Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 76-77 (21.9.1934)
- Date
- 1934-09-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2653452-2653523--25783-2682942- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 2× ep/1047930
- Beirut 1× ep/1047833
OCR text
Seite 3 ו* 4 t NY 76/77, 21. IX. 1934 jüdische Rundschau vD Q*nf t'h *rl| «*ך G:. v/y -MW * fi)|j, jp‘ ׳ ^יו״ן׳ J ■"***•ן jt». ■״ ** (jf Im. i k •wd וי""*?! ךי*ז ך»"^ ' d*״‘»2 ^•!Vh i ־ Probleme der Einwanderung; Von unserem Berichterstatter 1 ־ 6! ן• T e I ־ A w i w, 13. September. | ׳ nie Welle der Ein w a 11 d 1• rung steigt, der Jahres- I ] ״jt entsprechend, jetzt wieder an und stellt den palästincn-; jjeeben Jischuw vor neue wirtschaftliche und kulturelle Pro- י ־ ytme.!>״ W oh n u n g s m a 11 gcl ist stark fühlbar, und •' * \10U der erweiterten Baubcwegung scheint kaum Aussicht;ן) ןת ׳ י cd ehe», ihn Mi beheben, da die E.iuwamk'rung in diesem . j pcr|wt einen immer größeren Umfang annimmt. Die Mieten f; die Preise gehen in die Höhe, die Arbeitslöhne!!eben sich. I!;)ן; Stcigorung dos Lobonsslandards \ Gleichzeitig ist eine allgemeine Steigerung des I leben sstantlar tl s bemerkbar, der infolge der Einwande- | ״ll1<» der westeuropäischen Juden im Laufe der letzten zwei j jjltrc i» den Städten eingetreten ist. Zweifellos hat dies 7.u ,!ielrn unerwünschten Erscheinungen geführt. Wenn inan die ’ grillen Tcl-Awiws am Abend betrachtet, kann man nicht umhin?11 bemerken, daß der Verkehr, die vielen luxuriösen lidcn, die Reklame tisw. in keinem Verhältnis zur Bcvöl• ä tcrungsrahl und der wirtschaftlichen Entwicklung des Lan• I des stehen. Es genügt festzustellcn, daß Palästina mit der 21111 seiner Automobile (relativ zur Bevölkerungszahl) sich mit den höchstentwickelten europäischen Ländern verjlcidien lallt. Dabei verschleiert der neue Lebensstandard ״ die soziologische Zusammensetzung des Jischuw. Zuiammonsatzung das Jischuw Ucher die wirkliche Zusammensetzung des Jischuw wur• / dm unlängst interessante Zahlen veröffentlicht. Diese zeigen, dilt in einer Periode von 14 Jahren, in der der jüdir.chc; Jischuw sich vervierfacht hat, die Zahl der Arbeiter '■ «m das Zwölff;iclie augesfiegen ist. Vom Jahre 1931 bis zum 1 jihic 1031 ist der prozentuelle Anteil der Arbeiter am Jischuw; von D auf 20,1 ״« angesticgen. Was die wirtschaftliche Lage : der breiten Schichten der Bevölkerung anbetrifft, so ist eine! oberllaehliclic Betrachtung, die sieh mit den hohen Löhnen : Rschäftigt, weder richtig noch ftir den Zweck einer Aufj Harting über die wahren Verhältnisse im Lande crspricfilieh. 1 fine Untersuchung, die von Dr. Walter Prcuß soeben bc- ' tndcf wurde und die sich auf einen Vergleich der Stunden-; lohne in den meisten Zweigen der Wirtschaft in Palästina , ml anderen I ändern stützt, hat nacligcwicscn, daß die Löhne in Palästina außer int Baugewerbe nur wenig die Löhne in nmickgeblicbcnen Agrarländern übersteigen, niedriger als in hochentwickelten Ländern Westeuropas sind und ungefähr den Lohnen in der Mitlelgruppe, zu der Italien und Oesteri rf ich gehören, gleichen. Da hei ist in Betracht zu ziehen, 1 daß es sich hier tun Nontinallölmc handelt, während die Reallohne hei den ansteigenden Lcbenskostcn niedriger sind. Dadurch soll der Wert der wirtschaftlichen Entwicklung \ Palästinas nicht unterschätzt werden. Es ist genug, daß Pa- Zwischenfall an der Klagemauer | t Jerusalem, 20. September. (JTA.) Alt der Klagemalier י i't cs am Jom Kippur zu einem Zwischenfall gekommen, als ן rin gewisser flhajim Ruhen Horowilz, angeblich Mitglied der | rtvisimijstiscltcn Partei, entgegen dem geltenden Klagcntaucr- I Reglement den Versuch machte, an der Klagemauer Scho- ן lir zu blasen. Horowitz wurde verhaftet, der Scholar ן beschlagnahmt. Der Zwischenfall hat zu keinen weiteren 1 folgen geführt. lästina heute arbeitswilligen Einwanderern die Möglichkeit gib!, sich zu ernähren. Für die breiten Schichten der Bevölkenmg ist das Leben aber auch heute hart und schwer. Kultur pioblcmo Ein anderes Problem, das durch die in unerwartetem Mallstabc erfolgende Einwanderung gestellt wird, ist die kult u r c Si c A s s i m 1 li e r u n g einer heterogenen Masse. Schon die S p r a c h e 11 f r a g e bietet beträchtliche Schwierigkeiten. Die I legeinonic des Hebräischen bleibt auch Jetzt im Prinzip bestellen; tatsäehlieh ist aber das Spracheiigemisdi, das hesonders in der Stadt vorherrscht, zu einem ernsten kulturellen Problem geworden. Dazu kommt die Verwischung des speziehen Lebensstils des jüdischen Jischuw, der sich im Laufe von arbeitsreichen Jahren herausgebildet hat. Die kulturelle Assimilicrung der neuen Einwanderer wird auch durch gewisse Tendenzen im Jischuw selbst erschwert. Die schnelle Expansion in einer Periode, in der die zentrifugalen Tendenzen im Jischuw selbst die Oberhand gewonnen hatten. Das System der einheitlichen Erziehung der Kinder ist durch die Dezentralisier 11 n g des Schulwcrkcs in Gefahr gestellt. Die Differenzierung des Jiscluiw durch die Tatsache des Wachstums selbst hat diesen Tendenzen neuen Anstoß ge* gehen. Den N'ciieingewandcrtcn fehlt cs sehr oft an einer politischen Erziehung, und sic kommen mit den Problemen des Jiscluiw das erste Mal in ihrem Leben in Berührung. Dadurch entsteht ein Kreis in der Bevölkerung, der am Gemeinscliaftslehen nur in geringem Maße, wenn überhaupt, teilniniint. Bei jeder Entscheidung, die die Gemeinschaft als solche treffen muß, ist die neuzugewanderte Schicht die ״große Unbekannte“. 23000 Jüdische Einwanderer im Laufe der ersten acht Monate J c r 11 s ה I c 111, (Pakor.) Nach den Ziffern der Jewlsh Agency sind im Laufe des Monats August d, J. durch die Häfen Jaffa und Haifa 2760 jüdische Einwanderer in Palästina eingewandert. Es fehlen noch die Ziffern für diejenigen jüdischen Einwanderer, die über die Festlandsgrenzen ins Land gekommen sind, sowie für die Touristen, die int I nufc des Monats die Erlaubnis erhalten haben, legal in Palästina zu bleiben. In den ersten acht Monaten des Jahres 1931 sind legal 22 062 jüdische Einwanderer nach Palästina g c k o in m c n. Wenn wir hierzu diejenigen Juden hinzurechnen, die im August über die Festlamlsgrcn/cn ins Land gekommen sind, sowie die Touristen, die in diesem Monat die Erlaubnis erhalten haben, im Lande zu bleiben, beträgt die legale jüdische Einwanderung im Laufe der ersten acht Monate 1931 ca. 23 000, In den gleichen acht Monaten des Vorjahres betrug die Zahl der legalen jüdischen Einwan• derer 16 178. Als Kapitalisten sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres 1611 Einwanderer nach Palästina gekommen (im Vorjahre wunderten in den gleichen acht Monaten 2225 Personen als Kapitalisten ein); auf Grund der Zertifikatc der Jewish Agency wand orten 11582 Personen ein (in der gleichen Zeit des Vorjahres 9963 Personen). Antisemitischer Weltkongreß In Belgien? Antwerpen, 17. September. (JTA.) Es wird angekündigt, daß am 22. September in einem belgischen Kurort ein antisemitischer Weltkongreß stattfinden soll. Zum Vorsitzenden des neuen Zentralkomitees der Zionistisclien Organisation Kongreßpolens ist Dr. Jlzchak Schipper gewählt worden. Zum Sdtabbaih, dem 13. Tisdirf (Sonnabend, den 22. September) Gedenke der Tage der Urwelt, faßt die Jahre, Geschlecht zu Geschlecht, deinen Vater frag der dir» melde, deine Alten, sie sprechen! dir zu: Als der Hohe clnctgncte Stamme, als er Adams Söhne trennte, bestellte er Völkergemarkungen nach der Zahl der Jlfsreclssöhne. Denn Anteil IHM Ist sein Volk. Jaakob seines Eigentums Meßschnur. In Wüsfenlond findet es ihn, In Irrsal, Heulen der Oede, er umwirbt cs, er umwarlet es, er umhegt es wie das Püppchcn Im Auge. Wie ein Adler sein Nest erweckt, über seinen Horstllngcn schwebt, seine Flügel breitet, eins aulnimmt, es aul seiner Schwinge trögt: einsam geleitet es ER, keine Fremdgollhelt Ist mll Ihm. Er fahrt! über Kuppen des Lands, nun Ißt es Feldes Gedclhn, er sflugts mH Honig aus Stelnspalt, aus Felscnklcscl mit Ocl, — Rahm von Rindern, Fellmllch von Schafen, »amt dem Felle der Lämmer, der Baschanwldder und Böcke, »am! de* Welzens Nlerejifeft, und Traubenblut schlürfst du Im Schaum. S.Bud1 Mose, Kap, 32, Vers Tr 14 (Lied Moses), Uebersetst von 0U/I»■ROSENZWE1C, Die Opposition in Transjordanien Jerusalem. (I’alcor.), Wie man aus Trausjordanien meldet, durchlebt die dortige Gruppe der ״Istaklal”.Partei, die einen scharfen Kampf gegen den Emir Abdallah geführt hat, eine sehr schwere Krise. Die Partei verliert nach und nach ihren Eiiiflull auf die Bevölkerung, und ein großer Teil ihrer Führer ist gezwungen, sieh entweder mit dem Emir zu versöhnen oder sich von aktiver politischer Tätigkeit zurückzuzichen. Der Abstieg der Partei begann an dem Tage, an dem im Juli vorigen Jahres in Transjrmlanien die neue ״Volkspartei’‘ geschaffen wurde, die den Emir stützt und sogleich die Regierung in die Hand nahm. Die neue Regierung begann damit, die Opposition zu beseitigen, unter deren Führern Vcrwaltiuigsbeamte waren. Bei vier Beseitigung dieser Beamten wurden auch verschiedene Mißbräuche aufgedeckt. In. der letzten Zeit ging die Regierung gegen die Opposition mit noch schärferen Mitteln vor. Einige ihrer Führer, in der Hauptsache Emigranten aus Syrien, hat die Regierung de» Landes verwiesen. Dies hat dazu geführt, daß die Führer der Opposition nach einer Verständigung mit der Regierung uml einer Annäherung an den Emir suchten. So hat sich der Führer der Opposition, Hussein Pascha, in der letzten Zeit völlig von seiner Partei gepennt, lind ist zur Begrüßung des Emirs nach Jerusalem gekommen. Der Sekretär der Partei, ein Arzt, wird von der Bevölkerung boykottiert und war gezwungen, nach Damaskus auszuwandern, Jetzt wird aus Aman gemeldet, daß auch der geistige Führer der Istaklal-Partci, Al-Asma, sich an den Emir gewandt und erklärt hat, daß er die Opposition aufgcbc. Wahlen zum Stadfraf von Jerusalem verschoben Jerusalem, 17, September. (JTA.) Die ursprünglich für «n 20, September festgesetzte Waid zum Stadtrat von Jcru- :!,lfm ist verschoben worden, nachdem die Regierung von;üdischen Stellen darauf aufmerksam gemacht worden war, daß ™י jüdischen Wäldern an diesem unmittelbar auf den Jom *1Pptir folgenden Tag die Ausübung des Wahlrechtes schwer ™kn würde. Als Wahltag wird nunmehr voraussichtlich der ®.September festgesetzt werden. Die Verlegung des Eisenbahnknotenpunktes nach Tel-Awlw Tc|-Awiw, 17. September. (JTA.) Lebhaftes Aufsehen Mt de von einer arabischen Zeitung veröffentlichte Meldung; :rrcRt< daß das Colonial Office der Verlegung des Eisenbahn- 1 '״otenp1mktcs von Lvdda nach Tel-Awiw 'zugcstiinnit f ” , U,M daß eine Verbindungslinie zur Küste gebaut werden 1 tt,:1, r ',0י Anschaffung von Baumaterial sollen diesem I , 'mit zufolge 37 OOO Pfund ausgegeben werd 11, die Gesamt* | ««ten der Verlegung sollen 300(300 Pfund betragen. «־.t Monistische Jugendkonferenz in Palästina .1 JT Lmek Jesreci fand eine Konferenz von Vertretern ziocu’r Jugrndorgani sationen statt. An der um a-etu beteiligten sich 60 Delegierte von 13 Organisatio- IV v ^ic J״ßc|1d aller Richtungen im Zionismus vertreten, r Konferenz war den Fragen der Arbeit für den Jen Kajemeth innerhalb der jüdischen Jugend Pa- U|1d der Diasporalnnder gewidmet. Ucher die Rcfcder Vertreter des Hauptbüros des Keren Kajemeth, Dr. hall״° ״v? y ״«d B i s t r i t z k y, entspann sich ein lebmit,׳ "•Cl|tungsaustausci1. Die Konferenz beschloß, sieh *•nein Appell an die zionistische Jugend der ganzen Wett ",rc Arbeit zugunsten des Keren Kajemeth zu Darnlf^ ״ l״K* »He Versuche, diesen Fonds durch Boykottc" m schädigen, zurückzuwcisen. Kgühcs «fsE2s? ־־ Keimes Wer noch nicht den» Aufruf für dfa Boden• spende zu Neujahr gefolgt ist. besonders Jeder Empfänger der Bildmimmer Haifa und des KKL Wandkalenders, ■wird gebeten! seine Spende dem Ortskommissar sa übergeben, oder auf da• Postscheckkonto Berlin 28247 zu überweisen. Keren I£ajes3scfh Lef Israel (Jüdischer Nationalfonds E. V.) Berlin W15» j«20lf»elsestraÄ© 10 Kritische Lage feraenllischcr Juden in Aden Zahlreiche jemenitische Juden, die aus dem Jemen nach Aden fluchteten, sind in eine kritische Lage geraten. Mit der Begründung, daß das einzige in Aden bestehende iüdischc Atiswandcrerbcim überfüllt ist, lassen die Behörden keine jemenitischen Flüchtlinge mehr in die Stadt. Ein großer Teil von ihnen wurde fcstgciiommen und nach dem 25 Meilen entfernten Lalieg ztirückgeschiekt. Die Betroffenen schweben in großer Gefahr, da sic weder nach Aden kommen, noch in ihre Heimat zuriickkeliren können, wo sic Ihres Lehens nicht sicher sind. Die Jüdische Gemeinde kann die Flüchtlinge nicht in ihre Obhut nehmen, da ihr von den Behörden bedeutet wurde, die Auswanderer seien unerwünscht, Sic ist .uinmehr bemüht, Palästina -Einwanderung«- Zertifikate für die Betroffenen zu erhalten, doch besitzen diese nicht die genügenden Mittel für die Reise nach Palästina. Das Sammelergebnis des Central British Fand Die zweite Sammlung für den für deutsche Juden bestimmten Central British Fund hat bisher ein Ergebnis von 174300 Pfund gehabt. Das Gesamtergebnis der im vorigen Jahr durchgeführten ersten Sammlung betrug 203 826 P t u n d. Herr Bcrl Locker, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, hat am letzten Sonntag einen Autonnfall erlitten uild muß — wie wir hören — noch mehrere Tage im Krankenhaus liegen, Der Hohe Kommissar van Syrien und Libanon hat laut ״Patnews“ die libanesische Regierung aufgeiordert, ein Messe- Projekt auszuarbeiten. Die Stadtverwaltung von Beirut hat die Finanzkommission damit beauftragt, das Projekt zu stu* dieren. 1.1 »I W f|ASuKDMOSSUL *130 cm 50 KäRADJa bis zu 9 90 *140cm z'\Wv־>iii B \a'V '^4'fffY-^rri bis ZU' 1Q0*19öcm Unser Lager echtet* PBRSEÜ-Teppiche aller Provenienzen enthält Stücke in allen Größen von seltener ״ Spondauer l : \ ׳־,*. ]10 Stress c ühufathfemds qtoRIct fadi^sdwftfwnppkk^ Möbelstoffe, Gardinen