Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 71 (4.9.1934)
- Date
- 1934-09-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2653452-2653519--25715-2682870- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr.4 ,1ל. W. 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 7 Felix A. Thcilhabcr Ru״« P.|ix Theilhaber braucht den Lesern der ״Jüdischen schau" nicht vorgcstcllt zu werden. Wir alle keimen ihn 11» von ,, . .. ^dc l>n'!kn I(lt׳cnkn_1npf0n «m die 1!rKl Erneuegesehen haben. Meist r» Seite betont. / Vertoner zahlreicher wissenschaftlicher tiiicl statistischer;111tern!t:l1!mKcn> als glänzenden Essayisten, ats schneidigen 1״',,':!,er und vor allem als unermüdlichen zionistischen l°״״tcr Thcilhaber hat das jüdische Problem von einer Seite jepaclit von t,cr es a״derc l״cl,t ,,.״»le bei » des Judentums nur die moralische Sllmber erkannte, daII diese Frage auch eine ganz konkrete!!vftlkerungspolitiscbe Seite hat, mul da» trotz ״* allen schonen Reden die ך Juden (und insbesondere | die d c 111 s c h e n Ju• den) in einen Prozeß ן der bcvölkerungspolili• sehen Degeneration hineinsehliddern, weil die Sterbeziffer die Ocbur• 1 tenziffer übersteigt. Die• , sein Gedanken ging er I nach und widmete ihm immer neue Arbeiten, darunter auch eine ganze l Reihe von Aufsätzen in I der ״Jüdischen Rund• schau“. Aber unrecht ha•! bei! diejenigen, die — י schon Vorjahren -־■ Tlicil• haber einen Pessimisten I oder gar einen Despcj rado nannten. Seine War• ' iiungsrufc sind nicht! Ausbruch der Verzwcif• , hing, sondern der Wille, 1 illusionslos die Wirk• lichkc-it auf zu/eigen, um Rettung des Judentums zu und geistigen Regeneration ' f'ti i ®״h גי I /\> tm richtigen Weg taiifii. Rillt in der zu einer physischen *Volkes durch das Nntioiialhcim 111 Palästina fand 7l1(ill1aher das Mittel, um das Unheil der Entartung und Auf• Kuiii״ von der jüdischen Gemeinschaft abzuwenden. So war es fjnz koiisequeiit, daß Theilhnber sich schon vor fast 2) Jahren, ab er das Buch ״Der Untergang der deutsc 11011 Jude 11“, das soviel Aufsehen und Diskussionen hervorrief, veröffentlichte, auch den praktischen Realitäten Pa* listmas znwandtc, was damals noch eine recht vereinzelte Esdiciiiiing in den zionistischen Reihen war. Denn vo״ der iifour-Deklaratiou war die Realität Palästinas ein Gebiet f,;r Spezialisten. Thcilliabcr gab damals die Monatsschrift Jltnculaiul“, die in Gefahr des Eingehens war, heraus, die- 1-!־he Mon.itschrift, deren Forlsei/img die heutige Monatssdirift ״Palästina“ ist. Seine Arbeiten führten aber Theilhaber zu der Erkenntnis, wieviel an schöpferischer Energie im Jüdischen Menschen!leckt. Das /weile große Gebiet seiner Tätigkeit bestand in der Meraiisstelliuig jüdischer Leistungen, insbesondere auf fitimvissenseliaftliehem mul mcdi/iiuschem Gebiet. Nicht als Apologetik sind diese Werke beabsichtigt, sondern in ihnen steckt auch der Versuch, dein jüdischen Wesen auf ehe Spur ra kommen, indem man seine Leistungen registriert. In diesem Sinne sind seine Biicher ״Die Juden im Weltkrieg“, ״Jüdische Flieger im Kriege“ und schließlich ״Schicksal und Leistung, die Juden in der deutschen Forschung und Technik“, zu bc- «erteil. Und liehen allem fand Theilhaber, selbst ein viel« tedwfligter Arzt, noch die MuBe zu schöngeistiger Tätigfeit. Wir verdanken ihm einen Spinoza-Roman ״Dein Reich 1031 me“. Thcillialier wird nun 50 Jahre alt. Wer ihm Sonntags.als akitven Bar Kochbancr beim Wafdlauf begegnet, würde nicht auf eleu Gedanken kommen, einen Fünfzig):ihrigen vor sieb m haben. Er ist einer der Pioniere der jüdischen Turnunrl Sportbewegung. Schon 1002 hat er den ersten jüdischen Turnverein in München gegründet, damals zum trollen Erstaunen der jüdischen Welt, die in ihrer großen Wirhcit (die einzige Ausnahme bildeten die Zionisten), vom jüdischen Sport nichts wissen wollten. Wir hören, daß Theilhaber jetzt an einer jüdischen Go schichte arbeitet. Wir wissen, daß wir noch so manches von והיי zu erwarten haben und sind überzeugt, daß seine reiche Aktivität mit seinem 50. Lebensjahr sich nicht verinindern wird, ta diesem Sinne senden wir ilun unseren Glückwunsch. Der Rabbiner von Lyon ן Eine Krieg* -Remlnürenz |. Am 2. September dieses Jahres wurde in Talntrux " den Vogesen ein von der französischen Regierung errtchj Mts Denkmal des Rabbiners Abraham Bloch eingeweiht, |«״atn 20. August 1914 unter erschütternden Umständen im l K״tfie fiel. Die französischen Behörden hatten in aller Eile; c:™ Scheune als Kriegslazarett eingerichtet. Als dieses in die I '«wrzone geriet, sollten die Verwundeten möglichst schnell *ns der Scheune abtransportiert werden. Einer von ihnen war יי besonders bedenklichem Zustande. Er bat den Rabbiner von 4”«n, Abraham Bloch, den er für einen katholischen Geistlichen "1dl, ihm doch ein Kruzifix zu reichen, damit er es noch; «"1mal küssen könnte. Bloch beeilte sich, den Wunsch des; ^erbenden zu erfüllen, in dem Augenblick aber, als die 1 kippen des Verwundeten sich dem Kruzifix näherten, cxplo- ״!e<te eine Granate neben dem Qroßrabbiner und tötete ihn. י N״״ soll das Denkmal, bei dessen Einweihung die Vertreter : Konfessionen zugegen sein werden, künftigen Gencratio- Kunde geben von der vornehmen Haltung und der;. Wbstaulopferung des Großrabbiners. Die Werbung der ״Beitragskarte für Hilfe und Aufbau“ f11 Monat September stellt unter dem Motto ״Ausbildung 11?Handwerk“. In fast allen größeren Gemeinden finden [ז heute Lehrbetriebe für die verschiedensten Zweige des ״*ndwerks. Neben Schlossereien und Tischlereien gibt es 111 biiniucdumik, im Malcrltandwerk, in der Polsteret, ־“ oauhaiidwerk (Mauern, Zimmern, Fliesenlegern). Die Ein- «Utting dieser Betriebe war nur möglich unter großen ™״״!eilen Opfern. ״**> c 1» « > ....;,...!u-ij ODA 3 £ W IS 14 W 15; Mcinckestr. 4י*ץ ä A4 z A6DNCY FOl־. 10. Telephon! J 1, ך״י fi f V- — -’ , ך~ךךן PALBtTINB Bismarck 7165/78. Postscheckkonto! Berlin Nr. 16708. Schiffsabfahrt in der Fcieriagszcit Da die La ml 1 mg der Schifte der direkten Eillinie des Lloyd Triestino in Pal,Düna mit den jüdischen Feiertagen am 10., 11, iiikI 21. September und am I. Oktober zusammenfällt. werden die Lischkot Alijali der Jewhh Agency in Jaflfl und Haifa bei der Ausschiffung keine Assistenz leisten und ihre Acmter geschlossen halten. Nach Verhandlungen mit der OenCrakllrektlon den Lloyd Triestino hat sich diese bereit erklärt, «len Olim und Passagieren die Möglichkeit zu geben, bis zum zweiten Anlauten der Dampfer in Haifa mit den Schiffen zu bleiben, so daß die Ausschiffung der mit den Damplcrn am 5. September, 19. (resp. IS.; September und 26. September fahrenden Olim und Passagiere am 12. September, 26. September und 3. Oktober erfolgen wird. Den Olim, die durch die Palästina-Aenitcr befördert wer• den, wird der Mottl Triestino für die Vergrößerte Rmde Haifa -Beirut Haifa den Transport (Bett und Verpflegung) frei, d. 11. ohne jedwede Zahlung, gewähren, wahrend die anderen Olim für die Verpflegung werden zahlen müssen. Die Jcwish Agency teilt ausdrücklich mit, daß die Juden, die am 10. September, 21. September und am 1. Oktober an Land gellen wollen, keine Dienste der Uschkot Alliah in Anspruch nehmen können, so daß die Ausschiffung aut ihr eigenes Risiko erfolgen muß. Für die Abfahrt, die am 19. September erfolgt, ist mit dem l.lovd Triestino die Vereinbarung getroffen worden, daß die Olim sich schon einen Tag früher, am 18. 9. 34, cinschiffcn können und den Fasttag auf dem Dampfer verbringen werden. Das Schiff gebt regehnäßig wie immer am 19. 9. 34, um 1 (dir mittags von Triest an. Die Landung wird am 26. 9. 34 früh in Haifa erfolgen und cs wird Vorsorge getroffen werden, daß auf dem Schüfe eine Stikkah aufgestellt wird. Das deutsch - englische Zahlungsabkommen und Palästina in der Presse ist bereits mehrfach darauf hingiwiesen worden, daß auf Grund des Art. 4 b des deutsch-englischen Zahlungsabkommens vom 10. August 1934 auch Waren, welche aus den Mandatsgebieten Groß-Britannlcns bezogen werden, ebenso wie waren aus den britischen Kolonien auf dem Wege über das Clearingabkommen bezahlt werden können. Im Gegensatz zu Waren, die aus England direkt bezogen werden, werden als solche Zahlungen mir in Höhe von 10 ׳,״» des. Devisenkontingents ziigolnssen, welches der die Waren beziehende deutsche Importeur im Jahre 103(V3I gehabt hat. Bezieht also z. B. ein deutscher Südfrucht-Importeur palästinensische Orangen, so kann er den Gegenwert von IO י״ des G c s a m t - D c v i s c n k o n t i n g c n t», welche* er itn Stichjalir 1930/31 gehabt hat, nitf das von dem Abkommen vorgesehene Clearingkonto in Reichsmark einzahlcn. Der palästlncnsische Exporteur erhält darauf den Gegenwert in Pfunden von der Bank von England. Es handelt sich dabei nicht etwa lediglich tun den Teil des Gesamt-Devisenkontingents, welches der deutsche Importeur im Jahre 1930/31 für Warcnlicferungen aus dem Britischen Reich verwenden durfte. Es wird vielmehr das Gesamt-Devisenkontingent zur Berechnung herangezogen, das er für alle seine Importe auch nach andern Ländern im Jahre 1930 31 gehabt hat, und dies für sämtliche von ihm bezogenen Warenkategorien. Zur Leistung solcher Zahlungen bedarf es für den deutschen Importeur einer bcsonderen Genehmigung nicht mehr, da das Abkommen eine allgemeine Ge 11 e 11 m i g u n g enthält. Dr. Ernst Marcus. Korrcspondenzblatt über Auswanderung«־ und Slcdlungawctcn, hcrausgcgchcn vom Hilfsverein der Deutschen Juden, Preis 1 KM., zttzügl. 0,30 RM. Porto. Seit den Ereignissen des Vorjahres ist die Wanderung zu einem der wirtschaftlichen 1 laiiptprohlcme des deutschen Judentums geworden. Wenn auch der erste Sturm nachgelassen und Gas übereilte Ausreisen anfgehört liat, so besteht doch weiter ein starkes Wamlcriingsbcdürfnis, das aus der Vcr* «ngung unseres wirtschaftlichen Lcbensrnumcs resultiert, Mangeinde Information mul mangelnde Fundierung von Auswancfcrtingspläncn haben im Vorjahr viel Unheil angerichtet. Man wird dem ״Uilfsvcrcin der Deutschen Juden“ daher Dank wissen, daß er jetzt wieder sein ״Korrcspondenzblatt״ heraiisgebraclit bat, das sicli diesmal durch besonders rcichhaltigen Inhalt auszeiclmct. Uclier zirka 1(10 Länder werden z. T. bis ins Einzelne gehende Informationen gegeben. Wenn man das umfangreiche Heft durcharbeitct, kommt man leider zu recht pessimistischen Ergebnissen für jüd i s c 11 c A ti s w a n d c r 11 n g s m ö g I ) c h k e i t e n. Fast übereinstimmend haben alle zivilisierten Länder und vor allein die, die in unserem Gesichtskreis liegen, Bestimmungen erlassen, die fast einem Einwanderimgsverbot gleiehknmnicii, oder die Arhcitsmüglichkeilen den Angehörigen des eigenen Staates in einem solchen Maße Vorbehalten, daß es fast unmöglich erscheint, als Ncitcinwandcrer Beschäftigung zu erhalten. Auch in abgelegenen Ländern und solchen, die durch ihr tropisches Klima nur in sehr beschränktem Maße für deutsche Juden in Frage kommen, bestehen Möglichkeiten nur für kapitalkräftige Elemente. Hier kommt vor allem Ansiedjung in Frage. Daß aber neben allen anderen Schwierigkeiten, wie Verzicht auf alle Abwechslungen usw., auch die wirtschaftliche Seite nicht restlos geklärt ist, zeigt die Tatsnehe, daß der Hilfsverein seihst sich genötigt sicht, z. B. aus dem siUlnmerikaniscIicii Staat Koluinhien sich absolut widersprechende Berichte zu bringe!.. Abschließend muß festgestellt werden, daß trotz allen Beschränkungen doch Pal ä s t i!1 a das wichtigste A ti f n a 11111 c 1 a n <1 f fl r j ü dl 1 s c 11 c Auswanderer aus Deutschland sein wird. Es ist das einzige Land, das in größerem Umfange arbeitende unbemittelte Elemente aufnimmt. E, P, Zwei Viktor Jacobion 34^10 GH dfe Memel, den 30. August 1934, Verehrte Schriftleitimgl In dem Artikel ״Viktor Issnkowitsch“ In Nr. 69 Ihres Blattes heißt es, der jetzt verstorbene hervorragende Zionist Dr. Viktor Jacobsohn (ואביגדור »ei Mitglied der russischen Duma gewesen. Das ist ein Irrtum. Viktor Issakowitscl* Ist nicht mit dem gleichnamigen Dimiaahgcorilnctcn identisch, lener ״ בגיטיו זאב > Wladimir oder Viktor Jacobson, in Wilna 1861 geboren, war Rechtsanwalt In Slutiim und 1906 vom Gouvernement Grodno In die erste russische Duma gewählt. Auch er war dem zionistischen Gedanken treu und In der jüdisch-russischen Politik tätig. Er starb schon 1918 in Moskau. L. Scheinhau 1. * Ein Gedieh! aus dem Jahre ISS* Katowice, 28. August 1934.' Sehr geehrte Redaktion! Gestatten Sic mir, Sie auf ein Gedicht hlnzuwcfscn, das gerade heute erhöhtes Interesse verdient. Es hat den katholischcn österreichischen Dichter Ferdinand von Saar zum Verfasser und ist im 1. Band der bei Hesse erschienenen gesammelten Werke dieses Dicliiers (hrsg. von Bcticlhcim- Minor) zu finden. Das Sonett ist mir vor allem wegen de* Entstehungsjahrc* aufgcfallcn, 1859, also vor Heß, Pmsker* Herzl usw. Es hat folgenden Wortlaut: Juda ea. ln fernes Land, mrrrUI>cr, laß Dich senden. Vcrilrculrs Slmnmvolk mit den •charien Zügen, Dort innjpt Du kr.iiiig Dich zmummentugen. Um Deines Siimk-als dunklen Klm* zu wenden. Dann wirst Du wieder mit entwöhnten Händen Der Patriarchen allen Boden pllügen. Wirst, das entsank bei Irren Wuudcrfliigrn, Ein Schwert Dir gürten um erstarkte Lenden. Hinwandeln wirst Du unter irlilanken Palmen Wie einst, da Raehel ward tu Jakohs Lohne, Und dem Jchovah Deine Opfer qualmen. Um! wieder »ingt ein König auf dem Tlirona Zur gold'nen Harte ticfdutclujUtluc Psalmen Und zeugt tlcr Nachwelt wc!>e S.ilumoitc, Mit Zionsgruß! Hochachtungsvoll Gymnasiallehrer Dt, Wagner• * ItUUiUUIUI Charlottenburg, 31. August. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin W15. Zu den Bemerkungen von Dr. Weinryb in ״J. R.“ Nr. 70 muß ich entgegnen: Es ist unrichtig, wenn weinryb unterstellt, ich hätte behauptet, Eiichels Komödie sei nie vor 1933 erschienen. Weinryb hat von sich aus ״vor 1933" hinzugefügt. Ich wollte nur hervorheben, daß das Werk von Euche^ nicht vorher, also 7u seinen Lebzeiten (er starb 1801), erschienen war, im Gegensatz zu dem Stück Wolfsohns, das, obwohl später verfaßt, schon 1796 gedruckt wurde. Weinryb befindet sich aber auch im Irrtum, wenn er die zwei fraglichen Komödien durchaus als jiddische bezeichnon will. Weder ist die Sprache der Stücke dazu angetan als jiddisch zu gelten, noch konnte es in der Intention der Vcrlasser, die echte Aufklärer waren, gelegen haben, jiddisch zu schreiben. Gerade ihre negativen Helden, besonders die Vertreter der alten Generation, lassen die Verfasser ein Oemisch von Hebräisch lind Jiddisch sprechen, wobei man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, das hier gesprochene Jiddisch dient mehr der Satire als der Sprache selbst. Wollte man aber aus dieser Tatsache, daß einige Helden de* Stückes Jiddisch sprechen, die Behauptung aufstellen, die Stücke sind jiddisch geschrieben, so könnte man mit demselben Recht gerade das Gegenteil beweisen, denn gerade diejenigen Helden, die die Verfasser positiv hervorkehren und denen sie als leuchtende Beispiele dienen, sprechen durchaus deutsch, und einige andere Typen, die da auftreten, sprechen sogar französisch 11ml englisch. Ich glaube, in diesem Falle kann man sich durchaus auf das Urieil Eriks, dem man bestimmt keine antijiddische Tendenz unterschieben kann, verlassen, wenn er an mehreren Stellen seiner. Einleitung folgendes über die Sprache sagt: ״Das Schauspiel hat Euehel Deutsch mit jüdischen Buchstaben geschrieben. Seine realistische Version hat es verlangt, genau die Art, die Manier, die Sprache, den Stil jedes einzelnen Helden zu kopieren....“ (S. 00) Und an einer anderen Stelle heißt es: ״Obwohl die beiden Komödien ein starkes deutsch-sprachiges Element atifwcisen, sind sie doch zum Eckstein des jiddischen bürgerlichen Dramas geworden,..“ Im übrigen, sind die Komödien wirklich jiddisch geschrieben, wozu nun, fragt man sich, hat sich die Textenbibliothek des Institutes für Proletarische Kultur bei der Allukrainischcn Wissenschaftlichen Akademie die Mühe gemacht, diese beiden Schauspiele neu ins Jiddische zu übertragen? fcs ist auf jeden Fall dankenswert, wenn Weinryb Ergänzungen mitteilt, denn die Alten sagen mit Recht: קנאת 0וםרים תרבח חכמת• Dr. M e i 1118. Hebräischer Fernunterricht. Die nächsten Lektionen des hebräischen Fernunterrichts erscheinen in folgenden Ausgaben der ״Jüdischen Rundschau": Nr. 76 77 vom 21. 9,, Nr. 78/79 vom 28. 9. und Nr. 80 vom 5. 10. Von Nr. 81 am 9. 10. ab erscheint der Unterricht wieder regelmäßig in der Dienstagnumnicr. Puchdrucker *®,6«ז teic '״•fl!•, Zalnchriltar oinartatlanan, Gaa?«,*״ ן?T“®11 »®1׳• י 1 ו-י!a»sc i.ihoustrie■ ** ׳ ®RANDENBURQI llllllllllllllll cn sie s dJKItv n־ Auto-Boreffunq L .JIE_1 ßuehbindor I_r.«“»»יי.1 .1 *ala.Raltaa Fnbrik&te •amtlicSicr (ül,r״״iftt F C«br. RoacnblUth, Leip*>g C » Jacoüil raB, 2 * Talclon Nr* 22067 Vogel & Rausch t-*®'!**« :69 Buchbinderei a .K«rtonna,|!ca tur Vtriay, Jndu»\ne und HtMidtl llllllllllllllllllllilltlllllllllllllllllllllllllllllllllimillllllllllllllllll ,—ך lliliiilllllllillillllliillllllillisillllllllllilillllllillllllllillllllllllllll r״H Bürobadarf L_Jj [ 1 Hausvarwaltungen j j SScIt». BU10-Mnsd>we״ und Molerlal-t׳er»rle» Frtla MeB« Leipzia Ci, Tauct»B0r»traO• w Talaton *a«8« MEISTER & Cie. tntiabari CARL BLUMLEIN Lalpxlg C 1, Intclitr. 5. Fatoipr. 12162. Uף Id Diese Rubrik erscheint erst wieder in der Ausgabe Nr. 75 vom 16. September. ^TlT^liewpnerei FZlf Ggdi*. Zollmann Bau-Klempnerei und instaiiationsgesctißti iilr sanitäre Basu. Wastaranlagin Leipzigs I, Mallk1**!r«ß* 62 f Tat, 33286 iMiea sie Anzeigen-Preisii&u