Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1934-09-14 · Heft 74 (14.9.1934) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 74 (14.9.1934)
Date
1934-09-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2653452-2653521--25760-2682917
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr 74, 14 XX. Zur Frage des Legislative der Exekutive der J c w Council sh Agency Vom V■ Das Pressebüro teilt mit: In der I.outumcr ״Times" ist vor kurzem eine Nachficht zur Frage der Errichtung eines Legislative Council in Palästina crscliieneti, in der es 11. a. hielt, ״die Juden seien gegen c11׳c Regelung, durch die die gegenwärtige jüdische Vertretung gegenüber der Regierung durch die Jcwish Agency, ,die von der gesamten Judenheit gestützt wird, zugunsten eine* halben Dutzend palästinensischer Juden beseitigt werden Würde.“ Aut Oruiid dieser Meldung ist an die Exekutive von verschiedenen Seiten die Frage gerichtet worden, 011 die Behauptung, die Regierung beabsichtige, die Jcwish Agency zu beseitigen, den Tatsachen entspreche. Daraut ist zu erklären, dali diese bisher völlig nulte• kannte Behauptung mit dem Wortlaut und Sinn des Artikels 1־ des Palästina-Mandats in derartigem Widerspruche steht, duII sie als völlig ausgeschlossen bezeichnet werden muß. Die nach wie vor bestellende Gegnerschaft gegen die Einführung eines Legislative Council beruht aut ganz anderen Erwägungen, die der üeffcntlichkclt bc• kannt sind. Oie in diesem Zusammenhänge von einer Nachrichten• Agentur verbreitete, angeblich aus maßgebenden Kreisen der Jewish Agency stammende Mitteilung ist inkorrekt. Zur Frage des Legislative Council für Palästina veröffentlicht die Zeitschrift ״Ncar East and India“ eine Notiz, aus der liervoi zügelten scheint, daß man in den Kreisen des Kolonialanites an der Verwirklichung des Council in der ursprünglich vorgesehenen Art festhalt 11! der Notiz heißt es u. a.: ״Die jüdische Presse hat in der letzten Woche im Zusammenhang mit den Vorschlägen zur Schaffung einer Ein- Tichtung zu teilweiser Selbstverwaltung im Lande einige Versucltsballons los-gelassen. Sic erklärte, die staatlichen Stellen däditoi 1111 einen Plan zur Errichtung eines aus Zivilpersonen zusammengesetzten Beirats, der dem bestellenden, aus den Leitern der Regierungs-Department* zusammengesetzten Rat untergeordnet sein solle. Es wird versichert, daß diese Mddüngen unzutreffend sind. Allem Anschein nach beabsichtigen die maßgebenden Stellen, ihren ursprünglichen Plan, einen Legislative Council auf der Grundlage von Wahlen und i«1 einer dem zahlenmäßigen Anteil der einzelnen Bevölke* rungsgruppen mehr oder minder entsprechenden Zusammen- Setzung zu errichten, weiter zu verfolgen. Wenn freilich die beiden wichtigsten Teile der Bevölkerung dem Plan der Schallunp einer solchen Körperschaft nicht zustimmen und sich weigern, an den Wahlen tcilziiiichnicii, wie dies in Zeitungen beider Lager immer wieder angedront wurde, dann muß die Möglichkeit auftauchen, daß die Mitglieder des Council durch den lligli Couimissioner ernannt werden und so lange im Amt bleiben, bis mit der wachsenden Erkenntnis bei Arabern und Juden, daß eine legislative Körperschaft in ihrem eigenen Interesse ins Auge gefaßt wurde, die Durchführung von Wahlen möglich erscheinen wird.“ Reise Ben Gurions nach Europa Jerusalem, (Palcor.) Im Zusammenhang mit den wichtigen außen- und innenpolitischen Fragen, die ,äugenblicklich in der zionistischen Bewegung auf der Tagesordnung stehen, ist das Mitglied der Exekutive der iewish Agency, David Ben üuriott, nach Europa gefahren. Gurion wird etwa zwei Monate in Europa bleiben, hiervon sechs Wochen in London, wo er mit dem zurzeit in England befindlichen High Couimissioner von Palästina zusammentreffen wird. Von London wird Ben üurion für kurze Zeit nach Polen fahren. Eine Falschmeldung Jerusalem, (Palcor.) In der mislämlkclien jüdischen Presse wurde durch die Jüdische Tclegraphcn-Agenlur eine Nachricht aus Tcl-Awlw verbreitet, in der berichtet wurde, daß an den Häuserinaucrn Tcl-Awiws und in vielen Schaufenstern Plakate mit der Aufschrift: ״Arbeiter, nehmt Rache für das Blut Ariosorolfs!״ beseitigt worden seien, und daß die polizeiliche Untersuchung wegen dieser Plakate zur Verhaftung Josehua Armonis, eines Beamten der Arbeiter- Krankenitasse, und Meir Kleins, eines Beamten der Histadruth, geführt habe. Wie mitgctcllt wird, ist diese (in der ״Jikl. Rundschau“ seinerzeit wiedergegebene) Nachricht erfunden. Das Plakat, um da» cs sieh bandelt, wurde durch den ״Noar Owed" unmittelbar nach dem Urteil im Arlosoroff-Prozeß veröffentlicht und lautete: ״Denkt daran, daß das Gericht in Jerusalem die Schuld Stavskys und Rosciibiatts als An* geklagte wegen Beteiligung an der Ermordung Arlosoroffs anerkannt hat.“ Die genannten beiden jungen Leute wurden nicht wegen des Inhalts des Aufrufs verhaftet, der auch von der Polizei nicht verboten wurde, sondern deshalb, weil sie das Plakat nicht an die für Bekanntmachungen und Aufrufe bestimmten Tafeln in Tel-AwJw angekiebt haben. Die Stadiratswahlen in Jerusalem ' , J cru» al em, 7. September. (J. T. A.) Von den sechs lüdisclicn Kandidaten bei den gegenwärtig siattfindenden Wahlen zum Stadtratvonjerusalcm wurden der Vorsitzende des Waad Lcumi, Isaak Ben Zwi und der Rechte* anwalt Daniel Auster ohne Abstimmung in den Stadtrat entsandt. Nur über die Besetzung der vier restlichen jüdischen Mandate wird durch Abstimmung entschieden werden. Es gilt als sicher, daß Ben Zwi in den ncugcwähltcn Stadtrat ua» Amt des Vizebürgci meisters bekleiden wird. Die Revisionisten in Jerusalem haben für die Stadtrats• wählen die Aufstellung einer eigenen Kandidatenliste gegen die vereinigte List»: sämtlicher jüdischen Parteien und Gruppen Jerusalems beschlossen. Ein Jude Vizcbürgewacisfer von Haifa Haifa, 6. September. (JTa.) Da* Amt des Vizebiirger- Von Haifa ist dem jüdischen Stadtverordneten SchabbataJ Levy übertragen worden. Damit ist zum ersten• 11li ״”'? dc״,scit.15 Jahren geübten Reget, in Haifa einen christlichen VIzebiirgcrmcister zu bestellen, abgegangen worden. Die Juden sind im Stadtrat Von Haifa durch vier Stadt* verordnetc vertreten. Die Burgerincisterstclle wird wie bisher mit einem Mohammedaner besetzt. Uns wird geschrieben: Am 31. August hielt der Verband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands in Halle eine Sitzung der Verb a!ul h I c i t u 11 g in Form einer Rcichsfiihrertngung ab. 1111 Mittelpunkt der Tagung stand ein Referat von Dr. Paul Eppstein, Bern». Die Si’lzung stand ganz. Im Zeichen der Fragen, die »ich aus dem Bekenntnis de* Verbandes zur K c * a m t j ii d י ו c h c n Einheitsbewegung ergeben naben. Damit hat der Verband seine alte ״Neutralität“ endgültig aufgegeben und an ihre Stelle die gessmtjikiische Idee gesetzt. Die Aussprache war, obwohl *ic!innerlich einen bewogten Verlauf nahm, besonders durch Ihre außerordenfliehe Disziplin gekennzeichnet. Auf die schwerwiegende Exf- *ten/fragc de* Verbandes erfolgte eine einmütige und starke Willenskundgebung zur Fortsetzung und Vert j e I im g der Vcrhandsarbclt Im gcsamtjftdischen Sinne, mit dem klaren Ziel der Schaffung einer Einheit*- Organisation der deutschen Juden. Der Jugendverband hat damit ein eindeutige* Bekenntni* zur Idee der Reich *Vertretung und zur derzeitigen F ührung des deutschen Judentum* abgelegt. Die tgesamtjüdische Bewegung tritt ein für die Erhaltung de* Lebensrechte« der Juden in Deutschland, Ihre Arbeit gilt der Zukunft der deutsehen Juden in Deutschland. Gleichzeitig erklärt sic sich mitverantwortlich für das Gelingen de* Aufbauwerke» in Erez Israel, an dem sic in jeder Weise aktivsten Anteil nimmt. Das Wesen der gcsamtpidischen Haltung wurde ln vier G r 1111 <1 s;i t z e 11׳ zusnmmcngclaßt, die dein Sinne nach in Kürze lolgcndes besagen: Judentum ist mehr ab Konfession. Es begründet eine tiefe Einheit religiöser und volkluftcr Gemeinschaft. israel ist kein Volk unter Völkern, das sieh in Gestalt einer politisch cigenstnntliclicn Organisation erschöpft. Vielmehr hat sich im Aufhau von Erez, Israel wie in der Oolah immer da» Ethos der jüdischen Eclirc zu bewähren. Oolah Ist mehr al* Schicksal. Fs gilt die Not der Oolah zn überwinden. Palästina ist mehr al* eine Heimstätte. Hieraus ergibt sich fan Sinne gcRamtjiidischcr Entscheidung die Verpflichtung zur Arbeit für das deutsche Judentum und für Palästina (in Abgreuzung der Arbeit der rein palästinazcntrisch arbeitenden zionistischen Bünde). Der Verband sicht *eine Re samtjüdische Haltung als das einzig tragfählge Fundament der jüdischen Jugendarbeit in Deutschland an. Diese Grundsätze wurden im Rahmen von ausführlichen Thesen mit überwältigender Mehrheit angenommen. Ehe Ver* bandsleitung, die ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde einstimmig w i c d c r g e w ä h 11. Zur Aktivierung der Sportarbeit wurde ein eigenes Sportde/ernat bei der Verbandslcitung eingerichtet. Ferner wurde der Ausbau der J un ggr unpen einstimmig be• schlossen, ln Anbetracht der außerordentlichen Wichtigkeit der K I c 111 g e 111 e 111 d c a r b ei t wurden Richtlinien für eine systematische Durchführung der Arbeit in den Klelngemeinden aufgestellt. Die Vcrbanclsleitimg wurde mit der Ausarbeitung des Plaues einer Einheitsorganisation der deutschen Juden Betraut und ermächtigt, mit in gleicher Richtung arbeitenden Blinden Fühlung zu nehmen und die * Möglichkeit einer Zusammenarbeit zu prüfen. Der Verband ist gewillt, In! Bewußtsein der Stärke seiner umfassenden Entscheidung mit allen heute noch außerhalb *einer Reihen Stehenden, die gleichen Willens sind, züsammenztigeben, darüber hinaus im Geiste der Idee der Relchsvcrtrctung Wege zu bcselireiten, die zu einer wahrhaften Einheit — auch in organisatorischer Hinsicht — eines neuen deutschen Juden* tum» führen. C. C*. W 15! »FT??, *~A %—יך־ן, ...» Mtk tu ׳ 3 CWlftU Melnekcstr. Postscheckkonto! AälNCV 10. Telephon־ 1 U Berlin Nr. 16708. t(|n ״*»••*tin, Bismarck 7!«,. Wir bitten alle diejenigen, die sich brieflich Palästina-Amt wenden, da von ab/usclien, die Briefe zclnc Mitarbeiter persönlich zu adressieren. Das Palästina-Amt sucht ehrenamtliche Mitarbeit« Aufnahme von Recherchen. Schriftliche Meldungen effe® *יי t!|. direkt an das PaUistina-Amt. Ein Shylock-Expcrtment . Pr*IU i״ kam Shylock, diese groteske, grausige, erhabene und!״11״ Figur, ist jedem Juden so etwas wie eine negative X Gestalt. In ihr sieht er, was die Weit!Hon'■ - aus einem Menc-k machen kann, der schließlich einmal einer Mutter Sohn »-2״ in der Wiege strampelte. Und wenn er im Kot der!•״״״« sehen Schmach seelisch verreckt, so ist da* der literp^ Immerhin wird man sich vorstcüen können, daß mol״« kühle und vor allem sachliche Augen Shylock anders Heines von Tränen blinde junge Engländerin etwa Und»* rend in diesem Sommer Max Reinhardt in vJJ? in den Kulissen de* Dogcnpalastes Shakespeares Werk *?öS Sphäre *einer Musik und seines Schreckens zu neu« 1s״ lerisclier Geburt aufcrstchen ließ, erlebte Prag jB *2 Tagen in dem jungen tschechischen Avantgarde-Theater r>?« einen ״Kaufmann von Venedig״, der wohl die ungcwohnWl Aulliihrung bisher sein durfte. verschöbe Freilich, man man diese ״freie J״n ”,?^r*ltl?r Jüdischen Gemeindeblatt״ vom 8. September ycröffentlieht Dr. Arno Sandler einen ״Brief aus Pa* lastlna‘, in dem mltgeteilt wird, daß in fortlaufenden Be• fi" Bild von der lebendigen Entwicklung de* )(Mischen Palästina geboten werden soll. In diesem ein* IcUendcn Aufsatz werden Fragen des ersten Eindruckes Im £״״?»״<?•c? K'waitigcn Tempos des Aufbau» geschildert. m?u“ii'! •d״B durch diese Aulaatzserle hoffentlich auch }• ®!®8*In«» bisher ferner sichende Kreise etwas übet die dortigen Vorgänge erfahren, die kritische Einstellung, י**,. Bearbeitung“ überhaupt mit dem Onni vergliche. So wie etwa Walter Mehring m *einem ״Kuifc von Berlin" sich durch die englische Vorlage zur Tr1״t& eine* ostjüdBehen Parvenüs hatte inspirieren lassen, hat Ef Btirian, Direktor von ״D'j״ und Autor zugleich dieser KomM! ״Kupec Benatsky“, lediglich das rohe Stoff material m tkn aktuellen Auslegung benutzt. Die Namen sind geblieben, aber au* der menschlich! Tragödie Shylock* wurde die sachliche Tragödie de!!מ1ז Juden Tubal. Während Shylock (von dem Darsteller MJefcsi mit nobler Diskretion gespielt) sich mit Antonio und dessea Protektor, dem Dogen von Venedig, einigt (an die Stelle I» Pfund Fleisch* ist eine hohe Versicherungssumme getretei, um die Antonio Shylock prellen will), wendet sich die I'«t! des vereinigten Angriffs des ״königlichen Kaufmanns* aj seiner Freunde gegen Tubal. Ihn jagt der Pogromstunn m der bescheidenen Existenz im Lagunen-Ohetto. Und er st höchst seltsam zu hören, wie unter dem Karncvalshimmd Vs nedigs, da Jessica und Loren/o ins Brautbett schleichen, ra Trost de* »tisgcplündcrlcn Tubal der berühmte Joseph,!« Tuckcr-Song von der ״Jiddischen Maiiinic“ ertönt. Man sieht: der tschechische Autor folgt in *einer Koniey tion zur jüdischen Frage der Theorie von! Unterschied n> sehen dem reichen und dein armen Juden. Das Jüdische »eitet berührt ihn an sich nicht. Seine Sliylock-Tuhal-Antithrse «1• springt' einen» rein von der Wirtschaft her erfaßten Weithin Das ist die Stärke und die Schwäche dieses TheiteraM zugleich, der in tschechischen wie jüdischen Kreisen reicheIV , kussionen atisgclost hat. Aber wo Diskussion ist, hl seta ,Immer Bewegung. Und darum ist dieses tollkühne ßuri» Experiment des Echo* sicher. auf. Die Rolle des Judentums Im ״Niederbarnimer Krelsblatt“ vom 7, September Ist ein Aufsatz von Wilhelm K u b c, Gauleiter der Kurmark. ״Nationalsozialismus“ enthalten. In diesem Artikel wird bei der Behandlung der antisemitischen Auffassung, die Julius Streicher vertritt, u-1. gesagt: ״Bei um im Oden ver,(eben wir dm Kampf gegen »I** Juden• tum; den!» liir um im 0»1en war der Jude stet* der neiderfüllte Feind, der P;!n1<.it, die Pe»t für unser Volkstum. Nie vergessen wir das Wort Mollkeo, daß 11er Jude in den Nnpolennlschen Kriegen beiden kriegflllirenden Parteien dlenle und beide verriet. Ni« vergessen wir Koiiitzt Nie vergessen wir, daß 0*11,len, Kongreßpolen und Posen die ewigen l’esiitenrUerde <le» nach MlUeteurop* Und Westeuropa (tutenden Judentum* waren, Uri uns in der Ostinnrk übten diese durch Natur rum Betrug und zur Volksnrselrung bestimmten Hetzer und Zerstörer ihr genirim'j und nicdrrlrürhtijes Handwerk, ehe sie auf den Kurfürsten• dumm und die Jerusalemer Straße tosgelassen wurden. So manche Leuchte des System* von Weimar hat Ir» Krotosehin, Brrxly oder I.emberg dns Eicht der Welt erblickt. Der 0. November 1910 snb das Judentum in Mitteleuropa siegen. Es hätte nicht siegen können, wenn der Kaiserstaal der Itohenr.ollern den Juden nicht 'lör und Tür geöffnet liiilte. Wir wollen nie vergessen, d»S alte drei Kaiser au» dem Hause der II ohenzollern betonte Jude »freund« waren. Die Kette führt von Weichrüder zu Baltin und Ralhona». Und während Johann Georg Juden ticnken und verbrennen ließ, ließen *eine Nachkommen im 19, und 20. Jahrhundert Juden in den Grafen• und Fürsten,tarnt erheben. Die meisten Dynastien in Deutschland handelten ebenso,.. Das Judentum bleibt der Feind de* den t*che n Volkes. Das Judentum Weiht der Feind der deutschen Kultur, Du« Judentum bleibt der Feind der deutschen Wirtschaft, Das )!!den• tum bleibt der Feind de! deutschen Bauerntums und des deutschen Arbeitertuins. Das Judentum war auf dem besten Wege, uns rassisch zu versauen. Das Judentum hat den Ruf Deul sdilandi In der ganzen Welt in .Schande und Verruf gebracht. Das Judentum verriet Uns am 9. November 1918, das Judentum zerrte den ehrwürdigen General- (eldmarseludl von llindenburg vor das Sohandforum stet verbrecherischen Reichstages der Judenrepuhlik von Weimar, Dis Judentum machte die Inflation in Peiust'ldnnd, Das Judentum war führend bet den Geheimorganisationen der Freimaurer und Illuminaten, Das'Judentum beherrschte Presse, Theater, Kino. Politik, Wirtschaft und• Kunst im Deutschland der Jlohcnrollcrn wie der Republik de» Friedrich Ebert. Da* Judentum hat allen bürgerlichen und marsistiaehen Par• teien Programme gemacht, Das Judentum hat die deutschen Kolonien genau so ausgc», hlachtct, wie die Kraft de• arbeitenden . deutschen Menschen. Auch nach unserem Siege versucht da» Judentum, sich (ree h und unvcricliämt wieder breit zu m n c h c n. Daran denken wir als alte nationale Sozialisten, wenn wir in Nürnberg tagen. Juliu» Streicher ist eine durchaus berechtigte Persönlichkeit in d«t Gesamtfront, unsere* Führer» Adolf Hitler.“ __—J . Ans dem Bericht de* F1UchlJlnjj»k0f11n»B1ars. Wie I« Prisldcnt de* Fliich1li11R»komitccs, James G. MacBosili in seinem letzten Bericht feslslrllt, sind von ft)(BO 1» Deutschland attsgewamlcrien Menschen 20 25000 ittjt siedelt bzw. endgültig nntergcbr,•tcht worden, hiervon Kört in Palästina. Die Gesamtsumme der aufgebrachten Ilitlsgridf' betrug 5 6 MUL Dollars. Nur 5 •׳» dieses (leide» sind w* Nieltljuden aufgebracht worden, obwohl der Anteil der tticM jüdischen Emigranten 20 ״> beträgt. Da* Interniti«׳ nale Amt für Attswandererhilfe wird, w vom Büro de* Gherkonmtissar» mitgcfeilt wird, in sie»» Zeit nach London verlegt, wo besondere MftgllthfcfiM für die Koordinierung der Hilfsaktionen gegeben sind. Zionistische Arbeitstagung In Schneidemühl. Am 12• k«. fand in Seltiicidcmhlil eine Arbeitstagung der Other-y peil des U r c n z 111 a r k b c z i r k s statt, die bei gut«״ such sehr erfolgreich verlief. Am Nachmittag fand in Synagoge eine Hcrzl-GcdenkfcicT statt, bei d«!« Weiß die Gedenkrede hielt. Am Abend sprach derjp«•' Redner in einer gut besuchten Versammlung über dasThmt■ ״Die jüdische Entscheidung“. Sprcchchörc de» ] "״׳■ “• der Chaluzim von Deutsch-Krone umrahmten die vtr« staltungcn. Berichtigung. Die in Nr. 71 vom 4. 9. aus Hamburg meldete Ausschreibung des Obcrrabbbter-Poslew empn» wie uns vom Deutsch-Israelitischen Svnagogen-VetMM Hamburg mitgetcilt wird, nicht den Tatsachen. Um Verzögerungen zu vermelden, bitten wR ,•*KJ Manuskripte und Einsendungen, die für die RedaktW stimmt sind, nicht an Einzelperaonen, »onden die Redaktion za adressieren. Ilaupt tchriftltllert Dr. Robert Welt *eh, BcrlinCtnrloü<״^I Stellvertreter: Kurt Loewemtein, Berlin W 15• Verznun‘ Schriftleiter für den gesamten redaktionelle» Teilt Kurt stein, Berlin W 15. Anzcigcnlcitcrin und verantwortlich B* Anzeigenteil: Helene Chinciner, Berlin N 54, Verlag ®*׳ ' «eigenverwalrung: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meine!•' D,-A. August 35 022. Druck 1 Siegfried Seholem, Bln.-Scheo*• < Eff,-Ha. Wir bitten Sie, uns Ihre Adresse tiuugeben, bevor wir zu ihrem Schreiben Stellung nehmen. Poataoh tckk onto! Bsrlln Nr.104*8’ Bankkonto: Dpoadnsr Bink, .. Dtp osltsnka *s• KurfOrslsndste ScUafäi Bwtm «*• durdi Spenden lür den Jadlidien Natfonsllond» Heren Kafemelh lejlsrael Berlin wtf. Helnekesir.10 41גוג4>»*»ו«0ק

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.