Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 72-73 (7.9.1934)
- Date
- 1934-09-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 I solche Gedanken, und doch sind sie der Ausgangspunkt der einzigen konstruktiven L ö s u n g, die cs gibt. Jeder andere 1 dsungsvcrstich würde wieder neue Momente, der Unklarheit in sich tragen und früher oder später zu denselben Problemen zurückführen, vor denen wir heute, am Abschluß der Epoche der Emanzipation, stehen. Nur durch die Bejahung des Judentums und durch die Eingliederung in eine lebendige jüdische Gemeinschaft kann auch unser Verhältnis zu Deutsch• l.'itul und den deutschen Mitbürgern' wieder ein ertrag• liebes werden. Darauf hinzu irbeiten ist unsere entscheidende Aufgabe in Deutsch! md, und wir erfüllen sie nur, wenn wir unser jüdisches Sein wieder aufrichten und nicht nur als Juden den Kopf hochtragen, sondern auch wissen, was lins innerlich notlut. Nicht das bloße Bekenntnis, noch weniger eine Aufwallung des Trotzes oder gar der Ausschluß von den anderen macht uns zu Juden. So leicht ist dieser Weg nicht. Er ist ein ״Weg zurück“, führt uns oft in Bezirke, die uns entfremdet sind, ja seltsam anmuten, aber cs kommt ja für uns nicht darauf an, das Vergangene zu registrieren, sondern ein Neues zu schaffen. Das neue Judentum ist uocli unterwegs. Es wartet auf uns. * Dieser Aufbau eines neuen Judentums ist eine um* fassende Aufgabe, deren Ende wir noch gar nicht ah* sehen können. Sie muß an allen Punkten in Angriff genommen werden. Im Vordergründe sieht Palästina, wo der Jude unter ganz neuen äußeren und inneren Bedingungen leben, arbeiten und schaffen kann. Die Eiemente eines natürlichen Volkslebens, ohne die jedes Volk auf die Dauer krankhaft verzerrt werden muß, werden in Palästina dem jüdischen Volk wieder zu eigen. Aber Palästina und das Judentum der Welt stehen in Zusammenhang und Wechselwirkung. Darum schweift unser Blick von hier nach dort und von dort nach hier. Das deutsche Judentum hat ein arbeitsreiches Jahr hinter sich und ein schweres vor sich. Viele Einrichtungen sind neu entstanden, viel Arbeit bleibt noch zu tun. Die Riclilung und Intention dieser Arbeit ist häufig noch schwankend; kein Wunder, wenn man bedenkt, welche Anforderungen es an eine — im allgemeinen konservative -- menschliche Gruppe stellt, in einer revolutionäicit Situation sieh nicht nur auf neue praktische Arbeit umzustellen, sondern auch geistig neu zu orienticreu. Leider hat es auch an in Herein Streit nicht gefehlt. Zwar können wir beobachten, wie weite Kreise sich einen Wortschatz, der ihnen früher fremd war, angeeignet haben, aber die einfache, schon durch diesen Umstand kenntliche Tatsache, daß eine einheitliche Situation und ein einheitliches Schicksal auch ein- 11 c i 11 i ch c s Handeln für alle Juden notwendig macht und daß im jüdischen Kreise nur für sachliche Bewährung, uicjit aber für persönliches Machtstreben Platz, sein sollte, ist noch nicht von allen begriffen. Wir wollen uns an diesem Neujahrstage nichts vormachen und sollen nichts beschönigen. Wir haben in vielen Dingen versagt, sind kleinlich und rechtliabcriseli gewesen, — und das muß auf hören. In einer Zeit, wo es für das ,deutsche Judentum nur eine einzige Art des ״deutschjüdischen“ Verhaltens gibt, nämlich die Mehrung des jüdischen Wesens unter Wahrung; der jüdischen Würde, sollte der polemische Gebrauch des Wortes ״deutschjüdisch“ von seiten derer, die früher anders dachten und jetzt dieses Programm verkünden, unterbleiben. Machen wir uns nicht durch solche Spitzfindigkeiten selbst unsere Aufgabe noch schwerer als sie ist! Denn wenn man erst anfangen will zu untersuchen, so kann man wohl auch solchen Gruppen, die sich durch Worte schützen zu können meinen, manches ankreiden. Wohin kämen wir, wenn wir uns darauf einließcn? Darum muß das neue Jahr in weit höherem Maße als das ab gelaufene Im Zeichen der Einigkeit angesichts der einen, gemeinsamen Aufgabe stehen. Viele deutsche Juden haben Deutschland verlassen, und auch im kommenden Jahre werden viele auswandern. Oh Zionist oder Nichtzionist, das wichtigste Ziel-Land dieser Wanderung ist Palästina, Für ehemalige Nichtzionisten ist es freilich viel schwerer, dieses Land zu begreifen als für Zionisten, aber auch diesen fällt der Ucbcrgaiiß vom abstrakten Wissen in die konkrete Wirkliclikcit nicht immer leicht. Im Drang des Aufbaus einer neuen Existenz ist wenig Zeit zur Besinnung, und doch möchten wir wünschen, daß gerade in Palästina auch an diesem Rosch Hasäianah-Tagc eine Stunde der Einkehr, der Ucberlcgung und Selbsterkenntnis komme. Wenn eine relativ so kleine Gemeinschaft jährlich 400 oder mehr neue Ankömmlinge aufnehmen und verdau soll, stellt das gewaltige Ansprüche, und niemand d; sich wundern, daß es dabei etwas chaotisch zugel Es kommt darauf an, auch in diesem Tempo nicht si selbst zu verlieren und immer wieder an die Quell der jüdischen Verantwortung zurückzukehren. D Alltag in Palästina hat sein festliches Gewand verlort um so mehr tut es not, dort auch die Feste als c großen Einschnitte nicht nur des äußeren, sondern au des, inneren Lebens zu empfinden. Auch dort tut v illcm E i 11 i g k e i t not, und das wache Bewußtsein v der Eigenart des jüdischen Nationalismus,, die in un! fe!t I ciei lagen 80 deutlichen Ausdruck gefunden hat. t iineiugkitcti in barbarische politische Formen und IVr « C nationalistische Sclbstgerechtigkeit kann n toren. I alästina ist und wird immer mehr ak JÜDISCHE RUNDSCHAU eine ,,organisatorische“ oder ״politische“, sondern eine jüdische Aufgabe. ♦ Diese Herbsttage, in die unsere Feste fallen, sind mich für die Weltpolitik bewegt. Eben tritt in Genf die Völkerhiuids Versammlung zusammen, um über Völkcrscliieksalc zu beraten. Die Staatsmänner haben heute große Sorgen,׳ mail spricht offen von Kriegsgefahr, und die Verantwortung, die auf de״ Lenkern der Völkerpolitik lastet, ist unabsehbar. So uiibcdeutend unter den vielen großen Weltprohlemeii das Judeiiprubleni mich scheinen mag, cs ist doch 11a, und solange nicht eine großzügige Lösung gefunden wird, wird es ein Element der Störung sein. Bei der Bcsprcchinig des Mimlerlicitcnproblcins, das nach Meinung der ״Times“ einen großen Raum bei der Völkcrhunilstagung cinnehmen wird, wird zweifellos auch die Judciifragc behandelt werden. Aber nicht auf Proklamationen kommt es heute an, sondern auf Taten. Die Judenfrage kann nur gelüst werden, wenn man dem jüdischen Volk eine Existenz als Volk und seinen versprengten Gliedern ein produktives Leben ohne innere Verkrüppelung und Selbst- Verleugnung ermöglicht. Diese Erkenntnis muß sich balmbrcchen, wir haben dafür zu wirken. Das Entscheidende aber wird von uns zu tun sein. Und darum haben wir, jeder Einzelne und das ganze Volk, an diesen Feiertagen Kraft zu schöpfen für das kommende Jahr, und zugleich Einsicht und Weisheit zu erflehen, damit wir das Rechte tun und als Pioniere eines neuen Judentums, als Erstlingc eines neuen Abschnittes jüdischer Oeschichte ehrenvoll bestehen können. Um die Befriedung in Palästina Von unserem Berichterstatter h. Tcl-Awiw, 28. 8. 34 Die Resonanz des Manifestes der Arbeiter• partei Palästinas für Herstellung eines inneren Friedens hat sich in Palästina bisher weniger auf den sachlichen Inhalt erstreckt als auf die Frage, an welche Adresse der Aufruf eigentlich gerichtet sei. Dabei steht im Mittelpunkt natiirlieh die Erwägung, oh eine direkte Aussprache zwischen Arbeiter schuft mul Revisionisten beabsichtigt sei. Der ״Haarez“ spricht die Meinung aus, daß es sowohl vom Standpunkt des Zionismus als auch der praktischen Arbeit wichtiger wäre, eine Verhandlung zwischen den Arbeitern und dem K o 1 o 11 i s t c 11 v c r b a n d herbci/ufiiliren als etwa zwischen Arbeitern und Revisionisten. Zugleich lenkt das Blatt die Aufmerksamkeit der bürgerlichen Mitte auf die wenig beachtete Tatsache, daß die Führer der Arbeiterbewegung einen geluvterigen Stand in ihrer eigenen Partei haben. Denn der linke Flügel der Arbeiterbewegung steht gegen das Fricdens-,Manifest in deutlicher Opposition. Diese Orupric verlangt einen Ausschluß der Revisionisten als erste Voraus- Setzung der Gesundung des Zionismus und ist gegen jede Verhandlung mit Revisionisten. ln den Kreisen der Allgemeinen Zionisten denkt man an die Erweiterung der Basis der jetzigen Koalition im Zionismus. Das Begrüßnugstelegraimn der palästinensischen Exekutive an die Konferenz der Allgemeinen Zionisten in Krakau wird in diesem Sinne interpretiert. Aus diesen Er- Wägungen ,äußern gewisse Kreise der bürgerlichen Zionisten den Wunsch, daß die Arbeiterpartei ihre Plattform für die zukünftige Zusammenarbeit mit bürgerlichen Parteien konkretisiert und besonders ihre Stellung in strittigen Punkten der Arbeilsverl1iiltnis.se, Schiedssprüche usw. festlegt. Seitens dieser bürgerlichen Kreise scheint man keinen Wert auf irgendwelche Verhandlungen zwischen der Arbeiterpartei und den Revisionisten zu legen. Die Stellung der Revisionisten ist noch ziemlich unklar. Stimmen in der revisionistischen Presse der letzten Tage scheinen darauf liiiiziideutcn, daß die Revisionisten zu Kon- Zessionen bereit wären, tun einmal zu Verhandlungen mit anderen Kreisen der Bewegung zu kommen, ~ wenn auch anscheinend in der Erwartung, daß diese Verhandlungen scheitern würden. Die Revisionisten scheinen sich davon taktische Vorteile zu versprechen. Zwei Tage nach der Veröffentlichung des Aufrufes der Arbeiterpartei fand ein« Sitzung des Parteirates statt, in der es zu stürmischen Diskussionen kam. Es wurde aber einstimmig beschlossen, den Aufruf der Parteileitung zu ratifizieren. Der Kampf gegen die illegale Einwanderung Jerusalem, 4. September. (J. T. A.) Die Palästina- Regierung teilt mit, daß sic jetzt im Begriff sei, eine mit den nötigen Schiffen ausgestattete Sce-Schutzkraft zur Verhütung illegaler Landungen an der Palästinaküste in den Dienst zu stellen. Ferner wird eine spezielle, zum Teil berittene P o 1 i z e i t r u p p c, in 1 )ienst gestellt, die ein ch verstärkten Patrouillcndienst gegen illegale Einwanderer längs der Landgrenzen versehen wird. Einheiten der transjordanisclien (ircnztr.ippc werden mit der Polizei im Patrouillcndienst längs der nordöstlichen Orcnzc zusammenarbeiten. Die Vorschläge zu diesen Maßnahmen wurden, wie mitgeteilt wird, vom High Commissioner Sir Arthur Wauchopc dem K< ׳üenminister Sir Philip Cunliffe-Lister unterbreitet und von diesem gutgelieißcii, Der Verband der arabischen Jugend hat eine Proklamation erlassen, durch die die freiwilligen Wachen an der Küste abberufen werden. In der Proklamation wird zum Ausdruck gebracht, daß der arabische JugcudvcrbauU die von der Regierung ergriffenen neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung als ausreichend erachtet. : Dieser Tage weilte Exkönig Ali vom Hedschas in Palästina. Im Hafen von Jaffa wurde er von seinem Bruder Emir Abdullah von Transjordanicu und seinem Gefolge emptaugen, An der Begrüßung nahmen zahlreiche arabische Notabein aus Palästina und Transjordanien und Vertreter der Palästinaregicrung teil. Von Jaffa begab sich der Exkönig nach Jerusalem, wo ihm zu Ehren Im Regierungshaus ein Empfang veranstaltet wurde. Nr. 72/73, 7. IX mt ״Die nach Palästina ziehen ,. » Die ״Deutsche Zeitung“ vom '1, licht unter der Uobcr-dirift ״Die nach Palästina vi'?'1"'" einen Bericht über eilten Bestich bei der Berlin' 'w' ׳ Wanderer* Beratungsstelle in der l.inkqV/h eine Unterhaltung mit dem Leiter dieser Stelle, |)rUי?״ 11 c r. Der Bericht gibt einen «ehr k'bemlij»״! (;,'u; die Arbeit der Ikratungsstedlc und insbesondere in 1 ■ Itlettte, die mit der Auswanderung dail-dur 1י ,,ן hnigewiioit, «ehr und mit der Auswanderung Palästina und der U,■herfuhtimg ihres fdml, In dem licspiach wird daran( Absatz »I e 111s c 11 e r W ,1 r c 11 I n I*a 1»s 4!n tlie Auswanderung sehr stark gefördert wird ״? die nach Palästina atiswaiidermlen Juden nicht *wisrk '1 /enger und Verbraucher sich ehisclialten, sondern ,1T■ zur Produktion finden. Die ״Deutsche Zeitung« J’■ ä schließend daran! hin, daß m,־m h 1 ״,ז ״I>ri ,gm /intiülDV״ Piomnt!,111 dgct1!!;r!, vor, im-guiden l'uetattd tt|,t,'r!trn kamt, Hs ist ,),*״ ’ ,ן' dal! der ft!de dm, h d<at N’-dmh.d •״,/,,!!! stiiis veranf ,£t ' in s. Im׳ Heimat zu gd״-n, um dort zu;ub,־Mrn ״'!,״״gl,, ‘ bi-her der Fall war, ttm nndetr Volker au /ih.,!,.י ׳’'! Erfreulich ist, wenn die Erkenntnis von der ßc1!,״, des Palästinawerkes auch in diesen Kreisen w;tchctf״t^': Allerdings hätte die ״Deutsche Zeitung“ (ielegcnhü davon zu überzeugen, daß das Streben nach Palästina ס״ו produktiven Arbeit in Stadt und Land nicht erst seg , Umschwung in Deutschland im jüdischen Volke crwVfT sondern bereits seit Jahrzehnten da;״ gcltdiri 1;1 daß die Grundlagen eines neuen Gemeinwesens m gelegt worden sind, und daß auch in der jüdisft,, ,tigcnd Deutschlands dieser Wunsch sch b ,ebeudig war. י Der ״Stürmer״ in Kamen beschlagnahm! Die Polizei in K a m c 11 (Westfalen) teilt mit: |)|t ן . Schrift ״Der Stürm er“, Nummer 31, ist durch die OtG Staatspolizei wegen des Artikels ״Die Schande »* Kamen“, der Angriffe aut den Bürgermeister Btutt'ms, Baurat Reich enthielt, beschlagnahmt worden.4 j Beschlagnahme wurde durch die K'amener Polizei dun!■•, ftihrt. Dein Bürgermeister von Kamen ist im ״Stürmer* geworfen worden, daß er einen l.ingj,ihrigen SA-,Mann t Pftichtarbcitcr mit Aufrämmmgsnrbeitcn aut dem jüdisch-i Friedhof beschäftigt habe. Der Bürgermeister erklärte fr aufhin, der Vonvnrf sei unzutreffend und beruhe auf Denunziation. — Wir haben die Angelegenheit in Nr, der ״Jiid. Rundschau" bereits besprochen. Beilegung des Streites um die ״Westdeutsche Kaufhof A.-ß״ Die Industrie, und HandeLkammer Köln teilt mit, di! Ihr und dem GauwirtselultsbcraUr vom Reichswiftvh rimiisferiurn Kenntnis gegeben wortien sei, daß die hc.!׳«!!, 11 m s t c 111111 g im A ti f s i c 111 s r a t und V 0 ז s t a n d 4 Westdeutschen K a u f!1 o f A. - G. mit Wi <.!!!!!j Billigung des Ueiebswirtsebaltsmiui'-teriums vorgnimn;■ werde. Damit seien alle im Zusammenhang mit dem Kit anfrag der Westdeutschen Kaufhof A.-O. gegen den ,tc■ deutschen Beobachter“ veröffentlichten Erklär un gen hi«■ fällig geworden. Die Westdeutsche Kaufliof A.-U, bat zwischen ihre Klage z u r ü e k g e n o m m cn, womit a ... Angelegenheit ihre Erledigung gefunden hat. Die Westdeutsche Kaufliof A.-G. hafte den ״U’esWeutsdr Beobachter" wegen eines Artikels ״Getarnte Juden• Ui de 11", der im ״Westdeutschen Beobachter1‘ am 20. Juli fW erschienen war, verklagt. Wir haben uns mit dieser Anqdejo beit wiederholt, ti. a. im Leitartikel der ״Jiid. Rutulsduc‘ Nr. 69, beschäftigt. ״Warnung an jüdische Firmen״ Der Verlag der parteiamtlichen ״Kurbcssisdien la#* Zeitung“ in Kassel veröffentlicht auf der ersten Seite fl“ ״W a r n 11 n g an j ü d i sc 11 e F ir m c n", in der gesagt »!יו;, daß zwei jüdische farmen infolge der Unachtsamkeit dm Akquisiteurs je ein Inserat In der ״KurhcssRchen Laftb zeitung“ untergcbr.aclvt hätten. Nach Feststellung *5 f1>־• bestände* *ei der Akquisiteur entlassen und die Fortlur; an die indischen Firmen dem Winterbilfswcrk überw'׳־ worden. Die Erklärung schließt mit dem Satz: ״Wir warnt’ hiermit nichtarische Finnen jeder Art, Inserate In imserer Zeitung auf Umwegen aufzugehen zu versuchen, <1* wir!״r׳: gegebenenfalls gegen die betreffenden Finnen auf dem üe< r i c 111 s w c g c Vorgehen werden,“ Wir glauben unsererseits, daß e* einer derartig»« */־ tiung nicht erst bedürfen sollte, um das Verhallen judi«® Geschäftsinhaber In einer solchen Frage zu regeln. Der Kampf gegen den Krebs. In der Presse wird au,;®• blicklich eine lebhafte Diskussion über den von Br. W.י!* Brehmer in Berlin-Dahlem entdeckten KrebscrrH״; geführt. Es haben sich Stimmen pro und contra erhob«®י ,! daß die Angelegenheit seihst noch einer Aufklärung b1״r׳ , Die ״I) c u t s c h c Allgemeine Z ci t u n g“ vom 5.; tauber nimmt hierzu ausführlich Stellung und weist in d'«3 ,! Zusammenhänge darauf hin, daß auf dem Gebiete der kr■■' ,1 diagnosc die Arbeiten des Münchener Chemikers; Wi llstätter große Bedeutung erlangt haben, die i später Von f)r. von Brehmer praktiscli ausgewertet : Professor Wilistätter ist bekanntlich Jude und Träge! 01י‘ Nobelpreises. י Die Bursehenschaft ״B ti b e n r u 1111 a“ ln Erlang™ ן wegen N i c 111 d ti r c 11 f ii!1 r 11 n g des er w ei t er ■ Ari erparagraph cn (d. h. des Aricrparagraplien '? jegliche Ausnahmen) aus der Deutsch cn liursdicnsch*1 ״ geschlossen worden. Die Burschenschaft wollte einemj^ { glied, dessen bursehenschaftiidic Gesinnung mul Hs11״J*, ״ j achtete lind auf dessen bedeutsame Arbeit fiir Dcutscnl®״ : stolz war, die Treue halten. Die Burschenschaft ,'va.r,,uj;h : schlossen, bei ihrer Haltung zu!)leihen, auch wenn sie w5 ד I ihre Existenz aufgeberi müßte. Jetzt hat Reichsniimster K ן in einem Erlaß an den Rcichsfiihrer der Deutschen schaff zugunsten der Burschenschaft j ruthia" entschieden. Der Reichsführer der IR111•‘1^ J Studentenschaft hat daraufhin von dein Verlangen (lcs.״, f!er '■ der in Frage kommenden Persönlichkeit aus seiner Anno » Schaft Abstand genommen,!, Mit dem Dampfer ״Polonla“ ist der Chefsekreti! *י j Kinwamierimgsamtes der Palästina-Regierung, Ulwm , J mucl, ein Solm Sir Herbert Samuels, in Konstanza ringt' ( j fen, Chefsekretär Samuel wird die gegenwärtige Lag e ן Hachscharah in Europa zwecks Regelung der A!w ן *inwandenmg nach Palästina studieren. I i