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Jüdische Rundschau · 1934-09-04 · Heft 71 (4.9.1934) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 71 (4.9.1934)
Date
1934-09-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 71, 4, «■ 193! kommenden Monaten (von Oktober bis März) die Holz• ein fuhr nur noch über Haifa gestatten, um das Jaffacr Hafengclände völlig für den Drängen-Export frcizuhaltcn. Die /iisät/lichen Frachtkosten ll.iifa Tcl-Awiw belasten den Markt sehr wesentlich. Die nicht mehr neuen Bemühungen der Holz-Importeure, den Bau eines besonderen Holzhafens für Jaffa-Tcl-Awiw durch zusctzeii, erscheinen immer noch weit vom Erfolg entternt. Gegenwärtig notieren, in erster Linie ans Rumänien, Ruht,and und Schweden importiert, loko pro Kubikmeter weihe Fichten- und Tanncnhrctter •CP 2,000 (Ende Juli: 2,700 bis 2,750), besäumte weihe Liehen• brettcr .CP 5 (4,800 bis 4,01)0), unhesäumte weiße Eichenbrettcr .CP 5,200 (unverändert), weihe Eiclienpfosten bei sehr knappem Angebot •CP 4,500 (4,200 bis 4,250), Buchenbrettcr und Buchenpfosten bis zu £P 5,250, ferner: Stangen (als Baumstützen) nach Länge .CP -,012 bis —,014 (—,013) pro Stück, Gabelst,äugen CP - ,(M5 pro Stück. 111 Möbelholz ist die Situation nicht wesentlich geändert; nach wie vor bezahlt man Sperrliol/ftirniere loko pro Kubikmeter, je nach Länge, mit CP 9,500 bis 12,500, sowie Eiche und amerikanische Nußbaum bis zu CP 12,600. In Holz für Oran g e n k i s t c 11 hat die erste Orientierung bereits eingesetzt; hauptsächlich interessieren rumänische, jugoslawische und russische, sowie auch österreichische und polnische Olfe den. Zement und Baukeramik Die Abnahme der Neubautätigkeit in Tel-Awlw findet ihren Ausgleich durch den Zugang an Aufstockungen und Umbauten, vornehmlich von Laden- und Büro-Grundstücken in zentraler Lage der Stadt, außerdem durch die lebhafte industriebautätigkeit in Ramath-Gan und Rischon-lc-Zion. Der Markt litr Zement kann sich daher weiterhin bc* haupten. Dank des Ausbaues der einheimischen Produktion haben die Importe ihren Rückgang fortgesetzt. Hauptsächlieh kommt englische, russische und griechische Ware herein, während japanischer Zement, der letzthin im Irak das ita- Jicnisehc und jugoslawische Fabrikat verdrängen konnte, in Palästina bisher noch nicht aufgetreten ist. Die Loko- Notierung lautet pro Tonne unverändert, je nach Qualität, von .CP 2,700 bis 2,820, für schnellbindenden Zement bis £P 2,000, Für ßaukeramik besteht unverändert flotte Nachfrage, wobei für beste Kacheln, pro 100 Stück, £P —,545 bis —,685 gezahlt werden. £isen Das Geschäft bleibt lebhaft und fest. Eisenträger haben ihren Preis pro Tonne loko von CP 7,500 zu Ende Juli auf gegenwärtig CP 7,500 bis 7,600 erhöht; unverändert vorlangen Rmulcisen (für Beton-Armierung) pro Tonne loko £P 7,000 bis 8 und Wellbleche pro Stück, bis zu 2 m Länge (größere Dimensionen entsprechend höher) £P —,005 bis —,100. Für Nägel werden pro 5-kg-Packung CP —,005 erzielt, für den zu Betonierungszwecken neu eingebürgerten schmalen Maschendraht pro 50-Meter-Packung £P —,250. Nichteisenmetalle Bei regelmäßigen Ankünften schwedischer, belgischer und englischer Ware haben sich die Preise für Kupfer• Halbfabrikate gemäß der internationalen Tendenz abgcschwächt. Auch für Messing- Halbfabrikate hat der Preis nachgegeben; wichtigster Lieferant ist gegenwärtig Schweden. Hinsichtlich der Mcssingzollfragc setzt der Industriellenverhand die schon cingcicitcte Enquete auf Veranlassung der Regierung fort. In Zink, das zu 05 ";0 aus Belgien kommt, sinken die Preise ebenfalls. Dagegen kann sich AI u m i - hi um, vor allem aus England und der Schweiz importiert, Cut behaupten. In letzter Zeit trafen aus Deutschland größere ieferungen von Neusilber (״Alpakka“) ein, das _ vom palästinensischen Kunstgewerbe vielseitig verarbeitet־ wird. fr י"."* £ ^»111- ץ• ץ— .«23 Das Komitee zur lukuuls- und Auslands-Propaganda iür palästinensische Produkte — ״Igud leitia’ai! tozeret h 11a’ arcz“ --, das nach längeren Vorarbeiten Anfang 1034 in Tel-Awiw organisiert wurde und am Palästina-Teil der letzten Lcvautcincssc mitwirkte, hat nunmehr den Kontakt mit der breiten Oeifi'ntliclikcit des Landes gefunden. Soeben ist «in ständiger ״Waad“ an die Spitze des Komitees berufen worden, der sich aus repräsentativen Persönlichkeiten des gesamten Jtscluiw zusammensetzt. Den Ausgangspunkt der Arbeit stellt die Tatsache dar, daß im j.ilirc 1033 von jüdischen Unternehmern nicht weniger als 586 neue Industriebetriebe mit 3200 Arbeitern und Angestellten und mit £P 382000 Kapital in Palästina errichtet wurden. Das Bild der gewerblichen und agrarischen Produktion Palästinas hat sich qualitativ wie quantitativ total gewandelt. Unzählige Dinge, die man früher nur aus dem Auslände beziehen konnte, werden heute im Lande erzeugt und erlangen teilweise sogar schon Exportbedeutung. Ist das palästinensische Koiisiimentenpublilsum ausreichend darüber unterrichtet? Und wie stellt cs mit der _ Information der Nachbarländer? Jede industrielle und agrawirtschaftliche Neucrüiulung bringt neue Aufgaben der Marktanalyse und der Absatz.Werbung mit sich. Wir hatten Gelegenheit, in die Praxis der Tozeret 11- Haarez-Propaganda Einblick zu nehmen. Zu ihren gegenwattigen Zielen gehört vor allem das Problem der Einführung in Palästina erzeugter Materialien und Geräte in die einheimische B a u w i r t s c h a f t. SämtUchcn Bauunternehmern ging ein Fragebogen zu, der von ihnen wissen wollte, welche Materialien und Geräte sic von einheimischen Produzenten erwerben, und welche von den Importeuren fremder Waren. Soweit cs sich im letztgenannten Falle um Waren handelt, die heute bereits auch in Palästina erzeugt werden, erkundigt sich der Fragebogen auch genau nach den Gründen, mit denen die Bevorzugung des Auslandsproduktes motiviert wird. Das Komitee wird die Ergebnisse dieser Enqufite sofort prak* tisch verwerten. Ein Beispiel dafür, wie diese Arbeit beabsichfigt ist, gewährt die Propaganda für den palästinensischen verzinkten Eimer, Auf den Baustellen PalHst;״«,. Tausende von verzinkten Eimern gebraucht;' auch Haushaltungen spielen sie eine große Rolle. ׳Eine J! lÄstineiismcIie Fabrik stellt heute aus importiertem r blech ausgezeichnete verzinkte Eimer preiswert her w tut, m erklärt man, die Aufklärung der Konsumenten ״i'5 Ein zweiter Fall aus ganz anderem Bereich• d״ läslinensisclu• Makkaroni-Markt. Makkaroni u, M heule in Palästina von acht jüdischen Fabriken hcrium! reich,ich genug, um das ganze Land zu versorgen und 71 schon an den Export zu denken. Trotzdem kommt «taiivr,1 ־ syrische, griechische Ware in großen Mengen herein. Die italienischen Makkaroni sind teurer als die W1;־ und dabei keineswegs besser; aber die Händler glauben ,1, unter Ausnutzung des Rufes ״echt italienische“ Makk״' mehr verdienen zu können. Die syrischen Makkaroni ״L ein doppeltes Dumping aus, ein soziales, da sie mit hillo arabischer Arbeit licrgestellt sind, und ein handcispoljnJr da Syriens Makkarom-Fabrikanten nicht die schwere Mthlro Belastung tragen wie ihre palästinensischen Konkurrent* Weshalb schließlich die griechischen Makkaroni? Weil h! Salonlkcr Einwanderer von seinem früheren Domizil her V gewisse Marken gewöhnt ist und diese auch in Paiiu. verlangt. ־‘א• . Zu den nächsten großen Aufgaben gehört die Schaff״,, eines einheitlichen Warenzeichens ״Tozerdh tli' arcz". Nur der Geschäftsmann wird sich seiner bedienm i dürfen, der das Prinzip der ״Tozereth Haarc/,“-Bcv«2r? unbedingt anerkennt und verwirklicht. Für das geplante nalc Warenzeichen liegen bereits künstlerische Entwürfe v« Der neue Wand des Komitees wird bald die endßülti« «V Scheidung treffen. h Sechs führende Reklame-Künstler Palästinas sind zu 0»t. achten über den allgemeinen Ausbau der Tozcrcth-Hzirii. Propaganda aufgefordert worden. Sobald diese Gutachten über die künstlerisch-technische Seite vorliegen, wird man O«. achten von Industriellen über die wirtschaftlich-organisatorische | Seite heran ziehen. Aus dem Idccn-Malerial, das man 18f diesem Wege gewinnen wird, soll sich das Programm ei*!; 1 ersten palästinensischen *R e k I a m c - M c s 8 e“ kristallisiert!״ die spätestens im Frühjahr 1935 in Tcl-Awiw stattfinden wird Dr. J, A. ־ Ein neues jüdisches GeschäKsviertel in Haifa Wir erhalten folgende Mitteilungen: In der unteren Stadt, in der Nähe des Hafens, ist ein neues jüdisches Gcschäftsvicrtcl, das zu den schönsten Teilen Haifas gehören wird, im Entstehen begriffen, der ״Merkas Mißchari C ha da sch“, das neue Geschäftszcntrum, wenige Minuten von dem alten jüdischen Gescliältsvicrtcl Haifas entfernt. Die geschäftlich besonders gute Lage zwischen den Hauptstraßen des alten Haifa, der Jaffastraße und der Allcnbystralle, wird noch dadurch verbessert, daß der Zugangsweg zum Hafen von allen Teilen des alten und neuen Haifa, von dem jüdischen Viertel Bath Galim und von der Deutschen Kolonie un Nordwesten, von der Altstadt und von dem jüdischen Stadtviertel Hadar-Hacarmel-Herzliah im Süden und Südosten durch das neue Geschäftsviertel führen wird, und zwar auf einer 20'111 breiten Straße, an deren Ausgang zum Hafen und Meer auch der neue Bahnhof von Haifa gebaut wird, so daß also dieser Teil ein Verkehrs!«ittelpunkt ersten Ranges werden wird. Das neue Geschäftsviertei wird außerdem auch noch von einer 23 m breiten Straße der künftigen Haifa-Artcrial-Road, hebräisch Schderoth Haifa, durchquert, im Westen wird es von Haifas größtem Theaterbau, dem Theater En-Dor, in dem Kino- und Theatervorstellungen stattlindcn, abgeschlossen. Dieses Gelände wurde, wie das Büro auf Anfrage milteilt, im Jahre 1929 erworben; früher befand sich hier ein arabischer Kaffeegarten nebst Freiliclitkmo, weshalb der Platz allgemein üan Hasaineach, der ״ ״״״ Uartcngenannt wurde. Das Gebiet umfaßt zirka 20 000 qm, von denen 51«,% für Straßen, Plätze, Höfe und Passagen bestimmt sind, während 49 ״.% der Bebauung zugeführt werden. Der Preis betrug damals 50 000 CP., der natürlich heute mn ein Vielfaches dieser Summe höher sein wurde. Es dauerte bis zum Jahre 1933, bis man mit dem Bau beginnen konnte; denn da der Boden zunächst dem Hafengcländc liegt, mußte erst von Stadtverwaltung und Regierung der gesamte Bebauungsplan dieses Viertels endgültig festgestellt sein, bevor ein Teil des Geländes bebaut werden 5?nnie--,״Hc״te’ ,nach u״Rcfäl!r »/! Jahren, ist bereits fast die Hälfte des Baugeländes bebaut, so daß man schon eine Vorstcilunfr von der gesamten Anlage haben kann. Das Uanzc macht einen vorzüglichen, architektonisch sehr gelun« Renen Eindruck, es handelt sich um Büroliäuscr neuesten Stils mit modernen Läden, einige Häuser sind schon sieben Etagen hoch, und die Gesamthebauung wird £P 210000 kosten. Hier werden voraussichtlich die Spezialgeschäfte naitas ihren Platz finden; einige sehr modern eingerichtete Spezialgeschäfte sind bereits eröffnet. Auch Bankinstitute wervr/üi •rIC! hier״״‘ldcrlassc״• Cooperativbank ״Halvaah Wehtßachon (Leih- und Sparbank) errichtet hier ein cige- 8?.יי. ebenso wie_ die Südafrikabank, die Gründung der südafrikanischen Zionisten, die sich hauptsächlich mit dem Hypothekengeschäft befaßt; auch eine Filiale der Amstcr* 1 ®m״r Hollandbank wird hier eine erste Zweigniederlassung im Vorderen Orient errichten. A. B., Haifa. * Die Entwicklung des Hypothekenwesens Soeben ist der Geschäftsbericht und die Bilanz der All* g em c i 11 cn TI y not h cke n ban k in Palästina (Gene• rar Mortgage "Bank), 'Tcl-Awiw, per 31. Dezember 1933 er• schienen. Der Geschäftsbericht betont, daß itn Jahre 1933 infolge der zunehmenden Geldflüssigkcit rege Nachfrage nach gut fundierten Wertpapieren zu stetig steigenden Kursen herrschte, so daß der P 1 an <1 br 1 c f u m 1 a u i erheblich erhöht wcnlcn konnte, die Darlchcnstätigkeit anstieg und die Ikkihungsbediitgungcn erleichtert wurden. Der Pfandbricfumlauf der Bank ist wie folgt gestiegen: Von CP 153 052,000 am 31. 12. 1932 auf £P 246 660,000 am 31. 12. 1933; auf .CP 323000,000 am 31. 3. 1934; bis auf £P 580 000,000 am 31. 7. 1934. ln der gleichen Weise hat sich die Bclclhungstätigkeit der Bank entwickelt: Bis zum 31. 12. 1932 wurden gewährt 556 Darlehen mit £P 197 850,000; bis zum 31.12.1933 wurden gewährt 683 Dar• letten mit CP 273 060,000; bis zuin 31. 3. 1931 wurden gewährt 779 Darlehen mit £P 353 000,000; bis 7.11m 31. 7. 1934 wurden gewährt 1004 Darlehen mit £P 595 000,000. Augenblicklich wird eine neue Emission von £P 3(Kl CRM) 6 ׳״»iger Pfandbriefe mit einer Laufzeit von 20 Jahren durcligefülirt. Das Aktienkapital der Bank ist am 21. 12. 1933 erhöht worden und beträgt jetzt £P 250 000. Nach Städten und Kolonien verteilen sich die Hypotheken wie folgt: Tel-Awiw 519 Hypotheken mit einem Betrage von £P 182 016,373; Haifa 113 Hypotheken mit einem Betrage von £P 69 553,112; Jerusalem 23 Hypotheken mit einem Be■ trage von CP 11510,680; Tiberias 24 Hypotheken mit einem Betrage von CP 4 333,541; übrige Städte und Kolonien 4 Hypotheken mit einem Betrage von £P 1 114,567; insgesamt 683 Hypotheken mit einem Betrage von £P 271 558,582. Der Gewinn der Gesellschaft im Jahre 1933 bctrug £P 7 091,624. _ Untersuchung der Wohnungsfrage Jerusalem. fPalcor.) Die führenden jüdischen Wirtschaftdnstitulioricn haben den Beschluß gefaßt, ein Amt zur Durchführung einer gründlichen Untersuchung über die Wohnungsfrage und die Baubewe• gunp in Palästina zu schaffen. Die Aufgabe dieses Amtes wird darin bestehen, den Bedarf Palästinas an neuen Wohnungen fcstzustetten und zu prüfen, in welchem Maße die gegenwärtige Baubewegung den Bedürfnissen des Landes tina der jüdischen Einwanderung entspricht. Das Amt wird ferner die augenblicklichen Wolnuingsvcrhältnissc, die Höhe der Mieten in den verschiedenen Städten und größeren Kolonien Palästinas untersuchen. Das Amt wird einen Plan zur Deckung des steigenden Bedarfs an Wohnungen und Wohnhäusern durch Erleichterung des Bodenkaufs, Verbilligung des Hypothekenkredits und Rationalisierung des Häuserbaus im technischen Sinne aus• arbeiten. An der Gründung dieses Amtes zur Untersuchung der Wohnungsfragen und der Batibewcgimg beteiligen sich: die Exekutive der Jewish Agency, die Palästinensische l־(ypo* thekenbank, die llistndniüi und andere. An der Spitze des Amtes wird Fritz Naphtali stehen. Die Zählung der indischen Induslrie-Unlernehimingta Jerusalem. (Palcor.) D,1s Statistische Departement der Jewish Agency hat jetzt die Bearbeitung des Matcriili beendet, das es bei der allgemeinen Zählung der jüdischen 11• dustric lind des jüdischen Handwerks Palästinas im Augtnt und Dezember 1933 gesammelt hat. Die Zählung umfaSie 970 industrielle Unternehmungen und 2411 handwerkliche Betriebe, zusammen 3388 Unter• nclimungen. Sie umfassen sowohl größere Fabriken (7«») wie kleinere Fabriken (22 ׳>/»), wie endlich handwerkliche Betriebe (71 ס/״) und beschäftigen zusammen 19595 Per• sonen, darunter 44״» in den größeren Fabriken, 10«, h den kleineren und 26 ׳״» in den handwerklichen Betriebes. Die Produktion sämtlicher Unternehmungen hat rinn Wert von £ 5 352 000 jährlich, wovon 57 ׳Vo die Produkt« der größeren Fabriken ansmacht und nur 14 ״> dir drr handwerklichen Betriebe. Das in sämtlichen Unternehmung«! investierte Kapital beträgt £ 5 371 000, wovon 81 ";0 in den größeren Fabriken investiert ist. Von den gesamten & dustricllcn Unternehmungen und Werkstätten sind nur 10*1 vor dem Weltkriege entstanden, die restlichen 90 8״ in drr Zeit nach dem Weltkriege. Allein im Laufe des Jahres 1931 wurden 588 industrielle Unternehmungen geschaffen, die b<׳ rcits jetzt 3235 Personen beschäftigen. Das in ihnen investiert! Kapital beträgt £ 395 000, ihre jährliche Produktion u £ 400000. Möglichkeiten der Zudcerinduiirie Dr. Israel Karn!eil (Tcl-Awiw) übermittelt uns ZW Veröffentlichung ein umfangreiches Expose über die Mög• lichkeitcn der Zuckerindustrie in Palästina. Der Ver* fasscr meint, daß die Voraussetzungen für eine solche In• dustric sehr günstig sind, günstiger als in Aegypten, wo die Zuckerproduktion seit langem blüht. Der mittlere Jahres■ ertrag beträgt in Aegypten pro Dun,1m 6690 kg Zucker• rohr, auf den Hawai-Inseln 10 700 kg. Nimmt man w Palästina, dessen natürliche Bedingungen zwischen ®'5{a beiden Ländern liegen, einen mittleren Ertrag an, so käme man auf 11 690 kg. Auf Grund von Berechnungen, die der Ver* fasscr anstcllt, kommt er zu dem Resultat, daß ein Omndstück von 15 Dunam mit Zuckerrohr bebaut einen Ertrag von £ 378 im Jahre liefern würde. Der Verfasser Dt* fürwortet eine auf Zuckerrolirbau beruhende Siedlung, an besten auf den Böden der Haifa Bay, wobei jeder Sie«״ 50 Dunam Boden bekommen sollte, und zwar 30 Dunam W Zuckerrohr und 20 für andere Wirtschaftszweige und Bau!»• Hierfür wäre pro Siedler ein Kapital von X 2000 crforderlicn* Wir können das interessante Projekt, dessen Einzelheit״* wir aus Raummangel nicht abdrucken können, sclbstyersw״' lieh nicht riachpriifcn und empfehlen, daß sich ‘anf״־l\" schaftliche und industrielle zuständige Instanzen damit ס«• fassen. Etwaige Interessenten mögen sich am besten ««» mit Dr. Israel Karnieli (Tel-Awiw) in Verbindung setze»• Rem״״״״ d• a fu<־ Forstwirtschaft der Palästinano1'n״fhr״״rd "euerdJ8״s <«* Anpflanzung von Karuben NMhTra^b«i!),p1?pig,ert׳ *Kf,!r dtr Welt eine steigende AbsMzmsrkt hätfeaJ16 ״°W°h 'm ln* wie im Auslande cinc״ Eine Darstellung der WfrtschaltstortschriUes Der ״Eil dien st fiir Außenhandel und Aus• landswirtscliaft“ (Berlin) vom 22. 8. beschäftigt sich in einer umfangreichen Beilage mit dem Aufschwung der Wirtschaft Palästinas im Jahre 1933. Einleitend weist die Arbeit auf die Bedeutung der neuen Einwandcrimgswclle lind insbesondere auch auf die starke Ein- Wanderung aus Deutschland hin und sagt, daß auch die arabische Bevölkerung aus der Konjunkturelle Nutzen gezogen habe. Nach eines Schilderung der finanziell günstigen Lage der Mandalsvcrwaltung werden folgende Punkte aus* führ lieh behandelt; Der Hafenverkehr, die Oclleitung Irak— Haifa, die Zoll- und Steuereinnahmen, der Handelsverkehr mit Syrien, der Export, die Industriegründungen, die Bau* tätigkeit und deg Patent* und Warenzeichen-Schutz, Wasserverbrauch in Tel-Awiw Im Zusammenhang mit dem sprunghaften Wachstum M Stadt Tcl-Awiw und der starken Baubewegung hat an vielt Stellen die Wasserversorgung der Stadt den erno ten Ansprüchen nicht gerecht werden können. Di« ־״נ!ג Verwaltung gibt eine Ucbcrsicht über das Wachstum « Wasserverbrauches im Zusammenhang mit den s' nannten Faktoren. Im Jahre 1932 hatte Tel-Awiw 60 000 Einwohner, waren cs schon 85 000 und im Juni 1934 wird die Zahl bert 1913 auf 100 000 geschätzt. Der Wasserverbrauch stieg entspreche! vom Jahre 1932 bis 1933 allein um 35 °;0, während man Kairo und Alexandrien nur mit einem zusätzlichen Verbraw von 5 0/0 pro Jahr rechnet. , Die Stadt mußte daher in größter Eile an die Vergf® rung der bestehenden und die Aufstellung neuer Pump«‘׳ und Wasserreservoire licrangehen. Auch die Lcitungsro» mußten vielfach ausgewcchselt und durch breitere ersetzt, Gesamtnetz stark vergrößert werden. Dennoch Ist m ' , schicdcncn Gegenden der Stadt, besonders am Freitag ״ Sonnabend, Wassermangel zu spüren, so daß ein neues gr0B Pumpwerk am Jtrkon vorbereitet wird.

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