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Jüdische Rundschau · 1934-09-21 · Heft 76-77 (21.9.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 76-77 (21.9.1934)
Date
1934-09-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Von Herbert F Die moderne Staatsphilosophie hat seit Sorel und Nietzsche neben «lein Postulat des ״Willens" den Begriff der ״Gewalt“ zu einer völkischen Substau/ erklärt. Besonders im Eascliisnuts ist die Frage nach der Beziehung *wischen Volk und Gewalt eine entscheidende geworden, Die Aktualität dieser Frage, an das Judentum gestellt, ergibt sich noch aus diesem: der Antisemitismus wirft dem Judentum, seiner Reiiglon und Ocseliiclite, auf der einen Seite Brutalität vor, die in der Beschuldigung ״Mördervolk“ giplelt, auf der ,•nnleren Seife haben die Antisemiten das Judentum zur Repräsentanz des ״Pazifismus" gestempelt. Diese widerspruchsvollen Fest• Stellungen sind zu einem Teil aus der Abnormität der jüdischen Lage zu erklären. Man wird, um «las Bild eines Volkes zu zeichnen, nicht dieses oder jenes Gesicht herausgreifen, son- «lern alle Züge, die die Geschichte ihm eingcmcißclt hat, zur Formung seines Antlitzes zusammcnf.isscn. Nur beim Judentum gilt ״pars pro toto“, c i n Wesenzug für den Charakter. Wer aus einem Abschnitt jüdischer Geschichte eine Folgerung zieht, will mit dieser Folgerung alles deuten, die ganze Geschichte, die ganze Ethik, das ganze Judentum. So hat sich die merkwürdige Tatsache ergeben, daß eine Reihe von — z, T. in/wisclien sehr bekannt gewordenen — Büchern über die Beziehung zwischen Judentum und Gewalt mit denselben Beweismitteln zu einander widersprechenden Ergebnissen kommt. Von der jüdischen Ethik geht Max Brod in seinem Roman ״Die Frau, die nicht enttäuscht“ aus. Er erklärt die ״Vcrsölinungstcmieiiz“ des Juden aus dem jüdischen Totalitätsglauben, aus dein Willen zur Einheit, die keine Zweiheit zulaßt, auch keine Entzweiung. ״Als jüdisch möchte ich... dieses Grtmdgcfüld anspieclum: daß es unter allen Umständen möglich ist, sich gütig zu verhalten und zu einer Verständigung zu gelangen... Es gibt keine unauflösliche Tragik in maischliehen Angelegenheiten — wir glauben nicht daran, daß sich letzten Endes das böse Prinzip ebenso stark oder stärker erweist als das gute, daß die Menschheit in diese beiden Prinzipien zerrissen bleibt, ohne Heilung, daß Streit und Krieg und Feindschaft und Unterjochung ewige Notwendigkeitcii, sozusagen die letzten Worte der Weltgeschichte sind. Der Jude... wendet sieh an eine einzige Macht, an eine oberste Harmonie Harmonie, nicht Tragik ist sein letztes Wort..., und es zeigt sich in allem und jedem: im jüdischen Monotheismus, der... in allem furchtbaren Ernst Anerkennung ist dieses einzigen und in sich einigen obersten Prinzips. Der Frieden schafft in seinen Höhen, schaffe auch Frieden seinen Geschöpfen —, so wird dieses oberste Prinzip angeredet... Höre Israel, der Ewige, Dein Gott, ist ein einziger Gott — mit dem letzten Wort dieses Bekenntnisses, mit dem Wort ,,Eins, cclind“ auf den Lippen, starben unsere Märtyrer. Beweis genug, daß dieses ״eins“ keine theologische ausgeklügelte Marotte ist, sondern allcriiinigste Stellungnahme des Herzens zum Weltgeschehen. Es wird dieses Geschehen unter dem Aspekt des Hinstrcbcns tu einer Harmonie angcschaut. Harmonisierungstendenz — das ist unsere Grundrichtu ng in allem und jedem.“ 1 Auf der anderen Seite Stehen fn der Interpretation der jüdischen Ethik die Adventsreden des Kardinals von Faulha her, der bei aller Hochschätzung der Werte im jüdischen Sittengesetz die Gewalttätigkeit, zu der das Judentum neige, vom Christentum abgrenzt. ״Der die Sünden der Väter rädiet im vierten und fünften Geschlecht“ — dieses Prinzip, das ״Streit lind Krieg und Feindschaft und Unterjochung ztt denletzten Worten der Weltgeschichte machen will“ (um das Wort Max Broils zu gebrauchen), hält er für ein jüdisches Prinzip, ״Ein tiefer Schatten liegt für christliches Empfinden auf den Fluchpsalmen und Rachelicderii des alten Bundes. Der Sänger des 09. Psalms betet: ,Herr, eile mir zu helfen', um die Feinde niederzuhauen... In anderen Rachelicderii mag der Gedanke der Blutrache durdischimmcin, die damals in Geltung war. Christus hat mit diesen Rachelicderii aufgeräumt. Ihr habt gehört, es wurde gesagt: Aug um Auge, Zahn um Zahn, ich aber sage Euch, liebet Eure Feinde... Wir haben keine andere Wahl: entweder wir sind Jünger Christi oder wir fallen in das Judentum der biblischen Vorzeit und seine Racliclieder zurück.“ Unvereinbarer noch als in der Ethik platzen die Auslegungen jüdischer Geschichte aufeinander. Zunächst gibt cs eine These: die Juden wären schon ״im Bereich ihrer Nationswerdtuig“ Verächter der Gewalt, mehr noch: Gewaltlose, Vergewaltigte gewesen. Lewis «Im schreibt in seinem Roman ״Das Erbe im Blut“: ״Die Bern' Israels waren seit Aubeginn ein schwaches Volk. Was will« besagen, daß sic in ihren gesündesten und cntsdihiRrcichstcn Tagen einst einen Streifen palästinensischen Hügellandes uneinigen und barbarischen Häuptlingen abjaglcnl Kaum hatten sie ihren kleinen Staat gegründet, fielen schon die Schatten Aegyptens und Babylons auf sie und löschten sic beinahe aus... Sie kämpften nie auflcr gegen Uebcrniaeht... die letzten Kricgshelden, an die sich die Juden erinnern können, Juda Makkabi und Barkochba, kämpfen für eine verlorene Hoffnung, waren Heroen des Rückzugs, verurteilt zur Niederlage, noch ehe eine Bogensehne gespannt oder ein Speer geschleudert wurde... Sie ziiterten und sangen ihre Bubpsalmen, vergüteten, ersetzten und befreiten sich selbst, indem sic die Wurzel aller Oercclitigkeit entdeckten! Gewalt ist böse, Krieg ist Sünde, Widerstands• Jose Märtyrerschaft ist Triumph, Sieg ist Niederlage und Er* folg ist Verlust. Sie werteten den Wert einer kriegerischen Welt um, indem sie ihn leugneten. Aber ein solcher Prozeß vollzieht sich nur in winzigen Schritten. Gipfelpunkte zeigen sich nur in vereinzelten Individuen: Jeremias, Jesaias, Jesus, die Märtyrer der Kreuzzüge, die frühen chassidischeu Rab* binen, Pazifisten und Freilieitsverherrlicher da und dort,.., immer wieder stellen sic sieh au die Seite der Schwachen und Unterdrückten der Erde. Vielleicht ist das der Orund, weshalb die Juden bestehen blieben“... Die Umwertung der Werte oder, banal ausgedrückt, das aus der Not eine Tugend machen, aus der Schwäche eine Weltanschauung, warf man den Juden zu Recht auch darin vor, daß sic zum Internationalismus neigten, weil sie den Zusammenhang mit ihrer eigenen Nation verloren hatten. Die Galuth Verstärkte diese Tendenz. Der Satz ״Tausend Jahre regelmäßig ausbrechender Ver* folgung haben in den Juden einen beständigen Willen nach Ausgleich verursacht, der soweit ging, daß sie Gewalt in JÜDISCHE RUNDSCHAU יי*׳* ■ . | M Sa Wj1 Vi; |«Jg fr״־** ("חיזי ( t.. , 4 ־ ן ^.״ V, .JP V <4 I".. riedenthal jeder Form auch als Unbeteiligte pathologisch verwarfen", wird imlcrsliit/( von der traurigen Erfahrung, daß wo auch immer in der Well Gegensätze mit Gewalt ««*getragen wurden, tlic.se Gewalt in irgendeiner Form gegen die Juden sich wendete, als unbeteiligte Dritte, als Sümlcnbock der Welt- _gcsch kitte. Dem gegenüber steht die Behauptung von Schriftstellern, die gerade den Pazifismus moderner Juden verwerfen, daß die Geschichte Israels als eines selbständigen Volkes die Geschichte schwerster Gewalttätigkeiten war. Vor wenigen Moiiatcn erschien im Garibaldi-Verlag eine Schrift von Friedrich Huch, dem Bruder der Ricarda Huch, ״Israel und wir“, die typisch ist für die Geschichtsauffassung dieser antisemitischen Gruppe. Um mir einige Sätze ,1118 seiner Bibcliufcrprrtation zu zitieren: ״Jostia,.. will das besiegte Volk der Kanaaniter mit Feuer und Schwert ausgerottet haben... Der feindliche Oberfcldlierr Debarahs wird auf der Flucht von einer Frau namens Jacl im Schlaf ermordet..., später machte cs Judith ähnlich mit Holofernes... Saul bleibt zunächst siegreich, der Feind wird vernichtend geschlagen, der König Agag lebend gefangen..,, er gibt den Agag in Samuels I lande, der ihn dem! auch gleich in Stücke haut... David wendet ein, er habe keine Morgeugabe, aber Saul erwidert, ihm genügen hundert erschlagene Philister... Saut Ist entschlossen, David unihringcn zu lassen... David, ein Mann Von vielen Graden, ein Spiclniann und ein Kriegsmann..., erobert eine Stadt, führt die Einwohner hinaus und legt einen Teil unter eiserne Sägen, Zacken und Keile, die anderen verbrennt er in Ziegelöfen.., Die Juden waren, welche Eigenschaften sie auch sonst gehabt haben mögen, ursprünglich ein kriegerisches Volk.״ Joachim Prinz erweitert in ״Wir Juden“ die Deutung des Kriegerischen zum Mannhaften, Heldischen. Ein unverbrauchtes, vitales Baticrnvolk, so sieht er Israel. Der Ocruch der Accker, das Schnauben der Kamele, die Gefahr des Wüstcnlcbcns umgibt es, ״So ist die Epoche der sogenannten Richter,.,, eine Zeit voll Abenteurerhist... Das raufte noch. Das war noch gar nicht abgeklärt. Das wußte noch etwas von Kampf und Gefahr, von Abenteuer und List, von Kraft und Heldenmut. Man iiebte noch das männliche Leben, man trank das Wasser aus der Quelle, ohne Ocfäßc zu benutzen, Nd 76/77, 21. IX p man erjagte sieh das Tier, das inan all, man liebte <j׳ . ״ im Fehle und In der Wütte, auf den Bergen Ul](J ^i Hohlen. Man hatte das Fürchten noch nicht gelernt, s״' t man *ich den Helden jener Zeit, Simson, den SonnGen*0' großen Siegfried-Herakles der jüdischen Sage,., י lag bis Mitternacht, Da stand er auf zu Mitternacht und '! beide Türen an dein Stadttor samt der! beiden Pfosten**'1 hob »ie mit dem Riegel aus und legte sic auf seine Sd %” und trug sie hinauf auf die Höhe des Ikrgts ilt'br^n'*'" Daß aber auch die Galuth keineswegs nur eine (״,i, ' von Verfolgten und Gewaltlosen ist, dafür findet ü!h ri:1 hach in seinem Buch ,,Oifcm• Welt“ eine interessante Corbach rieht aus der Eigenart jüdischer Sammelbecken '''■י' artige Resultate, Alle diese Durchgangsläudcr sind j^JV* mittler des friedlichen Handelsverkehrs, aber sic sjnj auch Schauplätze für den Zusammenstoß feindlicher k!!' Die Verwandtschaft zwischen Ilamlel und Krieg ist Bicti'T'' Verfasser überhaupt unlöslich und historisch. Schon' t? primitivsten Formen des Hamich — im Tausch - JtD|c, t!i Aeußcriitigen der Gewalt (Fraiienranb, Blulnpfct),'ו Objekte des Handels waren zuerst immer Dinge' /; der Händler gewaltsam angeeignet hatte — lieutestuckr Sklaven. Der Autor _geht sogar so weit, den Handel!1, ״Fortsetzung des Krieges mit friedlichen Mitteln“ a! ncn. ״Auf den Schlachtfeldern mißt sich Kraft an Kraft -J'" den Märkten Kraftcrzeiignis an Kraftcr/cugnis.“ $j~ י' Juden) sind im Gegenteil gerade als Hämller kn>gedtcH׳» allgemeinen Sinne. Der Krieg setzt die Wertverhältnisse f« die im Frieden zwischen dem Austausch von Waren «1 gebend sein sollen. Nur haben sie als Volk ihre t״», Kriege längst zu Ende gekämpft...“ So stehen sich also gegenüber eine jüdische Ethik, ״harmonisiert'‘, und eine, die Rache predigt, eine jüdische ö» schichte von Vergewaltigten und eine, die eine Qe1cl;K von Gewalttätigen ist. Die göttliche Harmonie Ma* und die Rachegesänge Faulhabers, die brutalen Krieg« und die stolzen Bauern von Joachim Prinz, die getretene fa. ler Lcvlsohns und die streitbaren Kauflcutc Corbachj, <|j!;j Frieden Wurzelnden und die kampflustigen Helden - j|E p|( sind Judentum, sie alle sind jüdische Geschichte, di( ha Geschichte ist von Engeln oder Teufeln, sondern vm sehen, die viel gefehlt und viel geleistet haben. Utt«it!. nicht das Gesetz das Oute und das Böse, mehr noch: #f schließt nicht der jüdische Goftesbegriff beides, weil er 1*. umfassend ist? So gesehen runden sieh die widersprecht(!׳• Interpretationen, die vielen Gesichter zu einem Antlitz: 4 in allem, was es erlitten, geschaffen» erkämpft und «414 hat, dies blieb: — lebendig. Jewisti Agency und Mandatarmacht I Erklärungen Een Gurion» London, 18. September. (JTA.) Das jetzt in London weilende Mitglied der Exekutive der Jewlsh Agency, David Ben Gurion, hat der Jüd. Tel.-Agentur ein Interview gegeben, in dein er sich über den Standpunkt der A g c 11 cy E x c k u t i v c zu einer Reihe Inner* ionistischcr Fragen, sowie über Probleme betreffend die Haltung der Agency gegenüber den Ara• hern tinei der englischen Regierung äußerte. ,,Ich bin nach London gekommen“, erklärte Ben Gtirion, ,,um mit unserer Londoner Exekutive eine Anzahl wichtiger Fragen zu besprechen, die jetzt besonders aktuell geworden sind; eine dieser Fragen betrifft die Erwägung von Maßnahmen zur Konsolidierung der zionistischen Bewegung. Wir arbeiten jetzt an einem Plan, durch dessen Verwirklichung die aufbauenden Kräfte im Zionismus gcfestigt, die Einigkeit in den Reihert der Organisation gestärkt und die Aktivität der Bewegung erhöht werden soll. Es gibt aber auch״( fuhr Ben Gurfon fort, ״eine Reihe von Fragen, die die Beziehungen zur Mandatarmacht und zu den Arabern betreffen, unter den Gegenständen, die während meines Aufenthalts in London von der Exekutive behandelt werden müssen. Die Exekutive macht große Anstrengungen, um eine Verständigung mit den Arabern zu ermöglichen. Wir sind aber überzeugt, daß eine wahre und dauernde Verständigung nur dann zu- Stande kommen kann, wenn die Ziel« und Rechte des jüdischen Volkes in Palästina voll anerkannt werden. Diese Ziele stehen in keiner Weise ln einem Gegensatz zu den Interessen der Araber. Sie bilden nur eine Ergänzung der wirklichen Bedürfnisse sowohl der arabischen Bevölkerung Palästinas als auch derjenigen der Araber fn den Nachbar• ländern.“ Auf 'die Frage, welchen Standpunkt die Exekutive gegen* über dem geplanten Legislative Council In Palästina entnehme, erwiderte Ben Gurion: ״Die Exekutive wird sich entschieden gegen Jede Verfassungsänderung wenden, durch die die Rechte, die das jüdische Volk ln Palästina hat, auch nur in geringstem Maß eingeengt werden könnten. Es sind nicht die Rechte der gegenwärtigen Jüdischen Einwohner Palästinas, die auf dem Spiel stehen, sondern die der gesamten jüdischen Nation: wir müssen gegen Jeden Versuch Widerstand leisten, ein konstitutionelles Regime auf der Basis de■ jenen• wärt!gen Status in Palästina efnzuführen." Zur Einwandcrungsfragc und Über die demnächst auszugebende Ein wa «d erungs-ScheduIe äußerte »Ich Ben Gtirion folgendermaßen: Unter diesem Titel beginnen wir In dieser Num• mer auf Salto « mit einer Veröffentlichung von Diese Erinnerungen au• dem Berliner Juden• tum, die über ein halbe• Jahrhundert xurQok• reichen, werden durOh die Vielfältigkeit Ihres Inhalte und die Lebendigkeit Ihrer Form da• besonder• Interesse unserer Laaer (Inden. ״Zurzeit sind Beamte der Jewish Agency gemein««!*J j Beamten des Einwanderungs-Departements der i’al«tis»% ג gicrung damit beschäftigt, den Bedarf des Landes an Arhots- J kräften fcstzustcllcu. Uebcr die Ergebnisse dieser AM•:« % etwas zu sagen, wäre verfrüht.“ « Zum Schluß erklärte David Ben Gurion, er werde *äfc. י rcrnl seines jetzigen Aufenthalts in London auch cht ft; * sprechung mit dem High Commlssioncr für l'itastmi, Süi י Arthur wauchon c, abhalten. Er beabsichtige, nach Mb , zu reisen, werde aber Anfang Oktober nach London zurück• '< kehren und dann bis nun Ende des Monats dort blöban, t Zionisten Amerikas gegen Errichtung \ des Legislative Council \ New York, 18, September. (JTA.) Der Admmistafet j Council der Zionistischen Org a n I s a tion Amen• \ leas hat «ine Resolution gegen die Errichtung eine! U׳ : gislativc Council in Palästina jjefafit, Dt'r volle Wortlaut ä« : Entschließung wurde nebst der Aufforderung, den E« * der Errichtung des Council zuriiek/ust eilen, da eine sold* j Maßnahme dem Buchstaben und Geist des Palästina•.'*׳״■ j dats widersprechen würde, dem High Commission« im b t lästina, Sir Arthur Wauchopc, telegraphisch übermittt.; Kleine Nachrichten Der Delegierte der Türke i in der Völkerbunds-Vers«־״ hing, Kcmal nusny Bey. hat sich zugunsten der Vcralig1־ meincrung der M Inder heit c n schütz *Bes ti«־ 111 un gen gemäß dem polnischen Antrag ausgesprochen. Der Gouverneur von Tripolis und Marsehall der inh*׳ sehen Luftflotte, General Bai ho, hat den Palästina■!'»' ff aut der Lcvante-Messc in Bari besucht und sich insbww<!t für die Stände der palästinensischen Industrie und die P1' phischcn Darstellungen der Entwicklung Palästinas w ׳״ letzten zehrt Jahren interessiert. In dem Städtchen Lucknik (Lucke, NordTib®'׳'״ das in der vorigen Woche von einer ungeheuren Brand»•;• itrophe hcimgcsucht wurde, sind zwei Synagogen, eine und über 100 von Juden bewohnte Häuser vernichtet «eft Der etwa 1200 Einwohner zählende Ort ist zu drei viert zerstört. Im 63. Lebensjahr verstarb in Bukarest der und Vizepräsident der Jüdischen Partei Rumäniens» L)r. ׳״ 1• Baubcrgher. J"• taltung der rcugcgriitl(ticlc".,״ ״ of Science", die unter dein V Auf der trstcu Veransfa di an Academy of Sei»״ , ״״,<. , n ״״, des Nobelpreisträgers Sir G. V. R a in a n vor kurzem m lorc unter dem Titel .,Molekuct-Spcktren“ stattfand, wurde' Hauptreferat über ״Absorptionsspektren und chemische ״ ■ dm1g“ von Prof. Dr. R. S a m 11 c I gehalten, der vor mehr«׳; Jahren von Breslau an die Universität Aligarh berufen »'« Dr. Heinz U 11 g e r ist als Generalmusikdirektor des Ku״* funks nach Leningrad berufen worden. Da« Lcningf•» ‘ Radio-Orchester wurde neuerdings auf SO Musiker WM und es werden unter Ungers Leitung eine große Anzahl 011»;• lieber und geschlossener Konzerte und Opernsendungc״ linden. Ungers Leningrador Tätigkeit wird sechs Jahr umfassen, so daß er seinen übrigen ausländischen יש! gements nachkommen kann. Der Stadtrat von Tel-Awiw hat die Namen von 'י neuen Straßen endgültig festgesetzt. Die neuen tragen *um Teil die Namen hisforiseher jüdischer Pfr? L,!,, kciten, die Namen von Gaonim, Rabhinet», Philosophert, tern» zum Teil sindsie nach Jüdischen Siedlungen I« ״ Landern der Zerstreuung benannt. So gibt es u. *• e VotiiHcr, Prager und Wilnaer Straße. ר 1 ו i # ן." •:I 4;1 *I

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