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Jüdische Rundschau · 1934-09-18 · Heft 75 (18.9.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 75 (18.9.1934)
Date
1934-09-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Phase »n der Entwicklung des deutschen Judentums ist uur ein Glied in dieser Jahrtausende laugen Kette. Es geht nicht an, daß Juden ihre Beziehung zu den Völkern unter dem Gesichtspunkt des er• littenen Schicksals betrachten. Sic haben das niemals getan, weil sic wußten, daß alle Menschengruppen aufeinander angewiesen sind, und daß es im Leben der Völker darauf ankommt, die eigene Position zu festigen und zugleich die Beziehung zu den anderen auf eine gesunde Basis zu stellen. So ist das Korrelat der Versöhnung, die an diesem Tage mich zwischen den Menschen cintreten soll, der Aufbau! Das jüdische Volk als ganzes befindet sich trotz all den Nöten, die cs in den Ländern der Golah bedrücken, in einer Periode der Renaissancc. Seit zwei Menschenaltcrn sind die besten Kräfte der Judenheit, seine geistigen Potenzen und eine idealistische Jugend darum bemüht, an die große Tradition unseres Volkslebens wieder anzuknüpfen und neue Lebensmöglichkeiten in Palästina, auf dem Boden unserer klassischen Geschichte zu schaffen. Dort soll die Rückkehr zur jüdischen Gemein- Schaft, die für manchen in der Vergangenheit die Sache eines Tages im Jahre war, zu einer vollkommenen werden, im täglichen Leben wie auch an den Höhepunkten seines Ablaufes. Dort soll dein jüdischen Volk und seinen kommenden Generationen auch wieder die Chance gegeben werden, aus der Einseitigkeit seiner bisherigen Existenz hcrauszu• ,gelangen und den Weg zu einer physischen und seclischen Entwicklung zu finden, die das Volk in den Besitz, aller in ihm liegenden Kräfte setzt. Das Bild des schaffenden Juden, heute schon in Palästina für die Welt sichtbar, wird — so glauben wir — im Sinne der geistigen und ethischen Tradition des Judentums in der Vergangenheit lebendige Kräfte aus sich heraus entwickeln und wird so das jüdische Volk zu neuen Beiträgen für die menschliche Kultur befähigen. Diese Beiträge werden allerdings jüdische, nur jüdische sein. Sic werden nicht mehr anderen Völkern zugercchnct werden können und werden daher eines der Mittel sein, um die Beziehungen zwischen dem jüdischen Volke und den Nationen der Welt zu bereinigen. Heute steht eine Fülle von Vorurteilen und von politisehen Hemmungen zwischen uns und unserer Umwelt. Daß wir Juden darauf angewiesen sind, diese Schwierigkeiten zu überwinden, ist klar. Aber auch die Völker bedürfen einer Besserung dieser Beziehungen, da Juden stets unter ihnen leben werden, und da die Judenfrage auch für sic, solange sie nicht erkannt und gelöst ist, einen Gegenstand der Sorge bildet und den Aufbau ihres eigenen Lebens stört. Die Erkenntnis vom Wesen des Judentums und den wahren in ihm liegenden Kräfteil, die durch das neue Werden unseres Volkstums in Palästina der Welt vor Augen tritt, bildet so eine wichtige Voraussetzung dafür, daß das Leben der Völker Europas durch das Dasein einer ungelösten Judenfrage nicht mehr belastet wird. Der Aufbau unseres eigenen jüdischen Lebens, die intensive Teilnahme eines jeden Juden an dieser Arbeit ist darum auch ein Beitrag zur wahren Befriedung der menschlichen Gesellschaft. Wenn wir unter diesem Gesichtspunkt die zionistische Renaissance des jüdischen Volkes betrachten, erkennen wir, daß sie sich den großen sittlichen Forderungen einordnet, die dem Juden als Menschen und als Mitglled der jüdischen Gemeinschaft in allen Zeiten gestellt wären. Der Versölinungstag als Augenblick der Besinnung auf uns selbst und als die große Chance des Lebendigwerdens aller in uns ruhenden Gefühlskräfte sollte daher zugleich ein Tag der Erkenntnis der Lebensaufgaben des heute lebenden jüdischen Geschlechtes sein; diese haben nicht nur einen weitgeschichtlichen Sinn für den äußeren Ablauf der Vorgänge, sondern bedeuten zugleich, daß wir uns den' in uns liegenden, über das Geschichtliche hinaus weisenden Kräften unterordnen. K. L Naluim Sokolow in Palästina Jerusalem, 16. September. (JTA.) Der Präsident der Jewish Agency und der Zionistischen Organisation, Nahum Sokolow, ist nach mehrmonatigem Aufenthalt in Südafnka in Palästina cingetroffen. Die Keren Hajessod •Kampagne in Südafrika * ״ Präsident der Zionistischen Organisation, Naiv Sokolow, und der Direktor des Keren Ha essod, L kVr״״ w , Südafrika verlassen. Die Kampagne für c Keren H a] essod Ist m den größeren Städten ab! schlossen. In den letzten Augusttagen lagen bereits Zci *rnnnh״mC1St?uffh, Bankanweisung gedeckt, ln Höhe \ hl, e SL r' n, Jol1an״«hurg werden noch weitere X 11 Orte״2 ״?hV'Wi die gleiche Summe aus andc ta L bc‘1״^"d 10ch 80 kIcine Pu־“•״, die eb Fi״r׳ä״'?*'£. 4000 £ . ^״ "erden. Diese nachträglicl fetÄrrVRammen mit der Aktion in Rhodesien, die < bi« kl'*׳ we״kn daher zusammen weitere £ 10 au»sUeUhi"®u׳״ S?.^Ö,?ie Qe**m‘kampagne vc Sokdow u״dC|«״!TitK£ 140000 ab»chllcßt. Sie Her ,ZM, Ja״e baben zusammen 14 Orte, Herr Sokol besucht”* '״ We,tere 15 °rte ™d Herr J.ffe 44 C I״.׳ ) <־־ ' / , 3 < ד־׳־* ר"*, . י. ר 1 r * ר ) x ןuij ל ד* Kr. 75, 18. IX. *.«ך ך"*־ -—׳ •יי^ ןיץ ויין «־*! ן .»•1 1k ... י «י* < Das südafrllseiilsdic Asiiiscittitcn *׳ Urteil London, 14. September. (JTA.) Das von dem Vorsitzenden des Obersten (ieridüsliofs in O r « li a in s t o w n (Sudafrika) gegen die Führer der antisemitischen Oranhemilcn- Organisation, Harry Victor Inch, Johannes von Moltkc und David Hermanns Ol I vier gefällte Urteil, über das wir berichteten, liegt nunmehr im vollen Wortlaut vor. Die sehr umfangreiche Urteilsbegründung beginnt mit der Feststellung, cs könne nicht der geringste Zweifel darüber hestellen, daß die Angaben lies Angeklagten Inch über die Herkimft der angeblichen Dokumente erfunden sind, ״Nach Au• liörung sämtlicher Zeugen“, heißt es in dem Urteil, ״und insbesondere nach der von Prof. Dingemans (einem christlicher! Theologen) an den! Dokument geübten vernichtenden Kritik, sowie nach sorgfältigem Studium des Inhalts des Dokuments, sind wir zu folgender Schlußfolgerung gelangt: Sowohl das angeblich aus der -Western Road Synagoguc stammende Dokument als auch die beiden Dokumente, von denen Inch behauptctc, er habe sie aus der Emnmtcl Hall bekommen, sind von derselben Person oder denselben Personen zusammengestellt. Der Aufbau der ״Dokumente“, die in ihnen gebrauchte Phraseologie und zum Ausdruck gebrachten Ansichten lassen keinen Zweifel darüber zu, daß sie von einer Person oder Personen verfaßt wurden, die glauben oder zu glauben vorgeben, daß ehe Juden in Europa, in Südafrika und aut der ganzen Welt sich zu dem Zwecke organisiert haben, die Christ• liehe Religion zu stürzen. Die U r a 11 h c 111 d e n - B c w «• g 1111g in Port Elizabeth ist eine Gesellschaft, die zugegebener• matten judcnfcindlicbe Ziele verfolgt. Sie verfügt über einen ״Geheimdienst“, wie er von Inch und von Moltkc genannt wurde, sie haben eine Leibgarde, und sowohl Inch als auch von Moltkc haben sich damit gebrüstet, durch Diebstahl in den Besitz, von Briefen von Privatpersonen lind des Jewish Board ot Deputics in Kapstadt gelangt zu sein. Ihr Wunsch ist cs, die Juden aus Südafrika zu vertreiben. Die jüdische Religion wird verhöhnt und den Juden werden fälschlich goftesläster• liehe und schreckliche Lehren •/!!geschrieben. Alle drei Doku• mente enthalten lästerliche Ansichten über die christliche Re• ligiott, wie sie nach der vorgeblichen Meinung der Orattltent• den und iitrer Jünger von den Juden vertreten werden. Mit anderen Worten: die drei Dokumente tragen unverkennbar den Stempel des Ursprungs aus gleicher Quelle, sie schildern die Juden vom Standpunkt der Führer der Oraultcmden. Wir sind überzeugt, daß diese ,Dokumente* das untrügliche Zeleiten ihrer Zusammenstellung durch ein Mitglied oder durch Mitglieder der Granhemden-Bewegung tragen, und daß sie leicht von Inch und von Moltkc oder von einem der beiden verfaßt werden konnten.“ Das Urteil beschäftigt sich sodann mit der Person* 1 i c lt k c i t und der Glaubwürdigkeit des auf Antrag der Angeklagten vorgeladcncn Zeugen Captain Be amt sh, der es als seine Lebensaufgabe betrachtet, eine jüdische ״Weitver* sclnvörung“ aufzudecken, und sich im Laut des Prozesses be• mühte, die Echtheit der ״Protokolle der Weisen von Zion" itachzuwciscn. lieber seine Zettgemiusänge wird in dem Urteil gesagt: ״Es fällt schwer, die Zeugenaussage eines so gcarteten Mannes ernst zu nehmen. Der Zeuge Bcamlsh machte auf inj. i uns den Eindruck eines Menschen, der von den von ft, gesprochenen Ideen vollkommen besessen, unduldsam 1״ Anschauungen ist und eine übertriebene Vorstellung J*''' ncr eigenen Bedeutung hat. Fr halt sielt für einen n!r f * Kreuzfahrer, dessen Mission es ist, der Wett das Bestell von den Juden seit dem Anfang ihrer Geschichte 0r ten Wcl(Verschwörung zur Niederwerfung der ChrtsT" und zur Vernichtung der Zivilisation zu enthüllen. jr1E '6‘5י feindliche Veröffentlichung, auf die er stieß, hat er Jj‘■,' ßimlc aufgebnusdit und jede darin enthaltene j«1kn|Cl״,!v Behauptung als Tatsache genommen; in dieser Etage ist * Fanatiker. Er war außerstande, auch nur die Spur 1'g1 wesentlichen Beweises zur Stutze seiner Behauntun-cn ' erbringen. Kein Opfer eines Bauernfängers Int sich je™,/׳!eicht und bereitwillig täuschen lassen.“ ‘ s An einer späteren Stelle der Urteilsbegründung wird, tont, daß die Angeklagten zu dieser plumpen Falschun? "ד bar in der Uebermigung gegriffen haben, daß niemandV' vor Gericht werde belangen können: ״Es könnte auf dt״ ״,S|! Blick als unwahrscheinlich angesehen werden, daß ein von normalem Verstand so töricht sein konnte, ein so v .י‘ aufzudeckendes Komplott anzu/cttt'in. Man hatte niernab* dacht, daß die von Inch erfundene Ges!Iiichtc, mit d«*! erklären wollte, wie• er in den Besitz, der drei Schriftstücke kommen sei, von einem Gericht geprüft werden wurde L Verschwörer glaubten sicher zu sein, solang« nicht von Personen als Verfasser der Dokumente genannt Von großer Bedeutung ist der Teil des Urteils, i״ x auf Grund der als beweiskräftig anerkannten Zcuge'iLmo״ des Präsidenden der Jewish Agency, Nah um Sokolov'4• sogenannten ״Protokolle der Weisen von Zion“, mit denen £ ״Dokumente“ aus Port Elizabeth in Zusammenhang gebnej« worden waren, als Fälschung zu antisemitischen Prop««^ zwecken erklärt werden. ״E* ist behauptet worden“, heißt es in dem Urteil, j» die Protokolle auf dem 1807 in Basel abgchaltcncn 1/£י nistenkongreß von Dr. tlcrzl geheim verkündet *wjP seien; aus der Aussage des Führers der zionistischen g£(, gttng, Nahum Sokolow, dessen Zcugcnschait wir ob! jedes Zögern anerkennen, geht jedoch beweiskräftig hm» daß auf diesem Kongreß niemals auf ein derartig« IMmh Bezug genommen oder seiner Erwähnung getan wurde, fc Sokolow erklärte, daß er dem Kongreß beigewohnt hat, <!! die Verhandlungen der Oeffcntliclikcit zugänglich warnt, di! er Mitglied sämtlicher Kommissionen war und zu ei•!, wesentlichen Teil an der Zusammenstellung der Tagcrordnw; mitwirkte. Dem Kongreß wohnten viele christliche Stüdes•« bei, und es gab keinerlei Geheimnis irgendwelcher Art is Zusammenhang mit den Sitzungen. Herr Sokolow hat km erklärt, daß er von tler Existenz der Protokolle nun crstei Male anläßlich eines Besuches in Paris im Jahre PRO erlab, Er kehrte nach London zurück, wo er sic zum ersten Male a Gesicht bekam und las. Er bemühte sieb, der Entstehwjv geschieht« des Dokuments naclmigehen, und zufällig entdedten Beamte des Britischen Museums ein unter der Hemrtift Napoleons III. veröffentlichtes Pamphlet, das int Museums, kataiog unter ״Antinapoleomschc Pamphlete“ verzeichnet fe Das war die französische Ausgabe der ״Protokolle״. fr fand, daß die ״Protokolle“ ein plumpes Plagiat dieser Sir*■ schrift darstcllcn“. Der Chefsekretär des Einwanderung•- amtes der Paläsiinaregierung in Polen Warschau, 13. September. (JTA.) Der in Polen eingetroffene Clicfsckrciär des Einwanderungsamtes der Palästina- Regierung, Edwin Samuel, hat nach einem kurzen Aufent• halt in K r n k a tt das zentrale Palästina-Amt in War» sc 11 au besucht und mit seinen Leitern Besprechungen ab• gehalten. Zum Wochenende begibt sielt Edwin Samuel nach Wilna und sodann naclt London. Im Palästina-Amt wurde Samuel dureil den Leiter der Einwanderungs-Abteilung der Jewish Agency, J. Orünbaum, den Vorsitzenden des Warschauer Haupt-Palästina-Amtes, Ing. Reiß, und den Leiferdes Amtes, Szaffar, begrüßt. Vom Palästina-Amt begab sich Edwin Samuel in das nein! des Hcchaluz, wo in Anwesenheit des Präsidiums des Palästina-Amtes und von Vertreten! sämtlicher Ciialuz-Verbäiide eine Sitzung abgehalten wurde. Im Anschluß an die Sitzung begab sich Edwin Samuel auf die Farm des Hcchaluz in Grochow, Abends wohnte er der Abfahrt einer Chaluz-Qruppc nach Palästina bei, Am Mittwoch stattete Edwin Samuel in Begleitung von Ing. Reiß und Herrn Szaffar der Wa rschaucr Jüdischen G c in c i 11 d c eitlen Besuch ab. Er wurde durch die Gemeinde* Vorsitzenden Mazur und Trokenheim und mehrere Mitglieder des Gcmcindcausschusscs empfangen. Präsident Mazur lud Edwin Samuel zur Besichtigung der Lehrwerkstätten der Gemeinde ein, in denen auch ältere Personen zur späteren Ucbersicdlung nach Palästina handwerklich geschult werden, In Warschau ist Samuel Gast des englischen Generalkonsuls. Bei Oberrabhiner Prof, Dr. Sch orr fand zu seinen Ehren ein Diner statt. Trauerkundgcbnng für Oscar Wassermann tn Jcms'Icm Anläßlich des Ablebens Oscar Wassermanns fand Im Hauptbüro der Palästina-Exekutive der Jewish Agency in Jerusalem eine Trauerkundgebung statt, bei der Elleser Kaplan und Dr. Werner Senator Gedenkreden hielten, In denen die großen Verdienste des Verstorbenen um die jüdische Ernetjcrungsbcwcgtmg und der außerordentliche Eifer hervorgehoben wurden, den er als Nichtzionist bei der Mitarbeit am Aufbau Palästinas bekundet hatte. Gemeinsame Berainnflcn der Londoner nnd der Palästina - Exekutive der Jewish Agency London, 13. September. (JTA.) Nach Rosch Haschanah haben in London gemeinsame Beratungen der Londoner Exekutive der Jewish Agency mit den Mitgliedern der Palästina- Exekutive, l)r. Arthur Ruppin und David Ben Gurion, begonnen. Später wird auch der Leiter des Einwanderung- Departments, J, Orünbaum, an den Beratungen tcilnehmen. Im Mittelpunkt der Besprechungen steht die Frage des von der Palästina-Regierung dem Colonial Office vorgelegten Plan« zur Einsetzung eine* Legislative Council in Palästina. Wie die JTA. erfährt, ist es Bürgermeister Dlzen• got», der am 16. September von Marseille aus die Rückreise nach Palästina angetreten hat, vor seiner Abreise aua London gelungen, die 350000 P f un d-Anl ei h e •für T ei « A w 1 w, zu sichern. Palästina trinkt nicht! Ein Rekord der Nüchtemheii * * Die Palästina-Regierung veröffentlicht soeben ein höthd » Interessantes Moment, das die Frage des A I k olt 01ism!׳» in Palästina behandelt. Bekanntlich hat ein besonderer K» fee in England die frage des Alkoholverhratichs im ״Hei•1.” 1־ Lande“ auf die Tagesordnung gestellt. Es wiirileii in :׳!; Frage mehrere Interpellationen itu englischen Untcrlianse '«• ן gelegt. Die Debatte im Unterhause, in der diese Frage w• | rührt wurde, hat die palästinensische Regierung vcrjwN ן eine besondere Untersuchung durch/ufuhrcn. Der ßenem, ™ | durch den Direktor des Gesundheitsdienstes in יי nach langer sorgfältiger Untersuchung verfallt wurde, ן »״ folgende Tatsachen zu Lichte gebracht: ( t Seit detn Jahre 1928 ist die Erzeugung v0״!; getränken in Palästina etwas gefallen. Vom Jahre W21 0;>• : Ist keine absolute Steigerung des Konsums von; Alkoltolgetränken und Bier fcstziistclleii, obzwar die 4 ncnsische Bevölkerung um 50 ״׳״ (die nichtn10«lenn*fW ■ ן völkerung um 60°’״) gestiegen ist. Im Laufe dieser m )'״ > ist demnach der Konsum an alkoholischen , ken 1111t 33,5 «,0 gefalle n. , Die interessanteste Tatsache ist jedoch, daß Palästina «« Rekord in Nüchternheit unter den Ländern der ״'lt * Nach den Angaben des Berichtes konsumiert ' ra״k'L‘ 22,5 ",״׳ Liter reinen Alkohol pro Kopf, Italien 1 ׳•״ ׳>׳ gien 10,3«;״, Deutschland 7.2 «0, die Vcrciniglcii Staaten Dänemark 6,7״,», Kanada 3,15 0״, Palästina aber 0,5 G. Der Wiederaufbau von Tiberia* Jerusalem, 6. September. (JTA ) In einem RfgicF1,',״ Comnnmir|ud wird mitgeteilt, daß High Commissi4 »1״ Arthur Wattchopc persönlich die Leitung der ' Le־!• nahmen zum Wiederaufbau der durch die Uebersen mungert im Mai teilweise zerstörten Stadt Tibersas uw men hat. Der Hielt Comtnissloner hat angeord««*, da» ׳ ׳ notwendigen Aufhati• und Rcguliermigsarbeiten von «; gierung 25 000 Pfund zur Verfügung gestellt wcrl;ln', die durch öffentliche Sammlungen aufgebrachten “t״l ' ־ körnten, den gcsclu*- Existenz zu crrnogi schließlich dazu verwendet werden Familien die Neugründung einer «licärv Kleine Nachrichten Der Sekretär des politischen Departments d*r K*j|| Agency, Arthur Luric, ist in Genf cingetroffen■ Er *י Nachfolger des verstorbenen Mitglieds der zionishseucn kutive Dr. Victor Jacobson die Interessen der |tw ״% bei der Behandlung aller den jüdischen Palästina-Aiuo rührenden Fragen durch den Völkerbund wahrnelutien. Wie die Leitung der Palästina-Polizei mitleilt, 1י *•"יי 167 Juden, unter ihnen 56 Frauen, als ״illegile t derer“ in den Gefängnissen Palästinas untergebracru. diesen Oefatigenen haben 140 bereits ihre Strafen während 27 noch aut das Urteil warten. Auch 19v ף" ' sind wegen Illegaler Einwanderung in Haft. Die nteis ״ gen illegaler Einwanderung Verhafteten befinden «c׳ ״ fängnis zu Akko. ln Warschau ist der bekannte Zionist Dr. Schtteur Bychowsky im Alter von 69 Jahren gestorben.

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