollen Ocllieferung an die beiden Petro• leumlcitungcn der Irat!- Petroleum-Company ein neuer Anstoß in dieser Richtung gegeben sein wird. So regt sich rings um Palästina überall neues Wirtschaft• liebes Werden; mit der Umgestaltung der Wirtschaft in Palästina, die in ihrer Intensität nirgends sonst erreicht wird, gellt eine Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft in allen Nachbarländern vor sich. Für unsere Frage bedeutet das, daß all diese Länder in absehbarer Zeit vor ähnlichen Pro• blctnen stehen werden wie jene, die Palästina vielleicht schon morgen zu meistern hat. Der Maschinenimport nach den Ländern des Vorderen Orients, der sicherste Index für den Fortschritt des fndustrialisierungspro/csses, ist überall in den letzten Jahren sehr gestiegen, Die Uebernahme und Nach• ahniung des anderswo Gesehenen, eine der größten Kräfte im Wirtschaftsleben aller Zeiten, ist auch im Vorderen Orient Im vollen Gange, fn absehbarer Zeit werden zweifellos in einer Reibe von Industriezweigen Produktionsverhältnisse eintreten, die, falls keine gegenseitige Verständigung erfolgt, zur Ge* fährdung der betreffenden Industrien fuhren können. An den Erfahrungen Europas geschult, wird man rectitzeitig Mittel und Wege zu einer solchen Verständigung suchen müssen, um die im Keime sichtbaren Gefahren der gegenseitigen Schlcudcrkonkurrcnz, Marktsperren und Absatzkrisen von vornelierein auszuschalten. Machtposition 10jährigen Bewurden, sollen in der Türkei Die industriellen Neugründungen Das American Economic Committee for Pa• lest ine hat im Laufe der letzten Wochen durch eine Untersuchung die Anzahl der in Palästina in den ersten sieben Monaten des Jahres 1934 neu gegründeten industriellen Unter• nehmen ermittelt. Diese Untersuchung ergab, «laß sich die Anzahl der in dieser Zcitperiode gegründeten Unternehmungen auf H5 stellt. Hiervon ist bei 87 Betrieben die Zahl der dort beschäftigten Arbeiter angegeben, die 815 beträgt. Bei 81 Betrieben konnte das investierte Kapital ermittelt werden, und cs ergab sich hierbei eine Gesamtsumme von CP 172 000. Das tatsächlich investierte Kapital und die Zahl der in den neuen Betrieben beschäftigten Arbeiter muß iedoch größer sein da die Angaben über das Kapital und über die Anzahl der beschäftigten Arbeiter nur bei einem Teil der Betriebe erhältlich waren. Diese neu gegründeten Betriebe verteilen sich auf die einzelnen Industrien wie folgt: Metall 17, Holz 11, Nahrungsmittet 11, Chemikalien 12, Druckereien, Papier und Büro- Bedarfsartikel 9, Baumaterialien 8, Glas, Spiegel und Keramik 5, Elektrische Zubehörteile 4, Leder 4, Textil 4, Konfcktion 4, Automobil- Reparatur - Garagen 3, Sanitäre Artikel 3, Farben 2, Tabak 2, Diverse 11: zusammen 115. Außerdem sind noch 26 Betriebe in Gründung begriffen, die sich wie folgt auf die einzelnen Industrien verteilen: Metall 5 Leder 4, Chemikalien 3, Holz 3, Nahrungsmittcl 3, Glas, Spiegel und Keramik 2, Druckereien, Papier und Bürobcdarfsartikcl 1, Textil 2, Diverse 5; zusammen 28. Diese Liste ist nicht vollständig, vielmehr wird die tatsächliche Zahl der Unternehmungen bedeutend größer sein. Die Angaben beziehen sich nur auf Industrie: kleine Gewerbebetriebe wurden in der Statistik nicht berücksichtigt. Von unterem Berichterstatter ■achscii pflegt , d i s c h c n "eriinj; (|cr inländischen Nachfrage durch einen Rückgang J Uiuv.uidcfiing oder verstärktes Dumping des Auslandes d 1 l *',"111t so ist vor allein zu beachten, daß die I ro- י ף ״ i 0 n s k a p a z i t ii t «1 c r einheimischen 111 ei u - ,u'c/:'v’a »gsläuf ig schneller zu w a 41, die Absorptionskraft des i n I » 11; ן. ,r k t e s, daß also das Gedeihen auch der palästinensischen «stric ä la longuc von der Wirtschaftsgcstaltung im Auspraktisch also in den Nachbarländern, mitbedmßt ist. 1,1",d.יי* für eine Reihe von Branchen zutrifft, zeigt die Wirkkl,,,1■ ^,®'üstinas schon jetzt häufig genug: in manchen ״,' ׳ezweigen gefährdet die Errichtung eines zweiten I fc1!T!״'!cn* nchen״dcm bereits bestehenden die Arbcits• k, {i1r beide, wenn nicht ein Teil der Produktion im *'®'״d Absatz findet. ' 1 Orieüi' '״dustrialisierung eines Teilgebietes des Vorder«! /1 j '(״ts hatte vor dent Kriege — bei Fortdauer der bestehen- ^(,^1181'?^nomischen Statik im gesamten übrigen Naben f;i, “* keine Absatzprobieme aufroüen müssen• Der Ge* h. Tel-Awiw, Anfang September Das Wirtschaftsjahr im Lande wird jetzt abgeschlossen. Es ist der Zeitpunkt, an dem am besten die Ergebnisse des vergangenen Jahres und die Aussichten iür die Zukunft übersehen werden können. Die Sommersaison geht zu Ende, und die von manchen vorausgesagte Krise ist nicht eingetreten. Es sind auch keine Anzeichen irgendwelcher Abschwächung der wirfschaltlichcn Tätigkeit zu verzeichnen. Es scheint, daß die Wirtschaftstätigkeit im Lande nicht nur keinen Rückschlag erleiden wird, sondern eher in eine Periode weiterer Expansion cintritt. Selbstverständlich hängt die Lage von einigen ausschlaggebenden Faktoren ab, von denen die wichtigsten die Lage auf dem Z i t r u s m a r k t e im Winter und die Entwicklung der F. i 11 w a n d c r 11 n g s k 11 r v e sind. Für die Basis der Wirtschaft ist ein anderer Faktor von Bedeutung, nämlich das Ergebnis der Getreideernte und die Preise ftir die Produkte der gemischten Landwirtscliafl. Es darf nicht vergessen werden, daß die Getreide• Wirtschaft und die gemischte Landwirtschaft eine Produktion von 4 Millionen Pfund im Jahre haben, d. h, sie stehen, was den Produktionswert anbetrifft, nur der Industrie nach/ die einen etwas höheren Produktionswert hat. Die Auffassung, daß die Landwirtschaft außer den Zitrinkulturen ausschließlich arabisch ist, ist heute schon überholt, da sich der jüdische Sektor in der gemischten Landwirtschaft sehr stark erweitert hat. Es müssen auch immer die wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen arabischer und jüdischer Wirtschaft im Auge be* halten werden. Die arabische Bevölkerung wird im Laufe der Zeit eine immer größere Bedeutung als Käufer jüdischer Industrieprodukte gewinnen, und eine Notlage der Fellachen zwingt die Regierung, wenn sic ihren Pflichten nachkommen soll, einen beträchtlichen Teil ihrer Einnahmen zur Erteichtcrung ihrer Notstatt für konstruktive Entwicklung der ge• samten Landwirtschaft des Landes zu verwenden. Es ist interessant fcst/ustellcn, daß der Ausfall einer Getreideernte, d. h. der Unterschied zwischen einem guten und schlechten Jahr, für Palästina eine Mehrausgabe von ungefähr £ 750 000 bedeutet, die für Importe an zusätzlichen Nahrungsmitteln ausgegeben werden müssen. Aus all diesen Gründen ist die gute Ernte dieses Jahres und die Besserung der Lage im gesamten Sektor der gemischten Landwirtschaft besonders zu begrüßen, Die Erweiterung der Kaufkraft der Bevölkerung durch Einwanderung und Import von Kapital, die Steigerung des Bedarfs durch die rapide Zunahme der Bevölkerung und die Entwicklung der Städte haben zur Folge gehabt, daß die landwirt« schaffliche Produktion dem erweiterten Konsum nicht nach• kommen konnte und die Preise fast aller iandwirtschaftliehen Produkte des Landes sehr gestiegen sind. Dies hat zur Besserung der Lage der landwirtschaftlichen BevöW kerung, auch der Fellachen in der Nähe der Städte, und zur Konsolidierung der jüdischen Wirtschaften im Emek Jesreel geführt. Der Emek war unter diesen Umständen in der Lage, eine beträchtliche Anzahl von neuen Siedlern aufzunehmen, unter denen eine größere Anzahl von deutschen Einwanderern zu verzeichnen ist. Dank der gebesserten finanziellen Lage der Exekutive der Jewish Agency wird den

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