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Jüdische Rundschau · 1934-09-21 · Heft 76-77 (21.9.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 76-77 (21.9.1934)
Date
1934-09-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sehe 4 jüdische Rundschau Filmrcklamc jüdischer Firmen Die ״W cstfälische Landcszcitung Rote Erde“ schreibt .־ «.Mnii muß imniur MMthr ((,Ndl«־D. mit welcher t mvcdfuu'u• Im׳ if ju« 11 ■-.t ■|!«j (ItM ti-ilNlrijii׳ es auch licilc ,noch veMUt Iu׳u, maikl» m lm1 >1־ i>!1יוו Kridafm• für rlne /,wecke nt murlun, Aulivr der s.unfen N S.j*H׳ie in l)e!11 M'hiaiui, di« bekannt lidi gtmukiil dir׳U keim־ Jii'lcnan/ri^cn milnimnit, IuIk'u sich seit der Machlcs^icti'm^ de י Nu׳ ion;1lMvialKmtm die •-ein Vorarbeit imch die rm־Mn\ übrigen /ciiun^in in Ih’iH.srhlutid aü״e^־UI<ts>cD. Hier und 1U gib! es uUer* dings noch m»׳unannte ,1 kim mich in Uorlmuml —, die aus gewiiinsiirlifigcr KinsielUtng heraus aut die Einnahmen uns }ווdi t'lun InMiiUcnauiUugcu nieUt vcuichUu kunnen, Ihr jmh\ ge* ri-M'ii mm־ er ist» weit!» *-*nh!\ t heltvn. Ha Dir ihn aui dem Wege der Insertitm in DeMKehland Heute niulit mehr viel tu machen bt, stflr/t er sieh m־ue$dings wieder nuf ihe K»nugcseUsduiflcn tnid v!rbucht, diese?u Uhcrreilcn, Dir ihn die Wedutrniimiel?11 schlagt n. Freitag,iln’iid voriger Worin־ lief emtnhdig־ im Capitol der!־‘ihn ,Der verlorene Sohn‘, de! von allen i'heatnbeMiehern uh au'ge/cielmet angesjrro! hen vuinh‘. Diese «her waren amleicrseits ni׳ht wenig * er- Maunt» als man ihnen am ghidren Abnid jüdische Kckl.smcd׳ilme der Finna Cehnider Kuutniaim und iicrgcr8h.1U3iוו vor.sHiie. Eiste• fer sollte veraiiselMuliehen, wie groß dieses KauÜinut;י־וזו kleinsten Anfänger! heraus (dank solcher /citgenos^-ii, dir ihr Geld nicht zum deutschen K.iulmuim, *oiutcrn zum Juden trage־׳., d, Sehnitl.) ge• Morden Hl. Die ,W],/‘ erhielt Somiahcinlvonnittag fortgesetzt telephonische Anrufe, die sm!tli<־h in eine E'nnüstnng darüber ausklungcn. daß man cs im natioiiaEo/ialistisclicn Deutschland noch wage, den Bc-mdum \on Kimr-Tliealern derart auhiringliehe jüdische Rekkimdümc zu *eigen. SoniHihmdlnih spiaeh daun sofort ein Bcauliragn־r der NMhAP, Orlsgnippc (h׳oß*l)artmun<h bei der GcschidHlritung des Cjipitol-'riMuiters vor, um diese über die Situation nulzukkiTrn. ln anerkennenswerter Weise sagte mau sofort zu, die jüdischen Reklame- Filme au. zuo halten, was »tuwisdien auch geschehen ist. Wir stellen daher nicht an, der Otdfenfliehkeit mitzuteilen, daß dir beiden vorgenannten jüdisrhen Reklainc-Fdme nur einmal, timl zwar am vergangenen ViriugabelKl, lictcn, we״ &ind jetzt von der Leinwand verschwunden.** «Frei von Juden!״ Die ״Fränkische Tageszeitung“, Nürnberg, vom 19. 9. meidet: ״Die Krcid*u1crn>cltaft An.sbnch gibt bekannt: Wie .111- Kr.mkttirl a. M. liierlier gemeldet wurde, war der letrtc große Srhluchlvkliiuarkt dort v u I I h I ä n d ig frei von jiicli. >e)1 r n II ii ri d I c r n. Die•, i.-t um m> le1,etilen,werter, als Franklurt einen der giüßten und bete» SelilaelilviiiliinärklG 1111t. Aus diesein Alibi,,e waren die Halten des Marktes mit den!׳'ahnen ries neuen I )eulseblalids ge/icrl und sowohl bei den Kautern wie aueh •Verkäufern konnte man die l-'ii'tidr iiticr den judenfeeien und judci•• reinen .Markt von den Hesielitei 11 al!lesen. Wir in Flanken treuen uns um so mehr, daß die Fcrnluiltung der Juden von den Vielnnaikteii nun aueh aut de» großen SchiaehtvielirmirkUn I’laU gegriilen iiat. Und noch einmal, deutscher Bauer: Schalte den Juden vom Vichhandci aus, damit du nicht »ehr um den Lohn deiner Arbeit betrogen wirst.“ Jüdische Not in Türkisch-Thrazien In Saloniki sind vor kurzem etwa 50 jüdische‘ Fatnilien aus der Türkei, zum größten Teil aus Izmir, eingetroffen, die durch das Inkrafttreten des neuen Gewerbegesetzes in der Türkei ilire Existenz verloren haben. Sic befinden sich in einer verzweifelten Lage, Eine jüdische Abordnung hat in dieser Angelegenheit bei dem Innenminister Kyrkos Vorgesprächen, Der Minister erklärte, die Regierung werde für die 50 Familien aus der Türkei dieselben Maßnahmen treffen wie fiir die aus dem gleichen Grunde von dort vertriebenen Griechen. Die Regietui.r mache zwischen christlichen und jüdischen Fluchtlingen aus tler Türkei keinen Unterschied, sie kenne nur griechische Bürger. Aus dem D a r d a n e 11 c n g e b i e t und aus Türkisch- Thrazien rinfrcffcmlc Reisende schildern die furchtbare Not der dortigen Juden. Nach den Ereignissen der letzten Zeit, die Tausende von tltrnzischen Juden nötigten, nach Koustantinopel und anderen Teilen der Türkei zu fliehen, sind aut die Aufforderung der Regierung zwar viele in ihre. Heimatsorte zuriiekgekehrt, haben aber bisher keine Ent- Schädigung für ihr wahrend der Juli-Ereignisse geraubtes oder versclijcudcrtcs Eigentum erhalten. So sind sie zum größten Teil außerstande, ihren Lebensunterhalt zu verdienert. Viele Handwerker haben infolge des neuen Gewerbegesetzes ihre Existenz, verloren. Fast alle noch in Gallipoli, Tschana-Kalch, Adrianopel und anderen Städten des I )ardancllcngcbictes und Türkiseli-Thraziens lebenden jüdischen Familien besitzen nicht einmal mehr den notdürftigsten Hausrat. Paliislmarelsc des K. J. V* Wir beabsichtigen, eine Gesellschaftsreisc nach Palästina zu veranstalten, die am 18. üktober in Triest beginnt. Die Hinfahrt mit Dampfer ״Teverc“ hcruhrt Athen, Koustantinopel, Rhodos und Cvpcrn mit Ge- Icgcnhcit zu Besichtigungen. Anschließend an die am27׳. üktober erfolgende Landung in Haifa ist eine lftägige Gesellschaftsreise im Lande geplant. Die Rückfahrt kann am 11. November mit Dampfer ״Vienna“ über Beirut, Alexandrien, Syrakus angetreten werden. Ankunft in Neapel am 18. November, in Genua am 19. November. Wir bitten Interessenten, nähere Auskünfte anzufordern heim Büro des Kartells Jüdischer Verbindungen, Berlin-Charlottcnburg 2, Bleibtrcustr. 50, Tel.: C1 (Steinplatz) 4736. Von amtlicher Steile ist, nach Mitteilung der ״Frankf. Zeitung“ vom 18. September, die Entfernung der Tafel 1,j u d c n f r c i c s Schwimmbad" in der Badeanstalt in Jugenheim an der Bergstraße verfügt worden. Die internationale f r c i ki rch 1 i ch 6 F üh r er ko n f er c n z, die 3 in 5• bis 9. September in Göteborg abgeh alten wurde, hat eine Resolution angenommen, in der es u, a. heult: ״Das Evangelium gibt auch ein so deutliches Zeugnis von dem hohen Wert, alen Jesus im einzelnen Menschen sieht, daß es eine Pflicht für uns bedeutet, in »einer Nachfolge die christliche Bruderschaft nicht durch Klassen-, Natioualitäts- und Rasscnunterschicdc begrenzen zu lassen.“ I uv wiUkommchC9 fycscUchk Ul v HuHd&dv&U> «• A&4tvM4H€4%l Wir bestätigen Bestellung dem Beschenkter brieflich unter Nennung des Schenkender Lieferung ab sofort bis Ende 1034 ä gegen Vorauszahlung von nur DM O•*“ Brie! aus der Tschechoslowakei Von unserem Korrespondenten 11, I. Prag, Kr September tO'lt Am Svhabbäth, dem 15.9., kam es in der großen Synagoge in M 11 k .1 c e v o zu Zusammenstößen. Den Grund hierfür bot die Affäre der S t r a 11 c 1111111 bc n e 11 n ti n 1׳ in M u - kaeevo, über die bereits an dieser Stelle (״J. R.“ Nr. 51) referiert wurde. Der Stadirat von Mukacevo batte auf Bctrcihen des dortigen ״NViimlerrabhi'‘ Spira, eines Feindes jedweilen Fortschrittes und insbesondere tler zionistischen Be* wcgtmg, die Jcluida •Halcvy-Oasse in ״Harke Tsuwa-Oassc“ — der Titel eines halacliisehcn Werkes des ehemaligen Mtikacevocr Rabbiners, Vater des Rabbiners Spira umhenannt. Sein ücsucli, die Bialik-Oasse umzubenennen, war abschlägig besebieden worden. Gegen die Umbeneimung der Jchiida Halevv-Gasse reichte nun der Führer׳ der Mukacevocr Zionisten, l)r. Stern b .1 c 11, beim Laiidespräsidenteii einen ^Rekurs ein. A111 15. 0. verbreitete sich nun in Mukacevo das Gerücht, daß dieser Rekurs mit der Motivierung abgwiesen worden sei, ״daß Rabbi Spira populärer als Jehuda rlalcvy sei“. Dieser Vergleich des berühmten hebräischen Dichters mit dem '״Wundcrrnbhi“ Karpathorußlands rief in zionistischen Kreisen, insbesomlerc unter der Jugend große Erregung hervor, die noch dadurch gesteigert wurde, daß Spira, in seiner Predigt einen unfairen Angriff auf i)r. Stcrnhach richtete. Aus den Reihen der Sytiagogeu-Besuciier kamen als Antwort erregte Protestrufe, die die Anhänger Spiras mit Handgreiflichkeiten beantworteten, die schließlich in eine allgemeine Schlägerei ausarteten. Die Auseinanderset/ungen setzten sich noch auf den umliegenden Gassen fort, wo sich einige tausend Juden augesaminelt hatten. Die Anhänger des ״Wunderrabbi“ beglriteten diesen in Massen nach Hause und brachten ihm laute Ovationen 11,־lr. Abgesehen von dem beschämenden Umstand, da fl Rabbi Spira selbst den Scliabbath-Gottcsdienst für seine antizionistisehe Agitation mißbraucht, hat diese ganze Affäre auch eine sehr ernste Seite. Ein Großteil des karpathortissisclien Judentiims lebt in Not und Elend. Tausende jüdischer Kinder gelien au Unterernährung oder att Krankheiten zugrunde. Die Zahl der ״Liiftincuschcn“ nimmt ständig zu, das _ Bildiingsui venu der breiten Massen ist jämmerlich. Die zionistische Bewegung, die einen klaren Ucberblick über die tatsächliche Situation gewonnen hat, dringt infolge der verbissenen Ocgncrschaft des Rabbi Spira, dein noch immer beträchtliche Teile der jüdischen Bevölkerung blind ergeben sind, nur mühsam vorwärts. Die herrschende Partei des Landes, die tschechischen Agrarier, die sonst eine jutlcngcgncrische Haitung cinuehmcn, hat durch allerlei für die jüdischen Massen wertlose Kompensationen — deren eine z, D. die obenerwähnte Straßemimbciicnnung ist — Rabbi Spira für sich gewonnen. Er bringt ihr dafür zur Zeit von Wahlen jüdische Stimmen mul ist aus diesem Grunde ein scharfer Gegner der von Zionisten geführten ״Jüdischen Partei“, die die jüdischnationale Lamlespolitik in der Tschechoslowakei führt. Auf seine Gegenaktion im Vereine mit der auf diesem Gebiete ilun nahestehenden Agudns Jisroel ist es zuriiekzuführen, daß die Juden der Tschechoslowakei durch zwei Wahlperioden nicht in den gesetzgebenden Körperschaften vertreten waren. Erst als die ״Jüdische Partei“ einen Wahlblock mit der polnischen Minderheit schloß und darum nicht mehr auf die karpailionissischeu jüdischen Stimmen zur Gänze angewiesen war, gelang es ihr, zwei Mandate für das Prager Parlament zu erohern, wo die jüdisch-nationalen Abgeordneten wertvolle Arbeit für die Judcnhcit leisten. Trotz der ständigen Wühltätigkeit Spiras ist in den letz- Jen Jahren die P a I ä s t i 11 a - S c I! n s u c h t und -Bereitscliaft unter den k a r p a 111 o r u s s i s c h c n Juden e r 11 e b 1 i c 11 g e w a c 11 s e 11. Die I I c c h n 111 z Bewegung erhält ständig einen starken Zustrom aus diesem Gebiete. Auch die erst im Jahre 193-1 gegründete Organisation ״Haowcd“, die sich mit der Vorbereitung von jüdischen Handwerkern für Palästina beschäftigt, hat bereits in allen Teilen des Landes put arbeitende Ortsgruppen. Im AnsehluR au den Prager Zioiiistenkonprcß weilte im Vorjahre der palästinensische Arbeiterführcr Herl K a t z 11 c I s 0 n längere Zeit in Karpatho* r u B I a 11 d. Nach seiner Rückkehr nach Palästina erstattete er der Zionistischen Exekutive einen eingehenden Bericht, der in der — von den tschechoslowakischen Zionisten schon seit Jahren gestellten — Forderung gipfelte, ein besonderes A u g e 11111 e r k b c i d e r Zertifikatsverteilung Karpathorußland zu/.uw enden. Bestimmend für diese Forderung war nicht nur die wachsende Not der karpathorussischen jüdische» Bevölkerung, sondern auch der Umstand, daß hier verläßliche und arbeitsame jüdische Handwerker, Arbeiter und Landwirte in großer Z a 111 vorhanden sind, die für das zionistische Aufbauwerk ein wertvolles Element darstellen, Die Zionistische Exekutive hat bereits eine Anzahl Sondcrzcrtifikatc, ähnlich wie für die jüdischen Hafenarbeiter von Saloniki, für k ,1 r p a t h o r 11 s s i s c h e H a n dw e r k c r bewilligt. Es wurde eine eigene Kommission an Ort und Stelle eingesetzt, die die Organisierung dieser Alijali zur Aufgabe hat. In der kominenden Woche wird sich bereits der erste größere Transport 11 a c 11 P a I ä s t i 11 a begeben. Vom zionisti« sehen Standpunkte ist es auch von Interesse, daß bei der Auswahl der Auswanderer kinderreichen Familien der Vorzug gegeben wurde. Die Zionisten könnten um ein Beträchtliches mehr für die Juden Karpathorußlands leisten, wenn ihnen nicht auf Schritt und Tritt durch Rabbi Spira und seine Anbänger Hindernisse auf den Weg gelegt würden. Diese spüren recht deutlich, daß ihre Zeit um ist und daß die zionistische Bewegung unaufhaltsam neuen Geist unu neues Leben auch in diesen östlichen Winkel der Tschechoslowakei bringen wird. Nr. 76/77, 21. ix,י Lernöcmemschält In Strümplelbr Im Verfolg von Anregungen der Ile rrlin v batte der überrat der Israeliten In Baden יי , :״״״״!•. Mittelstetle für Jüdische I'rwadiseiii'iihilil'u״׳׳ ״4. ״״!., dische Lehrer und Jugcixlfiilircr aus alleך! ״' * zu einer Lehr tag uu y gerufen, die Ull(er , Bj: Rabbiner Dr. Schiff, Karlsruhe, in Strümpft1*״,״ 2b. bis 28, August stattImucl. ‘ br1ll,|1 1 Im Mittelpunkt der Erörterungen, deren H 1 nicht immer für alle Teilnehmer leicht zn״j1’!.(״״e f, aber nicm.imleii aiisiiclleii und die sich geWenir i"1’׳' dcnschaftlichcr Intensität 711 spitzten, stand die BcTi 1,11 ein freies und verantwortliches, kritisches und d י,!״' tives Verständnis der Emanzipation, der Gr u der deutschen Juden seit M e n’d e 1 ו s 0j,, Mendelssohn, mit dem als dem Manne d« י!ז dieses ganze Zeitalter in Deutschland hcraufkomim zwei Lehrgespräche gewidmet. Das erste, um ״ von Rabbiner Dr. Unna, Mannheim, zentrier», ztimr a Angesicht Mendelssohns: die Auswirkung der jtitli. k St! dition in seinem Bilnlkoinnicntar, dessen präzise!״ '* .(kommentar, dessen kompilatorisclic Art abgehoben wurde — cjnm , die I liorakoitiim iitarc von Rasdti, Ihn Esra Nach Zt'■ sodann gegen die moderne Bibelkritik, die ieit üm ז Spinozas den Boden der Autorität verläßt — und n 1 sich gegcnwcmlige, das ßläubigt Leben zersetzend«?' rtisse heute durch eine neue Positivibit abgelost zu scheinen: Zeugnis dessen sind nach den Arbeiten mau» neuerdings die Werke von Wilhelm Möller und rö Jacob. u “8: Privatdozent Dr, Kaufmann, Freiburg i. ß, { sodann das andere Antlitz Mendelssohns, das Otsrhi 'י ■ Weltweisen, gcistcsgeschichtlich und piüiosophisd, f , I teil. Er analysierte das besonders im Dialog- und R,"l־' j | zutage tretende Streben nach einer freien Wcst-nsM!™/! ‘ 1 im philosophischen Kunstwerk den ganzen Menschen r»',' ' I zen Menschen sprechen lädt. JTie persönlich und geschieh*** 1 besonnene Auseinandersetzung durchbricht hier b r״C lebendig produktiver Unterhaltung die Schranken der a1/ I rerische» Vernunft. Das in diesem Sinn dialektische Dci- I lernt schließlich auch auf religiösem Ckhict die Ej,wv | tauig von Ich und Du, von meinem und deinem J Gott verteidigen: die Substanz jüdischer Lebendigkeit y I vor dein Verdunsten in der jäh sich öffnenden Lebens•». * Europas bewahrt werden. j Wie in diesem neuen Wirkungsraum der Eimchbe jj|,? scher Denker auch in das Verfassungsichen des deutie I Volkes geschah, das ließ Rrivatdozcnt Dr. Berney, Freibi- 1־ aut dem Hintergrund der Wandlungen des deutschen Siui :1 gedankens ersteben, Er illustrierte damit zugleich da! fc 1 wachsen des jüdischen Menschen in den Ablauf dies« Schi,!■ { sals, in die Dynamik des Jahrhunderte alten Ringern m ' 1 scheu Herrschafts- 11ml Gciiosscnschaftsforin. Indem diese b | Jen Prinzipien als gescliiclitliclic Mächte sich maßen,!«׳ : § auch ihre Vorführung die Icbcnsgcstaltcndc Kraft und ’dir.:1; ־ das historische Recht dieser Potenzen ermessen. Eine ntd•! I Betrachtungsweise vermag also zur Einschaltung de» M» 1 ׳ selten in eine geschichtliche Lebcnsbewegimg zu diene«. * , -f bildet damit — wie eine sehr spannungsreiche Düktra J erhärtete — die notwendige Konkretisierung für di« Sonst | Gegenwartskunde, die Prof- K a n t o r o w i c r, Frankfurt,* J seinem Lehrkursus forderte und an Beispielen erläuterte. Dm >.J diese Gegenwartskunde vermag nur — freilich überaus »uv ij tige — üricutiemngsmitlel zu bieten. Sie stößt von Jen Bt> | gcbenhciten tinc! Erlebnissen des Tages aus nicht in 4r. 1 geschichtlichen Grund, sondern in die allgemeine W««s- | Struktur sozialer Zusammenhänge vor, legt deren Faktor« I und Tendenzen Id oll mul scliafft so eine distanzhalle Ute• J sieht der Wirkiiiipsniöglidikeiten, die sich grundsätzlich m ) solcher Konstellation ergehen. | Die l’rohleme, die die Verflochtenheit in die Breit: de *| Welt für die Bildung des jüdischen Menschen mit j bringt, wurden in dem Lelirkurs von Ur, lernst Simon« ] wieder in Richtung auf die spezifisch jüdische Bildung ® j rückbczogcn. Er zeichnete im Zusammenhang mit der jedid« | Gcsclnchtsschrcibung seit der biblischen Zeit das Bild d«!*• . j disclicn Geschichtswissenschaft vom Beginn des 19. JAי! •׳ hunderts ab: insbesondere in dem Rellex, den die Modo•! ן sohnschc Fmanzipnlioii in diesem Schrifttum fand - und * im Wandel des Selbstverstäiuluisses, das der Jüdische M* , riker für das ilun zuteil werdende neue Dasein zu crarta®; wußte. Der letzte Kurs, den Direktor Dr, Klibattsky, EJ j abliiclt, wies mit Bialiks ״Segen des Volkes“ schon « : t neue Epoche vor und brachte zum Schlüsse jüdisches L«k-; auch insofern wieder zur Geltung, als das Verständnis «-•; scs Gedichtes nur aus dein Schoß der Bibelsprache henj־ gehen kann, aus dem cs selbst in Wiederholung und Usg־ : , gung lebendig bewahrten Sprachgutes erwachsen »t. 1*־ bedeutet ein Zuströmen von sprachlichen Erinnerungen, , , vom Gehnlt der Jahrtausende schwer sind; es bedeutet!•־; Wiederbelebung dieses Spraclibestandes, deren Existcnw״״ '! Bialiks Essav ״Enthüllung und Verhüllung in t*cr. 7f*':! erhellt wurde; es bedeutet schließlich eine Ankiiupluf־ ־; den Stilbrauch des Mittelalters, dessen Dichtung die יא";; } weit des Exils nur in der Brechung durch das Medium! j Bibel anerkennt. So begrüßt Bialik — der Diktion nach in der Stimmung der Galuth und doch schon im L"» * | einer neu sich gründenden Lcbcnswirkliclikeit — 1»״ , von Erez Israel. r' | Anläßlich der rheinischen Grcnz.landschau in Bad Kreuznach fand eine Veranstaltung des rheinischen Vereins für ländliehe Bevölkeritngs- und Hcimatpflcge statt, die dem grenzlamldeutsebcn Volkstum, gewidmet war. Bei dieser Gelegenbeit sprach Reichsmiiiister D a r r d. Er hob nach dem Bericht des ״Berliner Tageblattes“ vom 17: 9. hervor, daß die Börse, die sieh früher zwischen Produktion und Verbrauch cingcschaltet hätte, von jüdischen Spekulanten beherrscht worden sei. Aus der deutschen Börse und Wirt* schuft werde das Judentum verschwinden. Oie ״Weichsel-Zeitung“, Marienwerder, vom 3. 9. hcrichtet über eine Tagung des ״Deutschen Frauenwerkes“ des Kreises Maricnwerder. Bei dieser Gelegenheit sprach SA- Standartenführer Neumann über den Kampf der Frauen gegen den ausländischen Boykott. Er zeigte auf, wie der Feind iiiedergeriiugeii werden könnte durch die Mitarbeit der Frau. Der größte Teil des Volksvcrmögens gehe durch die’ Hand der Frau. 'An ihr liege cg, daß davon’ keine Juden lebten. Sehr oft hänge das Verständnis dafür noch von den Groschen ab, doch sei ohne Opfer noqh kein Sieg geworden. Wir veröffentlichten In Nr.?0 mehrere Photos aus der Jerusalemer Nationat-Bibllothck. Wie uns mitgeteilt wird, sind diese Bilder von der Lichtbildwerkstltte# UUminn & Zimmt in Jerusalem hergestcllt. Der Preußische Landesverband jüdischer J die Aufrcclitcrhaltiing des konservativen wcstfahsenen _ j zirkrabbinats, das seinen Sitz bisher in Borken i- ״• j und durch den Weggang des Rabbiners Dr. K öhDf j waist war, beschlossen, gleichzeitig aber den Sitz des H “ י nats nach Recklinghausen verlegt. Bestimmend ן ״ war die Talsachc, daß die Synagogengemeinde ״CCK J. I hausen etwa die fünffache Seelcnzalil von Borke״ .,t ן weist und bisher eine rabbinische Betreuung entbehren m ו י Auch früher bereits hatte das konservative wcstfälisw;} zirksrabbinat seinen Sitz in Recklinghausen. Die . 4 der Cicmciiiden des Bisherigen Rabtimatsbezirks wir« R f sätzlich In der gtviclicn Weise wie van Borken ן . _ «״ folgen. Das Be/irksiabbinat ist dem neu gcwähltf« , biner der Svnagogcngcmcimlc Rccküngbaasen, Herrn ן Selig Auerbach aus Würzburg, übertragen »־°r״cn׳ s Einlülirungsfcicr für den neuen Bc/irksrabbincr soll am 1))ן י j tober in Recklinghausen im Beisein des zuständigen״^ f neuten des Preußischen Landesverbandes, Rabbiner ur• 1 :3 Galtincr-Bcrlin, stattfinden. neunjfng I Zwei jüdische Mützenmacher, die nach Tätigkeit in einen» D a n z i g e r Betriebe fristlos •״v^. worden waren, nachdem in einer Versammlung der 1* r|f| zelle gegen ihre Wciterbeschäftlguug protestiert.0ז0.*י hatten beim Danzigcr Arbeitsgericht auf Grund de* polnischen Abkommens auf Wiedereinstellung hzw. tn r, gütig geklagt. Das Danzigcr Arbeitsgericht hat nunmr׳ Prozeß zugunsten der jüdischen Arbeit' schieden una ihnen eine Entschädigung zuerkannt.

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